HERR KK ERKLÄRT DIE WELT: UND WEHE DU HATTEST FREITAG SPAß * JA LEBEN WIR DENN IM MITTELALTER?

Letzten Freitag war es wieder soweit: Der Karfreitag ist ein „stiller Feiertag“, an dem beispielsweise laute Musik und Tanz verboten sind. Hallo? Wir leben doch in einem immer liberaler werdenden Land, oder? Religiöse Gefühle hin oder her, doch ein Verbot der Freude zum stillen Feiertag? Es piept wohl…

 

Die Osterfeiertage liegen hinter uns, und ich habe mich schlimmster Sünden schuldig gemacht, denn ich hatte die ganze Zeit über Spaß, habe laute Musik gehört, dazu sogar getanzt, laut gegrölt gesungen, und später habe ich auch noch gearbeitet! Wie gut, dass ich nicht religiös bin, denn sonst müsste ich jetzt wohl oder übel zu einer stundenlangen Beichte. Dieser wunderbare Ablasshandel ist für die Christen ach so praktisch. Für mich nicht, denn ich fühle mich weder schuldig noch habe ich das Bedürfnis meine intimsten Geheimnisse mit einem alten Mann hinter einem Holzverschlag zu teilen.

Was ich fühle ist Verärgerung. Mich verstört dieser massive Eingriff von Religion in meine Freiheit als Bürger schon lange. Leben wir nicht in einem säkularen Land in Europa, in dem Kirche und Staat strikt getrennt sind? Nö, irgendwie so gar nicht. Kruzifixe in Gerichten, die ewig predigende CDU/CSU, und eben jenes mittelalterliche Tanzverbot (in Bayern gilt zudem ein generelles Verbot musikalischer Darbietungen jeglicher Art und auch von Tanzsportveranstaltungen), das Humanismus und Aufklärung in den Hintern tritt. Was mir Angst macht: Was kommt noch, mit einem Heimatminister Seehofer? Feiertags das Internet abstellen? Man könnte ja Onlineshopping betreiben.

Übrigens darf zum Karfreitag auch der Film „Das Leben des Brian“ von Monty Python (und knapp 700 weitere Filme) nicht gezeigt werden. Man muss dazu eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Kinderfilme wie „Heidi in den Bergen“ sind zum Beispiel auch nicht erlaubt, wohingegen „Feuchtgebiete“ keine Probleme macht.

Problem: Da machen Kirche und Staat gemeinsame Sache und verfügen die strengsten Verbote, die Feiertage zu bieten haben, und was macht das Volk? Es ehrt die Tage des Todes und der Wiederauferstehung Jesu dadurch, dass es einem Osterhasen hinterher rennt, der im Garten Eier versteckt. Äh ja…

 

 

 

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(Foto: Konsumkaiser Grafik: Wikipedia Screenshot   Keinerlei Sponsoring)

 

49 Kommentare

  1. Ich hatte noch nie Verständnis dafür, dass Staat oder Kirche mir vorschreiben, was ich an einem Feiertag machen darf und was nicht. Bei jeder Art von Zwang bin ich raus.
    Wenn jemand religiös ist, und diese Feiertage dementsprechend feiert / verbringt, ist es ok, aber das kann man doch niemandem aufzwingen.

    1. Ja, ich habe da auch vollen Respekt vor der persönlichen Freiheit. Wer das still feiern möchte soll genauso die Möglichkeit haben, wie Menschen, die zu den Feiertagen den Trubel suchen.
      Liebe Grüße, KK

        1. Solange Du Dich nicht in eine Kneipe setzt um die Stille zu suchen, sollte das eigentlich kein Problem sein. Für mich ist das, wie als ein einzelner in einem vollen Wohnzimmer in Gesellschaft einzuschlafen und dann von allen Nichtschlafenden zu fordern, dass sie jetzt sofort still und müde zu sein haben, anstatt einfach selbst in mein Schlafzimmer schlafen zu gehen, so dass alle dem nachkommen können, was ihnen grade ein Bedürfnis ist.
          Man muss nicht unter allen Umständen etwas einfordern, nur um sich selbst nicht bewegen zu müssen.

          1. Da hast du vollkommen Recht mit deinem Beispiel.
            Ich meine es aber eher so, das z.B. Nachbarn Feten feiern könnten und ein anderer in seiner Stille (hier iBa auf den hochkirchlichen Feiertag) gestört würde. Auch Orte, an denen es im Alltag laut hergeht (Clubs, Bars….) würden diese Menschen die Stille nehmen. Ich selbst fühle mich weder vom einen noch vom anderen betroffen, werfe aber auch gern einen Blick auf die andere Seite… 🤗 von daher finde ich es persönlich nicht sooo schlimm, die paar Feiertage an denen „gesetzlich verordnete Ruhe“ herrschen soll, „durchzustehen“ 😉.

  2. Deshalb würde ich auch niemals CDU wählen. Staat und Kirchen MÜSSEN getrennt werden, sonst haben wir bald Zustände wie in den USA.
    Seltsam finde ich, dass man sich immer über den ach so strengen Islam aufregt, aber niemand was gegen Kirchenglocken um sechs Uhr (!) früh sagt.

    1. Das wird ja immer mit unserer „kulturellen Prägung“ erklärt. Es ändert trotzdem nichts daran, dass ständig mit zweierlei Maß gemessen wird.
      Liebe Grüße, KK

  3. Guten Morgen,

    Ich bin auch nicht sonderlich religiös (oder sagen wir mal ich habe meine eigene Meinung dazu und die hat mit der Institution Kirche nix zu tun), aber was ich nicht verstehe ist warum es an Karfreitag diese Verbote gibt. Noch nie verstanden. An Feiertagen wie Weihnachten gibt es sowas meines Wissens nicht. Und ich hab die Tage auch mitverfolgen können dass es wohl nicht wenige Menschen gibt die darauf noch Wert legen. Nur seltsamerweise ist es den Leuten doch sonst auch ziemlich egal. Diese „Doppelmoral“ ist es die ich einfach nicht verstehe.

    Andererseits finde ich es gar nicht schlecht sich mal wieder auf den Kern einer Sache zu besinnen (wenn es denn auch so wäre…) Die Gesellschaft allgemein wird – freundlich gesagt – eh immer naiver und gleichgültiger. Das bringt mich viel mehr auf die Palme.

    Ich hab auch viel Musik gehört (kann nicht ohne), hab mir aber auch „The Passion of the Christ“ angesehen. Weil ich es wollte – und nicht musste oder gar durfte.

    „Das Leben des Brian“ mag ich auch sehr – das mit den Feuchtgebieten soll mir bitte jemand erklären. Wo wir wieder bei der Doppelmoral wären…

    LG

      1. Sorry mein Lieber, war noch blind um die Uhrzeit. ;-) Wusste ich alles gar nicht, krass. Passt für mich nicht zusammen. Passt für mich nicht ins Bild eines freien Landes. Dann sollen sie auch hergehen und den Kommerz an Weihnachten verbieten. Aber da würde der Staat sich ja ins eigene Fleisch schneiden… LG

        1. Ich habe auch den Kopf geschüttelt. Kindergeschrei auf Spielplätzen ist sicher auch verboten, die haben ja dann auch Spaß. Umpf…
          Und ich bin heute auch noch nicht richtig wach, ich trinke schon den dritten Kaffee und warte immer noch auf die Wirkung. ;-)

  4. Guten Morgen, zunächst mußte ich ganz laut über das „immer freier werdende Land“ ganz laut lachen. Da widerspreche ich eindeutig. Der kurdischen Shishabar gegenüber sind jegliche Verbote an Feiertagen (und sonst) gänzlich unbekannt, nach Mitternacht schallen fette Bässe durch die stille Nacht. Tja, Glaube und Doppelmoral. Wasser predigen und Wein trinken, die Thematik ist seit Jahrtausenden über alle Konfessionen und Sekten hinweg bekannt. Ich kann eh niemanden seine Religiösität abnehmen, wenn er diese nur nach Gusto praktiziert und insbesonders die Nächstenliebe im Alltag ignoriert. Man sollte sich als Staat konsequent von Religion trennen. Also keine Kirchensteuer für die 2 Kirchen eintreiben, keine (christlichen Feiertage) mehr. Wobei das mit den christlichen Feiertagen schafft nicht mal das säkuläre Frankreich. Weg mit dem Tanzverbot wäre ein Anfang…

  5. Sorry, ich sehe das ein bisschen anders.
    Bin auch nicht religiös, kein Stück. Aber ich freu mich über die kirchlichen Feiertage. Ist es denn wirklich so schlimm, an einigen wenigen Tagen im Jahr nicht tanzen gehen zu können? Das kann ich doch an all den anderen Tagen im Jahr tun! Wir feiern christliche Feste, genießen die freien Tage, die wir dadurch haben. Warum nicht mal innehalten und den Sinn dieser Feiertage zumindest ein Stück weit be- bzw. aufgreifen?
    Wenn alle gegen dieses Tanzverbot wettern, müssten die Feiertage auch den Christen vorbehalten sein, meine Meinung.

      1. Nein, nicht alles, was ein Gebot ist, muss gleich mit Polizei, Gefängnis und Kopf ab geächtet werden. Welches Problem hast du denn eigentlich genau? Das Land ist christlich geprägt und wir haben als ein Zeichen dafür einige Feiertage, damit innegehalten werden kann und dafür Zeit und die Umgebung da ist. Ich hab absolut nichts mit der Religion am Hut, aber ich achte, dass es anderen so geht, die am Volkstrauertag oder Karfreitag diese Tage dafür nutzen wollen. Dafür werde ich an diesen Tag nicht laut singend durch die Straßen ziehen, wie ich es gewöhnlich mache. ;) Das mache ich aber auch sonst nicht zu Trauerzeiten anderer.
        Es gibt ja seit Jahren die Bestrebungen, die Feiertage offiziell abzuschaffen und damit auch die Gebote. Ich fand eigentlich immer toll, dass es sie gibt, auch wenn ich nicht zu denen gehöre, die das wirklich praktizieren. Aber dennoch gilt meine Rücksicht denen, für die der Tag eigentlich ist.
        Ich hab das nie als Bevormundung gesehen, sondern nutze diese wenigen Tage im Jahr einfach so, dass es auch für andere passt. Ich hab da jede Menge Optionen. Falls die Feiertage wegfallen, ist es eben auch so, eigentlich ist das der Lebenswelt der meisten Menschen näher, scheint mir, aber vielleicht lebe ich auch nur in ganz anderen Kreisen.

  6. Du sprichst mir aus der Seele!

    Dazu beigetragen haben Beobachtungen/Erlebnisse während der Schulzeit (einige Religionslehrer oder -Professoren hätten für ihren Umgang in einer Mädchenschule zumindest nie wieder unterrichten dürfen – es geschah aber nichts, sondern wurde“ unter den Teppich gekehrt“), teilweise auch in meiner sehr religiösen Heimatgemeinde, einer sogenannten „Toleranzgemeinde“ = nach Reformation/Gegenreformation per Erlass katholisch UND evangelisch …

    Nicht zuletzt familiäre Erfahrungen, die ich während mehrerer lebensbedrohlicher OP’s und Krankheiten meines Partners machen durfte. Unterstützung oder Besuche während der Akutphasen Fehlanzeige, „das deprimiert UNS nur, wir kommen, wenn es ihm wieder besser geht“, stattdessen „wir beten ohnehin für ihn“! Noch mehr Hilfe kann man nicht verlangen …

    Seither betrachte ich manche – ich möchte hier ausdrücklich alle ausnehmen, die ihren Glauben nicht rücksichtslos auf Kosten anderer leben!! – als „Schein-Heilige“ oder „katholische Sekte“. Harte Worte, ich weiß, aber ich stehe dazu :-( .

  7. Nein, ich bin nicht in einer Kirche und ich komme aus einer (evangelischen) Familie, die sich nichts aus Kirche und Religion gemacht hat. Trotzdem bin ich der Meinung. dass die stillen Feiertage absolut richtig sind! Es wird doch wohl jeder schaffen, EINMAL nicht in irgendwelche Clubs zu rennen und EINMAL den Tag ruhig zu verbringen. Oder sind alle schon so gleichgültig und angestumpft?
    Sorry, mich macht dein Text gerade richtig wütend. Wenn dir nichts daran liegt, dann geh aber auch arbeiten an den Feiertagen! Es gibt keinen Grund, warum du freihaben solltest!

      1. „Still feiern“ oder „Tage ruhig verbringen“, wer definiert diese und andere Begriffe für Christen ?

        Wer hat tatsächlich gefastet, wer war in der Kirche zu den speziellen Gottesdiensten. Wer nutzt Feiertage nicht mal als Brückentag zum Verreisen, Weggehen ? Wer geht nur zweimal im Jahr in die Kirche, Ostern und Weihnachten ? Wer lässt sich kirchlich trauen, weil es halt schöner ist als eine standesamtliche Hochzeit ? Wer trauert 40 Tage ?

        Wenn man heute in der Großstadt wohnt, ist Vieles anders als wenn man in einem kleinen Ort wohnt, wo alle das Gleiche tun und man schnell „gesellschaftlich abgestraft“ wird, wenn man vom Gruppenverhalten abweicht. Trotzdem würde man nicht alle als christlich bezeichnen, weil Christsein nicht nur aus Kirchgängen, Tanzverbot etc. besteht.

        Nächstenliebe kann jeder praktizieren unabhängig von einer Zugehörigkeit zu einer Religion oder Sekte.

  8. So viel zur Trennung von Staat und Kirche, die ja eigentlich im Grundgesetz festgelegt ist. Eigentlich. Zum Tanzverbot hatte der Postillon eine hübsche Anregung: Tanzen und dabei traurig gucken. Wäre ja mal ein erster Schritt ;-)
    Liebe Grüße
    Fran

  9. Deutschland ist kein säkularer Staat. Das ist im Grundgesetzt wohl auch nicht so vorgesehen. (Präambel) Die Religionsgemeinschaften sind Teil der Gesellschaft und durch Institutionen (Staatsvertrag) eingebunden. Das geschah doch ganz bewußt vor dem Hintergrund religiöser und religiös verbrämter Auseinandersetzungen in der deutschen Geschichte.
    Diese Konstruktion hielt und hält Einflussnahme „fremder Mächte“ in Grenzen. (Papst, Putin, Erdoan) Ohne dabei gesellschaftlich zu spalten. Sie erlaubt die Durchsetzung gesetzlicher Regelungen für alle, auch gegen „religiöse“ Bedenken. Siehe hier: Schulpflicht und Sexualkunde. Eine Religionsgemeinschaft muss sich im Kontext der Gesellschaft definieren und damit ihre Inhalte diskutieren. Eine weitere säkularisierung öffnet meiner Meinung nach, Tür und Tor für Extremisten aller Glaubensbekenntnisse.
    Das Tanzverbot kann man sicher diskutieren, es ist ja auch nicht in allen Bundesländern gleich geregelt. Man sollte das Kind aber auch nicht mit dem Bade auskippen.

    1. Ja, diese „Anpassungsfähigkeit“ finde ich auch gut, damit wird es ja auch flexibler und integrativer. Trotzdem geht es hier doch nicht um das Tanzverbot an sich.
      Das war nur der Aufhänger für meinen überspitzten Text.
      Eine steigende Einmischung der Kirche in das Leben ALLER Menschen kann ich aber nicht akzeptieren. Oder lässt sich die Kirche belehren über die Gleichheit zwischen Mann und Frau, die ja sehr wohl im Grundgesetz verankert ist?
      Viele Grüße, KK

      1. Der Einfluss der Kirche ist in den letzten Jahrzehnten (besonders vor 2000) durchaus erheblich gesunken. Man denke nur an die unsäglichen Gesetze in den 50ern. Und die Gleichheit zwischen Mann und Frau muss die Kirche immer wieder diskutieren und sie verliert. Viele „Moralvorstellungen“ sind selbst Gläubigen nicht mehr zu vermitteln.

        Es nervt natürlich, sich von Leuten Vorschriften machen zu lassen, wenn man so ganz „dagegen“ ist. Da wir jeder gerne zum „Redneck“. Es hilft aber nicht. Konkret die Übergriffigkeit zurückweisen, ist erfolgsversprechender. Insofern bin ich beim Tanzverbot (und bei Seehofer) ganz bei ihnen. Ich denke, man sollte immer nur kritisieren was jemand tut, nicht was jemand ist.

  10. Man kann es doch ganz einfach formulieren…
    Wer mitspielen will, muss sich an die Regeln halten.
    Sprich: Wer von kirchlichen Feiertagen profitieren will, sollte auch ein Tanzverbot akzeptieren

    1. Es wird doch auch niemand gezwungen tanzen zu gehen oder allgemein die Sau rauszulassen, auch an anderen Tagen nicht. Warum wird man dann gezwungen es sein zu lassen, und warum wird da offensichtlich nur an Ostern so ein Gedöns drum gemacht?

      Und nein, ich bin weder Feiermaus noch Tänzerin. Aber mir fehlt da einfach das Verständnis, eben weil mir niemand erklären kann was das für den Gläubigen jetzt für einen Unterschied macht ob sein Nachbar tanzen geht oder nicht. Genauso mit den Filmen. Und das könnte unendlich so weitergehen. Mich kann auch niemand zum Gebet zwingen, genausowenig wie ich jemandem das Beten verbieten kann. Oderoderoder. Sollte zumindest so sein.

    2. Na ja, das Tanzverbot gilt ja auch für Menschen, die nicht im Erwerbsleben stehen. Somit geht “ wer Tanzen will soll arbeiten“ nicht auf. Ist übrigens auch ein schönes Beispiel für protestantischen Arbeitsethos

      Eigentlich, so traditionell, ist Ostern die absolute Tanzzeit. Gab ja schon Spiritualität bevor diese irischen Mönche uns zur Wüstenreligion bekehrten 😋
      Dazu ein längerer Text:
      http://www.keltoi.ch/ostern.html

      Christliche Werte werden in Deutschland nur von einer Minderheit gelebt. Da erscheint das Tanzverbot anachronistisch.

      Liebe Grüße
      Argana

    3. Wie soll das praktisch umgesetzt werden ? Man kann ja auch privat laut feiern.
      Wie lautet die Strafe, Maßnahme zur Besserung ?
      Hat der Staat nichts Besseres zu tun als Sittenpolizei zu spielen ? Oder soll das der Arbeitsgeber übernehmen ? Allzeit Kontrollen ?

      Meiner Ansicht könnte man alle kirchlichen Feiertage abschaffen und nur die staatlichen belassen (1.Jan, 1. Mai, 3.Okt und Volkstrauertag).
      Dann fühlt sich kein Bundesland mehr benachteiligt, kein Streit mehr in Betrieben um die Brückentage und alle Religionen und auch Nichtgläubigen werden gleich behandelt.
      Wem seine Religion wichtig ist, wird sich dafür gern Urlaub nehmen.

        1. Ehrlich gesagt, bin ich auch absolut dafür. Weg mit allen kirchlichen Feiertagen, beibehalten der staatlichen. Und dann kann der Großteil der deutschen Bevölkerung, der immer weniger mit dem (christlichen) Glauben anfangen kann, auch nicht mehr zu überholten Glaubensmaßnahmen gezwungen werden. Viele Arbeiten an diesen Tagen ohnehin, also ist mit Stille und Besinnung so oder so nichts.

      1. In allen Bundesländern die gleichen Feiertage -🙆🏻‍♀️ Da bin ich dabei- aber nicht nur die vier genannten 😔😄

      2. Japan hat nur lauter Feiertage, die nix mit Religion zu tun habe: Tag des Meeres, Tag des Berges, Tag des Respekts vor den Alten etc. Die brauchen all die Feiertage, weil sonst niemand jemals mal ausspannen könnte. Wobei natürlich alle Geschäfte trotzdem immer offen haben…

  11. Mmmh, für mich ist Karfreitag soooo viel Feiertag. Da ich in Österreich arbeite und dieser Tag in Österreich praktisch ein normaler Werktag ist… hatte ich einen ganz normalen Arbeitstag. Einzig das hier zu Hause in Deutschland die Geschäfte zu waren. Diese Tage (in D Feiertag, in AT Werktag) nutzen viele Deutsche und geben an solchen Tagen in AT ihr Geld aus. Das Einkaufszentrum in AT gleich um die Ecke mutiert zu einer speziellen Art der Hölle. Aber jammern können die Deutschen Geschäfte dann wieder, wenn weniger Leute kommen.

  12. Oh weh, ich habe es nicht gewusst und habe mir erlaubt Vormittags zu arbeiten und Nachmittags Spaß zu haben. Ob ich dafür ins Fegefeuer muss? Na hoffentlich merke ich mir das bis nächstes Jahr.
    LG Sandra

  13. Hi,

    ich habe meiner katholischen Freundin einen Scherz geschickt. Sie kam gerade aus dem Kölner Dom und hat dementsprechend mir geschrieben, dass ab Morgen erst wieder gelacht werden darf.

    Man darf keine Freude haben an dem Tag ????

    LG Sue

    1. Wenn Jemand schon so streng seinen Glauben ausübt und dies von Anderen verlangt , dann bitte richtig.
      Jesus ist nach dem christlichen Glauben in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag auferstanden.
      Ab Tageseinbruch des Ostersonntags soll dies auch richtig gefeiert werden, die 6-wöchige (!) Fastenzeit nach Fasching ist zu Ende.
      (Am Ostermontag erschien Jesus dann seinen zweifelnden Jüngern und räumte deren letzten Zweifel aus.)

  14. Herr Konsumkaiser, ich ärgere mich über diesen Beitrag.
    363 Tage im Jahr herrscht kein Tanzverbot, da sollte man doch so tolerant sein, diese 2 Tage Einschränkung zu akzeptieren. Außerdem kann doch jeder privat tanzen so viel er will. Das wird – so meine ich jedenfalls- noch nicht überwacht. Alle wären doch auf den Barrikaden, wenn diese Feiertage wegfallen würden. Ich gehöre übrigens keiner Religion an und mache an Feiertagen auch einfach was ich will. Aber ich muss in der Öffentlichkeit dann eben mal nicht „die Sau rauslassen“.

    1. Schon lustig diese Diskussion. Es gibt aber Leute die können vielleicht an diesen 363 Tagen nicht tanzen gehen und verspüren gerade an diesem Wochende das Bedürfnis dazu. Also ich lasse mir in der heutigen Zeit weder das tanzen noch das singen oder dergleichen verbieten… Echt, in welcher Zeit leben wir denn.

  15. Mir stößt generell sauer auf, wie vieles heute reglementiert wird – und habe den Eindruck, dass genau deswegen die verschiedenen Meinungen und Emotionen heftiger aufeinanderprallen als früher, weil jeder glaubt, im Recht zu sein und das auch durchsetzen zu müssen. Und ganz besonders die, die Toleranz von den anderen erwarten oder lautstark einfordern, sind selber meist nicht bereit, diese auch mal selber zu zeigen.

    Ich habe den Eindruck, dass früher, als noch nicht so viele Bereiche so streng geregelt wurden, die Menschen automatisch und ganz freiwillig rücksichtsvoller miteinander umgegangen sind, und auch ganz entspannt mal „ein Auge zudrücken“ konnten, ohne gleich ihr Gesicht zu verlieren … aber vielleicht ist das auch nur verklärte/verklärende Erinnerung.

    1. P.S.: Und ich glaube auch nicht, dass alle, die dieses „Tanzverbot“ als aus der Zeit gefallen empfinden, im Gegenzug gleich „die Sau rauslassen“ würden. Das klingt ja fast, als ob man deshalb automatisch ein (Halb-)Wilder ohne Umgangsformen sein muss …

      1. Ich hatte „die Sau raus lassen“ extra in Anführungszeichen gesetzt, aber es war ja klar, dass es aufgegriffen wird. Ich unterstelle hier niemandem, dass er sich daneben benimmt, möchte aber auch nicht, dass man mir etwas unterstellt. Ich finde es gut, dass KK meinen kritischen Beitrag veröffentlicht hat.
        Also geniesst die Feiertage und freut euch, dass es sie gibt. Mir ist ein freier Tag mit kleinen Einschränkungen lieber als ein Arbeitstag.

        1. Ähm, sorry, was soll das denn heißen? Hast du den Eindruck ich würde Kritik zensieren? Dann kann ich dir versichern, dass hier jeder alles sagen darf, solange niemand beleidig wird, oder eine Diskussion eskaliert. Und das hatten wir bislang noch nicht.
          Also unterstelle mir hier unterschwellig bitte nichts. Danke und Grüße, KK

  16. Ich tanze das restliche Jahr genung oder besser gesagt, in meinem Alter bin ich froh, wenn ich einmal monatlich die Nacht durchtanze. ;-) Danach muss ich mich einen Tag lang eher erholen. Früher war das anders.
    Deutschland ist (noch) ein christliches Land. Genauso oder noch viel viel strenger ;-) ist es mit anderen religiösen Feiertagen in anderen Ländern.
    Ich freue mich auch, dass ich Weihnachten mit der Familie so feiern kann, dass keine wilde Party neben an die ganze Nacht geht.
    Persönlich bin ich für jeden stillen, stressfreien Feiertag dankbar.

    Was ich aber merke, vor allem in letzter Zeit, dass der Umgang mit einander rauer geworden ist.
    Höfflich und freundlich mit einander ist immer seltener. in ÖPNV, bei der Arbeit und machmal auch online.

    Vieles ändert sich und nicht immer zum Guten. Ich kann nur an zwei Abenden die Woche schwimmen gehen. Jetzt geht das nicht mehr. Ich gehe immer mit meinem besten Freund hin. Nun gibt es plötzlich ausgerechnet an diesen zwei Abenden strikt Frauenzeit im Schwimmbad.
    Ist das 2018?
    Als ist das verwundert kommentiert habe, hieß es – so was kann nur von einem Ungläubigen kommen. Dabei bin ich ja gläubig!

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