LIFESTYLE: FOREVER TWENTY-FIVE – IST HEUTE NICHT GENAUSO SCHÖN WIE GESTERN? (MIT HÖRVERSION)

 

Spätestens ab 40 hat ungefähr jeder von uns den Moment, wo sie oder er auf das bisherige Leben zurückschaut und mit verklärtem Blick auf die glorreiche Zeit schielt , als uns mit Mitte 20 noch die ganze Welt offen stand. So fühlte es sich zumindest an. Studium und Ausbildung geschafft, das erste nennenswerte Geld kommt rein, und endlich fühlt man sich frei und erwachsen…irgendwie. Aber war das Leben damals wirklich so unbeschwert? Ist es mit Ü40 nicht auch schön?

 

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Wer hat an der Uhr gedreht?

Gerade hatte man noch bei Jamba einen Klingelton gekauft und ärgert sich heftig, weil man sich mit der Nachricht „Mega Sounds“ an Fünfmaldiedrei ein kostengünstiges Jamba-Sparabo für nur € 4,99 pro Woche ans Bein gebunden hat. Und plötzlich ist man Ü40, lacht über Jamba, alte Mixtapes und Caught In The Act.

Manchmal kann man da schon wehmütig werden, und dann setzt man sich hin, öffnet einen guten Rotwein, legt eine kratzige alte Schallplatte auf den teuren Retroplattenspieler und holt das als verschollen deklarierte Fotoalbum aus dem Giftschrank. Das mit den Dauerwellen, den Moon-Washed Jeans und den Buffalo-Boots. Himmel, waren wir cool. Dachten wir zumindest, heute sieht das alles eher nach „auf Besuch in Bad Taste Land“ aus.

Übrigens: Jamba gibt es heute noch, und ich frage mich, wer tatsächlich immer noch Klingeltöne kauft? Ernsthaft? Allerdings erfährt man in der bunten Fachpresse für unnütze Sensationen auch hier und da wieder von alten Omis, die nach 40 Jahren immer noch monatlich 10 Euro an die Telekom für ihren „Komfort Fernsprechtischapparat Dallas“ zahlen. Einfach weil´s keiner gemerkt hat. Mich wundert also nichts mehr.

Gestern und heute

Schöne alte Zeit. Doch da gab es zum Beispiel auch den ersten ernsthaften Liebeskummer. Gleichzeitig mussten wir lernen, dass zu viel Wodka keinen Seelenschmerz tröstet, sondern ihn nur schlimmer macht, man peinliche SMS mitten in der Nacht schreibt und am nächsten Tag freiwillig ins Kloster gehen würde, Hauptsache der Kopfschmerz möge sich verdrücken.

Frisch von der Uni oder der Ausbildung stand man nun mitten im Berufsleben und stellte erstaunt fest, dass der Welpenschutz abgelaufen war. Niemand tröstete einen, wenn der doofe Kollege die Beförderung bekam, auf die wir gehofft hatten, weil wir uns dann endlich den Australienurlaub hätten leisten können.

Mittlerweile wird es dann auch langweilig jede Nacht zum Tag zu machen, inklusive Miracoli kochen nachts um halb fünf. Kurz nach dem Verlassen des elterlichen Nests war das DER Hype. Montags Club, Dienstags Biergarten, Mittwochs Schlagerparty, Donnerstags Shots in der Cantina, Freitags und Samstags Hyper-Hyper in der Großraumdisse oder auf Städtetrip, inklusive so manch anderem „schlechten Trip“! Heute: Netflixabend, Spieleabend und als Höhepunkt der Feuerzangenbowlenabend kurz vor Weihnachten. Irgendwie stresst das nicht so, oder?

Der Freundeskreis ist mittlerweile kleiner geworden. Früher war man mit der halben Stadt auf Du, und plötzlich schaut man in seine Handykontakte und ist mit ein bis zweimal Wischen am unteren Ende angelangt. Viele haben sich verändert, weggezogen, Kinder bekommen, der Freundschaftskiller Nummer 1.

Haben deine Freunde Kinder und du nicht, dann gehörst du nicht mehr dazu. Du schaust dir die mitleidvollen Blicke der gestressten Eltern noch ein paar Mal an, dann gehen euch endgültig die Themen aus, und beim nächsten Geburtstag von Charléne-Soraya wirst du nicht mehr eingeladen. Aber auch hier: Kein wirklicher Verlust. Die Freunde, die du heute noch hast sind die besten der Welt! Und neue dazu gewinnen kann man auch, denn wir sind ja nicht die einzigen Menschen denen es so geht. Töpfe und Deckel gibt es zuhauf.

 

Sündigen, dem Himmel kündigen

Sünden stehen uns mittlerweile nicht mehr so gut. Jeder Tropfen Alkohol, jede Zigarette, jeder Besuch bei McDoof und Co steht uns nun ins Gesicht geschrieben. Man sieht es uns an…und weißt Du was? Es ist uns heute fast schon egal. Früher wäre eine Welt zusammengebrochen. Ich hätte nicht einmal den Müll nach unten gebracht, wenn meine Haargeltube leer gewesen wäre. Heute trage ich sogar Adiletten, na und? Anti-Aging ist kein Schrei nach jüngerem Aussehen, sondern nur das Ausschöpfen der Möglichkeiten. Warum sollte man älter aussehen als nötig? Das dann aber mit Spaß und Würde. Hätte ich das mal Meg Ryan vor ein paar Jahren ins Gästebuch geschrieben…

Wir wissen: Wenn es drauf ankommt, dann können wir immer noch cool, schick, umwerfend und super-trendy sein, und die Nacht ist immer noch unser bester Freund, denn Sprudelwasser und Aspirin retten uns den Arsch. Die Gelassenheit ist heute unser größter Trumpf. Ach, was hätte ich dafür gegeben, diese schon mit Mitte 20 gehabt zu haben. Heute knacken die Knochen und die Haut hängt an Stellen, die wir selbst noch nie so richtig gesehen haben. Wir hassen Durchhalteparolen, wie „50 ist das neue 30“. Nein, wir sind eben wie wir sind, und das ist gut so. Und irgendwo finden sich ein, zwei, drei Leute, die das auch so sehen…und das ist dann ´ne Party!

 

 

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(Fotos: Pixabay   Keinerlei Sponsoring)

30 Kommentare

  1. Bei den Freunden mit Kindern kommen die mitleidigen Blicke eher von meiner Seite…aber Geduld, wenn die Brut aus dem Gröbsten raus ist (also so nach 6 bis 16 Jahren) werden manche von denen wieder zu Menschen und man kann es mit Freundschaft nochmal versuchen 😀

  2. Und man vergesse nicht die Handys auf die man sich die tollen Klingeltöne runtergeladen hat. So ein Nokia 8210 war nahezu unzerstörbar und der Akku hat drei Tage gehalten …. Das Smartphone heute muss man ja nur einmal schief anschauen, dann ist der Bildschirm zum Teufel und ohne Ladegerät im Auto und PowerBank im HandTäschchen kommt man ja im Grunde nicht über den Tag.

  3. Buffalos. Ach je. Frage mich, wie ich damals in den Dingern laufen konnte (haben ja schon was vom Schuhwerk aus „Die Geisha“). Wobei… eigentlich konnte ich’s nicht. Damals bin ich mit den Dingern eine U-Bahn-Treppe runtergesegelt. Die Buffalos habe ich danach entsorgt. Der (offenbar latent in mir schlummernde) Hang zu großen Auftritten blieb – seither habe ich das Treppenruntersegeln nicht mehr eingestellt und mein Schutzengel hat bisher einen echt guten Job gemacht.^^

    Dennoch… schön war sie, die Zeitreise. Jünger möchte ich nicht mehr sein. Sage ich jetzt. Mit 46. Und dieses „50 ist das neue 30“ mag ich tatsächlich nicht mehr hören. Ich möchte keine mittelalte Frau sein, die sich (tatsächlich od. gedanklich) in ein Pipi-Langstrumpf-Kostüm zwängt und ständig schreit: „Nänänä… schaut her, was ich mich noch traue… uiuiui… in meinem Alter!“ Das ist vielleicht mit Ü70 cool oder witzig, vorher deutet es eher darauf hin, dass ich ein Problem mit meinem Alter habe (meine Meinung). Ich mag mein Alter und ich mache (im sozialverträglichen Rahmen) das, worauf ich Lust habe. Ich darf das. Ich bin alt genug und ich brauche auch keine InStyle, die mir sagt, was ich“jetzt“ noch tragen darf. ;D

    LG Anna

    Und P.S: Haben deine Freunde keine Kinder, du aber schon, gehörste auch nicht mehr dazu. Wobei manche jetzt nochmal nachlegen… Jeder wie er mag.^^

  4. Dass manche Freundschaften enden (können), wie jede andere Partnerschaft/Beziehung, lässt sich nicht vermeiden – wir entwickeln uns weiter, aber nicht zwangsläufig parallel oder in kompatible Richtungen. Wenn „Berührungspunkte“ und Themen, die beide Seiten interessieren (nicht nur Kinder ja oder nein), verloren gehen, wird’s mühsam. Dann ist es wirklich besser, alte(s) zu beenden und offen zu sein für neue(s). Wie Du schon schreibst, es geht ja anderen genauso!

    Gute Freunde sind Familie, die man sich aussucht :-)!

    Trotz bereichernder neuer Freundschaften finde ich es persönlich aber besonders schön, dass einige wenige „alte“ bis heute unverändert eng bestehen blieben – nicht nur wegen des gemeinsamen „Aufwärmens“ von Jugenderinnerungen 😉 …

  5. Herrlich…..genauso ist es ! Allerdings hat bei mir die verklärte Rückschau erst mit Ende 50 angefangen und es wird immer mehr. Was mir da so alles wieder einfällt, kann ich euch sagen ! Uiuiuiui………
    LG

  6. Sehr gut. Ich finde seit einige Tagen nicht die like Funktion unter dem Post, was ich früher anklicken könnte…
    Ich habe das Gefühl früher mehr Chancen offen zu haben, mit Anfang 20 kannst du alles werden und alles sein was du willst. Mit 40 muss man nicht Vorurteile selbst haben aber alle um einen herum haben die. Vor allem wenn es um Jobwechsel geht oder gar Berufwechsel, gelten leider 40+ als alt. Erschreckend, wenn man daran denkt, dass wir vermutlich bis 70+ arbeiten sollen.

  7. Ja manchmal wird man wehmütig. Allerdings das mit den Kindern stimmt nicht so ganz. Ich achte absichtlich darauf mit meinen Kinderlosen Freunden Kontakt zu halten. Klar bin ich nicht mehr so flexibel, aber ich will auf keinen Fall nur noch andere Muttis und Familien um mich rum. Da würde mir der Ausgleich fehlen. Das ist ja das schöne, eben nicht über Kinder zu reden. Ansonsten wäre ich nicht gern mehr in meine Zwanzigern. Mal sehen wie es dann so Ü 50 ist.
    Viele Grüße Dani

      1. In meinem auch. Alle Freundinnen sagten vor der Geburt – bitte sag uns, falls wir wie diese Helikoper Muttis werden, das finden wir gaaaanz schlimm. So wollen wir nie werden! Tja, wie sind sie geworden?
        Um ganz fair zu bleiben – mich langweilt es aber auch, eine Stunde lang zu hören wie die Verdauung heute war – too much Information – und nach gesunden Torten-Rezepten gefragt zu werden.
        Soll doch das Kind eine Erbsen-Möhren Torte zum Geburtstag bekommen (aber ohne mich), die spätere Psychotherapie zahle ich ihm aber nicht.

        Heute muss ich an meine Omi denken, sie hat uns – die Ekelinnen – mit stolz angesehen und immer wieder gesagt, so hübsch und so jung, nur noch die Zufriedenheit fehlt. Was ich da alles an mir bemängelt habe. Wenn ich die Bilder aber jetzt sehe, war ich eine Bombe. Tja, so habe ich es damals nicht gesehen.

        1. Diese Gelassenheit und Selbstakzeptanz hat sich bei mir auvh erst nach meinem 30er entwickelt. Und wenn ich heute mal wieder kritisch mit meinem Aussehen bin, erinnere ich mich daran, dass ich meinem 25jährigen heute sagen würde, vergiss die unnützen Zweifel, du bist spitze! Und wenn ich in 10 Jahren Bilder von meinem heutigen Ich sehe, denke ich vermutlich auch, dass alle Zweifel unnötig waren. Also habe ich irgendwann beschlossen, das mit der Unzufriedenheit sein zu lassen. 😀

  8. Ich persönlich möchte nicht mehr 20 Jahre alt sein…den jugendlichen Körper von damals hätte ich allerdings schon gerne 🙂
    Mit 20 war alles noch viel komplizierter, unsicherer, schwerer für mich.
    Heute mit 50 Jahren fühle ich mich innerlich unbeschwerter, jünger und freier als damals.
    Ich denke gerne zurück an die Zeit, bereue nur sehr wenig, aber ich bin froh, dass ich heute da bin, wo ich bin.

    Die meisten unserer Freunde haben Kinder und bis auf wenige Ausnahmen haben sich diese Freundschaften bis jetzt erhalten. Sicher, die Interessen der Paare mit Kindern sind anders gewichtet, aber viele unserer Freunde sind auch froh, wenn sie sich mit uns auch mal über etwas anderes unterhalten können, als über Kinderthemen :-).
    Ich habe gerne Kinder um mich – Kinder sind klasse – aber am Ende des Tages bin ich dann doch wieder froh, ins „friedliche, kinderlose“ Zuhause zurückkehren zu können 🙂

    lg
    Eva

  9. Hahaha wie lustig ! Genau so sieht es aus. Wenn ich mir allerdings die Fotos von früher ansehe, tut es mir im Nachhinein schon leid, dass ich damals meine Jungend und Schönheit nicht mehr genossen habe, sondern glaubte, zu dick zu sein (was nicht der Fall war), zu dies, zu das. Aber da bin ich nicht die Einzige, das geht vielen so. Damals, mit perfekter Figur, hätte mich keine 10 Pferde dazu bekommen, mich im Bikini an den Strand zu trauen. Komplexe, Perfektionismus, alles Schwachsinn. Heute hingegen, mit ein paar Kilos zu viel und einem Ü-50 Körper, was soll ich sagen, ich zieh völlig schmerzfrei Bikinis an und war noch nie vorher so komplexfrei am Strand wie heute (wahrscheinlich zu Unrecht, aber das ist mir mittlerweile sowas von egal geworden). So viel Blödsinn wie ich zwischen 18 und 25 gemacht habe, hoffe ich auch im hohen Alter nicht zu verzapfen, wenn’s im Oberstübchen vielleicht ein bisschen nebulöser wird 🙂 Und ich habe auch IMMER Freunde MIT sowie Freunde OHNE Kinder gehabt.

  10. Hahaa … Herrlich!! Und natürlich AUF DEN PUNKT. 🙂

    Beim Anhören – ich habe mich mal ganz komfortabel von deiner Audio-Datei berieseln lassen – kamen auch bei mir alte Erinnerungen hoch und ich sehe mich noch zwischen Studium und kellnernd im Bochumer tarm Center, die Restwoche rumclubbend von Modell Traumwelt bis Mudia – gefühlt gefeiert für 2 Leben. Dabei immer Augen verdreht, wenn die ersten Pärchen die Party-Clique verließen, langsam ruhiger wurden und gedacht „So werd ich nie“.
    Inzwischen wohl selbst festes Mitglied im Couchpotatoe-Club hat mich das Leben dann doch (Gott sei Dank) eingeholt und ich bin happy trotz der Unbeschwertheit dieser Zeiten sagen zu können, dass ich mit keinem 20-Jährigen tauschen möchte. Alles gut, wie’s ist – und das ist die Hauptsache!

    Danke für diese kurze, gedankliche Zeitreise, lieber KK… und sonnige Grüße aus Hamburch!

    1. Oh, da hatten wir ja ähnliche Reviere. Modell (Montags) und Tarm (Freitags) und später Mudia (eher selten). Wie hat man bloß ausgehalten? 😉
      Liebe Grüße, KK

  11. Ja, genau so isses! Dass ist das wahre Leben jenseits der 40 😅! Meine engen Freunde, sind alle kinderlos, darunter sind auch welche, die ich schon seit ewigen Jahren kenne. Jetzt, wo ich darüber nachdenke 🤔, kann das Zufall sein oder ticken wir irgendwie alle gleich.
    Apropos Freunde, wie du schon schreibst, früher war man in Cliquen unterwegs und alle waren deine Freunde, irgendwie war man mit der ganzen Welt befreundet (so fühlte es sich bei ir mit ca. 17 an 😅). Heute sehe ich das auch sehr differenzierter, ich habe eine handvoll Freunde und der Rest sind Bekannte, mit denen man mal was trinken geht und eine unterhaltsame Zeit hat. Und das war es dann auch schon. Freunde sind bei mir etwas ganz besonderes und deshalb ein kleiner ausgesuchter Personenkreis.

    Liebe Grüße Sansa

  12. dein foto ist große klasse und beim lesen hatte ich sofort ein paar bilder meines lebens im kopf. bei mir kommt noch hinzu, dass mir mit 28 plötzlich die ganze welt offenstand und ich dann dinge tat, die andere 10 jahre früher schon abgehakt hatten. mit fast 30 holte ich dann eben einfach etwas sturm und drang nach. so bin ich 1990 alleine von berlin nach paris getrampt und wieder zurück. heute steht nur noch selten jemand mit einem schild an der strasse. solche aktionen sind einfach unvorstellbar geworden.

    freunde mit kindern? nö, es geht sehr gut ohne. der nichten- und neffenachwuchs in der familie wird bei laune gehalten, vielleicht erinnern sie sich ja daran, wenn ich es nötig habe.

    liebe grüße aus HH
    bärbel

  13. Jaja, manchmal hör ich mich aufstehen und denke mir, wie knackig ich heute wieder bin. Und dann bin ich froh, nicht mehr 20 zu sein. 😁
    Die Kinder sind aus dem Haus und ich bin wieder mein eigener Herr.
    So Kommentare, wie : „in deinem Alter noch so lange Haare“ oder „solche Klamotten in deinem Alter“, da denke ich mir erst sch… drauf und dann, was das mit meinem Alter zu tun hat?! Solche Kommentare kommen dann auch noch meistens von Gleichaltrigen.
    Und ja, ich Anti-Age auch, warum auch nicht. Ich möchte doch so gut wie möglich aussehen. Spätestens für meinen Mann. Aber nicht, weil ich auf Teufel komm raus junger aussehen will, sondern so gepflegt wie möglich.

  14. Ich hab heute morgen Tränen gelacht. Kurz nachdem ich deinen Artikel gelesen hab, kam mein Sohn zum Frühstück und fragte mich im Ernst ob er heut in Adiletten zum jobben gehen könne. Er arbeitet neben seinem Bfd in einem skateshop. Er würde auch die Socken weglassen. Als ich loslachte hat er mich verständnislos gemustert. Er konnte ja nicht wissen dass ich mich kurz zuvor so was von amüsiert habe. Mein Mann fragte mich nur ob ich ihn so aus dem Haus gelassen hätte. Ja, aber vorsichtshalber hat er skateschuhe eingepackt.

  15. Hallo und Danke für deine Gedanken zu diesen Thema!

    Es war eine tolle Zeit (na ja, manchmal auch weniger gut … Liebeskummer & Co).
    „Hallo hier sind wir“ lag so laut in der Luft. Obwohl ich nicht gerne in Nostalgie verfalle, es war toll die verschiedenen Jahrzehnte erlebt zu haben (OMG die 80er, wunderbar).

    Ich bin froh, heute in der Generation „fast 50“ dabei zu sein, weil ein Gefühl von Freiheit und Selbstbewusstsein in einem ist … ohne „platte Normen“ von außen. Und dieses ist auch der Grund, warum ich manchmal mein Alter vergesse. Das Alter ist da, ICH aber auch!
    Partys? Man hat sich ausgetobt und die Couch sei einem gegönnt 😉
    Anti-Aging? Ich liebe alles zu diesen Thema, aber bin heute viel entspannter als mit 25 ..30 oder 40. Heute ist Pflege für mich Genuss und nicht mehr „Faltenbekämpfung“.

    Freunde mit oder ohne Kinder sind kein Problem für mich (ok, manchmal waren die Babyphasen kompliziert … muss man durch).
    Ebenso kein Problem, daß man nicht mehr „mit der halben Stadt auf Du ist“. Man hat nun die Freunde, welche man im Leben gesucht und gefunden hat. Ich glaube, das ist auch der Unterschied zu 20 und 40+ … man hat seinen Schliff im Leben bekommen und braucht die Freunde die passen.
    Freunde von ganz früher aus der Clique? Man hat sich verlaufen, jeder hat sich irgendwohin bewegt (Familie, Beruf, Krankheit …) und ich auch.
    Aber die Hauptsache ist, daß man damals befreundet war und eine gute Zeit zusammen hatte.

    Nochmal mal 20 sein? Nur mit den Erfahrungen von und bis heute …
    Somit bleibe ich gerne 49.

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