LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 16.08.2019

Das Trendbarometer befindet sich nun voll im Sommerhalbjahr, und es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Hass auf Greta

„Die Frau macht mich bekloppt!“ (die „Frau“??), „Ich kann das Gör nicht mehr sehen“ (Gör??), „Die soll unsere Kinder nicht verrückt machen!“

Greta Thunberg polarisiert, und das heftig. Besonders auf Social Media, aber mittlerweile sogar im Radio. Auf WDR2 gab es letztens eine Hörerumfrage, und was die da so an aufgestauter Wut abließen, machte mich doch arg nachdenklich. Nun ist es ja so, dass die Mehrheit der Leute bei einem medialen Overkill eh ausfallend wird. Greta ist derzeit nun mal auf allen Kanälen präsent, und prompt gibt es dafür die Rechnung.

Dieses Phänomen liegt jedoch an uns allen, denn wir fordern ja geradezu Nachrichtenberieselung in Echtzeit, rund um die Uhr. Die Medien hängen sich dann natürlich auch immer an die Themen, die die größte Reichweite versprechen, und Nachrichten über ein kleines Mädel, die allein gegen die mächtigen Staatenlenker dieser Welt „kämpft“, ist natürlich ein Knaller. Und zack, schon wird die Aversion gegen das überall aufpoppende Bild der meist recht streng schauenden Greta geschürt.

Was kann Greta dafür? Sie macht sich auch nicht schuldig eine impertinente Göre zu sein, sie tut was sie zu tun hat: Ein echter „Pain in the Ass“ zu sein, um die Menschen endlich aufzurütteln. Nur die Masse der Menschen kann die Politiker der Welt bewegen, neue Prioritäten zu setzen, die die Klimabelange mehr in den Focus rücken. Es ist verdammt nochmal auch nicht ihre Aufgabe, jetzt als die klimaneutralste Person der Welt, sich nun möglichst nicht mehr zu bewegen und zu stoffwechseln. Dafür ist das Ergebnis der Fridays For Future Bewegung aufsehenerregend genial.

Wenn die Menschen derart persönlich werden, und Greta sie nervt, liegt das zum Teil auch an ihrer Art, die geprägt von ihrem Asperger-Syndrom ist. Das ist eine Variante des Autismus, und ein Grund dafür, dass Greta den Menschen so unnahbar, erwachsen und unnachgiebig erscheint. Die Menschen lieben aber Personen, die nahbar und versöhnlich wirken. Greta wirkt aus diesem Grund auf viele unheimlich, eben weil die Signale, die sie aussendet nicht zu ihrem kindlichen Erscheinungsbild passen. Ähnlich wie bei Hund und Katze, die ihre Signale mißverstehen und sich (angeblich) nicht ausstehen können.

Aber haben sich die Radiohörer darüber Gedanken gemacht? Nee, es wird gepöbelt. In der Öffentlichkeit zu stehen ist ein schweres Los.

 

 

Kosmetikverordnung

Entwarnung! Letzte Woche berichtete ich noch, dass Teoxane das beliebte Radiant Night Peel mit 15% Glykolsäure im nächsten Jahr aus dem Programm nehmen werden. Angeblich wegen einer Änderung in der EU Kosmetikverordnung.

Dazu konnte ich aber keinerlei Infos finden, und alle Nachfragen ergaben das gleiche Bild. Es gibt also erst einmal Entwarnung, was mich natürlich erfreut. Allerdings ist bei der EU jederzeit mit einem weiteren Vorstoß zu rechnen, denn man hat den Eindruck, dass hochwirksame Hautpflege mit Säuren und Retinoiden (die natürlich auch Nebenwirkungen haben) immer stärker reglementiert werden sollen. Und so sehr ich ein Europafan bin, so sehr mag ich diese tatsächlichen Bevormundungen hier und da nicht.

„Schuld“ daran sind dann mal wieder die schwarzen Schafe, die sich nicht richtig informieren und alles anwenden als wäre es Ringelblumensalbe. Ähnlich sieht es ja auch bei einigen Medikamenten aus. Hochwirksame Substanzen werden verboten oder fallen unter das scharfe Betäubungsmittelgesetz, weil ein paar Bekloppte damit Dealen und als Partydroge nutzen. Leidtragende sind dann wie immer die aufgeklärten Verbraucher, die informiert, vorsichtig und verantwortungsvoll agieren, und das dann ausbaden dürfen.

 

 

Bald…

…gibt es übrigens eine Neuheit von HighDroxy, die ich seit ein paar Wochen teste. Ich hatte es in den Kommentaren wohl schon einmal erwähnt. Es geht um Feuchtigkeit für die Gesichtshaut…viel Feuchtigkeit…

 

 

 

Be Scheuer T

Huhh, die Straßenrowdies werden zittern, und in Deutschland lernen die Beratungsresistenten ja nur durch Strafen, die wehtun: Wer in Zukunft auf Fahrradwegen oder Bürgersteigen parkt, wird demnächst ordentlich zur Kasse gebeten. Besonders auch uneinsichtige Knalltüten, die auf unerträgliche Weise die lebenswichtigen Rettungsgassen zB. auf Autobahnen zustellen oder mißbrauchen. Es sollen drastische Bußgelderhöhungen geplant sein.

Richtig! Wer eine Rettungsgasse durch sein Handeln verhindert und damit dafür sorgt, dass im schlimmsten Fall ein Schwerverletzter nicht notversorgt werden kann und stirbt, zahlt dann also demnächst den unglaublichen Betrag von 320 Euro (plus mögl. ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte – in Flensburg, nicht bei Payback). So oft kann ich gar nicht den Kopf gegen die Wand hauen, wie sehr mich diese „harte und drakonische Strafe“ sprachlos macht.

Bei Gaffern sieht das nämlich schon ganz anders aus: Wer Aufnahmen von Verletzten oder dem verunfallten Wagen macht, muss mit einer Geldstrafe oder einer Freiheits­s­trafe von bis zu zwei Jahren rechnen.

Fahrradfahrer werden sich auch freuen, denn die Fahrradwege sind demnächst sicherlich auch kein Stück weniger zugeparkt, denn dort wird die unmenschlich hohe Strafe bei 100 Euro liegen. Gespannt bin ich auch, ob die neuen Strafen überhaupt mehr als sporadisch geahndet werden. Die personelle Ausstattung mit Verkehrspolizisten ist nach vielen Sparrunden in früheren Jahrzehnten arg begrenzt.

Was denkt sich unser CSU Verkehrsminister bloß? Schon ans Oktoberfest? Flickschusterei scheint Scheuers täglich Brot zu sein.

 

 

Nochmal Düfte

Gestern ging es ja um den neuen Tom Tailor Duft, der mich doch, ähnlich wie viele der neueren Düfte, ziemlich abgeschreckt hatte. Da bleibe ich doch bei meinem Lieblingsminimalisten, dem Molecule 01 von Escentric Molecules.

Dazu noch eine Begebenheit von letzter Woche: Da stehe ich nachmittags im Supermarkt an der Kasse, als eine Dame weit hinter mir einen Mann fragte, ob er ein Parfüm tragen würde. Der Mann verneinte und fragte weiter nach vorne, ob ich eventuell das gesuchte Duftobjekt sei. Hm, nun hatte ich am Morgen einen einzigen (!) Sprühstoß vom Escentric Molecules Molecule 01 in den Nacken gesprüht, und ich fühlte mich sogleich mittelprächtig ertappt.

Endergebnis: Mitten an der Supermarktkasse hatte ich plötzlich fünf Nasen an mir kleben, die versuchten den ominösen Duft zu identifizieren. Die Dame von weit hinten, ihr Mann, der Mann hinter mir mit Frau…und die Kassiererin! Nur die Dame und die Kassiererin konnten das Molecule 01 riechen, alle anderen standen etwas ratlos daneben und wunderten sich.

Um den Kassenbetrieb nicht weiter zu stören, erklärte ich kurz was es mit Molecule 01 auf sich hat, und verabschiedete mich dann schnell von der immer noch schnüffelnden Ansammlung. Hinter mir hörte ich dann aber noch die Kassiererin: „Mensch, das riecht aber toll, dieses Momentum null eins!“ Hmmm… 😉

 

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(Fotos:  Konsumkaiser, Wiki Commons   Keinerlei Sponsoring)

 


23 Gedanken zu “LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 16.08.2019

  1. Habe kürzlich einen nicht mal so uninteressanten Bericht über „die Geschäfte hinter Gretas Rücken“ gelesen, angefangen bei der Mama, die ein Buch über das Leben mit Greta geschrieben hat, bis hin zu anderen, die von Greta profitieren u. sie uu so einer Art Gallionsfigur aufbauen wollen. Bleibt ihr nur zu wünschen, dass sie nicht wie ein Zirkuspony vorgeführt und verheizt wird.

    @Retinoide u. Dummbeutel: Habe neulich auf Dm u. anderswo versch. Rezensionen gelesen, die genau das bestätigten, was wir hier oft in den Paula-Diskussionen hatten. Das Zeug soll quasi über Nacht ein neues Gesicht verschaffen, aber sobald auch nur der Hauch einer Nebenwirkung auftritt, wird es in Bausch u. Bogen verdammt. Es ging um Neurtogena Cellular Boost und den Rezensionen zufolge müsste das darin enthaltene Retinol wirksam sein…^^

  2. dafür, das Gretha ,Asperger Syndrom ( eine Form des Autismus ) hat, meistert sie den Medienrummel erstaunlich. Ihre Bootsreise wird eine sehr grosse Herausforderung sein.Da geht sie an ihre Grenzen.Wird wohl eine gute Betreuung mit an Bord sein.

    1. Naja, ich finde sie meistert den Medienrummel erstaunlich gut als kleines Kind/Jugendliche. Nicht als Mädchen, nicht als Asperger Patientin, das sind ja so gesehen keine Ausschlusskriterien für klares Denken. Zumal man Asperger auch nicht zwingend als Krankheit im strengsten Sinne sehen muss.
      Wäre da ein pubertierender Junge am Werk, würde die Welt wahrscheinlich auch anders reagieren.
      Betreuung bräuchten wir bei einer solchen Reise wohl auch dringend. 🙂
      Viele Grüße!
      KK

  3. Wenn ich auf Reisen bin, ärgere ich mich immer wieder über was, was ich nicht fotografiert habe: in London an Bushaltestellen leicht außerhalb der City die Warnschilder. Wer dort raucht, muss mit 500 £ Strafe rechnen. Das machen dann auch selbsternannte Rebellen nicht mehr.

    1. Ich fände Bußgelder gekoppelt an das jeweilige Einkommen sehr sinnvoll. Aber das verursacht wohl zu viel Bürokratie.
      Aber die Höhe der Bußgelder ist ja fast europaweit unfassbar viel höher als im Land der Autofahrer.
      Liebe Grüße!
      KK

  4. Den Post von heute lese ich mir in der Pause und Ruhe durch, vorab eine Frage – habe mehrere Proben von Lancester Sun Tanning Serum und habe keine Ahnung wie man so etwas nutzt? Klecks in die Tagespflege oder eincremen und halbe Stunde einwirken lassen? Bitte eine Antwort für Dummy 😁, danke!

    1. Eigentlich wie einen normalen Selbstbräuner anwenden. Am besten allein, nach der Dusche und evtl. einem leichten Peeling.
      Auch wenn es Serum heißt, ist es ein kompletter SB, ich würde ihn nicht mischen und auch direkt danach nichts auftragen.
      Die Schimmerpartikel finde ich etwas übertrieben, aber so kann man im Urlaub damit schön abends ausgehen und wirkt glowig, ohne vorher in der prallen Sonne gebrutzelt zu haben.
      Imsgesamt mochte ich das Serum nicht, war mir zu stark beduftet und die Bräune nicht intensiv genug ( habe ja einen eher dunklen Teint).
      Liebe Grüße!
      KK

      1. Vielen lieben Dank lieber KK. Ich habe noch nie ein ähnliches Produkt gehabt und stand heute überfordert im Bad. 🙂 Habe auch etwas Angst um eben zu braun zu werden. Die Proben habe ich mit einer Kosmetikbestellung erhalten, hätte ich mir etwas selbst gekauft wäre vermutlich die bessere Wahl Clarins Drops.

  5. Für mich ist Greta zunächst mal ein Mädchen mit einem sehr wichtigen Anliegen, mir käme nicht in den Sinn, da irgend eine Art von Wut oder Groll oder sonstwas zu entwickeln.

    Was mir eher sauer aufstößt, ist der Medienrummel und die Vermarktungsmaschinerie, wie Anna schreibt. Ob das ein junges Mädchen so gut verkraftet auf Dauer? Vor allem falls die Medien sich gegen sie und ihre Familie wenden sollten, falls ein Skandal irgendwann mehr Auflage oder Clicks bringt?

    Es gibt wie schon geschrieben wurde, interessante Berichte zu den „Strippenziehern“ hinter Greta, der Handel mit CO2-Zertifikaten (moderner Ablasshandel..?)
    In Gretas Heimat Schweden wird das ganze ja deutlich kritischer beäugt. Zudem frage ich mich, ob Greta nicht, zumindest was den medialen Rummel betrifft, nicht eher ein deutsches Phänomen ist.
    Bzw ob sie bei den CO2 -Ausstoß- Riesen China & USA etwas positives bewirken kann.
    Auch in DE gibt es viel Umweltschutzpotenzial, unser CO2 Ausstoß liegt soweit ich weiß bei 2% an der Gesamtmenge und DE allein wird wohl kaum das „Klima retten“..

    1. Ich glaube auch nicht an umwälzende Änderungen weltweit, aber wer hätte so viel Aktivität von Jugendlichen noch vor ein paar Jahren für möglich gehaltenen?
      Ich finde diesen Weckruf, dass man für seine Überzeugung aufstehen soll, ungemein inspirierend und bewundernswert.
      Egal ob Greta oder wer auch immer, egal welche Profite auch noch gemacht werden, unsere Wahrnehmung zu Umweltthemen hat sich kollektiv verändert. Zumindest redet man öffentlich darüber, und das Thema kommt aus der Ökonische heraus in den Mainstream. Was daraus wird? Keine Ahnung, ich hoffe das Beste. Aber alles besser als abwarten und Tee trinken.
      Viele Grüße!
      KK

      1. Ich war gestern auf dem Forum in der Zeit unterwegs unter dem Artikel, in dem beschrieben wird, dass der Segeltrip nicht so klimaneutral ist, wie behauptet wird. Unglaublich, was das für Wutanfälle ungefiltert gepostet werden. Völlig egal, wie man zu Greta persönlich steht und ihrer Aktion, mit diesem besonderen Boot nun in die USA zu kommen, der Symbolgehalt und das Aufrütteln, dieses „Stachel im Fleisch der Bequemlichkeit sein“, ist davon doch völlig unbenommen. Da wird ein Kübel Häme über die junge Frau ausgeschüttet, man hat den Eindruck, völlig egal, was sie gemacht hätte, ob persönlich geschwommen, doch geflogen, oder was auch immer – die Kritiker greifen sie ad hominem an und das so richtig mit Genuss.
        Es ist doch logisch, dass ein 16jähriges Mädchen nicht die Lösung für eine globale Krise hat, aber in dem satten trägen „es geht uns gut“-Klima und „scheiß auf die nächsten Generationen“-Haltung ist ist nur richtig und wichtig, dass jemand sagt: Moment mal!
        Natürlich kommt im Fahrtwind dieser Aktivierung auch jede Menge dummes Zeug mit und Trittbrettfahrer gibt es überall. Ich sage immer, den kritischen Verstand sollte man nie abgeben. Neulich bei Bento einen Bericht gelesen über ein Paar, das, um nicht zu fliegen, wochenlang nach Australien unterwegs war, unter anderem auch auf Containerschiffen (ach ja? Die Auseinandersetzung diesbezüglich wurde auf Twitter weitergeführt, bin dann irgendwann ausgestiegen. Artikel wie dieser:
        https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/20-Schiffe–so-dreckig-wie-eine-Milliarde-Autos
        zeigen aber, es gibt keine einfachen Antworten..).

        Die Geschichte mit dem Molecule 01 könnte ich auch erlebt haben.. ich erinnere nur an die Situation in Berlin, im Aufzug vom Hotel, als eine mir völlig unbekannte Frau mir an den Hals gegangen ist zum schnuppern.. ich hab ja selten Angst, aber da kam ich mir ein bisschen vor wie die Hauptfigur von „Das Parfum“, kurz bevor ihn alle haben wollen und zerfetzen 🙂
        Viele Grüße
        Roland

    2. Na ja, wir sind nur 1,1% der Erdbevölkerung und produzieren 2% des CO2. Da ist noch Luft nach unten, welch Glück, daß nicht alle so gut leben wie wir 😎

      Greta ist bei mir seit ihrer Atomidee unglaubwürdig. Wer ein für Zehntausende von Jahren stark giftiges Zeug als Lösung für den Klimawandel propagiert muß mir nicht mehr mit Zukunft kommen. Dem geht es nur um den eigenen Allerwertesten, nicht um zukünftige Generationen. Das Kind weiß gar nicht, welchen Interessen es einen großen Gefallen tut.

      Wir können nicht beweisen, daß der Klimawandel menschengemacht ist. Es gibt auffällige Korrelationen, aber die könnten auch Zufall sein. Das sind Indizien, keine Beweise!

      Unser Nachbardorf hat eine fantastische Chronik aufgestellt, beginnend mit der Entstehung der Erde bis heute. Aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit sind v.a. Wetteranomalien verzeichnet. Spannend, Ende 10.Jh. auffällige Häufung von Hitze und Dürresommern, wird bis zum 13. Jh. weniger, dann gar nicht mehr sondern Frost bis Pfingsten, Hungersnot wegen mehrerer extrem kalter und nasser Sommer nacheinander usw. Nur noch kaltes Sauwetter. Erst im späten18. Jh. Mal wieder ein heißer Sommer, dazwischen Jahrhunderte nicht.

      Egal ob Klimawandel oder nicht, es ist immer sinnvoll, mit Ressourcen respektvoller umzugehen als die Mehrheit es tut.

      1. Naja, es geht doch um ALLE Themen, die unser kleines und empfindliches Ökosystem hier betreffen. Warum auf Klimaerwärmung verkürzen? Plastik in der Umwelt, und nein ich meine hier so gut wie nicht die in Kosmetik, ist ein weiteres aktuelles Beispiel. Pestizide, Braunkohle, Chemikalien, Abholzung, usw. Zumindest DAS ist eindeutig von Menschen gemacht, und da gilt es auch ein neues Bewusstsein zu schaffen. Und wenn klein Greta das allein ein klein wenig schafft, ist das schon mehr als sämtliche Regierungspolitiker zusammen vollbracht haben. warum ihr nicht auch ein paar Fehler zugestehen? Weil sie so streng guckt, muss sie auch nach strengen Maßstäben bemessen werden. Wir alle verdienen den fettesten Tritt in den Allerwertesten, aber sowas von.
        Warum sehen so viele Leute in Greta einen Heiland? Ihr Handeln ist auch nicht vorbildhaft, darum geht es doch gar nicht, sondern um den Denkanstoß in den Köpfen der Menschen. Ob das eine gute Idee ist, so ein mediales Klappern zu veranstalten, kann ich nicht sagen, es schreckt eben viele auch ab.
        Aber das ist eben auch typisch: Die Grünen haben derzeit eine mega PR, selbst in der Bildzeitung wird schon vom grünen Bundeskanzler gefaselt. Ich sage jetzt schon voraus, dass das kontraproduktiv ist, und die Stimmung vor den Wahlen wieder umschlägt. Mein Artikel heute ist ja auch so ein bisschen Medienkritik, denn manipulativ gesehen, ist die Berichterstattung von heute eine Katastrophe.
        Viele Grüße!
        KK

  6. Ich bin im Juli 70 Jahre alt geworden und bin mir sicher, dass ich in dieser Zeit eine eigene Müllhalde aufgebaut habe. Es ist nicht wirklich schwer, dass Verhalten zu ändern, mir macht es sogar Spass. Wenn ich an die Kinder und Enkelkinder in meiner Familie denke, ist es sowieso ein Muss. Wenn ich ein Fehlverhalten ausgemerzt habe, nehme ich mir das nächste vor, ich habe genug Zeit, mich zu informieren.
    Allen ein schönes Wochenende,
    Karin

  7. Ich muss sagen, diese Woche war ich auch zum ersten Mal vom Greta genervt, kann aber nicht mal sagen, ob es an ihr liegt. Da fährt sie extra 2 Wochen mit dem Segelschiff über den Atlantik, aber es war doch klar, dass bei diesem Spektakel TV-Teams aus aller Welt bereit stehen, die mit ihren Flügen vermutlich viele Tonnen CO2 verursacht haben. Wäre die gute Greta im September einfach in ein Flugzeug gestiegen, gerne auch das mit den geringsten Emissionen, um ein Zeichen zu setzen, wäre es vermutlich lange nicht so ein Happening gewesen, zudem die halbe Welt angereist wäre. Insofern gut gemeint, aber meiner Meinung nach zu kurz gedacht. Denn mit der Aktion wurde der Umwelt doch mehr geschadet als es durch ihren Flug geschehen wäre.

    Am konsequentesten hätte ich es ohnehin gefunden, wenn sie gesagt hätte, es gibt keinen sinnvollen Weg da hin zu kommen und außerdem müssen zu dieser Konferenz wichtige Menschen aus aller Welt anreisen, die natürlich alle mit dem Flugzeug kommen, den Wahnsinn möchte ich nicht unterstützen und bleibe fern. Oder man hätte ihre Rede per Videoschalte zeigen können.

  8. Wer aus der Deckung kommt und sich was traut, ist verwundbar. Immer. Ohne Ausnahme. Wie sagt Brené Brown? „Ich höre allen zu, die mit mir in der Arena stehen. Die dürfen kritisieren. Auf die Kommentare in der Deckung geb ich einen Scheiß.“ Yes, M’am!

  9. In den 1980ern ging es schon mal vermehrt um Umweltbewusstsein. Die Industrie wurde angehalten, Umverpackung zu vermeiden, Wasser sparen war angesagt, wer stehend den Automotor laufen ließ, wurde von Passanten angepöbelt, die Städte wollten alle komfortables Park and Ride ermöglichen… und ich schaffe es nicht, den Zeitpunkt festzumachen, wo das alles wieder vergessen wurde. Aber wahrscheinlich war es auch ein schleichender Prozess, weil es eben niemand mehr anmahnte. Und so ist es doch ganz gut, dass es, auf welche Art auch immer, wieder in das Bewusstsein der Menschen gelangt. Gestern kam in den Nachrichten, dass Microplastik überall in der Luft ist, von uns allen eingeatmet wird. Was der Abfall in den Meeren anrichtet, weiß nun wohl auch der Einsiedler im Baumhaus. Und natürlich sind wir nur wenige in einem kleinen Land, aber es muss eben jeder bei sich anfangen, sonst wird es nie was. Es liegt ja auch nur deswegen überall Müll rum, weil so viele denken, ihre kleine Chipstüte aus dem Autofenster zu werfen sei schon nicht sooo schlimm.
    Wir werden uns zukünftig alle ein wenig einschränken müssen, aber ist das wirklich schlimm? Ich hatte in den 60ern eine wundervolle Kindheit, obwohl das Puppenhaus vom Vater aus Holz selbst gebaut war, nicht aus rosa Plastik bestand und nicht von einer vollbusigen Influencerin namens Barbie bewohnt wurde. Und wenn man seine Bekleidung in einem Geschäft kauft, statt sie zu bestellen und zurückzuschicken, kann das richtig Freude machen!
    Viele Grüße
    Regina

    1. Das sehe ich auch für die Zukunft, das Leben wird sich ändern müssen. Unser Konsumverhalten muss sich ändern, und damit meine ich nicht Deutschland alleine. Ob das möglich sein kann?

      1. Ein Gehirnforscher hat letztens erklärt, dass der Mensch eigentlich nicht fähig ist, in die Zukunft zu denken. Das Gehirn belohnt nach seiner Erklärung kurzfristige Bedarfsbefriedigung, Das Verhalten zu ändern setzt demnach eine besondere intellektuelle Leistung voraus. Wie viele das wohl schaffen? Bei den beiden Jugendlichen, die ich gerade durch das geöffnete Fenster hören konnte „Ey Du Spasti, bist Du doof oder watt?“ weiß ich jetzt schon nicht so…

        Viele liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende
        Regina

  10. Man kann zu Greta stehen, wie man will – aber diesem Mädchen mit seiner unerschütterlichen Zielfokussierung (die sie selbst auf ihren Asperger-Autismus zurückführt) ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit einen Scheinwerferstrahl auf das Thema Klimawandel zu richten – weltweit, dank der Fridays for Future – Bewegung, der sich längst nicht nur Jugendliche angeschlossen haben. Was Wissenschaftler seit mehr als 30 Jahren mehr oder weniger erfolglos versucht haben, den Regierenden nahezubringen, kann nun auf einmal nicht mehr ausgeblendet werden…
    Und die konsumverwöhnten Egomanen, die keinerlei Beschränkungen ihrer Freiheit, geschweige denn Verbote akzeptieren wollen, geifern. Da reagiert der Deutsche ebenso empfindlich wie der Amerikaner in puncto Waffenbesitz.
    Kein Tempolimit auf Autobahnen (freie Fahrt für freie Bürger), keine CO2 – Steuer, keine evtl höhere Besteuerung von SUV‘s und wogegen man sich noch so alles wehrt.
    Bei vielen setzt da der Verstand aus, scheint es, wenn man die Wortwahl betrachtet – sofern sie selbigen überhaupt besitzen.
    Und die Wut ergießt sich über Greta, die Grünen und dann oft in einem Aufwasch mit gegen alle, die „anders“ sind (Greta entspricht ja in ihrer erfrischenden Klarheit so gar nicht dem Mainstream und das irritiert halt). Toll fand ich, wie sie deutlich der Frage nach einem möglichen Treffen mit Trump eine Absage erteilte, weil er ja sowieso nicht an einen Klimawandel glaube – und da würde er sich ja wohl kaum von ihr überzeugen lassen.

    Und bei Scheuer ist wohl endgültig Hopfen und Malz verloren – aber im Ernst: Hat jemals einer der Verkehrsminister aus der CSU etwas getaugt?

    Auch wenn man sich immer wieder vornimmt, sich nicht über so Vieles zu ärgern – es wird einem verdammt schwer gemacht zur Zeit. OMMMM !

    Allen hier ein schönes Wochenende! 🌞🌻

  11. alles wird immer gleich so übertrieben. sieht man greta in gelber regenjacke, werden kumpels von der microplastik kampagne laut. segelt sie, werden die co2 emissionen der journalisten ermittelt, die ihr vorneweg oder hinterher fliegen. alle kaufen lufa und bambus und wer denkt über die gewinnung nach? influezer (soll es ja noch geben) veranstalten gewinnspiele mit nachhaltiger mode und posten morgen vom kreuzfahrtschiff. jeder wie es mag – wenn sich jeder an seine nase fasst und bissel mitdenkt, kämen wir schon weiter.

    ich habe was gegen die ganzen verbote und verordnungen, die uns irgendwie für dumm verkaufen wollen. ich will mein eichenmoos zurück in mein lieblingsparfum – ich verspreche auch, es nicht zu trinken und nicht darin zu baden. mich nervt ganz einfach jede art von bevormundung.

    liebe grüße
    bärbel

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