SKINCARE: „WENN ICH DAS DAMALS GEWUSST HÄTTE“ DIE HAUTPFLEGE-FEHLER MEINER MUTTER

Meine Mutter zählt mittlerweile (pssst) 78 Jahre, und wird oft auf ihr ausgeglichenes und schönes Hautbild angesprochen. Dabei hatte man früher weder die Informationen noch die Produkte zur perfekten Hautpflege so leicht zur Hand, wie wir das heute haben. Es gibt jedoch einige Dinge, die sie lieber ganz anders gemacht hätte. Diese „Hautpflege-Fails“ von damals habe ich einmal aufgeschrieben…

Rechts: Meine Mutter in den 60er Jahren

Man muss sich einmal vorstellen: unsere Großeltern, und teilweise auch Eltern, kannten kaum Hautpflegeprodukte und so gut wie keinen Sonnenschutz! Wenn man sich heute anschaut, was wir für einen Tanz um das Anti-Aging Mittel Nr. 1 machen, sollte man denken, dass diese Generationen mit zum Boden hängenden Falten höchstens 40 Jahre alt geworden seien, danach hätte sie der Hautkrebs dahinraffen müssen. Ist aber nicht ganz so!

OK, die Hautkrebszahlen sind gestiegen. Aber das ist trotzdem verwunderlich, weil im gleichen Zeitraum auch die Verwendung der Sonnenschutzmittel gesellschaftsfähig wurde. Nun kann man das auf die Statistik schieben, das Ozonloch, älter werdende Populationen, Verschwörungstheorien, etc. Trotzdem bin ich über die Haut meiner Mutter sehr verwundert, die im Alter noch wenige Pigmentflecken und Falten aufweist.

Dabei hat sie den typisch nordischen Hauttyp: Helle Haare, heller Teint, Sommersprossen, bekommt schnell einen Sonnenbrand. Und dennoch…

Meine Mutter mit 75

Ich habe sie einmal zu ihrer Hautpflege befragt, und sie erzählte mir einige Dinge, die sie stets beachtete, die sie aber auch bereute.

  • Und das war zuallererst das Rauchen! Meine Mutter hatte bereits recht früh damit begonnen, und erst nach dem 50. Lebensjahr damit aufgehört. Was ihr allerdings sehr gut tat, denn heute sind ihre Prognosen zur Herzgesundheit mittlerweile wieder sehr gut.  Sie sprach von ihrem Kampf damals gegen stets müde aussehende Gesichtshaut, da das Rauchen ihr Gesicht immer sehr fahl aussehen ließ.  Dagegen trug sie immer viel Make-up, eben um diese Spuren zu übertünchen. Das wiederum hielten viele Leute für Arroganz. Ständig geschminkt zu sein, war eben ausserhalb der Großstädte noch nicht so weit verbreitet.

 

  • Übermäßiges Sonnenbaden kann sie heute nicht mehr nachvollziehen. Damals, als es noch in war nach Italien mit dem Auto zu düsen, lag sie ungeschützt in der Sonne und hatte abends schlimmste Sonnenbrände. Immer wieder, denn nur knackig braun zählte damals, aber versuch mal aus einer nordischen Blondine eine dunkle Südländerin zu zaubern…    Zum Glück hatte sie niemals Hautprobleme und auch die Faltenbildung ist bei ihr unterdurchschnittlich (großes Glück), man hält sie nicht für über 70. An die Schmerzen der Sonnenbrände kann sich meine Mutter aber noch bestens erinnern, und sie nutzt heute ständig UV-Schutz 20 bis 30.

 

  • Besonders bereut sie, dass sie sich manchmal abends nicht abgeschminkt hatte. Das bescherte ihr immer wieder Hautunreinheiten und andere Hautprobleme. Man machte sich aber auch noch nicht so viele Gedanken dazu. Kam man abends spät nach Hause, so war es so schön einfach ins Bett zu fallen. Ich persönlich könnte das ja nicht, ohne eine Dusche kann ich nicht schlafen, da kann ich noch so gerädert oder angetrunken (ähem…selten) sein!

 

  • Ihrem Halsbereich hatte sie nie große Beachtung geschenkt. Dieser Bereich wurde sträflich vernachlässigt, und das merkt sie heute. Die Haut dort ist, im Gegensatz zum Gesicht, erschlafft und wirkt faltig. Als ältere Dame kann man diese Zone ja prima mit einem Tuch kaschieren, wenn es einen denn stört. Trotzdem ist sich meine Mutter sicher, dass eine bessere Pflege der Halspartie zu einer schöneren Haut im Alter geführt hätte.

 

  • Fast ihr ganzes Leben lang hatte sie stets nur Nivea Creme verwendet. Das bereut sie zwar nicht, aber sie hätte gerne schon damals die enormen Möglichkeiten der Hautpflege genießen wollen. Heute benutzt sie die von mir empfohlenen HighDroxy Pflegeprodukte, wie zB. das Lipid´Or und das Face Serum. Nur bei der Creme bleibt sie dem geliebten Geruch der Lancome Nutrix treu. Da helfen auch meine Predigten nicht. Aber es ist vom Ergebnis optimal, was soll ich also sagen? Weitermachen! 😉

 

  • Sie findet es schade, dass es damals noch nicht so wunderbar einfach anzuwendende Augen Make-up Entferner gab. damals musste man noch mit Waschlappen, Wasser und Öl an der zarten Augenpartie herum schrubben, bis endlich alles entfernt war. Sie nutzt heute ölige Augenpads und ist damit sehr zufrieden, denn die Pads sparen Zeit und Kraft.

Meine Mutter in den 60er Jahren am Wörthersee. Man sieht schon den Sonnenbrand auf den Oberarmen.

 

  • Damals war es modern seine Haut so hart abzutrocknen wie es ging. Kuschelige Handtücher waren verpönt. Erst wurde die Körper- und Gesichtshaut unter der Dusche oder in der Badewanne mit einer Wurzelbürste geschrubbt, danach mit einem harten, rauen Handtuch abgetrocknet. Heute nutzt sie nur noch weiche Schwämme und kuschelweiche Handtücher. Dieser Gedanke der Abhärtung ist ja auch heute noch immer mal wieder aktuell. Ich persönlich mag einfach keine zu weichen Handtücher, eben weil ich auch keine Weichspüler mag und verwende.

 

  • Niemals Pickel ausdrücken! Das ist auch so ein Rat, den man kennt, aber den man so gut wie kaum in der Lage ist umzusetzen. Zu groß ist die Versuchung! Immer wieder denkt man: „Ach, das Ding geht schneller weg, wenn ich es kurz mal quetsche!“ Und Pustekuchen, dann bleibt das rote Biest erst recht gut sichtbar auf prominenter Stelle (na klar). Meine Mutter hat ein paar „Pickelmale“ (so nennt man das heute, aber es sind schlicht und einfach Narben), und die haben sie ihr Leben lang gestört. Sie konnte sich auch nicht beherrschen…

 

  • Immer pflegen, niemals aussetzen. Konsequente Pflege der Haut war meiner Mutter schon immer wichtig. Dabei war der Preis einer Creme niemals ausschlaggebend. Die Produkte, die sie nutzte waren gut verträglich für ihre Haut, und sie mussten fein duften. Deshalb ist auch Nivea immer noch ein großer Favorit. Den Punkt „stets an die Pflege denken“ kann ich unterschreiben. Das mit dem Duft sehe ich kritischer, kann es aber verstehen.

 

  • Einen Tipp, den ich nur unterschreiben kann, gab sie mir zum Schluss: Wenn es irgendwie geht, schlafe ausreichend lang. Und das regelmäßig. Kein Make-up kann so einen schönen Teint zaubern, wie guter Schlaf…und verliebt sein. 🙂

 

Ich bin mal gespannt, ob ich in 30 Jahren auch so einige Dinge in Sachen Hautpflege bereue. Hadert ihr mit Hautpflegeritualen von damals?

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

35 Kommentare

  1. Guten Morgääääähn. Deine Mutter war eine schöne Frau, und ist immer noch eine schöne Frau. Manches liegt einfach auch nur in den Genen, dagegen sind Faltencremes etc nur Steigbügelhalter im Kampf gegen das sichtbare Altern. Vielleicht hast Du Glück, und Frau Mama hat Dich damit auch reichlich beschenkt.

  2. Also erstmal Kompliment, deine Mutter sieht für ihr Alter sehr gepflegt und gut aus. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass leider auch ein ganz großer Teil die Gene eine Rolle spielen ob wir länger gut aussehen oder früher altern. Natürlich kann man bis zu einem gewissen Punkt viel dazu beitragen aber nicht ausschließlich. Schlechtes Bindegewebe wird genauso vererbt wie die Veranlagung zu Hautkrankheiten (Weißfleckenkrankheit) etc. Bitte auch nicht die Lebensumstände vergessen. Krankheiten zehren auch am Hautbild. Besonders Depressionen, Ängste, Sorgen und Nöte. Schwere Arbeit auch. Nun zum Relikt mit Nivea. Kenne ich vom erzählen ùber meine Oma, die schwor darauf und auch bei uns im Bad Stand immer ein großer Tiiegel und Flaschen der gut riechenden Nivea. Ansonsten kenne ich noch von früher das kräftige Abrubbeln mit nicht so weichen Handtüchern, was die Durchblutung ankurbeln sollte und wie ein Peeling wirkte. Für die Hautklärung wurden Kamillendampfbäder und Quark verwendet. Ich wünsche einen schönen Sonntag.

    1. Dankeschön! Ja, und Krankheiten und harte Arbeit zeichnen uns, das stimmt. Genauso wie Ängste und Sorgen. Wer ein unbeschwertes Leben führen kann und darf, ist da wirklich bevorteilt. Abrubbeln mag ich heute irgendwie noch, allerdings doch mit mehr Vorsicht. Früher war ich nach dem Baden und Abtrocknen immer Krebsrot! Gute Durchblutung, aber ob das wirklich der Haut gut tat? Und so ein Dampfbad mag ich sehr gerne, besonders im Winter.
      Liebe Grüße, KK

  3. Deine Mutter hat wirklich noch eine sehr schöne Haut. Meine Mutter war gleiches Alter und ihr Haut war auch noch sehr glatt und schön, trotz Sonnenbädern in den 70ern und Nivea Creme 😉
    Ich ärgere mich auch über die Sonnenschutzlose Zeit. Dabei ist es nicht so, dass ich nicht darüber nachgedacht hätte, ich war nur unwissend. Dachte ich doch, dass ein SPF 8 oder 12 in der Foundation ausreichend sei. Im Urlaub hatte ich in den 90ern schon immer von Hildegard Braukmann Out and About, ich meine 20 oder 25, für das Gesicht mit dabei. Ich denke aber, dass die aufgetragene Menge auch nicht ausreichend war. Nicht abschminken kann ich an einer Hand abzählen und auch der Hals wurde immer schön mit eingecremt 👍🏻 Ich habe zwar mit 47 noch keinerlei Falten, dafür diverse Pigmentflecken im Gesicht. Sie kommen immer wieder, trotz hohem Sonnenschutz. Auch nach dreimal lasern sind sie immer wieder da. Ich hab mich jetzt damit abgefunden. Meine Arme sind auch übersäht und sogar an den Schienbeinen sind Sommersprossen. Ist dann wohl so 😒 LG 🙋🏻

    1. Oder Sonnenöl mit Faktor 2! hatte ich in Spanien nach einer Woche. Schön blöd, ne? Heute ärgert mich das auch sehr.
      Schade, dass selbst das Lasern bei dir nicht dauerhaft hilft. Aber Sommersprossen, egal ob im Gesicht oder Körper, finde ich liebenswert und gar nicht hässlich!
      Viele Grüße, KK

  4. Mein Oma benutzt heute in ihren 90′ weiterhin nur die blaue Nivea. In meiner Kindheit wurde sie sogar dick als Sonnenschutz aufgetragen. Später kam das Trioler Nussöl höchstens Faktor 6 dazu. Meine Vater war stets der Meinung- „ein richtiger Sonnenbrand mit Schälung und so muss sein, dann bekommst du keinen mehr.
    Hilfe, heute verlassen meine Kinder ohne Faktor 50 und UV-Kleidung nicht das Haus und in der Kita wird ohne Mütze nicht draußen gespielt.

    1. gerade bei Kindern ist das frühe Bekanntmachen mit UV Schutz toll, dann kennen es die Kleinen gar nicht anders und haben es verinnerlicht bis sie erwachsen sind. Ich kenne auch noch das Tiroler Nussöl, habe sogar eine Flasche im Schrank – der Duft – benutze sie aber eigentlich nicht mehr.
      Viele Grüße, KK

  5. Attraktive flotte Mutter, KK. Meine Mutter benutzt seit 30 Jahren nur die Garnier Mouson Creme. Ihre Haut ist recht gut gealtert. Sie will nur diese Pflege, sonst keine. Auch schon ihre Mutter hat selbige gebraucht. War auch mit guter Haut gesegnet. Was soll ich da predigen und ihr andere Produkte empfehlen? Dagegen komme ich nicht an. Die Frauen in meiner Familie sind sehr stur Heidewitzka! Die Gene sind nicht für alles verantwortlich, schon gar nicht für faltenfreies Altern. Die Faktoren für ein gutes Altern sind Legion. Gegen das Altern kommen wir nicht an. Wir können nur hoffen, dass es uns optisch/körperlich nicht so hart treffen wird. Wir wollen zwar alle alt werden, aber nicht alt aussehen. Schon paradox. So genug der Worte. Es ist Sonntag, da wird gegammel. 😛

    1. Stimmt, alt werden wollen wir alle, alt aussehen natürlich nicht. Und ich ergänze: Bitte fit bleiben, im Kopf und in den Beinen. 🙂
      Leider kann man es sich nicht immer aussuchen, aber die entsprechenden Gene helfen schon.
      Und Sonntags gammeln ist bestimmt eine sehr lohnende Form der Entspannung. 😉
      Liebe Grüße, KK

  6. Lieber KK,
    meine Mutter wurde 86 Jahre alt. Sie hatte immer noch eine Haut wie ein Pfirsich und nicht einen einzigen Pigmentflecken.
    Ich habe sie allerdings auch nie in de Sonne sitzen sehen ohne einen großen Strohhut. Überhaupt gehörten Hüte ja damals dazu, wenn eine Dame das Haus verließ. Seit ich denken kann, hat sie nur Oil of Olaz benützt und nie geraucht.
    Ihre Haut habe ich geerbt, allerdings war ich in meiner Jugend eine fanatische Sonnenanbeterin…ich sage nur Pigmentflecken.
    Liebe Grüße
    Nora

    1. Das stimmt, Hüte sind super-wichtig. Ich trage im Sommer auch meist eine Kappe, einfach auch wegen der zahlreichen Pigmentstörungen auf meiner Stirn.
      Und deine Neigung zum Sonnenanbeten kann ich gut nachvollziehen, das war bei mir genauso!
      Liebe Grüße, KK

  7. Bei meiner Mutter war es so ähnlich. Sie hat auch immer nur Nivea Creme benutzt. Abschminken, na ja, mit Wasser und Seife eben. Meine Oma (Französin) liebte Creme Mousson und in den Augen meiner Mutter, zu teure Parfüms. Ich scheine meiner Oma nachzukommen. Allerdings frage ich mich oft, ob wir nicht zu viel des Guten tun. Meine Mutter hatte auch bis ins hohe Alter eine schöne Haut.

    1. Ja, das frage ich mich auch manchmal. Die Haut fällt ja nicht gleich vom Gesicht, wenn man sich mal nicht eincremt. Andererseits habe ich dann immer ein schlechtes Gewissen. Nicht, dass man sich in 10 Jahren ärgert. Hauptsache man verwendet passende Kosmetik ohne zu viele Reizstoffe, dann ist man (hoffentlich) auf der sicheren Seite.
      Viele Grüße, KK

  8. Deine Mutter sieht wirklich phantastisch aus! Es ist eben auch wie es ist: der eine hat eine gute Haut und der andere nicht. Ich selber habe eine sehr schwierige und pflegebedürftige Haut und habe schon viel probiert und bin nun seit Jahren bei Sensai. Zwischenzeitlich bin ich natürlich mal fremdgegangen und habe günstigere Produkte verwendet, doch das ging leider schief. Im Sommer tut es sich leichter, die Sonne ist einfach gut für die Haut und besonderen Wert auf Sonnenschutz lege ich nicht muss ich zu meiner Schande gestehen, aber wenn schon Sonne, dann will ich auch braun werden. Allerdings ist das Thema Abschminken und genug schlafen, wie auch eine regelmäßige Maske und kontinuierlich Pflege nicht zu unterschätzen und hat einen offensichtlichen Effekt. Doch wie es manchmal ist, keine Zeit, keine Lust und schon trägt man die Rechnung. Ich hoffe annähernd so toll auszusehen in dreißig Jahren wie deine Mutter. Die Genration Nivea straft die heutige Komsmetikbranche eigentlich Lügen – wie man deutlich sieht.

    1. Dankeschön. Die Sensai Produkte sollen auch wirklich toll sein, ich höre da oft von, mich schreckt bei den japanischen Pflegeprodukten doch oftmals die Beduftung ab. Obwohl die meist nicht so blümerant ist, wie bei französischer Kosmetik.
      Kanebo mochte ich aber auch mit 20 schon sehr gerne, konnte es mir aber nur ab und an leisten. Ich werde mir da mal wieder etwas zulegen, Danke für die Erinnerung!
      Eine gute Maske werde ich meiner Mutter auch noch empfehlen, da hast du ganz recht. Vielleicht die reichhaltige von Paula.
      Liebe Grüße, KK

      1. Witzigerweise sind die japanischen Produkte, die direkt in Japan verkauft werden, oft unbeduftet. Ich hatte mal eine Probe von Sensai und der Geruch hat mich fast erschlagen, außerdem hat er meine Haut gereizt.

  9. Das ist ein sehr schönes Thema und ich freue mich für Dich und Deine Mutter, dass ihr beide erst einmal einander und dann auch noch so gute Haut habt! Ich selbst habe auch enormes Glück, denn meine Mutter hat mich schon als Kind niemals ohne Sonnencreme aus dem Haus gelassen, ich hatte tatsächlich bis heute keinen einzigen Sonnenbrand.

    Meine Oma und auch meine Mama wurden und werden immer für viel jünger gehalten, was sicherlich daran liegt, dass beide nie geraucht, sich nie nächtelang in irgendwelchen struppigen Clubs rümgedrückt, sich gesund ernährt und auch so gut wie keinen Alkohol getrunken haben. Dazu hat meine Oma immer wagenradgroße Hüte getragen und ist nie ohne Strümpfe und Handschuhe aus dem Haus gegangen. Verwendet hat sie schon damals Estée Lauder Night Repair, ich weiß noch, wie ich als kleines Mädchen total fasziniert war von der Pipette in dem geheimnisvollen braunen Glas.

    Von meiner Mutter habe ich mit 14 das Starterset von Clinique bekommen und mir nie mit irgendwelcher unsinnigen „billigen“ Drogeriekosmetik die Haut versaut, denn meine Mama hat mir immer wieder gepredigt, wie wichtig eine gute Hautpflege für schöne Haut ist und mich dementsprechend ausgestattet. Ebenso hat sie mir ohne mit der Wimper zu zucken auch hochpreisige dekorative Kosmetik spendiert, wir gehen auch nach wie vor sehr gerne gemeinsam Kosmetik jagen. Ebenso hat sie mich immer angehalten, mich anständig abzuschminken – einfach nachzuvollziehen an den weißen flauschigen Handtüchern, die es bei uns daheim gab.

    Mittlerweile geht die Geschichte andersrum: Als totaler Fan von NIOD habe ich dieses Jahr meiner Mama zum 72. Geburtstag ein Rundum-Glücklich-Paket geschenkt und sie liebt es. Nun kann ich endlich ein wenig zurückgeben und hoffe auf noch viele weitere Jahre ergiebiger Kosmetik-Fischzüge!

    1. Sehr schön! Find ich toll, wie ihr sozusagen schon immer, gemeinsam gute Pflege wichtig fandet. Und heute kann deine Mama auch von deinem Wissen profitieren, ganz prima, Niod ist ja nicht so einfach zu erklären, mit DEN Namen und dem ultra minimalistischen Design. 😉
      Liebe Grüße, KK

  10. Die Fotos von deiner Mutter sind toll. Das Bild mit Esel hat’s mir besonders angetan. Und deine Mutter bestätigt das, was ich mir eh denke: Wenn die Basics (wie von ihr beschrieben) nicht stimmen, hilft auch die beste Creme nicht. Bisher hadere ich nicht mit meinen Hautpflegeritualen – sprich, in bin mit meinem Alterungsprozess zufrieden und bin gespannt, ob ich das in 20 Jahren auch noch so sehe. 😉

    1. Danke sehr! Das mit dem Esel gibt´s auch mit meinem Vater, also er UND der Esel. 😉
      Und heutzutage kann man ja schon zufrieden sein, denn man hat die Auswahl, und Quellen, die einem die Auswahl (manchmal) erleichtern. Ich bin zB. heilfroh, dass ich jetzt weiß, dass „La Prairie“ kein Zauberzeugs ist, sondern auch nur mit Wasser kocht…äh…mischt. Mehr nicht.
      Viele liebe Grüße, KK

  11. Ein bisschen hadere ich mit dem damaligen Sonnenschutz – Sommer im heimatlichen Schwimmbad oder am Badesee fanden mit Nivea Sonnenöl Faktor 2 oder -milch Faktor 4 statt, wenn man zu den „Vorsichtigen“ gehörte (viele verwendeten damals schlicht gar nichts, oder als Geheimtipp Olivenöl mit Zitronensaft gemixt). Wenn man im Süden auf Milch mit Faktor 6 erhöhte (bei mir damals Pond’s oder die heißgeliebte dünnflüssige Delial mit dem tollen Duft, der mir sicher noch heute gefallen würde), galt man fast schon als Paranoiker 😉 !

    Wirklich ersparen können hätte ich mir meinen Einstieg in die vermeintlich bessere Parfümeriekosmetik – bei mir Clinique’s 3 Phasenprogramm mit den „starken Geschoßen“ bei Seife und der mentholigen Clarifying Lotion, sowie zum Abrunden noch die 7 day Scrub Cream. Ganz kurz wurde meine Haut tatsächlich davon besser – Betonung auf „ganz kurz“.

    1. Von der Delial Sonennmilch schwärme ich auch heute noch. Das ist sozusagen meine Referenz für alle heutigen Produkte, da kommt in Sachen Komfort beim Auftragen NICHTS mit…und der Duft war toll! Schöne Erinnerungen an die Kindheit inklusive.
      Viele Grüße, KK

      1. Ja, stimmt alles (Delial) – die Erinnerungen inklusive! Unglaublich, wie Gerüche auch „geistig/seelisch“ haften bleiben … 🙂
        Liebe Grüße, Ursula

  12. Huhu,
    Ich hatte Irgendwie beim lesen des Artikels das Gefühl , als hätte ich den schon mal gelesen mit Bildern. Was nicht negativ gemeint ist. Heute ist ein komischer Tag bei mir.
    Meine Oma benutzt immer noch Nivea Creme oder Soft, mit was anderem kommt sie auch nur durch den Tüddel.
    Leider hat sie im Gesicht mit 89 jetzt Hautkrebs aber nicht maligne. Ansonsten kann man nicht sagen das sie viele Pigmentflecken hat.
    Tiroler Nussöl kenne ich auch noch, das war sogar noch letztens in irgendeiner beauty Box vertreten.

    Lg

    1. Das Eselsbild und das Bild vom 75. Geburtstag hatte ich tatsächlich hier auf dem Blog schon einmal gezeigt. Aber in einem anderen Zusammenhang. Leider muss man ja schauen, wie viele Bilder man noch zusammen bekommt. Früher hatten die Leute nicht so viele Fotos von sich, besonders keine „vorzeigbaren“, denn die Kameras waren eben nicht so gut, zumindest bei den einfachen Leuten. Heute haben wir es viel einfacher, wir ertrinken in unseren Fotos. 😉
      Liebe Grüße, KK

  13. Ich habe mich eigentlich immer schon gerne gecremt und gepflegt und Seren benutzt, auch schon sehr lange z.B. eine extra Augencreme; meine erste war eine von Claire Fisher, die habe ich entdeckt im allerersten Praktikum, da war ich Anfang zwanzig. Ich kann mich auch noch erinnern, dass ich mal im Breuninger hier gejobbt hatte, lange vor dem Abi, und leider nicht viel Geld vom Ferienjob übrig hatte, weil im ersten Stock gleich die Parfümerie war.
    Nur das mit dem Sonnenschutz hätte ich gerne früher gewusst, für mich war es lange unvorstellbar, jeden Tag eine Sonnencreme zu tragen; ich weiß noch, wie ich mal las, dass die Australier das tun müssen und ich konnte mir das nicht vorstellen. Allerdings habe ich immer schon eine Tagescreme mit LSF 15 benutzt, meist von Clarins, sicher keine optimalen Filter und gewiss auch nicht genug von der Auftragsmenge, aber besser als nichts.
    Bereuen tue ich nur die Verwendung von BPO, da hätte es sicher bessere und schonendere Wirkstoffe und Strategien gegen Hautunreinheiten gegeben.

  14. Moinsen 🙂
    Ich kann mich den Komplimenten bezüglich deiner Mutter nur anschließen!
    Ich bin zwar erst 30…aber man macht sich ja gerade mit diesem Lebensjahr schon den einen oder anderen Gedanken zum Älter werden.
    Ja, ich hab auch immer mal wieder den Tick und versuche auf die richtige Pflege und erste vorbeugende Maßnahmen zu setzen – Seren und Co…Aber ich kann tun und machen was ich will…Ist es zu viel, reagiert meine Haut mit Hautunreinheiten. Es ist schwierig. Auch mit dem Sonnenschutz. Ich wende ihn im Sommer mit LSF 50 nur unter dem Augenbereich bzw. auf den „Sonnenterassen“ an. Ansonsten bin ich sparsam. Weil Pickel. Rauchen kann ich leider nicht so ganz sein lassen. Ich brauche ab und an meine Zigarette gegen Abend auf dem Balkon. Dafür bin ich viel an der frischen Luft und gehe jeden Tag mehre km joggen. Außerdem versuche ich mich nicht über jeden Piss zu ärgern – Denke mal, dass macht auch Alt. Neid, Eifersucht und Ärger. Ich versuche mich und meine Ziele im Fokus zu halten.
    Ja und mit viel Wasser trinken?! Schweres Thema – Aber soll ja lt. „Stars“ auch einen tollen Teint und ein Faktor für Anti Aging sein. Naja – Mal sehen wie es kommt. Ich sehe es als Experiment. Vor grauen Haaren habe ich keine Angst – War ja auch Trend in 2017. Der „Granny Look“.
    Vor einer Zornesfalte habe ich Angst. Die hat meine Mutter auch. Deswegen trägt sie nur Ponyfrisuren. Das würde ich nicht machen – Hier würde ich vielleicht doch in einen Filler investieren, wenn es eine fiese Zornesfalte werden würde.
    Desweiteren habe ich vor den Zähnen Angst – Wenn sie die Farbe wechseln oder man den ersten Ersatz braucht. Man sagt ja: „Im Alter geht die Farbe aus den Haaren in die Zähne“.

    Zu der Nivea Thematik kann ich etwas sehr intimes teilen: Meine Oma hat auch immer Nivea benutzt. Eben die bekannte blaue Dose. Wir wohnten alle als Familie unter einem Dach. Meine Oma wollte sich an einem Tag für das Frühstück fertig machen, aber wir fanden sie später leblos im Badezimmer. Was von diesem Tag blieb war eine Nivea Dose mit ihrem Fingerabdruck. Diese stand noch offen auf dem Badezimmerschrank. Ich habe einfach nur wortlos in diese Dose gestarrt und mich gefragt, was von einem Menschen übrig bleibt. Ist ja wenigstens etwas, wenn es ein Fingerabdruck in einem Cremetiegel ist.

  15. Guten Morgen lieber Kaiser,

    richte deiner Mutter auch von mir ein Kompliment aus – ich bin von ihrer Haut gerade echt hingerissen.

    Meine Mutter ist, was Hautpflege angeht, nicht wirklich ein Vorbild.
    Das hat sich auch nicht geändert, als bei mir Neurodermitis festgestellt wurde.
    Ich wurde gecremt, mit allem, was der Markt so her gab, ob Kortison, gemixtes vom Arzt etc.
    Auf ihre Haut kam irgendwie nur Wasser, Kernseife und wenn´s gespannt hat, dann eben Vaseline oder Melkfett.

    Meine Patin beneide ich um ihre Haut, sie cremt seit ich mich erinnern kann Nivea und (endlich) seit ihrer Krebserkrankung (kein Hautkrebs) auch Sonnenschutz LSF 50. Mehr braucht ihre Haut irgendwie nicht.

    Seit meiner Pupertät (die schon ne Ecke her ist *höhö*) schmiere ich mich durch die Creme Regale,
    ob teuer oder günstig – aktuell hilft mal wieder nichts, außer der rezeptpflichtigen Salbe meines Arztes.
    Wer weiß, wo meine Haut heute wäre, wenn Biotherm die Oleo Source (liebevoll von mir Fanta-Creme genannt) nicht aus ihrem Programm genommen hätte.

    In Erinnerung schwelgende Grüße

    Ela

  16. Ich habe oft den Verdacht, dass wir mit dem Thema Hautpflege und Sonnenschutz eventuell einer großen Marketingblase zum Opfer fallen. Ich selbst schließe mich nicht aus (wäre sonst ja nicht Deine Leserin)
    Kausale Zusammenhänge zwischen Hautkrebs und Sonneneinstrahlung will ich dabei nicht in Frage stellen.
    Aber es zeigt sich immer wieder: Gute und glatte Haut vererbt sich, der Einfluss von „außen“ ist minimal.
    Ich rauche nicht, bade nicht in der Sonne, treibe viel Sport, ernähre mich gesund.
    Trotzdem habe ich mit 37 mehr Falten im Gesicht als andere mit 60.
    Und solche Beispiele beobachte ich viel.
    Nun gut, ich gebe trotzdem weiter mein bestes.
    Zumindest meine Unreinheiten konnte ich mit reizarmer Pflege und BHA erfolgrich besiegen.
    Pickel und Falten sind nämlich eine besonders doofe Kombination…

    1. Deine Beobachtung kann ich nur bestätigen. Ich finde es auch seltsam, dass ich so viele Menschen kenne, die so gut wie NICHTS für ihre Haut tun, und trotzdem glatt und straff aussehen. Ich hoffe, dass man wenigstens mit reizarmer Pflege nichts falsch macht. Und den Blog schreibe ich trotzdem weiter. 😉
      Liebe Grüße, KK

  17. Glükwunsch zur tollen Mum, sieht ja fantastisch aus! Ich als heutiger Skincarejunkie bereue schon, dass ich mich nicht früher mit Hautpflege beschäftigt habe, hab da halt immer irgendwas geschmiert, was ich so in der Drogerie gefunden habe, früher gepaart mit intensiven Sonnenbädern. Trotzdem muss ich sagen, dass meine Eltern immer darauf geachtet haben, dass ich mich eincreme, wenn ich in die Sonne gehe (nicht täglich wie ichs heute tue, aber immerhin!) und zwar auch mit mehr als Tiroler Nussöl, das mein Vater immer verwendet hat. Dieses durfte ich dann erst benutzen, wenn ich ganz braun war, vorher gabs nen höheren Lichtschutz so mit 15-20 (mehr war in meiner Kindheit damals irgendwie nicht da). Dies war wohl der hellen und empfindlichen Haut meiner Mutter geschuldet, die nie viel Sonne vertragen hat.
    Da ich seit drei Jahren leider eine echt komplizierte Spätakne habe und immernoch in der Ausporbierphase bin, verschlimmere ich das Problem
    sicher manchmal durch zuviel Produkte, aber weiss zumindest auch, was gut geht und was eben nicht. Das In-sich-Hineinhören gepaart mit dem Wissen, was gut und richtig ist, gefällt mir an meinem neues Dasein als skincarejunkie einfach sehr gut, auch wenn der Weg zur tollen Haut noch weit ist und ich mir natürlich auch die Haare raufen könnte bei Leuten mit supertoller Haut, die einfahc mal nix dafür tun müssen!

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