LIFESTYLE: DIE NACHT ALS JAMES BOND STARB * „WRITING´S ON THE WALL“

Man wird ja öfter mal enttäuscht im Leben. Von Menschen, von Situationen und diesmal auch von einem Song. Nicht von irgendeinem, sondern vom neuen James Bond Song „Writing´s on the wall“ von Sam Smith. An diesem Abend der Veröffentlichung bin ich schwer enttäuscht worden. So schwer, dass ich da keine Hoffnung mehr habe und „James Bond – The Neverending Series“ für mich gestorben ist. Aber…tomorrow never dies…

Link zum Song

Jetzt möchte ich erst einmal vorausschicken, dass Musik ein vortreffliches Thema zum streiten ist. Deshalb bitte ich auch gerne um kontroverse Kommentare.

Am 25.09. wurde per Spotify der neue James Bond Song „Writings on the wall“ weltweit veröffentlicht, und ich habe schon gespannt darauf gewartet, denn eigentlich bin ich ein (mittelgroßer) Bond-Fan. Ok, seit Daniel Craig Mr. Bond ist hat das alles irgendwie seinen Charme, Witz, Liebenswürdigkeit und wasweißich verloren. Leider. Geblieben ist sterile Kühle und depressive Verstimmungen auf dem Weg vom Kino nach Hause. Trotzdem ein Bond Song ist ein Bond Song, bleibt ein Bond Song!

Das orchestrale Intro ist dann auch vielversprechend und macht was her, sogleich hatte ich ein mildes Lächeln auf den Lippen. Drama! Phhh, doch dann setzt Herr Smith zum Gesang an…

Ab hier habe ich fast schon keine Lust mehr etwas dazu zu schreiben, denn Enttäuschungen machen es einem schwer Kreativität und Schreibfreude zu verspüren. In diesem Fall entsteht höchstens in mir der Zwang meine Ohren mit kochend heißem Wasser zu waschen und Herrn Smith gemeine Briefe zu schreiben.

„Der Song ist ein Höhepunkt meiner Karriere.“ und „Ich habe ihn in 20 Minuten geschrieben“ sind zwei Sätze, die mich nachdenklich machen. Wenn das der Höhepunkt sein soll, na dann gute Nacht. Und eigentlich kein Wunder, wenn man der Muse gerade mal 20 Minuten Zeit gibt, um zu einem fulminanten Kuss auszuholen!

Knapp vier Minuten lang säuselt, seufzt und jammert Sam mit der rostigen Kellertür um die Wette. Och nö, da kommt keine Gänsehaut auf, kein erhabenes und hymnisches Gefühl wie sonst so oft bei den typischen James Bond Akkorden. Das ganze Lied erschliesst sich mir einfach nicht, kein wirklicher Höhepunkt, eine einzige flache Musikmatte, nicht mal ein Teppich. Kein Glamour, keine Coolness, so gar nichts!

Nun will ich auch keine Shirley Bassey mehr als Chanteuse haben, diesen Zeiten habe ich noch nie hinterher getrauert. Aber eine Adele oder Chris Cornell, das waren Ansagen! Bleibt eigentlich nur noch die Frage, was sich die Produzenten und Herr Schmidt bei diesem Machwerk gedacht haben. Ich hoffe mal, sie waren entweder krank, uninspiriert, hatten nen fetten Kater oder schlechten Sex! Ach verdammt, sollen die sich doch selbst ihre Ausrede ausdenken.

Interessant wäre es zu erfahren, welche Songs denn noch zur Auswahl standen. So wie dereinst zum Film „Tomorrow never dies“, wo Sheryl Crow das Rennen machte (fand ich übrigens auch eher mittelmäßig). Die mMn bessere Kandidatin wäre K.D.Lang gewesen, die in einer noch nie von ihr gehörten Wärme in der Stimme einen meiner absoluten Lieblings-Bond-Songs gesungen hat. Das Lied hat es dann wenigstens noch in den Abspann geschafft und wurde in „Surender“ umbenannt. Hört mal rein!!

 

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(Foto: Konsumkaiser Keinerlei Sponsoring!)

25 Kommentare

  1. Ich mag und mochte Sam Smith nicht. Für mich gehört er in die Kategorie „schmachtender Jammerlappen „. Schade, dass er jetzt den Bond-Titelsong -der eigentlich ja immer sehr kraftvoll und stark ist- auf Jammer-Niveau gebracht hat. LG Jutta

  2. Ich war nie eine große Kinogängerin, aber der neue Bond war ein Muss, absoluter Kult. Für mich starb Bond mit Daniel Craig.
    Ich finde diesen Song von Sam Smith eher schwierig und die hohen Töne schmerzen leicht in meinen Ohren ;-).
    Gruß,
    Claudi

  3. Den „neuen“ Bond Song habe ich noch nicht gehört. Adeles Skyfall fand ich allerdings äußerst gelungen. Wobei ich Adele ohnehin sehr gerne höre, unabhängig von Bond.
    Zu den Bonds. Sean Connery ist und bleibt für mich James Bond. Alle die danach kamen waren (sorry….. ) Pfeifen. Pfaue…. von technischem Schnickschnack und einem actionreichen Drehbuch abhängig….) Achtung: Einzig und allein Daniel Craig hat das Zeug an den Bond der ersten Stunde anzuknüpfen. Gerade die zu tiefst menschlichen Züge, die auch ein Held und Frauentyp haben sollte, machen ihn mir als Charakter mehr als sympathisch. Alles zu geben, wenn die Uhr auf 12 h und es kein Zurück gibt.
    VG
    Sunny

  4. Moin!

    Oh fein, endlich ein Ort an dem ich mich auslassen kann! 🙂

    Vorweg, ich finde Craig als Bond klasse, es war eine absolut mutige Entscheidung den Typ so stark zu verändern. Hat sich als genau richtig erwiesen. Und ich würde begeisterte Luftsprünge für Iris Elba als neuen Bond machen (was aber eher unwahrscheinlich ist, leider).

    Mit einem Bond Song steht und fällt ja eigentlich die halbe Miete. Ich stell mir im Kino das Gekicher und Gestöhne vor, wenn Spectre anläuft. Nein, geht absolut garnicht! WTF! war mein erster Gedanke. Bin ich hier bei Rosamunde Pilcher gelandet? Heulendes Elend. Unglaublich schlecht und lieblos komponiert. So wirkt der Song zumindest auf mich. Grausam einfach nur grausam. Keine Erklärung. Nein Danke, ich bin dann mal weg…

    Der arme Teufel hat wohl vor eigener Begeisterung über seine Nominierung für den Song, dass denken beim sprechen ausgeschaltet und die Nummer mit den 20 Min. ausgeplaudert. Ich wette er bereut es mittlerweile.

    Ich wette James kann garnicht soviel Martini saufen wie er braucht um damit klar zu kommen. Arme sau. Hat er echt nicht verdient.

    Motzmodus aus. Und danke dafür 😉

    1. gerne, rumgemeckere auf kk kann ich gut leiden! immer her damit, ich lästere gleich mit. ich hab doch sogar noch gelesen, dass es jetzt fast schon klar wäre, dass der nächste bond auch mal schwul sein könnte. uff, jetzt schlägts aber dreizehn!! 🙂 da kann selbst ich nicht drauf, nö!

      1. Mensch, Herr Kaiser, da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: James wird demnächst Sam heissen. Sam Smith! Und die Welt wird sich fragen, wer wird das neue Bondgirl! Prosit ins Wochenende… 😉

  5. Ich hockte bei der Radiopremiere im Auto und schob es auf meine (eigentlich nicht miesen) Boxen und versuchte es dann nochmal zu Hause. Aber das Ergebnis war gleich. Kommt nicht an mich ran. Ich bin ja kein Adele Fan, aber der Titel hatte etwas, das Maßstäbe setzt und nun haben wir ein Einschlafliedchen bekommen. Danke für Deinen Bogen zu k.d. lang – da höre ich gerade rein und bekomme Bond-Gänsehaut!

  6. „Bleibt eigentlich nur noch die Frage, was sich die Produzenten und Herr Schmidt bei diesem Machwerk gedacht haben. Ich hoffe mal, sie waren entweder krank, uninspiriert, hatten nen fetten Kater oder schlechten Sex!“ Wenn ich mir diesen Song so anhöre, dann möchte ich fast sagen, das war es alles gleichzeitig, anders kann ich mir das nicht erklären. Grauenvoll.

  7. Da muss ich doch mal für die Kontroverse in den Kommentaren sorgen 🙂 : ich finde den Song jetzt gar nicht so schlecht. Die meisten Bond-Songs wirken im Radio mMn nicht so toll, aber zusammen mit den Bildern ist das was anderes (Ausnahme Adele, das geht auch pur). Und dann hab ich mir beim Hören einfach Bilder dazu vorgestellt und fand es dann eigentlich ganz gut. Und die Tickets für die Premiere von Spectre sind schon bestellt 🙂

    1. da hast du recht, hat bei mir auch schon mal funktioniert. zuletzt bei dem neuen hurts video zu lights. das lied ist eher lau, aber zusammen mit den coolen bildern macht es mich total an.

  8. Bei den Bond – Filmen bin ich raus spätestens seit D. Craig. Nicht weil er den Typ an sich schlecht verkörpern würde, aber für mich hat es gerade den Charme der früheren Helden ausgemacht, dass sie sich in den älteren Filmen nicht so ernst nahmen oder zumindest so erschienen. Nach Sean und Roger ging es nur noch bergab und wurde immer mehr zum Gähnen. Materialschlachtlastige bierernste Aktion mit latent depressiven Hauptpersonen gibt es genug, da brauche ich nicht ins Kino zu Mr. Bond.
    Das Lied passt zu dieser Entwicklung 😁 Die Kopftöne tun richtig weh im Ohr.

  9. Ich bin gerade dabei einige Bond Songs auf You Tube beim Schreiben meines Kommentares zu hören. Ich bin ein begeisterter Bond Fan und freue mich immer auf einen neuen Film und kann den kommenden kaum erwarten. D e r Bond ist für mich auch Mister Connery. An D. Craig musste ich mich erst gewöhnen – hat lange gedauert, aber inzwischen finde ich ihn gut.
    Den neuen Bond Song von Sam Smith mag ich auch nicht so richtig, habe ihn hier heute im Blog zum ersten Mal gehört…..was gab es schon für wunderbare Bond Songs…..freuen wir uns auf Monica Belluci 😉 Viele Grüße

  10. Um da auch noch meinen Senf beizutragen, der Song ist gruselig, Gejaule trifft’s, man möchte glatt sagen, sei ein Mann und hör auf zu heulen ;-)!

    Ansonsten gehöre ich zur Fraktion Daniel Craig forever! An Sean Connery geht zwar eh nix vorbei, aber Daniel Craig macht sich super, wie ich finde. Gerade, weil er irgendwie so spaßbefreit ist, ich mag offenbar so leicht unterkühlte Typen, bei denen man nicht tot über’m Gartenzaun hängen möchte :-D. Ginge es nach mir, wäre als nächstes Damian Lewis dran, aber das ist, weil ich auf rote Haare stehe!

  11. Nachdem ich am Freitag im Kino war, jetzt mal ein Update von mir zum Song: er funktioniert wirklich gut! Mit den unterlegten Bildern passt das. Ich finde ihn auch solo gar nicht so schlecht, aber im Kontext finde ich ihn gelungen.
    Tja, und der ganze Film….ich fand ihn ganz ok, Mr. Bond sah gut aus- ziemlich gutes Styling (mit einer Ausnahme: in einer der Szenen war die Anzughose viiiiel zu kurz….). Meine Kinobegleiter fanden den Film alle eher so lala, ist sicher nicht der beste Bond, aber schon gut anzusehen. Und auf jeden Fall mal ein Bond-Girl, das nicht nur gerettet werden muss, sondern selber weiss, wie’s geht….Warum aber so ein Hype um Ms Bellucci gemacht wird bei diesem Miniauftritt, bleibt mir ein Rätsel. Irgendwie hab ich die ganze Zeit gewartet, dass sie wieder auftaucht….

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