SPORT: 4 EINFACHE GRÜNDE, WARUM DEIN KÖRPER TROTZ SPORT NOCH IMMER SCHLAPP IST

Da geht man brav zum Sport, müht sich redlich ab, zählt fleissig Kalorien und trotzdem tut sich nichts auf dem Weg zu unserem neuen Beachbody? Wie kann das sein? Kein Wunder, wenn da viele Menschen die Lust verlieren und schlagartig mit den „Selbstoptimierungsmaßnahmen“ aufhören. Meist sind es aber nur ein paar Kleinigkeiten, die Schuld daran sein können, wenn das sportliche Training nicht die gewünschten Erfolge zeigt…

 

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Ich schreibe hier bewusst vom Breitensport. Von Freizeitsportlern, die keine Olympiaambitionen haben, die aber trotzdem gerne auf ihren Körper achten, und die Gesundheit über einen regen Geist und einen gut funktionierenden und attraktiven Körper definieren.

Manche Menschen machen ihr Leben lang Sport, und andere beginnen erst relativ spät damit, meist ausgelöst durch ein gesundheitliches Ereignis, welches als „Warnschuss“ verstanden wurde. Sobald man sich aber für eine gewisse Zeit regelmäßig dem Sport gewidmet hat, wird man anspruchsvoll: Die ersten Erfolge sind immer recht schnell zu sehen. Der Körper verändert sich positiv und damit steigt auch die Laune und die Freude über ein neugewonnenes Lebensgefühl.

Doch irgendwann einmal erreichen wir alle eine Phase, in der sich partout keine Veränderung, respektive Verbesserung, mehr einstellen mag. Wir nennen sowas auch „Plateau“. Das kann viele Ursachen haben, meist sind es aber wirklich Kleinigkeiten, die man durchaus abstellen kann…wenn man sie denn erkennt.

 

1  Du stehst womöglich zu sehr unter Stress

Das klingt jetzt erst einmal einleuchtend, denn wir alle fühlen uns öfter mehr oder weniger gestresst. Wird das aber zum Dauerzustand, kann dieser Stress (gerne auch unterschwelliger, psychischer Stress) an unserer Konstitution nagen! Das macht sich dann nicht nur in einem unangenehmen Gefühl bis hin zu körperlichen Ausfallserscheinungen (Herzinfarkt!) bemerkbar, sondern auch in einer gestörten Regenerationsfähigkeit des gesamten Körpers.

Stress setzt grundsätzlich Adrenalin und Cortisol frei. Diese Hormone sorgen wiederum dafür, dass der Körper Energie braucht, damit er der bevorstehenden Stresssituation gewachsen ist. Da Stresssituationen heutzutage jedoch eher mentaler Natur sind, braucht der Körper eigentlich gar keine zusätzliche Energie – bei jedem Essen wird dann diese zusätzlich zugeführte Energie gespeichert… in Form von Körperfett.

Jüngste Studien haben zudem bestätigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Stress und Bauchfett gibt. Da kann man das tollste Bauch-weg Training machen, der Körper wehrt sich und passt sich so an, dass die (für ihn wichtigen) Reserven nicht angegriffen werden.

Wer also ein Problem hat seinen Waschbrettbauch freizulegen, sollte neben dem Training und der Ernährung auch einmal ein Mentales Entspannungstraining ins Auge fassen.

2 Das Schlafmanagement ist verbesserungsbedürftig

Im Schlaf repariert der Körper Schäden, die tagsüber aufgetreten sind. ZB. in der Haut durch Sonnenbestrahlung, aber auch in der Muskulatur. Sport, insbesondere anspruchsvolles Training, „verletzt“ die Muskulatur, und der Körper repariert dies und reagiert mit Anpassungserscheinungen, die wir als „Trainingserfolg“ beschreiben (und erhoffen).

Dazu sorgt ein übervoller Terminkalender oft dafür, dass wir zu spät ins Bett gehen und nicht ausreichend Schlaf bekommen. Schlafmangel wirkt sich auf die Hungerhormone Leptin und Ghrelin aus; wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten, steigt der Appetit und ist dann nur noch schwer zu stillen. Dadurch isst man mehr und führt seinem Körper zusätzliche Energie zu, die er gar nicht braucht – was dann ebenfalls als Körperfett gespeichert wird.

Dies sind zwei Faktoren, die das sportliche Training unterwandern, die man aber durchaus abstellen kann. Ausreichend und guter Schlaf sind nicht zu vernachlässigen. Früher zu Bett zu gehen kann schwer fallen, ist aber unbedingt notwendig, wenn man nur 4 bis 5 Stunden Schlaf bekommen sollte.

Ebenso wichtig ist die „Schlafhygiene“, also all das was dazu beitragen kann einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Auch hier bietet sich ein Entspannungstraining an, um die Alltagssorgen nicht all zu sehr mit ins Bett zu nehmen. Ruhe und kein helles Licht sollten ebenfalls selbstverständlich sein. Ein Fernseher im Schlafzimmer ist meist keine gute Idee.

3 Die Ernährung ist zu ungesund

Viele Menschen meinen, nur wenn sie Kalorien zählen, und unter einem gewissen Wert bleiben, nehmen sie automatisch ab. Das stimmt leider so nicht ganz! Probleme beim Diäthalten können durchaus daraus entstehen, dass man zu viel „Schrott“ zu sich nimmt. Gerade die industriell verarbeiteten Lebensmittel sind ein Haufen Müll, wenn man sich viele dieser Produkte einmal genauer anschaut. Leere Kalorien, die dem Körper kaum echte Nährstoffe bieten, dafür aber denaturierte Inhaltsstoffe, deren Auswirkungen auf unseren Körper noch gar nicht vollständig abzusehen sind.

Nun hat nicht jeder Mensch so viel Zeit sich tagtäglich ein wohl durchdachtes Mahl aus frischen Zutaten zuzubereiten. Das sollte trotzdem nicht als Entschuldigung für ständige Tiefkühlpizza dienen. Ein frisches Rührei mit einer Scheibe Vollkornbrot und Paprikaquark ist schnell gemacht und trotzdem eine vollständige „gute“ Mahlzeit.

Versuch dir einmal auszumalen, wie ein für dich passender und nachhaltig gesunder Ernährungsstil aussehen könnte. Gib nichts auf zwanghafte Verbote, man muss sich auch einmal etwas gönnen! Aber langfristig gesehen, sollten die frischen Zutaten auf deinem Esstisch dominieren. (Wer sich dazu weiter informieren möchte, möge bitte nach „Clean Eating“ googeln)

4 Dein Training langweit deinen Körper

Unser Körper ist ein Wunderwerk der Ökonomie. Er spart wo er nur kann und ist ein Meister der Anpassung. Nach ein paar Monaten Sport hat sich der Körper tatsächlich so sehr an ein Sportprogramm gewöhnt, dass er kaum noch mit Anpassungserscheinungen reagiert.

Man merkt das oftmals daran, dass Muskelkater kaum noch vorkommt, wohingegen nach einer kurzen Einheit Gartenarbeit bei den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen plötzlich alle Muskeln weh tun und brennen.

Man selbst neigt auch unterbewusst zur Schonung und gibt nicht immer alles was geht. Das ist im Prinzip auch gut so, denn der Körper will seine Reserven für Gefahren nutzen. Das bedeutet aber auch, dass der „faule Sack“ sich auf seinen Lorbeeren ausruht, solange er nicht zu weitergehenden Leistungen „gezwungen“ wird.

Abhilfe schafft man, indem man sich im Alltag zuerst einmal mehr bewegt. Im Job mindestens alle 15 Minuten einmal kurz aufstehen und die Füße bewegen. Nur ganz kurz, aber sehr effektiv für Kreislauf und Motivation.

Hat man ein Trainingsprogramm (zB. im Fitnessstudio), sollte man es spätestens nach zwei bis drei Monaten wechseln, um eine Stagnation des Trainings zu vermeiden. Was auch ganz besonders hilfreich ist: Einfach mal die Sportart wechseln! Raus aus der Komfortzone und eine Sportart aussuchen, die uns eigentlich nicht so recht liegt. Wer also gerne Zumba im Fitnessstudio macht, sollte mal darüber nachdenken ein paar Einheiten Freeclimbing (es gibt spezielle Hallen dafür) pro Woche zu absolvieren. Es eröffnen auch immer mehr Trampolinhallen, die super-professionell ausgestattet sind; und eine Stunde ambitioniertes Trampolintraining (nicht ein unmotiviertes Gehopse bitte!) ist unwahrscheinlich anstrengend.

Das Ziel ist ganz einfach: Man muss den Körper „verwirren“ um ihn immer wieder zu weiteren Anpassungen zu zwingen, welche im Endeffekt die Gesundheit des Körpers verbessern und ihn einfach besser aussehen lassen können.

Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Jede Form von extrem ausufernden Trainingsformen und Intensitäten finde ich im Breitensport deplatziert. Eine Unterforderung ist genauso zu vermeiden wie eine Überforderung. Und deshalb ist es eben so wichtig eine Sportart mit einem guten Trainer zu finden, den man solche Dinge auch ganz unbefangen einmal fragen kann!

no-pain-no-gain-bitch

Für alle, die immer mehr wollen und denken „Viel hilft viel“:

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(Alles hier ist nur ein Vorschlag in stark verallgemeinerter Form. Es soll keinesfalls Diagnose, Heilung oder Anleitung betrieben werden. Bei Unklarheiten zu Krankheiten und/oder physischen und psychischen Zuständen bitte unbedingt einen Arzt des Vertrauens konsultieren!)

4 Kommentare

  1. Eine Stunde Trampolin? Bin schon nach 5 Min auf meinem Moonhopper froh, wenn die Hüpferei (natürlich nicht unmotiviert, sondern nach einer Choreografie, die nur ich erkenne) vorbei ist. Erstaunlich anstrengend… ähm…für jemanden, der ganz offenbar dringend an seiner Kondition arbeiten muss. 😎

    LG Anna

    1. Mit mehreren würde es noch mehr Spaß machen. 😉
      Und man kann ja immer abwechselnd Balance und Federübungen machen, gefolgt von Sprüngen und Drehungen. Irgendwann dann der Salto Mortale… 🤣
      Liebe Grüße, KK

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