HERR KK ERKLÄRT DIE WELT: WIDERSTAND IST ZWECKLOS * HEALTHY-AGING STATT ANTI-AGING

Man kann es drehen und wenden wie man will: Wir alle werden älter, und mit der Zeit sieht man das auch. Ja und? Leider leben wir (immer noch) in einer Zeit des Jugendwahns, und da hat man wenig zu Lachen, wenn die Krähenfüße und Zornesfalten uns angeblich weniger leistungsfähig und agil wirken lassen. Aber sollte man wirklich um jeden Preis dem jugendlichen Schein hinterher laufen?

 

Es fällt mir immer wieder auf, wenn ich meine Skincare-Beiträge mit Schlagworten versehe (damit findet Google meine Themen): Ein sehr oft verwendetes Wort ist hier „Anti-Aging“. Ich muss sagen, dass ich es eigentlich von Anfang an nicht mochte, allerdings hat es sich so auch in meinen Sprachgebrauch gemogelt. Man weiß was es bedeutet, aber eigentlich ist es Quatsch.

Wer möchte schon für ewig und immer, wie Dorian Grey, sein jugendliches Aussehen auf Teufel komm raus behalten? Würde man das wirklich wollen, machte sich wahrscheinlich irgendwann Verzweiflung breit. Widerstand ist zwecklos, selbst der beste Chirurg kann zuletzt nicht noch Magie ins Spiel bringen. Und die traurigen Beispiele mit den misslungenen Versuchen der unendlichen Verjüngung kennen wir alle.

Bei vielen von uns ist es ja so, dass mit dem Älterwerden auch eine gewisse Gelassenheit eintritt, die viele Dinge in unserem Leben relativiert. So auch das Altern. Bekam ich vor zehn Jahren noch einen Schreianfall, wenn ich morgens im Spiegel graue Haare in den Augenbrauen entdeckte, lassen die mich mittlerweile auch auf dem Kopf kalt.

Ja klar, hier und da färbe ich etwas, ich muss ja nun nicht mit 50 gleich wie der Weihnachtsmann aussehen, aber ich halte das für ausgleichende Gerechtigkeit. Die Natur denkt ich sei 50? Pah, ich fühle mich aber wie 39. Also ein paar Anpassungen machen, 50 ist das neue 39.

Aber warum eigentlich? Ich fühle mich mega fit, bin leistungsfähig, habe tolle Blutwerte, mein Körper kann sich noch sehen lassen, bin ein halbwegs umgänglicher Mensch, der seinen Kopf ab und an auch mal benutzt, und trotzdem ist man nun ein Best-Ager – die nette Umschreibung für „auf dem absteigenden Ast“. Müsste ich mich heute bewerben, wäre ich in meinem Beruf verloren. Mit 50 wird pauschal erwartet, dass man sich höchstens noch auf den kommenden Herzinfarkt vorbereitet und nicht auf die CrossFit Games.

Da wir Menschen aber ständig von Generation zu Generation eine deutlich höhere Lebenserwartung geschenkt bekommen (wenn alles gut geht), muss da doch ein Umdenken stattfinden. Wie sollte man es sonst aushalten, sich nach dem fünfzigsten Geburtstag noch ungefähr 30 bis 40 Jahre unzulänglich, nutzlos und unterschätzt zu fühlen?

Es ist an der Zeit, das vermeintliche Schönheitsideal der ewigen Jugend vom Sockel zu stoßen. Stattdessen braucht unser Verständnis von Schönheit neue Inhalte, die weniger ideal sind und die Attraktivität in jeder Lebenslage wertschätzen. Ein neues „Schön“ würde uns somit von Zwängen befreien und der Natur ihren Lauf lassen.

Das neue „Schön“ darf Male, Flecken, Pickel und Falten haben. Weil nur DAS natürlich ist. Warum eigentlich ständig #bodypositive und #sexpositive? Ich will auch #agepositive!

Oder aber ist das nur eine Hoffnung der „Verlorenen“, die eben nicht mehr mit den Attributen der Jugendlichkeit gesegnet sind, die diese endgültig nicht mehr besitzen, und nun in einer kommunismusartigen Gleichmacherei ihr Seelenheil suchen? Ich weiß, dass diese Frage provokant daherkommt, aber reduzieren wir uns nicht trotzdem wieder nur aufs Aussehen, auch unter dem Deckmantel „Alter ist nur eine Zahl“?

Ich für mich kann sagen, dass ich für mein Leben nur den goldenen Mittelweg als akzeptabel ansehe. In einer Welt mit Hochglanzzeitschriften, Instagram und Beautykliniken an jeder Straßenecke, kann man dem hartnäckigen Trend einfach nicht aus dem Weg gehen, aber man muss ihn auch nicht verzweifelt bis zum Ende mitmachen. Genauso wenig muss ich mich einer strengen Diät beugen, mich in Sack und Asche wanden und keinen schweißtreibenden Sex mehr haben! Dosieren statt überdosieren ist da meine Devise – schon immer.

Immer öfter denke ich über Healthy-Aging nach, also in einem gesunden Mix aus Vernunft und Unvernunft zu leben, der mir persönlich viel Lebensqualität bietet und trotzdem einschließt, dass ich keine 25 mehr bin. Älter werdenden Menschen täte dabei eine Sache ganz besonders gut: Eine große Portion Selbstbewusstsein! Wir verblassen nicht, wir verlieren nicht unsere berüchtigte „fuckability“, wir brauchen uns nicht zu verstecken. Sichtbar bleiben, egal ob mit Falten oder Botox, mit Bierbauch oder Waschbrett, das ist die Devise. Und hey, ihr Fünfundzwanzigjährigen: Wir tun das auch für Euch…

 

 

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(Foto: Pixabay   Keinerlei Sponsoring)

 


21 Gedanken zu “HERR KK ERKLÄRT DIE WELT: WIDERSTAND IST ZWECKLOS * HEALTHY-AGING STATT ANTI-AGING

    1. Das ist doch ein toller und aufbauender Kontrapunkt zu meinen etwas düster angehauchten Gedanken. Und du besitzt das, was ich als Rüstzeug für glückliches Altern ansehe: Selbstbewusstsein! Könnte man das nur auf alle, und gratis auf dem Markt austeilen.
      Liebe Grüße in den Süden!
      KK

  1. Lieber Konsumkaiser, das ist mein erster Beitrag auf ihrem Blog, den ich übrigens sehr gerne lese. Ihre Gedanken zum Thema älter werde gefallen mir. Klar, die meisten von uns machen viel, um dem Alter ein Schnippchen zu schlagen, aber seien wir mal ehrlich, keiner sieht mit 50 Jahren noch aus mit 30. Aber heutzutage ist 50 kein Alter, wo Frau schon wie eine Oma aussehen muß. Bin selber mittlerweile 55 Jahre und letztes Jahr habe ich bei der Neueröffnung eines dm Marktes die Schwester einer Schulfreundin getroffen, die mich fast 40 Jahre nicht gesehen hat, sofort auf mich zukam und meinte, ich hätte mich kaum verändert, was will man mehr? Da stören die paar grauen Haare oder die ein oder andere Falte doch nicht, oder? Ich wünsche ihnen eine schönen Sonntag. LG

  2. Guten Morgen,

    Anti- Aging gibt es genau so wenig wie Anti- Sonnenaufgang, aber es ist ein Milliardengeschäft.
    Ich habe in einem Reitstall eine ältere Dame kennengelertnt, die seit Jahren 69 wurde…. Sie hat noch etwas als Psychologin praktiziert, hat sich jede Woche ein Westernpferd geliehen und ist in Begleitung bei jedem Wetter ausgeritten, wo alle jüngeren die Reithalle bevorzugten. Im strömenden Regen ritt sie mit Regenschirm, im Körper hatte sie schon jede Menge Metallteile, sie war immer wohlgelaunt, lustig und sarkastisch. Sie ist mein Vorbild. Ich bin seit Jahren 29 Plus.
    Einen schönen Sonntag.

  3. Was die Berufswelt angeht, stimmt es leider. Teil meiner Arbeit ist die Führungskräfte einzustellen. Erst vorgestern hatte ich die Aufgabe einen CFO zu finden mit 20 Jahre Berufserfahrung, soll Mandarin sprechen, studiert haben und nicht über 40 sein?!?!?
    Neulich haben sich meine Kollegen unterhalten über eine potentielle Kollegin und sie als alt aber sehr schön beschrieben, auf meine Nachfrage wie alt ist sie denn, die alte Frau, sagten sie – 43. Sie selbst sind nur 1-2 Jahre jünger, aber sie ist – alt.
    Ich habe keine Angst vor Falten. Aber von körperlicher Schwäche, Altersarmut und Einsamkeit. Das lässt einen innerlich vorzeitig sterben, nicht die Falten.

  4. Ein sehr guter Text. Besonders die Aussage über die Erwartungen, die man ab 50 noch hat, obwohl ja noch gut 30 Jahre kommen können finde ich bedenkenswert.
    Sicherlich kann man sich auch feiern und gute Laune Aging machen, aber das ist auch ein wenig realitätsfern und so typisch Influencer-Sprech.
    Ja, die Jüngeren schauen immer auf die Älteren herab, das wird sich nicht ändern. Das ist in der Natur so, wir werden einfach zu alt!
    Schönen Sonntag!
    Frauke

  5. Pro-Aging als Begriff finde ich noch unglücklicher als Anti-Aging. Dann lieber das altmodische „Pflege für reife Haut. Ich bin reif, alt werde ich, vielleicht, irgendwann.

    Eigentlich ist es schon gruselig wie sich viele über ihr Alter definieren. Und selbst beschränken. „Komm du erst mal in mein Alter, dann machst du xy auch nicht mehr“ erzählen mir Menschen, die ein Jahrzehnt weniger auf dem Buckel haben.

    Altersgemäßes Verhalten…… Okay, ich laufe nicht mehr so gerne im Badeanzug herum, obwohl die Fotos, die mein Liebster heimtückisch von mir am Mittelmeer geschossen hat……. Da war ich dann doch sehr positiv überrascht. Aber sonst? Ich setze mir doch keine grundsätzliche Altersgrenze für bestimmte Dinge, kommt doch auch immer auf das Gesamtpaket an.

    Junge Leute mag ich total gerne, sie sind noch so herrlich offen. Und sie mögen mich anscheinend, gerade unterwegs die jungen Reisenden. Mein Liebster und ich machen dem
    Jungvolk Hoffnung für’s Alter, sagen sie jedenfalls. Zum Ausgleich wirken wir auf viele unserer Altersgenossen irritierend, meinte jedenfalls meine beste Freundin. Dabei bin ich nur einfach so geblieben wie ich immer war, etwas gereifter😎, aber ansonsten………

    Wichtig für ein erfülltes Alter ist, jedenfalls für mich, irgend ein Interesse, für das man brennt. Neugierig bleiben. Was nutzt die glatteste Haut, wenn Herz und Hirn leer sind? Mitte 50 hatte ich meine Sinnkrise, da ich absolut kein role model für’s Alter im realen Leben fand. Nur unzufriedene alte Leute, hey, so will ich nicht enden, gibt’s da nichts anderes? Ich befragte Leute aus der Altenbetreuung, niemand kannte jemand der wirklich gut drauf war. Bis ich auf meinen Onkel stieß, auch über 90 noch in der Öffentlichkeit für sein Hobby aktiv, wenn er darüber spricht, dann brennt das Feuer leidenschaftlicher Freude in ihm, kein meckernder Motzkopp, trotz gesundheitlicher Gebrechen. Mein role model 😍

    1. Bei die denke ich immer, es schreibt eine jüngere Frau. Du klingst so unkonventionell und eben selbstbewusst.
      Das finde ich toll, wenn man sich dem Alter entzieht und sich gibt wie man ist.
      Und ich mag es, wenn man Altersgenossen irritiert! Genau so! Manche Leute sind mit 30 schon alt, so alt könnte ich niemals werden.
      Und ja, ich bewundere auch Ältere, die etwas darstellen, die ihre Vorzüge zeigen und zwar stolz. Davon braucht es dringend noch ein paar mehr!
      Liebe Grüße!
      KK

  6. Ich habe einer Freundin zum 70. Geburtstag gerade eine stille Jubiläumsansprache geschrieben, in der ich ihr klar machte, dass sie das Mädchen und alle Frauen sämtlicher Lebensalter in sich vereine. Sie sei nun nicht 70, sondern zehn und 20 und 30 und 40 und 50 und 60 und nun a u c h 70. Das stimmt genau, denn das junge Mädchen hatte ich unlängst während eines unbeobachteten Momentes in ihrem Gesicht durchscheinen sehen. Wenn man mit sehr alten Menschen (90+) länger zusammen ist, ist die Beobachtung aller Lebensalter in einem Wesen besonders beeindruckend…

    @Christiane — Anti-Sonnenaufgang, den merk ich mir 😉
    Wir werden sterben. Es ist langsam nicht mehr wegzuhübschen. Der Körper verbraucht sich. Das ist scheiß-unheimlich. Und wir haben nicht mehr allzuvülle Zeit herauszufinden, wer wir wirklich sind ohne ihn. Reiten mit Schirm ist ein guter Anfang.

  7. Ja, es ist nicht so einfach.
    Was bitte soll ich mit der Aussage “Du siehst aber noch gut aus für dein Alter“ anfangen?
    Wieso werden wir sowieso auf das Alter beschränkt? Wenn ich mich jetzt um einen neuen Job bewerben müsste, wird das schwer, weil ich “schon“ 50 bin. Auf den Arbeitsamt gelte ich dann als schwer vermittelbar.
    Was bitte heißt altersgerecht verhalten? Oder anziehen?
    Ich hätte mir, wenn es nach den anderen (jünger wir älter) geht als allererstes meine Haare abschneiden, jedes weitere Tattoo verkneifen und meinen Kleiderschrank überdenken müssen.
    Aber warum? Ist das nicht mein Leben?

    Entschuldigt die vielen Fragezeichen, aber genau so geht es mir, wenn es um Alter geht.

    1. Ich finde auch, dass man nicht mit Antworten antworten kann, sondern sich möglichst viele Fragen stellt. Die Beantwortung muss dann individuell sein, nicht nach dem Mainstream ausgerichtet. Lebe wild und gefährlich, wenn du Bock drauf hast, aber im Rahmen deiner Möglichkeiten.
      Ich sag ja, es braucht Selbstbewusstsein um so bleiben zu können wie man es gern sein möchte, egal in welche Richtung.
      Liebe Grüße!
      KK

  8. Ich habe die überflüssigen Diskussionen darum, was für mich ‚altersangemessen‘ o.ä. ist, schon länger satt und mache einfach, was ich will, soll heißen, ich kleide mich, wie es MIR passt, trage/färbe die Haare, wie ICH es will und bin die Oma nur für meine Enkelinnen, alle anderen sollen sich hüten, mich so anzusprechen! Ich fahre gerne Auto, und zwar schnell (Greta möge mir verzeihen), und ich probiere gerne etwas Neues aus.

    Ich glaube, wir brauchen einfach mehr Selbstbewusstsein, denn ich bin zwar älter, aber auch in vielem erfahrener. Das schließt natürlich nicht aus, dass ich auch gern von jüngeren lerne, im besten Fall funktioniert es in beide Richtungen.

    Natürlich bin ich über neu hinzukommende, körperliche Einschränkungen nicht besonders glücklich, aber ohne wird das halt nix mit dem Altwerden, zumindest nicht bei mir. Für mich ist das Beste am Älterwerden, dass es mir wirklich sehr egal ist, was andere über mich denken. Ich finde es sehr befreiend, mein eigener Maßstab zu sein.

    In diesem Sinne allen einen schönen Sonntag, Irene

  9. Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.
    Marcus Tullius Cicero
    (106 – 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

    ausgesprochen vor mehr als 2.000 Jahren, das Problem mit dem Altern gibt es wohl schön länger:-)

    Mir war immer egal, wie alt ich bin. Die Menschen, die mit mir durch das Leben gegangen sind und gehen, sind genauso alt. Und warum sich mit zwanzig- oder dreißigjährigen vergleichen? Das Alter hatte ich doch schon und nun schaue ich mir mit Spaß, Neugier und Gelassenheit ein neues an!
    Einen entspannten Sonntag Abend
    Regina

    1. Ich persönlich vergleiche mich nicht mit jüngeren.
      Mein Arbeitgeber tut es aber.
      Und wenn man bis 67 arbeiten soll und nicht in öffentlichem Dienst ist, muss man fast alle paar Jahre eine neue Stelle suchen. So tickt leider die Wirtschaft.
      Egal ob man körperlich und seelisch dazu in der Lage ist.
      Also soll ich noch fast 30 Jahren arbeiten, die potentielle Arbeitgeber finden mich bereits jetzt zu alt?!
      Deine Einstellung würde Dir leider hier nicht weiter helfen, man wird einfach mit jedem Lebensjahr immer seltener zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
      Wenn man dann mit 55 arbeitslos wird und bis 67 arbeiten soll, möchte ich dann die Gelassenheit sehen die mit der Situation fertig wird. Gerade wenn man noch schulpflichtige Kinder hat und diese irgendwie ernähren soll.
      Ich lerne beim Wandern viele Menschen kennen, fast ausnahmslos sind es NUR Beamten die Gelassenheit in Bezug auf Zukunft ausstrahlen. Alle anderen leben nämlich eine andere Realität.
      Wenn aber die Politik will, dass ich bis 67 oder gar 70 arbeite, MUSS ein Umdenken und zwar sofort statt finden.
      Genauso wie es nicht normal ist jemanden wegen seiner Religion, Herkunft oder Aussehen zu diskriminieren, soll es nicht normal sein Altersdiskriminierung zu betreiben.
      Das betrifft uns nämlich alle und genau hier machen wir komischerweise beide Augen zu.
      Ich kann mir gut vorstellen warum die Politiker es machen – mit dumm schwätzen nur zwei Legislaturperioden (acht Jahre) im Parlament durchhalten, um sich eine Mindestpension von knapp 1.700 Euro zu sichern. Das bekomme ich nie und niemals auch nach 50 Jahren einzahlen.
      Warum aber wir Bürger hier die Augen verschließen und uns wie Lemminge verhalten ist mir ein Rätsel.

      1. Also ich bin weder Beamtin noch im öffentlichen Dienst, wenn Du noch 30 Jahre arbeiten musst auch deutlich älter. Mehrere Freunde in meinem Alter haben vor kurzem noch neue, besser bezahlte Jobs bekommen. Viele Firmen bevorzugen mittlerweile sogar Erfahrung, sogar in der früher so jungen IT Branche, in der ich tätig bin.
        Viele Grüße
        Regina

        1. Ich meinte nicht, dass Du Beamtin bist. Sondern, dass diese die Gelassenheit besitzen weil abgesichert.
          Deine andere Behauptungen kann ich leider überhaupt nicht bestätigen, überzeuge mich täglich aufs Neue, dass man einen 50+ nicht einstellen möchte. Das höre ich fast täglich und offiziell von Firmen bundesweit. Deine Freunde sind leider hier absolute Ausnahme.

      2. Liebe Ombia, Du triffst es auf den Punkt. Ich war nach langer Selbständigkeit aus privaten (= gesundheitlichen) und beruflichen (= massive Umstrukturierungen des Geschäftspartners) Gründen in der Situation, mit 57 in die Arbeitslosigkeit flüchten zu müssen … und nach Genesung mit fast 58 einen neuen Job zu finden.

        Dass mir das gelungen ist, buche ich fast als persönliche Meisterleistung – wenn auch teuer erkauft mit einer extrem hohen Erwartungshaltung.

        Du hast recht, dass hier ein Umdenken nötig wäre.

  10. Für mich Alter für Weiterentwicklung und Klarheit.
    Allerdings hatte ich den Vorzug, mit einem theorethisch sehr altem Vater aufzuwachsen, meine Mutter war halb so alt, aber im wahren Leben sehr viel älter als ihr Mann. Vieles ist relativ, ganz besonders wenn es um die inneren Werte geht, hilft es in sich ruhen zu können.
    Seltsamer Weise habe ich mich selten mit anderen verglichen, weil jeder Jeck von Haus aus anders ist, warum also Äpfel und Birnen vergleichen? Hab ich nie kapiert.
    Wir können doch so unglaublich voneinander lernen, warum soltte ich meine Quelle vernichten oder meine Kraft verdödeln, weil ich einer Norm nicht entspreche?
    Mit 55 bin ich arbeitslos und wenn nicht jemand einsieht, das ich ohne Rollator auch noch eine Darseinsberechtigung habe, muss ich mich wieder selbständig machen, was soll´s, ich schaff das schon 😉

  11. JA! Das sehe ich genau so. Alles. Den gesamten Artikel. Gesund alt werden ist der Punkt, um den es wirklich geht. Handlungs- und Denkfreiheit haben und möglichst lang erhalten. Etwas, das wir auch ohne Kreuzfahrten und Fernreisen genießen können, ist unsere Lebenserfahrung. Die größer werdende Weisheit. Und die größer werdende Wertschätzung für das Leben. Wenn wir es zulassen, die Kostbarkeit von mit Leben gefüllten Momenten wert zu schätzen. Schönheit ist ein schwieriger Begriff. Warum sollen Falten eigentlich nicht schmücken? Sie schmücken dann nicht, wenn wir nur einen einzigen linearen Maßstab an das Leben und an uns selbst anlegen. Das Alter „50“ ist auch schwierig. Es ist so zwischen alt und jung. Darum gefällt mir besonders der Absatz: „Ich bin nicht mehr zwanzig aber ich möchte auch noch nicht aussehen, wie der Weihnachtsmann. “ Das trifft es. So geht es mir auch. Ich möchte mit meinen 50 Jahren auch noch nicht aussehen, wie die Baba Yaga – aber auch nicht, wie die große Schwester meiner pubertierenden Töchter. Ich könnte das nicht und würde es auch nicht wollen. Denn das wäre dann nicht ich, wie ich mich JETZT fühle.

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