KK INTERN: KLEINE AUSZEIT

Leider muss ich mir für den KK-Blog eine kleine Auszeit nehmen. Ich hoffe, es dauert nicht lange, aber meine Gedanken kreisen gerade vollständig um meine Gesundheit…

 

 

Viele Grüße aus dem Krankenhaus!

Am Freitag musste ich mich in der Notaufnahme eines benachbarten Krankenhauses vorstellen, und dort wurde ich dann auch gleich aufgenommen.

Vorausgegangen waren bei mir stark spürbare Herzrhythmusstörungen zusammen mit Herzrasen, das meine Apple-Watch zweifelsfrei als „Vorhofflimmern“ identifizierte (nicht zu verwechseln mit „Kammerflimmern“). Eine sehr beängstigende Situation, wenn man das zum ersten Mal mitmacht!

Zum Glück fällt man damit nicht gleich um, es gibt sogar Menschen, die bemerken diesen chaotischen Herzrhythmus erst gar nicht, wenn er zum Beispiel erst nur in kurzen Episoden vorkommt und das Herz nicht offensichtlich schneller schlägt.

Unerkannt ist das ist dann besonders gefährlich, weil sich durch das unkontrollierte Flimmern Thromben (Blutgerinnsel) bilden können, die zum Beispiel zu einem Schlaganfall führen können.

In diesem Zusammenhang begrüße ich es sehr, dass es mittlerweile so einige zuverlässige Geräte gibt, wie zum Beispiel die Apple-Watch (ab Serie 4), die diesen Zustand messen und melden können. Das finden auch Forscher weltweit, die teilweise erstaunt sind, wie akkurat die EKG-Messungen in Kombination mit intelligenter Software sein können, mit nur einem Kanal (ärztliche EKGs haben meist 12 Kanäle).

Interessant, dass die Ärztinnen und Ärzte hier diese Funktion noch gar nicht kannten, und etwas erstaunt guckten, als ich ihnen meine Selbstmessungen zeigte.

Klar, man sollte nun auch nicht gleich als Patient mit der Diagnose ins Haus fallen, man ist schließlich Laie, und diese Geräte sind auch nicht unfehlbar. Aber als erste Informationsquelle sind sie klasse, wie ich nun am eigenen Leib feststellen durfte.

 

Die weiteren Untersuchungen verliefen ohne großartige Befunde, zumindest nichts Neues dabei. Als Soforttherapie wurden Medikamente verordnet (u.a. Betablocker, Digitalis, Gerinnungshemmer), sowie bei Erfolglosigkeit am Montag eine Elektrokardioversion (also ein Elektroschock unter Narkose).

Zum Glück stellte sich nach ca. acht Stunden wieder der normale Sinusrhythmus ein, und der blieb auch bis heute stabil, sodass am Montag wohl kein Schock mehr verabreicht werden braucht.

Leider ist diese Erkrankung auch nicht sonderlich gut zu prognostizieren. Will sagen: Es kann wiederkommen, trotz Medis und entsprechender Lebensführung. Kein schönes Gefühl, und gerade zu Anfang wird man wohl viel zu häufig ängstlich in sich hinein horchen.

Bis dahin futtere ich jetzt erst mal das typische Krankenhaus-Frühstück und lasse die Dinge auf mich zukommen.

Ich teile das heute mich euch, weil ich für ein paar Tage die Arbeit am Blog ruhen lasse, aber auch, weil ich ein wenig von meinen Erfahrungen erzählen wollte. Diese Erkrankung ist nämlich nicht selten, und wie gesagt, sie wird sehr oft erst viel zu spät diagnostiziert. Manche Formen lassen sich sogar oftmals nur durch ein Langzeit-EKG nachweisen.

Dann hat das Herz womöglich schon Schaden genommen, und die Gefahr von Embolien steigt enorm stark an. Kontrolliert also ruhig öfter mal euren eigenen Herzschlag! Macht euch mit dem Rhythmus vertraut, sodass ihr Veränderungen selbstständig erkennen könnt. Wer möchte, sollte auch über technische Unterstützung nachdenken, solche Warner sind zB. auch in einigen Blutdruckmessgeräten eingebaut.

Wer sich nicht sicher ist, kann es ja auch mal mit dem Führen eines Herztagebuchs probieren.

Wer aber in Ruhe beispielsweise einen seltsam beschleunigten Puls spürt (über 100 Schläge/Minute, kann aber auch verlangsamt oder normal sein, das ist tückisch), der auch noch unregelmäßig und chaotisch wirkt, sollte sich unbedingt an medizinisches Personal wenden!

Bis bald!

KK ♥

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser.  Keinerlei Sponsoring.   Der Beitrag stellt nur einen allgemeinen, laienhaften Tipp zur Gesundheitsvorsorge dar, er dient nicht der Diagnose oder Therapie. Bei Unsicherheiten und Fragen unbedingt Fachpersonal aufsuchen!)


162 Gedanken zu “KK INTERN: KLEINE AUSZEIT

  1. Lieber KK ,
    Alles Gute für Dich von einer stillen aber langjährigen Leserin …
    Ich freue mich jeden Morgen auf meine KK-Frühstückslektüre, aber Deine Gesundheit ist jetzt das Wichtigste!
    Gute Besserung ..und ich wünsche Dir das Du ganz schnell wieder in Deinem eigenen Zuhause bist .
    Sonnige Grüsse aus Strassburg
    Angelika

  2. Lieber KK, auch wenn es jetzt der xxte Gruß und Genesungswunsch ist, hoffe ich sehr,dass es Sie stärkt und vielleicht dazu beiträgt,dass Sie weiter gut auf sich aufpassen!!! Ich (und bestimmt alle Leser☆innen) warten sehr geduldig und bleiben Ihnen treu, egal wie lange wir auf den nächsten Beitrag warten.Jetzt ist einfach nur Ihr Wohergehen und Ihre Gesundheit wichtig! Alles Gute und bis bald!!!Marie

  3. Lieber KK,
    ich wünsche dir von Herzen alles Gute, insbesondere für deine Gesundheit! 🍀🤗
    Liebe Grüße und herzlichen Dank für diesen Blog! ☀️

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