LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 09.10.2015

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Kennt Ihr auch noch diese “In- und Out- Listen” aus den 80ern? Daran angelehnt mache ich mir jeweils Freitags kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern.  Und JedeR kann gerne die Stich(el)punkte aufnehmen und selbst beantworten oder ergänzen, los geht´s…(Achtung! Textlastig…)

 

Darüber habe ich mich gefreut:

2015-10-03 23.28.41

Sollte mir irgendjemand von euch die Daumen gedrückt haben, so hat das dann perfekt geklappt. Nur so als kleine Info nebenbei. Man will ja auch nichts verschreien, erst wenn der Vertrag unterschrieben ist, sollte man jubeln, nicht wahr? Aber wie man auf Instagram ja schon sehen konnte, war ich dann doch gehörig stolz auf mich. Was das aber auch bedeutet: Noch einen nervenaufreibenden Job zusätzlich auf den Schultern haben. Dazu alle drei Monate einen total strikten „Abgabetermin“. Einmal verkackt und raus ist der werte KK. Aber ehrlich gesagt laufe ich grundsätzlich NUR unter Druck zur Höchstform auf. Man nennet diesen „Menschenschlag“ auch Paniacs, eine Kombi auch „panic“ und „maniac“. Will sagen: Ohne Stress im Nacken läuft bei uns nix! Aber dann so richtig, inklusive zehn Tassen Kaffee, durchgearbeiteten Nächten und einem äusserst scharfen und formidablen Endergebnis. Immer! Hmm, hab ich schon gesagt, dass ich ein wenig stolz auf mich bin? 😉

 

Darüber habe ich mich geärgert:

KK A 380

Gott, was war Fliegen bis vor einiger Zeit noch eine geradezu elitäre Geschichte. Mittlerweile ist die anwesende Menschenansammlung in einem Flugzeug ein perfekter Querschnitt durch unsere Bevölkerung, die Crew schließe ich hier mal ausdrücklich mit ein. Zustände, jeujeujeu! Dazu dann noch: Ich habe (mittlerweile) schreckliche Flugangst. Eigentlich könnte ich ständig eine Hand bei Start und Landung gebrauchen, die ich währenddessen drücken könnte. Aber wenn keine zur Verfügung steht? Der obligatorische dicke und schwitzige Mann auf dem Sitz (und meinem halben Sitz) neben mir ist da sicher keine große Hilfe, brrr! So kann ich auch kaum verstehen, wie „abgebrüht“ die Leute Start und Landung anteilnahmslos abtun. Wenn was passiert, dann während Start oder Landung! Aber was geschieht um mich rum? Alle wollen was zu Essen und Getränke und Duty-Free, meckern die Crew an und BlaBlaBlubb! Kinder schreien pausenlos völlig ungestört und ohne Luft zu holen, die Mütter stehen derweil im Gang und mißachten erst einmal feist das „BITTE ANSCHNALLEN“ Zeichen. Die Väter dafür sind schon eingepennt. Fünf Minuten im Flugzeug und da schläft schon jemand? Wie kann das sein? Für sowas bräuchte man keine Flugbegleiter, sondern Hardcore Wrestling-Stars aus den USA! Bodycheck…Peng….und alle liegen sitzen angeschnallt in ihren Sitzen.

Auf Reiseflughöhe gehts dann lustig weiter mit der feisten Dreistigkeit der „Jet-Setter“ von heute: Die Toiletten sehen sogleich nach dem Start aus, als wären sie eigentlich noch nie geputzt worden, und als hätte sich Shreck, der grüne Ogar, darin frisch gemacht. Das weiß ich aber nur aus Erzählungen, denn ich habs noch nie auf ein Klo geschafft, immer besetzt. Und wenn ich fast dran war…DONG…Turbulenzen…“BITTE ANSCHNALLEN“. Also, zumindest weiß ich jetzt, dass Teile meines Körpers noch jung und elastisch sind (meine Blase!!). Ist doch auch was…

Wie viele Witze gibt es eigentlich über den nasal-künstlichen Sprachstil der Flugzeugbesatzung, wenn die über die Sprechanlage zum niederen Volk, also diesen störenden Passagieren sprechen? Tausende? Millionen? Und warum sprechen die dann immer noch so? Gibts da „internationale Luftfahrtsregulierungen zu Aussprache und Satzbau innerhalb einer flugfähigen Kabine“? Und der Kapitän wird sicherlich mit einer Waffe gezwungen am Ende der Reise unbedingt noch den uralten eBay-Witz über liegengebliebene Gegenstände zu machen, oder macht der das doch freiwillig? Natürlich konform zu eben beschriebener Intonationsregelung!

Früher wurde ja gemunkelt, dass alle Flugbegleiterinnen nach Aussehen (mindestens „hübsch“, wenn nicht gar „Schweden-Bombe“) ausgewählt wurden. Die flöteten dann in den lieblichsten Tönen und sollen den Passagieren sogar Getränke serviert haben. Die männlichen Pendants sollen dementsprechend auch allesamt aus dem „homosexuellen Lager“ (haha) rekrutiert worden sein, um in luftiger Höhe Höflichkeit und Stil in Reinkultur präsentieren zu können. Keine Ahnung was passiert ist, aber bei meinen letzten Flügen gab es nur keifende Ziegen und genervte „Stewards“, die sich lieber die Fußballergebnisse zuschrien als unsereins eine Decke. Jedesmal wenn mein Nachbar auf den „Service“ Knopf drückte, hatte ich Angst vor dem schlimmen Herrn mit dem „Es ist besser wichtig, sonst blaues Auge!“ Blick.

Die Crew und die Passagiere haben sich ja mittlerweile angeglichen. Es wird scheinbar auf beiden Seiten auf Höflichkeiten verzichtet. Ich kam mir schon total blöd vor mit meinem ständigen „Danke“ und „Könnte ich bitte…“. Zumal diese Formeln auch für keinerlei Reaktionen gesorgt haben. Der Blick weiter angenervt bis angeekelt.

Ich kann mich noch an einen Flug in den 90ern auf die Kanaren erinnern, als die halbe Crew einmal bei mir am Platz vorbei kam! Als ich dann wohl etwas fragend guckte, wurde mir mitgeteilt, dass sich die Besatzungsmitglieder unbedingt einmal den Mann anschauen wollten, der immer „bitte“ und „danke“ sagen würde! Pruust! Zum „Dank“ durfte ich dann die Landung (sehr, sehr windig!!) im Cockpit miterleben. Nett gedacht, womit wir aber wieder bei meiner panischen Flugangst wären… 😉

 

Fundstücke der Woche:

Klasse, der Kommentar. Hab mich fast verschluckt! 🙂

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Auf Insta zeigen einige Leute gerne was sie haben, oder besser: Wo sie shoppen. Ganz selten denke ich dann aber doch: Na, Alter, und wo ist die Ed Hardy Tüte?? Geld und Stil kommen in Wirklichkeit nämlich doch nicht so oft zusammen, wie man denken möchte.

 

 

2015-10-05 07.27.05

 

Mein Beautyprodukt der Woche:

KK CLINIQUE DDML+

Ach, so eine Pulle DDML von Clinique kann man doch eigentlich immer gebrauchen. Und wenn man dann am Flughafen die große Pumpflasche auch noch für läppische 19,00 Euro angeln kann, dann kommt die natürlich mit in den Einkaufskorb. Klar, oder? Die mittlere Version der Dramatically Different Serie ist ja meist etwas verpönt unter Bloggern. Ich muss aber sagen, dass gerade in der Zeit der Klimaumstellung, also zwischen Herbst und Winter, diese Konsistenz der DDML+ genau richtig für meine Haut ist. Das Gel ist dann definitiv zu wenig und die Creme noch ein Tick zu viel. Nee, alles gut, alles schön! Die perfekte allround Pflege (für „drunter“), obendrüber immer noch die gewohnte Tages- oder Nachtcreme. Und trockene Haut vom Fliegen? Keine Spur!

Hier mein Bericht zur DDML+ vom Juli 2013

 

(Fotos: Konsumkaiser, Instagram   Keinerlei Sponsoring. Alles selbst bezahlt, selbst gekauft.)

8 Kommentare

  1. Da hast du aber wirklich Pech mit der Fliegerei. Meine letzten Erfahrungen habe ich nur mit American Airlines und Air China und ich muss sagen, da wurden Freundlichkeit und Service so groß geschrieben, dass ich am Ende der Flüge schon nahezu genervt war, wenn schon wieder Trollies mit Getränken durch die Gänge rollten. 😀 Und auf Langstreckenflügen ist das Publikum dann auch noch nicht soo gemischt. Es gibt zwar häufig Kinder und ja, die schreien auch gern und oft, aber sonst wissen sich die meisten zu benehmen bzw. nutzen die Zeit zum Schlafen oder hängen über ihren Laptops.

  2. Also ich schlafe auch immer sofort ein, wenn ich mich auf meinem Fensterplatzsitz angeschnallt habe. Tuch, Kapuzenpulli, Schlafbrille (ja, ich werde sehr komisch angeguckt, wenn ich sie aufsetze), Nackenhörnchen und Ohrstöpsel mit Musik. Sieht schräg aus, hilft mir aber extrem schnell einzuschlafen. Was soll ich denn sonst noch machen? Dem Sicherheitsgehampel guckt doch kein Mensch mehr zu. Manche klappern wichtig auf ihrem Notebook herum oder schauen Filme. Ich kann immer eine Mütze voll Schlaf brauchen, also penne ich. Von den Saftschubsen will ich maximal stilles Wasser mit Zitrone und das klappt immer irgendwie zwischendurch.

    Gestern war ich in einem Laden für Spass aller Art, weil ich morgen ein Hippiegirl abgeben muss. Da gab es auch Gummihände, wäre das etwas zum unterwegs DRÜCKEN für Dich 😉 ?
    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

  3. Super geschrieben! Unterhaltsamer als so mancher Roman. Du solltest mal deine Memoiren schreiben, ich würds kaufen… 🙂

  4. Mein Highlight des Tages, super. Ich hab so gelacht, die überspitzte Beschreibung der „nasalen“ Ansagen ist weltklasse. Genau das denke ich auch immer. Hach, jetzt bin ich richtig gut drauf, danke!

  5. Lieber Kaiser, über Deine Erlebnisse im Flugzeug lache, lache, lache ich gerade 🙂 und krieg mich bald nicht mehr ein!!! Einfach köstlich Dein Humor, richtig toll geschrieben. Ich bin so froh, dass ich durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen bin 🙂
    Nur so am Rande, den Ausdruck Paniac kannte ich noch nicht, aber zu denen gehöre ich auch. Ich habe schon in meiner Jugend immer meine besten Aufsätze in der Nacht vor dem Abgabetermin geschrieben….Viele Grüße und Allen ein schönes Wochenende 🙂

  6. Freut mich, dass das Daumendrücken geholfen hat 🙂

    Deinen Unmut bezüglich Deiner Flugerfahrungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Man kommt sich dämlich vor höflich zu sein.

    Ich kann mich erinnern an eine Reise nach Singapur mit Singapore Airlines – die haben einem quasi jeden Wunsch von den Lippen abgelesen – um es überspitzt zu sagen. Ist schon länger her 🙂

    Diese herrschende Unhöflichkeit bzw. Gleichgültigkeit nervt und wenn man sensibel ist leidet man darunter.

    Vielleicht solltest Du einen Tranquilizer nehmen um damit Deine Flugangst zu bändigen?

    Jedenfalls hast Du mich wieder zum Schmunzenl gebracht und das ist gut so 🙂 Danke dafür!

    Lieben Gruß aus Wien

    Regina

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