LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 07.04.2017

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Jeweils Freitags mache ich mir kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern (und einem teuflischen Lächeln)…

 

Darüber habe ich mich gefreut

Ich rette dann mal kurz die Welt! Naja, oder zumindest tue ich einen klitzekleinen Teil dazu, denn ich habe mir endlich ein Fahrrad gekauft. Es ist ein superleichtes Bike von „Giant“. Diese kurzen Wege mit dem Auto zu erledigen, zum Sport, zum Brötchen holen, zu Bekannten zum Brunch rüberkommen, all das ist mit dem Auto doch ehrlich gesagt eine Schande. Mit dem Fahrrad geht das deutlich schneller, man tut was für sich und man bleibt agiler.

Ich muss zwar ein wenig vorsichtiger sein, denn ein Sturz könnte meine künstlichen Hüftgelenke problemlos zertrümmern, aber man muss ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Also leben wir mal wieder getreu dem Motto „Nur wild und gefährlich macht Spaß!“ Haha, dass ich mal Radfahren als aufregend und einen Beitrag zum Umweltschutz einstufen würde. So ändern sich die Zeiten.

Doof ist nur, dass man sich hier bei uns nicht aufs Wetter verlassen kann. Also geht meine Einkaufsliste gleich noch weiter: Regenklamotten, Schutzblech, Helm, Luftpumpe, Werkzeug-Kit, Alarmanlage….

 

 

Darüber habe ich mich geärgert

Da waren so ein paar Dinge in der letzten Woche. Es kam meist aus der Ecke: „Warum Sportler vor Journalisten wohl doch besser einfach mal den Mund halten sollten.“

Der deutsche Golfprofi Kaymer flötete in einem Interview mit der Bildzeitung, dass Donald Trump „ein Geschenk für den Golfsport“ sei. Super. Dieser unberechenbare Psychopath ist also ein Aushängeschild für den Golfsport? Das wäre für mich höchstens ein Grund das Golfspielen verbieten zu lassen. Zumindest für dicke Männer mit orangen Haaren und noch haarsträubenderen Ansichten. Lieber Herr Kaymer: Es gibt wichtigere Dinge als Golf. Und wenn wir schon mal dabei sind: Nein! ich bedanke mich NICHT bei Adolf Hitler für die tollen Autobahnen hier bei uns.

 

Die wandelnde Weißwurst, vorbestrafter Krimineller und der, den Bayern-München nie wieder los wird, U. Hoeneß, hat herausposaunt, dass er, der einzig wahre Hoeneß, gerne den Zaren Vladimir Putin treffen möchte. Er habe gehört, dass Putin gerne Bratwurst isst, das mache ihn doch „sehr sympathisch“. Geht´s noch? Ich würde ja schon fast sagen, dass ich dann wohl mittlerweile zwei Menschen kenne, die Bratwurst essen und dabei gemeingefährlich sind. Der eine labert nur noch Weißwurstabfall und betrügt die Allgemeinheit um Millionen. Und der andere lässt seine Gegner und Kritiker abmurksen. Das macht mir die Bratwurst extrem unsympathisch. Mann, was ist da eigentlich in Bayern los?

 

„Bezahlt ihr Luschen! Das Ende der Umsonst-Kultur ist da.“ So sagen es die großen Banker und versuchen uns nun auch noch Geld dafür abzuknöpfen, dass wir unser eigenes Geld vom Konto abheben möchten. Kostenlos-Kultur? Da lachen doch die Fünf Euro Scheine! Die meisten Deutschen bezahlen schließlich eine Menge für ihr Girokonto. Kreditkarte dazu? Schon lange bei vielen Banken nicht mehr kostenlos. Bei der Sparkasse gibt es meines Wissens nach überhaupt KEIN kostenloses Kontomodell. Also Bitteschön, wo war da nochmal die „Kostenlos-Kultur“?

Wer zahlt da aber wieder ordentlich drauf? Natürlich die ärmsten der Armen. Dazu muss man wissen: Wer arm ist, bezahlt für sein Girokonto meist eh schon mehr als andere! Bei einem „Monatseinkommen“ von vielleicht 600 Euro, ist eine Abhebegebühr plus Kontoführungspauschale eine Frechheit! Aber Menschen mit wenig Einkommen und eventuell schlechter Bonität müssen nehmen was sie kriegen können: Meist wird ihnen ein extrem teures Konto angedreht!

Wann gibt es endlich mal eine Gebühr für unerträglich dreiste Manager und Banker? Der Staatshaushalt wäre innerhalb eines Monats saniert.

 

 

Bloggen

Gemütliche Bloggerecke auf dem Balkon

Momentan kursiert auf vielen Blogs ja wieder eine Diskussion zum Thema „Was ist Bloggen wert?“ Dazu kommt dann oft genug die Meinung ein Blogger solle sich „nicht unter Wert verkaufen“.

Mich nervt das ganze Thema mittlerweile unsäglich, denn ich verstehe einfach nicht, warum Bloggen (besonders Mode- und Beautybloggen) scheinbar ausschließlich nur noch als Einnahmequelle gesehen werden soll?

Warum haben Blogger ständig das Bedürfnis ihre „Zahlen und Mediakits“ zur Verfügung zu stellen, damit irgendwelche Firmen scharf auf Kooperationen werden? Ist Bloggen wirklich nur noch ein Geschäftsmodell? Und kannibalisieren sich nicht sämtliche Blogger, wenn sie alle ständig mit den üblichen Verdächtigen kopulieren kooperieren, und gleichzeitig die selben Produkte promoten?

Ein neuer Trend ist ja: Weg von den (scheinbar) reichweitenstarken Influencern, hin zu den kleineren Blogs mit Leben in der Bude. Die Währung „Followerzahlen“ wird abgelöst durch Relevanz und Qualität. Also ein Grund einmal darüber nachzudenken, ob man seine Themen nicht vielfältiger gestaltet und nicht nur über fliederfarbene Mascara berichtet.

Trotzdem…ich blogge, weil ich gerne über Pflegeprodukte berichte. Ich blogge auch, weil ich hier meine Gedanken mit vielen Menschen teilen kann. Ich blogge NICHT, weil ich Geld verdienen möchte. Mal sehen, ob das auch einmal wieder Trend wird? Bis dahin ist hoffentlich das Wort „Blogger“ nicht zum Schimpfwort geworden.

 

 

Fundstücke der Woche

Unglaublich, was ich im Stadtwerke Magazin gefunden habe. Also wirklich…der Helm ist dem Mann doch viel zu klein…

 

 

Helene Fischer (bzw. ihre Vermarktungsagentur) hat ein neues Duftwässerchen herausgebracht. Ich wollte nur kurz fragen: Die Warnhinweise beziehen sich auf das Parfüm oder auf Frau Fischer?

 

Das First Model…äh, die First Lady der USA hat ihr offizielles Portrait veröffentlichen lassen. Hmmm, tolles Signal: „Los Leute, Fake everything you can!“ Schlechtes Gewissen beim Photoshoppen? Ach was, Melania macht´s vor.

Das kann ich auch, mit Heiligenschein und so…

 

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram, DM, Stadtwerke Essen    Keinerlei Sponsoring)

9 Kommentare

  1. Diese gefakten Bilder schlagen mir aufs Auge. Ich scanne die Bilder ja immer nach einer kleinen „Ecke oder Kante“ an der der Blick dann hängenbleiben kann, aber da ist nichts mehr und das empfinde ich echt als unangenehm.

    Über das „Ende der Umsonst-Kultur“ musste ich auch lachen. Umsonst war da noch nie was…wobei….doch. Sparen ist umsonst. 😉

    Schau an, kleinere Blogs werden interessanter? Das erklärt ein paar Anfragen, die ich leider ablehnen musste/ ignoriert habe, weil mein Blog privat ist u. bleibt. Im Nachhinein ärgere ich mich nur, dass ich nicht nachgehakt habe, was eine der Kooperationen gebracht hätte, denn die Creme tauchte bereits auf verschiedenen Blogs auf und ist, natürlich, total super. Klar. Nichts anderes hätte ich erwartet. Es ist zum Kühe… ähm… Mäuse melken. Aber es strafft die Blogliste erheblich, fliegen nämlich immer mehr Blogs aus dem Feedreader und ich weiß gut geschriebene Reklameposts (Gruß an Ü50) mittlerweile echt zu schätzen.

    LG Anna

    1. Danke liebe Anna,
      Dein fast öffentliches Lob freut mich sehr. Sei lieber froh, dass Du bei der Schmiere abgesagt hast. Bei Verkaufsprovisionen von 25 % kommen die negativen Eigenschaften in den Berichten einfach zu kurz 😉

  2. Gratuliere zum Fahrrad!
    Falls du noch kein Schloss gekauft hast, investiere bitte in ein sehr gutes, besser in zwei. Damit du möglichst lange Spaß dran hast.
    Viel Freude beim Fahren!

  3. Jeder fakt seine Bilder…warum nicht auch die First Lady ?!

    Super Bild aus dem Stadtwerke Magazin ! Der Helm ist dem Mann wirklich zu klein 😉

  4. Ich kann nicht fassen das Du bisher kein Fahrrad hattest 🙂 Jetzt ist Essen ja nicht als top Fahrradstadt bekannt aber mal zum Bäcker oder eine Runde um den See…vielleicht fahren wir da mal gut gelaunt aneinander vorbei diesen Sommer 🙂
    Pst, mein Canyon Bike ist blau 🙂

  5. Ich weiß schon, warum ich der Bratwurst entsage *grins* Und bevor ich darüber nachdenke, warum sich Blogger nicht unter Wert verkaufen sollten, stellt sich doch die Frage, ob Blogger sich überhaupt verkaufen sollten. Und wenn sie das schon tun, dann vielleicht auch mal krude, alternative Fakten zur Versorgungslage armer Kälbchen recherchieren… ups. Aber bei 25 Prozent pro Cremepott muss das Zeug ja wirklich Wunderdinge können, damit man sich nicht unter Wert verkauft. Da beißt sich das Kalb dann in den Schwanz.
    Liebe Grüße
    Fran

  6. 🙂 Ich habe nichts dagegen ein gutes Produkt zu testen oder hier und da mal ein paar Euronen für meine Arbeit zu bekommen.
    Aber alles zu vermarkten und für jeden Post Penunse zu verlangen liegt auch nicht in meiner Denke.
    Solche Blogs werden dann irgendwann ziemlich langweilig.
    So gesehen würde ich mich freuen, fwenn Relevanz und Qualität vor Follower-Zahlen rückten.
    Viel Spaß mit Deinem neuen Fahrrad, liebe KK.
    Liebe Grüße 🙂

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