SKINCARE GASTBEITRAG (DINAH): Peter Thomas Roth „Pumpkin Enzyme Mask“

Chemische Peelings gehören seit etwa drei Jahren zu meiner Pflegeroutine und ich möchte sie nicht missen, aber meine Haut verlangt manchmal einfach nach mehr. Zum Glück ist sie ziemlich unempfindlich und verträgt auch mehr. Also habe ich mir vor einigen Wochen ein Produkt zugelegt, das von etlichen Bloggern hoch gelobt wird: die „Pumpkin Enzyme Mask“ von Peter Thomas Roth. Wer schon immer mal ein Peeling für „Fortgeschrittene“ ausprobieren wollte, ist hier richtig.

Die „Pumpkin Enzyme Mask“ ist nicht einfach ein Enzym-Peeling, sondern ein „Triple Action Treatment“. Die Kürbisenzyme sollen sanft alte Hautschüppchen ablösen, während AHA chemisch peelt und Aluminiumpartikel einen leicht abrasiven Effekt haben. Auf der Haut fühlt sich das ein bisschen an wie Sandpapier. Die Maske wird auf die feuchte Haut aufgetragen und bleibt dann maximal 7 Minuten lang auf dem Gesicht, ehe sie gründlich abgespült wird. Wobei man durchaus auch eine Wirkung sieht, wenn man auf das Schrubbeln ganz verzichtet. Verwenden kann man die Maske laut Hersteller ein- bis zweimal pro Woche.

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Die Maske riecht nicht nach Kürbis, sondern nach winterlichen Gewürzen wie Zimt und Kardamom, die Konsistenz erinnert an – Babybrei? Ich trage sie in einer dünnen Schicht auf, massiere sie nur ganz leicht mit feuchten Fingern und lasse sie etwa fünf Minuten drauf. Bei meiner unempfindlichen Haut spüre ich bei den meisten Peelings oder auch Wirkstoffen wie Vitamin C üblicherweise gar nichts. Deshalb war ich überrascht, dass diese Maske bei mir doch ziemlich bitzelt, auf der Stirn brennt sie sogar, weshalb ich sie dort nicht mehr auftrage – ich wusste bisher gar nicht, dass meine Haut da empfindlicher ist als im übrigen Gesicht. Nach dem Abspülen ist die Haut bei mir leicht gerötet – auch das kenne ich sonst eigentlich nicht. Nach ein paar Minuten sehe ich davon aber nichts mehr, die Haut fühlt sich dann einfach nur sehr glatt an, zum Glück auch nicht trocken. Mehr als einmal pro Woche benutze ich sie aber lieber nicht.

Was mich überzeugt, ist die Wirkung dieser Maske. Mein Hautbild wirkt danach deutlich verfeinert, die Poren kleiner, die Haut ist wirklich wie poliert, und dieser Effekt hält auch etwa zwei Tage lang an. Alle anderen Produkte schaffen das bei mir nicht, obwohl meine Haut dank CAIS von NIOD, Retinol und Vitamin C schon wieder deutlich besser aussieht als vor einigen Monaten. Folglich bin ich von der Kürbismaske ziemlich angetan und finde, dass sie ihr Geld durchaus wert ist. Allerdings ist sie nichts für wirklich empfindliche Haut, denn besonders mild ist sie nicht.

INCI: WATER/AQUA/EAU, CUCURBITA PEPO (PUMPKIN), ALUMINA, GLYCERIN, TRIETHANOLAMINE, CARBOMER, LACTOBACILLUS/PUMPKIN FRUIT FERMENT FILTRATE, SODIUM LACTATE, ASCORBIC ACID, TOCOPHERYL ACETATE, RETINYL PALMITATE, BHT, SODIUM HYALURONATE, LEUCONOSTOC/RADISH ROOT FERMENT FILTRATE, HELIANTHUS ANNUUS (SUNFLOWER) SEED OIL, CITRIC ACID, DISODIUM EDTA, BENZOIC ACID, SORBIC ACID, POTASSIUM SORBATE, SODIUM BENZOATE, CHLORPHENESIN, PHENOXYETHANOL, BENZYL ALCOHOL, CINNAMAL, FRAGRANCE. ph-Wert etwa 5,0 (selbst gemessen)

Zu den Inhaltsstoffen: Bei „Aluminium“ werden viele zusammenzucken, weil es in Zusammenhang mit Deos dank einer gesteuerten Medienkampagne in Verruf geraten ist, obwohl es keine Nachweise für eine angeblich karzinogne Wirkung gibt. Die Peelingpartikel bleiben hier auf der Haut und werden wieder abgespült wie bei Produkten, die als „Mikrodermabrasion“ bezeichnet werden. Kürbisfruchtfleisch enthält Enzyme, die alte Hautschüppchen lösen, ähnlich wie andere Fruchtenzyme; es gibt auch Kosmetikinstitute, die „Pumpkin Peels“ anbieten. Bei einem ph-Wert von 5,0 sind Fruchtsäuren (AHA) nicht wirksam, weshalb hier wohl nur Sodium Lactate enthalten ist, also das Salz der Milchsäure, das als Peeling sehr mild wirkt. Zu erwähnen ist noch Triethanolamin als ph-Stabilisator; dieser Stoff steht im Verdacht, krebserregend und hautreizend zu sein.

Kurz und gut: Mir gefällt der Effekt der Maske, ich verwende sie aber sehr vorsichtig und halte Ausschau nach einer Alternative, die ebenfalls „schöne Haut“ macht und sanfter ist.

Die Pumpkin Enzyme Mask kostet z.B. 65 € im Dermedis-Shop (150 ml) oder 39,50 bei cultbeauty.co.uk

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(Fotos: Dinah f. KK   Keinerlei Sponsoring)

7 Kommentare

  1. Da schreckt mich schon der Duft ab. Mit zunehmendem Alter werde ich immer geruchsempfindlicher. Ich mag zwar den Geruch winterlicher Gewürze, aber nur kurz und nicht für länger auf der Haut. Selbst bei Handcremes stört mich zu intensiver Duft mittlerweile, selbst wenn mir der Duft an sich gefällt. Aber das Ergebnis klingt durchaus lohnenswert.

  2. Hallo Dinah 😊

    hier ein schöner Review zur Maske auf YouTube:
    uppiesbeads59
    „Sample Sunday: Peter Thomas Roth“

    Es geht ausschließlich um diese Enzym-Peeling Maske! Kommt zu sehr ähnlichem Ergebnis wie Du 😊

    Ich selber meide Scrubbs, wegen milder Rosazea *grrrr 😨

    SCHÖNEN SONNTAG
    der hydro

  3. Schade da bin ich dann wohl raus , fange momentan wieder ganz vorsichtig an AHA in meine Routine einzubauen und spüre schon bei sanften 5%AHA von Rau ein länger anhaltendes bizzeln/ brennen auf der Haut u das bei gerade mal zwei Anwendungen pro Woche . Habe auch das Highdroxy daheim da ja Mandelsäure milder sein soll aber auch damit fühlt sich meine Haut nicht unbedingt wohl 😩 Als letzte Alternative wären dann wohl nur noch Produkte mit Milchsäure für mich übrig 😁 Naja mal schauen ob sich meine Haut mit langsamen einschleichen doch noch damit abfindet ! Geht’s sonst noch jemandem so ????? Schönen Sonntag euch allen !L.G Karin

    1. PHA sind Polyhydroxysäuren, die wirken etwas anders, sind aber auch milder als Fruchtsäuren. Milchsäure gehört auch zu den AHA, ist jedoch auch mild, ähnlich wie Mandelsäure. Vielleicht verträgst du gar keine chemischen Peelings, jede Haut ist anders.

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