SKINCARE-GASTBEITRAG (DINAH): Reinigung Teil 1 * Schaumschlägerei

Wer sich für koreanische Hautpflege interessiert, hat bestimmt schon mal von „Double Cleansing“ gehört oder gelesen. Dabei wird im ersten Schritt Make-up, Sonnencreme und Talg mit einem Öl gelöst, ehe als zweiter Schritt ein Schaum zum Einsatz kommt, um alles rückstandslos zu entfernen. Nun meide ich eigentlich alles, was richtig schäumt, weil es meine Haut nach meinem Eindruck zu stark austrocknet. Aber Schaum ist nicht gleich Schaum, habe ich gelernt, und mir deshalb etwas zugelegt, was zu den Basics des Double Cleansing gehört: ein Foaming Net, also ein „Schaumnetz“.

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Das Foaming Net sieht in etwa so aus wie ein Peeling-Utensil für die Dusche, mit dem man sich den Körper abschrubbt, und es fühlt sich auch genau so an. Das führt offensichtlich zu Missverständnissen. In einem englischsprachigen Blog habe ich sinngemäß gelesen: „Das Netz ist nicht schlecht, aber etwas kratzig und auch nicht besser als die Peelings, die ich sonst benutze“. Aua! Bitte nie mit einem Foaming Net im Gesicht rumschrubbeln, dafür ist es nicht gedacht. Es soll einfach nur Reinigungsgel oder -puder in Schaum verwandeln, und zwar in regelrechte Schaumberge, wenn man will (oder zu viel Produkt erwischt hat).

Die Frage ist: Brauche ich dafür so ein Netz? Es geht schließlich auch ohne. Die übliche westliche Methode besteht ja darin, Reinigungsgel oder -schaum auf das feuchte Gesicht aufzutragen und dann mit den Händen direkt auf der Haut aufzuschäumen. In Japan und Korea gilt diese Art der Reinigung jedoch als zu unsanft. Um die Haut zu schonen, wird der Reiniger im Netz aufgeschäumt und der Schaum dann vorsichtig im Gesicht verteilt und nur leicht einmassiert. Außerdem spart man so Produkt, denn das Netz erzeugt etwa doppelt so viel Schaum als bei der herkömmlichen Methode entsteht. Und der Schaum wird feiner und fluffiger.

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Die Anwendung ist kinderleicht: Das Netz einfach gründlich nass machen, den Ring über Zeige- oder Mittelfinger ziehen, um es festzuhalten, einen Klecks Reiniger darauf geben und dann das Netz so lange durchkneten, bis ausreichend Schaum entstanden ist. Den streift man dann ab und gibt ihn ins Gesicht. Das funktioniert mit jedem Produkt, das sich aufschäumen lässt. Man bekommt solche Netze bei ebay von verschiedenen Herstellern, meines ist von Missha. Die bunten Schaumstoffwürfel darin haben keinerlei Einfluss auf das Aufschäumen; sie lösen sich im Laufe der Zeit angeblich auf und sollen anzeigen, wann man das Netz austauschen muss. Bei täglichem Gebrauch wird eine Nutzungsdauer von drei Monaten empfohlen. Ich weiß jedoch aus diversen Foren, dass man die Netze in der Waschmaschine waschen und wesentlich länger benutzen kann.

Bringt das Foaming Net nun auch etwas? Ehrlich gesagt benutze ich es nicht oft, weil ich so viel Schaum im Gesicht eigentlich gar nicht mag – ich bin Reinigungsschäume eben auch nicht gewöhnt. Ich glaube auch nicht, dass dieser fluffige Schaum intensiver reinigt als herkömmlicher. Man braucht aber in der Tat deutlich weniger Produkt und für sensible Haut ist es sicher besser, wenn man sie so wenig wie möglich mit den Händen bearbeitet. Und wer sich immer darüber ärgert, dass sein Gel so wenig schäumt, wird mit dem Netz garantiert viel Spaß haben.

Ich habe mein Foaming Net im deutschen Missha-Shop gekauft, es heißt dort „Bubble Maker“ und kostet 3,80 €.

(Fotos: Dinah(KK)   Keinerlei Sponsoring)

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