LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 13.05.2016

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Jeweils Freitags mache ich mir kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern. Und JedeR kann gerne die Stichpunkte aufnehmen und selbst beantworten oder ergänzen, los geht´s…

 

Darüber habe ich mich gefreut:

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Alarm abblasen, meine Hautveränderung war harmlos, wurde entfernt, und es gab auch keine weiteren Male, die Grund zur Beunruhigung hätten bieten können. Puh! Gute Nachricht, aber trotzdem sollte man sich nun nicht in Sicherheit wiegen. Bitte nutzt alle die kostenlose Möglichkeit des Hautscreenings alle zwei Jahre! Da wir hier ja wohl mehr oder weniger alle die 80er Jahre miterlebt haben, und dort womöglich auch unser Sonnenkonto arg strapaziert haben, ist die Generation „Tiefenbraun“ in höchstem Maße gefährdet eine ungute Hautveränderung zu entwickeln. Mein Gespräch mit der Hautärztin war klar: Früh erkannt kann man sehr viel gegen zB. ein malignes Melanom tun (der schlimmste Fall). Unentdeckt breitet sich das dann womöglich aus und bedeutet keine gute Prognose!

Auch auf Sonnenschutzprodukte fallen wir alle viel zu sehr herein, weil sie uns in einer trügerischen Sicherheit wiegen: Auch mit LSF 50 wird unser „Sonnenkonto“ belastet, Schäden können vom Immunsystem aber irgendwann nur noch fehlerhaft behoben werden. Und dann kann es eben zu Hautkrebs kommen. Muss nicht, aber es kann, und mit jeder Sonnenbestrahlung steigt das Risiko. Also Kleidung, Hut und Sonnenbrille nicht vergessen!

Was ich auch ganz formidabel fand, war der Einwurf der Ärztin, welcher auch mein Lieblingssatz ist: „Die Dosis macht das Gift!“ Ohne Sonne können wir nicht, das muss man ganz klar so sehen. Eine gesunde Dosis UV ist der gesamten Gesundheit zuträglich, dabei gilt wirklich „weniger ist mehr“. Aber zumindest verteufelte sie nicht die Sonne vollständig, wie es ja so einige Experten tun. Leider!

Zum Glück hat sich mittlerweile ja auch das entsprechende Schönheitsideal verändert, und über brutzlig-braune Grillhähnchen kann man eh nur noch müde lächeln.

 

Darüber habe ich mich geärgert:

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Zuerst mal, soll jeder machen wie er/sie mag. Solange die Mitmenschen dadurch nicht benachteiligt werden, bin ich sehr offen für Neues und auch Verrücktes. Hat man dürre Strichlippen, so kann ich das auch voll und ganz verstehen, dass man von vollen Lippen träumt. Aber mal ehrlich: Braucht es ein Aufplustern to-go? Auf der Düsseldorfer KÖ gibt es jetzt eine ambulante Tagesklinik, die einfach hereingelaufenen „Patientinnen“ (keine Ahnung, ob da auch ein paar Männer hingehen) ne dicke Lippe verpasst. Man zieht ein Nümmerchen und wartet ein paar Stunden, und mit viel Glück kommt man mit nem fetten Schlauchboot wieder raus – wenn man denn noch durch die Tür passt. Wie üblich in Düsseldorf darf´s hier gerne „ein bisschen mehr sein“, und dieser Metzgervergleich kommt nicht von ungefähr.

Mal gaaanz davon abgesehen, dass ich (und die meisten Männer) extrem aufgespritzte Lippen höchst unansehnlich finde, wird hier auch kaum beraten, und alles ist ein kleiner Gag in der Mittagspause. Echt jetzt? Wie Geldgeil muss man da sein? Ist sowas eigentlich noch wirklich mit der Ärzte Ethik vereinbar? Denn da bricht doch ein Damm. Erst nur die Lippen als Einstiegsdroge, dann der Rest, wie Botox und Co. Und das ebenfalls ohne gründliche Beratung, im „to-go Rhythmus“, ohne einmal gründlich drüber zu schlafen?

OK, plustert die Lippen auf, aber wundert euch hinterher nicht, wenn irgendwas schief läuft, und der Mund ebenso aussieht. Oder dass so mancher Zeitgenosse denkt: „Wie billig!“ Ich denke das jedenfalls, sorry.

 

Mein Fashion-Gedanke der Woche:

KK GNTM

Ich schreibe diesen Artikel wirklich gerade am Donnerstag, kurz vor 19:00 Uhr. Gleich kommt das Finale von „GNTM“ aus Mallorca. Und weisste was? Ich gucks net. Nee, besten Dank, aber ich hatte heute schon ne Magenverstimmung. Auch noch aus einer Arena auf Malle. Hach, warum nicht gleich aus dem „Megapark“, oder wie diese Suffspelunken mit Trottelmusik dort so heißen. Der Hayo wäre wohl nicht reingekommen, selbst der Ballermann hat eine gewisse Ehre, und Lumpen mag man auf Mallorca eh nicht. Der andere Juror…äh??? Mi…Mi…Mi….Michaela(?) wäre ebenfalls nur mit Problemen reingekommen, weils Michalskychen vor der Tür sicher noch n Ströphchen geweint hätte.

Nee, ich bin froh, dass dies nun ein Ende hat, da komme ich wenigstens nicht in die Versuchung doch mal reinzuschauen, ich bin so schwach! Und bei dem was uns in dieser Staffel geboten wurde, ziehe ich mir lieber schön langsam die Zehennägel aus den Zehen, mit ner rostigen Zange und auf nem Fakirbrett (mit nacktem Hintern) sitzend.

Danke, dass ich nun Dinge kenne wie „Honey“, oder prollige Gangsta-Verschnitt-Ischen, die nur darauf warten ihre Lebensgeschichte (abgebranntes Haut, angebrannte Pizza, verkokelter Eyeliner…) für ihre Charakterschwächen verantwortlich zu machen. Huaahh, da schüttelt´s mich. Hat einer mal so ein „Blitz-Dingsbums“ – ich würde da gerne was löschen in meiner Birne?

 

Fundstücke der Woche:

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Nein, und nochmals nein! Loubous können noch so eine Wirkung auf Frauen haben, die Männerlatschen sind einfach  Pee Pee (platt & prollig). Mit den Tretern hier würde ich mich übrigens wie Hugh Hefner mit Bademantel fühlen. Warum gibt es immer noch diese grässlichen Palastschuhe, mit muffigem Käsemauken-Pantoffelappeal? Und diese unsäglichen Wappen? Die hatte ich in den 80ern mal auf nem Sakko, schrecklich „kapitänig“. Ich hätte nur noch nen Raben auf der Schulter und nen Haken als Hand gebraucht.

 

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Oh wie ich dieses Verkaufspersonal liebe. Steht gelangweilt an der Wand, unterhält sich schweigend mit vergeistigtem Augenaufschlag, und mustert den Kunden unverhohlen. Und dann will dieser Störenfried auch noch nen Umtausch! Die 600,00 Euro Jeans war wohl ne Nummer zu klein, was? „Pech gehabt, größer gibt´s das HIER nicht. Wo kommen wir denn da hin? Demnächst besuchen uns noch Elefanten zur besten Einkaufszeit? Versuchen Sie´s doch mal bei „Big Bock“…oder im Zeltverleih, die Straße runter.“  Düsseldorf ist eine tolle Schule für alle mit Minderwertigkeitsproblemen. Come! And Enjoy!

 

 

Schöne Pfingsten!

 

 

 

 

 

(Fotos: Konsumkaiser, Instagram     Keinerlei Sponsoring)

 

 

 

5 Kommentare

  1. Wie gut, dass die Hautveränderung harmlos war. Da fällt viel Ballast auf einmal von einem ab. Ich bin noch nen Hauch jünger als du, aber auch ich wurde höchstens mal mit LSF 10 am Mittelmeer eingecremt und das Zeug hab ich nie vertragen und Pusteln bekommen… Ich sollte auch mal wieder zum Hautarzt. Danke für den Hinweis.
    GNTM hab ich 2-3x kurz gesehen. Spätestens, wenn Heidi mit ihrem Kunstgrinsen aufgetaucht ist, musste ich wieder wegschalten. Das „Oberbayern“ hätte doch sicherlich gereicht fürs Finale, oder? Sind da nicht sowieso nur noch Freunde und Verwandte der Teilnehmer im Publikum?? 😉 In diesem Sinne: ein botoxfreies ESC-Pfingstwochenende! 😉

  2. Puh! Und dabei dachte ich immer, Düsseldorf wäre DIE Modestadt – pardon! – fashion-town, die die schönsten Läden NRWs hat. Was nutzt allerdings der schönste Laden, wenn das Verkaufspersonal sich schweigend mit vergeistigtem Augenaufschlag unterhält und den Kunden als Störenfried betrachtet (ich lasse mir gerade dieses „sich schweigend unterhalten“ auf der Zunge zergehen – das muss mir erst noch jemand lernen! – und gehe mal davon aus, dass auch die Bezeichnung „Verkaufspersonal“ bewusst so gewählt wurde;-).
    Mit besten Grüßen von einer Verkaufsmitarbeiterin, die gerne ihren Job macht und der mal gelernt wurde den Kunden als „Gast“und sich selbst als „Gastgeberin“ zu betrachten, (es gibt natürlich auch ab und an ungehobelte Gäste, das nur am Rande… 🙂

  3. Uff !! Freut mich zu hören, dass es nichts Bösartiges war. Und genau: das rechte Maß ist wohl ausschlaggebend. EIn bisschen in die Sonne möchte man ja schon auch weiterhin, es macht einfach gute Laune und tut gut.
    Tja, ich komme soeben vom Hautarzt, Botoxspritze, aber nur ein ganz bissi in die Zornesfalte, damit ich wieder freundlicher gucken kann. Da helfen nämlich auch die teuersten Cremes nüschte. Aber die Lippen… niemals ! ich finde es sieht immer blöd aus, und man sieht immer, dass es nicht echt ist.

  4. Hach, wieder sehr lustig beschrieben, klasse.
    Ich bin süchtig nach deiner bissigen Schreibe. Und Schlauboote als Lippen finde ich auch lächerlich. Genau wie aufgepumpte Hupen, sorry, aber da fürchte ich mich eher vor. Die Kerle, die sowas sehr mögen, müssen einen üblen Komplex haben.

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