SKINCARE: KAROTTE ZUR ÜBERGANGSZEIT * DIADERMA „KAROTTEN-CREME“

„Übergangszeit“…Dieses Wort verwendet man oft, wenn es um den Wechsel der Jahreszeiten vom Winter zum Frühling, und vom Herbst zum Winter geht. Nicht nur die Kleidung muss da einen Mittelweg finden, auch die Gesichtspflege wird auf eine harte Probe gestellt. Und was ist das Ende vom Lied? Die Haut spannt, fühlt sich komisch und zickt bei der Temperaturumstellung. Eine Creme begleitet mich schon lange durch diese Zeiten, und die ist bei INCI-Maniacs sicher nicht gern gesehen, und dennoch funktioniert sie wunderbar…

 

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Zuerst einmal: Es geht hier nicht um Hauterscheinungen, die eine echte Fehlfunktion der Haut bedeuten könnten, also zB. starke Rötungen, Ausschlag und Brennen. Ich kümmere mich in diesem Artikel nur um „Befindlichkeitsstörungen“ der Haut, die eben durch Temperaturwechsel entstehen können.

Wenn die Haut sich nicht so richtig wohl fühlt….

Und diese Befindlichkeitsstörungen der Gesichtshaut habe ich grundsätzlich im Herbst und zum Frühling hin. Dann spannt die Haut öfter mal, fühlt sich irgendwie „übellaunig“ an, und verlangt manchmal einfach nach mehr Zuwendung. Dann kann schon mal das Gefühl aufkommen, man möge sich ein Pfund Butter ins Gesicht schmieren um die Gesichtshaut (und meist auch meine Lippen) ruhig zu stellen.

Mein SOS Produkt in diesen Fällen ist die Diaderma „Karotten-Creme“, die es für lächerliche ca. 5,00 Euro (im Angebot auch für € 2,99) im örtlichen Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Bitte nicht von diesem unsäglichen „Oma-Look“ der Cremeverpackung abschrecken lassen, hier zählen nur die inneren Werte. 😉

 

Wie fühlt sich das an?

Sie hat eine feste, fast schon pastöse Konsistenz und wird in den Handflächen ein wenig verrieben und angewärmt, um sie dann im ganzen Gesicht (oder auch nur partienweise) zu verteilen. Manchmal verwende ich sie nur um den Mund herum und unter den Augen, manchmal (besonders zur Nacht) aber auch großflächig.

Durch den Inhaltsstoff Karottenöl (Carotin) bekommt die Haut auch eine (ganz) leichte Tönung, die aber kaum auffällt. Trotzdem sieht man automatisch ein klein wenig frischer aus, besonders im Frühling, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, mag ich das sehr gern. Einen orangestichigen Selbstbräunereffekt kann man das aber wirklich nicht nennen, man muss also keine Angst haben mit Mr. Trump verwechselt zu werden!

Die Haut fühlt sich bei mir augenblicklich satt und zufrieden, um das mal etwas blumig zu beschreiben. Das liegt daran, dass die Creme wirklich sehr reichhaltig ist und auch eine gewisse „Portion Fett“ liefert. ZB. Traubenkernöl, Squalan, Raps- und Erdnussöl pflegen stark, und zB. Urea, versch. Zucker und Glycerin sorgen für Feuchtigkeit in der Haut. Diese wird dann auch innen gehalten, Stichwort Okklusion, die hier nicht übermäßig stattfindet, also nicht völlig abdichtet wie eine dicke Ölschicht. Dennoch ist meine Haut am nächsten Morgen nicht ausgetrocknet sondern weich und beruhigt. Im Hochsommer wird diese Reichhaltigkeit allerdings zum Problem, man schwitzt ganz einfach unter der Creme.

Wir finden sogar so tolle Inhaltsstoffe wie Niacinamid, Vitamin C und E, sowie Provitamin A (im Carotin).

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Kritikpunkte

Leider gibt es auch (in meinen Augen) ein paar negative Punkte, die ich zwar ansprechen möchte, die mich aber nicht abhalten die Creme weiterhin gerne als „Rettungsprodukt“ zu benutzen.

Der Duft ist süßlich und nicht gerade zurückhaltend, allerdings kann ich mich damit noch einigermaßen arrangieren. Daher ist also Parfüm enthalten, sowie ein extra deklarationspflichtiger Duftstoff (Farnesol), rein von der Menge her ist es nicht ganz so viel, allerdings duftet es doch deutlich, und ich empfehle vorher dringend einen kleinen Schnuppertest!

Durch die Tiegelverpackung sind die Inhaltsstoffe wirklich nicht gut geschützt, was sehr schade ist, denn es sind ja durchaus einige gute Dinge enthalten. Schade!

Da die Creme recht reichhaltig und pastös ist, reicht meist auch schon ein kleiner Klecks, sodass man mit einem Tiegel ziemlich lange auskommt, was bei der suboptimalen Verpackung kein Vorteil ist.

Im Gegensatz zum Diaderma Karottenöl (welches aber nicht so stark pflegend ist), ist in der Karotten-Creme Wasser enthalten, und dementsprechend muss konserviert werden. Leider sind fünf Parabene in Kombi mit Phenoxyethanol enthalten. Das muss jetzt erstmal nicht soo schlecht sein, denn Parabene bedeuten auch, dass man die Konservierer nicht so hoch dosieren muss. Trotzdem bin ich lieber vorsichtig und erwähne es, damit jeder selbst für sich entscheiden kann, ob sie/er das für seine Haut möchte oder nicht.

 

INCI: Aqua (Water), Vitis Vinifera (Grape) Seed Oil, Ethylhexyl Palmitate, Ethylhexyl Stearate, Zea Mays (Corn) Germ Oil, Squalane, Polyglyceryl-2 Sesquiisostearate, Glycerin, Sucrose Polystearate, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil, Polyglyceryl-3 Ricinoleate, Aluminum/Magnesium Hydoxide Stearate, Citric Acid, Brassica Campestris (Rapeseed) Sterols, Stearyl Beeswax, Behenyl Beeswax, Daucus Carota Sativa (Carrot) Root Extract, Iris Pallida (Orris) Root Extract, Centaurium Erythraea (Centaury) Extract, Salvia Officinalis (Sage) Leaf Extract, Oryzanol, Sodium PCA, Sodium Lactate, Fructose, Glycine, Niacinamide, Urea, Inositol, Ascorbyl Palmitate, Tocopherol, Lecithin, Magnesium Sulfate, Fragrance (Parfum), Isopropyl Alcohol, Phenoxyethanol, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Farnesol.

 

Fazit

Eine tolle, reichhaltige Creme, die meine Haut beruhigt, versorgt und das gewisse „Mehr“ bietet, wenn sich meine Haut mal dröge und so richtig ausgelaugt anfühlt. Die wirklich dezente Auffrischung des Teints ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt, und bei dem wunderbaren Preis kann man das Produkt durchaus einmal ausprobieren. Ölige und sehr empfindliche Haut sollte allerdings die Finger davon lassen (übrigens auch vom Öl, denn es enthält zwar keine synthetischen Konservierungsmittel, aber dafür um so mehr äth. Duftstoffe).

Es wird immer wieder erwähnt, dass diese Art Produkte auch einen natürlichen UV Schutz bieten. Das halte ich für fahrlässig, denn dieser Schutz ist sehr gering und kaum erwähnenswert. Unter LSF 15 läuft eigentlich gar nichts mehr, im Sommer noch höher bitte!

 

50 ml kosten ca. 5,50 Euro (In Drogeriemärkten und Kaufhäusern, zB. bei Müller)

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(Fotos: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

 

 

12 Kommentare

  1. Erstaunlich, dass du die Farbe der Creme als „leichte Tönung“ wahrnimmst! Wenn ich die benutze, ist mein Gesicht bei weitem knalloranger als das von President Trump. Kann sie deshalb nur nachts benutzen und auch das kaum, da meine Bettbezüge dann augenblicklich orange eingefärbt werden.

    Dafür habe ich aber eine tolle andere Verwendung für die Karottencreme gefunden: im Winter habe ich ein unglaublich nerviges, juckend-spannendes Ekzem (?) auf dem Handgelenk. Denke mal trockenheitsbedingt. Weder CeraVe noch Aquaphor haben etwas ausrichten können; die Diaderma Creme hingegen hat diese mich seit Jahren plagende Stelle dagegen in wenigen Tagen „weggepflegt“! 👍

    1. Toller Effekt! Zu der Farbe: Google die Creme mal! In allen Foren wurd auch beschrieben, dass selbst die hellhäutigsten Kunden die Farbe so gut wie gar nicht bemerken. Echt seltsam, dass du so orange aussiehst. Und sogar oranger als Trump? Das kann NICHT sein!
      Zu den Kopfkissenbezügen kann ich nichts sagen, ich habe keine weisse Bettwäsche, das erinnert mich so sehr an Hotels.
      Viele Grüße, KK

  2. Habe mal das Karottenöl von Diaderma ausprobiert und bin mit dem Geruch überhaupt nicht klargekommen. Ganz übel und ein Garant für Kopfschmerzen. Das Öl an sich war nicht übel, also habe ich versucht, 1-2 Tropfen davon mit geruchsneutralem Öl zu vermischen, um die Duftstoffkeule zu mildern. Aber selbst das war noch zu viel. Ist die Creme vom Duftfaktor her ein bisschen moderater? Gegen eine leichter Tönung im Gesicht hätte ich nämlich gerade überhaupt nichts einzuwenden. 😉

  3. Ich kaufe diese Creme ja auch immer wieder nach, weil sie so wunderbar reichhaltig ist, und ich benutze sie tatsächlich auch im Sommer 🙂 Das Karottenöl riecht wesentlich stärker als die Creme, da hat mich der penetrante Duft auch gestört. Gelb werde ich von der Creme auch überhaupt nicht, diesen Effekt hatte ich nur bei dem Öl.

  4. Dinah hatte bereits über die Creme berichtet, die ich mir daraufhin besorgt habe. Ich habe sehr trockene Haut und nehme diese Creme ab Herbst bis späten Frühling täglich morgens. Ich finde Deine Beschreibung, man wirke gleich etwas frischer vom Hautton her, absolut treffend. Und nein, keine grelle oder auffällige Färbung. Mit dem Duft komme ich sehr gut klar, ich finde er verfliegt sehr schnell. Im Gegensatz zum Karottenöl, welches ich auch probiert habe. Die Creme glättet bei mir augenblicklich alle kleinen Trockenheitsfältchen und ich habe keine Spannungsgefühle mehr. Ich bin absolut begeistert von ihr und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in meinem Fall glorios.:-) Gruß, Claudi

  5. Lieber KK, hast du schon Produkte von Cremekampagne getestet? Die gibt’s ohne äth. Öle&allergene Duftstoffe 🙂 Viell. ist ja was für dich etwas dabei ☺(Granatapfelserum, Sanddornfluid…)

  6. Na der Bericht jetzt kommt wie gerufen :-)! Habe mir gerade die Woche das Öl gekauft, welches in der Tat nicht reichhaltig ist, aber mit auch zu stark duftet, was meine Augen m extremen Tränen quittieren:-(…. Ich überlege mir nun doch noch die creme zu holen, dabei gefallen mor Pflege, Haptik und Finish auf der Haut m dem Öl total gut…..menno!

  7. Ach: testest du die calm Sachen von PC noch? Oder hab ichs überlesen? Habe mir div davon bestellt und jetzt noch die renewal maske….

    Ps die NIOD sachen sind bei mir ein fail :-(…..

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