BEAUTY-GASTBEITRAG (DINAH): KOREANISCH FÜR ANFÄNGER * MASKEN

Ihr würdet gerne in die koreanische Pflege einsteigen, habt aber noch keinen echten Überblick oder auch keine Lust, zig neue Produkte auf einmal einzuführen? Okay, es gibt auch einen Schnellkurs für Eilige: Einfach alle paar Tage eine Maske auflegen. Nicht irgendeine natürlich, sondern eine typisch asiatische Sheet Mask, auf Deutsch meistens mit Tuchmaske übersetzt…

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Das „Tuch“ besteht aus elastischem Baumwollgewebe oder auch aus Seide oder Biocellulose, hat Aussparungen für Augen, Mund und Nase und ist getränkt mit einer Essenz oder einem Serum. Und zwar so gro.zügig, dass die Flüssigkeit oft aus der Maske tropft, wenn man sie auf dem Gesicht platziert, um sie dann mindestens 20 Minuten lang drauf zu lassen. In Korea gibt es Läden, in denen es nichts anderes gibt als Sheet Masks mit allen möglichen Ingredienzien, für jedes Hautproblem und jeden Geldbeutel. Die Koreanerinnen schwören auf dieses abendliche Beauty-Ritual als Krönung der üblichen Pflegeroutine. Der aktuelle Trend heißt übrigens „One day, one mask“, also täglich eine (andere) Maske, und verheißt den ultimativen Glow.

Auch wenn es in Asien sehr günstige Masken gibt, die oft gleich im Dutzend verkauft werden, geht das auf Dauer natürlich ganz schön ins Geld. Wozu also der Aufwand, wenn man sowieso schon zig Produkte benutzt? Durch die auf dem Gesicht liegende Tuchmaske wird das Serum tiefer in die Haut geschleust als beim einfachen Einklopfen mit den Händen; dank der Okklusion werden die Wirkstoffe wirklich komplett aufgesogen, die Haut wird intensiver durchfeuchtet. Der Effekt guter Masken kann mehrere Tage anhalten und ist mit einer Profibehandlung im Kosmetikstudio vergleichbar, sagen Eingeweihte.

Mittlerweile gibt es eine Weiterentwicklung der Sheet Masks aus Hydrogel. Hier besteht mitunter die komplette Maske aus einem gelatineartigen Gel, das sich dem Gesicht noch besser anpasst als ein Tuch, sich beim Kontakt mit warmer Haut verflüssigt und komplett in die Haut einzieht. Diese Masken sind deutlich teurer, enthalten aber auch noch höher konzentrierte Wirkstoffe. Sehr beliebt sind Hyaluronsäure, Schneckenschleim, Vitamin C, Algen oder neuerdings Eselsmilch.

Ebenfalls ziemlich neu sind Rubber Masks, auch Modeling Masks genannt, die ursprünglich nur in Kosmetikstudios verwendet wurden. Dafür rührt man ein Pulver mit Wasser an und verteilt die Masse auf dem Gesicht, die sich dort gummiartig verhärtet. Nach der Einwirkzeit zieht man sie in einem Stück ab wie eine Peel-off-Maske, allerdings ohne die Haut zu reizen. Diese Variante soll besonders gut sein, um das Hautbild zu verfeinern.

In Korea sind Masken Teil der abendlichen Routine, sie folgen nach Double Cleansing und Toner, um die Stelle von Essence und Ampulle/Serum einzunehmen; diese Schritte kann man dafür dann auslassen, denn die Haut ist ja bereits optimal durchfeuchtet.

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Das koreanische Maskenfieber beschränkt sich nicht auf Behandlungen für das Gesicht. Die populärste Variante der Sheet Masks sind getränkte Augenpads. Daneben gibt es Masken für nahezu jeden Körperteil, angefangen von Collagen- Lippenpads bis hin zu Hand- und Fußmasken wie „Baby Foot“. Letztere sind mit einem chemischen Peeling getränkte Füßlinge aus Plastik, die ein paar Stunden getragen werden, um die Hornhaut abzulösen.

Ansonsten gibt es natürlich noch diverse Peeling- und Reinigungsmasken, von denen die „Bubble Masks“ am spannendsten sind. Sie bestehen in der Regel aus einem Gel, das sich nach dem Verteilen auf dem Gesicht in einen blubbernden Schaum verwandelt, der einen Peeling-Effekt hat und tote Hautschüppchen ablöst. Wobei im Internet heftig darüber diskutiert wird, ob nun wirklich der Blubber-Effekt peelt und ob das überhaupt Haut ist, die man anschließend abspült oder nur Reste des Gels.

Sleeping Packs, zu deutsch „Schlafmasken“, sind ein weiterer koreanischer Trend, der von westlichen Herstellern kopiert wird. Das ist nichts, was man sich auf die Augen legt, sondern eine feuchtigkeitsspendende Gelcreme, die abends bei Bedarf als zusätzliche Schicht über die Nachtcreme kommt. Diese Produkte sind fettfrei und ziehen schnell ein, so dass man sich keine Sorgen wegen der Bettwäsche machen muss.

So, das war es jetzt erst einmal mit der Theorie zur koreanischen Pflege, im nächsten Post wird es dann praktischer, wenn ich diverse Masken teste.

(Fotos: Dinah, Konsumkaiser  Keinerlei Sponsoring – Auf den Fotos sind oftmals ASIATISCHE Produkte zu sehen, nicht immer rein KOREANISCHE)

7 Kommentare

  1. Danke für die informativen Beiträge über asiatische Kosmetik, bin schon gespannt auf die Fortsetzung!
    Noch eine kurze Info: Bei Teoxane gbt`s derzeit 25% auf ALLES!!! ( 10-jähriges Jubiläum)

  2. Liebe Dinah, könntest du ein paar Produktempfehlungen geben? War nach deinen Gastbeiträgen so angefixt, dass ich mir direkt einige Sachen aus Korea bestellt habe – u.a. alle 3 Eier von Tonymoly. Finde es im Internet nur immer so schwierig sich auf Empfehlungen zu verlassen und beim Konsumkaiser habe ich bisher fast nur ins Schwarze getroffen. Und da er dir vertraut, tue ich das natürlich auch :-). LG und danke im Voraus

  3. Ah, wunderbare Einleitung ins Thema, ich warte auf die Fortsetzung!
    Derzeit begnüge ich mich mit Sheet Masks von „ähm, fällt mir überhaupt nicht mehr ein, was aus den USA halt“, Fund im TKMaxx, hab die Vitamin C Version genommen, fand ich ganz „ungefährlich“ von den Inhaltsstoffen 🙂

  4. danke für die verständliche übersicht. ich habe schon einiges aus korea ausprobiert, die masken aber irgendwie nicht beachtet. deswegen bin ich jetzt auf deine erfahrungsberichte sehr gespannt.

    könntest du verraten, wie du so schöne ebenmässige haut auf den händen hinkriegst?
    ich habe schon mit 30 „altersflecken“ bekommen, die ich trotz vielen versuche nicht los werde;-(

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