SKINCARE GASTBEITRAG (DINAH): MEINE AKTUELLE PFLEGEROUTINE – HERBST 2017 * TEIL 2

Ich werde ja immer wieder mal nach meiner Pflegeroutine gefragt und da ich zuletzt vor einem Jahr darüber geschrieben habe, hat sich mittlerweile doch einiges geändert. Als allgemeine Hintergrundinfo: Meine Haut ist sehr trocken, ihr fehlt also gleichermaßen Fett wie Feuchtigkeit, außerdem lege ich Wert auf Anti Aging. (Heute gibt es die Pflege für den Abend. Viel Spaß!)

 

Abends

Kommen wir zu meiner Abendroutine und die ist vielleicht noch ein bisschen spannender, weil ich abends meine Wirkstoffprodukte benutze.

Reinigung: Ich nehme abwechselnd verschiedene Reinigungsprodukte und probiere immer mal etwas Neues aus, wobei ich einen Balm oder feste Cremes bevorzuge. Auf Double Cleansing verzichte ich weitgehend. Die Reinigungscreme von L’Oreal habe ich hier https://konsumkaiser.com/2017/09/03/skincare-gastbeitrag-dinah-tops-und-flops-im-august-2017-edition-reinigung/ vorgestellt, hier https://konsumkaiser.com/2017/04/09/skincare-gastbeitrag-dinah-emma-hardie-moringa-cleansing-balm/ mein Review zum Cleansing Balm von Emma Hardie.

Toner: siehe Pflegeroutine am Morgen

Augencreme: Das Augenserum von cnk plus eine Augencreme, aktuell die Chia Seed Oil Augencreme einer neuseeländischen Marke, gefunden bei TK Maxx.

Gesichtsöl: Marulaöl von The Ordinary.

Cremes: Hier stelle ich kurz Liquid Gold von Stratia vor, das ich online in den USA bestellt habe. Das Produkt ist ein Mittelding aus Serum, Öl und Moisturizer und hinterlässt ein samtig weiches Hautgefühl. Es hat wirklich sehr gute INCI mit Ceramiden, Cholesterol, Sanddornöl und 4% Niacinamide. Letztere reduzieren in höherer Konzentration u.a. die Talgproduktion – und das ist mein Problem, denn davon produziert meine Haut ohnehin schon sehr wenig. Schweren Herzens habe ich Liquid Gold nach der Testphase deshalb über Instagram weitergegeben. Ich würde es für eher ölige Mischhaut und normale Haut empfehlen, vor allem bei einer gestörten Hautbarriere.

Sleeping Mask: Ein Sleeping Pack ist für mich mittlerweile selbstverständlich als zusätzliche okklusive Schicht. Meine einstigen Favoriten von COSRX wurden leider umformuliert und sind jetzt deutlich dünnflüssiger und wässriger – nicht mein Fall. Die Honey Canola Sleeping Mask von Holika Holika ist jedoch ein wirklich guter Ersatz, obwohl ich auf den künstlichen Blumenduft verzichten könnte. Die Konsistenz ist gelig, aber nicht klebrig, und das Produkt zieht nach einer Weile komplett ein. Die Maske enthält 20 % Honigextrakt und 20 % Rapsextrakt (Canola) und spendet gut Feuchtigkeit.

Peeling: Seit ich das AHA 30 % + BHA 2 % von The Ordinary benutze, also seit einem halben Jahr, peele ich nur noch einmal pro Woche, was ziemlich praktisch ist. Die hohe Konzentration bereitet mir keine Probleme, ich spüre nur ein leichtes Bitzeln, danach ist meine Haut einfach nur schön glatt, keinerlei Rötungen oder andere Reizreaktionen. Hilft bei mir auch gegen Mitesser. Lactic Acid 10 % von TO bringt mir alleine nicht so viel, meine Haut ist halt an Säuren gewöhnt. Deshalb kombiniere ich sie jetzt mit dem AHA 30 %, das heißt ich layere beide Peelings übereinander, weil ich Milchsäure grundsätzlich gerne verwende.

Wirkstoffe: Retinol und Vitamin C verwende ich abends abwechselnd. Mit der Konsistenz der Vitamin C 23 % Suspension von TO komme ich ganz gut klar, mich stören weder das Silikon noch die spürbaren Körnchen – das ist für mich gleichzeitig ein leichtes Peeling. Ich finde einfach die Wirkung sehr gut, mein Hautbild wirkt schön ebenmäßig und verfeinert; das Ergebnis ist bei mir besser als bei wässrigen Seren mit Ascorbinsäure. Die neue Suspension mit 30 % Vitamin C steht schon auf meinem Wunschzettel.

Das Retinol 1 % von TO ist eindeutig stärker als das 1 % Clinical von Paulas Choice, das bei mir mittlerweile gar nicht mehr wirkt; offensichtlich hat sich meine Haut an die Konzentration gewöhnt. Da ich das Produkt von TO erst seit zwei Monaten verwende, warte ich noch auf den Kollagenaufbau. Aber ich vertrage es gut und da meine Haut etwas empfindlicher geworden ist, weiß ich auch, dass es etwas tut. Ich mag die silikonige Konsistenz und bin deshalb sehr traurig, dass es Retinol bei The Ordinary mittlerweile nur noch in Ölform mit Squalan gibt. Glücklicherweise konnte ich mir einige Backups sichern, damit komme ich ein Jahr hin …

Neu hinzugekommen ist das Resveratrol mit Ferulic Acid von TO, das quasi als AOX-Booster gedacht ist. Etwas überraschend ist es ölig, so dass ich Probleme habe, es sinnvoll in meine Routine einzubauen. Ich nehme es jetzt jeweils nach Retinol oder Vitamin C, vor Öl und Moisturizer. Eine sichtbare Wirkung erwarte ich von diesem Produkt nicht.

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(Fotos: Dinah f. KK   Keinerlei Sponsoring)

10 Kommentare

  1. Hallo Dinah! Sehr interessant dein Bericht ! Ich benutze auch das Vitamin C von The ordinary, jedoch maximal zwei mal pro Woche! Ansonsten reizt es meine Haut zu sehr, obwohl ich robuste Haut habe! Eben eine Bestellung bei Victoria Health aufgegeben u dort ist das Retnol 1 % in der Tube noch zu haben! Auch das 30 %ige Vitamin C war schon da! Einen schönen Feiertag!!!

  2. Hallo Dinah,
    Du schreibst das 1% clinical von PC zeige keine Wirkung mehr – ich denke es ist eher so, dass das Retinol von Paula in einer pflegenderen Basis verarbeitet ist und somit weniger reizt als die TO Einzelwirkstoffe. Zudem ist bei Retinol erst in Monaten und mehr Anti-age Wirkung zu sehen bzw hinauszuzögern, Anti-Blemish Wirkungen sieht man schneller.

    Ich nutze wenig von TO und werde dort auch nichts mehr ordern. Grundsätzlich behaupte ich, dass die Wirkpflege von PC besser ist als von TO, in allen Belangen :-).

    Einen schönen Sonntag noch!

    1. Hallo Susanne! Ich habe das 1% Retinol von Paula etwa zwei Jahre lang verwendet und kann deshalb gut erkennen, was es für meine Haut tut – oder seit einer Weile dann halt nicht mehr. Um den Kollagenaufbau der Haut anzuregen, muss die individuelle Reizschwelle der Haut erreicht werden und je unempfindlicher die Haut, desto stärker muss dafür die Konzentration sein. Und tatsächlich gewöhnt sich die Haut an Retinol, so dass die Reizreaktion allmählich schwächer ausfällt, was gerade bei empfindlicher Haut auch positiv ist. Wobei ich nie eine echte Reizreaktion auf Retinol hatte. Aber meine Haut wurde nach Monaten straffer, elastischer, die Wangen wieder voller …. Diese Wirkung habe ich mit dem Retinol von PC leider nicht mehr, deshalb habe ich gewechselt, denn ich benutze Retinol als Anti-Aging. Die Formulierungen von PC sind grundsätzlich ausgereifter und pflegender als von TO, das sehe ich genauso. Bei TO bekommt man im Grunde nur den Wirkstoff, sonst nichts. In Kombination mit meiner übrigen Routine ist das für mich bei den Preisen aber okay. Dir auch einen schönen Feiertag.

    1. diese creme ist über-voll mit duftstoffen. ich persönlich kaufe sowas nicht mehr. aber wenn dir das nichts ausmacht, probier sie doch einfach aus? grade bei dem preis. deine haut wird dir dann ’sagen‘ ob sie das produkt mag oder nicht. das ist ja oft sehr individuell, was ein und dasselbe produkt bei verschiedenen leuten bewirkt.

      1. Ich kenne diese Creme selbst nicht, habe mir aber gerade die INCI angesehen. DLA hat recht, da sind jede Menge Duftstoffe drin, auch potenziell reizende wie Zimtalkohol. Wenn du den Duft der Karottencreme nicht erträgst, dann den dieser Creme sicher auch nicht. Petrolatum an zweiter Stelle ist auch sehr okklusiv, aber halt nicht pflegend, das ist ein Unterschied. Wenn du Lanolin verträgst, wären Produkte von Martina Gebhardt vielleicht etwas für dich, da gibt es auch Proben von. Ich reagiere allergisch auf Lanolin, deshalb kommt das für mich nicht in Frage. Oder vielleicht mal Sheasahne als okklusive Schicht über einer Feuchtigkeitspflege probieren. Das ist Sheabutter verrührt mit Mandelöl, gibt es auch unbeduftet, aber nicht in der Drogerie. LG Dinah.

  3. Färbt die Vitamin C 23 % Suspension von TO auch die Hände und das Kopfkissen orange ?

    Ich benutze seit ein paar Monate die Vitamin C 30 % Emulsion von TO.
    Wirkung gut. „Nebenwirkung“ wie gefärbte Hände und orangefarbene Spuren auf der Kleidung und dem Kopfkissen stören mich.

  4. Die Verfärbungen durch die Vit. C 23% Suspension kann ich bestätigen, nicht auf der Haut, aber deutlich auf dem Kopfkissen. Geht beim Waschen zwar wieder raus, aber ich verwende das Produkt nicht mehr.
    Mal eine Frage zum „Sleeping Pack“: ist das nur ein neuer „fancy“ Name für die abschließende okklusive Cremeschicht?

    1. Sleeping Pack ist bei der koreanisch inspirierten Pflegeroutine eine eigene Produktkategorie. Sleeping Packs müssen nicht unbedingt okklusiv sein, ihre Hauptaufgabe besteht darin, zusätzlich nachhaltig Feuchtigkeit zu spenden. Viele dieser Produkte sind eher wässrig und gelig, aber diese Formulierungen funktionieren bei meiner Haut nicht. Ursprünglich wurden sie wohl mal für eher ölige Hauttypen konzipiert, die auch abends keine fetthaltigen Cremes benutzen wollen.

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