LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 25.03.2021

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig ins Frühjahr, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Nichts folgt einem festen Schema, Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Verzeihung

Angela Merkel tat mir am Mittwoch beinahe schon ein wenig leid, als sie das deutsche Volk wegen des unvergleichlich weltfremden „Ruhetag-Debakels“ um Verzeihung bat. Ja, Kommunikation ist nicht die Superkraft dieser Regierung, und erst recht nicht die der Kanzlerin.

Aber wenigstens wurde sich nicht „entschuldigt“, was ich von der buchstäblichen Wortbedeutung her eh ziemlich unglücklich finde (man kann sich doch nicht ent-schuldigen, das kann nur das Gegenüber).

Verzeihung angenommen.

Vorausgegangen war wieder einmal das murmeltieresque Schauspiel, das wir ja nun schon kennen. Ministerpräsidentenkonferenz, lang, länger, noch länger. Danach tritt eine mittlerweile völlig erschöpfte Kanzlerin vor die Pressekameras und verkündet die (bisher immer dünner werdenden) Beschlüsse, die dann kurze Zeit später wieder in den Ländern „modifiziert“ werden, ähem.

Umwehte Merkel und ihre (männlichen) Vorgänger bislang die Aura der Unfehlbarkeit, so waren wir diesmal Zeugen einer historischen Ehrlichkeit. Das war nix, und das muss man dann auch mal zugeben können. So etwas bekommt man seltener zu hören, als das Amen zu Ostern in den superspreading Events der Augen-zu-und-durch-Kirchen.

Somit gibt es wieder einmal Unsicherheit und Verwirrung in der Bevölkerung. Alles kann (irgendwie), nix muss. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Ostersüppchen, und die Kirchen erst recht, das hatte man ja bereits zehn Sekunden nach Durchsickern der Beschlussvorlagen von allen Kanzeln dieses Landes empört verkündet. Am Donnerstag hat man dann den Eindruck, die Bundesregierung knickt vor der allgemeinen Empörung schneller ein, als ein zartes Bambuspflänzchen, das sich eben erst aus dem Erdboden erhoben hat.

All das Drängeln, diese unzähligen Wünsche nach Extrawürsten, bis hin zur Forderung nach endgültiger Beendigung der Pandemie (echt Leute, versteht Ihr eigentlich die Situation?), das macht mich persönlich jedoch deutlich unsicherer.

Vielleicht sollten wir gerade jetzt die Augen besonders weit öffnen, und akribisch registrieren, wer sich wirklich für uns in dieser Zeit engagiert, und wer nur mit heißer Luft stoisch seine Partei- und Wahlkampfpolitik durchzieht. Wir stecken schließlich in einem Superwahljahr.

 

Das pawlowsche Sabbern nach der Vertrauensfrage, nach einer Kabinettsumbildung inmitten der unsichersten Zeit, penetrante Lobbypolitik, keinerlei Lösungsvorschläge und erschreckende Kompetenzlücken, legen in meinen Augen derzeit ziemlich klar offen, dass es in der gefühlten Planlosigkeit ein paar andere Schaumschläger gibt, die mein Vertrauen als Bürger und Wähler noch deutlich weniger verdienen.

Um meine Meinung klar zu formulieren: Niemand macht derzeit einen guten Job, und wahrscheinlich ist das auch gar nicht möglich. Alle Länder dieser Erde sind erschreckend unvorbereitet in diese Pandemie geschliddert, niemand hat sich mit Ruhm bekleckert, kein Weg scheint bislang makellos gewesen zu sein. Doch in dieser ungewohnten Zeit des kollektiven Versagens mit Ansage (wer kennt sich schon mit Pandemien wirklich aus?), muss auch die Opposition eine völlig neue Rolle einnehmen.

Einfach nur Dagegensein und das plakative Anprangern, gemütlich von der Seitenlinie aus, das reicht ab sofort nicht mehr. Dass das einige Parteien immer noch nicht verstehen (wollen), sehe ich mittlerweile kritischer als Politiker, die sich auf dem Zahnfleisch kriechend um Lösungen bemühen, und dabei einen Sack mit 83 Millionen Flöhen hüten müssen, wenngleich auch (noch) nicht wirklich erfolgreich.

Die Zeit nach der Pandemie wird die wichtigste überhaupt, denn es hat sich gezeigt, dass wir in unserem Land in so vielen Dingen hoffnungslos hinterherhinken, und dass die Selbstüberschätzung überwiegt. Das eben erwähnte Meckern von der Seitenlinie muss ein Auslaufmodell werden, ein sinnvolles Zutun von uns allen wird hoffentlich die nächste große „Trendsportart“.

Wird diese Chance auch noch verpasst, wird eine Bitte um Verzeihung nicht mehr ausreichen.

 

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Gute Nachrichten

Neben all diesem Leid, das die Pandemie auslöst, habe ich gestern in unserem Essener Lokalblättchen eine wirklich positive und froh stimmende Nachricht lesen können:

Im vergangenen Jahr (2020) wurde im Straßenverkehr der Stadt Essen kein Kind getötet.

Klingt unspektakulär, ist aber eine dieser schönen Nachrichten, die leider immer so schnell untergehen.

Was ich auch noch erwähnenswert finde: Meine Mutter bekam am vergangenen Wochenende ihre zweite Impfung, und trotz deutlich mehr Andrang im Impfzentrum, waren die Mitarbeitenden dort immer noch so freundlich und zuvorkommend, dass man sich wirklich sicher und gut aufgehoben gefühlt hat.

Ich habe gehört, dass es in vielen Impfzentren in Deutschland ähnlich angenehm zugeht, und das gefällt mir ausgesprochen gut. Könnten wir das vielleicht einfach mal beibehalten und ausweiten?

 

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Uta Ranke Heinemann

Frau Ranke-Heinemann (neben ihrem Essener Sprachinstitut) und ich waren eine Zeitlang direkte Nachbarn in Essen-Süd. Ich habe sie sehr bewundert in den Achtziger- und Neunzigerjahren, auch wenn sie manchmal für wunderlich gehalten wurde. Legendär war ihr giftgrünes Kostüm, das sie gerne zu öffentlichen Anlässen trug und „Attacke“ schrie.

Aber sie war eine der wenigen Frauen, die der katholischen Kirche Paroli bieten konnte, als promovierte Theologin, Professorin und Dozentin, selbst als die katholische Kirche sie mundtot machen wollte.

Wenn ich mir nun vorstelle, dass selbst heute noch Frauen in der katholischen Kirche nur eine mehr als untergeordnete Rolle spielen, sie systematisch mehr Schaf als Schäfer sein sollen, dann kann ich im Sinne von Frau Ranke-Heinemann nur mit dem Kopf schütteln.

Kirchenaustritt schön und gut, dieses Zeichen verstehen auch die alten Kirchenherren, doch von innen radikale Verbesserungen anstreben wäre besser, aber da bin ich zu wenig im Thema, inwiefern das vielversprechend erfolgreich sein könnte.

Die streitbare und unbequeme Frau war jedenfalls ihrer Zeit weit voraus. Eine Schande, dass sie nun mit 93 verstorben ist, und sich in den verknöcherten Strukturen der katholischen Kirche immer noch nichts großartig verändert hat. Die „Eunuchen für das Himmelreich“ bleiben weiterhin unter sich, und (viel zu) viele Gläubige tragen diesen Zustand mit. Ich hoffe, dass die Stadt Essen dieser Frau ein Denkmal setzt, das wäre zumindest auch ein Zeichen.

 

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Pipi-Tabletten

Ich entschuldige mich für den nun folgenden plumpen Themenwechsel, aber ich wollte nur kurz eine Wasserstandsmitteilung (hehe) verkünden. Vor einigen Wochen las ich nämlich hier beim MMM über eine möglicherweise erfolgreiche Behandlung von nächtlichem Harndrang.

Ein Thema, das ab einem gewissen Alter sehr viele Frauen und Männer tangiert, über das aber (ähnlich wie bei den Wechseljahren) gerne auch geschwiegen wird. Hinzu kommt, dass das Thema kein leichtes ist, ich kann hier und heute nur an der Oberfläche kratzen, aber es soll erwähnt sein, dass bei vermehrtem (nächtlichen) Harndrang auch ernsthaftere Erkrankungen abgeklärt werden sollten!

Manchmal ist es aber eben doch nur eine weniger elastische Blase, die im fortschreitenden Alter nun mal an Fassungsvolumen verliert.

Hier wurde nun berichtet, dass mit Tabletten nach Art von „Granu Fink“ (das kennt man ja aus der Werbung), also hauptsächlich durch Kürbissamen-Extrakt, eine deutlich verbesserte Blasenfunktion erreicht werden konnte.

Interessiert habe ich das gelesen, denn wenn ich ehrlich bin, nervt mich der nächtliche Toilettengang mittlerweile ebenso, das geschieht bei mir auch schon deutlich zu oft. Andere Ursachen sind bei mir bereits ausgeschlossen worden, meine Beckenbodenmuskulatur ist ebenfalls top, da ich das Training dafür stark propagiere und selbst regelmäßig anwende.

Und so habe ich treu meine täglichen Tabletten mit eben diesem Kürbiszeugs geschluckt. Aus Kostengründen habe ich mich übrigens für die Tabletten aus dem dm entschieden, die aber durchaus sinnvoll dosiert sind.

Ich hoffe mal, ich habe da nicht am falschen Ende gespart, denn leider konnte ich so gut wie keine Verbesserungen feststellen. Zuerst hatte ich bereits nach wenigen Tagen den Eindruck einer Verbesserung: Statt drei, vier nächtlichen Gängen zur Toilette waren es nur noch zwei. Leider änderten sich die Zahlen tagtäglich weiter, wie ein chaotisches Würfelspiel, sodass ich da keinen Trend ausmachen konnte.

Nach über einem Monat habe ich es nun aufgegeben, bin mir aber sicher, dass es Menschen gibt, die erfolgreicher unterwegs waren als ich. Vielleicht mag jemand nochmals kurz erzählen? Für mich ist das Thema jedenfalls noch nicht gänzlich abgehakt.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Wiki Commons, dm Screenshot.  Keinerlei Sponsoring, Produkte wurden selbst gekauft.)

 

 

 


15 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 25.03.2021

  1. Autsch. Dieser Satz hier ist meiner Meinung nach extrem unglücklich formuliert: „Wenn ich mir nun vorstelle, dass sich auch heute noch Frauen einfach so gefallen lassen, in der katholischen Kirche nur eine mehr als untergeordnete Rolle zu spielen…“
    Es ist mitnichten so, dass sich Frauen in der katholischen Kirche dass einfach so gefallen lassen. Maria 2.0 nur als eines der vielen Beispiele. Es wird ihnen von Männern in der katholischen Kirche schlichtweg unmöglich gemacht, gegen das strukturelle Problem anzugehen.
    Stimme in vielen Punkten mit dir überein, aber diesen Satz finde ich einfach nicht unmöglich, weil er impliziert, dass die Frauen in der katholischen Kirche sich doch einfach nur mal ein bisschen anstrengen und aufmüpfen müssten, dann würde sich das schon ändern.

    Aber ein Denkmal für Frau Ranke-Heinemann, gern in ihrem grünen Kostüm, fände ich auch super. 🙂

    1. Nanana, ich kenne viele Frauen, die sind mir ihrer Rolle der untertänigen Dienerin in der Kirche sehr zufrieden.
      Ich bin schon lange ausgestiegen, weil ich von Frauen rausgemobbt wurde. Ich wollte auch Veränderung, aber das lassen manche nicht zu.

  2. Guten Morgen,
    wie ich gerade lese, ist Maria 2.0 aus der Kirche ausgetreten…Danke für`s erinnern an die Kürbistabletten. Hatte mehrfach bei Rossi und DM vergeblich geschaut und dann vergessen. Die werden unbedingt getestet.
    Ein schönes Wochenende in die Runde!

  3. Ich finde dieses Wahlkampfgeschredder selbst in diesen Zeiten absolut unmöglich. Aber wenigstens ist es leicht durchschaubar. Und damit sollte jeder für sich entsprechend handeln können wenn er im Herbst sein Kreuzchen macht. Davon abgesehen möchte ich in diesen Tagen wirklich kein Politiker sein und die Bitte um Verzeihung ist entsprechend anerkennenswert. Ich weine Frau Merkel jetzt schon nach. Alles in allem hat sie über die Jahre einen guten Job gemacht, adäquaten Ersatz gibt es leider so überhaupt keinen…

    Ich habe mich jetzt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber beworben für eine für 6-12 Monate (je nach Lage) befristete Stelle beim Gesundheitsamt (geht aufgrund der Befristung auch nur, weil der Arbeitgeber nicht der Kreis, sondern das RKI ist). Die suchen Unterstützung zur Kontaktnachverfolgung etc. Der Job ist für Studenten und Abiturienten gedacht (Urlaubsssemester erforderlich), die Bezahlung überraschend gut. Ich hoffe, dass ich den Job bekomme. Da ich im Fernstudium studiere brauche ich kein Urlaubssemester, ein anderer Job ist noch immer nicht in Sicht und ich hätte mal wieder das Gefühl gerade jetzt wirklich was Sinnvolles zu tun.

    Ich bin vor gut 2 Wochen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Ich war noch nie mit Kirche einverstanden, habe mich deshalb als Jugendliche schon nicht firmen lassen (was vor ca. 25 Jahren für relativ viel Aufregung gesorgt hat). Jetzt hab ich endlich getan was ich längst tun wollte. Das Problem ist, man bekommt solche Dinge als Kind übergestülpt und kann sich nicht wehren. Für mich haben Glauben, Liebe und Nächstenliebe nichts mit der Kirche und Konfession zu tun, das sind für mich völlig unterschiedliche Dinge. Der Grundgedanke war wohl mal ein anderer, aber das hat die Kirche wohl völlig missverstanden und hat versagt. Ich habe auch noch einen Brief vom örtlichen Pfarrer bekommen, aber ich werde über meine Entscheidung sicher nicht diskutieren. Zumal ihm bestimmt selbst Gründe einfallen, ehrlicherweise ohne groß darüber nachdenken zu müssen.
    Liebe Grüße in die Runde

  4. Als Ruhrpottkind war ich von der SPD geprägt und kann mich mit CDU/CSU immer noch nicht anfreunden. Wenn es aber um die christlichen Werte geht dann sehe ich Angela Merkel ganz vorne und meine Hochachtung steigt immer weiter . Mein Mann ist schon genervt weil ich zu jeder politischen Debatte moniere, dass ich keine Vorschläge höre. Deshalb Danke für den Beitrag, er spricht mir aus dem Herzen

  5. Dann oute ich mich mal als braves Schaf. Ganze Familie in der Kirche aktiv. Ich bin der festen Überzeugung, daß man nur von innen heraus etwas ändern kann. Und daran arbeite ich. Aber was seit 2000 Jahren läuft, ändert man nicht in einem Tag. Schönes Wochenende und um es mit URH zu sagen „ATTACKE!“

  6. Uta Ranke-Heinemann war eine energiegeladene Frau, die geschickt mit den üblichen Verdächtigen umzugehen verstand – und ihr Humor war wirklich herrlich. Schade – aber wie so oft, was leider auch klar ist -, dass ihre Bestrebungen nicht zum Ziel führten. Never give up war wohl ihr Motto, ein Motto, das mir gut gefällt.

    Angela Merkel hätte die Nummer mit dem Miniminilockdown nicht so hoch hängen sollen. Das war angesichts der anderen Fehler völlig übertrieben. Vermutlich wurde sie dazu gedrängt, so vorzugehen, um den einen oder anderen im Wahljahr aus der Schusslinie zu nehmen. Mein Gott, war es juristisch nicht haltbar. Intern würde ich an ihrer Stelle aber den entsprechenden Zuarbeitern ja den Kopf abreißen.

    Viel schlimmer ist ja: daß quasi nichts passiert. Daß nichts zusätzlich passiert, um das deutlich ansteckendere und auch tödlichere Virus einzudämmen.

    Alle Länder dieser Erde sind erschreckend unvorbereitet in diese Pandemie geschliddert etc. – da kann man nicht zustimmen. Man blicke bitte auf die ostasiatischen Staaten, die den Umgang mit solchen Ausbrüchen gewohnt sind. Man hätte davon lernen können. Best practice-Beispiel Taiwan, aber auch Neuseeland (da gab es im übrigen Übertragungen im Quarantänehotel über den Hotelflur via Türöffnen – Dauer 50 s – zur Testung 🙀). Vietnam. Vietnam!

    Nervt es Euch auch so, derzeit?
    Die Wiederholung des Immergleichen, die Nichtumsetzung dieses Wiederholten – toll, daß wir darüber geredet haben -, die ständigen Tänze ums Rechthaben, die Nichteinsicht von vielen Amtsträgern und Funktionspersonen in die Notwendigkeiten, dieses konsequente Nichthandeln, das exponentiell ansteigende Verkackbocken.

    Geimpft wird man, wenn es „gut“ geht, vielleicht irgendwann im Juni? Nur um danach festzustellen, dass diese Impfung gegen dann neu kursierende Mutationen nicht mehr hilft? Weil die Viruszirkulation zu hoch ist, so dass Mutationen in Immungeschwächten erfolgen? Weil man nichts Wirksames gegen die Viruszirkulation tat?

    Seit einem Jahr betreibe ich remote work und sonst n.i.c.h.t.s. Man geht weiterhin keine Risiken ein und wartet brav auf seinen Termin, aber.
    Ich bin so fertig wie wütend.

    Und das schlimmste ist – egal, was man sich wünscht, oder ob man im Umgang nett und freundlich ist, es nützt nichts.
    Solle man doch bitte dieses andauernde Vertrösten auf die nächste Maßnahme, die dann doch nicht umgesetzt wird, unterlassen.

    Ach ja, wie wäre es, wenn man sich schon einmal auf die Nachimpfungen einstellt, nur so als Idee?
    Ach so, ja, Entschuldigung, stimmt, das Dreamteam kümmert sich.
    ( Hasi zieht sich die Decke wieder über den Kopf.)

    (Kifestyle am Freitag 🙈)

  7. Mensch KK, ohne deine (und eure) Worte kann mein Wochenende unmöglich beginnen, da fehlt was! Leider bin ich gerade so eingespannt, dass ich fast nur zum lesen und nicht zum kommentieren komme! Mein Vater (über 80, etliche Vorerkankungen) wurde nun erstmals geimpft, Halleluja. Ich bin so erleichtert, dass ich weinen könnte, was für ein Kraftakt!
    Nun helfe ich anderen Leuten hier im Ort gleichen Alters und jünger (aber vorerkrankt, ohne Kinder & Compi) ebenfalls flotter zu ner Impfung zu kommen und kutschiere sie notfalls zum 15 km entfernten Impfzentrum. Hab‘ da mittlerweile allerhand Tricks drauf… neben homeoffice & homeschooling immer das Telefon in der Hand … Anrufe bei der Anmeldehotline in Dauerschleife (gerne auch außerhalb der Geschäftszeiten zB sonntags klappt es am besten) und parallel immer mal wieder in die online-Registrierung einloggen – drauf gehen und Kleinigkeiten verändern (Tipp von einer Freundin) – das bringt die Leute angeblich nach vorne! Aber das nur am Rande.
    Mir ging es mit Merkel ähnlich wie dir, erst dachte ich, na, das ist jetzt wieder ein geschickter Schachzug und dann beim nochmaligen Hören und Bewerten muss ich sagen, das dieser Schritt doch Respekt verlangt u sich meines Wissens zuvor noch NIE ein Regierungschef so in den medialen Staub geworfen hat. Kommt halt irgendwie doch sehr menschlich rüber wenn einer auf der politischen Bühne mal sagt, ich habs verbockt, sorry! Das ist ehrlich gesagt, das was ich von Jens Spahn seit Monaten erwarten würde und es passiert einfach nicht! Er redet alles schön und sitzt weiter auf seinem hohen Roß.
    Schade, dass die Kürbispillen bei dir nicht gewirkt haben, aber vielleicht hast du wirklich am falschen Ende gespart. Es gibt da von granufink extra Kürbistabletten für den Mann (prosta forte), mit ausgezeichneten Bewertungen, leider schon etwas teuer, aber wenn es nützt? Bei mir helfen die ja wie gesagt Bombe und ich schwör drauf. Werde mal die „Apothekerin meines Vertrauens“ darauf ansprechen, wie sie die „Männersorte“ so findet und ob das was bringt und beim MMM wieder drüber berichten. Find das ehrlich gesagt ziemlich cool, dass du bei deinem Blog auch so Themen angehst (wir sind ja unter uns 😂) und das ganze noch so elegant mit Wörtern verpackst – hätte nie gedacht, dass ich darüber mal schreiben würde können (mit meinem Namen) ohne rot zu werden, LG Lilouka

  8. „Frau Ranke-Heinemann“ der Name sagt mir noch was, aber mehr fällt mir im Moment nicht mehr ein. Das wäre wohl anders, wenn mal wieder was im TV gezeigt würde. Dann würde ich mich bestimmt genauer erinnern, hier im Regionalblatt wird sie auch gewürdigt. Ja, 93 ist auch ein sehr schönes Alter.

  9. Oh das Blasenfunktionsthema interessiert mich. Was meinst Du mit mehrmals pro Nacht genau? Bei mir ist es so dass ich beim Einschlafen einige Male raus muss, wenn ich dann eingeschlafen bin nachts nur noch einmal. Mich nervt aber das mehrmalige raus müssen beim Einschlafen sehr und wäre da über Ratschläge anderer Leser nicht abgeneigt. Problem ist halt auch, dass ich generell extrem viel Wasser trinke (Diabetes habe ich aber nicht), dass muss dann halt auch wieder raus.

    1. Ich muss ca. alle zwei bis drei Stunden raus. Ich trinke auch viel, aber abends gab es in letzter Zeit auch schon mal Kaffee. Keine gute Idee.
      Wobei so zweimal in der Nacht normal sein kann.
      Liebe Grüße
      KK

  10. Es mag komisch klingen, aber man kann sich das nächtliche AufdieToilettemüssen abtrainieren.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich das. Es ist zunächst eher unangenehm, aber wenn man versucht, das Bedürfnis zu unterdrücken, schläft man durchaus schon mal ein. Oder man versucht, es solange es geht, hinauszuzögern. Nach ein paar Tagen ist dann der Spuk vorbei oder es reicht ein Mal aufstehen.

    Offensichtlich verselbstständigt sich der Drang und es ist dann sozusagen ein Umprogrammieren zum Normalzustand.

    Ich kann das sehr empfehlen, weil ich das schon mehrfach praktiziert habe. Manchmal kommen kurze Phasen von Rückfällen, die man auf diese Weise aber wieder schnell in den Griff bekommt.

    Das ist jetzt nicht meine Erfindung, sondern eine durchaus gängige Therapieform.

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