LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 09.12.2016

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Jeweils Freitags mache ich mir kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern (und einem teuflischen Lächeln)…

 

Darüber habe ich mich gefreut

Eigentlich würde man schreiben, dass man noch "keine Zeit hatte" die Weihnachtsdeko abzunehmen. Ehrlich: Ich bin zu faul gewesen bisher! Februar ist fast vorbei!

Oha, da kommt sie aber nun mit ganz großen Schritten: Die Weihnachtszeit. Eben habe ich mich noch über bunte Bäume und romantischen Nebel in den Tälern gefreut, und schon haben wir beinahe Mitte Dezember. Der dritte Advent steht an, und ich fühle mich noch gar nicht so richtig „weihnachtelig“, wenn ihr versteht.

Das mag auch ein bisschen am beruflichen Stress liegen, denn da läuft auch bei mir nicht immer alles so glatt, wie ich es mir wünschen würde. Dann stehen da auch immer noch die Umzugspläne im Raum. Wie gerne würde ich ständig am Laptop den Konsumkaiser bearbeiten, während meine Füße im warmen Sand pulen und mir eine sommerliche Brise um die Nase weht. Will sagen: Der ewige Frühling auf den Kanarischen Inseln wird wohl noch ein bisschen auf mich warten müssen.

Und auch ein Umzug nach Berlin wäre gerade jetzt eine willkommene Abwechslung. Aber als selbstständiger Coach nehme ich meine Kundschaft naturgemäß nicht einfach mit. Dazu habe ich mir hier viel zu viel aufgebaut, als dass ich das einfach so beiseite schieben könnte. Nein, so bin ich nicht, da bin ich „treu“.

Also keine großen Veränderungen im Jahr 2016, so muss man es auch mal sehen. Und die Einsicht, dass sich nicht immer alles ändern muss, nur damit man sich irgendwie wichtig und gefragt fühlt, macht mich auch wiederum froh.

Und jetzt, da ich diesen inneren „Unruheherd“ abgestellt habe, fange ich mal an, die weihnachtliche Jahreszeit zu genießen!

 

 

Darüber habe ich mich geärgert

kk-muskelberge

In Fitnessstudios kenne ich mich ja aus, da habe ich große Teile meines Lebens auch beruflich verbracht. Privat trainiere ich bei McFit, da kann ich unerkannt mein eigenes Training durchziehen.

Aber McFit ist auch eine der wenigen „Billig-Fitnessketten“, die durch manchmal großes Tamtam ganz gerne auf sich aufmerksam macht. Und so manches Mal habe ich schon den Kopf geschüttelt.

Momentan gibt es eine Kooperation mit der NADA (Nationale Anti Doping Agentur), die ich persönlich als unglaublich dummdreist empfinde. Gucken die sich bei McFit eigentlich mal einen großen Teil ihrer Mitglieder an? Und was propagiert dieser unmotiviert vor sich hin plätschernde McFit-TV-Kanal? Muskelberge, die (so vermute ich, rechtlich gesehen) niemals ohne anabole Steroide so hätten wachsen können. Mir geht diese unaufhörliche Muskelpropaganda von McFit mittlerweile gehörig auf den Keks, denn den gesunden Fitnesssport für Jedermann/Jederfrau scheint es dort nicht mehr zu geben.

In den Studios, in den firmeneigenen Medien und in Anzeigen werden Menschen vorgeführt, die kaum noch normal atmen können, weil sie unnatürliche Muskelmassen am Körper mit sich tragen (Johannes Luckas). Jungs, die vor drei Jahren noch Hänflinge waren, haben sich zu Bühnenposern hochgearbeitet, und ich kenne kaum einen ambitionierten Kraftsportler, der nicht schon mal wenigstens versuchsweise leistungssteigernde Substanzen missbraucht hat.

Meine Meinung dazu: Wer damit eine Hollywoodkarriere in Aussicht gestellt kriegt, Bitteschön. Soll er es tun, ist sein Körper. Allen anderen kann ich nur dringend abraten, denn nicht die gefährdete Gesundheit ist das größte Problem, sondern dass man sich zu einem Freak entwickelt. Ein echter Bodybuilder meint, er wird nun von der Gesellschaft bewundert, die ihn wahrscheinlich zuvor noch als mickrig und unzulänglich angesehen hat. In Wirklichkeit wird aber über solche Menschen weitaus öfter gelacht!

Und dann kommt McFit daher und „unterstützt den Kampf gegen Doping – auch im Freizeitsport“? Da lache ich gleich nochmal…schallend! Das ist Greenwashing auf Muskelebene. Führt eine Frau Regie bei einem Pornofilm, ist dieser ja auch gleich viel weniger Porno, ne? Cool, McFit!

 

Mein Beautygedanke der Woche

Konsumkaiser

Der Blogpost von gestern zum NIOD Serum hat es wieder gezeigt: Es gibt wirksame Kosmetikprodukte. Ähnliche Reaktionen kenne ich von HighDroxy und Teoxane. Das mag jetzt auch ein bisschen eine Filterblasenwahrnehmung sein, denn hier treffen sich ja nun mal eher „Gleichgesinnte“, aber die Reaktionen der LeserInnen (auch auf anderen Seiten) sind bei den klassischen Kosmetikmarken immer mehr…nun sagen wir mal „verhalten“.

Durch die INCI Bewegung ist schon viel passiert. Deutlich mehr Menschen achten darauf, was sie sich da ins Gesicht und auf ihren Körper schmieren. Manchmal so arg verstrahlt, dass es dann in meinen Augen schon wieder unlustig wird. Ihr kennt meinen Standpunkt: Pflegeprodukte brauchen auch einen gewissen Fun-Faktor, und den lasse ich mir durch akribisch durchdeklinierte INCI Listen nicht kaputt machen. Aber ein bisschen muss sein, das weckt das Bewusstsein für die Einsicht, dass es tatsächlich echt schlechte Pflegeprodukte auf dem Markt gibt!

Teuer=gut, billig=schlecht gilt schon lange nicht mehr. Trotzdem muss ich sagen, dass ich lieber ein wenig mehr Geld ausgebe, denn solche Marken wie „The Ordinary“ sind mir schlichtweg nicht geheuer. Zu solch billigen Preisen Kosmetik zu produzieren finde ich eigentlich nicht so ganz richtig, denn Deciem, die Mutterfirma, verdient ihr Geld mit den anderen Brands, wohl kaum mit „The Ordinary“, da wird wahrscheinlich eher noch draufgezahlt.

Doch im Bewusstsein der Käufer setzt sich dieses Preisgefüge fest! „Siehste, geht auch gut und günstig!“ Das kann aber so nicht stimmen, denn jeder, der schon einmal versucht hat ein Geschäft zum Laufen zu kriegen weiß: Das kostet Geld. Viel Geld. Und das wächst bekanntlich nicht auf Bäumen. Ein junges Start Up hat nicht zwei, drei gut laufende Nebenbrands, die das Mittagessen schon einspielen. Da wird der Gewinn gleich wieder in die Firma gesteckt, und wieder und immer wieder. Wenn da am Monatsende noch genug für Löhne und das eigene Wohlergehen übrig ist, dann nur, weil man eben auch gewisse Preise ansetzen muss. Sonst geht es den tapferen Firmengründern wie den armen Milchbauern! Und das ist schon Skandal genug.

Halten wir fest: Kosmetik kann was, man muss nur danach suchen. Kosmetik muss auch nicht teuer sein, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Wirklich sehr teure Kosmetik ist oftmals purer Luxus, der dem Ego mehr als der Haut schmeichelt. Billige Kosmetik ist oftmals einfach auch billig produziert und hat keine Innovationen zu bieten. Wie auch, die müssen bezahlt werden!

Meine Schmerzgrenze ist mittlerweile bei etwas über 100 Euro. Das bin ich noch bereit zu zahlen, denn aus Erfahrung kann ich sagen, dass deutlich teurere Produkte höchstwahrscheinlich keine bessere Haut zaubern können! Dann ist das Geld wirklich besser beim Beautydoc oder einem schönen erholsamen Urlaub angelegt! Wirklich.

 

Und an alle, die heute Morgen nicht aus den Federn kamen: Das geht nicht nur uns Menschen so…

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram, Youtube    Keinerlei Sponsoring!)

 

 

 

9 Kommentare

  1. Meine Schmerzgrenze, die Kosmetikpreise betreffend, liegt ein bisschen weiter unten as deine und natürlich sind mir günstige Sachen lieber – aber nur, wenn sie wirkich richtig gut sind. Wenn ich dann noch einen Blick auf die INCIs werfe (Silikon in der Gesichtspflege ist mein No-Go, da kommt mir mit der BB-Creme einfach zu viel „Kleister“ zusammen), scheiden erstaunlich viele (günstige u. teure) Sachen von vornherein aus und irgendwie bin ich die Sucherei auch leid. Aber mit deinen Empfehlungen bin ich bisher immer gut gefahren. Ich sage nur: Lipid’Or. Meine Mischhaut liebt es und hat die Haut nach dem D LIght Fluid in letzer Zeit doch recht schnell geglänzt und mir insgesamt nicht mehr so gefallen (auch winter u. hormonell begint, schätze ich), ist das Öl einfach perfekt. Bin offenbar einfach ein Öl-Typ. 😉

    @Muckiberge: Ich bin momentan froh und dankbar, dass hier jemand dank heftigem Schulpensum/endlos langer Schultage und Vereinssport keine Zeit für seine Muckibude (die andere Billigkette mit X) findet. Denn sobald er 1-2x dort war, haben wir wieder das Thema „Masse aufbauen“. Klar. Verglichen mit solchen Muskelbergen sieht ein sportlich-schlanker Teenie wie ein Spargeltarzan aus und da ist es auch schei**egal, was die Mutter sagt. Aber dass so ein Körperbau (wie oben gezeigt) nicht jedem auf normalem Weg gegeben ist, bekommste nur schwer rein in den Kopf.

    LG und ein schönes Adventswochenende!

  2. Hallo und guten Morgen,
    Dein Trendbarometer gehört inzwischen zu meinem festen Freitagsritual dazu. Ohne fehlt mir was 😉
    DANKE dafür – und für die Arbeit die hier im Blog steckt!! 💐
    Mit den Muskelbergen hast du ja so recht. Was ich aber so schlimm finde ist, dass die Zielgruppe bei dem Laden ja eher jünger ist und daher dieses verquere Bild von Fitness und Gesundheit in den Köpfen festsitzt. Ich finde das eher „krank“.
    Sport ist dazu da um gesund zu bleiben, sich gut zu fühlen und Spaß zu haben. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen dass es Spaß macht mit den riesigen Muskelbergen herumzulaufen. Und nicht mehr so richtig beweglich zu sein. Weil die Muskeln im Weg sind…
    Mein Trainer im Fitti war in den 80ern auch mal so drauf. Er sagt heute: das würde ich nie wieder tun. Und propagiert einen sanften Sport, in dem man natürlich auch mal an seine Grenzen geht, es aber auf keinen Fall übertreibt.
    Deine Meinung zu dem ganzen Fitness- und Muskel/Optimierungswahn hat mich schon länger interessiert.
    Ich wünsche dir ein schönes drittes Adventswochenende!
    Nicole

  3. Hallo,
    ein schnuckeliges Sixpack ist ja was Schönes, aber Muskelberge wie die der professionellen Bodybuilder finde ich sogar ausgesprochen unattraktiv. Ich möchte nicht mit einem so überdimensionierten Berg …äh… Mann an meiner Seite durch die Stadt laufen. Lieber ein sportlich- athletischer Normalo ohne Bierbauch, der sich locker und flüssig bewegen kann. Noch abschreckender sehen m.M.n. überentwickelte Muskelpakete bei Frauen aus, aber das ist vielleicht auch das Ziel der Damen.
    Ansonsten ist mir z.Z. sehr danach, den Koala zu geben… Wird Zeit für den Weihnachtsurlaub. 😉 Liebe Grüße!

  4. Lieber Konsumkaiser,
    Ich hab mich so an deine Beiträge gewöhnt!
    Außer den vielen nützlichen Tipps und deiner witzigen Art zu schreiben, mag ich es besonders, dass deine Beiträge so regelmäßig erscheinen, was bei anderen Bloggern durchaus nicht immer der Fall ist. Bei dir kann man sich drauf verlassen, Freitags ist KK-Zeit.
    Ich bin mit Produkten von The Ordinary sehr zufrieden. Ich wende gerade Matrixyl und das Hyaluronsäure Serum an. Die Marke habe ich natürlich über deinen Blog kennengelernt. Danke.
    Übrigens, solltest du nach Berlin ziehen, musst du unbedingt zu Kuchen- Kaiser am Oranienplatz in Kreuzberg gehen.
    Liebe Grüße Nora

  5. Lieber Konsumkaiser,
    ich muss mich hier einfach mal bedanken für deinen Blog. Für mich ist es so schwierig, gute Pflegeprodukte zu finden, weil ich eine Allergie gegen Phenoxyethanol habe – und das ist ja fast überall drin… Dank dir habe ich Highdroxy entdeckt, das ist im Moment mein Liebling. 🙂 Sehr hilfreich ist natürlich auch, dass du die INCI der getesteten Produkte immer dazuschreibst.
    Viele Grüße, Ida

  6. Huhu,
    Du sprichst mir heute aus der Seele, ein Geschäft aufbauen kostet Geld und Nerven. Es gibt gute und schlechte Tage.Heute war mal ein guter Tag:)
    Apropo bei Mc Fit habe ich mich nicht angemeldet, weil ich mich da total unwohl gefühlt habe. Jetzt habe ich eine andere Kette gefunden die noch nicht so sehr bekannt ist Schwimmen + Fitness, bei euch in Essen gibt es die wohl auch. Gestern erfolgreich Trx Training absolviert und ich kann mich heute kaum bewegen. Montag geht es dann noch mal mit Aufsicht weiter.
    Weihnachtsreif fühle ich mich auch noch nicht, morgen backe ich das erste Mal Kekse dieses Jahr- sündige Snikerdoodles oder Zimt Kekse genannt.

  7. Berlin? Wird überbewertet, ehrlich! Da ist die Luft raus, nur noch Kulisse. Sag Bescheid, wenn Du mal für eine paar Tage da bist, länger lohnt nicht, es sei den man hat spezielle Interessen, die nur dort bedient werden, aber insgesamt ist es auch nur ein Kaff wie andere. Ich bin mit durch – schade eigentlich, aber ich fühle mich nicht mehr wohl. Vielleicht ist es auch das Alter *ggg*
    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

  8. Ich bin auch noch gar nicht in Weihnachtsstimmung und das finde ich richtig traurig. Die letzten Jahre hat es oft geholfen, Michael Buble oder Mariah Carey zu hören, um zumindest ein paar Gefühle rauszukramen. Aber ich fürchte, es lässt sich einfach nicht erzwingen.

    Diese Muskelberge halte mich auch davon ab, in eine der günstigen Fitnessketten zu gehen. Leider muss ich sagen, denn die teuren kosten hier in meiner Gegend das 4-5 fache und das übersteigt meine Schmerzgrenze. Aber ich fürchte eben, man wird wirklich blöd angeschaut oder mitleidig belächelt, wenn man nicht ähnlich aussieht und das würde mir jeden Spaß rauben.

    Ansonsten fühle ich mich momentan auch wie ein Koala. Diese Woche bin ich abends einfach zweimal komplett eingeschlafen mit laufendem Fernseher und ohne jede Gesichtspflege, die eigentlich das tägliche Ritual vor dem Einschlafen ist. Und morgens wacht man durch den fiesen Wecker auf und ist trotzdem nicht fit. Es wird Zeit für den Frühling. 😀

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

  9. Ich habe schon oft gedacht, dass es auch für etwas gut sein kann, wenn es mal nicht so läuft wie geplant/erhofft; sowohl beruflich als auch privat.
    Wenn ich damals vor vielen Jahren nicht mein Studium nach einem Jahr abgebrochen hätte( und ich habe lange gedacht, nur dieser Beruf könnte es werden, über ein Jahr hatte ich auf den Studienplatz gewartet; damals hatte ich richtig Angst, einen großen Fehler gemacht zu haben), dann das Studienfach und den Ort gewechselt habe, hätte ich meinen Mann nicht kennengelernt ( 1994); vielleicht wäre mein Leben dann nicht so schön verlaufen, wie es bislang lief.
    Auch sonst haben sich so manche Träume zerschlagen, ich habe mich immer als Mutter mit drei Kindern gesehen und war lange Jahre richtig enttäuscht, dass es dann bei zweien blieb. Schlecht habe ich mich gefühlt und unzulänglich.
    Heute macht mein kleiner Sohn sehr viel Sport, ich unterstütze ihn begeistert und viele, viele Nachmittage und Wochenenden sind wir unterwegs; jetzt bin ich heilfroh, nicht auch noch auf jemanden kleineren Rücksicht nehmen zu müssen 😀.

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