SKINCARE: SONNENSCHUTZ * UPDATE

Die Outdoorsaison geht los und alle Blogs überbieten sich wieder mit den tollsten Empfehlungen für Anti-Aging Sonnenschutz. Aber ist das wirklich so wichtig, und warum vergessen alle immer so gerne den Hautkrebs? Sollte Anti-Aging bei diesem Thema nicht nur ein angenehmer Nebeneffekt sein? Ein kleines Update gibt es heute hier…

Wichtiger Sonnenschutz

Sonnenschutz ist wichtig. Besonders im Urlaub. Aber auch die tägliche Strahlung hier bei uns kann Auswirkungen auf unsere Haut und Gesundheit haben. Dessen sind wir uns wohl alle bewusst, und viele schützen sich und ihre Haut regelmäßig und relativ aufwendig durch Cremes und Lotionen.

Nun sollte man ja auch den wichtigen Faktor Vitamin-D-Bildung nicht vergessen. In den sonnenreichen Monaten bildet und speichert unser Körper das wichtige Vitamin – auch für die düsteren Wintermonate.

Das alles im Hinterkopf, gibt es aber doch ein paar Regeln, die internationale Ärztekommissionen einheitlich empfehlen, und zwar nicht nur aus diesen (relativ) schnöden Beauty-/Anti-Aging Gründen, sondern um nicht am tödlichen Hautkrebs zu erkranken. Denn auch wenn die Sonnenstrahlung eine wahre Wonne ist, so besitzt sie auch eine dunkle Macht. Und wenn unser Immunsystem da nicht mehr mitkommt, kann Hautkrebs für viel Leid sorgen. Und da spreche ich aus familiärer Erfahrung!

Sonnenschutz kommt nicht nur aus der Tube!

Nun werden sie wieder empfohlen: Die Sonnenschutzmittel. Ganze religionsartige Strömungen gibt es da. Einige schwören auf chemische Filter, andere verteufeln diese und hoffen, dass die mineralischen Filter ohne Fehl und Tadel sein mögen. Was man sagen kann: Beide Systeme sind erfolgreich gegen eine gewisse Menge UV Strahlung, beide haben aber auch Vor- und Nachteile, die sich meist am persönlichen Geschmack orientieren.

Ich hatte HIER bereits 2016 einen Artikel zu den neuesten und überraschenden Erkenntnissen zu den verschiedenen Filtersubstanzen veröffentlich. Leider haben diese Erkenntnisse die Köpfe der Menschen bislang noch nicht ausreichend erreicht.

Was mich allerdings wütend macht: Der Gebrauch von Filtersubstanzen verleiht eine trügerische Sicherheit. Beautyblogs predigen es ständig: Das beste Anti-Aging Produkt sei die Sonnencreme. Ja, auch… Die Wahrheit ist doch, es gibt genügend Menschen, die sich ständig eingecremt haben, und die dennoch Falten haben. Na sowas?

Es gibt auch genügend Menschen, die sich ständig mit UV Filtern geschützt haben, und dennoch ein malignes Melanom entwickeln.

Ich will damit sagen, dass das Predigen von Sonnenschutz zwar ok ist, aber kein Freibrief für ungehemmten Sonnengenuss sein kann, nur weil ich Lichtschutzfaktor „Atomkrieg“ aufgetragen habe!

Wissenschaftliche Leitlinie

Egal ob „nur“ Anti-Aging oder Hautkrebs, Verbeugung ist das Mittel der Wahl, darüber sind sich führende Ärzte weltweit einig. Deshalb gibt es auch seit ein paar Jahre eine internationale Leitlinie mit welchen Maßnahmen sich das Hautkrebs-Risiko am besten senken lässt. „Wir möchten Ärzten und der allgemeinen Bevölkerung wissenschaftlich begründete, praktikable Vorbeugeempfehlungen an die Hand geben“, sagt Eckhard Breitbart, Koordinator der Leitliniengruppe „Hautkrebsprävention“. Die Leitlinie richtet sich vor allem an Ärzte, aber eine laienverständliche Informationsbroschüre soll in Kürze auch herauskommen.

Die Tipps der Experten auf einen Blick:

  • Neben der regelmäßigen Verwendung von Lichtschutzprodukten sollte man…
  • Nicht mittags in die Sonne gehen
  • Sonnenexposition dem Hauttyp anpassen
  • Besser Schatten als direkte Sonne
  • Sport und Spiel eher abends und morgens als mittags
  • Sonnenbrand unbedingt vermeiden
  • Haut und Augen durch Kleidung und Sonnenbrille schützen, den Kopf unbedingt mit einem Hut
  • Sonnenstudio vermeiden
  • beachten, dass Tabletten mit Vitamin A, Selen oder Beta-Karotin nicht vor Sonnenbrand oder Hautkrebs schützen
  • Früherkennung beim Arzt nutzen (Screening), einmal alle zwei Jahre ist es kostenlos. Bei Verdacht auf Hautkrebs sind auch die besseren bildgebenden Methoden kostenfrei! (Keine IGEL-Leistung!)

Das sind altbekannte Tipps, die man nur leider deutlich weniger zu lesen bekommt, als die „guten“ Tipps für eine prima Sonnencreme. Für Kinder, an Hautkrebs erkrankte Menschen und Leute, die zB. ein chemisches Peeling durchgeführt haben, sind diese Ratschläge übrigens zwingend notwendig!

 

Aber auch wir können täglich selbst auf uns aufpassen!

Einmal im Monat, empfehlen Hautärzte, sollte man seine Leberflecke und die ganze Haut mit Hilfe seines Partners oder eines Handspiegels von Kopf bis Fuß untersuchen. Aber woher weiß der Laie, wann sich hinter einem Muttermal Krebs verbirgt?

Helfen kann die ABCDE-Regel:

A wie Asymmetrie: Das Muttermal hat eine unregelmäßige Form

B wie Begrenzung: Das Muttermal ist an den Rändern zackig, uneben und rau.

C wie Colour: Das Muttermal ist an einigen Stellen heller oder dunkler

D wie Durchmesser: Muttermale mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern sind verdächtig

 E wie Erhabenheit: Abhebungen von der Haut, Knotenbildung, Höcker oder Stufen

Sieht man nach der ABCDE-Regel etwas Auffälliges, zeigt man es besser dem Hautarzt. Hautkrebs kann sich aber auch verstecken hinter einem Nagel, hinter einer langwierigen, schmerzlosen Nagelwallentzündung, einer dunklen Verfärbung an der Fußsohle oder einer nicht heilenden Wunde an der Hacke.

 

Fazit

Bitte beim Kauf der nächsten Sonnencreme nicht vergessen, dass so viel mehr hinter dem Schutz gegen die Sonnenstrahlen steckt. Die Sonnencreme mit hohem Schutz verleitet dazu ein trügerisches Sicherheitsgefühl aufzubauen und unvorsichtig im Umgang mit der Sonne zu werden. Mein Tipp: IMMER die Mittagssonne meiden. Dann lieber am Nachmittag ein bisschen länger im Freien bleiben. Und wer trotzdem zur Mittagszeit raus möchte, sollte sich einen schönen Baum oder eine Palme suchen. Das Rauschen der Blätter ist noch zusätzlich erholend. Ich habe einen solchen Baum im Garten, und es ist herrlich dort zu dösen.

(Foto: Konsumkaiser, keinerlei Sponsoring, Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie Hautkrebs Prävention Klick HIER

27 Kommentare

  1. Toller Artikel, vielen Dank dass darauf aufmerksam gemacht wird! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diejenigen, die die Sonne „meiden“ und LSF benutzen immer noch als übervorsichtige Spießer abgetan werden, weil gebräunte Haut Schönheitsideal bleibt. Weil ich aber sowieso nicht braun werde und deshalb stundenlanges in der Sonne liegen „nichts bringt“, hoffe ich einfach dass ich meinem 23 jährigen Ich in 10 Jahren Danke wenn ich faltentechnisch verschont bleibe 😉

  2. Dein Post kommt gerade zur rechten Zeit. Vom Sonnenentzug der letzten Monate völlig ausgelaugt habe ich mich gestern erstmal fast eine Stunde in die Sonne gesetzt. Und dabei den letzten Rest Mittagssonne mitgenommen. Lediglich das Gesicht war mit dem D Light Fluid geschützt. Gehöre ja zu denen, die die Sonnencreme nicht gleich beim ersten Sonnenstrahl zücken. Wohl besser, daraus keine Gewohnheit werden zu lassen. 😉

    Ein schöner Anlass, um einfach mal wieder kurz und knapp zu schreiben: danke für dieses Blog.

    LG Anna

  3. Guten Morgen,
    ich meide die Sonne seit vielen Jahren, da mir die Sonne mittlerweile viel zu viel brennt und ich gleich rot werde wie ein Lobster.
    Ich kann aber sagen, dass das Schönheitsideal momentan nicht Bruzzeln heißt, der Trend eher zu heller Haut tendiert. Nicht nur meinen Hautarzt freut das, ich habe Männer kennengelernt, die gleich sagten „schöne helle Haut“. Bruzzler gibt’s bei uns im Büro genug, und die sehen aus, als wären sie viel älter als ich. Und faltentechnisch – raus aus der Sonne! In vielen Jahren werden die Sonnenmeider sehr gut aussehen! Bestimmt gg.
    Der Trend wandelt sich doch stetig. Ganz früher waren nur die Adeligen hellhäutig, dann war gebräunte Haut der Freizeitnation angesagt, in den 40er das blasse Bild der Frauen. Und heutzutaqe steht meines Erachtens helle Haut für gesunde Haut, denn die Lederhaut einiger Damen kann doch weder schön noch gesund sein?
    Aber im Grunde – jeder wie er mag. Allerdings verzeiht die Haut nicht!
    Trotzdem – heute wird’s toll draußen, genießt es! Und wer kann – raus an die Luft.
    Tina aka Simia

  4. Danke! Ich beherzige die meisten dieser Ratschläge. Doch ich tue es nicht, weil ich keine Falten will, sondern aus gesundem Menschenverstand. Ich bin 32 und sehe noch keine Falten in meinem Gesicht. Ich finde es aber nicht schlimm, wenn ich mal welche bekomme. Deswegen wäre ich nicht weniger wert, meine Lieben würden mich nicht weniger lieben. Ich pflege mich gerne und habe Spaß daran. Und das wird sich nicht ändern, egal mit wieviel Falten im Gesicht.
    Liebe Grüße und ein großes Dankeschön, für all die Mühe die du dir mit deinem Blog machst.
    Carina

  5. @Carina: Ich hatte auch keine Falten bis ich 40 war und mir bis dato null Gedanken darüber gemacht und plötzlich sind sie da und man merkt es erst richtig, wenn man sich mal auf nem blöden Foto selber sieht (bin nicht so der Selfiemaker und -gucker und im Spiegel hab ich die wohl immer übersehen). Ich bin ganz froh, dass ich die Sonne die letzten Jahre eher gemieden habe, denn sonst würde ich garantiert noch 5 Jahre älter aussehen. Klar, sie gehören einfach dazu, aber ich finde es trotzdem toll, dass man heutzutage soviel tun kann, um diese frühzeitig zu verhindern/hinauszuzögen oder abzumildern und kümmer mich erst darum seitdem ich mich in die ganzen skincareblogs reingelesen haben. Anti-Aging ist dabei jetzt ein Nebenbei-Effekt, denn ich versuche eigentlich meine Spätakne loszuwerden und da helfen zufällig und glücklicherweise die gleichen Wirkstoffe wie gegen die lieben Falten.
    @KK: tolle ZUsammenstellung der wichtigsten Tipps, die man zwar im Hinterkopf hat, aber gern nochmal zur Auffrischung liest! Danke.

  6. Gesetzlichen Anspruch auf Hautkrebs Vorsorge hat man nur alle zwei Jahre ab dem 35 Lebensjahr.
    Je nach Krankenkasse hat man auch schon früher/häufiger Anspruch.

  7. Welchen Sonnenschutz kannst du für Sport empfehlen. Er sollte ohne Parfum und alkohol sein . Am besten was dünn flüssiges wegen dem schwitzen. Ach ja ich neig zu Mallorca Akne.

    1. Ich bin da auch stest im Zwiespalt, denn ich kenne kaum einen echten Sonnenschutz, der wirklich beimSchwitzen gut hält. Ich habe immer eine leicht verbrannte Stirn. Deshalb, wenn Sport draußen, dann mit Kappe! Ansonsten empfehle ich chemische Filter, einfach viel die nicht so sehr AUF der haut liegen und abgespült werden. Ein gutes Mittelding ist das D Light Fluid von HoghDroxy. Auch wenn ich mich wiederhole, aber das zeug kommt meinem Traumsonnenschutz (lach) sehr, sehr nahe! Flüssiger gehts kaum noch, denn sonst wird es schwer mit der Haltbarkeit beim Schwitzen.
      Von Shiseido und Lancaster gibt es noch ein paar sehr gute Produkte, die kann ich auch empfehlen, obwohl die Inhaltsstoffe nicht ganz so dolle sind. Aber besser keinen Sonnenbrand, das ist in meinen Augen wichtiger!
      Liebe Grüße, KK

    2. Hallo Astrid, ich hab mit Ultrasun gute Erfahrungen gemacht, ganz explizit wegen Mallorca Akne. Soweit ich weiß kriegt man bei Amazon auch Proben, da der Sonnenschutz von Ultrasun recht kostspielig ist und da könntest erstmal testen. Bei mir funktioniert Ultrasun super beim Sport.
      Viele Grüße
      katja

  8. Danke für den Bericht! Ich benutze schon lange ordentlich und gerne Sonnencreme – einfach aus dem Grund, da ich eine helle Haut habe und schnell Sonnenbrand bekomme. Wenn ich mit Freunden oder Familie unterwegs bin, werde ich auch gerne belächelt, sobald ich meine Tube zücke… „Waaas, LSF50, wir sind doch nicht auf Mallorca! / Du nimmst aber viel Creme, da ist die doch gleich leer / Gerade weil du so blass bist, lass mal deine Sonnencreme weg, dann bekommst auch bisschen Farbe“ oO

    In meiner Familie gab es schon zu genüge (Haut-)Krebs und das ist für mich ein weit wichtigerer Grund als Anti Aging. Blöd nur, dass man Screenings bei den meisten Kassen erst ab 35 bezahlt bekommt. Seit 10 Jahren zahle ich daher selbst oder mache es so selten, dass es übernommen wird (als Minderjährige haben es zum Glück meine Eltern unterstützt und wurde von der Kasse getragen).

    Liebe Grüße
    Valandriel

    1. Ja, dabei ist LSF 50 relativ gesehen kaum stärker als 30, aber die Leute machen ein Bohei darum. Und meine Eltern haben mir auch noch gesagt: „Jetzt lieg doch mal still und sonn dich!“ Super!
      Super, dass du die Screenings selbst so wichtig nimmst, ganz klasse finde ich das!
      Liebe Grüße, KK

    2. Es lohnt manchmal wirklich die Leistungen der Kassen zu vergleichen und nach Bedarf zu wechseln.
      Bei der TK zum Beispiel wurde das Screening ab 20 Jahren alle zwei Jahre übernommen.

  9. Uhh! Ein sehr aktuelles Thema—;( Ich bin hell, sommersprossig und generell immer etwas zu rot. Wo andere sagen: „Mal ein paar Minuten kurz in die Sonne setzen…!“ …merke ich schon, wie sich mein Gesicht ablöst oder ich bestenfalls einfach so verglühe.
    Momentan verzweifle ich – Sonnenschutz täglich! Auch im Winter! Aber welcher ist DER Schutz für mein Gesicht? Ich habe „leider“ zu Eucerin LSF 30+ gegriffen. Ist ja ein eigentlich eine Apothekenmarke und irgendwie sieht die „safe“ aus. Wegen Inhaltsstoffe usw. Aber ich hab mich leider getäuscht – Sie enthält Alcohol Denat. Leider ist der Inhaltsstoff auch vorne mit dabei. Auch bei Garnier Solar Expertise Sensitiv 50+ verhält es sich so. Alcohol Denat führt die Inhaltsstoffliste an und ist dann wahrscheinlich nicht in einem kleinen Prozentsatz vertreten.
    Und nun bin ich ratlos: Sonnenschutz, dich will ich unbedingt. Gerade im Gesicht und auf dem Hals…..Aber diesesmal soll es kein Fehlkauf sein! Vor allem weil meine Haut momentan ständig zickt. Noch schlimmer als mit 14 ;(

    Ich bin lost zwischen La Roche Posay, Bioderma, Avénes weißer Linie & Missha….

    1. Sonnenschutz im Gesicht ist ein seeehr schwieriges Thema. Da kann man sich fast gar nicht auf Empfehlungen verlassen, denn das eigene Hautgefühl entscheidet hier meist. das ist auch der Grund, warum ich hier nur wenige UV Cremes vorstelle, denn da löst man schnell Frustrationen aus. Erfahrungen kann man aber teilen.
      Die meisten Drogeriemarken kann man mMn in die Tonne kloppen. Doof, wenn da Alk gleich vorne drin ist, besonders auch in Kinderprodukten und in Naturksometik!

      Ich bin mittlerweile unglaublich glücklich mit dem D Light Fluid von HighDroxy, weil sie perfekte Filter hat und trotzdem nicht weißelt.
      Missha und Co. gingen für mich gar nicht, eben weil es unglaublich weißelt. Und pastöse Cremes mag ich auch gar nicht. Es sollte leicht sein.

      Liebe Grüße, KK

      1. In Sachen „leicht, kaum spürbar, ruckzuck einziehend – und vor allem NICHT WEISSELND“ – bin ich sehr positiv überrascht von „Eco Earth Power Face & Body Waterproof Sun Block SPF 50 PA+++“ von „The Saem“. Vom günstigen Preis mal abgesehen, ist der für mich ziemlich nah am perfekten Sonnenschutz für den Körper – nix klebt, man schwitzt damit nicht noch mehr, keine Spuren auf der Kleidung!

        Im Gesicht ist er mir zwar solo zu wenig, aber über Serum und/oder Creme ebenfalls tadellos (wenn ich nicht ohnehin gleich zur HD D-Light greife), aber für öligere Hauttypen könnte er „grad deswegen“ auch da besonders gut passen!

  10. Danke für deine mahnenden Worte. Man kann wirklich nicht genug darauf hinweisen, denn die Gefahr des malignen Melanoms wird meines Erachtens extrem unterschätzt. Ich arbeite im onkologischen Bereich, u.a. auch in der Dermatologischen Onkologie und was es da für Krankheitsverläufe gibt ist wirklich heftig. Viele denken doch immer noch, dass man so ein kleines Hautgeschwürchen einfach mal operativ entfernen lässt und dann ist es gut. Aber so einfach ist es nicht, Maligne Melanome können sehr schnell in die Blutbahn gelangen und metastasieren, das ist den meisten aber leider nicht bewusst.
    Dazu fällt mir der Song „Class of 1999 Wear Sunscreen“ ein. Gibt auch eine deutsche Version: https://www.youtube.com/watch?v=u_VDD7qx-l4

  11. Dank meiner Allergie habe ich Sonne nicht gut vertragen und so blieb ich blaß im Schatten, es war damals das kleinere Übel. Wenn ich nun hin und wieder auf die damaligen Gefährten treffe, erschrecke ich mich oftmals, wie krass der Preis der Bräune sein kann. Die meisten haben schon Hautkrebs und der Trend geht in Richtung Nudelsieb durch die vielen Beschneidungen der Haut, aber es wird auch schlichtweg ignoriert und weiter gebrutzelt. Als ich einer Bekannten empfahl, wegen ihres blauschwarzen, erhabenen Flecks zum Arzt zu gehen, weil genau diese Art sich entsetzlich schnell ausbreitet und zum Tod führt, meinte sie „ach nö du, da hab ich keine Zeit für, Bock auch nicht“. Nicht jeder ist dafür bereit 😉

  12. Die wunderbare Sonne und ihre üblen Nebenwirkungen…. Den Expertentipps kann nur zustimmen, mein Körper verhält sich von ganz alleine so. Bruzzelversuch zwecklos, spätestens nach 5 Minuten breche ich völlig genervt ab. In Marokko nennt man diese brennende Mittagssonne Khaila und meidet sie. Alle Tiere suchen dann Schatten, nur die blassen Urlauber …….

    Ich selbst wäre ja lieber braun, bin aber instinktiver Sonnenflüchter, werde nur langsam braun und seit Retinoide, Säuren etc. zum Einsatz kommen verblassen ich auch schneller. Da hilft nur noch Selbstbräuner. Zwischen blass und Hähnchengrill gibt es ja noch ein paar Zwischentöne, die ich dem Extrem vorziehe. Sonnenschutz war für meine Mutter schon vor über er 50 Jahren selbstverständlich, das gute alte Zeozon begleitete mich durch meine Kindheit.

    Die Auswirkungen von Jahrzehnten intensiver Sonnenbestrahlung in der Sahara und Afrika könnte ich ihnen den letzten 3 Monaten bei den Begleitern meiner Saharatour, beide im 8. Lebensjahrzehnt und fit Dank Krafttraining, bewundern. Die Herren arbeiteten hart für den Farbton, den ich gerne Original-Agadir-Rentnerbräune nenne, ein sehr tiefer, Grillhähnchen ähnlicher Ton. Ich selbst blieb meist, trotz SPF Atomkrieg (Danke für den Begriff) im Schatten(falls vorhanden).

    Auf der Reise las ich auch 2 Bücher, die zwar nichts mit Beauty zu tun hatten, aber dennoch das Dogma des Sonnenlichts als bösester Faltenmacher für mich etwas erschütterten. Seither gilt das Dogma nur noch mit dem Zusatz „wenn die sonstigen Lebensbedingungen stimmen“. Die Bücher waren von Überlebenden eines berüchtigten Militärgefängnisses, die sich nach 18 Jahren Haft, in denen sie nie ans Tageslicht gekommen waren, in fenster- und lichtlosen Zellen unter unsäglichen Bedingungen vegetiert hatten, wieder sahen. Die Autoren betonten die Faltigkeit der Gesichter, die weit vor der Zeit gealterte Haut.

    Da Missha erwähnt wurde: hatte ich dieses Jahr im Saharatest, die rosa 45 und die wasserfeste gelbe 50. Rosa weißelt nicht, brennt leicht in den Augen. Schöne Textur, angenehmes Hautgefühl. Aber die Beduftung ist so süßlich….. Wäre auch ohne Augenbrennen kein Nachkaufprodukt. Die wasserfeste 50er könnte auch als Wandfarbe arbeiten, setzt sich in jeder Falte ab, sehr starker Weißeleffekt. Brennt aber nicht in den Augen und riecht dezent geschlechtsneutral. Ebenfalls kein Nachkaufprodukt. Test bestanden haben beide: zuverlässiger Schutz bei ganztägigen Freiluftaufenthalten in der Wüste. Bleiben für mich Louis Widmer Face, leider nur in 30 erhältlich, dafür unparfumiert, leichte Textur, bestes Hautgefühl aller Sonnencremes, und für den Winter Clinique 30. Zum Wüstentest mit der Clinique 40 kam es leider nicht mehr. Nächstes Jahr, inch’allah.

    Meine Dermatologin empfiehlt für D SPF 30, Afrika SPF 50 und kein AHA. Und seit es diese kleidsamen, leichten Papierstrohhüte gibt fehlt jede Ausrede für einen Verzicht auf Kopfbedeckung. Die Saharabewohner wissen schon, wieso beide Geschlechter traditionell den Kopf verhüllen.

    Soviel zu meinen wüsten Erfahrungen mit der Sonne

    Behütete Grüße 😉
    Argana

      1. Danke für einige hilfreiche Empfehlungen und Anmerkungen 🙂
        Ich konnte gestern in der Apotheke die bioderma photoderm ar getönte sonnencreme spf 50+ im Sonderangebot ergattern. Mit passendem Stick für Lippen und die Partie unter den Augen.
        Heute früh habe ich erst einen Schreck bekommen: Maaaan…die Tönung der Creme hat es doch irgendwie in sich….verläuft sich aber auf dem Gesicht…Ist aber doch irgendwie da. Also ich bin heute früh zur Arbeit gefahren und habe dann immer wieder Spiegelcheck gemacht. Wer kennt das nicht? MakeUp im Bad sitzt tadellos. Im Büro oder unterwegs denkt man dann: „Was ist da passiert??“ Auf jeden Fall hatte ich unglaubliche Angst vor Schminkrändern – Die sind aber nicht da. Die Creme hinterlässt schon irgendwie einen vitalen goldton und deckt Rötungen ab…sie ist da, aber irgendwie auch nicht. Als heller Typ musste ich die creme am haaransatz sehr gründlich einarbeiten. Sie fettete auch kurz stark nach, was ich aber gut mit diesen „Papers“ zur „oil control“ in den Griff bekommen konnte. Ich bin mir hier nicht sicher, ob es an der Creme liegt…kann auch die Tagespflege gewesen sein…Meine Foundation, die ich hin und wieder klecksweise nutze, hab ich heute nicht nutzen müssen. Auch meine rote „Säufernase“ wirkt ausgeglichen. Trotzdem scheinen Sommersprossen durch. Das mag ich! Wir werden sehen, wie es morgen läuft.

        Ansonsten hört sich das D Light Fluid aber auch interessant an – Insbesondere wo jetzt die super Rabattaktion ansteht!!

      2. Danke für Dein Feedback. Ich fürchtete schon, zu episch zu sein.

        Liebe Grüße aus dem lichten Schatten
        Argana

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