SKINCARE: MAC „STROBE CREAM“ * LOHNT SICH DAS?

Irgendwie scheine ich ja den Versuch zu starten JEDES Produkt auszuprobieren, welches auch nur ansatzweise den berüchtigten „Glow“ verspricht. Und da dürfen die „Klassiker“ natürlich nicht fehlen. Die Strobe Cream von MAC ist schon ein paar Jährchen auf dem Markt, und es ranken sich die tollsten Mythen um dieses Produkt. Dabei habe ich mein Urteil recht schnell fällen können…

KK MAC SC2

„Glow“ bedeutet ja nichts anderes in der Kosmetik, als die Gesichtshaut lebendig und frisch wirken zu lassen. Dieses Strahlen soll nachgeahmt werden, welches junge und gut durchblutete Haut aufweist, weil sie noch ebenmäßig ist und deshalb weniger Schattenwurf erzeugt, was wiederum makellos und ausgeruht wirkt.

Somit möchte eigentlich JEDER diese Attribute auf die eigene Haut übertragen, und die Kosmetikindustrie füttert uns regelmäßig mit „Hilfsprodukten“, die dieses Aussehen auf genau unsere Haut zaubern können sollen.

Eins der bekanntesten Produkte in dieser Hinsicht, ist die „Strobe Cream“ von MAC (Estée Lauder).

So erklärt MAC diese Hautverschönerungspaste:

“Ultimatives Erste-Hilfe-Produkt gegen müde, gestresste Haut. Hydratisiert, erfrischt und optimiert das Erscheinungsbild fahler, leblos und müde wirkender Haut durch eine Extraportion effektiver pflanzlicher Wirkstoffe, Vitaminen und Grünem Tee. Klärt durch Antioxidantien und lichtreflektierende Partikel. Verwandelt auftreffendes Licht – ob Sonnenlicht oder Scheinwerfer – in einen strahlenden Teint!”

Das stimmt so auch! Aufgetragen sieht man eigentlich ein wenig nach Speckschwarte aus, nur dass da kein Fett glänzt sondern die Myriaden von Lichtreflex-Partikelchen! Es sieht wacher, frischer und (ja auch) etwas jünger aus. (Ein stumpfer Teint wirkt ab einem gewissen Alter ja dann doch eher optisch ungünstig. Ein leichtes Glänzen wirkt dagegen „saftig“!)

KK MAC SC3

Aber so wie die Strobe Cream glänzt…puh. Da brauch es dann doch noch etwas drüber, nämlich für die Damen etwas Foundation und ein guter Puder zum Schluss. Man kann auch nur mit dem Puder arbeiten, man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass dieser Mega Glanz-Effekt weiterhin bestehen bleibt, man kann ihn nicht großartig übertünchen, warum auch, dann könnte man die Strobe Cream ganz weg lassen.

Somit würde ich diese Creme auch auf keinen Fall für Männer empfehlen, denn das Schimmern im Gesicht ist im Tageslicht schon extrem auffällig. Und Männer wollen meist auch nicht gerne mit Puder arbeiten, also hier diesmal Finger weg.

Insgesamt hellt die Strobe Cream die Gesichtshaut auch auf. Ich habe fast schon einen Schreck bekommen, denn mein etwas gebräunter Teint sah plötzlich arg kalkig aus. Sowas kannte ich bisher nur von asiatischen BB Creams. Nun ist die Strobe Cream nicht so deckend wie eine typische Korea Cream, aber trotzdem war es beeindruckend heller um meine Nase geworden. Huh, nee, nix für mich. Ich bin nicht der Typ für den Sonnenentsager-Look. das lässt mich gleich kränklich und leidend aussehend. Also genau das Gegenteil von dem, was diese Creme ja eigentlich leisten soll.

Dazu kam dann noch, dass ich nach ein-zwei Stunden doch noch ein speckig-öliges Glänzen dazu bekam. Meine Haut reagierte leider mit erhöhter Fettproduktion, was ich mir zwar nicht erklären kann, denn die Creme ist eigentlich weder fettig noch zu wenig feuchtigkeitsspendend, aber meine Nase glänzte unangenehm und die Poren zeigten sich sehr „offenherzig“! Och nö…

Schön ist die Formulierung der Strobe Cream in Hinblick auf die enthaltenen Antioxidantien. Schade: Parfum ist in geringer Menge enthalten, und man muss noch zusätzlich an einen Sonnenschutz denken!

Inhaltsstoffe:

Water, Dimethicone, Butylene Glycol, Cetyl Ricinoleate, Glyceryl Distearate, Trisiloxane, Glyceryl Stearate Se, Cholesterol, Jojoba Seed Oil, Steareth-10 Cetyl Esters, Cetyl Alcohol, Vitis Vinifera Fruite Extract, Camellia Sinensis Leaf Extract, Pyrus Malus Fruit Extract, Morus Bombycis Root Extract, Scutellaria Baicalensis Root Extract, Saccharomyces Lysate Extract, Tocopheryl Acetate, Sodium Hyalauronate, Panthenol, Ceramide 2, Xanthan Gum, Sucrose, Glycerin, Cyanocobalmin, Caprylyl Glycol, Magnesium Ascorbyl Phosphate, Hexylene Glycol, Polysorbate 80, Sodium Citrate, Sodium Sulfite, Sodium Metabisulfite, Acrylamide/Sodium Acryloyldimethyltaurate Copolymer, Linoleic Acid, Isohexadecane, Citric Acid, Fragrance, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Mica, Titanium Dioxide, Red 4

Fazit:

Wer wirklich eine leicht aufhellende und stark schimmernde Make-up Unterlage sucht, welche die Haut nicht faltig und pergamentartig erscheinen lässt, sondern eher „prall und saftig“, sollte die Strobe Cream unbedingt ausprobieren. Man bekommt eine Menge Silikone und Parfum, aber auch nährende Öle, Feuchtigkeitsspender und Antioxidantien. An einen extra Sonnenschutz muss man aber noch denken! Abschließend sollte das Gesicht unbedingt abgepudert werden, weil der „Glow“ hier doch ein wenig „durch die Decke geht“! Für mich persönlich ist das aber leider nix.

50ml kosten ca. 35,50 Euro (zB. Douglas, MAC, Ludwig Beck)

 

 

 

(Fotos: Konsumkaiser   Das Produkt wurde selbst gekauft!)

 

12 Kommentare

  1. Ich benutze die „Strobe Cream“ auch, mitlerweile aber lieber den „Radiance“ Primer von Laura Mercier, da ohne Parfum.
    Allerdings nicht „flächendeckend“, da habe ich das gleiche Ergebnis, wie du!
    Bei Bedarf mische ich eine kleine Menge mit der Tagespflege oder der Foundation, gelegentlich benutze ich die Creme/den Primer über der Foundation als Highlighter.

  2. Hallo,
    ich verfolge diesen Blog seit einiger Zeit sehr interessiert und habe mir schon so einige echt tolle Produktanregungen geholt 🙂
    Ich hätte schwören können, dass es von der Strobe Cream bereits ein Review hier gibt.. hat MAC ein sehr ähnliches Produkt auf dem Markt oder ist es doch noch zu früh am Morgen? 😉

    1. Du liegst da ganz richtig! Ich habe den Beitrag letztens selber gesucht, aber WordPress muss ihn wohl gelöscht haben, oder was auch immer. Jedenfalls unauffindbar. Ich kann mich auch gar nicht so sehr erinnern, aber ich habs nun nochmals neu geschrieben, weil ich der Creme eh nichmal eine Chance geben wollte. Passt aber nicht so für mich.
      Lieber Gruß! KK

  3. Das mit dem verschwundenen Beitrag ist seltsam. Er war vom September 2013, im google cache findet man ihn noch, aber die eigentliche Seite ist weg … Ich bin ja auch ständig auf der Suche nach glowigen Produkten und die Strobe Cream würde mich schon interessieren, weil sie eigentlich auch für die Benutzung unter einer Foundation gedacht ist, quasi als feuchtigkeitsspendender Primer. Aber der Farbton eignet sich dann wohl eher für den Winter, im Sommer bevorzuge ich auch einen goldenen Glow.

  4. Hallo,
    das nenne ich mal eine ausführliche Antwort auf meinen Gedanken, es mit der Strobe Cream zu versuchen👏👏👏 Vielen, vielen Dank.
    Nun, nachdem ich mir das Bild mit Deiner eingecremten Hand angesehen habe, spar ich mir den Versuch wohl doch eher…Und versuche es einfach mit einem strahlenden Lächeln 😊

  5. Hallo lieber Kaiser.

    Ich lese dich sehr gern und regelmäßig.
    Deine Reviews und andere Beiträge schätze ich sowohl inhaltlich als auch stilistisch.

    Bei dieser Review jedoch schreit meine innere Stimme: Überdosierung!

    Die Strobe Cream wird doch allseits nur als geringe Beimischung ins flüssig-Make-up oder in die Tagescreme empfohlen, so auch an den Mac-Countern. Also eher tropfenweise anwenden.

    Dein Ergebnis verwundert nicht, wenn ich richtig liege mit meiner Befürchtung, dass du sie pur verwendet hast.

    Bitte um Aufklärung und bitte ändere ansonsten nichts. 🙂

    Allerliebste Grüsse.
    P.S.: Sollte es einen weiteren Test mit korrekter Dosierung geben, enthälst du uns den mitsamt dem Ergebnis doch nicht etwa vor, oder?

    1. Ich will KK nicht unbedingt an weiteren Versuchen hindern, aber Strobing ist ein Synonym für großflächiges Highlighting und das ist etwas, was Männer besser nicht machen sollten. Das funktioniert nur in Kombination mit Foundation, sonst sieht auch eine Frau schnell aus wie ein weiß strahlendes Mondgesicht.

  6. Ich habe das Teil auch in den weiten meiner Schubladen. Erste Versuche waren aus den von dir genannten Gründen nicht so erfolgreich. Ich wollte sie immer mal als punktuellen Highlighter versuchen und es immer vergessen. Dank deiner Review werde ich jetzt mal wieder meine Schublade aufräumen und suchen 😉

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