BEAUTY: YVES SAINT LAURENT * „LE TEINT ENCRE DE PEAU“ * KURZREVIEW

Bei den Deko-Produkten von Yves Saint Laurent beisse ich mir immer auf die Lippe: „Son Malerkasten brauchst du nicht, du bist ein Mann und hast mit Farbe im Gesicht nix am Hut, nicht mal zu Karneval, buaahh!“ Stimmt ja auch, und dennoch habe ich das unbändige Verlangen diese exquisiten „Goldstücke“ von YSL einzusammeln und ihnen ein behagliches Heim in meinen vier Wänden zu bieten. Am besten in einem eigenen Schrein, angestrahlt von einem eigenen Kaltlichtstrahler, hinter Panzerglas und mit Alarmanlage, denn einige meiner Freundinnen sind da ein wenig, hmm, sagen wir mal eigenwillig, wenn es um die Besitzverhältnisse besonders begehrter Kosmetikprodukte geht. 🙂 Aber ich schweife ab, wie ist denn die neue YSL Wunder-Foundation? Tja, da habe ich doch mal wieder Pepsi gefragt…

kk YSL4

Pepsi (ihr wisst schon, meine gute Freundin, die internationale Make-up Zauberin, zuhause auf hinter den Laufstegen der großen Metropolen und immer up-to-date, wenn es um neue Make-up Trends geht) arbeitet nun schon bereits seit einigen Monaten mit YSL „Le Teint Encre De Peau“. Normalerweise wird sowas gerne geschönt und erzählt, dass die Profis die Models mit den Beauty Produkten aus den Luxuslinien der High Fashion Marken schminken. Wie man sich aber denken kann, ist es oftmals ganz anders. Da werden auch billige Liner benutzt, manchmal sogar echte Fasermaler und Malerfarbe, und es wurde sogar von Säcken Mehl berichtet, die als Puder für eine Show dienten. Ähem, nun ja.

Beim neuen YSL Farbgeber für Gesicht und Hals ist das anders. Pepsi verwendet es gerne. Punkt. Und das war schon der wichtigste Satz in diesem ganzen Geschreibsel, denn wenn Profi-Pepsi etwas gerne benutzt, dann gleicht das einer Heiligsprechung durch den Papst. Zwar kann man auch den Werbeaussagen folgen und sich von den anscheinend existierenden Wartelisten für dieses Produkt verzaubern lassen, aber es muss doch was dran sein:

Ich konnte Pepsi ein paar Details entlocken, warum denn das YSL Zauberzeugs nun so gut sein soll:

Le Teinte Encre De Peau  ist für ein verlängertes Tragen entwickelt worden, und das haut wohl auch hin. Das klappt deswegen, weil die Foundation in der Lage ist Ölabsonderung, wie aber auch Feuchtigkeitsabsonderungen der Haut zu kontrollieren und etwas zu absorbieren. Deshalb wird der Teint auch nach mehreren Stunden nicht fleckig oder zu durchsichtig, mindestens 8 Stunden funktioniert das tatsächlich. Das Versprechen, der Teint bliebe bis zu 24 Stunden makellos ist allerdings nicht wirklich realistisch. Das klappt nicht einmal, wenn man das Model für 24 Stunden regungslos in einen klimatisierten Glaswürfel sperren würde.

Die Foundation wird mit einer Art Spatel entnommen, Pumpflasche ist nicht mehr. Hmm, finde ich nicht so dolle, aber Pepsi findet es sparsamer und leichter für das Auftragen. Die Konsistenz ist eher dünnflüssig und etwas silikonig, was das Auftragen sehr komfortabel macht. YSL empfiehlt übrigens das Verteilen mit einem abgeflachten Foundation Pinsel. Ausserdem seien 2 Schichten zu empfehlen, da dann die perfekte Deckkraft bei optimaler Transparenz zustande käme. (Jeujeujeu, Make-up ist doch eine Wissenschaft für sich!)

„Optimal leichtes Tragegefühl und shocking-tolle Deckkraft“, bekam ich dann noch zu hören. Dabei ist das Ergebnis matt, mit ein wenig Highlighter kann man aber wieder die nötigen Glanzpunkte setzen, um dem Teint den jugendlichen „Schimmer“ zu geben.

Es empfiehlt sich sehr vor dem Auftragen ein Serum oder eine leichte Creme zu verwenden (besonders bei trockener Haut), ansonsten ist die Foundation aber für alle Hauttypen und Altersklassen geeignet.

Die Foundation macht sich hervorragend auf Fotos! Sie ist so gut wie unsichtbar, macht die Haut aber unglaublich eben, kontrolliert öligen Glanz und gibt Blitz- und anderes Kunstlicht nicht ungünstig zurück! Sehr wichtig fürs Modelbusiness, aber auch wichtig im Büro unter den ollen Leuchtstoffröhren, die gerne für ungute Farbveränderungen im Gesicht sorgen, die schon mal zu Verwechslungen mit wandelnden Wasserleichen geführt haben sollen.

Die Flasche ist übrigens ein richtig schweres Stück Luxus, liegt „fett“ in der Hand und „bling-blingt“ so dermaßen, man mag sie gar nicht mehr aus der Hand legen. Den Applikator finde ich persönlich ein wenig „gimmicky“, ausserdem sollte man ihn ab und an einmal desinfizieren, wenn man ihn direkt auf der Haut abstreicht. So ein Pumpspender ist da einfach hygienischer, aber leider auch anfälliger für Funktionsstörungen – ok, ich gebe mich geschlagen. YSL nennt den Applikator „revolutionär“, das ist deutlich übertrieben. Diese Applikatoren gab es schon vor über 30 Jahren in irgendwelchen „Ellen Betrix“ Foundations, welche meine Mutter dereinst benutzte. Bereits damals wunderte ich mich schon über diesen „seltsamen Zahnstocher“, den sie immer in das Fläschchen stopfte. 😉

KK YSL 2

Im vorderen Bereich der INCI ist Alkohol denat. enthalten. Ausserdem sind flüchtige Silikone enthalten, die den komfortablen Trageeffekt zu verantworten haben. Der enthaltene Sonnenschutz (Octinoxate, wird gerne als chemischer Breitbandfilter vermarktet, der UVB gut filtert, aber bei UVA kaum Schutz bietet, er ist nicht unumstritten) liegt laut YSL bei ca.  SPF18.

KK YSL LTEDP INCI

In Europa scheinen wohl an die 12 verschiedene Farben erhältlich zu sein, weltweit findet man sogar bis zu 16 Töne. Alles dreht sich um „beige“ und die Farben sind mit denen der „Touch Eclat“ Serie zu vergleichen. (Beige „B“ / Beige Doré „BD“ / Beige Rose „BR“)

Die hellste Farbe ist „BD10“ und entspricht MAC NC 15.

25 ml kosten ca. € 48,99 (Douglas) / € 42,95 (Parfumdreams – eingeschränkte Farbauswahl!)

 

(Der Artikel ist nicht gesponsert!)

 

 

 

 

 

9 Kommentare

  1. Lieber Kaiser, seitdem ich BB/CC-Cream entdeckt habe, kommt Makeup nur noch zu ganz besonderen Anlässen auf die Bäckchen… und da reicht mir meines von Clarins. Nichtsdestotrotz klingt der Porsche von YSL nach einem „Habenwillprodukt“ einfach nur, um es mal zu probieren. 🙂
    Diesen Applikator aber revolutionär zu nennen ist ja ziemlich übertrieben. In den 1980-Jahren gab es die schon in allen möglichen Testern… Aber gut, wenn ein/e 20-Jähriger/e das Marketing übernommen hat und dann einen Pressetext verfasst – mag schon sein, dass er/sie meint, er/sie hat eine bahnbrechende Neuheit vor der Nase… 🙂
    Lieber Gruß, Conny

  2. Lieber Kaiser, seitdem ich BB/CC-Cream entdeckt habe, kommt Makeup nur noch zu ganz besonderen Anlässen auf die Bäckchen… und da reicht mir meines von Clarins. Nichtsdestotrotz klingt der Porsche von YSL nach einem „Habenwillprodukt“ einfach nur, um es mal zu probieren. 🙂
    Diesen Applikator aber revolutionär zu nennen ist ja ziemlich übertrieben. In den 1980-Jahren gab es die schon in allen möglichen Testern… Aber gut, wenn ein 20-Jähriger/e das Marketing übernommen hat und dann einen Pressetext verfasst – mag schon sein, dass er/sie meint, er/sie hat eine bahnbrechende Neuheit vor der Nase… 🙂
    Liebe Grüße Conny
    ps: ich habe keine Ahnung, ob Du diesen Kommentar jetzt zwei Mal bekommst… Da spinnt gerade was…. also ich bins nicht…. 🙂

  3. klimatisierter Glaswürfel 🙂
    ich hab mich gekringelt.

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Beaujolais, ach und wie versprochen habe ich eine Ladung Sonne zu Dir geschickt, angekommen?

  4. ich habe zufällig eine probe von dem make-up ergattert und heute gleich ausprobiert.
    ich kenne viele mu von ysl. die meisten haben mir gut gefallen. dieses da würde ich eher nicht nachkaufen. es hat beim auftragen merkwürdige, trockene konsistenz. ich hatte schon angst, ob meine haut diese trockenheit nicht übel nimmt. war im endeffekt gar nicht so schlimm, aber auch keine besonderheit für mich. das gemeinsame, was die alle make-ups haben ist ein veilchenduft(?). richt etwas altmodisch, aber es stört mich nicht.

  5. Lieber KK, in deinen kalt beleuchteten Kosmetikschrein möchte ich auch gern mal einbrechen und könnte dann für nix garantieren…
    Neue Foundations interessieren mich immer sehr, ich lauere immer noch auf die makellos deckende, dabei unsichtbare und unbeschwert wirkende und 24 Stunden matt und „glowig“ zugleich haltende Ware. Deshalb werde ich mir natürlich auch das Prunkstück von YSL ansehen. Optisch gefällt sie mir schon gut und ich finde tatsächlich einen Applikator umgänglicher und sparsamer als eine Pumpe. Hygienisch hätte ich keine Bedenken, ich nehme sowieso immer ein wenig nur auf den Handrücken, von dem ich ins Gesicht verteile, nie in dieses direkt. Nur neu ist die „Erfindung“ natürlich nicht 😀
    Ich Lemming gehe jetzt mal, in den nächsten Kosmektikladen…

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