BEAUTY: ÜBEL! DIE ALOE PEELING PADS VON BALEA * BITTE LINKS LIEGEN LASSEN!

Wieder mal ein Lehrstück aus dem Buch „Billiges Zeugs, dass man links liegen lassen sollte!“ Die „Peeling & Pflege Pads 2 in 1“ von Balea. Hier finden wir gleich 2 die Haut reizende Faktoren, die dieses Produkt für mich unbenutzbar machen. Lest hier, warum so viele billige Produkte aus dem Drogeriemarkt so schlecht für unsere Haut sind…

KK Balea Peeling Pads

PR-Text:

„Balea sanfte Intensiv-Pfegeserie für klare, schöne Haut. Die Formulierung mit milder aloe Vera reinigt und pflegt die Haut. Mit der Peeling-Oberfläche entfernen Sie schonend die Hautschüppchen, mit der weichen Pflege-Oberfläche verfeinern und pflegen Sie Ihr Hautbild.“  30 Pads kosten ca. € 1,99

INCI:

AQUA · ALCOHOL  DENAT. · ALOE BARBADENSIS LEAF EXTRACT · PHENOXYETHANOL · SODUIM BENZOATE · PROPYLENE GLYCOL · DEHYDROXANTHAN GUM · SODIUM COCOAMPHOACETATE · BENZOIC ACID · CITRIC ACID · DEHYDROACETIC ACID · PARFUM

 

Zuerst: Dies ist kein Plädoyer für die These „teuer = besser“! Ich sage es mal gleich zu Anfang, sonst werde ich wieder mit Mails und Links zur Stiftung Warentest überhäuft, die mich daran erinnern sollen, wie toll doch so einige billige Produkte bei Tests abgeschnitten haben. Die teuren hatten (in der Wahrnehmung der Menschen) dann immer das Nachsehen.

Nein, teuer ist nicht immer besser, aber der Umkehrschluss gilt auch nicht! Billig ist dann nämlich doch meist unterdurchschnittlich! Mir ist schon klar, dass viele Menschen auf die billigen Produkte angewiesen sind, weil sie sich die teuren nicht leisten können (manchmal auch nicht wollen). Trotzdem bin ich der Ansicht, dass man in diesem Fall aber auf alle Fälle aufgeklärt sein sollte, was man verwendet. Vielleicht lässt man es einfach ganz und verzichtet auf eine bestimmte Produktgruppe völlig.

Die Balea Peeling Pads sprechen uns alle ja an! Es ist günstig, total praktisch und man liest von Aloe Vera, die ja auch ein bisschen Natürlichkeit impliziert. Aloe ist super bei feuchtigkeitsarmer Haut, ganz klar! Peeling ist auch super, es beseitigt alte, tote Hautschüppchen, die die Haut grau und fahl aussehen lassen.

Was ist dran und drin?

Dies ist aber auch einer der Gründe, die gegen die Pads sprechen. Die Pads sind mit kleinen, harten Kügelchen beschichtet, die die Haut „rubbeln“ und damit für den Peelingeffekt sorgen. Das ist keine gute Idee. Heutzutage sollte sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass mechanische Peelings einfach nicht gut für die Haut sind. Im Gegensatz zu chemischen Peelings können mechanische Peelings einige Hautschichten zu viel abnehmen und die Haut damit verletzen. Das merkt man nicht immer sofort, aber hinterher wird die Haut unnatürlich empfindlich und anfälliger. Da somit ein längerer Zeitraum zwischen der Anwendung des Peelings und der Hautirritationen besteht, wird das Peeling sehr oft nicht in Zusammenhang gebracht. Ein chemisches Peeling (zumindest die für den „Hausgebrauch“ entfernen nur ganz zielgerichtet die abgestorbenen Hautschüppchen und nicht ganze Hautschichten!) ist also deutlich schonender und effektiver. Allerdings sollte man auch auf ein „Über“Peeling aufpassen. Zu viele chemische Peelingprodukte zusammen oder in schneller Reihenfolge sind ähnlich schlecht für unsere Haut!

Ein weitere Kritikpunkt betrifft die Inhaltsstoffe. Es ist gleich an 2. Stelle „Alcohol denat.“ zu finden. Das finde ich enorm schlecht, ist dieser doch für seine austrocknende Wirkung auf die Haut bekannt. Nach einiger Zeit fettet die haut dann umso stärker nach!  Nun hatten wir gerade wieder die Diskussion, ob das denn nun wirklich so schlimm sei. Es kommt immer das Argument mit dem „Verfliegen“, und dass die Untersuchungen dazu unter Laborbedingungen die Zellkulturen in Alkohol baden ließen.

Dem ist aber nicht so! Das Schlimme ist nämlich die KETTENREAKTION den der Alkohol in den Zellen anschubst, auch bekannt als „oxidative Kettenreaktion“. Und dazu werden die Zellkulturen nicht in Alkohol „gebadet“ sondern nur kurz eingesprüht, also nur begrenzt mit ihm in Kontakt gebracht. Ist diese Kettenreaktion erstmal angeschoben, lässt sie sich auch durch den schnellverfliegensten und niedrigprozentigsten Alkohol nicht aufhalten. Zellen sterben dabei ab, ganz einfach.

Ganz ehrlich? Wie dem auch sei, aber man merkt doch, dass Alkohol auf der Haut nichts Gutes tut, oder? Der gesunde Menschenverstand sollte uns klar warnen, wenn man nach dem Kontakt mit Alkohol z.B. an den Händen ein Brennen verspürt und die Haut nach dem Abreiben spannt und sich nicht wohl fühlt! Und wenn in einem Pflegeprodukt dafür aber zusätzlich noch ein paar rückfettende Stoffe enthalten sind, so wird dieser gerade beschriebene Effekt nur übertüncht! In der modernen Medizin wird Alkohol nicht mal mehr als Desinfektionsmittel verwendet! Das sagt schon viel aus, oder? Trotzdem lieben einige wohl das leicht kühlende Gefühl auf der Haut.

Die enthaltenen Duftstoffe machen das dann auch nicht besser, sondern bergen ebenfalls ein Unverträglichkeitsrisiko. Gerade nach der mechanischen Manipulation an der Haut, ist diese (je nach Intensität des „Rubbelns“) deutlich empfindlicher.

Alternativen?

Leider findet man in den Drogeriemärkten noch so gut wie keine empfehlenswerten chemischen Peelings, die man alternativ vorschlagen könnte. Gerade diese Produktgattung kommt in Drogeriemärkten oftmals nur in „alkoholverseuchter“ Form vor. Versetzt mit ordentlich Duftstoff und dazu im falschen (unwirksam machenden) pH-Bereich. Neutral ist nicht immer richtig für die Haut, sie mag es gerne leicht sauer! Und chemische Peelings wirken nur im leicht sauren Bereich!

KK Rodial Pads

KK Rodial Pads open

 

Ein gutes Alternativprodukt aus dem High-End Bereich wären aber z.B. die RODIAL „Super Acids x-treme pore shrink cleansing pads“!  Exfoliert wird die Haut hier durch sanftere Salizylsäure im richtigen pH-Bereich. Hautberuhigende Stoffe (z.B. Allantoin) schonen die Haut dabei zusätzlich. Diese kosten – für einen 2 Monatsvorrat – ca. € 42,00 Ein ganz schöner Brocken für ein bisschen Bequemlichkeit, nicht wahr? Aber ich persönlich mag die Pads, und sie wirken auf die Ausstrahlung der Haut, sowie auf die Poren und gegen Mitesser. Morgens und am Abend verwendet, sieht man bereits nach ein paar Tagen einen deutlichen Unterschied.

 

(Alle Produkte wurden selbst gekauft. Der Bericht ist nicht gesponsert. Fotos: Konsumkaiser)

7 Kommentare

  1. Seit 20 Jahren gehe ich regelmäßig zu meiner Kosmetikerin. Früher hatte sie CARITA Produkte, deshalb wählte ich sie mal aus. Auch dort wird schon lange nicht mehr mechanisch gepeelt. Ich mache es zu Hause auch nur noch an den Ellenbogen und Füßen und eines der ersten Dinge, die ich mir nach Deinen Empfehlungen kaufte, waren die Pads von RODIAL. Wirksam, praktisch in der Anwendung und echt ergiebig. Ein Pad reicht gut für das Gesicht und sogar noch für den Hals und das Dekolleté – nicht mehr die volle feuchte Ladung, aber bevor es in die Tonne kommt, wird es richtig ausgenutzt. Gut, es ist kein Billigprodukt – gefällt mir aber besser als billiger Instustriealkohol an zweiter Stelle der INCI Latte..

      1. Ich freue mich auch immer, wenn ich günstige Drogerieprodukte sehe, die nach einer Alternative zu hochpreisigen Produkten aussehen – bei näherem Hinsehen oder auch Ausprobieren bin ich dann aber doch meistens enttäuscht. Die Rodial-Pads interessieren mich auch, aber ich peele momentan mit BHA von Paula, ist nur halt nicht ganz so praktisch.

        1. ganz genau! die reine bequemlichkeit! paulas bha ist da auch mein maßstab. damit bin ich auch weiterhin super-zufrieden! die pads sind einfach nur praktisch, wenn man mal ganz, ganz faul ist.
          viele grüße, kk

  2. Ein sehr schöner Beitrag, vielen Dank dafür. Ich kannte diese Pads von Balea noch gar nicht, sind mir im Regal noch nie aufgefallen. Ich lese in letzter Zeit auch immer mehr über diese Peeling Pads. Ich kann mir nur partut nicht vorstellen diese auch wirklich täglich zu verwenden, zerstört das nicht erst recht die Hautbarriere? Und dass hier Alkohol wieder so weit vorne steht kann ich nicht verstehen, vor allem nicht für ein fast tägliches Produkt in der Anwendung. Lg Jules

  3. Und trotzdem werden sich die Blog – Mädelchen überschlagen vor Lobeshymnen – klar, wer DM als den Himmel und Balea als Gottesgabe ansieht… 😀 Manche Blogs erscheinen wie Werbestudios für DM.
    (Nix gegen den Laden an sich und einiges, was dort gut und preiswert zu haben ist – aber eben nicht alles! Und meistens keine Kosmetik!) Liebe Grüße in den „Pott“, ich hoffe das Sturm-Chaos ist nicht mehr ganz so schlimm!

  4. Ich benutze seit meinem 16 Lebensjahr eine Gesichtsreinigungsbüste einfach super fürs Gesicht, da brauche ich kein zusätzliches Peeling.
    LG Petra

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