LIFESTYLE: KÜCHENPSYCHOLOGIE – KLEINE TRICKS FÜR DEN ALLTAG

Kleine Tricks aus der Psychologie, die den Alltag für uns ein wenig einfacher machen können, kennen wir unter dem Begriff Küchenpsychologie. Doch so manche Tipps sind tatsächlich manchmal Gold wert, wenn man sie denn richtig anwendet. Werde zu einem „Meistermanipulator“ mit KK…

 

 

  • Wenn du jemandem eine Frage stellst, bringe dein Gegenüber dazu dir zuzustimmen, indem du mit dem Kopf nickst während du sprichst. Unbewusst lässt das Kopfnicken dein Gegenüber glauben, dass du auf jeden Fall recht hast, und durch unser soziales Verhalten wird die Person dir eher beipflichten.

 

  • Wenn du in einem Meeting glaubst, jemand könnte dir gefährlich werden, oder etwas Schlechtes über dich zur Sprache bringen, so setze dich direkt neben diese Person. Es ist extrem unangenehm schlecht über jemanden zu reden, der direkt neben einem sitzt.

 

  • Ist der Flughafen oder Bahnhof hoffnungslos überfüllt, und du möchtest dir deinen Weg durch die Menschenmenge bahnen, so schaue geradewegs und stur auf dein Ziel. In solchen Situationen richten wir Menschen uns nach dem Blick der anderen und versuchen unbewusst deren Weg vorauszusehen. Erkennen die anderen Leute dein Ziel, so wird sich ein Weg öffnen, eben weil man sich ja nicht in die Quere kommen möchte.

 

  • Du hast einen riesigen Stapel Akten und möchtest, dass dir jemand beim Tragen hilft? Rede einfach wie ein Wasserfall weiter, während du der Person einen Teil der Akten gibst und losläufst. Dein Gegenüber wird gar nicht bemerken, dass du sie/ihn ein wenig manipuliert hast.

 

  • Kommt dir jemand beim Reden immer viel zu nah? Frage ein paar sehr persönliche Fragen. Automatisch wird die Person unbewusst Abstand aufbauen. Du hast also verbal „zurückgeschlagen“ gegen die unangenehme räumliche Nähe.

 

  • Wenn du eine Person das erste Mal triffst, und es liegt dir etwas daran, dass die Person dich mag, so sorge dafür, dass deine Hand beim ersten Händeschütteln warm ist! Dies lässt dich unbewusst freundlicher und einladender wirken.

 

  • Beim darauffolgenden Gespräch ahme subtil Mimik und Körperhaltung deines Gegenübers nach. Das schafft Vertrauen und Vertrautheit beim Gegenüber. (Bei einem echten „match“ passiert das automatisch)

 

  • Möchte man, dass die lieben Kleinen den Broccoli essen, fragt man besser: „Möchtest Du zwei oder vier Stück Broccoli?“ und nicht „Möchtest Du Broccoli essen?“   Es bleibt keine Wahl, es „muss“ gegessen werden, das Gegenüber glaubt aber eine Wahl gehabt zu haben.

 

  • Wenn man möchte, dass jemand einem einen Gefallen erweisen soll, sollte man vorher etwas verlangen was sie/er mit hoher Sicherheit ablehnen wird. Danach stellt man die eigentliche Forderung. Das Gegenüber wird diese dann höchstwahrscheinlich erfüllen. 1. Weil dieser Gefallen kleiner ist als der erste. 2. Weil man sich unbewusst schuldig fühlt, die erste Bitte abgelehnt zu haben.

 

  • Du hast einen Song im Ohr und wirst diesen Ohrwurm nicht wieder los? Denk einfach an das Ende des Songs! Wir nutzen hier den Zeigarnik-Effekt. Zeigarnik ist ein psychologischer Effekt über die Erinnerung an abgeschlossene im Gegensatz zu unterbrochenen Aufgaben, Begebenheiten oder Dinge. Er besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene, erledigte Aufgaben. Somit vergisst man den Song auch wieder schneller, indem man ihn innerlich „abschließt“.

 

  • Du möchtest bei einer Diskussion ernster genommen werden? Dann verstärke dein Argument, indem du darauf hinweist, dass dich dein Vater das gelehrt habe. Menschen neigen dazu väterliche Ratschläge grundsätzlich zu glauben.

 

  • Du hast das Gefühl, dass bei einem Gespräch dein Gegenüber nicht alles ausspricht, was sie/er dir sagen will? Halte den Augenkontakt aufrecht und bleibe für einen Moment still. In den meisten Fällen wird dein Gesprächspartner (ein wenig konsterniert) weiter reden, um die peinliche Stille zu füllen.

 

 

 

 

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(Grafik: BeFunky    Keinerlei Sponsoring. Es handelt sich hier um allgemeine Erkenntnisse zur Unterhaltung und nicht um psychologisch-ärtzlichen Rat!)

 

6 Kommentare

  1. Cooler Tipp, sich in einem Meeting neben den (vermeintlichen) Gegner zu setzen – auch wenn es ein bisschen Überwindung kosten mag …
    Und die „Auswahlfrage“ kenne ich aus meiner Kindheit: Bei uns gab es öfter das von mir gehasste Menü aus gebundener Gemüsesuppe und süßer Hauptspeise – meistens Palatschinken mit Marillenmarmelade (= österr. Pfannkuchen mit Aprikosenkonfitüre 😉 ). Mutter’s Frage auf meine vorangegangene Ablehnung „Ich möchte keine Palatschinken!“ -> „Möchtest Du eine oder zwei“? Manchmal hatte sie damit Erfolg!
    Liebe Grüße, Ursula

  2. Ob der Tip mit den zwei Gefallen auch bei Weihnachtsgeschenken klappt? Das wird beim Gatten dieses Jahr ausprobiert: erst ein großer Wunsch und dann ein kleinerer – der eigentliche Wunsch 😉

  3. Schön! Solche kleinen Alltagshelfer mag ich sehr. Den Ohrwurmtipp habe ich mir immer schon so gedacht, jetzt habe ich die Bestätigung.

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