LIFESTYLE: WARUM MÖGEN WIR EIGENTLICH EINE BESTIMMTE KOSMETIKMARKE? UND WELCHE GERADE NICHT?

Mit Kosmetikprodukten kauft man auch einen gewissen Lifestyle ein. Kosmetikprodukte sind nun mal nicht lebenswichtig, auch wenn viele von uns da wohl heimlich anderer Meinung sind. Doch was mögen wir eigentlich so an unseren Lieblingsmarken? Und warum wird man mit so mancher Firma einfach nicht warm?

 

Image und Vertrauen: Wir müssen glauben

Eine Zahnbürste, ein Stück Seife, und die berühmte blaue Dose zum Eincremen, mehr braucht man doch eigentlich nicht, um einigermaßen gepflegt durchs Leben zu gehen? Darüber ließe sich nun vorzüglich streiten, aber das ist gar nicht meine Intention.

Es geht darum, dass sich hier fast täglich eine Menge Menschen versammeln, die sich gerne ausgiebig und funktionell pflegen. Man investiert Zeit und Geld, man könnte es fast schon als Hobby bezeichnen, wäre es dann nicht doch irgendwie auch sinnvoll. Warum sollte man nur sein Heim schön sauber und glänzend halten, Taschen und Schuhe ausgiebigst pflegen und wienern, und die eigene Haut bekommt einzig einen kleinen Tupfer der weißen Creme, die so nach Kindheit duftet?

Und selbst wenn es so wäre: Auch hier wurde bereits eine Entscheidung getroffen. Viele Pflegemuffel, die den Sinn von Systemhautpflege nicht verstehen (wollen), entscheiden sich dennoch für die Nivea-Creme. Eine Entscheidung für eine Marke, der viele Menschen ein tiefes Vertrauen entgegenbringen, weil schon die Eltern und Großeltern sie benutzten.

Von einer solchen Bindung können die meisten anderen Hautpflegemarken nur träumen.

Schaut man sich die Creme von Maison Beiersdorf genauer an, findet man eine sehr einfache Creme auf der Basis von Wasser, Paraffin und Glycerin. Dazu versetzt mit sehr vielen potenziell reizenden Duftstoffen. Trotzdem gilt die Creme weiterhin (und sogar weltweit) als DIE Universalcreme schlechthin. Ein PR Traum.

Ja, auch ein Traum für Beiersdorf, denn der gute Ruf der Nivea-Creme färbt auch auf die anderen Nivea Produkte ab. Man vertraut den Shampoos, Duschgels, Deos und mittlerweile sogar Rasierern und elektrischen Gesichtsbürsten. Und ja, ich bemerke diese wohlwollende Haltung gegenüber Nivea bei mir selbst auch.

 

Die erreichen mich nicht

Eine eher ablehnende Meinung habe ich zB. zu den Firmen, die zum Megaplatzhirsch L´Oreal gehören. Noch vor zehn Jahren kaufte ich munter in der Drogerie Produkte dieser Firma ein und glaubte den blumigen Versprechungen auf den hochwertig erscheinenden Kartonagen. Wenn ich es mal besonders exklusiv wollte, gab es etwas von Biotherm (die mittelpreisige Tochter), oder es wurde gleich Lancome und Helena Rubinstein (geht schon in Richtung Luxus).

Noch heute jubeln BloggerInnen weltweit, wenn sie eine Kooperation mit L´Oreal vorweisen können, was hingegen bei mir den Drang erzeugt, unbedingt weiter zu klicken, denn wer Biotherm ungefiltert bejubelt, scheint von Hautpflege so viel Ahnung zu haben, wie der Papst von Sexorgien unter Drogeneinfluss.

Wie kommt es zu dieser ablehnenden Haltung? Im Laufe der Jahre als Blogger sind mir enorm viele Produkte vor die Nase gekommen. Auch viele von L´Oreal. Und ich muss zugeben, dass nicht alles wirklich schlecht ist, was die Firma und ihre Töchter vertreiben. Aber der Großteil eben schon. Und das sage ich nicht, weil ich das total elitär vom Datenblatt ablese, sondern weil ich die Produkte beinahe allesamt ausprobiert habe – ich kann mir ein Urteil (zumindest für mich und meine Haut) erlauben.

 

K-Beauty ist auch so eine Sache. Noch vor kurzer Zeit war ich total angetan vom Hype aus Korea. So neu, so exotisch, so (teilweise) günstig, so vielversprechend. Geblieben ist nur wenig. Natürlich passiert dazu auch viel im Kopf. Es ist nur natürlich, dass man einer Marke aus dem eigenen Kulturkreis mehr Vertrauen entgegenbringt, da kann man sich noch so bemühen, es steckt drin.

Die teils schwierige Beschaffung mag auch mitspielen, da wird aber vieles gerade deutlich einfacher.

Trotzdem ist bei mir von der ehemaligen Begeisterung nicht mehr viel übrig geblieben. Vielleicht auch, weil es die Koreaner nicht schaffen in mir ein Image zu erzeugen. Man verbindet mit einer K-Beauty Firma weniger, irgendwie bleibt da noch viel Luft, es sind Gefühlsplätze unbesetzt. Manchmal finde ich sie sogar ein klein wenig abstossend, wenn nämlich das Packaging zu kindisch und comichaft wirkt. Vertrauen wäre nicht mein erster Gedanke bei K-Beauty.

 

Dann schon eher bei Paula´s Choice. Die Anfänge der Firma von Paula Begoun waren und sind imposant. Die Frau hat das Denken sehr vieler Skincarejunkies verändert. Weltweit. Und auch wenn sich PC heutzutage mittlerweile anschicken, eine stinknormale Kosmetikfirma zu werden, die ständig neue Produkte heraushaut, nur damit die Productrange immer riesiger, und somit der Kundenkreis erweitert wird, vertraue ich den Produkten sehr. Ich muss die PR Strategien nicht mögen und sehe deren Influencermarketing sehr kritisch, aber trotzdem schaue ich immer noch neugierig auf jedes neue Produkt. Auch wenn es gar nicht mehr von Paula selbst kommt.

 

Shiseido hat mich in den 90er Jahren total angemacht. Da war J-Beauty gerade zum ersten Mal DAS Thema, und alles wirkte in diesem Kontext irgendwie fortschrittlicher. Die schmeichlerischen Tiegel hatten es mir angetan, und später folgten ja alle diesem Trend. Doch was ist heute von Shiseido (zumindest bei uns hier) übrig geblieben. Eine beliebige Marke, der man nicht mehr ganz so viel zutraut. Es gibt KennerInnen, die haben noch hier und da ihr Shiseido Lieblingsprodukt, aber kann sich wirklich jemand an eine der letzten Produktserien erinnern? Beliebige Massenprodukte.

 

Ähnlich sieht es auch bei Estée Lauder aus. Lauder und ihre Firmentöchter wirken schon seit geraumer Zeit wie aus einem anderen Jahrhundert. OK, beim Night Repair stört mich der nostalgische Look nicht so sehr, ganz im Gegenteil, dort schafft er Vertrauen, aber ansonsten erscheint Lauder doch eher wie die Lieblingsmarke einer älteren Dame, die ihre ausschweifenden Hutkreationen am Strand von Deauville spazieren führt.

 

Sisley und La Prairie waren früher (gedanklich) meine Geheimwaffe gegen das Altern der Haut. Dachte ich. „Wenn ich mir das mal leisten kann und alt und grau werde, dann helfen die mir meine Pelle zu retten!“ Heute weiß ich: Pustekuchen. Ausser teuer bezahlten Duftstoffen ist da nicht viel. Erstens, weil Kosmetik allgemein nur begrenzt helfen kann. Und zweitens, weil ausgerechnet die teuren Firmen so schrecklich wenig innovativ sind. Immer die gleichen Pflanzenextrakte, blablabla, alles mit viel Duft vermischt, um wenigstens DAMIT ein enge Kundenbindung zu erzeugen. Mit der Wirksamkeit hapert es ja eher.

La Prairie gibt sich noch den Anschein  High-tech Forschung in die Tiegelchen zu packen, wohingegen Sisley nur noch nach den pflanzlichen Essenzen Ausschau hält, die ewige Jugend versprechen…und nie halten. Nach vielen Versuchen eher enttäuschend und desillusionierend.

 

Diesen ähnlichen Ansatz verfolgt ja auch Clarins, die derzeit zusammen mit Marken wie zB. Payot oder Piaubert versuchen, ihren altmodischen Charme los zu werden. Ob da aber das Schielen zu typischen K-Beauty Produkten, wie zB. Sheet-masks, Erfolg verspricht? Was man den alteingesessenen französischen Marken lassen muss: Sie genießen immer noch einen gewissen Status, und damit auch noch eine Menge Vertrauen. Blogger wissen: Wenn man über Clarins, Biotherm und Co. berichtet, steigen die Leserzahlen deutlich.

Aber hey: Bloß kein kritisches Wort zu Biotherm, Chanel und Clarins. Bloggerkooperationen sind schneller aufgekündigt, als Paula´s Choice einen neuen Moisturizer auf den Markt werfen kann. Also im Prinzip alles richtig gemacht. Begehrenswert zu erscheinen erhöht eben auch das Ansehen einer Marke, auch wenn sich die so jubelnden MarketingexpertInnen auf Instagram die teuren Produkte wahrscheinlich niemals selbst gekauft hätten. 

Obwohl: Existiert eigentlich Guerlain noch in der Wahrnehmung der KonsumentInnen? Einst eine große Liebe von mir, ist diese Marke so völlig von (meiner) Bildfläche verschwunden. Ich denke auch hier nur noch an überteuerte Duftcremes, die nicht dem neuesten Standard entsprechen. Oder täusche ich mich da?

 

Die „jungen Wilden“ sind ein neues Phänomen, dass sich weiter durchsetzt und dennoch auch schon wieder abflacht. Skincare-Serien von ambitionierten Firmen, oder aber sogar Privatpersonen, die mal ein bis zwei Bücher über Hautpflege gelesen haben, kommen auf den Markt, erzeugen kurz eine gewisse Aufmerksamkeit und landen dann meist so ein bisschen im Nebel. Es gibt sie noch, sie sind auch womöglich gut, aber irgendwie haben sie bei mir keinen Anker geworfen.

The Ordinary gehört da so etwas dazu, obwohl ich immer noch Produkte von denen im Gebrauch habe. The Inkey List langweit mich etwas mit dem argen Plastiklook, und Garden Of Wisdom verstecke ich immer ganz tief unten im Badezimmerschrank. Nicht, dass noch jemand die ollen braunen Pötte für Rizinusöl zum Abführen hält. 😉

Facetheory ist die nächste Marke aus dieser Richtung, die ich mir gerade neu anschaue, und die einen vielversprechenden Eindruck macht.

Andere neue Firmen kommen mit einem gänzlich spaßbefreiten Anstrich, dass ich mir gar nicht die Mühe mache, sie mir näher anzuschauen, obwohl es da sicher gute Produkte geben könnte. Aber ähnlich wie bei vielen K-Beauty Produkten brauche ich einen Anknüpfungspunkt, aber auch ein wenig Abstand: Wenn ich der Erfinderin einer Creme auf Youtube beim Haarewaschen zuschauen kann, vergeht mein Interesse. Oder wenn eine Kosmetikfirma mit der Expertise einer Handvoll Blogger aufwartet, damit diese ihre Lieblingswirkstoffe in eine Pulle werfen, dann reicht das für mich nicht aus.

D-Beauty oder G-Beauty (für Deutsch oder German) wurde ja auch vor geraumer Zeit ausgerufen, und ich bin da doch arg unschlüssig. Es gibt tolle, ambitionierte deutsche Firmen, die sich wahrscheinlich ganz schön strecken müssen, um in diesem Haifischbecken zu überleben. Beyer & Söhne, HighDroxy, Asam, Klotz, ach wie sie alle heißen.

Aber leider auch viel Krimskrams, der da zu entdecken ist. Gerade zB. deutsche Naturkosmetik liebt ja immer noch oftmals die fette Menge Alkohol in ihren Produkten, und auch wenn er als „aus organischen Quellen“ ausgelobt wird, ist das für mich ein Zeichen, dass nicht auf die Strömungen der Zeit reagiert wird.

Wenn dann auch noch die wirklich vielen ätherischen Duftstoffe als Vorteil angepriesen werden, weil sie ja „natürlich“ sind, und jeder weiß, wie hochgiftig und reizend auch natürliche Stoffe sein können, dann ist das für mich ein langweiliges „weiter so!“, das ich nicht unterstützen mag.

Und jetzt bitte nicht meckern: Ja, ich weiß, dass es auch mittlerweile viele Naturkosmetikfirmen gibt, die einen (in meinen Augen) besseren Weg einschlagen. Aber eben leider nicht immer die deutschen Platzhirsche.

 

Zu welchen Firmen habt Ihr ein besonderes Vertrauen, oder welche Firmen sind Euch auf Anhieb unsympathisch? Gibt es Firmen, die ihr immer schon mal ausprobieren wolltet, nur weil Euch das Image der Firma so angesprochen hat?

 

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(Fotos: Konsumkaiser    Keinerlei Sponsoring)


89 Gedanken zu “LIFESTYLE: WARUM MÖGEN WIR EIGENTLICH EINE BESTIMMTE KOSMETIKMARKE? UND WELCHE GERADE NICHT?

  1. Hab Vertrauen zu Highdroxy und Paula. Von Beyer&Söhne werde ich wohl die Bodylotion mal probieren, nachdem diese ja nun leider bei Highdroxy aus dem Sortiment geht. Ich mag das Konzept „in Deutschland produziert, keine Tierversuche, keine Duftstoffe“. Aus dem Luxussegment könne ich mir von La Mer das Hautöl, wenige Tropfen zur Creme liebe ich davon (im Winter kommt aber wieder Lipid d’Or zum Einsatz). Ehrlicherweise schleiche ich immer noch um die Augencreme von Sisley rum, eigentlich völlig überteuert. Vielleicht schaffe ich es ja mir diese doch noch vom Wunschzettel zu streichen.

      1. Lieber KK,

        bei einer Rabattaktion von Instytutum bin ich schwach geworden und habe seitdem die Augencreme.

        Nun ist meine Haut noch einige Jährchen älter als deine, aber auch trocken – mit deutlicher Neigung zum Knittern und Spannen. Ich habe schon viel Zeit und Geld in Augenpflege investiert, von NK bis konventionell, von günstig bis Luxus – die Hoffnung auf eine Offenbarung gibt man ja so schnell nicht auf 😉

        Meine Erfahrung: Die Creme ist sehr angenehm beim Auftragen, durchfeuchtet zunächst auch sehr schön, zumindest bei mir hält der angenehme Effekt aber leider nicht lange an – es spannt und knittert wieder. Deshalb kommt jetzt noch etwas „Fettes“ darüber, notfalls hauchdünn unraffinierte Sheabutter – glänzt zwar etwas, aber spannt den ganzen Tag nicht mehr.

        Für weniger trockene Augenpartien ist das vermutlich eine angenehme Augenpflege, für mich leider kein Nachkaufprodukt.

        Viele Grüße!

        1. Schließe mich dieser Einschätzung an. Für mich ist die Creme eine Enttäuschung, da günstigere Versionen mehr bringen. Von teueren Augencremes fand ich Skinceuticals Tiegelchen toll.

  2. Guten Morgen ,
    Ein sehr schöner Bericht 👍
    Ich war über Jahre großer Fan von Shiseido, Sensai und Biotherm. Heute benutze ich noch gerne die Bodylotion von Biotherm , im Gesicht verwende ich nur noch Teoxane, Paulas Choice und High Droxy.
    Und vor kurzem habe ich mir doch tatsächlich auch mal wieder eine Handcreme von Nivea gekauft, der Duft ist toll, es erinnert einen so schön an die Kindheit 😁
    Als dekoratives Make Up mag ich sehr gerne die etwas teureren Luxusprodukte wie Chanel
    Liebe Grüße
    PinkLady

  3. Die Marken, denen ich vertraue, sind auch die, die ich aktuell verwende und nachkaufe, da für gut befunden. Einiges von Paula, ein bisschen NIOD, Hylamide, Stratia, CeraVe, CNK und Sol Feliz. HD finde ich zwar absolut vertrauenswürdig, komme aber leider mit Ausnahme des In:Fuse mit nichts wirklich gut zurecht.

    Bei Deko greife ich gerne zu Clinique und Korres, vereinzelt LeClerc und By Terry. Bei der Duschpflege bin ich Korres und CeraVe treu.

    Früher war ich dankbares Opfer von allem Edlen oder Coolen, ich sag nur Estee Lauder Future Perfect (wer weiß, ob dieses blaue Gel nicht auch im Dunkeln geleuchtet hat 😉 ), Shiseido (mir fällt der Name der toll duftenden und schlichten Basic-Linie, die es für alle Hauttypen gab, nicht mehr ein), Guerlain (dieses Midnight Secret musste bei dem Preis doch den fehlenden Schlaf beinahe komplett ersetzen können ;-)), u.s.w.

    Bei Deko sowieso, das war in jungen Jahren auch ein bisschen Prestige-Sache, was man da ab und zu aus der Handtasche hervorholte 😉 …

    1. Future Perfect hat ganz bestimmt geleuchtet. Das Zeugs konnte (in meiner Vorstellung) einfach ALLES! 😉
      Shiseido Benefiance vielleicht? Obwohl, die Serie ist noch nicht so alt. Es gab immer schon so eine sandfarbene Serie, da fand ich die Reinigungsmousse ganz toll, und ja, es duftete toll.
      Midnight Secret hatte tatsächlich eine Wirkung, es war der Wahnsinn. Wie das so mit Mitte 20 ist, nie genug Schlaf!
      Liebe Grüße!
      KK

      1. Lieber KK,

        nein war nicht die Benefiance – das war schon für eher Fortgeschrittene (monetär und altersmäßig ;-)) – egal. Aber meine Frage zum Midnight Secret: Weißt Du oder jemand anderer, ob das aktuelle in der Tube (was für ein Stilbruch ;-)!) eigentlich noch dem „damaligen“ entspricht? Wenn ja, wäre ich fast in Versuchung, das wieder zu testen – nach Jahrzehnten 😉 ….

        Liebe Grüße und Danke

        Ursula

          1. War dieses Midnight secret früher nicht wahnsinnig teuer? Bei Pieper gibt es das gerade für unter 20 Euro (na gut, für 15 ml ist das nicht gerade ein Schnapper). Ich dachte immer, das hat früher mal für 30 ml unglaublich viel Geld gekostet, so um die 180 Euro? Weiß nämlich noch, dass ich immer dachte, wenn man damit nach einer durchgemachten Nacht wirklich ausgeschlafen aussieht, dann ist mir das viele Geld egal 😉 Vielleicht bringe ich da aber auch was durcheinander?
            Die Inhaltsstoffe sind übrigens sehr basic, ich habe keine Ahnung, warum 73 Prozent der Testprobanden aussagen, ihre Haut sieht aus als ob sie zwei Stunden länger Schlaf bekommen haben. Meine Güte, will ich auch haben! Oder ich gehe einfach früher ins Bett!
            Quelle:
            https://www.guerlain.com/de/de-de/p/midnight-secret-erholt-aussehen-nach-einer-langen-nacht-P061221.html

            1. Lieber Roland,

              ja stimmt, für mich war das damals fast unerschwinglich – und deshalb automatisch superwirksam ;-). Mich hat der Preis der 15 ml-Tube auch erstaunt, als ich heute nachgesehen habe … das KANN ja gar nicht helfen ;-)(!

              KK hat’s aber eh schon geschrieben, ist nicht mehr das alte … ich lasse also die Vernunft walten und gönne mir mehr Schlaf.

              LG Ursula

            2. Der Preis fürs MS war 175 Mark, glaube ich. Ich habe es mir genau einmal leisten können.
              Wahrscheinlich war das auch der Haupteffekt. Eine dezente Schamesröte, so viel Geld ausgegeben zu haben. 🤗

              1. Lieber KK,

                als es die DM noch gab, war ich noch gar nicht so alt, dass ich über durchgemachte Nächte und mein Aussehen am nächsten Tag nachgedacht habe. Du meinst also sicher Euro. Ganz sicher Euro. Alles andere muss ich als fake news ablehnen😀🙊!
                LG
                Roland

                1. Es hat damals 130 DM gekostet, habe ich zigmal verkauft und selbst mit Inbrust und unfassbarem Erfolg benutzt. Vielleicht war es radioaktiv, man weiß es nicht, aber nach 3 Stunden Alki-Dämmerschlaf sah ich aus wie das blühende Leben.

  4. Direkt unsympathisch ist mir eigentlich keins, aber es gibt jede Menge Firmen, die ich „gar nicht mehr sehe“.

    Ich mag als Einziges leider irgendwie die allgemein beliebte Paula nicht besonders, keine Ahnung wieso. Ich hab einiges probiert und es war wirklich nicht schlecht, aber auch nichts, was besonders für mich war. Mich spricht da rein gar nichts an. Bei Lauder und Shiseido eigentlich auch nicht, aber da gab es früher Produkte, die damals perfekt für mich funktionierten und ich liebte.

    Dafür ist mir K-Beauty gerade deswegen sympathisch, weil es gar kein Image transportiert, entweder es ist super oder nicht, aber ich sitze hier keiner Imagekampagne auf, obwohl das auch Spaß machen kann. Für mich ist das so eine Abenteuersache, die wirklich nur das Produkt betrifft. Ich hatte ewig eine Flasche Hada Labo mit Hello Kitty drauf, fand ich jetzt zwar nicht so besonders, aber störte mich auch nicht, dafür funktionierte das Zeug zu gut bei mir.
    Ich hab einige Firmen, denen ich ambivalent gegenüber stehe: ich liebe die Produkte an sich sehr, aber weder die Preispolitik noch den Auftritt.
    L’Oreal mag ich deswegen ganz gern, weil die Produkte ihrer Luxusmarken relativ schnell für den allgemeinen Markt über die Basis-Marke zugänglich machen, die werden da keine extra Forschung betreiben, sondern nehmen die, die erst den Luxusmarken dienen. Ich persönlich komme mit den Produkten auch sehr gut klar, mag vor allem das unkomplizierte Beschaffen, ist aber jetzt auch nichts super Besonderes. Ich hab oft einen netten Ersteffekt, der sich aber mit der Zeit wieder verflüchtigt, aber das ist generell ein Problem bei mir. Hab ich aber ewig auch schon nicht mehr probiert, zuletzt die Masken in den Tiegeln und die Peelingpads.

    Nivea-Creme vertragen und mögen tatsächlich erstaunlich viele Leute und ich sage es wirklich ungern, aber es sind oft ältere Frauen mit der besten Haut für das Alter in meinem Umfeld. Für mich ist sie viel zu schwer, aber es tut mir wirklich leid.
    Ich frage mich, ob wir Kosmetikbegeisterten aufgrund der Vielzahl der Dinge, die wir probiert haben, eher auf Duftstoffe ungut reagieren, die anderen aber bedeutend seltener, weil sie vielleicht über Jahrzehnte nur mit einer Art Duft konfrontiert werden, der problemlos goutiert wird. Oder liegt es an der Reinigung?
    Die Sache mit den reizenden Stoffen scheint unter den Kosmetikbegeisterten eine große Rolle zu spielen, aber wenn ich mich sonst so umhöre, scheint das allgemein kein Problem zu sein.

    1. Da machst du ein großes Fass auf. Ich kenne auch die besagten Menschen, die nur mit Nivea pflegen, und noch nie Probleme mit der Haut hatten. Glatt und fein. Grrrr.
      Ich habe aber auch den Eindruck, dass viele Menschen Hautprobleme nicht gleich richtig deuten können. Viele Männer zB. erdulden einfach schlimmen Rasurbrand, einfach weil sie denken, dass das so sein muss.
      Genau wie das alkohlische Aftershave, das wie die Hölle brennt, und hinterher haben sie fast alle hektische rote Flecken am Hals, die erst am rasurfreien Wochenende verschwinden.
      Liebe Grüße!
      KK

      1. Die Frage wäre natürlich auch, ob man deswegen so viel probiert, WEIL die Haut Probleme macht. Vielleicht findet sich die Klientel der Kosmetikbegeisterten auch dort, wo man schon aus Unverträglichkeitsgründen sehr viel probiert, bis man den ruhigen Ausgangszustand hat, den anderen einfach haben.
        Ich hab den ja jetzt auch, wo ich viel weniger benutze, aber das kann durchaus auch eine Altersfrage sein, die zufällig gut für mich läuft, denn früher hab ich jede Menge benutzt und hatte auch Probleme. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich einfach älter bin oder ob es das Weglassen von vielen Reizen ist.

        Diese Rasurbrandsache galt bei meinem Vater noch als „desinfizieren“, von Miniwunden, aber war wohl so eine Denkrichtung früher, wie bei „Kevin allein zu Haus“ 😀

        Trotzdem hast du natürlich recht, ein Punkt von Unverträglichkeiten kann auch eine gerötete Nase sein, nicht nur Pickel oder Frieseln. Ob man das mit der Hautpflege in Verbindung bringt, oder eher mit dem Rotweinglas? Wer weiß?

  5. Guten Morgen 😃
    Hier das ‚Beste‘ aus verschiedenen Welten. Ein Gemisch aus K-J- und French Skincare.
    Ich liebe Missha first Essence Rx Treatment ind von Neulii die BHA Pads und das Aqua Peeling von Cure und von Kikumasamune die High moist lotion und Emulsion, von Innisfree die Marine Augencreme und von Avene die Ystheal Intensiv sowie der Immergeher – die Creme überempfindliche Haut. Gelegentlich eine Sheet Mask That’s it – hat Lange gedauert, festzustellen, dass Mehr nicht gut tut.
    Gruß in die Nachbarschaft

  6. In gewisse Marken habe ich Vertrauen. Und bei einigen finde ich die Verpackung so hübsch und bin traurig, dass ich den Inhalt nicht immer gebrauchen kann. Nivea hat in den Entwicklungsländen ein Kultstatus. Hat weniger mit dem Produkt zu tun und mehr damit, dass man seit eh und je damit die weiße Kultur, Industrieländer und Wohlstand verbindet. Ich persönlich mag Brands mit medizinischer Anmutung wie Neostrata, Skinceuticals und PC.
    Bindung an eine Marke geschieht über viele Sinnesorgane und die Kosmetik hat da den Vorteil gleich mehrere zu bedienen. Und wenn sie noch die Hoffnung weckt uns jung und hübsch zu halten, wer kann da wiederstehen?

    1. Aber man glaubt auch gar nicht, wie verächtlich viele Menschen auf uns Skincare-Verrückten schauen. Erst letztens in einem Zeit-Artikel bei den Kommentaren. Wir seien „bemitleidenswert“ 😦
      Wenn ich jedes intensiv betriebene Hobby als bemitleidenswert tituliere, habe ich aber viel zu tun.
      Viele Grüße!
      KK

      1. Dafür fand ich gestern eine Parfümerie-„Fach“verkäuferin bemitleidenswert, die Ärmste war mindestens 20 Jahre jünger als ich und schaute sehr vertrocknet aus, ich hatte fast das Bedürfnis, ihr etwas zu empfehlen.

        Früher liebte ich Clinique, Kanebo und manchmal auch Lauder, wenn die Geldbörse es hergab, ich habe auch oft auf andere Käufe verzichtet, um mir die heißgeliebte Creme oder Lotion leisten zu können. Lancome, Dior und Guerlain mochte ich noch nie, schon immer zu viel Duft für mich. Der Reinigungsschaum von Shiseido hieß glaube ich Concentrate, die Augencreme gibt’s immer noch.

        Heute vertraue ich sehr auf Paula, bei LS auch auf Sol Feliz und Uncover, bin aber neugierig in die koreanische Richtung. Inzwischen sind zwei Produkte von COSRX fest bei mir eingezogen und die sind hier leicht zu beschaffen. Allerdings bevorzuge ich da Verpackungen ohne Plüschohren o.ä. Aber ohne Paula geht’s bei mir schon retinolmäßig nicht.

        Bei Make-up darfs allerdings dann schon Chanel und Sisley sein, da kann meist kein DM mithalten. Ich stelle sowieso mit zunehmendem Alter wachsende Markentreue bei mir fest und hasse es, wenn gute Basics „neu und besser“ werden.

        1. Liebe Irene,

          „Die Ärmste war mindestens 20 Jahre jünger als ich und schaute sehr vertrocknet aus, ich hatte fast das Bedürfnis, ihr etwas zu empfehlen“ :-))).

          Danke für den herzlichen Lacher ob Deiner Beschreibung!!

          GLG Ursula

      2. Lieber KK,
        es gibt Schlimmeres, als für eine bewußte Auseinandersetzung mit dem, was ich mir auf die Haut schmiere, als bemitleidenswert betitelt zu werden. Ich habe keine Ahnung, in welchem Zusammenhang diese Aussage getroffen wurde, vielleicht auch im Hinblick darauf, dass man meint, die Skincare-Verrückten beschäftigen sich nur mit dem schönen Schein der Dinge und vergessen darüber die wirklich relevanten Sachen wie Weltfrieden und co..
        Erstmal habe ich beim Lesen Deines klugen Blogs und der vielen Kommentare noch nie den Eindruck gewonnen, dass eine intensive Beschäftigung mit einer Creme automatisch zur Verdummung beiträgt, da gibt es ganz andere Themenfelder, die das viel einfacher erledigen ( I am looking at you, AfD!) und zweitens wird die Welt nicht automatisch zu einem besseren Ort, wenn nicht jeder von uns auch seine eigene kleine Welt ein bisschen in Ordnung hält. Was daran jetzt bemitleidenswert ist, weiß ich nicht. Geht mir aber auch da vorbei, wo nie die Sonne hinkommt. Region Nordpol, um es mit Hasi0815s Worten auszudrücken. Nur die Kehrseite 🙂

        1. Lieber Roland, um allfällige Verwirrungen zu untermauern: Südpol ist hinten (dat Jesäß 🍑), und der Nordpol: für die meisten vermutlich vorne oben (Antlitz 🙃). Und für Dich, hm?

          Mal ehrlich, worüber redet Ihr hier? Eine Creme mit Glow für 🥕 und für the Dark Side of the Moon 🍑?!??

          1. Liebe Hasi0815,

            ich muss dringend mit meinem Therapeuten sprechen und wahrscheinlich bekomme ich lebenslanges Blogverbot hier, wenn ich Dir sage, was ich bisher unter Südpol und Nordpol verstanden habe *räusper*.
            Du hattest irgendwann mal in einem Nebensatz erwähnt, dass Du irgendwas, was Du nicht im Gesicht vercremst, auf den Südpol aufträgst. Ja, wie sage ich es jetzt. Vielleicht so: auf den Poppes wäre ich nicht gekommen. Ich dachte dabei an eine Region, die Gwyneth Paltrow vielleicht in ihrem Jadetempel als Yoni bezeichnen würde oder bzw. Geländer drum herum.
            Ich habe mich noch schwer gewundert, wie Du das hier so offenherzig ansprichst aber da ja jeder Jeck anders ist, warum nicht?
            Und von Nordpol hat irgendjemand anders angefangen, da hab ich in freier Assoziation natürlich als Gegenstück zum Südpol gedacht, wir sprechen über ähem die Nadel, die zum Nordpol zeigt. Ich sage ja, freie Assoziation. Ich sollte dringend mal tiefenpsychologisch exploriert werden.

            KK weigert sich ja, sich zu erinnern, aber wir haben hier mal über eine Firma gesprochen, die bei Amazon Kosmetik verkauft hat – es gab eine zeitlang ganz merkwürdige Firmen, die 2.5%Retinol Creme und jede Menge anderes Zeug da vertickt haben, immer mit anderem Namen aber häufig mit dem gleichen Firmensitz. Und KK hat mal über so eine Firma berichtet, auf der Webseite von denen hatten die ein interessantes Portfolio, unter anderem Bleachingcreme. Jawohl. Gedacht für den Südpol – also, so wie Du ihn definierst – und da nicht für den ganzen, sondern für das Areal, das von der Haut etwas dunkler ist. Mehr Details erspare ich Dir. Jedenfalls hat sich daraus ein „wahnsinniger“ Kommentarstrang ergeben, ob das dann im dunklen leuchtet usw.

            So, jetzt ist es raus. Gut, dass ich im vertrauensvollen Stuhlkreis sitze.

            Viele Grüße
            Roland

            P.s. Ich habe vorhin auch bei KK‘s Antwort auf Tom Ford statt Gemächer auch Gemächt gelesen. Ich sag‘s ja, der Termin beim Therapeuten steht!

            1. Hör auf, ich lache mich tot. Muss aber längst schlafen.

              „Ich habe mich noch schwer gewundert, wie Du das hier so offenherzig ansprichst aber da ja jeder Jeck anders ist, warum nicht?“

              Herrlich!

              „KK weigert sich ja, sich zu erinnern“

              Ha,ha,ha. Übrigens habe ich es genauso verstanden wie Du. Man lernt ja nie aus.
              Komischerweise erinnere ich mich auch an die ganze Diskussion, Passwort für den Drucker bei der Arbeit habe ich natürlich vergessen, Prioritäten eben.

        1. Das stimmt, liebe Ombia, es macht einen in den Augen mancher Zeitgenoss/inn/en bestimmt nicht klüger. Ich möchte nicht wissen, was die Leute um uns herum denken, wenn wir uns mit einem bestimmten befreundeten Ehepaar treffen. Die Damen ohnehin etwas jünger als die Herren, dabei nicht besonders ausgiebig von der Natur gestraft, und worüber reden sie natürlich unter anderem, aber das angeregt? Tja.

          Dafür schwärmen dann andere von Mary Kay. Auch tja.

  7. Halte (in Grenzen) noch immer meiner ersten Kosmetikmarke die ich mir in jüngeren Jahren leisten konnte die Treue: Clinique. Eben nicht mehr die Cremes für unreine Haut sondern jetzt Moisture Surge, obwohl ich diese klebrige rosa Creme im Tiegel nicht mag. Das Serum und der Toner sind super. Von Estee Lauder benutze ich seit Jahren die CC cream, die liebe ich. Chanel, Clarins, Biotherm, Sisley etc. sind und waren bei mir nicht im Kosmetikschrank zu finden, höchstens noch bei der dekorativen Kosmetik. PC war lange ein Thema bei mir, ist mir aber zu kompliziert und langwierig bei den Online- Bestellungen. Außerdem ist ihre productrange viel zu unübersichtlich geworden. Da ich schon älter bin mag ichs unkompliziert 🙂 momentan gerade Seren von The Ordinary und die Cica-cremen von La Roche. Den Versprechen der Kosmetikindustrie überteuerte Cremes betreffend bin ich lange genug aufgesessen

  8. Naja. Hobby kann ich das für mich nicht nennen. Oft nervt es mich, dass ich morgens und abends so lange im Bad bin. Wenn ich dann in Blogs lese, dass man dies und jenes 15 bis 30 Minuten einwirken ließe bis zum nächsten Layer… Da wär ich für Stunden verschwunden. Ich gebe das Geld dafür auch nicht überschwänglich gern aus. Das Alter schockt mich, mehr noch das „Verbrauchte“ in den vielen Gesichtern meines Alters. Falten finde ich nicht so schlimm. Das fehlende Leuchten fürchte ich. Das will ich nicht einfach aufgeben.

    Das eigene Spiegelbild ist vielleicht auch nur eine Illusion. Wer weiß… Egal, wie sehr wir uns verbiegen, wir können unser eigenes Antlitz nicht selbst betrachten. Ob es so, wie es von einer Spiegelfläche reflektiert wird, das „echte“ ist, werden wir nie erfahren.

  9. Toller Artikel, spricht mir aus der Seele. In der Filiale der kleinen Parfümeriekette hier vor Ort gibt es nur die alteingesessen Marken. Bin ich in der Großstadt mal unterwegs, schaue ich ganz gern mal bei Douglas, größeren Apotheken und Co. rein, finde da aber eigentlich auch nichts spannendes, muss aber bei den mitgehörten Beratungsgesprächen dann schon schmunzeln – Geruch ist leider oft ein Verkaufsargument. Ich hätte mir einen Spaß machen sollen und die Frau mal nach der Wirkweise der „The Ordinary“ Produkte fragen sollen – welche Unterschiede, welche „Creme“ ist die Beste, haha 😀

    Bin froh dass es Blogs wie deinen gibt, deine ungebrochene Neugier auf Skincare ist wunderbar!
    Viele Grüße

  10. Quasi persönlich beleidigt bin ich gegenüber Kiehl’s und Aesop. Als ich vor einigen Jahren damit begann, mich zum Thema Inhaltsstoffe zu informieren, konnte ich zunächst gar nicht glauben, dass diese schicken Läden mit ihren tollen Düften und dem Apotheker-artigen Personal (und den sehr hohen Preisen!) fast gar nichts Brauchbares im Sortiment haben.

  11. Genau wie bei Nahrungsmitteln finde ich es bei Kosmetik unschön, wenn fast alles in einer Hand ist. Im Supermarkt ist bei genauerer Betrachtung fast alles von Nestlé und bei Kosmetik gehört so vieles auch zu zwei, drei Konzernen. Vor vielen Jahren hat z. B. Juvena la Prairie gekauft, dann hat Beiersdorf Juvena gekauft und man konnte sehen, wie in der gleichen Produktionsstätte Tiegelchen für 500 und 5 Euronen befüllt wurden.
    Meine gefühlte ‚die mag ich nicht‘ Marke war schon immer L’oreal, da besteht einfach aus dem Bauch heraus Abneigung. Wenn mir zum gefühlt 2.380. mal „Das bin ich mir wert“ entgegen schallt denke ich immer trotziger, dass ich mir mehr wert bin und das meine ich nicht zwingend monetär.

  12. Sehr schöner Beitrag lieber KK! Ich musste bei dem NIVEA Creme Bild sehr lachen. Mein Mann hat so lange ich ihn kenne (über 22 Jahre) ein Töpfchen NIVEA Creme auf seinem Nachtschrank stehen und dass ist auch sein einziges „Pflegeprodukt“. Wenn ich dann abends alle 10-15 Minuten ins Bad laufe bis alle Säuren, Seren und Cremes aufgetragen sind, ernte ich immer unverständliche Familienblicke. Da ich nach Umstellung meiner Beauty- und Pflegeroutine viele Hautprobleme bekommen habe, hat der Weg zum gewünschten Hautzustand etliche Monate gedauert. Dies habe ich vor allem mit Produkten von Paulas Choice geschafft und bin seit dem ein großer Fan. Mein nächsten Wunschprodukte werden von HighDroxy sein. Sonst habe ich noch einige wenige Sachen von Floslek, Eucerin und The Ordinary (die ich aber nur aufbrauche, damit ich sie nicht wegschmeißen muß).
    Bei Make Up bin ich ein absoluter High End Fan und kaufe nicht nach Marke sondern nach Produkt bzw. passender Farbe/Konsistenz. Viele Grüße an alle Skin Care Junkies!

  13. Für mich hat L´Oreal immer irgendwie mit Produkten für die Haare zu tun. Ich weiß nicht, ob das mal deren Ursprungserzeugnisse waren. K-Beauty ist für mich „Chinesenkram“. Das ist nicht böse gemeint. Wahrscheinlich hängt es mit dem Essen zusammen, halt durchgemischt (8 Kostbarkeiten oder so). Konnte ich noch nie leiden. Durch die INCI Listen weiß man ja die Inhaltsstoffe. Trotzdem bleibt Mißtrauen.
    Auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit, finde ich Produkte aus Deutschland oder wenigsten Europa besser. Muß ein Produkt um die ganze Welt transportiert werden? Gibt es nicht auch Alternativen hier im Land?
    Grüße

  14. Also mir war Nivea noch nie sympathisch und ich verbinde da auch nix Gutes aus der Kindheit damit. Meine Meinung / Theorie ist diese: Nivea kann man nehmen, wenn man absolut unkomplizierte Haut hat und eigentlich gar keine Pflege braucht. Ich hatte noch nie unkomplizierte Haut, auch als Kind nicht, deshalb hat Nivea für mich auch noch nie funktioniert. Die, die „schon ihr ganzes Leben nur mit der klassichen Nivea pflegen und sooo super Haut, nie einen Pickel und keine Falten haben und überhaupt 20 Jahre jünger aussehen, …“ sind meiner Meinung nach schlichtweg mit tollen Genen und toller Haut gesegnet. Die könnten sich wahrscheinlich alles ins Gesicht schmieren oder auch gar nix und es würde nichts ändern (vom psychischen Einfluss durch subjektives Wohlbefinden mal abgesehen, was ja auch okay ist – aber wenn mich meine Oma jeden Tag liebevoll von oben bis unten mit Motoröl eingeschmiert hätte, würde ich wahrscheinlich ähnliche Gefühle damit verbinden wie andere mit Nivea…).

    Paula’s Choice ist eigentlich die einzige Marke, der ich soweit vertraue, dass ich Produkte auch schon mal „blind“ kaufe, weil ich sicher sein kann, dass keine Duftstoffe, ätherischen Öle oder große Mengen Alkohol enthalten sind. Sonst gibt es durchaus einige Marken, die mir sympathisch sind, wo ich aber genauer auf die Inhaltsstoffe schauen muss, z.B.: La Roche-Posay, Avene, Eucerin (aber nur die AtopiControl Reihe), Bioderma, Dermasence, HighDroxy, Cerave, Ducray, NeoStrata, Clinique, …

    Hochpreisigeres hat mich nie interessiert, ich fand die Beduftungen da immer schon schrecklich und leider kommt das Meiste auch schrecklich altbacken rüber (auch wenn manche das zeitlos nennen…).

    1. Hallo Katha,
      auch wenn die klassische Nivea im blauen Topf eine, um es freundlich zu sagen, sehr übersichtliche Formulierung hat, kann man ihr eine Wirkung auf die Haut nicht absprechen, dazu gibt es jede Menge Untersuchungen. Als klassische Wasser-in-Öl-Fomulierung (da hatten wir es hier erst die Tage) und relativ hohem Anteil an der Fettphase schließt sie sehr gut Feuchtigkeit ein und wirkt auch deutlich okklusiv. Gerade im Hinblick auf Feuchtigkeitsspeicherung hat sich die klassische Nivea in Vergleichstest zu High-Tech-Formulierungen immer sehr gut geschlagen, war mir wiederum sagt, wir sollten nicht nur Augenmerk auf einzelne Inhaltsstoffe legen, sondern auch auf die Formulierung/Galenik an und für sich.
      KK propagiert das ja schon immer, dass er nicht nur die INCI-Liste heranzieht, sondern auch den praktischen Aspekt „was macht das Produkt auf und mit meiner Haut“. Und da schneidet die Nivea in der Wahrnehmung von vielen gar nicht so schlecht ab.
      Ich nütze die selbst im Winter für trockene Ellenbogen und wenn meine Hände von den Desinfektionsmitteln in der Klinik mal wieder Wüste sind, als Handcreme für die Nacht für die Hände. Und da wirkt sie tatsächlich sehr viel besser als dünnflüssige Öl-in-Wasser Fomulierungen, die am Tag natürlich viel praktischer sind, weil ruck zuck weggezogen. Im Vergleich z.B. zu einer ausgetüffelten Formel wie die 5%igen Urea Köperlotionen von LaRochePosay mit Sheabutter und co. würde ich ja meinen Allerwertesten verwetten, dass letztere deutlich besser sind und was muss ich feststellen nach langer Gegentestung: Im Hinblick auf die Wirkung auf die trockenen Hände und die Ellenbogen gibt es null Komma null Unterschied als nächtliche Pflege (also, bei mir jetzt). Tagsüber im Hinblick auf Anwendung allerdings schon.
      Und natürlich wissen wir hier alle, dass eine so simple Formulierung uns nicht vor den täglichen UV-Angriffen schützt, keine AOX enthält und auch sonst nicht so viel kosmetische Eleganz bietet, aber es ist nicht so, dass sie keinerlei Wirkung hat. Mögen muss man sie natürlich nicht:-)
      Übrigens hat sich Nivea hervorragend geschlagen im Anwendervergleich zu der „sagenhaften“ Original LaMer mit dem Algenextrakt, der Herrn Huber nach 6000 frustranen Versuchen die verbrannte Haut gerettet hat.. oder wie auch immer diese Geschichte lautet:-)
      Kein Wunder, die Galenik hat eine ähnliche Haptik. Jemand, der 180 Euro für 30ml Creme hinlegt, mag so was natürlich nicht hören und das muss nicht für jede Haut gelten.

      https://www.dailymail.co.uk/femail/article-2418153/Claire-used-1-Nivea-cream-half-face–105-Cr-la-Mer-The-results-VERY-revealing.html

      Viele Grüße
      Roland

      1. Darf ich fragen was du sonst für die Hände benutzt ? Meine pellen sich manchmal regelrecht ab , durch das Klinik Desinfektionsmittel.
        Protect Cremes helfen da auch nicht sehr vor Dienst Beginn.

        1. Hallo Annabella010,

          tagsüber habe ich u.a. gute Erfahrungen mit der Handcreme von M.Asam aus der Hyaluronserie (blaue Tube), die ist unparfümiert, alles mit zu starkem Duft geht tagsüber nämlich gar nicht. Die Konsistenz ist sehr angenehm, fettet nicht. Alles, was zu reichhaltig ist, ist unpraktisch.
          Aktuell gibt es bei M.Asam auch die Dormacell Handcreme im Ausverkauf, ich glaube, die stellen die Serie um. Für 200ml unter 10 Euro, hat Harnstoff weit vorne, womit ich gut zurecht komme.

          Immer im Gebrauch ist die UreaRepair5% Handcreme von Eucerin. Die vertrage ich super und finde sie im täglichen Einsatz prima, da auch ohne Parfum. Die ist praktisch immer Einsatz. Die enthaltenen Ceramide sind besonders gut, wenn die Hautbarriere gestört ist, wie durch den Alkohol in den Klinikmitteln.

          Nachts nehme ich häufig die Retinol Body Cream mit 0.1 Retinol von Paulas Choice und je nachdem, wie trocken die Haut ist, mische ich noch 1-2 Tropfen Retinol in Squalan von The Ordinary drunter. Wenn im Winter die Haut besonders trocken ist oder durch die Desinfektionsmittel sehr lädiert, dann habe ich super Erfahrungen damit gemacht, die Handcreme von Eucerin und darüber reine Sheabutter. Oder eben wie erwähnt dick Nivea drauf.

          Viele Grüße
          Roland

    2. Mit Nivea können vermutlich Personen mit sehr trockener unkomplizierter Haut pflegen.

      „diese: Nivea kann man nehmen, wenn man absolut unkomplizierte Haut hat und eigentlich gar keine Pflege braucht“

      Das würde jetzt eher auf die fettige Haut zutreffen. Die wiederum wäre mit blaue Nivea alles andere als glücklich.
      Ich finde blaue Nivea toll und habe immer eine Tube daheim, damit schütze ich nämlich meine Haut beim Haare färben von Flecken :-). Und ein Klecks hinter dem Ohr verlängert die Lebensdauer von Düften.

  15. Ach ja, eine Marke, die mir wirklich zutiefst unsympathisch ist, ist Dr. Hauschka, allein schon wegen der unsäglichen „Philosophie“ und der Verquickung mit Anthroposophie / Homöopathie.

  16. Für mich ist auch Paulas Choice eine Marke, die ich schon immer mochte und bei der ich blind einkaufen kann. Auch wenn ich einige Dinge nicht ganz so prickelnd finde, (die allerdings überhaupt nichts mit den Produkten an sich zu tun haben) bleibt Paula die Nr. 1 in meinem Badezimmerschrank. Highdroxy ist so eine Marke, bei der ich auch großes Vertrauen habe und blind einkaufen könnte. Außerdem finde ich den Kundenservice hervorragend, was bei mir auch eine große Rolle spielt.
    Bei anderen Marken die ich auch im Bad stehen habe muss ich da schon genauer hinsehen und würde nicht behaupten, dass die uneingeschränktes Vertrauen von mir bekommen (Clinique, Avene, La Roche Posay, Balea usw.)
    Von Grundauf unsympathisch sind mir die meisten teuren Luxusmarken,mit ihren grundlos überteuerten Produkten (La Prairie, La mer) Und einige „Influencerlastigen“ Marken wie „Hello Body“, bei denen die Influencer zu 90% unglaubwürdige Werbung machen und die zu 99% von Influencermarketing leben.

    Jetzt hab ich noch eine Frage in die Runde:
    Kann mir jemand den Unterschied zu liposomal verkapseltem Retinol und unverkapseltem Retinol erklären? Kann ich bei einem verkapselten Retinol von einer schwächeren Wirkung ausgehen? Ich finde leider nichts wirklich brauchbares dazu im Netz… 😦

    1. Hallo Steffi,

      im Hinblick auf die Frage nach der Verkapselung vom Retinol: Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Ich verlinke Dir mal einen guten Artikel dazu:

      https://www.dr-jetskeultee.de/blog/vitamin-a-welches-verwenden-sie/

      Im Hinblick auf Lagerhaltung gibt einem das natürlich zu denken, allerdings ist z.B. das Clinical 1% von PC hermetisch abgeschlossen und zieht keine Luft, das wird also sicher viel besser haltbar sein als eine Tube, die das nicht bietet. Asam bewirbt sein neues Retinol Serum mit einer Verkapselungstechnologie mit Carnaubawachs, die die Wirkung vom Retinol angeblich um das 11fache erhöht. Leider sind die Studien, auf denen diese Aussage basiert, nicht abrufbar, ich werde bei denen man anfragen. Bin gespannt, ob die was rausrücken. Ich persönlich halte so Aussagen für Quatsch, eine 11x bessere Wirkung hat meiner Meinung nach auch ein viel höheres Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Dem Retinol, das an der Hautzelle andockt, ist es doch letztendlich egal, ob aus einer liposomalen Verkapselung entspringt oder einer Wachshülle oder direkt in der Creme emulgiert ist. Wie kann etwas 11xeffektiver sein und gleichzeitig viel verträglicher? Denkbar wäre das schon, weil moderne Technologien es z.b. ermöglichen, mittels Peptiden z.B. Wirkstoffe direkter an die Zellen zu transportieren. Das ist aber was völlig anderes als eine Umhüllung mit Carnaubawachs. Und wenn ich Wirkstoffe durch Trägermoleküle besser in und an die Hautzellen bringe, dann müsste ich nach meinem Verständnis ein weniger hohe Konzentration des Wirkstoffes benötigen. Wenn ich jetzt angeblich 1 Prozent Retinol noch besser in die Haut schleuse, dann muss doch eigentlich das Risiko auch höher sein, dass das nicht vertragen wird. Ganz viele Produkte werben mit verkapseltem Retinol mit der Aussage, die Bioverfügbarkeit wird durch eine kontinuierliche Freisetzung verbessert. Wenn dem so ist, dann müssten aber bei gleich hoher Dosierung sehr viel schneller auch Unverträglichkeiten auftreten.
      Vielleicht hat Jasmin in ihrem Wissensfundus noch ein paar ergänzende Überlegungen dazu?

      1. @Roland: hehehe. Hab ich natürlich. Und die Antwort lautet wie immer: kann man nicht so allgemein sagen. Tatsächlich gibt es unzählige Arten von Transportsystemen: microsponge, div. Verkapselungen (die liposomale ist ja nur eine von vielen) und was weiß ich noch alles. Die Studien, auf die sich Frau Dr. Ultree beruft kenne ich und sie sind zwar korrekt, betrachten aber reines bzw. verkapseltes Retinol in seiner puren Form bzw. in „Standard“formulierungen. Wenn man die Studien liest, wird einem aber auf jeden Fall sofort klar, warum PC an der Rezeptur für das Retinol Treatment zwei Jahre rumgebastelt hat und warum alle Retinolprodukte in einem sauerstoffreduzierten Extraraum bei Pc hergestellt werden. Pures Retinol ist geradezu lächerlich instabil. Setzt man es Licht, Luft und einer „normalen“ Raumtemperatur aus, ist es nach 2 (!) Tagen schon komplett wirkungslos. Was diese Studien dann aber eben nicht berücksichtigen ist, dass natürlich zusätzliche Faktoren, wie ein lichtgeschützter Airless-Spender, aber vor allem eine ausgeklügelte Rezeptur, die von div. stabilisierenden chemischen Verbindungen bis hin zum bestmöglichen Aox-Mix alles berücksichtigt, Retinol zusätzlich sehr gut stabilisieren können.
        Ok, jetzt bin ich etwas angeschweift. Also, grob gesagt: je nach Trägersystem und je nach Wirkstoff natürlich, kann dieser entweder stärker oder schwächer wirken. Und tatsächlich gibt es einige Trägersysteme, die extrem versprechend klingen in Bezug auf eine erhöhte Wirksamkeit und ein gleichzeitig geringeres Reitpotenzial durch den zu transportierenden Stoff. Allen voran scheinen nano-delivery-systems da die Nase ganz weit vorne zu haben. Allerdings sind die sehr neu und auch (noch) nicht oft zugelassen. Aber in diesem PubMed-Artikel kann man das sehr gut auf Englisch nachlesen, was es in Bezug auf die gängigsten Aknewirkstoffe, allen voran die Retinoide, für Möglichkeiten gibt, die Nebenwirkungen zu minimieren und gleichzeitig die Wirksamkeit zu erhöhen. Nur durch die Wahl des richtigen Carrier-Systems: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3934386/
        Beantwortet jetzt natürlich die Frage nach der liposomalen Verkapselung nicht direkt. Weil es selbst hier zig Möglichkeiten gibt, wie diese liposomale Verkapselung genau aussehen kann. Und man von außen gar nicht wissen kann, um welche der vielen Varianten es sich bei einem Produkt nun handelt.

        1. Danke für die Ergänzungen🙏! Also wie immer, nichts genaues weiss man nicht und Werbung kann viel behaupten. Um auf das Thema von KK zu kommen: da vertraue ich PC einfach blind, bin davon überzeugt, dass die sich wirklich maximale Gedanken machen über Verpackung und Herstellungsprozesse,
          Ich kann mich noch daran erinnern, das Roc damals eines der ersten Produkte mit reinem Retinol auf den Markt brachte, die Creme wurde auch in einer speziellen Umgebungsbedingung abgefüllt und die Tuben vor Befüllung noch mit Stickstoff gespült, damit keine normale Luft mit Sauerstoffanteil drin ist.

          1. Hallo Roland, hallo Jasmin,

            wow, vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! 🙂
            Die Links werde ich mir nachher gleich mal anschauen. Ein sehr spannendes Thema, dieses verkapselte Retinol. Ich bin ja schon ganz oft auf solche Aussagen gestoßen, mit besserer Stabilität, besserer Wirksamkeit usw. aber hab mir bis gestern noch nie wirklich Gedanken drüber gemacht.
            Dann hat der liebe KK die Marke „Facetheory“ erwähnt, von der ich bis gestern noch nie etwas gehört habe. Ich bin gleich auf die Seite, hab die Produkte durchstöbert und bin prompt auf ein Retinolserum mit sage und schreibe 3% (!!!) verkapseltem gestoßen. 😮 Und ich hab mich gefragt: Wie kann das sein? Inci ist RETINOL, also kein Derivat aber eben liposomal verkapselt. Deswegen hab ich mich gefragt, ob da vielleicht die Wirkung irgendwie abgeschwächt wurde, denn 3% sind ja schon eine ziemlich ordentliche Hausnummer.

            Hier der Link dazu:

            https://de.facetheory.com/collections/serums/products/regenacalm-pro

            Was haltet ihr von dem Serum?
            Ich überlege ob ich den Kundenservice mal anschreibe und frage was es damit auf sich hat.
            Die Marke klingt im Großen und Ganzen schon vertrauenswürdig und die haben auch einige ziemlich interessante Produkte (Danke an KK fürs erwähnen!)

            Eigentlich wäre das auch ein gutes Thema für den heutigen Mach mit Mittwoch 🙂

  17. Hallo Herr KK , ich Liebe Kosmetik und werde auch immer wieder doch schwach bei neuen Entdeckungen wie zB . , bei Tozaime – Leidest auch du an sensibler, irritierter Haut? Erlebe die von uralten Geisha Geheimnissen inspirierte Slow-Aging und Zell-Detox Sensation! Und die Produkte von Lioba . Bei Lioba habe ich mir Proben gekauft und bin gespannt wie sie sich auf der Haut anfühlt. Hatte schon ein anderer von Euch die Produkte und lieber KK kennen Sie die schon ? LG Trixi

  18. Der Beitrag ist dir wirklich sehr gelungen. Das beschäftigt mich schon länger. Ich wurde letztens von Kollegen gefragt , was besser wäre als Nivea Duschgel in der Drogerie. Da habe ich erstaunt geschaut und überlegt das ich auch hin und wieder eins mitnehme. Nivea Creme oder Soft hat meine Oma immer benutzt.

    Hier bei mir in der Gegend sitzt die Firma la mer med. Einige Produkte habe ich schon getestet. Ich würde eher hier ansässige Marken unterstützen als von Übersee. Die koreanischen Marken haben mich nie richtig angesprochen.

    Marken die mir unsympathisch sind , sind die oben genannten teuren Parfum Marken.
    Naturkosmetik Vertrag ich nicht , bzw habe des öfteren allergische Reaktionen bekommen.

  19. Hautpflege „ nur“ als Hobby zu sehen, finde ich kurzsichtig. Klar rede ich auch nicht im Detail mit jedem drüber, sondern nur mit interessierten Mitmenschen. Da werden meine Kenntnisse dann aber auch wertgeschätzt. Und dann merkt man auch recht schnell, dass jeder andere Erwartungen und Vorbelastungen hat. Ich glaube die meisten interessieren sich wirklich mehr für Kosmetik, sobald die „normale“ Pflege nicht mehr reicht oder funktioniert. Ich hab z. B. nach tragbarem Sonnenschutz für jeden Tag gesucht um mich zu schützen- Stichwort Prävention! In der Drogerie Katastrophe: wenn Lsf, dann höchstens 10-15 oder ohne Angabe und schön fettig für den Antiaging- Bereich. Ich hatte aber unreine Haut. Im Internet fand ich dann Tips für PC und ab da hab ich Paulas Wissen absorbiert und vieles für vernünftig befunden (keine Tiegel, Duftstoffe und anderes unnötiges Zeug, was ist AHA, BHA usw.). Klar kann man ohne Viel Kosmetik leben, aber meine Haut dankt es mir. Von PC hab ich Azelain clear treatment, BHA Bodylotion für den Rücken (aber der muckt nicht mehr auf 👍), Retinol, das ich sogar mit dem Serum von HD kombinieren kann. Dank HD ist meine Haut übrigens zum ersten Mal nicht im Urlaub eskaliert. Von Eucerin meine geliebte SC. Was ich damit auch sagen will: man muss immer schauen, ob das Produkt inhaltlich gut ist, da verlass ich mich nicht mehr blind. Ich glaube, dass kaum einer weiß, wie sehr sich die bemitleidenswerten Skincarejunkies mit dem Inhalt bzw. der Wirkung von Produkten beschäftigen. Man wird mit oberflächlichen Schminktrullas, für die eine neue Falte oder 1 g Fett mehr auf der Waage den Weltuntergang bedeuten, in einen Topf geworfen! Dieser Blog zeigt mir immer wieder, dass dem nicht so ist. Sorry für die Länge🙈

  20. Ich glaube, oft kann man die Liebe zu einer bestimmten Marke gar nicht rational erklären. Muss man auch nicht, ich will mich beim Pflegen wohlfühlen und nicht nur auf die Inci-Liste schauen. Auch Düfte finde ich wichtig. Ich weiß, dass die unter Skincare-Junkies verpönt sind. Aber das ist halt Geschmackssache, und ein wohlriechendes Produkt ist mir persönlich lieber als ein gar nicht duftendes. Als Beispiel nur das Orangen-Serum von Asam. Überwiegend gute Inhaltsstoffe aber eben auch Duftstoffe. Ist mir egal. Wenn ich das morgens nehme, bin ich sofort guter Laune. Es riecht einfach phantastisch.

    Was ich von La Prairie schon seit Jahren über alles liebe, ist der Cellular Energizing Mist – eigentlich ein Hybrid aus Pflege und Duft. Ich nehme es als Parfum und liebe es über alles. Das werde ich kaufen (trotz des ungeheuren Preises) solange es das gibt und hoffe, es geht nie aus dem Sortiment.
    Ansonsten bleibe ich oft den Produkten treu, die mich überzeugt haben (aus verschiedensten Gründen), probiere aber auch gerne Neues. Das ist doch das Schöne, dass man trotz aller Information über „gute“ Produkte auch ein paar irrationale Vorlieben hat und machen kann, was man will.

  21. Ich bin da ganz bei Ute, die oben schreibt, es gibt auch irrationale Aspekte und Vorlieben, meiner Meinung nach sogar sehr viele. Es gibt Untersuchungen, die eindeutig zeigen, dass die Verpackung/Farbe/Haptik als ganz wesentlich erlebt wird im Hinblick auf Beurteilung eines kosmetischen Produktes, das geht sogar soweit, dass die identische Creme in Versuchsreihen als sehr unterschiedlich bewertet wurde, nur weil sie in unterschiedlichen Behältnissen zu Testung ausgehändigt wurde an ein und die selbe Person. Das kennt man aus anderen Bereichen auch, z.B. Wahrnehmung von Lebensmittel. So schmecken Orangen, die man unter blauen Licht isst, eben nicht nach Orange. Da gibt es hunderte von Studien dazu, wie unsere Wahrnehmung auch durch die Erwartungshaltung getriggert wird.
    Es ist deshalb wohl so, dass unsere Bindung an eine Marke von sehr vielen Faktoren abhängt.

    Ich persönlich mag L‘oreal überhaupt nicht, weil ich weiß, was für grottige Inhaltsstoffe da drin sein können, finde Biotherm aber super, obwohl es meistens fast 1 zu 1 Formulierungen sind. Also, ich kaufe Biotherm nicht, weil ich ja schlau bin, aber alleine von der Verpackung würde ich viel eher zu der Marke greifen. Völlig irrational.
    Estee Lauder erinnert mich immer von den Verpackungen her an ein Wohnzimmer, das Donald Trump eingerichtet hat, deswegen könnte ich mir von denen nie was ins Badezimmer stellen, auch wenn das Future Perfekt Gel von damals irgendwie unerreicht ist für ewige Zeiten im Hinblick auf die Wirkung, die die Werbung dafür in mir ausgelöst hat. Das war legendär.
    Vertrauen habe ich in die Formulierungen von HD und PC, auch wenn letztere Firma mir zunehmend mehr auf den Senkel geht, weil sie meiner Meinung nach ihre früheren als Abgrenzung zur „klassischen“ Industrie sehr deutlich formulierten Überzeugungen mehr und mehr verrät. Das macht kein einziges Produkt von denen zu einem schlechten und die Formeln sind weit überwiegend oberste Kategorie, aber ich merke, wie ich das emotional immer schlechter trennen kann. Ich kaufe weiter bei denen weiter ein und die 0.1 Prozent Retinol Bodylotion wird für immer und ewig heiliger Gral sein. Aber die Wahrnehmung der Firma ändert was von meiner inneren Einstellung zur Wahrnehmung der Produkte.
    The Ordinary und insbesondere NIOD genießen einen völlig irrationalen Vertrauensvorschuss, auch wen insbesondere bei TO die Formulierungen insbesondere bei den Einzelwirkstoffen völlig basic sind und kosmetisch wenig elegant. Die Werbeaussagen von NIOD sind teilweise so über dem Limit, dass ich mich fast schlapp lache aber komischerweise ärgert mich das überhaupt nicht, sondern ich lese die Produktbeschreibungen mit Begeisterung. Komisch, oder ? Wenn Loreal mit so was ums Eck kommen würde, wäre meine Aussage eine ganz andere, da würde ich mir auf Deutsch echt verarsch… vorkommen.

    Schönes Thema heute wieder, lieber KK!

    1. „Estee Lauder erinnert mich immer von den Verpackungen her an ein Wohnzimmer, das Donald Trump eingerichtet hat“

      Ach komm! :-))) ANR gibt es gelegentlich auch in chic wie pink, gerade um die Weihnachtszeit.

      Ja, es ist schon erstaunlich wie uns unsere Sinnen täuschen können! So haben zum Beispiel Testpersonen denen man gesagt hat die essen verdorbene Burger und diese hat man dann in einem grün ausgeleuchtetem Raum gegessen alle sehr starke Symptome einer Lebensmittelvergiftung entwickelt. Die Burger waren natürlich vollkommen in Ordnung.

      Ich teile Deine Einstellung zu NIOD und L’oreal mit.

    2. Man war ja nicht immer so klug wie heute🙄, und geglaubt habe ich Bloggern auch nicht – sowieso nicht.

      Da war Sisley, wenn man sich etwas Gutes tun wollte, schon einmal das Mittel der Wahl, weil La Mer und La Prairie doch etwas aus der Reichweite erschienen, und überhaupt, man muss sich doch erst einmal herantasten. StriVectin gab es auch, und so übel war das nicht. Sisley wirkte nicht mehr so richtig, und schließlich fasste ich mir ein Herz bzw. mein Portemonnaie, und schlug bei La Mer zu, und habe das auch alles gut vertragen und fühlte mich zufrieden. Was sollte man auch sonst tun! Hach, war das wohl leichtgläubig. Dass ich so einigermaßen gepflegt und gut aussah, muss an den Genen gelegen haben/liegen.

      Nach der Umstellung der Pflege bemerke ich die Unterschiede zumn alten Programm, auch die unterschiedlichen Potenziale der verschiedenen Anbieter. Aber sexy? Pflege sexy? No way. Mit viel gutem Willen betrachtet, sehen die Produkte von Teoxane so halbwegs ‚geil‘ aus.

      Bei dekorativer Kosmetik werde ich eher schwach.
      Gehörte ich früher zur Dior-Lauder-Fraktion mit Ausflügen zu Chanel – ganz früher war das Lancome -, liebe ich jetzt Guerlain für ihre Lidschatten, bleibe bei Sisley nur wegen des Sisleya-Make Ups (und habe als guter Hamster auch ein paar der zunächst gewöhnungsbedürftig duftenden Lippenstifte mit toller Wirkung, die die neuen absolut nicht 😭 mehr haben, gehortet), und die Nagellacke von Dior, YSL, Guerlain und Chanel sind doch besser als die von OPI oder Essie. Dafür greife ich bei den Eyelinern ungerührt zu Essence.

      Innerliche Kreischer gibt es bei mir für Tom Ford. 😜 Ich liebe Tom Ford. 😍😍😍
      Toller Mann, tolle Filme, tolle Designs, tolles Make Up – aah!

      (Öm. Kennt jemand vielleicht die Foundations? Sind die etwas? Tom Ford hat schon eine lange Leimrute … ausgelegt, aber auf den Leim will man bei aller Begeisterung dann doch nicht gehen. 😉)

      1. Ich schließe mich der Frage mal an und zwar in Bezug auf jegliches TF Makeup. Obwohl ich die Marke sehr ansprechend finde und bei dek. Kosmetik dem Luxussegment ganz und gar nicht abgeneigt bin, besitze ich tatsächlich gar nichts von TF. Und wüsste jetzt auch nicht, welche TF Produkte als besonders gut gelten. Zur Frage nach der Foundi: ich schaue gern bei Michele Wang auf YT vorbei, und die findet die Stick Foundi sehr gut. Kennt die jmd.?

        Und @Hasi: wenn du nicht heller als 2B Linen bei der Sisleya le Teint bist, lege ich dir hiermit noch das gepresste Sisley Blur Expert Puder ans Herz. Fantastisches Zeug! Ich hasse diese Fürst Pückler Wangen (= wenn Highlighter, Blush und Bronzer aussehen, als habe man sich mit einer Kugel Vanille-Erdbeer-Schoko-Eis drei Streifen ins Gesicht gemalt). Jedenfalls liebe ich das Puder über alles, sowohl als Setting- wie auch als neutrales Finishingpuder. Das lässt alles so schön verschmelzen, blurrt wirklich und deckt auch etwas ab. Was aber eben an der Tönung des Puders liegt. Ein Traum für light-medium mit Tendenz zu medium Hauttöne. Alle anderen lassen besser die Finger davon. Ist mir unverständlich, wie man diese Farbe als „universell“ anpreisen kann. Überhaupt ist Sisley da einer der traurigen Spitzenreiter, wenn’s um schlechte Farbauswahl geht. Ich hab zB. die Cushionfoundi hier (gibt’s leider nicht in D) und von der gibt’s exakt 3 (!) Farbtöne. Wtf? Und dann noch diese unsäglich billige Plastik-Zebra-Aufmachung bei der dek. Kosmetik. Sieht aus und fühlt sich schlimmer an, als billigste Drogerieschminke. Ich hasse bei Stiften so Aufsteckkappen, die nicht einrasten, sowieso. Da muss man immer total aufpassen, dass man nicht versehentlich die Mine des Blushs, Kajals, Eyeliners o.ä. erwischt. Und dann bricht die Kappe oder wird rissig, oder sonst was. Und sitzt dann nicht mehr fest auf dem Stift. Bei den Preisen, die Sisley aufruft, erwarte ich eigtl. schon etwas mehr (mit die hochwertig anmutendsten Verpackungen sind mMn die von Westman Atelier. Allein die Schwere der Produkte und dann noch die magnetischen Verschlüsse. Hach, toll!). Trotzdem kaufe ich wirklich gern immer mal wieder dek. Kosmetik von Sisley. Weil sie durchaus größtenteils sehr gut performt.

        1. Von Tom Ford [(kreisch!)] habe ich etwas Lippenstift: parfümiert ohne Ende, aber ja, den Duft, den Stift will man in den Mund nehmen! Cremig, mit ein paar Tricks (Puder) haltbar, aber leider doch ein wenig recht pervers teuer.
          Das sind so Einkäufe, die man wohl besser im Alleingang absolviert; die Blicke von der Seite wären, nun ja, doch etwas störend (auch andere denken an Stuhlkreise und spezielle Jacken mit langen Bändern!). Zu toppen nur mit einem Anschlussbesuch bei Agent Provocateur, um nachher noch ein Notizbuch bei Hermes zu erstehen.

          Dem Tipp hinsichtlich des Sisley Blur Expert Puders bin ich gleich nachgegangen – sieh an, sie gehen also doch mit der Zeit bei Sisley.
          Ein Instagramgesicht im Alltag hätte ich natürlich auch gerne.

          Da ich noch einen Präweihnachtsgutschein für einen ordentlichen Rabatt bei der örtlichen Parfümerie des gesunden Misstrauens habe, gehe ich dort mal vorbei und mache die evtl. ein wenig glücklich (früher, das waren noch Zeiten!, da war ich eine gute Kundin. Jetzt, so vermute ich, bin ich eine lästige Kundin. So was von geizig! Kauft nur, was sie wirklich will, fragt unmögliche Sachen und nimmt nicht mehr die großen La Mer-Töpfe und die Sisley-Haarpflege mit.)

          ‚Das goldene Zebra‘ harmoniert vermutlich mit den goldenen Wasserhähnen, die damit insinuiert werden sollen und damit das Produkt noch höherwertiger erscheinen lassen sollen: Hey, wenn die mit den goldenen Armaturen das kaufen, dann kaufe ich mir das auch. Fast so gut wie Trrummps Thron! 😉

          1. Wehe, heute Abend schreibt mir Tom nicht noch ein persönliches Dankschreiben für die intensive Werbung für seine Produkte. Ich leite die Grüße gerne weiter und hoffe auf Geschenke und eine persönliche Führung durch seine kreativen Gemächer, oder so! 😂😂

          2. A propos Agent Provocateur: wem diese Art von Unterwäsche (ach halt, in der Preiskategorie heißt das ja dann Lingerie) gefällt, der sollte mal einen Blick auf Atelier Bordelle werfen. Preislich gleich mal noch viel teurer als AP, und natürlich darf man sich hier nicht täuschen lassen. Beiden Marken geht das Aussehen über Funktionalität. Aber dafür sehen die Sachen auch wirklich unverschämt gut aus (sofern man eben was mit diesem Stil anfangen kann).

            1. Oh, Gott, ja, ich weiß. Meinte ich eigentlich. Ist ganz hübsch und auch nicht wesentlich unbequemer als anderes.
              Agent Bonduelle! (🥫🥕🥒🍆🌽)

          3. Agent Provocateur – große Liebe. Gelegentlich hat Douglas TF Angebote, neulich gab es Lippenstifte für 23,00 euro, was fast geschenkt ist. Jetzt sind nur noch einige wenige Farben übrig.

            „Lippenstift: parfümiert ohne Ende, aber ja, den Duft, den Stift will man in den Mund nehmen! “

            So,so.

            „die magnetischen Verschlüsse. Hach, toll“

            Die finde ich auch toll! Sind aber gar nicht so selten und auch bei einigen günstigen Marken zu finden.

        2. Aber wo wir hier beim Dienstagsthema, dem Thema Mögen-Nichtmögen, sind: vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber mir kommt es so vor, als ob seit einiger Zeit im so genannten Luxussegment sich unglaublich viele Firmen tummeln, dass die Zahl schier explodierte, dazu die ganzen so genannten Doctor Brand’s. Und ein jeder preist das Seine als das Neuste und Beste und Exklusivste und Einzige an (nachvollziehbar), welches dabei noch so sehr viel besser als all die anderen sein soll. Am besten nicht fragen, sondern gleich die ganze Linie kaufen!
          Und die bereits hochpreisigen Firmen hoben die Preise auch allmählich an, aber schon sichtbar über der Inflation.

          Endegelände war für mich, als La Mer ein Serum herausbrachte, das – schlagt mich tot – um die 3000 oder 4000 Euro aufrief (bei solcher m.E. Preisgestaltung rutschen die Gedächtnissynapsen die instant glattgefrorene Hirnwand runter) und so toll wirken sollte. Natürlich ohne Probe – wer fragt da schon genauer nach, man kann ihnen ja blind vertrauen.

          Da fragte ich mich schon, wo das denn enden soll, wenn eine Appendicitis-OP günstiger ist (gut, kann man auch nicht immer und oft machen lassen 😉).

          Seither mag ich ein paar Firmen nicht mehr wirklich leiden. Das geht vom Gesäusel bei L’Occitane los und endet bei Wundern aus dem Öl von gefriergetrockneten Pfauenzungen.

          1. Das war die Kur „Essence“ von LaMer für 2155 Euro, in edle Phiolen eingepackt, deshalb besonders wirksam, weil der Miracle Broth durch irgendwelchen alchemistischen Quatsch (unter anderem Klangbeschallung) besonders wirksam ist. Ich glaube, das haben die bis 4000 Euro verkauft.
            Schau mal hier:
            http://www.mycremedelamer.com/2011/11/essence.html
            Die Erklärungen für die Wirksamkeit könnte man auch übersetzen mit: bitte geben Sie Ihr Gehirn ab und machen Sie einfach Ihren Geldbeutel weit auf, Sie dumme Nuss!

            Aber im Vergleich zu Liquid Surgery von MBR für 4200 Euro ist das noch ein richtiges Schnäppchen, zumindest der initiale Preis dafür. Es steht eben jeden Tag ein Dummer auf, sorry wenn ich das so hart ausdrücke, aber was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.

            https://www.wunderweib.de/das-sind-die-teuersten-hautcremes-der-welt-3798.html

          2. Stimmt, gerade hochpreisige Niche-Öl-Brands sind heutzutage omnipräsent. Sunday riley ist da noch relativ günstig. Muss jetzt an die BLUE BEAUTY DROPS von raaw by trice auch denken.

      2. Übrigens hat Strivectin Wrinkle Recode Line Transforming Melting Serum fast die gleiche Verpackung wie Teoxane…

        Tom Ford liebe ich auch sehr, hatte die Lippenstifte dieser Marke, zuletzt die Farbe Sheer Paradiso, toll waren sie. Foundations die über 100,00 kosten sind nicht meine Preisklasse. Für Hälfte des Geldes gibt es für mich richtig gute Foundations. Schön ist die Verpackung aber allemal. Und die Düfte sind gut.

      3. Übrigens hat Strivectin Serum genau gleiche Verpackung wie Teoxane :-). Tom Ford ist toll, ich hatte nur Düfte und Lippenstifte, aber tolle Farben und die Textur und die Verpackung gerade weiß-gold sowieso. Die Foundation teste ich lieber nicht, was wenn sie mir gefällt? Über 100 euro ist nicht meine Preisklasse. Ist mir schon mal mit Chanel Sublimage Le Teint passiert.

  22. Früher war alles anders, da gab es garnicht die Möglichkeiten die wir jetzt nutzen können. Aller Angang war bei mir Guerlain, die hatten wirklich eine richtig gute Pflege für meinen Pizza-Teppich. Okay, das war 1979.
    Was ich später sehr geliebt habe war Borghese von Kopf bis Fuß, noch heute denke ich wehmütig zurück, aber nein! Davor und danach war ich Shiseido, meine Linie hieß glaube ich Skin Perfekting. Später kam für zwei Jahre Korres mit wenigstens fünf kompletten Duftlinien für den Körper, mein Gutster ist fast durchgedreht im Bad 😉
    Ab 2011 bin ich ja eine bekennende Paulista, weil mir ihre Geschichte gefällt und meine Haut an die kosmetisch machbare Grenze geführt hat. Ewige Dankbarkeit.
    Welche Firmen mag ich nicht..ziemlich einfach. Dr. Hauschka und Sisley teilen sich den ersten Platz, und jedes Unternehmen, das nicht Wissen und erwiesene Erkenntnisse in den Vordergrund stellt, sondern mit den Sehnsüchten und Träumen der Kunden arbeitet. Hersteller, die in ihren ersten fünf Produkten keine Sonnenschutz anbieten, weil, is ja anstrengend zu konzipieren und dann wird man nicht braun, rrhhh, das will doch keiner kaufen…die Welt will betrogen sein.

  23. Bis zum Eintritt in den erlauchten Kreis der (etwas besser) Wissenden war jeder Kosmetikkauf irrational. Und heute – mit ein wenig mehr Know how – sieht es nicht viel anders aus. Manche Marken mag man und denen vertraut man auch, manche eben nicht.

    Ich habe z.B. eine Aversion gegen L’Oreal (obwohl ich mich gut an meine Jugendjahre erinnern kann, als mich fast der Neid fraß, welch‘ luxuriöses Shampoo + Spülung meine Schulkollegin verwenden durfte, dank Großeinkauf-Möglichkeit ihrer Eltern, besagte Produkte gab es damals wirklich sonst noch nirgends für Normalsterbliche zu kaufen – ist schon „ein paar Minuten“ ;-)) her), mag aber manches von La Roche Posay, bzw. auch Vichy. Völlig unlogisch, ich weiß.

    Nivea war auch nie was für mich, obwohl meine Mutter immer ein, zwei Dosen des blauen Klassikers in Verwendung hatte (und hat), seit ich mich erinnern kann.

    Und ich mag weder die paar probierten Produkte von Beyer & Söhne, noch deren berufsjugendliches Marketing-Gehabe. Und werde daher auch nichts mehr testen, egal wie sehr davon geschwärmt wird.

  24. Ich muss auch sagen, PC und Highdroxy gaben meine Haut deutlich verbessert. Ich bemerke inzwischen auch eine Abneigung gegen Duftstoffe in der Hautpflege. Angenehm vom Geruch her fand ich die Produkte von Sensai (Verpackung weiß-silber), fehlt mir jetzt aber auch nicht.
    Beim Durchlesen hier merke ich aber doch auch wieder dass ich nicht immun bin gegenüber weiteren Produkten/Firmen, u.a. Teoxane, Dermascence, deutsch La Mer, Klotz Labs klingt für mich auch noch interessant, und Hylamide findet sich auch noch auf meinem Merkzettel.
    Für meine ebenfalls berufsbedingt gestressten Hände habe ich gerade Atopi Control von Eucerin für mich entdeckt.

  25. Ach ja: für den Skincare-junkie gibt es nen Adventskalender von Dr.Barbara Sturm für schlanke 450,- Euro! 😉
    Bemerke gerade, die finde ich unsympathisch, die Preise sind ja auch jenseits von gut und böse

      1. Ja Frau Sturm finde ich auch mega unsympathisch. Würde ich allein aus diesem Grund nicht kaufen. Übrigens auch Judith Williams. CNK finde ich wegen der Aufmachung auch nicht ansprechend, lande aber immer mal wieder wegen einzelner Produkte dort.
        Ich bevorzuge PC, Neostrata, einzelnes aus Korea, gerade auch die Tozaime und Dekoratives von Chanel und Catrice.
        L‘Oreal mag ich nicht. Vichy auch nicht – keine Ahnung, wirkt auf mich gewollt, aber nicht gekonnt. Ist natürlich nur Emotion ohne Sachgrund.
        Wo ich immer schwach werde: holzige Düfte in kargem Design (Byredo Super Cedar, Mol. Escentric No. 2, Clean Terra Woods).

    1. Was ist denn da drin, zwei Seren mit Hyaluron mit je 30 ml?🤬
      Ich hab gleich drei bestellt, man weiß ja nie, wem man noch eine kleine bescheidene Freude machen kann. Danke für den Tip!
      Also, die Firma von Frau Dr. Sturm mag ich auch nicht. Für den Fall, dass man das nicht merkt.

      1. Also, über die ganze Masche mit Hollywood, VIPs, extra teuren Preisen und dem ach so tollen Dr.-Titel (ich glaube mal gelesen zu haben, Frau Sturm sei hier in D als Allgemeinärztin zugelassen und keine Fachärztin oder gar Dermatologin. Aber beschwören könnte ich es jetzt nicht) braucht man ja nicht zu diskutieren. Das geht gar nicht und macht mir die Dame mitsamt ihrer Marke sehr unsympathisch.
        Allerdings muss ich mal eine Lanze für ihre Produkte (nicht aber für ihre Preise!) brechen. Ich kann mir da jetzt zwar kein abschließendes Urteil bilden, habe aber schon sehr viele Probesachets ihrer Produkte getestet, weil man die bei Niche-Beauty meist als Dreingabe auswählen kann. Und das sind dann immer noch die besseren Proben. Die auswählbaren Proben andere Marken gefallen mir meist noch viel weniger. Jedenfalls war ich überrascht, dass mir die Proben ausnahmslos alle ganz gut gefallen haben. Gefällige Konsistenz, schöne haptische Anmutung und mit meiner Haut haben sich die Sachen auch gut vertragen, was nicht selbstverständlich ist. Mir hat mein Hautbild auch sehr gut gefallen mit allen getesteten Pröbchen. Ich kann nun nicht beurteilen, ob die Sachen langfristig halten, was sie versprechen, also zB. ob das Calm Serum wirklich beruhigt, da ich keine gereizte Haut habe. Und natürlich bekommt man zu einem Bruchteil des Preises zT. ähnliche Produkte mit vergleichbar guter und vertrauenswürdiger Formulierung. Aber ich wage zu behaupten, dass die Produkte zumindest grundsolide formuliert zu sein scheinen und kein totaler Schmu in den Flaschen steckt. Kaufen würde ich mir das Zeug natürlich trotzdem niemals. Selbst wenn es keine Frage des Geldes wäre, weil mir eben die Marke nicht sympatisch ist. Wollte es aber mal der Fairness halber erwähnt haben. Hätte ich aus irgendeinem Grund nur die Wahl zwischen La Mer oder Frau Sturm lasse, dann wählte ich ihre Produkte. Aber GsD gibt’s ja noch die gute Paula 😉

          1. @Karin: wobei ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass ich die Annahme vieler, Dermatologen seien per se qualifiziert gute Kosmetika herzustellen, noch nie nachvollziehen konnte. Für mich ist das in etwa so, als ob ich annähme, dass mein KFZ-Mechaniker automatisch wisse, wie sich der optimale Felgenreiniger oder die beste Armaturenbrettpflege chemisch zusammen zu setzen hat.

  26. Guerlauin hat diese tolle Verpackung, die Lippenstifte sind wirklich toll. Oder allgemein guerlain holiday über die Bildsuche googeln. Und wenn man Luxus redet, irgendwann werde ich auch die traumhaften Laobutin Lippenstifte haben, diese hier:

    Aber ja, viele new kids on the block die mit klassischen Brands konkurrieren drunken elephant, raw canvas,
    Stratia, first aid Beauty, Charlotte Tilbury – eigentlich in Makeup Bereich noch mehr als in der Pflege….J- beauty interessiert mich auch sehr.
    Und mein feuerroter Flacon von Shiseido Ultimune Serum ist einfach ein Genuss anzusehen! 🙂 Über die INCIs reden wir jetzt nicht. Was vermutlich in den kommenden Jahren noch intensiviert wird – custom made products wie Curology. L’oreal aus Drogeriebereich habe ich noch nie benutzt, vor der PC-Ära habe ich Vichy und Eucerin und LRP genutzt.

  27. Massiere mir gerade, während ich Eure Kommentare lese, die Lait-Crème Concentré von Embryolisse auf bürotrockene Hände und Gesicht. Die finde ich im Moment mega ! Im Moment will ich wieder unbedingt Embryolisse, und ich glaube, bei mir gibt es diesen Effekt, dass ich immer gerade das will, was man hierzulande nicht bekommen kann und nur in Frankreich in der Apotheke kriegt. Bei dekorativer Kosemtik ist das genau das gleiche: früher bin ich immer, kaum in Mailand gelandet, sofort bei Kiko reingestürzt, jetzt, wo es das auch in Belgien gibt, interessiert es mich nicht mehr die Bohne. Früher bin ich in Berlin immer sofort ins KadeWe gewetzt, um mir Benefit zu kaufen, jetzt wo es das auch schon seit längerem in Belgien gibt… ihr ahnt es. 🙂 Ich bin trotzdem weiterhin anfällig, mir auch mal was ganz Teures aus dem Luxussegment aufschwatzen zu lassen, was aber nie die erwünschte Wirkung gezeigt hat. Habe z.B. weder die Augencreme von La Mer noch die von Sisleya gut vertragen. Da fährt man wohl wirklich mit Highdroxy und Co. am besten und ich benutze auch oft zusätzlicih unverarbeitete Rohstoffe: Sheabutter, Baobab-Öl, Moringa-Öl, alles direkt aus Afrika und angeblich bio.

  28. Ach ja, und außerdem will ICH nach wie vor nach einer durchwachten Nacht (ob nun gefeiert, gehustet oder sich Sorgen gemacht) gar nicht ausgeschlafen aussehen, sondern will Kaffee gebracht bekommen, den Nacken massiert kriegen und für meine Tapferkeit gelobt werden 🙂 Das Midnight-Oil war also noch nie auf meiner Wunschliste.

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