SKINCARE-GASTBEITRAG (DINAH): BRAUCHE ICH EINE CUSHION FOUNDATION?

Wer den ein oder anderen Beautyblog liest, in dem es auch um dekorative Kosmetik geht, wird im vergangenen Jahr zwangsläufig auf ein Produkt aus Korea gestoßen sein, das einen ziemlichen Hype ausgelöst hat: die Cushion Foundation. Die Foundation befindet sich in einem Schwamm und wird mit einem kleinen Pad aufgetragen. Die Kombination aus neuartigem Produkt und Auftragetechnik soll der Haut einen natürlichen Glow verleihen und wie ungeschminkt wirken. „Your Skin but better“ ist die Devise.

Nachdem ich mir eine Zeitlang die Vorher-Nachher-Fotos in diversen Blogs angesehen hatte, gab ich der Versuchung nach und bestellte ein sehr populäres Drogerieprodukt, nämlich die Precious Mineral Any Cushion von Etude House in der Version „moist“ für trockene Haut und der hellsten Nuance „light beige“. Das Herstellerversprechen: „moisturizing + whitening + anti wrinkle + tone correcting + glossy effect“.

Meine Erwartungen an die Cushion Foundation waren hoch. Ich begutachtete Schwamm und Pad und tat dann das, was ich in Blogs und Videos gesehen hatte. Ich tupfte und klopfte die Flüssigkeit gründlich in meine Haut ein, blickte in den Spiegel – und war entsetzt. Ich sah aus wie ein frisch gekalktes Gespenst mit zu großen Poren! Wo war der versprochene Glow und wo der makellose Teint? Und wieso war das Zeug zu hell, obwohl ich sonst Mühe habe, für meine blasse Haut eine passende Foundation zu finden? Ein paar Tage später versuchte ich es nochmal, doch das Ergebnis blieb das Gleiche.

Ein klarer Fall von falschen Erwartungen. Mittlerweile weiß ich, dass eine Cushion Foundation eigentlich gar keine Foundation ist, sondern eine dünnflüssige CC Cream. Das bedeutet, sie hat eher wenig Deckkraft und gleicht in erster Linie den Teint aus. Deshalb sieht eine Cushion Foundation umso besser aus, je makelloser die Haut ist. Rötungen lassen sich damit ganz gut kaschieren, auch helle Pigmentflecken oder Augenringe, bei großen Poren oder Falten ist sie dagegen keine gute Wahl, denn die werden eher betont.

Ehe man im Internet blind eine Cushion Foundation bestellt, sollte man also wissen, was man von diesem Produkt erwarten kann und was nicht. Ich versuche deshalb mal, die Vor- und Nachteile von Cushion Foundations zusammenzustellen:

  • Cushion Foundations haben eine leichte Deckkraft, das Finish ist sehr natürlich.
  • Durch das Auftragen mit dem Pad verbindet sich das Produkt gut mit der Haut. Dieser Effekt lässt sich aber auch bei anderen Foundations mit einem Beautyblender erzielen.
  • Das Finish ist in der Regel semi-matt, also weder glowy noch total matt.
  • Die meisten Cushion Foundations sind am besten für normale oder ölige Mischhaut geeignet, da sie ölfrei sind.
  • Es gibt „Summer Foundations“, die ideal sind für ein tropisch-warmes Klima und die sehr stark mattieren: gut für sehr ölige Haut, überhaupt nichts für trockene Haut.
  • Die Farbauswahl ist extrem begrenzt, mehr als drei Farbtöne bieten koreanische Hersteller nicht an. Vor dem Bestellen am besten nach Swatches im Internet suchen, denn die Nuancen fallen bei jeder Marke anders aus. „Light“ kann extrem hell sein.
  • Cushion Foundations sind bezogen auf die Menge teurer als Flüssigfoundations, da ein „Kissen“ nur 15 Gramm Produkt enthält, während man in einem Pumpspender normalerweise 30 Gramm bekommt. Es gibt jedoch für die meisten Marken günstigere Refills.

Wer eine Cushion Foundation testen will, muss nicht (mehr) unbedingt in Korea bestellen. Nach Lancôme und Kiko haben nun auch MAC und L’Oreal eigene Cushion Foundations auf den Markt gebracht, wobei Letztere im Moment wohl noch nicht in Deutschland erhältlich sind. Bereits seit Dezember im Handel ist die Cushion Foundation der Douglas-Eigenmarke Isadora. Ein Vorteil der westlichen Versionen ist auf jeden Fall die größere Farbauswahl, bei der Qualität gehen die Meinungen auseinander. Also am besten vor dem Kauf testen.

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(Fotos: Dinah(KK)   Keinerlei Sponsoring!)

6 Kommentare

  1. 🙂 Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich wie „gestempelt“ aussehen würde. Mich erinnern diese Dinger nämlich an Stempelkissen in Hautfarbe. Habe mich deshalb noch nicht heran getraut.
    Bisher bin ich mit old fashioned Make-up und Puder ganz zufrieden 😉
    Dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße 🙂

  2. Ich verwende BB Cushion SPF 50 von Laneige für meine „reife“ Haut. Verwende das Schwämmchen zum Auftragen und bin sehr zufrieden damit. Es werden allerdings nur 2 Farben angeboten.

    Lieben Gruß aus Wien
    Regina

  3. Prima Dein Artikel als Erinnerung- habe meine Lancome- Cushionfoundation letztes Jahr im Schrank vergraben, nachdem ich sie ein paar mal ausprobiert hatte und nicht zufrieden war. Habe sie gestern Abend wieder hervorgekramt und mach nochmal einen Versuch.
    ( Relativ) günstig als refill gekauft, finde ich die Idee und die Anmutung auf dem Finger( wenn ich reintatsche…😳) immer noch super, aber im Gesicht liegt sie mir irgendwie so komisch auf.
    Sie verbindet sich nicht gut, betont trockene Hautpartien und – schüppchen extrem und ist auch wirklich sehr hell ( Nummer 01 Pure Porcelaine). Deckkraft ist nur sehr leicht.
    Jetzt teste ich sie mal mit verschiedenen Auftragsvarianten.

  4. Ich glaube schon, dass man mit einer Cushion Foundation gute Ergebnisse erzielen kann – man braucht halt die passende Haut für das jeweilige Produkt 🙂 Sehr flüssige Foundations sind bei großen Poren immer problematisch, da müsste man einen Primer drunter verwenden, aber da fast alle Primer mattieren, funktioniert das bei mir nicht. Die Cushion von Lancome hatte ich im Laden getestet, da war mir die Deckkraft viel zu schwach. Bei Kiko ist selbst der hellste Farbton viel zu dunkel.für mich. Ich bin mal gespannt, ob die Lumi Cushion von L’Oreal zu uns kommt, die könnte ich vielleicht über einer anderen Foundation tragen, wenn sie einen schönen Glow gibt

  5. Ich Selber benutze die cushion Foundation von Etude House ( gekauft bei lovemycosmetic.de) und bin restlos begeistert. Ich habe eine trockene Haut und gerade deswegen liebe ich dieses Make Up, weil es ein dewy finish hinterlässt. Ich hab auch einiges gutes von der cushion von iope gehört, nur ist sie mir zum Ausprobieren doch zu teuer.
    Cushions kann ich aber grundsätzlich weiterempfehlen 🙂

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