LIFESTYLE: HERR KK ERKLÄRT DIE WELT – TOTE HOSE UNTERM WEIHNACHTSBAUM

Weihnachten, das Fest der Liebe? Wie man´s nimmt. Der Heilige Abend wird gern als Fest der Liebe apostrophiert, was eher ein spirituelles, denn körperliches Beisammensein meint. Dabei wäre ein bisschen „Amore Mio“ ja ganz fein, denn der weihnachtliche Hüftspeck muss schliesslich auch mal abtrainiert werden. Doch da sind so einige Klippen zu umschiffen…

love-hearts

 

Glaubt man einer aktuellen Umfrage, dann haben die Weihnachtsfeiertage negative Auswirkungen auf Sinnlichkeit und Sexleben. Was? Wie kann das denn sein?

Schuld ist wieder einmal die Erwartungshaltung. Von klein auf wird uns eingebläut: „Zu Weihnachten wird es wundervoll, besinnlich, familiär und so rrrichtig schön!“ Wir werden bombardiert mit der Botschaft: Es geht allen um die Liebe, um die gemeinsame Zeit, alles wird gut, egal wie stressig die Vorweihnachtszeit auch war.

Und in der Realität? Da hört der Stress oftmals nicht am Heiligabend auf! Es kommen Gäste, es muss gekocht werden. Oder die Koffer für den Winterurlaub gepackt, aber die Kleine hat Fieber und der große keinen Bock. Gerne gibt es auch längeren Besuch, und Schwiegermütter sind gerne besonders zu Weihnachten arg schlecht gelaunt.

Wir nehmen uns alle so viel (Gutes) vor zu Weihnachten, doch das „Happy End“ fehlt oftmals. Nennen wir es beim Namen: Weihnachten ist eigentlich DER totale Lustkiller! 30% der Deutschen sagen, dass die Weihnachtszeit nur negative Auswirkungen auf ihr Liebesleben hat. Na Prost!

Einer der Hauptgründe: Es wird zu viel gegessen. „Nach den reichhaltigen Mahlzeiten habe ich keine Lust mehr auf Sex!“ Hm, da nehmen es wohl einige nicht so genau mit dem Fest der Nächstenliebe? OK, Bauch einziehen macht in hemmungsloser Ekstase auch nicht wirklich Freude!

Ein drittel der Befragten trinkt dann auch noch zu viel Alkohol, welcher ja in Mengen auch nicht gerade als Viagra-Ersatz bekannt ist.

Hängt die ganze Bagage aufeinander, ist es sowieso aus mit der glückseligen Zweisamkeit. „Die Familie stört“ hört man von knapp 40% der lustlosen Liebespaare. Na, meine Güte, was ist schon dabei, wenn man versonnen laut stöhnend zur Sache kommt, und ganz vergisst, dass Erbtante Erna im Nebenzimmer nächtigt. Hmmm?

Ganz bizarr fand ich: Kommen Frauen zu Weihnachten zurück in die Heimat, denken sie so oft und intensiv an verflossene Liebschaften, dass sich das ebenfalls in höchster Lustlosigkeit bemerkbar macht. Immerhin 29% der Frauen berichteten davon. Um Himmelswillen, was hatte denn nur der picklig-pubertierende Peter, was der schnieke Samuel heute nicht hat?

Aber gibt es eine Lösung aus diesem erotischen Endzeitszenario? Natürlich doch. Zunächst einmal mögen sich alle Singles nicht mehr so grämen. Diese doch ein wenig trostlose Pärchenumfrage offenbart Singles nämlich: Geht aus, trefft Leute, habt Spaß und landet womöglich im Lotterbett!

Den Paaren mit amourösen Ambitionen empfehle ich einfach über Weihnachten zu verreisen. Zu zweit! Ohne Kind und Kegel, wenn es sich denn machen lässt. 53% berichten nämlich, dass dies ihr Feiertags-Sexleben verbessert hätte. Na schau! Dann aber bitte auch die Handys aus, nicht das All-You-Can-Eat-Buffet wählen und auf solide Wände achten. Und die Minibar bleibt zu.

14 % halten sich im Hotel für bessere Liebhaber und 20 Prozent finden, dass ihr Partner in fremder Umgebung fantasievoller und potenter als in den eigenen vier Wänden ist. Nun könnten einige eingefleischte Christen einwenden, dass das Fest der Liebe eher ein spirituelles, denn körperliches Beisammensein meint. Das mag sein, aber warum sollte man das kirchliche Gedankengut nicht einmal beim Worte nehmen? „Drum jauchzet und frohlocket!“ Der „Ernst des Lebens“ beginnt ja eh spätestens wieder am 2. Januar…

Manchmal liegt der Hase aber auch ganz woanders begraben, aber dieses Terrain will ich heute nicht betreten, sondern umschiffe es mal mit einem guten Ratschlag von Henry Youngman:
„Einige Leute fragen nach dem Geheimnis unserer immer noch glücklichen Ehe. Wir nehmen uns zweimal in der Woche Zeit, gut essen zu gehen, tanzen, Zärtlichkeiten. Sie dienstags, ich freitags.“

 

 

 

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(Foto: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

8 Kommentare

  1. Schön geschrieben. Und so wahr. Was Weihnachten angeht, habe ich alle, aber auch alle Erwartungen abgelegt. Seither ist es so erträglich, wie ich es mir unter gegebenen Zwängen eben mache. Aber Amore zu Weihnachten? Erstmal überleben und nichts tun, was ich später bereuen werde und dann sehen wir weiter. 😎

    LG Anna

  2. Ich halte es mit Anna, habe keine Erwartungen und werde nie enttäuscht. Unsere Familien treffen sich zu einem großen Essen, jeder bringt etwas mit, egal ob selbstgekocht oder gekauft, dann essen wir alle zusammen und haben Spaß.
    Nur die Kinder werden beschenkt und es ist herrlich den ganzen Stress nicht mitmachen zu müssen.
    Kein Stress, kein Streit aber viel Liebe und alles was dazu gehört.

  3. Puh ja Weihnachtsstress… ich bin grade am umziehen und der 1 Weihnachtstaf wird zwischen Kisten etwas Deko und Baustaub verbracht. Wir schmeißen ganz rustikal den Grill an. ☺️

  4. Hallo lieber KK,

    Mich würde mal interessieren wo du die Zahlen (aktuelle Umfrage) gefunden hast. Das finde ich nämlich ganz wichtig um die Seriosität beurteilen zu können.
    liebe Grüße
    Claudia

  5. Oho Weihnachten! Ich versuche keine großen Erwartungen zu haben. Das ist extrem hilfreich und hält den Stress in Grenzen. Der Abend des ersten Feiertags gehört allein uns, das ist herrlich.
    Liebe Grüße Tina

  6. Köstlich, danke für die heutige Ermunterung =) Aber nein, kann ich nicht verstehen *lach* jetzt sind grad die Tage, an denen man mal frei hat und sich deswegen doch auch frei ausleben kann oder 😉

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