SKINCARE: LANCASTER SUN SPORT „INVISIBLE FACE GEL MATTE FINISH SPF 30“ * LOHNT SICH DAS?

Ah, ein Sonnenschutz von Lancaster in leichter Gelform, dazu ist nur wenig unguter Alkohol enthalten, und man braucht weder weiße Rückstände noch einen speckigen Glanz zu fürchten. Das klingt doch ganz gut, oder…?

 

Wer mich etwas kennt, weiß, dass ich der Firma Lancaster eigentlich recht zugetan bin. Ich mag viele Produkte dieser Luxuskosmetik, die schon bei meinen Eltern und Großeltern im Bad stand. Sie nannten es immer „Länschäster“. 🙂 Heutzutage macht Lancaster einen eher frischen Eindruck, und sie bringen immer mal wieder interessante Neuheiten auf den Markt.

Zuletzt wurde ich hellhörig, als ich von einem Sonnenschutzgel für das Gesicht hörte, das mit organischen Filtern arbeitet (die ich meist prima vertrage und viel lieber als die weißelnden mineralischen Filter nutze) und dazu leicht und mattierend auf der Haut agieren soll. Prima, sofort gekauft, Rabattcoupon sei Dank! 😉

Nun kennt ihr das sicher auch: Wenn ihr von einem neuen Produkt begeistert seid, dann wollt ihr sicher auch aller Welt die Vorzüge dieses Produktes mitteilen. Alle Facetten schildern, eben das, was euch so gut gefällt, was besser ist als bei den Mitbewerbern.

In diesem Sinne könnte ich es heute mal ganz kurz machen: An dem „Invisible Face Gel Matte Finish 30“ von Lancaster gefällt mir auch so gut wie gar nichts. Wir könnten hier bereits den Bericht abschließen.

Aber ich will auch einige Gründe benennen, denn ihr sollt ja wissen, ob dieses Sonnenschutzgel eventuell für eure Haut geeignet sein könnte.

 

Die Inhaltsstoffe und Filtersubstanzen

Im Zeitalter der vielen Allergien, ist es der Firma Lancaster (und um fair zu sein, vielen anderen Firmen auch) immer noch nicht möglich die Inhaltsstoffe der Produkte (und besonders die verwendeten Schutzfilter) offensiv zu veröffentlichen. Auf der Packung sind die zwar aufgedruckt, aber in einer Mikroschrift, die wahrscheinlich in konspirativen Agentenlabors entwickelt wurde, um die Baupläne ganzer Raketenabschussrampen auf eine kleine unauffällige Briefmarke zu platzieren.

Hier also die Inhaltsstoffe leserlich:

Caprylyl Methicone (Silikon)Diisopropyl Sebacate (synth. Lipid), Octocrylene (UVB Schutz), PEG-12 Dimethicone/ PPG-20 Crosspolymer (Silikon), Ethylhexyl methoxycinnamate (UVB Schutz), Butyl Methoxydibenzoylmethane (UVA Schutz)Ethylhexyl salicylate (UV Schutz stabilisierend)BIS- Ethylhexyloxyphenol methoxyphenyl Triazine (UVA+UVB)Diethylhexyl Butamido Triazone (haupts. UVB)AlcoholAlpha-Isomethyl Ionone (Duftstoff), Angelica Archangelika Root Extract (Angelica-Engelwurzel), Ascorbic Acid (Vitamin C, AOX), Ascorbyl Palmitate (stab. Vitamin C, AOX)Benzyl Alcohol (Duftstoff)Benzyl Benzoate (Duftstoff), BHT (Hilfsstoff)Butylphenyl Methylpropional (Duftstoff), Camella Sinensis Leaf Extract (Grüner Tee, AOX), Caprylyl Glycol (Feuchtigkeit), Carthamus Tinctorius Seed Oil (Distelöl), Cinnamal (Duft)Citric Acid, Citronellol (Duft)Citrus Aurantium Amara (Bitter Orange) Peel Extract (Duft, das äth. Öl kann Flecken in der Sonne verursachen), Coffea Arabica (Coffee) Seed Extract (AOX), Farnesol (Duft), Geraniol (Duft)Glycerin, Hydroxycitronellal (Duft)Lecithin (hautpflegend)Linalool (Duft), Magnesium Aluminium Silicate (Tonerde, saugt übersch. Öl auf), Maltodextrin (Stabilisator, Feuchtigkeit), PEG-8Pongamia Pinnata Seed Extract (Karanjaöl), Sclerotium Gum (Verdickungsmittel)Squalane (hautpflegend)Tocopherol (Vitamin E, AOX), Tocopheryl Acetate (stab. Vitamin E, AOX)Ubiquinone (Co-Enzym Q10)Aqua (Wasser), Xanthan Gum (Stabilisator)Xanthophyll (Carotinoid, AOX)Phenoxyethanol (Konservierer), Sorbic AcidParfum (Duft)

 

Es fällt sofort auf, dass man hier keine wasserbasierte Grundlage bekommt, sondern eine aus Silikonen. Das werde ich auch gleich noch genauer beschreiben und was es für das Hautgefühl bedeutet. Im Moment muss man wissen, dass viele der gut wirksamen UV Filter lieber in öligen und/oder silikonigen Medien ihre Arbeit verrichten. Wässrige Grundlagen findet man leider nur noch ganz selten, und man muss bei diesen leichten Konsistenzen deutliche Abstriche machen (zB. viel Alkohol denat. in Kauf nehmen und/oder veraltete und instabile Filtersubstanzen).

Als UV Filter fungieren hier: Octocrylene (Uvinul N, UVB), Octinoxat (UVB), Avobenzon (UVA), Octisalate (stabilisiert), Tinosorb S (UVA+UVB), Iscotrizinol (hauptsächlich UVB). Ein sehr unterschiedliches Bild sieht man hier, neben guten und anerkannten Filtern, findet man leider auch einige stark diskussionswürdige Substanzen. Prinzipiell könnte man modernere und weniger umstrittene Filter verwenden, Lancaster tut es nicht durchgängig.

Was mir aber geradezu beängstigend ins Auge fällt, sind die enorm vielen Duftstoffe (oben in Pink hervorgehoben). Neben Parfüm eine ganze Armee von extra deklarationspflichtigen Duftstoffen und ätherischen Ölen. Hui, da freut sich die Haut, besonders in der Sonne! Ich wage einmal zu behaupten, dass man nicht einmal besonders empfindliche Haut braucht, um hier ungute Reaktionen zu provozieren. Selbst braune Flecken auf der Haut können im Sonnenlicht entstehen. Es ist mir persönlich unverständlich, warum Lancaster hier eine solch große Duftstoffpalette nutzt, nur um den Lancaster Signature Duft in einem Sonnenschutzprodukt herzustellen.

Ehrlich gesagt merkt man diesen Duft-Overkill sofort, das Produkt hat mir beim Auftragen den Atem verschlagen, so heftig stach er in die Nase, und dabei mag ich den Lancaster Duft ansonsten gern.

Schade finde ich auch die wenigen pflegenden und beruhigenden Inhaltsstoffe, gerade in einer UV Gesichtspflege. Ein wenig Feuchtigkeit, ein paar Antioxidantien, einige Pflanzenextrakte und Öle. Und das oft noch nach den zahlreichen Duftstoffen, eine geringe Menge also. Oder eine ungeheuerliche Menge Duft, wie man es eben sieht.

Anmutung

OK, es sieht aus wie ein Gel und es fühlt sich in der ersten Sekunde auch so an. Doch sobald man mit dem Verteilen auf der Haut beginnt, spürt man einen sehr schmierigen, fast schon öligen Effekt. Das mag für viele Verbraucher nicht so ins Gewicht fallen (siehe Bewertungen), was aber daran liegen muss, dass diese Leute nur eine (zu) kleine Menge vom Produkt aufgetragen haben.

Nimmt man einen Teelöffel voll (um den ausgelobten UV Schutz zu erreichen!), wird man sein glitschiges Wunder erleben. Das Gel schmierte auf meiner Haut und hinterließ einen unglaublich klebrigen und unangenehmen Film zurück. Ich habe mich selten unter einem Pflegeprodukt so unwohl gefühlt!

Man hört auch sehr oft von einem „Primer-Effekt“, was natürlich verständlich ist, bei der enthaltenen Menge Silikon. Allerdings ist es nicht mehr lustig, wenn man die empfohlene Menge vom Produkt auf sein Gesicht aufträgt. Stellt euch mal vor, ihr würdet einen Teelöffel voll Primer vor dem Make-up ins Gesicht klatschen. Halleluja!

Teile des Produktes ziehen bei mir erst gar nicht in die Haut ein und liegen ungut oben auf. Beim Schwitzen läuft mir somit auch gerne mal etwas davon in die Augen. Abhilfe könnte man nur schaffen, indem man weniger von dem Produkt nimmt, aber dadurch verringert man die Schutzwirkung unübersichtlich stark.

Der mattierende Effekt ist leicht sichtbar, allerdings hielt das bei mir genau eine halbe Stunde, danach glänzte ich wie eine Speckschwarte. Und das ist fast noch untertrieben. Ich wiederhole mich an dieser Stelle: Noch nie hat sich ein Gesichtsprodukt so unangenehm auf meiner Haut angefühlt. Mehr kann und will ich auch gar nicht mehr dazu sagen, mein Eindruck spricht sicherlich für sich.

Fazit 😦

Für eine Gesichtspflege, die in der Sonne verwendet wird, enthält das Lancaster Sonnengel erschreckend viele Duftstoffe. Meine Nase war regelrecht „erschrocken“ über diese intensive Beduftung, die auch zu einem Drittel ausreichend gewesen wäre, müsste man denn überhaupt Duftstoffe einsetzen. Jeder Laie kann sich ausmalen, dass die Kombination aus intensiver UV Strahlung und vielen ätherischen Ölen auf der Haut nicht besonders reizarm sein kann, aber Lancaster scheint damit kein Problem zu haben.

Das Produkt wird zum Gebrauch beim Sport ausgelobt. Ich habe es probiert und bei richtiger Anwendungsmenge lief mir ein unangenehmer Schmierfilm in die Augen, der stark brannte. Auch der ausgelobte mattierende Effekt ist nur temporär und kehrte sich dann ins Gegenteil um, ich wurde zumindest im Gesicht zur Speckschwarte.

Der hohe Silikongehalt ist mehr als spürbar und gibt dem Produkt keinesfalls die Leichtigkeit eines Gels (man erwartet womöglich ein Hydrogel), sondern erinnert eher an sehr schmieriges und klebriges Öl. Gibt man die dringend erforderliche Menge auf die Haut, hat man viel zu verpacken, denn das Produkt zieht nur sehr zögerlich ein und bleibt teilweise auch auf der Haut. Bei sommerlich heißen Temperaturen möchte ich mir das gar nicht vorstellen.

Die Inhaltsstoffe wirken insgesamt etwas uninspiriert (bei der Duftauswahl war man deutlich motivierter) und die Filtersubstanzen hätte man moderner und intelligenter zusammensetzen können. Alles nicht state-of-the-art.

All diese Faktoren tragen dazu bei, dass man dieses Produkt intuitiv nur sehr sparsam anwenden möchte. Leider erreicht man dann aber lange nicht mehr den 30er Sonnenschutz, was Sonnenbrand und vorzeitige Hautalterung zur Folge haben kann. Für mich ist immer wichtig, dass man ein Produkt gerne und bequem aufträgt, damit man es auch richtig anwendet und es wirken kann, sonst bleibt alles für die Katz.

50 ml kosten ca. ab € 18,96 (zB. inkl. Versand über Easy Cosmetics)

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser    Das Produkt wurde selbst gekauft, keinerlei Sponsoring)

 

77 Kommentare

  1. Nach diesem Verriss wird sicher niemand mehr auf die Idee kommen, dass diese Schmiere für die eigene Haut infrage kommt 🙂
    Ich frage mich auch immer, was Duftstoffe in Sonnenschutz verloren hat. Kein Mensch würde sich frisch parfumbesprüht in die Sonne legen aber die Cremes sind voll davon. GRRRR

  2. Oh je das klingt gar nicht gut. Ich habe tatsächlich noch zwei Kleingrössen von Lancaster da die ich im Urlaub in der Handtasche dabei habe.
    Aber mal was anderes :

    In den Medien wird Hawaii sehr diskutiert wegen dem Korallen sterben. Dort sind oxybenzone verboten. Auch das octocrylene soll schwer abbaubar sein und sich dort ablagern.

    Auszug :
    210 Liter pro Tag
    Rund 14.000 Tonnen Sonnencreme landen Schätzungen zufolge jedes Jahr im Meer. Wo besonders viele Touristen sind – wie in Hawaii mit seinen rund neun Millionen Besuchern jährlich – ist der Schaden im Meer besonders deutlich. Alleine auf der Insel Maui landen nach Hochrechnungen jeden Tag rund 210 Liter Sonnencreme im Meer.

    Ich bin bereit , diese Filter nicht zu benutzen und habe bei piaskincareinspirations eine Liste gefunden wo es nicht drin ist, aber müsste es da nicht ein generelles Umdenken geben ?

    1. Hallo Annabella!
      Ich kann dazu nur sagen, dass man es (wie beim Mikroplastik) eigentlich als Normalsterblicher gar nicht mehr so recht erfassen kann, was denn nun wirklich für uns alle ein Umdenken erfordert. natürlich ist Korallensterben doof, und Mikroplastik auch, aber es werden auch viele Fehlinformationen weitergegeben.

      Zum Korallensterben hatte ich im folgenden Artikel einmal berichtet. Es ging um valide zahlen dazu, und dass die Regierungen mit den Verboten nur einen gewissen Aktionismus vortäuschen wollen. Ähnliches sehe ich auch beim Mikroplastik: Kosmetik hat den Anteil bereits zurückgeschraubt, es wird besser, sagen wir mal so. Aber einer der Hauptanteile für die Belastungen der Meere und Gewässer sind zB. Autoreifen und Fleecepullover, mal plakativ gesprochen.
      Sonnencremebestandteile im Meer sind bestimmt nicht gut für uns alle, aber ich finde, es müsste endlich mal verlässliche Informationen geben. Langzeitstudien müssen ja auch irgendwann mal begonnen werden, sonst sind sie beendet, wenn es zu spät ist. Sowas regt mich deutlich mehr auf. Wir brauchen diese verlässlichen Infos, damit WIR richtig reagieren können, denn sonst bleibt das ein Puzzlespiel, das wir mit verbundenen Augen versuchen zusammenzusetzen.

      Hier ist mein Artikel zum UV Filter und Krallen (basiert auf Nachforschungen von Bloggerin Labmuffin, der ich sehr vertraue):

      https://konsumkaiser.com/2018/08/31/lifestyle-das-konsumkaiser-trendbarometer-31-08-2018/

      Liebe Grüße!
      KK

      1. Danke , dann bin ich beruhigter.
        Ich weiß nämlich langsam nicht mehr worauf man bitte achten soll. Das macht wirklich oft einen Knoten im Hirn beim einkaufen.

  3. Meine Güte, das ist ja heftig. Ich habe Lancaster Sonnenprodukte noch nie vertragen, und jetzt weiß ich auch warum.
    Danke für die Auflistung!

  4. Ich habe mich vor ein paar Tagen bei Müller mal durch die SPFs getestet, da die erfreulicherweise von vielen Tester da hatten. Besonders interessiert hatte mich eigentlich die LRP Anthelios Ultra, weil da besonders die Augenverträglichkeit ausgelobt wird. Allerdings enthält das wieder so viel Tinosorb, dass es sehr weißelt und da bleibt bei mir dann immer in den Barthaaren kleben und sieht aus wie Schuppen.
    Überrascht hat mich dagegen ein Produkt von Ambre Solaire, das wohl für unreine Haut gedacht ist. Sicher enthält es nicht die ultra modernsten Filter und es enthält auch Alkohol und hat nur einen SPF 30. Aber es war das erste Mal, dass sich meine Haut nach dem Auftragen anfühlte als hätte ich einfach gar nichts verwendet. Und genau so muss ein Sonnenschutz für mich eigentlich sein, denn dann kann ich auch die erforderliche Menge problemlos auftragen. Die Creme werde ich mir definitiv für den Sommer kaufen oder sobald meine anderen Vorräte aufgebraucht sind.

    1. Kann ich genauso unterschreiben. das Problem ist, als wir alle noch uninformiert waren, da gab es ja voll viele leichte Sonnengels, die wie ein Hauch waren. wahrscheinlich voll mit Alk und instabilen Filtern. Nur ich habe das immer noch irgendwie als Referenz im Hinterkopf und hätte gerne sowas wieder, nur halt mit einigermaßen vertretbaren Inhaltsstoffen.
      das von AS schaue ich mir mal an, klingt gut, Danke!
      Liebe Grüße!
      KK

      1. Vorsicht, hab ich mir auch gekauft. Mutig der Ansicht „sch… auf Alkohol, werd ich schon vertragen“. Denkste, konnte ich nichtmal am Hals/ Dekolleté aufbrauchen, weil es meine Haut so gereizt hat. Die 50er war mir zu schwer, wenn auch mit weniger Alk besser verträglich…aber es gibt ne neue von AS . Sensitive und leicht, ohne Duft, wenig Alk. Werd ich irgendwann testen. Sonst ist wie immer Eucerin Oil Control meine Empfehlung, nutz ich seit sie rausgekommen ist.

        1. Ich hatte sie mir auch gerade angesehen und fand Alk an 2. Stelle. Puh. Da muss man wirklich mutig sein, besonders bei Rosazea. Hätte es wohl nicht gewagt. danke für den neuen Tipp! 😉
          Liebe Grüße!
          KK

          1. @kk @christine
            Ich benutze garnier Amberg solare UV Sport. Mit LF 30. da ist kein Alkohol drin. Ich habe jetzt schon die vierte Tube gekauft, weil ich es so gut im Gesicht vertrage.

  5. Wäre auch zu schön gewesen… ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht, haben ja praktisch gleichzeitig bestellt. Dünn und wenig aufgetragen, fühlt es sich an wie ein Primer (denke ich mir, ich benützte ja keinen). Haut wird dann ungewöhnlich glatt und fühlt sich silikonig-weich an. Aber in Mengen, die für einen guten Sonnenschutz nötig sind, geht es gar nicht. Bei mir mattiert es länger, aber das ist schon der einzige Vorteil.. ist in den Müll geflogen, taugt nichts. Leider.

  6. Ich habe bislang gedacht, dass Benzyl Alcohol die Viskosität des Produktes erhöht. Ich sehe es öfter in geligen Produkten. Wie kann ich wissen wo es Parfum ist und wo wegen der Konsistenz eingesetzt? Vielen Dank

    Was Korallen angeht hier mehr Gedanken dazu:
    https://www.consumerreports.org/sunscreens/the-truth-about-reef-safe-sunscreen/
    Eine wirkliche Alternative wird hier – angezogen schwimmen – genannt. Ich persönlich kann so nicht schwimmen.

    Und hier:
    https://oceanconservancy.org/blog/2018/05/24/sunscreen-killing-coral-reef/
    Zitat:
    „This damage, along with harm from other stressors including ocean acidification, water pollution, rising sea temperatures, and coral disease, prevents corals from successfully reproducing and surviving in current marine Environments“

    Für die Industrie ist es leichter sich auf ein UV Filter zu konzentrieren als andere 4-5 Stressoren zu beachten. Die anderen werden ignoriert. Hawaii hat zusätzliches Problem, dass alle hin fahren. Dabei gibt es weltweit viele wenig gefährdete und wenig bekannte Orte wo sich sogar viel entspannter Urlaub verbringen lässt.

    An alle die besser Chemie können als ich: ich habe endlich letztes Jahr mein HG gefunden. 95% der Produkte vertrage ich nicht. 5% sind mineralische SCs die schwer auf der Haut liegen. Soll ich jetzt besorgt sein, weil Octocrylene an erster Stelle steht? Schließlich schmiere ich mir das Zeug täglich uns Gesicht.

    AK Fluid
    Aqua, Octocrylene, Arginine, Bis-Ethylhexyloxyphenol, Methoxyphenyl Triazine, Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate, Ethylhexyl Benzoate, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Caprylyl Methicone, Tris-Biphenyl Triazine (nano), C12-15 Alkyl Benzoate, C14-22 Alcohols, Dicaprylyl Carbonate, Nylon-12, Pentylene Glycol, Cyclopentasiloxane, Ceteareth-20, Titanium Dioxide (nano), Butylene Glycol, Polypodium Leucotomos Leaf Extract, Ethylheyl Ferulate, Ferulic Acid, Caffeic Acid, Physalis Angulata Extract, Melanin, Camelia Sinensis Extract, Plankton Extract, Chicorium Intybus Extract, Lepidium Sativum Sprout Extract, 3-O Ethyl Ascorbic Acid, C12-20 Alkyl Glucoside, Dipropylene Glycol Dibenzoate, Disiloxane, Hydrolysed Wheat Protein /PVP Crosspolymer, Propylene Glycol, Phenylpropanol, Polyglyceryl-3 Polydimethylsiloxyethyl Dimethicone, Ceteareth-25, Caprylyl Glycol, Propanediol, Aluminium Hidroxide, Stearic Acid, Hydrogenated Dimer Dilinoleyl/ DimethylcarbonateCopolymer, PPG-15 Stearyl Ether Benzoate, Disodium Ethylene Dicocamide PEG-15 Disulfate, Xanthan Gum, Glycerin, Disodium EDTA, Tocopheryl Acetate, Caprylyl/Capric Triglyceride, Lecithin, Pentylene Glycol, Ethylhexylglycerin, Palmitoyl Hydroxypropyltrimonium Amylopectin/Glycerin Crosspolymer, 1,2-Hexanediol, Hydrogenated Lecithin, Tocopherol, Phenoxyethanol, BHT, Parfum, Linalool, Lomonene.

    1. BA kann doch beide Eigenschaften mitbringen. Die Kosmetik ist voll mit Inhaltsstoffen, die einen Mehrfachnutzen haben! In der richtigen Konzentration wirkt BA auch gegen Kopfläuse. Es muss doch nicht alles schwarz-weiß, ja-nein sein…

      1. Das wusste ich nicht, danke Dir.
        Ich habe BA in den Produkten entdeckt die nach rein gar nichts gerochen haben, deshalb kam ich bislang nicht auf diese Eigenschaft.

  7. Ich bin der Meinung dass wir langfristig um ein Umdenken in unserem Freizeitverhalten nicht herumkommen. Sich stundenlang in die Sonne legen und um die Haut dabei zu schützen, Sonnencreme zu benutzen, kann es nicht sein.
    Ich habe keine Lust, die Sonnencreme die ins Meer gelangt, über ein Fischgericht auf meinen Teller zu bekommen. Die Bestandteile der Sonnencreme sind für „auf der Haut“ gedacht, nicht als Lebensmittel.

    1. Liebe Claudia, ich bezweifle das jemand der diesen Blog liest – ich persönlich auch vorher, mindestens seit 10 Jahren – stundenlang in der Sonne liegt.
      Genau davon wird hier andauernd gewarnt.
      Trotzdem brauchst man tagsüber einen Sonnenschutz, zumindest auf der unbedeckten Haut. Egal ob im Schatten, ob zu Hause auf dem Balkon usw.. Mir würde eher sorgen machen, dass Biosystem umkippt, Fisch essen viele auch ohne es zu wissen schon lange aus den Zuchtstationen. Massenfischhaltung. Grausame Anblicke. Aber billig soll es sein.

    2. Hallo Claudia,
      das Problem mit der Sonnenmilch ist für mich viel weniger die Angst davor, dass ich die esse… da gibt es im Hinblick auf die Belastung von Meerestieren deutlich schlimmeres wie z.B. Schwermetalle. Fisch kann ich auch aus Aquakulturen essen, da muss ich nicht auf Meeresfische zurückgreifen, noch dazu bei den völlig überfischten Beständen.
      Ein Problem ist für mich eher die Toxizität der Sonnenschutzprodukte für die Korallen und Riffe.. im Weiteren dann auch für die anderen Meeresbewohner. Es gibt ja schon Sonnenschutzprodukte, die damit beworben werden, dass sie (angeblich?) besonders umweltfreundlich seien und nicht so schädlich wie z.B.
      https://www.biotherm.de/pflegeprodukte-fur-frauen/waterlover-sonnenmilch-lsf-30/BIO117020.html
      Hinter Biotherm steht L’oréal, einer der größten wenn nicht der größte Kosmetikhersteller überhaupt. Das Know How scheint also schon verfügbar. Die Frage ist nur, muss ein umweltverträglicher Sonnenschutz dann 30 Euro kosten für 200 ml ? Mit so einer Flasche komme ich drei Tage aus als Einzelperson, auf den Urlaub mit 3 Wochen hochgerechnet für zwei Personen wird das eine richtige Investition..
      Ich glaube auch, dass wir langfristig in den sog. 1. Ländern überhaupt nicht um ein Umdenken bezüglich unseres Konsumverhaltens herum kommen.. aber die Probleme sind heute so global vernetzt, dass die vermeintlich einfachen Antworten ja nicht immer die wirklich zielführenden sind. Thema Mikroplastik z.B., die weitaus größte Menge wird durch Autoreifen verursacht, wie KK ja auch schreibt. Das macht die Bestrebungen des Einzelnen, sein Kaufverhalten entsprechend anzupassen, ja nicht sinnlos und der Konsument hat durchaus auch die Möglichkeit, auf Konzerne Druck auszuüben.

      Ich wage zu behaupten, dass keiner, der hier mitliest, sich noch stundenlang in die Sonne knallt und nur deshalb Sonnencreme benützt. Mich würde z.B. auch mal interessieren, ob es irgendwas an Erkenntnissen gibt im Hinblick auf Abbau in unseren „lokalen“ Kläranlagen. Ich z.B. nutze ja jeden Tag Sonnenschutz zumindest fürs Gesicht und spüle das am Abend mit der Reinigung mit ins Abwasser…
      Viele Grüße
      Roland

      1. Angeblich – zugegeben, ich habe mich nicht ausreichend damit beschäftigt – sind mineralischen SCs die Lösung, wenn man an die Korallen denkt.

        Als ich noch in der Forschung war, war für deutsches Trinkwasser die hormonelle Belastung – ohne SCs – ein gravierendes Problem und die Ursache für die zunehmende Unfruchtbarkeit der Frauen in Deutschland. Dabei ist das Problem schon lange bekannt und lange wird dafür was getan….wie es mit SCs aussieht, keine Ahnung.

        Falls Du Zeit hast lieber Roland, könntest Du mir meine gestrige Frage mit dem umstrittenem UV Filter in AK Fluid beantworten? Vielen lieben Dank.

      2. Weshalb werden Sonnenschutzmittel nicht so konzipiert, dass eine normale Menge Creme ausreicht?

        Ich bin ja auch noch auf der Suche, nach der Richtigen 🙂 und bin nun auf A-Derma gestoßen, kennt die Firma bzw. den Sonnenschutz jemand und kann mir bitte etwas zu den INCI’s mitteilen? Ich finde, da ist nichts drin, was man nicht möchte und außerdem moderne Filter oder? (Aluminuim – schlecht?)

        LG Frieda

        AQUA. C12-15 ALKYL BENZOATE. METHYLENE BIS-BENZOTRIAZOLYL TERAMETHYLBUTYLPHENOL [NANO]. CETEARYL ISONONANOATE. DIISOPROPYL ADIPATE. ISODECYL NEOPENTANOATE. BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE. DIETHYLHEXYL BUTAMIDO TRIAZONE. ALUMINIUM STARCH OCTYLENSUCCINATE. BUTYL METHOXYDIBENZOYLMETHANE. POTASSIUM CETYL PHOSPHATE. DECYL GLUCOSIDE. C10-18 TRIGLYCERIDES. ACRYLATES/C10-30 ALKYL ACRYLATE CROSSPOLYMER. AVENA SATIVA SPROUT OIL. BENZOIC ACID. CAPRYLYL GYLCOL. DISODIUM EDTA. PARFUM. GLUTAMIC ACID. GLYCERYL BEHENATE. GLYCERYL DIBEHENATE. PROPYLENE GLYCOL. SILICIA. SODIUM HYDROXIDE. TOCOPHERYL ACETATE. TRIBEHENIN. XANTHAN GUM.

        1. Hallo Frieda,

          die Marke kannte ich noch nicht. Die Sonnenschutzprodukte sind intelligent formuliert und mit modernen Filtern ausgestattet, Ich finde nur manche Mengen mit 40 ml pro Tube bisschen wenig, erfahrungsgemäßig benützt man dann nicht wirktlich ausreichend viel, weil man merkt, wie schnell die Tube leer wird. Sonnenschutzprodukte müssen großzügig aufgetragen werden, damit man den auslobten Schutz erhält und ich glaube einfach, bei so kleinen Packungsgrößen gibt es da einen psychologischen Moment.. aber die Formeln an und für sich sind sehr gut!
          LG
          Roland

        2. Danke, Roland, auf dich ist Verlass!
          @Frieda: Was meinst du, warum ich gefühlt alle drei Tage ein Meckerposting veröffentliche, in dem ich über die nervigen Sonnenschutzprodukte herziehe. Viele wären ja gar nicht klebrig, üppig glänzend, usw. wenn man nicht diese Mengen auftragen müsste. Es ist ja auch nicht so, dass man sofort einen Sonnenbrand bekommt, wenn man nicht akkurat schmiert, aber die Hautalterung wird dann durch „löchrigen“ Schutz eben doch begünstigt. Und ich habe schon genug Pigmentflecken. 🙂
          Zu deinem o.g. Sonnenschutz dachte ich auch: gute Filter, aber denke auch an zusätzliche Antioxidantien! Die sind da nicht so üppig eingebaut, werten einen Sonnenschutz aber insgesamt deutlich auf, deshalb sollten die nie fehlen. Ich nutze da sehr gen NIOD Survival 0, dazu gibt es hier auch Berichte und Leserstimmen.
          Liebe Grüße!
          KK

          1. @KK: immer gerne 🙂
            Das den AOX wollte ich auch noch erwähnen Übrigens komme ich mit dem Survival 0 auch super zurecht, habe da beim black friday zugeschlagen. Ich denke, das wird auf Dauer die anderen AOX Seren ersetzen, ist ja auch preislich sehr fair.
            Bei mir wird da auch nix orange im Gesicht (habe ich bei Deciem gelesen..) und auch wenn das Produkt ja eigentlich eine Investion in die Zukunft ist, habe ich den Eindruck, bei regelmäßiger Anwendung wirkt es beruhigend und ausgleichend. Ist ja immer schwierig, wenn man nicht nur eine Pflegeroutine mit zwei Produkten hat sondern „mehrere“ (haha) Sachen hat.

            @Frieda: ich träume ja immer noch davon, dass es mal irgendwann was gibt, was man einfach einnimmt und gut ist. So eine Art Sonnenschutz zum schlucken. Ansätze hierfür gibt es ja schon z.B. mit Substanzen wie Astaxanthin, aber das reicht natürlich nicht aus als einzige Maßnahme. Übrigens für mich wirklich ein Tip für alle, die unter einer „Sonnenempfindlichkeit“ leiden (wie auch immer man die jetzt definieren mag). Ich habe jahrelang immer, wenn die Sonne wieder nach der langen dunklen Jahreszeit rauskam, bei den ersten Sonnenstrahlen so zwei bis drei Wochen auch trotz Sonnenschutz auf den Armen regelmäßig fast unerträglichen Juckreiz bekommen. EIn Phänomen, das als noch nicht ganz klare Interaktion von UVA und freien Radikalen und weiteren noch nicht identifizierten Faktoren eingeordnet wird. Jedenfalls hat das echt keinen Spass gemacht, im März/Anfang April mal eine Stunden Mittagspause im Café und trotz LSF 30 auf den Armen am Abend fast verrückt geworden vor Juckreiz. Seit ich Astaxanthin nehme, ist das überhaupt kein Problem mehr.
            Viele Grüße
            Roland

            1. Dankeschön @Roland und @Konsumkaiser!
              Ich passe wahrscheinlich nicht auf diesen Blog, ich mache mich wegen Falten und Co. nicht verrückt. 🙂
              Wenn man so ein Theater um seine Haut macht, dann muss man sich auch verrückt um das machen, was man sich in den Mund steckt, sonst passt es nicht zusammen.
              Ich versorge Patienten, die die 80 erreicht oder überschritten haben, die sich ihr Leben lang nicht um Hautpflege oder Ernährung gekümmert haben. Gut, nun sind sie krank, übergewichtig und alt, haben aber KEINE Falten. Da guckt man echt zwei Mal in die Patientenakte. Auch richtig, die Sonne hat sich verändert.

              Nächstes Jahr werde ich 60, ohje, und bis Ende 2017 habe ich nur im Sommerurlaub Sonnenschutz verwendet, schlimm, nicht war. Ich werde mich auch jetzt noch nicht daran gewöhnen, ständig diese Pampe im Gesicht zu haben. 🙂 Und, ich werde mir auch nicht diese riesen Mengen ins Gesicht schmieren, es wäre auch negativ für meine mistige Haut. Ich brauche leichtes im Gesicht, Pickel kriege ich schon genug, die Poren füllen sich schneller, als mir lieb ist. 🙂
              Ich glaube nicht, dass man das wirklich alles im Gesicht braucht, was es zu kaufen gibt. Weniger ist sicher mehr.

              Die letzten zwei Jahre probiere ich vieles durch und bin dabei, mich auf weniges zu beschränken. Heute weiß ich, was ich nicht im Produkt haben will und auf was ich Wert lege. Nur weil tolle Inhaltsstoffe drin sind, akzeptiere ich nicht, dass ein Produkt klebt, färbt oder sich unangenehm anfühlt. Aber ich vermeide auch sich sonst toll anfühlende Produkte, wenn Alkohole drin sind.

              Ich denke, dass man manchmal den Juckreiz in der Sonne auf die Sonne schiebt, dabei ist es eine Kombination oder Reaktion auf das, was man gerade auf der Haut hat und den Sonnenstrahlen oder der Wärme. Mir hat die Haut immer gejuckt, wenn ich Sonneschutz auf der Haut hatte und dann noch die Sonne drauf schien. Ohne Sonnenschutz konnte ich zwar nicht so lange in der Sonne sitzen, aber es hat nicht gejuckt.

              Mir reichen somit 40 ml eine ganze Weile und ich habe ja noch die Tagescreme mit LSF 30 von Paula im ständigen Einsatz. Die Aderma gedenke ich für Tage in der Sonne, also Freizeit.

              Sorry, falls ich nicht den richtigen Tonfall getroffen habe. 🙂 Ich wollte eigentlich nett und nicht zickig schreiben, klappt glaube ich gerade nicht. Bin im Moment im „Cortisonwahn“ 🙂

              1. Hallo liebe Frieda,
                ich finde sogar, Du passt sehr gut in diesen Blog. KK lebt doch von der Vielfalt und wenn hier alle Alles gleich machen oder gleich denken würden, wie langweilig!
                Ich kann ja nur für mich sprechen aber mich macht das Thema Pflege nicht verrückt, sondern es ist eher ein Hobby mit dem angenehmen Benefit, dass es sich eben auszahlt. Im Hinblick auf Gesundheitsfürsorge ist das auch ein Thema, ich habe in meinem Umfeld zu viele Menschen, die den Preis zahlen für einen sorglosen Umgang mit der Sonne, eben weil man es nicht besser wußte damals oder weil keine leistungsfähigen Substanzen zur Verfügung standen.
                Ich bin ganz bei Dir, wenn Du schreibst, man kann auch zuviel auf die Haut bringen – ich sage immer, diese modernen Formulierungen bestehen ja auch häufig bis zu 50 oder mehr Inhaltsstoffen, wenn ich da jeden Tag mehrere Schichten auftrage, dann ist klar, dass manche angeblich hypersensible Haut in Wirklichkeit ein Opfer einer Übersensibilisierung ist.

                Im Hinblick auf die Sonne und Cremes: Ja, auch da gibt es Interaktionen, gerade im z.B. bei so Sachen wie Mallorca-Akne oder ähnlichem, bei der Emulgatoren und Fette in Zusammenhang gebracht werden. Nicht jede angebliche UV-Unverträglichkeit ist eine solche.
                Bei dem, was ich beschrieben habe, ist der Zusammenhang aber eindeutig belegt. Ich mache mich nicht verrückt, wenn ich mal ein paar Minuten ohne Schutz in der Sonne bin und selbst da – nach dem dunklen Frühjahr reichen bei mir ein paar Minuten Sonne auf dem nackten Oberarm und es fängt an zu jucken und zwar stundenlang. UV-Schutz ist da etwas was hilft und die Symptomatik gebessert hat, aber die Lösung war das AOX innerlich einzunehmen. Klar, wenn jemand auf Emulgatoren in der Creme reagiert, dann kann der da so viel dagegen schlucken wie er will, das ist ja dann eine ganz andere Baustelle.

                Und Cortison im Kopf kenne ich, ich hab im Urlaub mal zwei Tage Prednisolon genommen, bin im Bett gestanden und war fast manisch…. und hat bei Dir aber nicht dazu geführt, dass Du den falschen Ton gewählt, hast, überhaupt nicht!

                Viele Grüße
                Roland
                p.s. Und Tagescreme mit LSF 30 ist doch schon mal total gut im Alltag, ist mehr, als ganz ganz viele überhaupt machen. Und wenn Du da dann zusätzlich die A-Derma hast für Tagen mit mehr Sonne, ja bitte, was willst Du denn mehr?

                1. @Roland, Cortison, na dann kannst du dir ja vorstellen …
                  Ich bin von Natur aus ein ruhiger Mensch, mich regt nicht viel auf, aber jetzt geht mir alles auf den Keks, ich mir am Meisten. 🙂 Manche rennen wohl durch die Gegend, ich bin wie betäubt und doch innerlich, als wenn ich nur am Rennen bin. Haue überall gegen, lasse alles fallen, obwohl ich langsam mache. Kann nicht richtig lesen, mir nichts merken, kapiere nichts richtig, erst am Abend wirds etwas besser und morgen, eine Stunde nach der Tablette gehts wieder los … *seufz Habe mit 40mg begonnen, dann 30, dann 20, bin nun bei 10mg, immer jeweils eine Woche, aber im Körper merken, dass ich jetzt weniger, als 40mg nehme, tue ich nicht. Naja, hauptsache das geht nach dem Absetzen in zwei Wochen wieder weg. Prednisolon nehme ich auch.
                  Mehr, als die A-Derma will ich ja nicht, ich wollte nur wissen, ob die gut ist oder ob ich was übersehen habe. 🙂

  8. Hab Deine Frage oben gefunden, Ombia: also, für mich reicht die Datenlage nicht aus, um Octocrylene als einen Stoff einzuordnen, der nicht geht. Ist auch in meiner Altruist enthalten.
    Die hormonelle Wirkung in Zellkulturen lässt sich garantiert nicht einfach so eins zu eins auf die Wirkung übertragen im menschlichen Körper. Ich sage nur Paula und „3 Prozent Alkohol töten Zellkulturen ab“ – ja stimmt, aber die menschliche Haut ist mit ihrer Barrierefunktion nicht mit Zellkulturen gleich zu setzen, deshalb tötet drei Prozent Alkohol ganz sicher nicht massenhaft lebende Zellen in der Haut ab.. dieser Transfer von Studienergebnissen in das reale Leben ist meines Erachtens nicht immer so einfach möglich. Deshalb ja, ich verstehe, dass Menschen sagen, sie wollen jedes noch so gering Risiko vermeiden und deshalb nur Sonnencreme ohne diesen Filter. Mir aber reicht es nicht aus, was ich darüber weiß und was ich an verfügbaren Daten habe, um darauf zu verzichten. Kann man sicher anders sehen und das entscheidet jeder für sich. Ich an Deiner Stelle würde nach der endlosen Odyssee auf der Suche nach einem für Dich geeigneten Sonnenschutz nicht darauf verzichten wollen.
    LG
    Roland

    1. Vielen lieben Dank Roland! Du kannst es richtig zusammengefasst, ich habe einen längeren Leidensweg hinter mir und traue mich nicht von vorne anzufangen. Das Dein Altruist es auch enthält beruhigt mich eigentlich :-).

  9. Die Suche nach dem persönlich „perfekten“ Sonnenschutz hört nicht auf und insgeheim erhofft man sich vor jedem Test, jetzt den Supertreffer zu landen. 😉
    Lancaster habe ich noch nie verwendet und das wird sich bei dem vorgestellten Produkt jetzt auch nicht ändern. 🧐
    Bei piascincareinspiration habe ich von der Marke Omuci gelesen und mir den 50er bestellt. 100 ml für knappe € 10 über Amazon, da kann man nicht meckern. Bislang habe ich in diesem Winter ja die Sol Feliz verwendet, die mich zwar nicht 100 % glücklich macht, aber schon Recht nahe am Ideal (zumindest im Winter) kratzt. Die Creme von Omuci ist der Sol Feliz nicht unähnlich, lässt sich jedoch deutlich besser verteilen und weisselt wirklich null. Außerdem rollt sie bei mir absolut nicht ab, ganz egal, was ich zuvor noch verwendet habe. Das ist bei Sol Feliz nicht immer so. Omuci’s „Nothing to hide“ empfinde ich sehr pflegend, bei meiner eher trockenen Haut ist das Hautgefühl den ganzen Tag sehr angenehm. Bei fettigerer Haut ist das vermutlich too much. Leicht abpudern muss ich definitiv, sonst glänzt sie mir zu stark. Als Manko empfinde ich, dass sie ungeeignet bei wärmeren Temperaturen und Sport sein wird. Ähnlich wie Sol Feliz habe ich das Gefühl, dass ich viel leichter damit schwitze. Für schwitzfreie Tage im Büro ist sie derzeit allerdings mein Favorit. Und auch mein Pflegeverweigerer mit typisch männlich, robusterer Mischhaut findet sie dank unkompliziertem Auftrag gut.
    Hat er von euch schon Erfahrungen mit Omuci gemacht?

  10. Omuci habe ich zum ersten mal gelesen, den Namen habe ich vorher noch nie gehört. Interessante Kombinatoin von zwei modernen Filternsubstanzen und eine reizfreie Zusammenstellung der übrigen Forrmel. Wird für mich aber vermutlich zu fettig sein im Gesicht, mit Cremes die an zweiter Stelle Sheabutter haben, komme ich nicht sehr gut zurecht. Ich denke, mit Deiner eher trockenen Haut ist die vermutlich vom Tragegefühl sehr komfortabel.
    Zu denken gibt mir allerdings, dass Dein Pflegeverweigerer die Omuci gut findet trotz Mischhaut. Ich hab erst letzte Woche meine Lieferung von Altruist bekommen für die nächsten 12 Monate (außer lauter Angst vor dem Brexit), deshalb brauche ich aktuell nichts, aber auf den Merkzettel kommt die mal..
    Danke für den Hinweis:-)

    1. „die nächsten 12 Monate (außer lauter Angst vor dem Brexit), “

      Herrlich. Bin also nicht die einzige die jetzt alles was ich aus UK beziehe mir als backup organisiere. Nut die nächsten Monate, für das ganze Jahr nicht. Wenn nächster Sommer so heiß sein wird, dann kann ich nicht alle Vorräte im Kühlschrank lagern und 30 Grad in der Wohnung ist zu warm für die Kosmetik.

      1. @ombia: in Bezug auf PC kann ich dir die Temperatur nennen, die die Produkte aushalten können müssen. Bryan von PC hat nämlich kürzlich genau diese Frage in einem Chat beantwortet.
        Alle PC Produkte müssen 120 degrees aushalten können, das sind umgerechnet knapp 49 Grad Celsius.

        1. Liebe Jasmin, vielen Dank!
          Mir ist das trotzdem suspekt ;-). Gerade wenn es nicht um Tage sondern Wochen geht. Aber eins ist sicher, mein Keller wird nie 26 Grad Marke erreichen. Ich habe letzten Sommer in einer Nachtaktion – 33 Grad in der Wohnung – alles in den Kühlschrank getan. Ich habe einen sehr großen Kühlschrank, trotzdem waren meine Kumpels entsetzt die plötzlich etwas essbares gesucht haben. :-)))

  11. Hallo, also von der Lancaster lasse ich definitiv die Finger… Ich habe mir das Gel von Heliocare bestellt und bin begeistert. SPF 50, PPA dürfte auch ok sein. Scheinbar enthält es auch viele Antioxidantien. Einziger Minuspunkt sind deklarationspflichtige Duftstoffe 😔. Aber die Textur ist ein Traum. Die Menge von einem Teelöffel erreiche ich hier spielend, da das Gel extrem schnell einzieht. Daher nehme ich große Mengen, um es gut verteilen zu können. Das extrem mattierte Gefühl hält bei mir bis zum Abend. Perfekt für alle, die einen federleichten Sonnenschutz suchen. Für trockene Haut, könnte ich es allerdings nicht empfehlen. Ich habe eine Mischhaut mit Tendenz zu fettiger Haut. Daher ist für mich leichter Sonnenschutz Pflicht. Ich kann klebriges, schweres oder fettiges Gefühl auf der Haut kaum aushalten. Die, hier vorgestellte Clinique for Men, ist ebenfalls toll: sehr leicht, aber nicht in diesem Maße mattierend. Ich bin gespannt, wie sich das Heliocare Gel im Sommer macht, hinsichtlich Hautgefühl… Verwendet jemand von euch diesen Sonnenschutz und wie sind eure Erfahrungen? Lg Nina

    1. Ich hatte von Heliocare ein paar Testgrößen, u.a. ein mattierendes Gel sowie das MD AK-Fluid, leider hinterließen bei mir alle stark glänzende Haut, obwohl es drunter feuchtigkeitsarm blieb. Weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, ähnlich wie Pergament- bzw. „Wüsten“-Haut, die man mit Politur oder Speckschwarte auf Hochglanz gebracht hat ;-). Ging bei mir nur mit Makeup drüber, und viel Feuchtigkeit drunter … obwohl ich Mischhaut habe.

      LG Ursula

      1. Hallo, da sieht man wie unterschiedlich man darauf reagieren kann. Bei mir ist das mattierende Gel tatsächlich wirklich matt und trocken und du schreibst von einer Speckschwarte 😬! Lg Nina

        1. Und ich glänze nicht von AK Fluid, nicht mal meine T-Zone. Es glänzt 5 Minuten, dann ist alles eingezogen. Der Glanz würde mich nicht stören, da ich eine Foundation drüber trage.

          1. Ich fand das auch erstaunlich – sowohl was die anderslautenden Erfahrungsberichte betraf, als auch im Hinblick darauf, dass ich z.B. mit PC’s Produkten für trockene bis sehr trockene Haut problemlos – und ohne Glanz! – zurechtkomme.

            Wenn wir alle gleich reagieren würden, könnten wir einfach KK’s Empfehlungen folgen und würden bis ans Ende unserer Tage mit der gleichen Pflegeroutine zurechtkommen – das Leben könnt‘ so einfach sein 🙂 !

            (Zur Routine fällt mir gleich wieder Dein Hautarzt-Besuch ein, liebe Ombia, den Du vor kurzem so köstlich beschrieben hast 🙂 ! Der arme Mann hat vielleicht was für’s Leben gelernt!)

  12. Hallo Nina,

    ich weiß, dass Ombia das AK Fluid von Heliocare benützt, das muss von der Konsistenz wohl ebenfalls sehr angenehm sein. Ich kann Dir auf die Schnelle nicht sagen, ob hier jemand schon mal was zum Gel geschrieben hat. Jasmin ist diejenige, die so was weiß 🙂 Die findet auch noch Tankgutscheine von 1982, also müsste sie, wenn hier schon mal Thema, Dir eine fundierte Antwort geben können.

    Aus alle liest sich sehr gut, was Du darüber schreibst, elende Anfixerei hier 🙂
    LG
    Roland

    1. Heliocare wurde und wird meines Wissens nach.tatsächlich selten hier von LeserInnen erwähnt. Seltsam eigentlich, denn so ganz Allgemein sehen viele der Heliocare Produkte recht gut aus. Ist vllt. ein bisschen wie mit Neostrata (gehört ja glaube ich zum selben Konzern). Fast jeder hatte mal ein Produkt der Marke, meist war man auch ganz zufrieden, aber so ganz reicht es dann irgendwie nicht, um total begeistert zu sein. Vllt. die fehlende Sexyness? Zu wenig Bekanntheit? Vllt. ein bisschen von Allem? Ich empfinde die meisten ifc-Marken schlicht als ein wenig langweilig. Nicht als schlecht. Nur als lahm. Sie sind mir ein bisschen zu wenig schick anzusehen und einfach einen Tick zu pragmatisch. Weiß gar nicht, warum mich das ausgerechnet bei diesen Marken so stört bzw. diese für mich irgendwie unattraktiv macht.

      @Roland: jetzt machst Du mich aber ein bisschen sehr alt. 1982! Da war ich Drei 😂

      1. Vermutlich von allem ein wenig.
        Keine aggressive Werbung, keine Omnipräsenz und kein beschenken von Influencern.
        Dafür ein hervorragender Kundendienst, viele Telefonate und Produktproben und Mails später steht für mich fest, dass ich noch nie solchen Kundendienst erlebt habe.
        Neostrata Produkte sind wirksam, toll formuliert und einige haben eher die Wirkung eines medizinischen Produkts.
        Neostrata Skinactive finde ich auch von Design her sehr ansprechend. So hat Paula mit einigen Produkten abgeschnitten, bevor sie sich verschlimmbessert hat.
        Hier zum Beispiel, für mich edel und seriös:
        https://www.ifc-deutschland.com/uebersicht-produkte/neostrata/neostrata-skin-active/triple-firming-neck-cream.html
        Ist übrigens tolle Augenpflege. 🙂
        Auch tolle Augenpflege: SynerG Technologie 8.0: 8 % NeoGlucosamine™, 0,1 % Retinol, Peptide, Antioxidativer Komplex, LSF 30.
        Oder günstiger Retinol.
        Auch ein hübsches Flakon 🙂
        https://www.ifc-deutschland.com/uebersicht-produkte/endocare/endocare-cellpro/gelcream.html

      2. Ich hatte ja mal das Air Gel von Heliocare, den Duft fand ich einfach too much.
        Und die äth. Duftöle in Sonnenschutz würde ich schon gerne vermeiden. Bin aber nicht sicher, haben die das vielleicht rausgeschmissen, kann gerade nicht nachschauen, aber vor geraumer Zeit war das noch ziemlich stark beduftet. *grübel*

        1. Wie du selbst schreibst, irgendwas ist leider immer. Ich finde die Beduftung in diesem Falle unaufdringlich, verfliegt auch gleich. Die deklarationspflichtige Duftstoffe beunruhigen mich mehr. Aber ich habe gelesen, dass scheinbar Antioxidatien deren etwaigen negativen Auswirkungen entgegenwirken könnten ( Quelle scheint vertrauenswürdig, bei Interesse kann ich sie auch nennen). Ansonsten für mich ein tolles Produkt. Lg Nina

                1. Der Artikel bei Skinci hieß: Dein Sonnenschutz- Does it have, what it takes?
                  Darin wurden u.a. zwei Sonnenschutzprodukte von Heliocare vorgestellt. Der Link zur Primärliteratur ist allerdings nur ein Abstract. Ich bin aber sicher, dass Skinci bei Interesse weiterführende Literatur nennen kann, bzw. weiß vielleicht auch Roland was dazu?
                  Schönen Abend noch!

                2. Danke, hatte ich mir dann angeschaut. Insgesamt scheint es aber enorm schwierig zu sein, überhaupt etwas dazu zu finden. Hmm, das macht mich ja schon wieder skeptisch. Zumal so etwas ja auch zB. bei Paulas Team oder Kindofsteven bei bekannt sein sollte. Wäre ja schön, wenn es so wäre, aber so einfach wird es wohl nicht sein. Auf der anderen Seite nutzen ja viele Menschen Sonnenpflege mit Beduftung, und da sind auch meist AOX drin. Die phototoxischen Nebenwirkungen werden aber selten beschrieben, und mit braunen Flecken auf der Haut rennen wir ja auch alle nicht herum. 🙂
                  Spannendes Thema.
                  Viele Grüße!
                  KK

  13. Wirklich ein spannendes Thema. Ich habe das Abstract nur überflogen, da ich mich mit den Fachbegriffen ja nicht wirklich auskenne. Aufgefallen ist mir, dass die Rede von zwei phototoxischen Effekten war. Als kompletter Laie kann ich natürlich nicht beurteilen, wieviele solcher Effekte es denn gibt. Weiters scheint auch die Konzentration der Aox eine Rolle zu spielen. Die beste Leistung scheint bei einer bestimmten Menge erreicht zu werden. Das erscheint mir doch recht kompliziert: die Aox müssten demnach in der optimalen Menge in dem Produkt enthalten sein und auch die Auftragsmenge sollte passen. Außerdem habe ich gesehen, dass der Artikel aus dem Jahr 1984 ist 🙄! Aber ganz aus der Luft gegriffen sollte die Behauptung dann doch nicht sein.

    Ganz ehrlich, ich liebe das Gel v Heliocare, aber die deklarationspflichtigen Duftstoffe sind mir dennoch ein Dorn im Auge. Lg Nina

    1. Kann ich verstehen. Ich denke, in diesen Fällen sollte man aufs Bauchgefühl hören. Ich vermeide in Sonnenschutz lieber die äth. Duftstoffe und gehe auf Nummer Sicher.

  14. @Nina und alle Interessierten bezüglich AOX und phototoxische Eigenschaften von ätherischen Ölen:
    Ich hab die letzten Tage mal Recherche betrieben, was ich zu dem Thema finde und vor allem wollte ich es auch verstehen. Also, die phototoxischen Eigenschaften der ätherischen Öle werden unter anderem ganz wesentlich vom sog. Psoralen bestimmt, das ist ein Bestandteil, der in Verbindung mit UV-Licht durch Bildung von freien Radikalen die negativen Eigenschaften für die Haut bestimmt im Hinblick auf Fleckenbildung und schlimmeres.
    Psoralen ist aber nicht grundsätzlich negativ zu bewerten, es gibt in der Dermatologie z.B. eine sog PUVA- Behandlung (Psoralen+UVA), da werden die sensibilisierenden Eigenschaften ausgenützt für erwünschte Effekt.

    Für alle, die es etwas genauer wissen wollen, im mittleren Abschnitt findet sich was über Psoralen und Freie Radiale:

    https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/freie-radikale/25601

    Daraus zitiert: „Die Giftigkeit verschiedener Pflanzen für Menschen und Weidevieh (z.B. Johanniskraut [Hypericum; Hartheu], Buchweizen [Fagopyrum]) beruht auf ihrem Gehalt an photosensitivierenden Substanzen (Photosensibilisatoren), die über die Bildung von Singulettsauerstoff zu verschiedenen Lichtdermatosen führen können. Gelegentlich werden photosensitivierende Reaktionen auch in der Medizin eingesetzt, z.B. beim Gebrauch von Psoralen (Furocumarine) gegen Hautkrankheiten (Psoriasis = Schuppenflechte). Reaktionen von Singulettsauerstoff mit ungesättigten kovalenten Kohlenstoffbindungen, speziell konjugierten Doppelbindungen (Konjugation), sind mitbeteiligt an der Endoperoxidbildung, wie sie für das Alterspigment Lipofuscin, aber auch beim Ranzigwerden (Autoxidation, Fette) und für die Ausbildung von Firnissen typisch ist“.

    Wenn wir also davon ausgehen, dass dieser Bestandteil Psoralen mit freien Radialen reagiert (unter UV Belastung), dann ist klar, dass ein AOX diese Reaktionen vermutlich etwas abmildert. Allerdings würde ich mich nie darauf verlassen, weil doch völlig unklar bleibt, in welchem Ausmaß. Aber nicht alle ätherischen Öle enthalten diese Substanzen, hier eine tolle Auflistung und noch mehr Info:
    https://www.aroma1x1.com/phototoxische-aetherische-oele/

    Übrigens hat meine Mutter auf ihrem Hals eine seit den 60iger Jahren unveränderte deutliche Pigmentveränderung, hervorgerufen durch Parfum und Sonne in Kombination…

    Wie obigen Artikel gut zu entnehmen ist, können manchen Öle wie Bergamotte auch produziert werden mit deutlich reduziertem Anteil, außerdem gibt es auch ätherische Öle, die völlig frei sind davon. Dennoch: im Sonnenschutz hat meiner Meinung jegliche Anwendung von potentiell phototoxischen Substanzen zu unterbleiben, finde es geradezu hirnrissig, da überhaupt in den Formulierungen ein Risiko einzugehen. Da nützen dann auch ein paar AOX nicht so viel, meiner Meinung nach. Kein Antioxidanz fängt alle freien Radikale ab.

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu kompliziert:-)
    Viele Grüße
    Roland

  15. Ganz offensichtlich klemmt mein „K“ auf der Tastatur…. sind natürlich freie Radikale, nicht Radiale.. das macht die kleinen Scheißerchen aber nicht harmloser. Übrigens: die haben im Körper aber durchaus eine Funktion, so z.B. bei der Tumorbekämpfung. Wie immer im Leben hat alles eben zwei Seiten 🙂

  16. Und weil ich beim Durchlesen vom langen Kommentar gerade festgestellt habe, dass da was missverständlich ist: Psoralen ist nicht der einzige Bestandteil, der kritisch ist. Es gehört zur Gruppe der Furocumarine, welche in unterschiedlichem Ausmaß phototoxisch sind.

    (Bergamottin, Bergabtol, Isobergabten und Isopimpinellin sind nicht phototoxisch. Psoralen wirkt am stärksten phototoxisch, gefolgt von Methoxsalen, dann Bergapten, und dann Oxypeucedanin. Quelle siehe oben http://www.aroma1x1.com)

    So, für heute reicht es aber mit den halben Abhandlungen hier 🙂

    1. Vielen Dank! Daraus muss ich wohl irgendwie einen Beitrag stricken, denn das kann nicht so alleine im Kommentarbereich stehen bleiben, oder? Hochspannend…großes Kino!!

      1. Boah, Roland! Vielen Dank für die Mühe, die du dir da gemacht hast! Hochinteressant!
        Klingt ein bisschen wie: Bier trinken ist nur halb so schlimm, wenn man gleichzeitig noch Dieses oder Jenes zu sich nimmt. Denn tatsächlich enthält Bier ja auch viele „gesunde“ Sachen wie zB. B-Vitamine, aber eben auch „bösen“ Alkohol. Wem es also wirklich um die vorteilhaften Bestandteile von Bier geht, der ist mit der alkoholfreien Variante besser bedient, die dann aber halt auch nur halb so spaßig ist. Das ist quasi das Trinkpendantargument zu „riecht aber doch so gut!“

        Ich bin da ganz bei Bryan von PC, der aus auf die Frage nach ätherischen Ölen auf Fb folgendes geantwortet hat (kurz: die Nachteile überwiegen die Vorteile, insb. da es ja Stoffe gibt, die die selben Vorteile wie äther. Öle bieten, nur eben mit wesentlich weniger Nachteilen). Ich zitiere:
        „(Essential oils are) primarily bad. This is because of their volatile aromatic components and the reaction they trigger on skin, plus they have strong potential to oxidize when exposed to air, which is impossible to avoid. Many of them do have antioxidant and even some anti-inflammatory and antibacterial benefits, but so do lots of other ingredients, including many natural ones, minus the irritation risk.“

        1. Vielen Dank an dieser Stelle auch mal wieder an dich, lieber KK! Für die Mühe, die du dir hier mit deinem Blog machst und die Infos und Erfahrungen, die du mit uns teilst! 💐

        2. Hallo liebe Jasmin,
          ich denke, Bryan trifft da den Nagel auf den Kopf. Ganz tief im Inneren würde ich mir wünschen, dass es anders ist. Ich finde ätherische Öle unglaublich toll und benütze sie zum Beispiel auch, um nach einem anstrengendem Gespräch die „Energie“ (hoffe, das klingt jetzt nicht zu sehr nach Eso-Quatsch) im Zimmer zu reinigen. Man könnte auch sagen: wenn es lecker riecht, dann kommt der nächste Patient rein und hat schon gleich viel bessere Laune. Ich würde es deshalb super finden, wenn man die einfach so auf die Haut geben könnte, ohne Gedanken um mögliche unerwünschte Interaktionen.. Und in der Tat hat Aromatherapie auch in der Hautpflege ja Erfolge, dass sind quasi die positiven Wirkungen. Ich habe mir mal eine Narbe am Fuß mit reinem (!) Lavendelöl behandelt (als ich es noch nicht besser wusste) und in der Tat wurde die super mit schnellem Heilungsverlauf. Aber das bedeutet eben nicht, dass das nur positive Wirkungen hat..
          Viele Grüße
          Roland

        3. Du hast mich gerade erinnert, das ich bei einer wissenschaftlichen Veranstaltung ein smart Anti-Kater-Getränk probieren dürfte. Als Patent anerkannt, wissenschaftlich gut belegt und von einem Prof. entwickelt worden soll es eine wilde Nacht halbwegs sanieren. Das Zeug schmeckt und riecht schrecklich, aber wie ich sehen konnte, einen Markt hat es allemal.
          Die Grundidee ist nicht schlecht, die Aox Bombe soll die freien Radikale im Körper fangen, reichlich Vitamine und Mineralien liefern und einige Reparaturfunktionen durchführen, Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösung liefern usw.. Die Verpackung ist hübsch. 🙂 Mit dem Geschmack können sie ruhig noch spielen.
          Hast Du vielleicht den Link zu Deinem Zitat. Ich würde den gerne weiterleiten. Vielen Dank.

          1. @ombia: die Frage wurde bei diesem Q&A gestellt:

            Man muss sich etwas durchscrollen, da viele Fragen gestellt wurden.
            Sehr interessant auch die Antwort auf die Frage, was ein Qualitätsretinolprodukt ausmacht. PC lässt seine Retinolprodukte offenbar in einem separaten Raum herstellen, bei dem der Sauerstoff in der Luft reduziert und dafür Stickstoff hineingepumpt wird, um das Retinol so aktiv wie möglich zu halten. Falls sich jmd. mal gefragt hat, was so alles in die Preisgestaltung mit einfließt, denn Retinol als Inhaltsstoff ist im Einkauf vergleichsweise günstig.

            1. Vielen Dank Jasmin.
              Ich habe gerade zu Clinical von PC überall nur Gutes gehört was die Wirksamkeit und die Formulierung angeht. Ich glaube, dass sie hierzu – obwohl hunderte von Produkten in diesem Bereich existieren – keine Konkurrenz momentan hat.
              Entweder sind die Produkte zu schwach oder zu agressiv für die Haut. Habe DE Retinol geschenkt bekommen und das hat mir das Gesicht fast verbrannt! Obwohl ich täglich Tretinoin nutze und keine Probleme damit habe. Auch muss ich sagen, dass ich indisches Tretinoin – das was man online kaufen kann – nicht so gemocht habe wie das Produkt aus Deutschland. Es wirkt einfach schlechter und ich vertrage es schlechter. Bei Paula macht mir lediglich der Preis traurig.

  17. Jasmin, ich wünschte, ich hätte deinen Kommentar- bzw. die Worte von Bryan – früher gelesen. Ich habe nämlich in einem (tatsächlich) Eso-Anfall letzte Woche Räucherstäbchen bestellt. Für die verwendeten Stäbchen (Ho*ly Sm*kes) wurden “ natürliche Substanzen wie Hölzer, Wurzeln, Harze, Kräuter und Öle gemischt und per Hand auf ein Bambusstäbchen gerollt“ – las sich also ganz gut. Aber es ging ganz und gar nicht gut. Schon beim Auspacken schwante mir, dass die viel zu intensiv riechen. Habe das Stäbchen dann eine Minute räuchern lassen, es anschließend kopfüber in den Sand gesteckt und das Zeug (Halter + Stäbchen) dann auf dem Regel deponiert. Kurz danach hatte ich ein Gefühl, als würde ich über ein Reibeisen einatmen. Ich Dussel habe das nicht gleich richtig zuordnen können aber es wurde immer „kratziger“. Schlagartig besser wurde es, als ich am Abend alle(!) Räucherstäbchen (ich hatte noch zwei weitere mit anderer Duftrichtung nur zur Deko in den Räucherstäbchenhalter gestellt, ohne sie anzuzünden) eingepackt und rausgestellt habe. Zack… und weg war das Reibeisengefühl im Brustkorbbereich. Duftstoffe und ich… eine echt komplizierte Beziehung.

    Mit den Douglas-Shampoos wurde es auch nichts. Das von KK empfohlene hab ich gar nicht erst versucht, aber zwei andere… so parfümiert (meines Empfindens nach), dass ich’s gar nicht erst nehmen wollte. Habe es natürlich doch probiert (1. für Locken, 2. für Glanz) und es anschließend wieder rauswaschen müssen… mir hat die Kopfhaut gejuckt.^^ Scheine derzeit eine echte Prinzessin auf der Erbse zu sein. :/

    1. Uh, das klingt aber übel! Gut, dass du den Übeltäter recht schnell identifizieren konntest!

      Also, wenn das so ist mit den Shampoos, dann fixe ich dich jetzt mal mit was Neuem von LP an, nämlich der neuen Color Care Serie (gerade neu in den USA auf den Markt gekommen) also speziell für gefärbte/behandelte Haare:

      – niedrigste Tensidkonzentration aller LP Shampoos (die LP Tensidmischungen sind ja sowieso schon sehr gut zusammengesetzt und sehr mild)
      – Spitzenversiegelung mit dem Condi (deshalb ist der Split Ender Mender wohl aus dem Programm raus und der war schon toll).
      – Aminos und ceramideähnliche Incis wie früher bei der Timeless Serie, die eingestampft wurde. Und die Timeless Serie hatte ja auch schon so einen tollen Anti-Aging Effekt auf meine Haare (mehr Sprungkraft, mehr Glanz, irgendwie kräftiger und ich hab ja wie du auch von Haus aus schon sehr dicke Haare, weniger Rauigkeit, weniger Frizz, etc.)
      – UV-Schutz in allen Produkten also Shampoo, Condi und Color Glaze. Da bin ich ja immer gleich dabei. Da creme ich fleißig jeden Fitzel Haut ein und hab schon so oft gedacht, dass das für die Haare doch auch bestimmt wichtig sein muss.

      Color Glaze ist übrigens eine Art Leave-in Schaum, der temporär die Haarfarbe auffrischt. Den Schaum gibt es einmal für blondierte und einmal für dunklere Haare. Der für Blondis hat wohl eine leichte Anti-Gelb Wirkung (ist aber nicht wie diese lila Produkte, aber wie das genau funktioniert steht auf der HP. Ich kenn mich da nicht aus mit diesen blauen und roten Farbpigmenten).

      Du siehst: ich bin schrecklich angefixt, dabei färbe ich nicht mal. Mich spricht der UV-Schutz in Shampoo und Condi an, dann könnte ich mir ein extra LI wie das 5in1 sparen. Ach, im Grunde ist es schon beschlossene Sache, dass ich die Sachen kaufen werde 😬

      1. Ich sage dir das übrigens nur, weil ich ja weiß wie das mit dir und der Liebe auf den zweiten Blick ist. 😉 Vllt. geht’s dir mit LP ja wie mit den Rosinen! 😁

      2. Oh verdammt. Und ich wollte LP den Rücken kehren…^^ Aber großartig finde ich: „Du siehst: ich bin schrecklich angefixt, dabei färbe ich nicht mal. “ ;D Was denkst du, wie es mir geht? Ich färbe/töne doch… 😉 Also wenn das Zeug auch in Deutschland erhältlich ist, dann… äh… lass es mich wissen. Das klingt echt gut.

      3. UV Schutz hört sich interessant an! Ist LP der voltständige Name?
        Wo beziehst Du die Produkte?
        Ich suche noch eine Lösung für den UV Schutz für den Kopfhaut. Jedenfalls eine elegantere als SPF Spray.

        Und dann eine andere Frage an alle: hat jemand Erfahrung mit elektrischen Öl-Lampen?
        Das sind diese Luftbefeuchter/Diffuser in die man Duftöle geben kann. Ich versuche gerade von extremen Kerzenkonsum runterzukommen und sehe dies als Alternative. Bin mir aber nicht sicher ob und falls ja welchen Vorteil die elektrische Version hat. Vielen Dank.

        1. @ombia: LP = Living Proof.
          Stell es dir als PC-Pendant in der Haarpflege vor. Als ob Paula eine wissenschaftlich fundierte Haarpflegeserie auf den Markt bringen würde (und neuerdings auch nix mehr gegen Duftstoffe hätte. Ein Manko, das ich bei LP in Kauf nehme. Alles ist frisch-zitrisch beduftet).
          Wurde irgendwann mal von ein paar klugen Köpfen vom MIT gegründet. Jennifer Aniston war auch lange Teilhaberin und Werbegesicht. Mittlerweile gehört LP aber zu Unilever.
          Vorteil: man kann sich wie bei PC sehr individuell die passende Pflege zusammensuchen. Nachteil: wie bei PC geht das nur über die try&error Methode und jede Menge Geduld. Vieles wird anfangs nicht 100% zu einem passen oder auch gar nicht und man sollte die Sachen lieber einzeln und nacheinander über einen längeren Zeitraum testen, sonst weiß man schnell gar nicht mehr, was jetzt eigentlich was gemacht hat.

          1. Liebe Jasmin, vielen Dank.
            Hast Du Paulas Haarpflege getestet? Ich ja und fand es so lala.
            Ich habe die Produkte jetzt überall online gefunden, die UV Serie ist vermutlich noch nicht in Deutschland?
            Viele Produkte werden auch in 60 ml Größe verkauft, das finde ich super.
            Eigentlich interessiert mich vorerst nur die UV Serie. 🙂

            1. Die UV Serie wird wohl erst in ein paar Monaten nach D kommen. LP ist zwar in den USA recht bekannt, hier aber leider nicht so sehr. Ich kaufe auch meist die 60ml Reisegrößen. I.d.R. kaufe ich LP bei lookfantastic, parfumdreams oder im Hagelshop.
              Die Produkte sind sehr ergiebig. Wie bei Paula und ihren Wirkstoffprodukten sollte man nicht den Fehler begehen und denken, viel hilft viel. Wenn man denkt, man nehme schon wenig Produkt, dann sollte man nochmal weniger nehmen! Und das ist noch mehr als genug. Vor allem bei den Shampoos. Ich frage mich jedesmal, wie eine so milde Tensidmischung so viel schäumen kann? Ich mag das ja. Wenn’s aufm Kopf und am Körper nicht schäumt, fühl ich mich nicht sauber.
              Die PC Haarsachen sind mMn nur Durchschnitt. Da unparfümiert, sicherlich für Duftstoffallergiker eine Option, ansonsten steckt da aber nicht so viel „Technologie“ drin.

              1. Danke Jasmin, diese Shops habe ich mir auch „vorgemerkt“ als potentielle Quelle für die Marke. Ich warte ab, bis es in Deutschland erhältlich ist. Ich hoffe doch vor Ende Sommer! Ich mag es auch, wenn es schäumt. Gut, mit dem Gesicht habe ich mir das abgewöhnt, aber Haare und Körper dürfen sich an Schaum erfreuen.

  18. Hallo zusammen,
    bezüglich Sonnenschutz im Gesicht meine Frage, wann dieser aufgetragen werden soll.
    Nach allen Seren und der Tagespflege, also ganz zum Schluss???
    Wird das nicht insgesamt etwas viel?
    Vielen Dank für eine Antwort schon jetzt.

    1. Dazu gibt es verschiedene Meinungen, ich persönlich finde es logisch, wenn der Schutz die letzte Position ist, da dann nichts mehr verdünnt oder verschoben werden kann, denn das könnte ihn „löchrig“ machen.
      Warum sollte das Schichten viel sein? Wenn die vorherigen Produkte auf den Hauttyp abgestimmt sind, sollte man kein „beschwertes“ Gefühl haben. K-Beauty propagiert ja sogar mehr als 10 Pflegeschritte, was ich allerdings für eher unsinnig halte.
      Viele Grüße!
      KK

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