KK INTERN: INFLUENCER – DIE GIERIGEN ÜBERREDUNGSKÜNSTLER

Ja, ich habe lange überlegt, ob ich nochmal ein bisschen auf den lieben, guten Influencern herum treten soll, Stichwort: Influencer-Bashing. Aber irgendwann ist mir doch die Hutschnur gerissen. Spätestens als ich die neuesten „Richtlinien“ für Blogger und VLogger gelesen habe. Influencer Marketing wird immer mehr zu einem Schimpfwort. Wird Zeit die körpereigene Abwehr zu aktivieren…

 

Zuerst einmal…

…möchte ich natürlich sagen, dass man anerkennen muss, dass Lifestyle-Blogger, YouTuber und Instagram Poser die Medienwelt verändert haben. Durchaus eine Leistung, eine Art Revolution. Aber muss man das auch mögen? Nein!

Bin ich deshalb auf die paar Top-Influencer, die richtig viel Geld verdienen, neidisch? Ja, das bin ich, ganz ehrlich!

Allerdings ist es eben auch der Zeitgeist, dass Dilettanten und Amateure die Helden unserer Zeit sind.

Ständig ein angenehmes Verkaufsklima erzeugen, in dem es keine negativen Gefühle gibt, nur Juchzen, Liebe zu Produkten, und Worte mit ganz vielen Dehungsbuchstaben – „Halloooo, Ihr Süüüüßen!“ Das bin nicht ich. Da ist mir zu viel Avon Vertreterin drin.

Das bedeutet aber auch, dass der KK Blog eigentlich „keinen Arsch interessiert“. Über ein paar Tausend Leser pro Tag lachen sich die Super-Influencer nur kaputt, dort geben zig Tausende täglich ihre Likes ab. Da kann ich noch so oft „nicht gesponsert“ drunter schreiben. Oft frage ich mich dann: „Eigentlich will der Großteil der LeserInnen doch verarscht werden?“

Schade, aber kein Grund für mich aufzuhören oder zu verbittern. Ich schreibe den Blog ja, weil es mein Hobby ist und Spaß macht. Immer noch!

 

Beeinflussung oder Anmaßung?

Geht man von dem Wort „Influencer“ aus, so kommt man unweigerlich zur Wortbedeutung. „Beeinflussen“, das tun sie, die Influencer. Aber stimmt das so? Was bedeutet das eigentlich genau? Geht es um Leistung? Auch um kulturellen Einfluss?

Die Synthesizer Gruppe „Kraftwerk“ hat zB. die Musikkultur in den 70er und 80er Jahren beeinflusst. Picasso hat die Kunst des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Und nun beeinflusst irgendeine „Bibi“ mit einem billigen Werbeverkaufskanal namens „Beautypalace“ die Art und Weise wie wir unsere Haare waschen? Wie kann man mit „to influence“ rein semantisch diese Phänomene auf eine Stufe stellen?  Schaut man wie hemmungslos manche Unternehmen um Influencer buhlen, bekommt man in diesem Kontext eine Fremdschämgänsehaut.

Das „Talent“ der heutigen Influencer liegt in der Motivationssteigerung in Bezug auf Kaufentscheidungen. Dieser Denkansatz bedingt aber auch, dass es einen aktiven Part (der bestimmende Influencer) und einen passiven Part (die Gefolgschaft) gibt, der bereitwillig Herzchen verteilt.

 

„Nein, lieber KK, diese Bildchen und Videos sollen ja keine Kaufentscheidung beeinflussen, sondern sie sollen nur Inspiration sein!“

OK, kann man so sagen. Ja, ich versuche auch mit meinen Artikeln, die ich hier auf dem Blog zu Kosmetikprodukten und Alltagsfragen schreibe zu „inspirieren“.

Zwischen „inspirieren“ und „beeinflussen“ besteht allerdings ein erheblicher Unterschied. Inspiration zielt darauf ab, die Leserschaft/Zuschauer zu eigenen Gedanken und Ideen zu ermutigen. Beeinflussung bedeutet, dass Meinungen und Verhaltensweisen auf ein Publikum übertragen werden (welches das manchmal noch nicht einmal bemerkt: „Ach, sie ist so authentisch“).

Eine inspirierte Leserschaft ist für mich aktiv, ein beeinflusstes Publikum dagegen passiv.

Wäre man gar pupsgenau, könnte man sogar zwei härtere Kategorien einführen, die der Wahrheit schon ziemlich nahe kommen: Und zwar „überzeugen“ und „überreden“.

Wer möchte schon überredet werden? Und dennoch lassen sich Millionen Menschen – auch in Deutschland – täglich „überreden“ für wirklich billigste Werbebotschaften Herzchen zu verteilen. Ist diese Handlung erst einmal geschehen, man glaubt es kaum, ist der Weg zum Konsum des beworbenen Produktes nicht mehr weit! Hallo, liebes Unterbewusstsein.

Ich selbst möchte bei manchen Produkte, dass Menschen merken, wie gut sie sind. Einfach weil ich es der Firma gönne, und weil damit sichergestellt ist, dass das Produkt noch lange am Markt bleibt. Dafür reiße ich mir manchmal geradezu ein Bein aus, recherchiere, schreibe stundenlang, mache Fotos, bearbeite, lese, und, und, und…und am Ende des Tages habe ich vielleicht ein paar Menschen „überzeugt“. Und selbst dann sage ich noch: „Denkt daran, jede Haut ist anders! Schildert HIER Eure Erfahrungen, dann können wir uns alle ein umfassenderes Bild machen!“

Manchmal ist dann die Unterstellung „toller sponsored Post!“ der Dank, was mich oft genug nachdenklich macht.

 

Werbung kennzeichnen!?

Immer öfter werden nun in letzter Zeit Forderungen nach umfassenderer Kennzeichnung von gesponserten Inhalten (kostenlose Produkte, Bezahlte Postings, Affiliate Links, usw.) auf Blogs und in Videos laut. Kann ich verstehen. Die Gier der Agenturen und ihrer Schäfchen, den Influencern, war riesengroß. Man hatte das Gefühl, dass man das Phänomen Influencer-Marketing probeweise bis zum Äussersten ausreizen wollte. Der Zenit scheint nun überschritten.

Teure Abmahnungen treffen mittlerweile die Großen der Influencer-Branche. Und trotzdem sieht man noch ständig offensichtlich bezahlte Werbung, die nicht gekennzeichnet wird. Vielleicht weil man damit mehr Geld verdienen kann?

Neuester Trend: Fake Kooperationen. „Danke, Chanel! Ich liebe die neue Tasche, die ihr mir unverbindlich zugeschickt habt!“ Nur komisch, dass Chanel von der Kooperation mit Bloggerin „Lieschen Strohofodoof aus Oberhausen“ gar nichts wusste.

„Die übermäßig positive Erwähnung oder Darstellung von selbst gekauften Produkten auf Social-Media-Kanälen ist eine geschäftliche Handlung zur Förderung des Absatzes eines fremden Unternehmens, auch wenn der Blogger nicht im Namen oder im Auftrag des Unternehmers handelt.“

Gesetzliche Bestrebungen (der Landesmedienanstalten) gehen nun so weit, dass man sogar über selbstgekaufte Produktpostings „Werbung“ schreiben soll! Dabei dürfen Wortlaut und Anmutung des Artikels keinen „werblichen Charakter“ haben. Man stellt sozusagen alle Blogger unter „Generalverdacht“, auch wenn kein Geld geflossen ist. Egal ob „selbstgekauft“ „PR Sample“ „Affiliate Link“ oder gar „Sponsored Post“ Alles bekommt die Überschrift Werbung. Dann wird es aber intransparenter, oder sehe ich das falsch?

Da fällt mir doch gleich mein schneeweißes Influencer-Lächeln aus dem Gesicht! Wie soll das gehen? Installiert man nun eine Gesinnungspolizei, die genau prüft, was ich mit meinen Blogpostings wohl gemeint habe? Und wenn ich ein Produkt verreisse, muss ich dann auch „Werbung“ darüber schreiben? Sollte es soweit kommen, mache ich den Laden zu und schule um auf Heile-Welt-Blogger.

Und was ist mit all den Bewertungen im Internet, zB. in Foren oder auf Amazon? Müssen die nicht auch beobachtet werden? Diese kleinen Kaufempfehlungen werden manchmal noch nicht einmal mehr von echten Menschen geschrieben, dafür gibt es Bots!

Insgesamt können wir Blogger uns bei den großen Influencern (den „Key Opinion Leaders“) „bedanken“. Sie haben es geschafft, durch Blödheit und Gier die Bloglandschaft in Verruf zu bringen – und damit zu zerstören. Lifestyleblogger war noch nie mit Ansehen behaftet, aber nun ist es fast schon ein übles Schimpfwort geworden!

Danke, liebe Bibi, Daggi, und wie die ganzen Beauty- und Fashionzombies mit den vielen Dehnungsbuchstaben auch heißen…Daaaanke, ihr seid soooo suuupi!!1!

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(Falls Du es bis hierhin geschafft haben solltest: Vielen Dank, dass Du so ausdauernd gelesen hast! Ich entschuldige mich für die Länge des Artikels, aber er wurde bereits gekürzt. Allerdings ist dieser Blog auch nichts für den Schlag Mensch, der nur Bilder und Stichworte bevorzugt. Das Thema ist so vielschichtig, ich habe es nicht einmal geschafft auch das Thema Micro-Influencing anzukratzen, natürlich ist ALLES mehr oder minder Werbung, wenn man es denn ganz genau nimmt. Trotzdem ist mir der Grundgedanke des Bloggens – die Unabhängigkeit – so wichtig, dass ich dafür auch gerne streite.)

 

 

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(Fotos: FreestockPixx, R+I Creative Presskit, YouTube   Keinerlei Sponsoring)

24 Kommentare

  1. Lieber KK,

    ich bin froh, dass es Blogger wie Dich noch gibt, sonst würde ich keinen einzigen Blog mehr lesen. Bleib so wie Du bist und schreibe weiter mit Herzblut und Engagement. Das macht Deinen Blog erst so interessant. Ich kann mir aber natürlich vorstellen, wie mühsam das in der heutigen Bloggerszene ist und es mit den neuen Regeln noch schwieriger werden wird.
    Nicht aufgeben, einfach stur weitermachen und die Influencer sooooo suuuuupi sein lassen 😉. Ich schaue da einfach nicht hin und genieße jeden Morgen mein Frühstück mit Deinen Blogposts.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Beaujolais.

  2. Bitte nicht umschulen zum Heile-Welt-Blogger.
    Ich lese hier jeden Tag und kenne ehrlich ganzen Bibis nicht. Ich danke Ihnen für die Informationen und die ganze Mühe, die Sie sich machen. Und hoffe, das geht noch lange so weiter😊

  3. Moin lieber KK,

    du hast dich ja ordentlich in Rage geschrieben. Ich kann deinen Zorn verstehen, auch wenn ich von all diesen Personen, außer durch dich, noch nie gehört habe. Youtube ist auch nicht so mein Format. Ich lese lieber, anstatt mir Videos anzuschauen. Shenja von „Incipedia.de“ macht ja auch Videos zu ihren geschriebenen Posts, aber ich lese lieber. Habe nur einmal kurz in ein Video reingeschaut, weil ich es immer interessant finde, wie die Stimme ist und wie die Person „wirkt“. Ich lese nur wenige Blogs und auf denen gibt es keine oder nur sehr wenig Werbung. Am häufigsten wohl noch bei der „Schminktante“, aber auch dort hält es sich in Grenzen und ihre Posts wirken trotzdem immer authentisch und es stört mich nicht weiter.

    Dass Leute behaupten, ihnen würde von Chanel oder sonstwem Zeugs zugeschickt werden, ist übelste Wichtigtuerei, vielleicht auch um ähnliche Firmen zu animieren, teure Taschen zu sponsorn.

    Ich hoffe, dein Blutdruck hat sich wieder normalisiert.

    Liebe Grüße
    Loretta

  4. Guten Morgen, lieber KK!
    Vielen Dank für Deine Gedanken. Ein spannendes und wichtiges Thema, von dem ich auch gerne die ungekürzte Version gelesen hätte.

  5. Moin moin. Das Thema fliegt einem gradüberall um die Ohren. Bei Instagram weiß auch kaum noch jemand, ob man einen fotografierten Aufsteller im Geschäft mit „Werbung“ markieren muss oder nicht. Das ist dann wieder übertrieben und zu viel des Guten.
    Diese ganzen „Teenie-/Twen-Influencer“ kriege ich nicht mit. Bin kein YT-Gucker, da keine Zeit für sowas. Hier und da gibt’s tatsächlich mir sympathische Mädels, aber sobald die von ihrem tollen Kaffee/Gewürz/Sportshirt etc. reden, wo alle wissen, dass sie da gesponsert wird, schalte ich ab. Ein bisschen Hirnmasse und gesunden Menschenverstand muss man da schon haben.
    Schlimm sind allerdings auch die Anfang 20-Jährigen, die vielleicht grad mal ihr Abi geschafft und ein Fachbuch gelesen haben und meinen, sie wissen alles. Vergessen aber, dass es auch ein Zusammenwirken von Stoffen gibt. Naja, also verglichen mit den „süüüß-Sagern“, die die Menschen beeinflussen sollen, find ich die zuletzt genannten fast schlimmer. Wie dem auch sei: Ich mag deinen Blog und deine Art zu schreiben. Du bist insofern mein Influencer, da du mich dazu bringst, mich näher mit einem von dir gelobten Produkt zu beschäftigen. Wenn du für alles, was ich mir deinetwegen gekauft habe, ne Provision bekommen hättest, wäre so’n Kurztrip bestimmt drin gewesen. 🙂 Du brauchst ein Spendenkonto! 😉

  6. Ich kann deinen Frust verstehen. Bibis Beauty-Baustelle und Konsorten verdienen mit Unwahrheiten und einseitigen „Bewertungen“ das große Geld, während du deinen ausgewogenen, ehrlichen Blog als reines Hobby betreibst. Und zukünftig sollen alle Blogs mit „Werbung“ überschrieben werden? Ungerechter geht es kaum!
    Zum Trost für dich: wer an echter Information und ehrlichen Produkttests interessiert ist, wird nicht den Bibis und Daggis dieser Welt folgen. Die verdienen ihr Geld, indem sie Kindern und Teenagern das Geld (ihrer Eltern) aus der Tasche ziehen. Du hast Follower mit Grips (Eigenlob 😉), die deine Arbeit wertschätzen. Auf deinen Blog kannst du stolz sein!

  7. Hihi. Wer eine kooperationsfreie Plattform betreibt, muss nichts kennzeichnen. Da influenct er uns einfach so, der Blogger. So wie Du. Wenn man aber schon kooperiert hat, dem wird Gewinnerzielungsabsicht unterstellt.
    Nach meimem Verständnis der Rechtsauffassung genügt der Eindruck, dass die Darstellung so positiv ist, dass es nur Werbung sein kann. Es wird uns nichts über bleiben, als die kommenden Urteilbegründungen anzuschauen um die Tendenz der Gerichte heraus zu lesen. Bis dahin kennzeichne ich halt, wie es mir sinnvoll erscheint und lese hier Deine fundierten Empfehlungen. LG Sunny

    1. Lieber KK,

      ich liebe deinen Blog! Ich verstehe, wie sehr dich das nervt, aber bitte schreibe genau so weiter wie bisher. Deine Leidenschaft und dein Humor inspirieren mich. Außerdem fühle ich mich ernst genommen und das ist wirklich sehr viel wert.

  8. Ich stelle mir gerade vor, wie Du auf YT ein neues Video veröffentlichst und uns mit „Haaaalllloo ihr Süüüüüßen“ anspringst…. lachmichschlapp. Dann wärst Du nicht mehr glaubwürdig.
    Deswegen – weiter so wie bisher!
    Aber trotz allem: Ich mag die bilou Duschgele von bibi. Peinlich, aber lecker 🙂

    Schönen Tag allen,
    Tina aka Simia

  9. In einem Anflug von Altermildheit habe ich ja eigentlich versucht, das zu ignorieren und mich nicht darüber zu ärgern. Und mir eben gesagt, dass ich (übrigens mit einer Leserzahl, die max. ein Zehntel von deiner beträgt 😉 ) halt nur das lese, was keine „Ätz“-Posts mehr provoziert. Dann wurde allerdings diese „Wir müssen jetzt auch selbst gekauften Kram als Werbung kennzeichnen“-Sau durchs Bloggerdorf getrieben und in genau diesem Moment habe ich auch leicht vergrätzt ein „herzliches Dankeschön“ an die „Großen der Szene“ geschickt.

    Auf deren Erfolg bin ich nicht mal neidisch, denn damit, so extrem im Mittelpunkt zu stehen und mit allen, eben auch den negativen Konsequenzen umgehen zu können, musst du ja erst mal klarkommen. Aber wenn ich als kleines Teelicht unter Schleichwerbungs-Generalverdacht gestellt werde, dann finde ich das nicht mehr witzig. 😦

  10. Krass! Toller Artikel, so viele Infos. Werbung über selbst gekaufte Produkte zu schreiben ist ein Witz, zeigt aber die Hilflosigkeit der Branche.
    Blogger wie dich mit den Jubelbloggern (tolles Wort) auf eine Stufe zu stellen wäre wirklich unverschämt.
    Mittlerweile lese ich kaum noch Blogs, weil j selbst die, die früher bei Sponsoring laut aufgeschrien haben nun auch ständig Kooperationen und Werbung machen.
    Müssen es nötig haben. Ich lann mir das Hobby Reiten auch nicht öeisten. Und wer sich die Produkte nicht leisten kann, sollte eben auch keinen Blog aufmachen. 😉

  11. Lieber Herr KK,

    also ich habe es mühelos geschafft, bis zum Ende zu lesen :-).

    Ich komme fast täglich hier auf deinem Blog vorbei und habe schon wirklich oft tolle Inspirationen bekommen, was neue Produkte – vor allem von kleinen eher unbekannten Marken – anbelangt. Was ich persönlich sehr schätze, ist deine Ehrlichkeit bei deinen Produkttests. Wenn dir was wirklich gefällt sieht man das genauso, wie wenn dir etwas nicht gefällt. Auch deine kritischen Einschätzungen zu manchen Inhaltsstoffen finde ich klasse. Also: mach weiter so wie bisher – und wenn irgendwelchen tollen Menschen auf die Idee kommen, dir stress wegen „Werbung“ zu machen, bin ich der erste, der eine entsprechende Gegenpetition startet :-).

    Zum Thema „Geld verdienen“ mit dem Blog habe ich für mich ein Beispiel, wie es mir den kompletten Blog auf Dauer vermiest hat. Das war ein Beautyblog, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe, da da eben auch mal kritische Produktreviews enthalten waren. Seit dem der Blog über fast jedem Posting „Werbung“ stehen hat, macht mir persönlich das Lesen überhaupt keinen Spaß mehr, denn so ganz, kann ich da an eine „unabhängige Berichterstattung“ inzwischen nicht mehr glauben.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche!

    LG aus dem sonnigen Stuttgart
    Caro

    1. 🙂 Liebe Caro,

      auch wenn WERBUNG drüber steht, kann eine Blogger seine ehrliche Meinung äußeren.
      Blogger sind gesetzlich verpflichtet gesponserte Beiträge als WERBUNG oder ANZEIGE zu kennzeichnen. Da sich jetzt zum Glück mehr und mehr Blogger daran halten, tauchen verständlicherweise mehr WERBUNGen auf und die, die früher nur bei den Hashtags „pr sample“ geschrieben haben (wenn überhaupt) müssen jetzt Farbe bekennen.

      Es ist zwar eine Umstellung, aber vielleicht findest Du ja WERBUNG Blogs, die Dir gefallen.

      Liebe Grüße
      Claudia 🙂

  12. Lieber Kaiser,

    seit einigen Monaten lese ich Dich, manchmal auch Irit. Ich bin kein Social-Media-Junkie und habe erst kürzlich mein erstes Smartphone erstanden.Gestern war ich e i n m a l mit meinem Handy auf dem Deich, um beim Spazieren Fotos zu schießen. Das mache ich nie wieder. Denn meine ganze Energie (die von innen nach außen und die von außen nach innen) konzentrierte sich allein auf das Gerät. Ich hatte dann Fotos. Und im Herzen nix.

    Du bist mein Held. Deinetwegen seh ich schöner aus als letztes Jahr. Damit ist alles gesagt.
    Fast… Denn der zweite Grund, warum ich es schaffe, Dich regelmäßig zu lesen ist: Du bist erwachsen. Und verhältst Dich auch so.
    Ich bin ebenfalls erwachsen und denke selbst. Darum halten wir es miteinander aus.

    Meine Tochter (17) hat an der Drogerie-Kasse neulich Bibi parodiert. Ich hab mich weggeschmissen und heimlich darüber gefreut, dass sie auf dem besten Weg ist, ebenfalls erwachsen zu werden.

    Blieb wie Du bist und ändere nur, was Dir selbst gefälllt.

  13. Also wegen mir hättest Du nix kürzen müssen. Ich kann mich auch länger als eine Insta-Story konzentrieren! Und Bibi treffe ich immer nur hier bei Dir. Ohne Dich würde die Süüüüüße total an mir vorbeigehen. Das liegt sicher daran, dass ich zu wenig Kontakt zu ihrer Zielgruppe habe.

    Und das neue Ding mit der Kennzeichnung macht doch alles nur noch schwammiger. Ich denke, die Idee kommt aus der Presseecke, damit doch nochmal jemand zu denen runterschaut. Für mich ist es jetzt leichter, ich schreibe überall Werbung rüber und der Leser weiss gar nicht mehr, was das soll. Die selbsteingekauften Verriss-Produkte sind ja neuerdings keine Werbung, nur der Jubel mit vielen Vokabeln. Und wenn es „kostenlos und unverbindlich“ ins Haus kam und man „freiwillig“ darüber schreibt, braucht man gar nicht kennzeichnen. So ein Blödsinn! Ich denke, da ruckelt sich noch was zurecht.

    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

  14. Also ich fand Kraftwerk schon einzigartig und inspirierend. Bibi ist halt Mainstream, nicht zu hübsch, nicht hässlich, leicht zu verdauen und alltagstauglich für die breite Masse. Ähnlich war Modern Talking auch. Ich glaube, Individualität kommt bei vielen erst mit der Erfahrung und Reife. Anderen wurde es in die Wiege gelegt. Für mich ein normales Phänomen, was es schon immer gab, nur durch die Medienvielfalt verstärkt wurde und offener zu Tage kommt. Ich glaube, es ist heute noch viel schwerer als früher eigene Wege zu gehen. Der Druck, die Welle ist einfach zu groß für manch Individium. Dabei ist es so schön überwiegend frei zu sein😊

  15. Wow – also ich habe mich komplett durchgelesen.. okay es war lange aber ich konnte auch nicht aufhören. Ein sehr vielschichtiges Thema bei dem ich jetzt auch einen Roman schreiben könnte.. ich sage dazu nur kurz und knapp: weiter wie bisher- ich gehöre eindeutig zu den Lesern die NICHT nur Bilder und Stichworte lesen, ich denke du hast deine „Zielgruppe „ die sich gerne inspirieren und NICHT beeinflussen lässt- okay vielleicht ein bisschen. Aber das ist gut so. Ich habe z.B. aufgrund deines Beitrags über das Blackpepper Parfum selbiges meinem Mann geschenkt und wir sind BEIDE glücklich damit!

  16. Oh ich hoffe auch, Deinen Blog wird es in dieser Form noch sehr lange geben ! Für mich ist Deine objektive Berichterstattung und der Meinungsaustausch hier sehr hilfreich und ich möchte es nicht missen.

  17. Lieber KK, ich war bisher immer nur stille Mitleserin Deines wohltuend normalen Blogs und habe viele gute Tipps, Empfehlungen und Inspirationen bekommen. Für diese ganzen Süüüüssssen ist mir meine Zeit einfach zu schade. Bleib, wie Du bist!

  18. Hallo lieber KK,
    Ich könnte mich bei dem Thema auch aufregen. Vor allem aber auch über die naiven Follower. Was ich aber auch richtig nervig finde sind ehemalige Beautyblogger, die nun ein Kind bekommen haben, welches sie dann evtl. halb verpixelt vor die Kamera zerren um den völlig „realistischen“ Alltag zu fotografieren oder zu filmen und suggerieren, dass Babys 30 Paar Nikes brauchen. Es geistert zur Zeit eine gewöhnliche Krabbeldecke für fast 200 Euro auf allen möglichen Instagrambildern rum. Von einer Meyer-Wölden bis zu einer kleinen YouTube Mami. Ja es ist wirklich eine verkehrte Welt in der ein Influencer tausende von Euro für ein Bild bekommt, während eine Altenpflegerin meist nicht mal von Ihrem Gehalt leben kann.
    Viele Grüße Dani

  19. 🙂 Lieber KK,
    ich lese lieber, statt Filmchen zu schauen. Deshalb finde ich diesen Post auch bis zur letzten Sekunde spannend.
    Die Kennzeichnungspflicht ist ein Witz, vor allem, weil es so viele Grauzonen gibt. Na gut, ich schreibe weiterhin fröhlich WERBUNG. Die, die mich schon immer gelesen haben, werden wissen, dass ich auch weiterhin meine Meinung äußern werde.
    Schönen Abend und liebe Grüße
    Claudia 🙂

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