LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 31.08.2018

Das Trendbarometer startet in die warme Jahreszeit. Es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, manchmal auch nachdenklich, immer ein bisschen böse…

 

KK Intern

Auch wenn dieser Blog gänzlich ohne kommerzielles Interesse geführt wird, so freue ich mich doch, wenn meine Reichweite steigt. Bei Otto und Ottilie Normalblogger ist das gleichbedeutend mit „ich kann mehr Kohle verlangen“. Ich hingegen freue mich einfach nur, denn es zeigt, dass viele Menschen Interesse an meinen (zugegeben manchmal wunderlichen) Gedanken zu Hautpflege und Weltgeschehen haben.

Übrigens stehe ich immer noch auf dem Standpunkt, dass ich einen Blog betreibe, im Sinne von „öffentlich im Internet geführtes Tagebuch“ und nicht einen Beeinflussungsapparat. Deshalb finde ich es besonders prima, wenn KommentatorInnen erwähnen, dass sie nicht immer meiner Meinung sind, aber trotzdem gern hier lesen. Das zeigt, dass man auch ausserhalb seiner Filterblase „Gleichgesinnte“ finden kann.

Aber als  fast völlig ungesponserter Blogger wirkt man auf viele Leute auch unprofessionell. „Lohnt es sich da zu lesen, der kann doch gar nicht mitreden?“

Natürlich nicht, wenn es um schicke Reisen zu ausländischen Bloggerevents oder hochkarätige, ultra teure Produkte geht. Aber warum eigentlich? Ich schreibe über die Dinge, die ich mir leisten kann und die ich zu 99% selbst kaufe.

Auf der anderen Seite sehe ich Blogger, die einen Lifestyle zeigen, der früher gekrönten Häuptern vorbehalten war, um das mal überspitzt zu formulieren. Wobei ich mich dann oft genug frage, ob die Person sich das „im wahren Leben“ tatsächlich auch leisten könnte/wollte. Ist also vorgelebter (scheinbarer) Luxus gleichbedeutend mit Professionalität, oder eher genau das Gegenteil?

Immer öfter werden Influencer kritisiert, dass sie (mehr noch als die traditionelle Werbung) ihr Leben zu offensichtlich idealisieren, einen zu schönen Schein erzeugen, der den Zuschauer mittlerweile erdrückt. Da nehme ich mich persönlich lieber zurück, habe keine Bravo-Foto-Story von mir persönlich im Blog (oder gar den Starschnitt), nehme keine Kooperationspartner mehr an, und nutze weder Affiliate Links noch Paypal Spendenaufrufe für meinen Blog, weil ich einen erfüllenden Brot und Butter Job habe. Und siehe da: Kaum sind die Sommerferien so gut wie vorüber, bewegen sich meine Leserzahlen wieder einmal nach oben.

Ich konnte mich bislang schon nicht beschweren, aber diesmal kommt der Blog mehrfach auf fünfstellige Besucherzahlen pro Tag. Und dann sind die Zweifel wieder weg, irgendwas macht man ja wohl doch richtig. Danke, dass Ihr (auch) meine Meinung hören wollt! ♥

 

 

Hysterie wie üblich

Mittlerweile kann man kaum noch ein Thema im Internet besprechen, ohne dass es zu Panikmache und Hysterie verkommt. Fakten werden durcheinander geworfen, und selbst Fachleute sind verwirrt, eben weil zB. Studien auch korrekt interpretiert werden müssen, und das Internet nicht unterscheidet zwischen richtig und falsch, mitunter die falschen Aussagen sogar die besseren Googleplatzierungen bekommen.

Irgendwie hat auch nun der Alm-Öhi mitbekommen, dass sich die Gemüter über „Umweltkiller“ wie zB. Mikroplastik in Kosmetikprodukten und Korallen tötende Sonnencremes erhitzen.

Ich für mich muss ganz klar bekennen: Mal eben einen Tag Recherche im Internet bringt mich zu diesen Themen auch nicht viel weiter, denn oberste Einsicht in diesem Fall ist: So ganz klar ist die Lage nicht!

Wahrscheinlich liegt die mögliche Wahrheit irgendwo in der Mitte, aber bis dahin wird Gift gespritzt so viel und so weit es nur geht. Jeder, der auf diesen Zug aufspringt empfiehlt seinem Gefolge vorsorglich schon mal ordentlich Entrüstung, ein mega schlechtes Gewissen, und dann ein zackiges „Das muss sofort gesetzlich geregelt werden“! Fakt ist: Hysterie ist in in keinem Fall zielführend.

Aber gerade da liegt der Hase im Pfeffer. Anstelle Entrüstung zu schüren, sollte man doch hier und da auch mal genauer hinschauen. Und zwar, falls die Zeit dazu da ist, man selbst! Nur was du dir selbst an Wissen angeeignet hast, kannst du auch glaubwürdig in einer Diskussion vertreten. Soweit das Ideal.

Natürlich lassen wir uns alle lieber vorgekaute Kost servieren, ich eingeschlossen. Viele Menschen lesen nicht den Artikel, sondern gehen gleich zum Schluss, zum Fazit der Gedanken des Autors. Noch einfacher: Eine hübsche Infografik. Aber befähigt mich dieses (möglicherweise lückenhafte) Wissen dazu, Forderungen nach Gesetzesänderung und Bestrafung der Bösen (wer auch immer die sein mögen) zu stellen?

Ein eindrucksvolles Beispiel habe ich zum Thema Korallen und Sonnenschutz parat: Die Australische Bloggerin Michelle von labmuffin.com beleuchtet das Thema herausragend und vorzüglich. Sie stellt valide Fakten nicht nur vor, sondern sie vergleicht sie auch und relativiert sie. Ganz erstaunlich dabei ist, dass sie hervorragend herausarbeitet, wie auch hier wieder einmal eine scheinbare Hysterie herangezüchtet wurde, obwohl die Beweislage dafür nicht im Geringsten ausreichend ist.

Einer ihrer (aus den verschiedenen Quellen gewonnener) Gedanken: Die Angst vor der Korallen abtötenden Wirkung von bestimmten UV Filtersubstanzen ist hauptsächlich ein perfides Ablenkungsmanöver, das von dem wahren Schuldigen ablenken soll, nämlich der globalen Klimaerwärmung. Das Verbot einiger Schutzsubstanzen in Hawaii suggeriert: DIE tun was!  UND: Auch die angeblich so natürlichen Schutzpigmente Titandioxid und (nicht ummanteltes) Zinkoxid greifen die Korallen nachweislich an!

Ich empfehle allen Interessierten dringend das wirklich anschauliche Video (engl.), oder einen Blogbesuch KLICK!

 

Zum Thema Mikroplastik (und u.a. Kosmetik) wiederum ist der derzeit wohl aktuelle Stand in der Veröffentlichung der Weltnaturschutzunion IUCN zu finden. Die Publikation „Primary microplastics in the oceans“ könnt ihr hier als pdf lesen und herunterladen: 2017 Microplastics

Übrigens wird auch bei diesem wichtigen Thema der Fokus wissentlich verschoben, Verbraucher mit Scheininnovationen beruhigt: „Schweden verbietet Mikroplastik“ fällt als löbliches Beispiel immer wieder. Und auch im deutschen Bundestag wurde im März 2018 ein Antrag eingebracht, der (sich dem schwedischen Vorbild anschliessend) ebenfalls Kosmetik ohne Mikroplastik fordert! So gut, so schön.

Leider sieht nur kaum jemand, dass es sich in Schweden (und auch beim deutschen Antrag) nur um ein Verbot von Produkten für „reinigende, scheuernde und polierende Zwecke“ handelt! Die besonders perfiden ultrakleinen Partikel, und die neuerdings auch als Mikroplastik anerkannten flüssigen Stoffe dieser Gattung, fallen hier völlig raus. Die Polyethylenkügelchen und ihre schrubbenden Verwandten sind dagegen schon fast ausgestorben, viele Kosmetikhersteller haben sie weltweit aus ihrem Programm genommen.

Wenn ich sehe, wie Menschen ihre Kosmetik neuerdings argwöhnisch und mit schlechtem Gewissen betrachten, gleichzeitig dann aber in der Jack Wolfskin Funktionsfaserjacke mit dem Auto zum nächsten Briefkasten fahren, frage ich mich, ob da schon genug Aufklärungsarbeit geleistet wurde, um ein nutzvolles ökologisches Gewissen zu entwickeln, und nicht nur ein fashionables „Heute bin ich mal Öko“ Gefühl.

 

 

Ich bin kein gutes Beispiel

…wenn es um den ökologischen Fußabdruck geht, denn ich habe mir ein Skinceuticals Dupe aus den USA bestellt. Frisch aus Kalifornien kam gestern das 20% Vitamin C + E + Ferulic Acid Serum von SKIN DEVA zu mir.

Die Bloggerin Labmufin hatte es empfohlen, und ich liebe ja solche Tipps, also wurde es, inklusive Labmuffin-Rabatt, bestellt. Der Preis (24,99 US Dollar) ist im Gegensatz zu Skinceuticals das reinste Schnäppchen, trotz (geringer) Versandkosten.

Sehr schön übersichtlich ist das Serum formuliert, und es wurde auch an hautberuhigendes Panthenol gedacht:

INCI: Water, Ethoxydiglycol, L- Absorbic Acid, Propylene Glycol, Vitamin E, Polysorbate 80, Panthenol, Ferulic Acid, Sodium Hyaluronate, Benzylalcohol, Dehydroacetic Acid.

Ich bin schon gespannt, denn diese super potente und sich gegenseitig stabilisierende AOX Kombi wollte ich schon immer einmal ausprobieren. Ein Blogpost dazu kommt dann natürlich auch in Kürze.

 

 

Und wenn der Sommer langsam geht…

…sollte man es mit Humor nehmen. Der schönste Sommer-Wortwitz des Jahres: Wie nennt man heutzutage eine Hitzewelle? Tsuwarmi!

„Und wenn es morgen auch wieder so heiß wird, gehe ich zur Polizei und lasse mich beschatten!“

Und ehe es noch flacher wird, entlasse ich euch nun in ein hoffentlich formidables Wochenende! 😉

 

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

 

31 Kommentare

  1. Lieber KK,
    vielen Dank für den Tipp. Ich bin immer wieder mal auf der Suche nach einem guten Vitamin C Serum.
    Kannst du bitte schreiben, wieviel Porto Skin Deva verlangt.
    Ich finde, man muss nicht immer in Allem einer Meinung sein. Sonst gäbe es ja keine Diskussionen und das Leben wäre viel langweiliger.
    Andere Meinungen können sehr interessant und lehrreich sein. Und, wer ist schon mit seinem Partner immer einer Meinung? Und trotzdem lieben wir ihn (im besten Falle).
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Nora

  2. Tsuwarmi😂😂 – ist wirklich ein Flachwitz, aber hat was. Am frühen Morgen habe ich zu den angesprochenen Themen leider noch nichts wertschöpfendes zu sagen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich sie nachher nochmals lesen und den Links folgen werde. Da wundern mich die Leserzahlen überhaupt nicht, denn Dein Blog hat sich quasi zu meiner „Lieblingskolumne“ entwickelt und gehört zum täglichen Frühstück so, wie meine Tageszeitung. Danke Dir und ein schönes Wochenende an alle in der Runde🙋‍♀️

  3. …mit dem Auto zum Briefkasten in der JW-Funktionsjacke… 😂😂😂😂 Die Survival-Jacken sieht man in der Großstadt Berlin so oft, dass ich mich frage, was ziehen die Leute an, wenn sie sich wirklich mal in die Wildnis wagen?
    Sonntag bis Freitag Morgen ist mein erster Griff zum tablet um den Konsumkaiser zu lesen. Herzliche Grüße und bitte weiter so. Catrin

  4. Ich finde immer deinen Mix sehr interessant und deine Art zu schreiben. Tsuwarmi brachte mich morgens schon zum lachen.
    Die ernsten Themen sind von dir so kurz und knackig vorgestellt, dass ich dann das Interesse habe, den Links zu folgen und mich zu informieren.
    Und leider kann ich nicht mit einer Antimeinung hier dienen, denn meistens – fast immer- teile ich deine Ansicht auf die Dinge des Lebens.

    Und ich lese deinen Blog vor der Tageszeitung.

    Ein schönes Wochenende.

  5. Schöner „Rundumschlag“ am frühen Morgen. 🙂 Diese Hysterie und das Verteufeln isolierter Inhaltsstoffe, gerne befeuert durch „beeindruckende Zahlen“, gehen mir auf den Senkel. Als ob es so leicht wäre, die Schuldigen (Mikroplastik in Kosmetik, best. UV-Filter etc.) für komplexe Probleme so leicht ausfindig zu machen. Hat was von „mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Werfe mal einen Doku-Tipp in die Runde: „Im Land der Lügen. Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren.“ (45Min.) von Tilman Achtnich. Frei ansehbar auf youtube.

    Und als Lektüre Spektrum Kompakt Nr. 02.18 „Statistik-Zahlenspiele mit Mehrwert“, z.B. den Artikel „Der p-Wert ist das kleinste Problem!“ oder „Glaub keiner Statistik, die du nicht verstanden hast“. Sehr erhellend. Anschließend sieht man einiges mit anderen Augen und macht sich so seine Gedanken über blinden Aktionismus und statistikhörige Zeitgenossen…

    Schönes Wochenende!

    1. „„Glaub keiner Statistik, die du nicht verstanden hast“.

      Glaub keiner Statistik, die du nichts selbst gefälscht hast. ;-)))

      Allen ein schönes, erholsamer Wochenende!

  6. Ich finde deinen Blog sogar, gerade weil er nicht gesponsert ist, viel glaubwürdiger. Wollte ich Schleichwerbung, womöglich noch in schlechtem Deutsch, könnte ich mich jederzeit woanders umsehen, aber warum sollte ich das wollen? Und was habe ich davon, jemandem bei einem unechten Leben zuzusehen und mir was von Produkten anzuhören, die diese Person höchstens zwei mal ausprobiert hat (wenn überhaupt), wenn ich mir das aber gar nicht leisten kann? Dann kann ich auch den Fernseher anmachen und irgendeine Serie über reiche Leute gucken, die ist wenigstens (hoffentlich) gut geschrieben und geschauspielt. Bleib doch bitte so, wie du bist. 🙂

    Das mit der Umwelt ist leider auch ein Problem. Ich finde mich ja relativ umweltbewusst – esse kein Fleisch, fahre nicht Auto, nehme immer meine Einkaufstasche mit etc. – aber ich fliege auch öfter mal mit dem Flugzeug, weil man halt schlecht von Japan nach Deutschland laufen kann. Und lasse mir Sachen schicken oder bestelle online. Auf schädliche Stoffe in Kosmetik etc. achte ich, soweit ich kann, aber dann mehr so was wie Palmöl – wobei ich fürchte, auch hierbei sind wir Kleinkonsumenten nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Klar können wir etwas bewirken, aber es wird nie genug sein, wenn die Politik und die Großkonzerne nicht mitziehen. Und das bezweifle ich doch sehr stark. 😦

  7. Also, ich finde das mit der Fotostory (á la Bravo) ist eine gute Idee! Das könntest du zu unserer Belustigung mal machen. Du musst nur in beliebiger Begleitung (ist für die Fotos zuständig) in den nächsten Douglas gehen und zu einer Verkäuferin sagen: „Ich suche was für mein Gesicht gegen Falten/Trockenheit/Augenringe/etc…!“
    Und schon gehts los! 😂🙈

  8. Ich lese deinen Blog jeden Morgen bei einer Tasse Kaffee. Mir gefällt dein Schreibstil, einige vorgestellte Produkte habe ich nachgekauft und bin sehr zufrieden damit. Ich bin auch nicht immer deiner Meinung, finde es aber interessant, deine zu lesen.

    Ich bestelle auch schon lange in Übersee, klar wäre es im Laden um die Ecke besser, aber der bekommt seine Ware ja auch geliefert und ich bekomme das meiste nicht vor Ort. Außerdem vermute ich, dass die Päckchen mit regulären Flugzeugen unterwegs sind, die eh fliegen. Ich verzichte ja auch nicht auf Flugreisen.
    Schönes Wochenende.

  9. Ich bin mal gespannt was du zu dem Vitamin C Serum sagst.
    Ich hatte mal das Vitamin C Serum vom timeless, auch 20% Vit. C + E, und ich fand es lange nicht so gut wie das von skinceutical, obwohl lt. Inhaltsstoffen kaum ein Unterschied besteht. Es ist auch schneller umgeschlagen als das skinceutical, trotz Aufbewahrung im Kühlschrank.
    Also bin ich wieder zu skinceutical zurückgekehrt, die Haut ist irgendwie anders, besser gepflegt als sie nach dem timeless war.
    LG und ein schönes Wochenende!

  10. Mikroplastik in Kosmetik macht wenig an der Gesamtverschmutzung der Meere aus, ja. Ich meine aber gelesen zu haben, dass diese Substanzen v.a. ein Problem in der nächsten Kläranlage sind, wo sie (noch) nicht heraus gefiltert werden können. Also vermutlich im Trinkwasser landen? Und Kunstfaser-Kleidung scheint hier das Hauptproblem der Privathaushalte zu sein.
    Aber eine Frage, die ich mir stelle ist, ob es das in Kosmetik überhaupt „braucht“. Soweit ich das verstehe, sind das Filmbildner, die Cremes geschmeidig machen sollen. Könnte man das nicht leicht durch andere Substanzen ebenso erreichen? Und dann sind da noch die Silikone (gehören die eig. zu Mikroplastik?), die ich auf meiner Haut überhaupt nicht mag.
    Ich bin tatsächlich vorerst auf mineralischen Sonnenschutz umgestiegen, nicht weil ich was gegen chemische Filter habe, sondern weil sie meist mit Silikon vergesellschaftet sind. Ich hatte festgestellt, dass ich davon viel mehr Unreinheiten bekomme und meine Haut abends darunter sehr fahl aussieht. Das ist bei meiner mineralischen nicht so.

    1. Mikroplastik in Sonnencreme sorgt ua. dafür, dass sie extrem wasserfest ist. das lässt sich tatsächlich nicht so einfach auswechseln, aber die Verbraucher „verlangen“ nach wasserfester Sonnencreme. Da müsste man aufklären!
      Je nach Partikelgröße können Filteranlagen sehr wohl Partikel filtern, das wird auch aufgebauscht, auf der anderen Seite stehe ich voll neben dir, wenn du sagst „muss das sein?“.
      Das größte Problem ist nur: Niemand weiß bis heute genau, ob und wie schädlich das Ganze ist. Es gibt KEIN genaues Bild davon. Das macht mich unruhig. Ich mag es auch nicht, dass wir nun alle ein mega schlechtes Gewissen bei Kosmetikprodukten haben, obwohl wir tagtäglich deutlich schlimmere Umweltsünden begehen, die aber gerade nicht „in“ sind.
      Klein anfangen ist prima, aber vielleicht doch am „richtigen“ Ende. Und das „ich meine gelesen zu haben“ bringt uns ja alle nicht weiter. Valide Fakten sind heutzutage rar, das muss man erst einmal sacken lassen.
      Liebe Grüße, KK

      1. Das mit der Wasserfestigkeit ist interessant, das wusste ich nicht.
        Ich bin völlig deiner Meinung, wenn du sagst, dass wir informierte Verbraucher sein müssen und Hysterie uns zum Gegenteil führt. Es kostet Zeit fundierte und unverfälschte Informationen aus der Masse heraus zu filtern. Deswegen finde ich das, was du hier mit deinem Blog machst (informieren, die Diskussion anregen) richtig gut 🙂
        Ich kann mich eben nicht mehr an den Artikel erinnern, daher das „ich meine ich hab irgendwo gelesen“, sorry. Es war nicht mein Ziel, „fake news“ (blöder Begriff) zu streuen , sondern ich wollte deine Meinung/die Meinung deiner Leser dazu hören. 😉
        Auf jeden Fall danke für die harte Arbeit, die in diesen Post geflossen ist!

    2. Nachtrag: Der Reifenabrieb ist eine deutlich potentere Quelle für Mikroplastik. Und man kann sich vorstellen, wie viel einfacher DAS wohl in unserer Nahrungskette landet als die ungleich kleinere Belastung durch Kosmetikprodukte!

    3. Mikroplastik gelangt nicht so einfach in das Trinkwasser.
      Bei uns stammt über 80 % des Trinkwassers aus dem Grundwasser. Die dicken Bodenschichten sind hervorragende Filter. 😉

      Übrigens jeder der besorgt ist, was sein ökologischer Fußabdruck abbildet, kann sich – es macht sogar Spaß – alles online errechnen lassen und schauen wo er persönlich am besten optimieren kann.
      Meiner Meinung nach – alles ein Tröpfchen auf heißem Stein. Chinesen haben halb Deutschland still und unauffällig aufgekauft, die meisten Großkonzerne hier sind in chinesischer Hand und die Industrie regiert schon lange die Welt, also wird die Industrie weiter der Übertäter bleiben. Ganz egal ob ich nach Fuerteventura fliege oder in Bamberg mein Jahresurlaub verbringe.

  11. Danke lieber KK, dass du das Beispiel mit Schweden anführst. Das ist genau das, warum ich immer öfter genervt bin wenn ich dagingerotzte Artikel über vermeintliche Umweltverschmutzung lese. Es wir unreflektiert nachgeplappert, und das mittlerweile auch in den Medien. Alu in Deos tötet, „chemische“ Schutzfilter sind böse, „natürliche“ sind gut. Und die lieben Schweden machen uns vor, wie man dieses schlimme Mikroplastik verbannt.
    Ach die Schweden find ich eh so total guhuut! Tja, leider ganz anders als gedacht.
    Den Beitrag von Labmuffin finde ich auch ganz großartig, die Lorallendiskussion lief ja auch auf den Inci Blogs, die da auch nichts dazu beitragen konnten, nur nachplappert.
    Ich finds super, dass du nicht so tust, als wüsstest du genau was Sache ist, denn das wissen selbst die Experten noch nicht. Das muss die Zeit zeigen. Aber Aufmerksam sein lohnt sich in allen Belangen. Nachdenken hilft! 😉😉😉

    1. Ich sehe das ebenfalls so, dass es potentere Quellen für allerlei „Schlechtes“ gibt, mangels Detailwissen (es streiten sich ja sogar Experten) und der Tatsache, dass ich an den großen Ursachen nichts ändern kann, versuche ich es trotzdem im ganz Kleinen. Das bedeutet für mich, dass ich – obwohl ich oft (bestenfalls) belächelt werde – Lebensmittel in mitgebrachte Frischhaltedosen wiegen lasse, möglichst regional und nach Saison, am liebsten bei Bauern vor Ort, einkaufe (ich weiß, diese Möglichkeit ist ein kleines Privileg), meine Kosmetik oder andere Artikel nicht mehr um den halben Erdball fliegen lasse (fällt mir manchmal schwer), einen gut eingestellten, sparsamen Benziner fahre (ich bin im Verkaufs-Außendienst und kann auf ein Fahrzeug nicht verzichten), Kleidung, Möbel, Elektrogeräte etc. sehr lange nutze bzw. wenn möglich repariere/renoviere, chemische Keulen zum Putzen oder im Garten vermeide (geht mit altbewährten Hausmitteln genauso gut), etc. …

      Dass das trotzdem nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, ist mir bewusst. Ich habe aber den Eindruck, dass die jüngere Generation für dieses Thema wieder etwas sensibler wird – was mich ein bisschen hoffen lässt.

      1. Liebe Ursula, dein Verhalten empfinde ich nicht als „Tropfen auf den heißen Stein“. Aber vielleicht sehe ich das auch nur so, weil mir dein Verhalten wesentlich näher und sympathischer ist als das isolierte Rauspicken irgendwelcher Inhaltsstoffe (und damit hat es sich dann).

        LG, Anna

        1. Liebe Anna, ich sehe es auch so wie OmbiaOmbia, dass das nicht einmal ein kleines Tröpfchen ist, hoffe und wünsche mir aber einfach, dass – wenn wirklich viele ein bisschen nachhaltiger agieren – die Nachfrage nach dem ganzen unnötigen „einfach bequemen“ Umweltschrott geringer wird und so irgendwann auch bei den Produzenten ankommt. Über sehr vieles, was unverändert erlaubt oder geduldet wird, kann ich mich nur wundern. Alleine wenn ich dran denke, was ich täglich rund um meine Gartengrenze von diesen unsäglichen „Coffee – oder was auch immer – to go“-Plastikbechern und Jausensackerln (ich wohne neben einem Café-Restaurant) aufsammle 😦 …
          Dabei bin ich sicher keine Extrem-Grüne, aber wenn man sich anschaut, was und wie sich alles in den letzten 20, 30 Jahren verändert hat, wird einem schon bange!
          GLG Ursula

          1. Ich bin ja auch ein Fan von Aktion im Kleinen. Deshalb bin ich ja auch be Facebook und Insta raus. Fahrrad für Einkäufe, eigene Taschen und Dosen beim Einkaufen sind bei mir auch normal, und mein Wagen ist zwar älter, hat aber nachweislich sehr gute Abgaswerte. Und Urlaub wird in der Nähe gemacht. Zumindest macht man sich Gedanken und ist nicht passiv, egal wie klein der Anteil nun wirklich ist. Wenn ich Leute sehe, die dagegen einfach ihren Müll auf die Straße werfen, werde ich fuchsig.
            Liebe Grüße, KK

          2. Stimme ich Dir zu liebe Ursula. Vor allem mit – was sich in 20,30 Jahren verändert hat.
            Mein desillusioniert sein kommt von über 10 Jahre Arbeit in wissenschaftlichem Umweltbereich. Da wird man leider sämtlichen Illusionen beraubt. Aus dieser Zeit und weil ich schon immer so gelebt habe – habe ich viele umweltfreundliche Gewohnheiten beibehalten.
            Diese sind für mich dann so selbstredend, dass ich die nicht nennenswert halte, zumal die anderen andere aber genauso nennenswerte Gewohnheiten pflegen. 🙂
            Evtl. als Idee oder Anregung für liebe Mitleser – Küchenrollen gab es früher nicht und wir hatten Geschirrhandtücher, eine volle Spüma ist umweltfreundlicher als per Hand spülen, ein Großstädter kann sehr oft aufs Auto verzichten – Kurzstrecken, sich 10 Minuten für eigenen Kaffee zu nehmen und to go Variante ignorieren, kaufen bei dem Bauer um die Ecke – jede Großstadt hat im Umland Bauernhöfe – es schmeckt besser, den Tieren geht es besser und es ist besser für die Natur. Wasser sparen ist auch in Deutschland nötig und das nicht nur aus Kostengründen. Lebensmitteln liefern lassen in dem ein Kombi 30 Haushalte beliefert ist umweltfreundlicher als wenn jeder dieser Haushalte 30 Autos auf die Straße bringt. Und, weil ich in zunehmend stark vermüllter Stadt lebe – man kann es glatt für ein Entwicklungsland verwechseln – Mülleimer lieben dein Müll.

  12. Das Thema Umweltverträglichkeit- nicht nur bei Kosmetik- beschäftigt mich auch. Ich bin auch der Meinung, auch wenn man nicht alles von heute auf morgen umkrempeln kann und will: jede kleine gute Tat zählt! Einkaufsbeutel mitnehmen, Einkaufszettel schreiben, um nicht Überflüssiges zu kaufen, fahre mit dem Rad zur Arbeit usw. für mich hab ich beschlossen, zumindest bei Duschgel, Handseife und Shampoo verstärkt auf Mikroplastik, auch flüssiges und Polyquats zu achten. Schließlich geht das direkt in den Ausguss und bleibt nicht mal auf meiner Haut. Bei den Pflegeprodukten schau ich schon nach Alternativen, aber selbst nicht wasserfester Sonnenschutz hat halt nicht die umweltfreundlichsten Inhalte. Aber da zählt für mich dann das Hautgefühl, weil ich eh schon schwer was Angenehmes finde. Und ich mag deinen Blog auch sehr gern und lese täglich, auch wenn ich nicht sehr oft schreibe

  13. Hallo lieber KK, das sind in der Tat Besucherzahlen, von denen die meisten Blogs (inklusive die vermeintlich „Star-Blogs“, die oft gar nicht so groß sind, wie sie einem glauben machen) träumen können. Ich übrigens auch! Fünfstellig am Tag! The Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch!

    Ich glaube aber nicht, dass es an der strikten „Unkommerzialisierung“ deines Blogs liegt, sondern einfach an deiner Art, mit der du schreibst, deine Themen wählst, dein Blog führst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein Eventbesuch oder ein Affiliate-Link etwas ändern würde. Und ja, es kränkt mich auch ein wenig, wenn durchklingt, dass Blogs mit Kooperationen grundsätzlich unglaubwürdiger sind. Es kommt doch auch immer auf die Dosis an?! Sicher gibt es auch Blogs, die wirklich alles bewerben und vor allen Dingen auch Instagram-Accounts, die sich wirklich für kein Cremetübchen und Armbändchen zu schade sind … aber es sind nicht alle „kommerziellen“ Blogs/Instaaccounts so. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, es gibt auch was dazwischen.

    Ganz liebe Grüße,

    susi.

      1. Ach, und was die Besucherzahlen betrifft, so sind das natürlich angenehme Ausnahmen. Ein paar Mal im Monat, ansonsten ist alles „ganz normal“ Und zB. Politik, lässt die Zahlen enorm schrumpfen.

  14. Ein Dupe zum Skinceuticals C E Ferulic scheint auch das Mimicfalten Schutzkonzentrat der deutschen Firma Derna zu sein. Ich habe es nicht selbst verwendet, aber dahinter scheint ein Pharmaunternehmen zu stecken und für 14,70 Euro erscheint es mir, als wäre es mal einen Test wert.

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