SKINCARE: WIE WIRD MAN LÄSTIGE PICKEMALE LOS?

Als wären Pickel nicht schon nervig genug: Sind sie weg, muss man sich manchmal noch mit diesen blöden „Pickelmalen“ herumschlagen, die eigentlich nichts anderes als Pigmentstörungen sind. Es gibt allerdings Möglichkeiten diesen unschönen Biestern den Garaus zu machen…

Pickelmale sind also Pigmentstörungen, wie sie zB. auch „Altersflecken“ sein können. Ein tolles „Andenken“ an den blöden Pickel, der einen doch schon genug genervt hatte. Na Danke!

Hat man seine Finger nicht bei sich lassen können, und am Pickel herumgedoktert, sind die Chancen groß solch ein Mal zu bekommen, manchmal sogar noch mit einer kleinen Narbe zusammen. Die Gefahr von Narben steigt noch, wenn sich der manipulierte Pickel entzündet hat!

Man sollte meinen, dies sei der persönliche Rachefeldzug der Pickel, die unsere hilflosen Versuche, den Dingern an den Kragen zu gehen, noch im Nachhinein bestrafen wollen.

 

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Der Fachbegriff hierfür ist übrigens „Post Inflammatorische Hyperpigmentierung“, kurz „PIH“

Das klingt heftig, aber keine Angst, meist verschwinden die PIHs von allein, es dauert allerdings recht lange, manchmal bis zu vielen Monaten. Besonders lange dauert es, wenn man sich damit ungeschützt der UV Strahlung aussetzt. Die dunklen Pigmente werden dann erst noch so richtig angeregt und bleiben deutlich länger sichtbar!

  • Durch die UV Strahlung, aber auch bei Entzündungen, schickt der Körper Melanozyten an die entsprechenden Stellen, die für die ungünstige Färbung sorgen.

 

  • Nicht nur Pickel können PIHs erzeugen, sie können auch durch Allergien, Ekzeme, Psoriasis, Rosacea, Kratzspuren und Rasurschnitte entstehen.

 

Vorbeugen

  • Keinesfalls Pickel ausdrücken!

 

  • Kein mechanisches Peeling bei akuten Pickeln/Akne!

 

  • Den Pickeln sanft an den Kragen gehen (BHA), und bei Rückgang der Entzündung sofort(!) mit beruhigenden Wirkstoffen nacharbeiten: zB. mit Bisabolol, Allantoin, Calendula Extrakt, Linolsäure, Antioxidanzien, Süßholz Extrakt, Zink.

 

Behandlung von Pickelmalen

  • Retinol sorgt dafür, dass sich die Zellen schneller teilen. Die braune Farbe verschwindet fixer. Eine sehr regelmäßige Anwendung ist wichtig! Dazu hoher UV Schutz.

 

  • Glykolsäure entfernt die oberste Hautschicht und sorgt ebenfalls für eine schnellere Hauterneuerung. Zum Vorschein kommen optisch hellere Hautzellen. Das Problem: Unbedingt hohen UV Schutz verwenden, sonst ist die Behandlung für die Katz! Auch hier muss die Anwendung zuverlässig und akkurat erfolgen. Unbedingt vorher über Säureprodukte/chemische Peelings informieren!

 

  • Vitamin C ist in der Lage die Haut dezent aufzuhellen, damit auch unschöne Hautstellen. Auch hier sollte man hohen UV Schutz anwenden, und die Anwendung ist etwas langwieriger als mit Glykolsäure.

 

  • Arbutin wird zB. aus Bärentraubenblättern gewonnen. Der Wirkstoff wird in der Haut zu einer Form von Hydrochinon umgewandelt. Hydrochinon ist ein diskussionswürdiger Stoff, dem krebserregende Nebenwirkungen nachgesagt werden. Deshalb sind frei verkäufliche Hydrochinon-haltige Bleichprodukte in der EU verboten. (Q: Untersuchungsamt BW) Die Anwendung von Arbutin wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung als „gesundheitlich bedenklich“ bewertet.  Es gibt dagegen aber auch Studien, die keinerlei potentielle krebserregende Wirkungen feststellen konnten (Langzeitstudien!).

 

  • Laserbehandlungen sind vielversprechend, bieten meist gute Ergebnisse, besonders bei zusätzlicher Narbenbildung, sind aber teuer. Die Pigmentstörungen können wiederkehren.

 

Besser nicht

  • Zitronensaft ist definitiv zu aggressiv, das sollte man so nicht auf die Stellen geben.

 

  • Unverdünnter Essig ist ebenfalls keine gute Idee.

 

  • Auf Hydrochinon in Bleichmitteln, die aus dem Ausland eingeführt werden, sollte man besser verzichten, da der Wirkstoff auch noch zahlreiche andere Nebenwirkungen haben kann.

 

  • Mechanische Peelings nur bei Kosmetikfachleuten machen lassen (Microdermabrasion). Auf normale mechanische Peelings verzichten.

 

  • Die Sonne meiden!

 

  • Auf keinen Fall Quecksilber-haltige Produkte verwenden!

 

 

 

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(Bilder: FreestockPixx   Keinerlei Sponsoring)

14 Kommentare

  1. Das ist zwar nicht mein Problem, aber ich wollte dir sagen, dass ich das Foto dazu witzig finde und mir ein Lachen am Morgen beschert hat. Vielen Dank. 🙂

  2. Danke für den tollen Artikel; mal wieder super geschrieben und sehr hilfreich.
    Helfen die geschilderten Mittelchen denn ggf. auch bei abgeheilten, noch geröteten Narben oder sollte man hier eher andere Geschütze auffahren?

    1. Ausdauer, Babyöl und täglich massieren! Wenn die Narbe sich vergrössert, kann man auch chirurgisch einschreiten, aber das ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Wenn man wirklich stets massiert, kann man nach ein paar Monaten Erfolge sehen, bei manchen Leuten verschwinden die Narben fast vollständig. Wichtig ist, dass die Haut weich und elastisch bleibt, und da hilft die kleine aber gut drückende Massage.
      Liebe Grüße, KK

    2. Aber bitte nicht blind irgendein Babyöl kaufen, dort sind nämlich oft Duftstoffe oder Parfum drin, das braucht keine Wunde und keine Narbe! Also Incis lesen!
      Ich kann neben der Bepanthen für die Narbenpflege vor allem noch die Cicaplast Baume B5 empfehlen! Sie enthält neben dem Panthenol, auf das auch Bepanthen setzt, noch Madecassoside. Dazu hat Dinah hier auf dem Blog einen hervorrragenden Beitrag geschrieben, bitte lesen und dann testen.

  3. Genau mein Problem. Hatte davon einige auf der Stirn. Nur mit Retinol 1% von PC und dem Vitamin C 15 Booster habe ich das Problem in den Griff bekommen. Dazu einmal die Woche Glykolsäure 15% von Neostrata. Hat Monate gedauert. Sind gut verblassst. Aber Ausdauer ist hier schon gefragt.

    1. Prima, wenn du das so gut in den Griff bekommen hast. Dann warst du auch ausdauernd und hast akribisch gepflegt. Leider schaffen das viele Leute nicht, was mich dann immer erstaunt, weil sie trotzdem stets über ihre kleinen Schönheitsmakel meckern.
      Liebe Grüße, KK

  4. Damit habe ich auch Last- wenn sich bei mir ein Pickel zeigt, entzündet er sich auch meist ausgiebig; egal, ob ich daran herumdrücke oder nicht. Aber richtig fies wird es immer dann, wenn ich ihn nicht in Ruhe lassen konnte. Oder aus kleinen braunen Pünktchen baue ich mir selber einen Pickel, indem ich versuche, ihn auszudrücken.
    Und wochenlang die roten Flecken regen mich auch immer auf. Einen richtigen Tip habe ich da nicht, allerdings habe ich den Eindruck, dass die Male schneller verblassen, wenn ich bei meiner Routine konsequent bleibe ( Retinol und AHA, jeweils einmal wöchentlich).
    In den letzten Wochen hatte ich auch wieder einen eingerissenen Mundwinkel ( bekomme ich leider in besonders anstrengenden Zeiten, nehme dann hochdosierte B-Vitamine, dann verheilt er wieder), und diese Stelle war auch lange noch rot, sah nicht so schön aus.
    Über Nacht gebe ich dann immer auch eine reichhaltige Pflege extra darüber ( z.Zeit Alfason Repair), dadurch werden die Flecken auch schnell heller.

  5. Niacinamide (+Acetyl Glucosamine)&Azelainsre nicht zu vergessen ☺️
    Was sagst du zu B-Resorcinol, Süssholzwurzelektrakt, Undecylenoyl Phenylalanine, Kojisre&Maulbeerektrakt (-> Arbutin)? :]
    Das mit dem ‚aus dem Ausland beschaffen‘ ist ja so eine Sache, von unseriösen Quellen zB aus Afrika/Indien…(Ochronosegefahr etc. da ggf. ‚gepanschtes‘ Produkt) würde ich auch die Finger lassen aber die ‚üblichen Verdächtigen‘ aus den USA (dachte dort wäre Hydroquinone Goldstandard?🤷🏽‍♀️): Kann man evtl. drüber reden. 🙂

    1. Die von dir genannten Wirkstoffe (Süßholzextr. hatte ich ja auch aufgezählt) werden eher großflächiger gegen „Altersflecken“ angewendet. Pickelmale sind ja meist klein und lokal begrenzt. Sicherlich kann man aber alles dagegen anwenden, wenn es hilft… Aber in den USA findet zu hydrochinon auch gerade ein Umdenken statt, die teils starken Nebenwirkungen werden immer öfter kritisch gesehen.
      Auch bei (hoch dosierter) Kojisäure ist das Untersuchungsamt sehr kritisch eingestellt. Schau doch mal auf den Link, den ich im Artikel eingefügt hatte.
      Da bin ich meist beeindruckt von solchen Einschätzungen, da von diesen Stellen ja selten übertriebene Panikmache kommt (siehe Parabene und Co).
      Liebe Grüße, KK

  6. Ich kämpfe auch mit Pickelmalen und da Vitamin C (also LAA) bei empfindlicher Haut auch schwierig sein kann, empfehle ich Pesonen mit Problemen damit noch andere Vitamin C Derivate auszuprobieren, so hat MAP ebenfalls eine leicht aufhellende Wirkung und bei mir hilft auch TETRA und SAP gut.

    Ausserdem liebe und empfehle ich Centella Asiatica und seine Abkömmlinge als Wirkstoff, da unheimlich tolle Wundheilung und auch Pickelmale schneller verschwinden, da die Haut repariert wird.

    Arbutin gibt es in einigen koreanischen Produkten und ich hatte damit erst eine, aber eine sehr gute Erfahrung, aber es ist natürlich nur eine Ingridients unter vielen in asiatischen Formulierungen, so dass man die Wirkung nicht allein auf diesen Stoff zurückführen kann.

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