LIFESTYLE: GRILLEN (BARBECUE) – WIE KANN MAN ES ALS SPORTLER BESSER MACHEN?

Grillen ist im Sommer total angesagt. Leckeres Zeug, ich kann auch oftmals nicht widerstehen. Aber gegrilltes Fleisch macht manchmal auch Probleme, und ist das alles wirklich noch gesund? Mit ein paar kleinen Kniffen macht man aber aus dem Berbecue ein relativ gesundes Essen, welches auch nach dem Sport gut bekommt und der Regeneration förderlich ist…

Zuerst einmal: Die Menge macht das Gift! Wer 5 mal in der Woche grillt, sollte ganz dringend schauen, was er da auf die heiße Kohle wirft! Fünf mal Fleisch in der Woche braucht kein Mensch und bringt womöglich mehr Probleme mit sich als Vorteile. Besonders wenn das Grillgut auch noch schön dunkelbraun und knusprig (geradezu) geröstet wird. Wir wissen ja, dass hier Substanzen entstehen, die dem Körper nicht zuträglich sind. Also eher weniger davon, aber dann mit Genuss.

Aber jetzt erst einmal die vielen Vorzüge: Beim Grillen, ab nach draußen! Socializing ist angesagt. Also Freunde treffen, oder besser noch: Die Trainingskumpels (gibts das Wort auch in weiblicher Version??). Gleichgesinnte untereinander „sündigen“ weniger als wenn man mit der gefräßigen Raupe ein Gelage veranstaltet.

Dips? Klar, aber selbst gemacht! Das ist echt nicht schwierig. Google hat da zig Rezepte parat. Die fertigen Produkte strotzen leider nur so vor Fett und Zucker. Blöde, leere Kalorien, die man sich sparen kann! Nur mit Geschmack wird nicht gegeizt. Mit ein wenig Tomatenmark, Chayennepfeffer und einem Spritzer Zitrone hat man einen fruchtigfrschen Dip mit wenig Kalorien, nur so als kleines Beispiel. Frischkäse mit Kräutern ist manchmal einer plumpen Mayonnaise deutlich überlegen. Und Senf geht immer, mit Mango oder Ananassaft gemischt, wird dieser geradezu exotisch.

Salat? Immer gut! Er macht durch sein Volumen satt, ohne viele Kalorien zu spenden. Grünzueg geht auch immer gut auf einem Burger! Einfach mal ein bisschen mehr davon nehmen, dann noch ein paar Tomatenscheiben und Gurken, super Balance!

Fisch magst Du nicht? Probiere es mal mit Fisch vom Grill. Der schmeckt tatsächlich ganz anders, ist eine gute Eiweißquelle und schlägt nicht mit allzuviel Fett zu Buche. Und da schmeckt eine frische Zitrone ganz besonders gut zu! Haa, die vielen guten Omega-3-Fettsäuren sind gut fürs Herzilein!

Noch was Süßes? Wie wäre es mit einer gegrillten Banane? Einfach eine Banane leicht mit Honig einreiben und in Alufolie wickeln. Ab auf den Grill damit (5-10 Minuten) Herrlich süß und immer noch gesünder als gebratene Marshmellows!! Ein Spieß mit verschiedenen Obstsorten macht sich auch ganz prima!

KK Gegrilltes

Doch Vorsicht:

Bei all diesen Probiertipps sollte aber EINS KLAR SEIN: Verwendet eine Grillschale! In die heiße Kohle tropfendes Fett ist „pures Gift“ (krebsauslösende Kohlenwasserstoffverbindungen (Benzpyrene) und andere polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK))

Die gefährlichen Stoffe entstehen aber auch, wenn Fleisch stark verbrennt. Ein Kilogramm Fleisch kann bis zu 5,8 – 8 Mikrogramm davon enthalten, was dem Qualm von gut 600 Zigaretten entspricht (aid Verbraucherdienst). Deshalb ist für einen ausreichenden Abstand zwischen Glut und Fleisch zu sorgen. Viele Grillspezialisten kippen wegen des besonderen Aromas Bier über das Grillgut. Diese zusätzliche Rauchbildung sollte aber besser ebenfalls nicht zur Anwendung kommen.

Andere extrem gesundheitsschädliche Stoffe, die Krebs auslösen können, sind die Nitrosamine. Sie entstehen beim hohen Erhitzen von Lebensmitteln, die mit dem Konservierungsstoff Nitritpökelsalz (E 249 und E 250) behandelt worden sind. Gepökelte Fleischwaren wie Kasseler, Räucherspeck, Leberkäs, Fleisch- und Bockwürste gehören absolut nicht auf den Grill. Leider gibt es im Handel auch solche Grillprodukte, die dieses Salz enthalten, wie z.B. „Berner Würstel umwickelt mit Bauchspeck“. Zunehmend wird Käse mit Nitritpökelsalz behandelt, was beim Überbacken von Grillgut beachtet werden sollte.

Wer es saftig mag, fügt meist noch ein wenig Öl hinzu, aber auch da gibt es Probleme: Verzichte beim Grillen auf Öle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Sonnenblumen- oder Maiskeimöl, denn die mehrfach ungesättigten Fettsäuren oxidieren unter Hitzeeinfluss zu schädlichen Verbindungen. Gut geeignet sind dagegen Rapsöl, Olivenöl und Erdnussöl.

 

Viel Spaß beim Grillen und genieß die herrlichen Temperaturen!

 

 

(Foto: Konsumkaiser Der Bericht ist nicht gesponsert)

 

  • Dr. Claudia Müller: Vor- und Nachteile beim Essen (7/2010)
  • Verein zur Förderung von Ernährungsinformationen (Hrsg.)( 7/2010)
  • Aid-Infodienst (Hrsg.): Gesund Grillen

5 Kommentare

  1. …und Kokosöl. Soll ja seit neusten Erkenntnissen das Öl sein, das sich am besten und gesündesten erhitzen lässt. Bio-Kokosöl gibt es jetzt auch so gut wie geschmacksneutral.

  2. Da krieg man ja Gusto bzw.Hunger:-) Ich verwende ausschliesslich Kokosöl zum Braten.

    Lieben Gruß aus Wien
    Regina

  3. Ich auch ! Und keiner „merkt“ es, also beschwert sich über Geschmack oder Konsistenz.Soll ja auch den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Angelina Jolie frühstückt angeblich immer Kokosöl.

  4. Hallo,

    bitte aufpassen beim Einsatz von Alufolie bzw. Alugrillschalen. Säurehaltige Lebensmittel (Obst, Gemüse bspw. Tomaten) lösen das Aluminium aus der Folie o.ä.

    Gruß,
    Nadine

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