SKINCARE: OH SCHRECK! FRAU KARDASHIAN HAT „THE ORDINARY“ ENTDECKT

Man glaubt es kaum, aber bei DER weltweiten Beautyfachfrau schlechthin hat sich auch schon herumgesprochen, dass es „The Ordinary“ gibt. Nein, Frau K. hat sich nicht für einen weniger luxuriöseren Lebensstil entschieden, sondern sie lobte unlängst auf ihrem Instagram Account ein Produkt der kanadischen Kultmarke. Ein Ritterschlag für TO, oder doch teuer bezahltes Kalkül? Und welches Produkt war das wohl…?

 

 

Die Frau, die eigentlich nichts kann, ausser entgeistigt zu starren, oder ihre ausladenden Brüste, Hüften und Pobacken in sämtliche Kameras zu halten, hat das Gewöhnliche für sich entdeckt.

Huch, keine Matratze und Bettbezug von Louis Vuitton mehr? Don´t panic! Ich meine natürlich die Kosmetikmarke The Ordinary, die bei uns Beauty-Insidern in letzter Zeit mehr Schlagzeilen durch ihren verschrobenen Gründer gemacht hatte, als durch wirkungsvolle Kosmetikprodukte.

Schaut man mal etwas genauer auf Frau Kardashians Insta Account (und lässt sich nicht von etwas arg vielen, fast schon pornografischen lasziv-aufgepumpten Lippen/Brüsten/Pobacken verschrecken), so sieht man in jedem noch so banalen Bildchen (das manch anderer für einen schief gegangenen Schnappschuss gehalten hätte) Werbehashtags.

Blickt Frau K. also wieder einmal wie zufällig und gerade frisch lobotomiert beispielsweise auf eine olle Spitzentischdecke, so kann man sicher sein, dass dahinter die Labels #expensive #luxe #dior #chanel #designertablecloth eingefügt wurden. Egal was sie schreibt, es wird danach ein Verkaufshit.

So liegt meine Vermutung doch nahe, dass The Ordinary hier mal ein paar fette Dollars haben springen lassen, um die maximale Aufmerksamkeit zu erreichen, denn nicht nur die 108 Millionen Follower sind darauf angesprungen, sondern auch Klatsch- und Modemagazine weltweit. Was will man damit erreichen? TO kommen ja heute schon mit der Belieferung der Kundschaft kaum noch hinterher.

Aber welches Produkt hat sie denn nun so eindringlich empfohlen? Die Bodenständigkeit ihrer Hoheit Kardashian kennt keine Grenzen, „liebt“ sie doch das 9,80 Euro teuregünstige Retinolprodukt „Granactive Retinoid 2% Emulsion“ (hieß früher Advanced Retinoid 2%).

Übrigens ist das Produkt in meinem Test nur als Einsteigerprodukt durchgegangen, kein Vergleich zu Paulas Retinol 1% (wer das nachlesen möchte: KLICK!)

Herrlich, wie sich die bunten Magazine sofort wieder einmal geschäftstüchtig überschlagen haben, dieses „Wunderserum“ zu beleuchten, denn wenn Kim es liebt, MUSS es ja DER Knüller sein. Leider bekommt man dabei gleich wieder einmal einen Einblick in die Besetzung einer typischen Beautyredaktion, denn die Berichte reichen von „eindimensional“ bis „zu blöd zum Abschreiben des PR Textes“. Schönes Beispiel für letzteren Fall: Die deutsche Harper´s Bazaar und InStyle.

Dass (die nun offiziell ordinäre) Frau Kardashian Geld für ihre schier unglaubliche Influencer-Macht bekommt ist gerechtfertigt, aber manche BeautyredakteurInnen sollten für ihre Arbeit zur Strafe bei der Essener Tafel zwei Tage Butterbrote verteilen müssen.

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Wiki Commons   Keinerlei Sponsoring, das gezeigte Produkt wurde selbst gekauft)

26 Kommentare

  1. Guten Morgen! Habe heute morgen im Büro erst mal abgelacht😆 wieder mal super geschrieben! Du hast es einfach drauf!👍Die Wirkung von dem Produkt war bei mir gleich Null. ! Einen schönen stressfreien Tag!

  2. Bin gerade in London und war gestern Abend in dem Laden von Deciem/The Ordinary in Covent Garden. Die Werbemassnahme scheint bei den Kundinnen & Kunden angekommen zu sein. Konnte nur mit grösster Mühe meine Einkaufsliste abarbeiten. Der Laden war rappelvoll. Habe aber alles bekommen & bin glücklich mit prall gefüllter Einkaufstasche wieder abgezogen 👍

  3. Geht man einmal davon aus, dass Frau K. aus eigener Erleuchtung – ohne finanzielle „Eingebung“ – ausgerechnet (erst) jetzt auf die Marke gestoßen ist, müsste man die Dame auf österreichisch fast als „Blitzgneisser/Blitzgneisserin“ (= schnell denkende und verstehende Person) bezeichnen ;-) …. was sich TO dabei denkt – falls man dort überhaupt noch denken darf – steht aber in den Sternen.

  4. Also ich kann die Begeisterung für diese Produkte einfach nicht teilen. Ich hatte mehrere Anläufe, als man The Ordinary noch recht neu in Deutschland kaufen konnte (müsste so 2 Jahre her sein….?) und das Sortiment noch recht überschaubar war. Und mein letzter Versuch ist jetzt ehrlich gesagt auch schon über ein Jahr her und seither hat sich da meines Wissens bei den Produkten nochmal sehr viel getan.

    Es befriedigt bei mir durchaus das Gefühl von „Jagen-Sammeln-Erlegen-Beute nach Hause schleifen“ und als Schwabe kriegst du auch bisschen Herzklopfen, wenn du dir für schlappe fuffzig Euronen den Alibert voll stellen kannst. Aber der Wow-Effekt wollte sich da bei mir einfach nicht einstellen. Es gab wohl das eine oder andere Produkt, das nicht schlecht war. Aber viel ist auch so lange ganz hinten im Schrank eingestaubt, bis ich es verschenkt oder als Bodylotion/für Reibeisenhaut an den Oberarmen zweckentfremdet habe, um die Flaschen endlich tot zu kriegen.

    Wenn ich heute immer wieder mal in deren Shop reinschaue, krieg ich anhand der gefühlt tausend Produkte mit dem selben Wirkstoff in zig Konzetrationen und dann noch eingebettet in BlaBlaBa echt den Overkill. Da brauchst du ja inzwischen ein Post-It am Spiegel, damit dir nicht das Gesicht vor die Füße fällt, weil du beim Auftragen die Reihenfolge verbambelt oder schlicht was vergessen hast.

    Wie gesagt, das eine oder andere sicherlich nicht schlecht. Aber bei Produkten, die mich WIRKLICH überzeugen, überkommt mich die Panik, wenn sie sich dem Ende zuneigen und ich bestelle sofort nach. Dann ist es mir auch wurscht, ob das 10 oder 100 Euro kostet. Das ist mir bei The Ordinary leider noch nicht passiert. Und die Tatsache, dass das Zeugs spottbillig ist, hilft dann irgendwie auch nicht mehr.

    1. Für Aufsehen hat die Firma gesorgt, auch für einen echten Hype. Aber das war es dann aber auch schon. Schade eigentlich, aber die Preise sind eigentlich unrealistisch und eine Unverschämtheit für den Markt, denn nun vermuten hinter allen anderen Firmen Wucher und Abzocker. Dabei war TO ständig ein Zuschussgeschäft.
      Liebe Grüße, KK

      1. Mein Problem mit TO ist: es weckt in mir Begehrlichkeiten nach Wirkstoffen, von denen ich bis dato gar nicht wusste, dass ich sie brauche.
        Eigtl. kann man mit TO ganz gut fahren. Als Grundlage NMF+Ha. Da dann morgens ein bisschen Vit C und abends Retinol und nach Bedarf Öl reinmischen. Ab und an noch eins der Peelings. Fertig. Wer vorher nicht groß gepflegt hat, dürfte damit sensationelle Erfolge feiern.
        Aber soweit sind wir hier alle ja schon. Wir sind ja auf der Suche nach dem „mehr“. Arbutin, Glucan, Adenosin, Resveratrol, Nias, centella asiatica, Propolis,… you name it. Nicht zu vergessen die Lipide, Peptide und Ceramide.
        Ich stehe da irgendwo in der Mitte. Bei PC z.B. wiederholen sich viele Stoffe. Da schmiert man sich uU 3x hintereinander VitC und Nias ins Gesicht. Bei TO ist mir zuwenig „Basis“ da. Da müsste ich zuviel Einzelstoffe hinzufügen, um eine vernünftige Creme zu bekommen.
        Die Frage ist doch: was braucht die eigene Haut und womit fährt man gut? Ich muss da persönlich immer aufpassen, dass ich bei der Jagd nach dem nächsten Superstöffchen nicht aus den Augen verliere, was bei mir funktioniert. Und was eben nicht. Wie sagt man so schön: viel hilft nicht immer viel und mehr ist auch nicht immer besser.
        Ich glaub, ich setze mir hier ein Lesezeichen und lese meinen eigenen Kommentar dann nochmal durch, wenn ich wieder die Kreditkarte in der Hand habe 😂

  5. Ich hätte ja jetzt auf das 30% Peeling getippt. Aber so ein ähnliches Bild gibt es ja schon von ihr. Also mit rotem Zeug im Gesicht (Blut vom Vampirpeeling).
    Allerdings: die Dame hat beneidenswert schöne Haut! Irgendetwas scheint die da richtig zu machen. Allein mit dem Budget, das sie dafür sicherlich investiert, lässt sich das nicht erklären, denn es gibt doch auch zahlreiche Bsp. unter den Stars, wo viel Geld eben keine schöne Haut „kauft“.

      1. Hat Sex eigtl. als „Zaubermittel“ mittlerweile ausgedient? Das wurde ja früher auch immer gern mal von den Stars und Sternchen in Interviews ganz „unprovokativ“ eingestreut.
        Obwohl man es nicht oft genug predigen kann. Eine halbwegs gesunde Ernährung, erholsamer Schlaf und Sonnenschutz. Klingt so simpel. Stimmt aber. Vor 10 Jahren hat man mir das alles noch nicht im Gesicht angesehen. Habe ich heute Sorgen, wache ich seit Neustem mit einer kleinen Zornesfalte auf. Mir sieht man diese „Mikroverspannungen“ bei Stress mittlerweile ganz deutlich an.

        1. Ein guter Teil ist machmal auch schlichtweg Veranlagung, gegen die man immer nur bis zu einem bestimmten Punkt ankommt. Ich hatte schon mit 15 dunkle Augenringe, obwohl ich seit jeher den Schlafrhythmus eines Kleinkindes habe ( um zehn Abends ins Bett und dann durchschlafen bis sieben Uhr Morgens) und nie großartig feiern gegangen bin. Und mein Bindehautgewebe hat bereits im selben Alter die ersten Schwächen offenbart, obwohl ich mich immer viel bewegt und seit dem Kleinkindalter getanzt habe (früher Ballett und Steptanz, heute Flamenco). Und mit meinen Reiterhosen habe ich mich schon lange arrangiert. Ich bin obenrum so schlank, dass mir mein Mann mit seinen Klodeckelgroßen Händen fast ganz um die Taille langen kann, und brauche am Hintern halt trotzdem ne 30 oder 31 bei den Jeans.
          Wenn ich mir dann meine Eltern anschaue muss ich fest stellen, dass ich meine „Makel“ nicht gestohlen habe…. Was nicht heißen soll, dass man sich kampflos seiner Genetik „ergeben“ sollte, weder im guten, noch im schlechten Sinne.

          1. Ich hab’s am deutlichsten gesehen, als das so um die 30 mit dem Kinder kriegen anfing. Ich ging damals für 1 1/2 Jahre nach Australien und als ich zurück kam, hat mich schier der Schlag getroffen, wie schlimm meine Freundinnen aussahen. Da konnte man live mit ansehen, was dauerhafter Schlafentzug, Stress (hier und da eine Scheidung) sowie schnelle Gewichtszu- und abnahme so anrichten können. Mittlerweile sind die Kinder größer und das hat sich bei allen auch wieder normalisiert. Es hat mir aber doch recht eindrücklich aufgezeigt, wie auch die schönsten Gene unter „ungünstigen“ Bedingungen mal kurz ruiniert werden können.

            1. Da sage ich nur Klassentreffen oder Menschen von früher treffen…manchmal schwanke ich zwischen Mitleid und Entsetzen…in erster Linie einer Intensivstbräunung geschuldet

    1. Das dachte ich auch, habe dann aber ein „normales“ Foto gesehen, da sah sie mehr nach Pizzahaut aus. Es lebe Photoshop! Und Estee Lauder Double Wear :-)

      1. Ich fand die Bilder von Cameron Diaz früher immer schlimm. Schwere Akne. Ich dachte immer: die hat doch alles Geld der Welt und kann sich die tollsten Dermatologen und Anwendungen leisten. Wie kann das sein, dass die sich mit so schlechter Haut rumplagt?

        1. Weil sie Hauschka ganz toll findet. Laut der Frisörpresse liebt sie Naturkosmetik und hat ein Deo-Problem. In meinem Umfeld wird auch null Wert auf Hautpflege gelegt, und man sieht das auch deutlich. Denen ist das total schnurz, Hauptsache nach Geld aussehen.
          Einsicht und Wissen ist nicht käuflich stelle ich mal wieder fest.

        2. Akne ist eine Krankheit, und Gesundheit kann man sich in aller Regel nicht kaufen. Ich habe seit Jahren Akne, trotz ausschließlich reizarmer Kosmetik, BHA + AHA + Vit C + was sonst noch alles so empfohlen wird. Meine Haut sieht trotzdem schlimmer aus als die der Durchschnitts-Nivea-Creme-BenutzerInnen. Äußere Mittel wirken bei Akne halt oft nur bedingt; Stichwort Hormone….

          1. Da stimme ich dir zu. Als Tennie half bei mir schlussendlich nur Antibiotika, seitdem bin ich gegen diese eine Sorte resistent.
            Allerdings besteht mein Job nicht wie bei CD darin, mein Gesicht das halbe Jahr in eine Kamera zu halten. Dass ich mir manch eine effektive, aber ständig zu wiederholende „Schönheitsbehandlung“ nicht gönne, liegt bei mir schlicht am Geld, nicht am guten Willen. Zumindest ersteres dürfte bei CD nicht der Grund sein.

          2. @ Inga: Mein Ausgangspunkt war auch eine unreine Haut, später Allergien, Rosazea und eine ölige Dermatitis, da kann ich deinen Weg gut nachvollziehen. Stell dir aber mal vor, du würdest Duft, Alk und ätherische Öle nutzen, viel Milch, Getreide und Zucker zu dir nehmen…vieles ist Veranlagung, aber richtige Pflege hat bei mir einen Quantensprung ausgemacht, kein Vergleich zu den 80ern. Diejenigen, die mit 20 Jahren eine makellose Haut hatten und ganz sorglos mit ihr umgegangen sind, werden jetzt ganz andere Folgen spüren und nicht alles kann der Onkel Doktor retten.

  6. euch ist schon klar dass frau KARDASHIAN kein Produkt gratis lobt!? in den usa gibts dass wort schleichwerbung nicht. und herr konsumkaiser verbreitet die Werbebotschaft brav gratis weiter lol.
    „Kim Kardashian bekommt pro Bild 500.000 US Dollar (ca. 470.000 Euro). Kein Wunder bei über 95 Millionen Instagram-Followern.“

    1. Naja, ob das hier so verkaufsförderlich ist, wenn ich die Dame mit „ordinäre Bitch“ in Verbindung bringe? In USA hätte ich allerdings jetzt einen Shitstorm am Hals. ;-)
      Viele Grüße, KK

  7. Deciem hat dementiert, Kim Kardashian in irgendeiner Form bezahlt zu haben, und ich bezweifle auch, dass der Werbe-Etat des Unternehmens so viel hergeben würde. The Ordinary wird seit Anfang Januar auch bei Sephora in den USA angeboten und bei derart preiswerten Produkten muss man schon richtig viel verkaufen, damit sich das lohnt … Falls Frau K. für diese Werbung bezahlt wurde, dann vermutlich eher von Sephora. Passenderweise erschien ihr Statement zu dem Retinolprodukt von TO ja Mitte Januar.

  8. Jetzt muss ich dir doch das erste Mal widersprechen: Frau K. hat nicht das Gewöhnliche für sich entdeckt, sie IST das Gewöhnliche! Deshalb geht es mir weit vorbei, was sie tut oder gut findet. Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass sie sich diese (Schleich)Werbung gut bezahlen lassen hat. Mehr Worte ist die ganze Sache nicht wert.
    Viel mehr interessiert mich: geht es dir wieder besser? Auf jeden Fall weiter gute Besserung und ganz viele Grüße! April

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