LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 27.08.2015 * DIE NOSTALGIE-EDITION

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Kennt Ihr auch noch diese “In- und Out- Listen” aus den 80ern? Daran angelehnt mache ich mir jeweils Freitags kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern.  Und JedeR kann gerne die Stich(el)punkte aufnehmen und selbst beantworten oder ergänzen. Heute einmal ein wenig nostalgisch, mit allerlei Rückblicken. Los geht´s…

Darüber habe ich mich gefreut:

KK Polo Sport RL

Neuauflagen von Düften sind so eine Sache. Meist werden sie mit anderen Inhaltsstoffen produziert (billiger!), und oftmals werden natürliche Essenzen ausgetauscht für künstliche. Dementsprechend riechen Düfte, die man noch vor vielen, vielen Jahren geliebt hat plötzlich ganz anders. Nicht wirklich schön, denn mit Düften verbinden wir so viel: Emotionen, Gedanken, tiefste Trauer oder himmelhohes Jauchzen!

Mein erster Duft, den ich in meiner Zeit in New York kaufte und danach immer (IMMER) trug, war Polo Sport von Ralph Lauren. Der typisch blaue Duft. Er riecht wie das Meer an einem strahlend blauen Tag, mit einer steifen Briese, die das Wasser mit weißen Kronen verziert.

Die Neuauflage dagegen riecht wie die chemische Reinigung von nebenan! Katastrophe!

Was bin ich durchs Haus gehüpft, als ich letztens eine Art „Erinnerungsbox“ aufmachte. Mir kamen viele schöne Fotos und andere Erinnerungsstücke entgegen. Und…eine noch nicht angebrochene Flasche Polo Sport! Vorsichtig habe ich den „Status“ erschnüffeln wollen…und FLASH! Da waren alle Erinnerungen, alle Gefühle, die Sonne, der Schnee, alle Tränen und jeder Wutausbruch wieder da! Wie herrlich, die Flasche mitsamt dem (für mich) kostbaren Inhalt war völlig in Ordnung und wirkte so frisch wie vor 20 Jahren. Wem auch immer ich dafür danken kann…Danke!

 

Darüber habe ich mich geärgert:

KK Sad

Flüchtlings-Katastrophe! Brauner Terror unter uns. Ich nenne es mal beim Namen, auch wenn die Politiker dieses und anderer Länder seltsam wohlwollend alles unter den Tisch zu kehren versuchen. Es hört sich dort immer so an, als wäre dem Problem beizukommen. Das ist es nicht, ich glaube da nicht dran. Es sind auch nicht nur ausschließlich Nazis, die mittlerweile völlig enthemmt den Flüchtlingen die grausame Hölle heiß machen (wortwörtlich). Es ist der große Querschnitt der Bevölkerung, mit all der Unzufriedenheit, die seit Jahrzehnten schwelt. Politikverdrossenheit bricht dazu mit der Kraft eines Tsunamis über uns alle herein.

Frau Merkel kann das nicht mehr nur noch Aussitzen, und die Pseudo-Auftritte mit guten Worten und hölzernen Gesten werden bald auch nicht mehr reichen. Das Schlimme: Ich weiß auch keinen Rat, außer, dass wir alle menschlich bleiben müssen! Auch wenn Schweiger und Gabriel medienwirksam eine schicke Allianz geschmiedet haben, und diese beim Rosé im noch schickeren Soho-House in Berlin vor Kameras gefeiert besprochen haben. Dass Gabriel gerade als Wirtschaftsminister die Waffenexporte nach Arabien und Nordafrika verdoppelt hat wird verschwiegen und nährt die von mir oben genannten Punkte!

Meine Eltern kamen auch aus dem Osten, wurden in Deutschland herzlich aufgenommen. Nur weil sie sauber gekleidet waren, keinen Schmutz unter den Fingernägeln hatten, und den gleichen Gott anbeteten, wie die Bevölkerung im Wirtschaftswunderland?

Heute sind wir hier kein Wirtschaftswunder mehr. Meine Eltern konnten sich hocharbeiten, was bleibt den Flüchtlingen? Wird es reichen an die Menschlichkeit zu appellieren?

 

Fundstück der Woche:

Ich schäme mich! Ich bin so faul! Ich beherrsche eigentlich die deutsche Rechtschreibung (meist ohne Probleme) und kann auch eine Rechtschreibprüfung bedienen (das hört sich wichtig an, ne?), trotzdem bin ich faul und lese fast nie Korrektur. Dann passieren eben manchmal „Klöpse“, die echt peinlich sein können.

Hier unten gibt es ein prima Beispiel. Ich liebe sowas!

2015-08-11 18.33.42

 

Fashion Fundstücke der Woche:

Hach, der erste echte Liebeskummer. Das hinterlässt Spuren…Narben. Bei mir war es dann mit Anfang Zwanzig soweit! Dabei ist folgende Photoserie entstanden, und der Song, der mein Herz immer und immer wieder brechen lies, war „Come live with me“ von Heaven 17.

Das Leiden in meinem Blick war „very Editorial“, Hemd und Anzug von Armani.  😉

KK Nostalgie8.1.1

KK Nostalgie1.1

KK Nostalgie6.1

KK Nostalgie4.2

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram   Keinerlei Sponsoring.)

 

30 Kommentare

  1. Danke, das sind ja mal ausdrucksstarke Fotos. Ganz schön intensiv, der Blick (das kannst du heute noch). Ich hatte eine Gänsehaut, zusammen mit dem geilen Heaven 17 song!
    Ein richtig tolles Trendbarometer wieder einmal.

  2. Ha, dann mußte er die Torte nicht teilen 🙂

    Ist es nicht seltsam sich selbst wiederholt diesem Schmerz auszusetzen indem wir immer wieder die Lieder anhören oder Filme ansehen die an die Liebste/Liebsten erinnern? Grenzt an Masochismus. Wunden verheilt , Narben geblieben.
    Trotz melancholischem Blick eine schöne Fotoserie 🙂

    Zum Thema Flüchtlinge: Meine Großmutter und Mutter mußten sich 1945 im Wald verstecken und mit Laub zudecken um nicht zu erfrieren! Es erzeugt Unmut in mir wenn so manch Flüchtling Ansprüche stellt wie z.B. Zigaretten haben wollen, Handy haben wollen ,Essen schmeckt nicht. Als Kind sammelte meine Mutter die von jemanden anderen ausgespuckten Kirschenkerne vom Boden auf, um daran zu lutschen um den entsetzlichen Hunger zu stillen. Entschuldigung, aber das mußte jetzt raus und mich bitte nicht mißverstehen.

    Ein schönes Wochenende und lieben Gruß aus Wien

    Regina

  3. @Regina: Das waren aber auch andere Zeiten. Und ich glaube nicht, dass es viele Flüchtlinge gibt, die nach Zigaretten und dergleichen verlangen. Es gibt immer solche und solche, aber verallgemeinern bedeutet auch zu hetzen.
    @kk: Du siehst heute definitiv besser, männlicher aus. Dieser Modellook ist so austauschbar, heute bist du ein Original. Ein sehr ansehnliches noch dazu. 🙂

    1. @Herr von Bingen: einfach sagen das waren andere Zeiten gilt für mich nicht! Meine Mutter und Großmutter sind Flüchtlinge aus Schlesien gewesen. Ich will hier nicht schreiben, was sie alles durchmachen mussten, ehe sie in Erfurt damals wieder eine Bleibe gefunden haben. Sie kamen ja nicht in ein Land wo Wohlstand herrschte, sondern sie mussten ja auch alles wieder mit aufbauen und viel hungern! Heute hat meine Mutter Demenz, liegt den ganzen Tag im Bett im Pflegeheim. Dort ist nicht genug Personal, meine Schwestern gehen j e d e n Tag nach Feierabend hin, um wenigstens das Abendbrot in Ruhe zu geben, da das unterbesetzte Personal total überfordert ist, die Heimbewohner alle optimal zu versorgen und ihnen über den Tag genug Essen und vor allem zu Trinken zu geben! Meine Mutter ist schon aus dem Bett gefallen, weil vergessen wurde das Gitter am Bett hochzumachen-weil es eben vergessen wurde…. Ich nehme jetzt das Beispiel Pflege, was wurde schon überall in den Medien diskutiert, weil angeblich nicht genug Geld vorhanden ist, obwohl wir für diesen Heimplatz sehr viel zahlen! Ich könnte noch Wohnungen anführen – wohl dem der Eigentum besitzt! Als Mieter finden sie doch keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Wer schafft sich denn heute noch Kinder an – sie bekommen keine bezahlbare Wohnung für eine Familie! Noch Fragen? Ich bleibe auf alle Fälle menschlich, aber ich lasse mich nicht in eine falsche Ecke stellen, nur weil es in unserem Land zu viele Probleme gibt, die längst hätte gelöst werden können. Weil diese nicht gelöst worden sind, sondern, siehe auch z.B.Steuerverschwendungen, vieles nur ausgesessen werden soll, glaube ich nicht, dass wir das große Problem Flüchtlinge je in den Griff kriegen werden! Das kann von mir aus gern auch jemand falsch verstehen. @ Regina Ich bin ganz bei Ihnen, ich weiß genau was sie meinen! Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

      1. @Kristina:

        Ich verstehe deinen Post (hoffentlich 🙂 ) nicht falsch und kann viele, der von dir angesprochenen Punkte nachvollziehen. ABER das, was du hier beschreibst steht sinnbildlich für einen Denkfehler vieler Menschen in diesem Land, der mir echte Magenschmerzen bereitet.
        Wir haben massenhaft „eigene“ Probleme im Land, gerade was Sozial- und Bildungspolitik betrifft, das ist nicht von der Hand zu weisen und ist ein Armutszeugnis. Doch anstatt laut und kreativ zu werden, um gegenüber der Politik auf diese Missstände hinzuweisen bzw. sie nicht länger als gegeben hinzunehmen, schlucken wir diesen Frust jahrelang hinunter, um nun (mehr oder weniger unbewusst) die dramatische Flüchtlingssituation als Katalysator zu missbrauchen. Es ist erschreckend, welche Energie manche Menschen (Ich nenne sie auch gerne „Idioten“) darauf verwenden können, braune Hetze zu verbreiten oder gewalttätige Demos vor Asylunterkünften zu organisieren, wenn doch friedlicher, kreativer Massenprotest an die richtige Adresse –> Regierung, viel mehr bewegen könnte. Die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Iran, Nigeria, Ghana etc. können nichts für unsere Unfähigkeit, uns vernünftig Gehör zu verschaffen – sie wollen nur überleben. Übrigens trägt unsere Regierung eine große Mitschuld an dem Leid der Menschen. Wie der KK schon anmerkte, liefern wir immernoch zu viele Waffen in diese Krisengebiete, wo sie – ach oh Wunder – beim IS landen. Durch Handelsabkommen mit afrikanischen Staaten nehmen wir den Menschen dort jegliche Arbeits- und Lebensgrundlage. Sie können ihre Erzeugnisse nicht mehr auf den Märkten verkaufen und dürfen zum Dank unsere Fleischabfälle zu horrenden Preisen kaufen. (Ehrlich Leute, das würde bei uns NIEMAND essen).

        So musste das mal loswerden. 🙂
        Allen noch ein schönes sonniges Wochenende!

    2. Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass diesen Menschen geholfen werden muss, auch wenn es mir persönlich lieber wäre, man würde sich mehr um die Beseitigung der Fluchtgründe kümmern, weil das nachhaltiger wäre. Aber vorgestern haben die 700 hier lebenden Flüchtlinge überlegt in den Hungerstreik zu treten, weil ihnen die Zustände im Camp nicht zusagten. Da kommt dann bei mir doch ein wenig Unverständnis auf. Anstatt froh zu sein, dass sie jetzt hier in Sicherheit sind, zeigen sie die absolute Undankbarkeit. Das muss bei Leuten, die ihnen ohnehin nicht wohlgesonnen sind, natürlich noch negativer auffallen.
      Also klar Verallgemeinerung ist selten angebracht, aber hier waren es eben 700 Menschen auf einmal und damit ein Beispiel das Reginas Aussage stützt.

      1. Hallo Christian! Bin vollkommen bei dir was die Beseitigung der Fluchtgründe angeht und möchte mir auch nicht anmaßen, die genauen Gründe für den angedrohten Hungerstreik der Flüchtlinge in deinem Ort zu kennen, aber kennst du sie?
        Fakt ist, dass viele Gemeinschaftsunterkünfte heillos überlaufen sind. Hunderte von Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten, Anschauungen und Religionen müssen auf engstem Raum leben und schlafen. Sie müssen sich auch die wenigen sanitären Anlagen teilen und es gibt für sie keine Privatsphäre – keinen Raum zur Entfaltung oder Verarbeitung ihrer Erlebnisse. Dies mag auf einem 3-Tage- Festival einen gewissen Charme haben, ist aber in der Realität nur schwer auf lange Zeit zu ertragen.
        Soll kein Angriff auf dich sein, nur ein Gedankenanstoss! 🙂

        1. Die Gründe wurden klar benannt, es ist zu voll, es gibt zu wenig zu essen, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, da da Menschen mithelfen, die ich kenne und die solche Missstände sicher mal erwähnt hätten, und es stört sie, dass sie zu lange dort bleiben müssen, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Wenn ich persönlich aus einem Land geflohen wäre, wo offenbar mein Leben derart in Gefahr war, dass es nicht anders ging, wären die genannten Gründe für mich ertragbare Lapalien, solange ich keine Angst mehr um mein Leben haben muss. Und das ist ja in Deutschland weitestgehend garantiert.

          Ich will nicht runterspielen, dass das alles keine Dauerlösung ist, aber man sollte unseren Landesregierungen erstmal die Chance geben der Lage Herr zu werden. Das ist schließlich eine gewaltige Herausforderung, deren zufriedenstellende Bewältigung noch einiges an Zeit brauchen wird. Und dann gleich zu drohen, weil alles nicht so toll ist und so schnell geht wie erhofft, tut mir leid, das finde ich dreist.

          1. Falls du die Situation in Wetzlar meinst, nenn bitte auch die Fakten dazu:
            – ein Zeltcamp, das für 450 Menschen ausgelegt ist, in dem letzte Woche 712 Menschen untergebracht waren
            – diese 712 Bewohner teilten sich 12 (!) Toiletten
            – es gab Fälle von Hepatitis A
            Als „Lappalien“ würde ich das nicht bezeichnen!

            1. Wenn du mich kritisieren willst, dann verzerre bitte nicht meine Aussage. Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass das keine absolut widrigen Lebensumstände sind. Ich habe lediglich gesagt, dass ICH, wäre ICH in dieser Situation und wüsste nun mein Leben endlich wieder in Sicherheit, diese Bedigungen als Lappalien betrachten würde. Wie das andere sehen mögen kann und will ich nicht beurteilen. Aber meine Sicht der Dinge werde ich wohl äußern dürfen, ohne dass mich jemand in die Schranken weisen muss.

      1. War mal im Urlaub (nicht Aaaaaabeit 🙂 in Brüssel. Eine wunderschöne Stadt! Grüß Brüssel von mir und gutes Gelingen arbeitsmäßig! Viele Grüße

  4. Ich war auch früher ein Male Model, die meisten können nur den Stahlhartblick. Dieser verlorene und fast schon tränende Augenaufschlag ist dir toll gelungen. Echt gut.

  5. Das mit den Düften finde ich auch super ärgerlich! Hatte das mit Poison. Und es wird Torte geben hat mich lauthals lachen lassen! Klasse!!

  6. Die Sache mit den Düften kann ich total nachvollziehen. Ich habe es selbst zwar noch nicht erlebt, aber man verbindet mit Düften eben doch so viele Emotionen und wenn der Auslöser dafür dann auf einmal nicht mehr funktioniert, ist das schon traurig.

    Deine Fotos von damals finde ich auch ein bisschen zu soft. Klar kam dir dein Gefühlszustand dabei entgegen und es war auch damals die Zeit, wo man Männer gern so soft dargestellt hat. Trotzdem bin ich froh, dass heute ein gewisses Maß an „Kerligkeit“ in die Mode und bei den Models zurückgekehrt ist. 😀

    Und die Toten auf dem Geburtstag… Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte mich lachend über den Boden gerollt. ^^

    Ich wünsche ein schönes Wochenende.

  7. also mir gefallen die bilder aus der zeit als der kaiser noch ein prinz war total gut. danke, dass du sie hervorgeholt hast.

    mit den düften habe ich dieselben erfahrungen gemacht. noch finde ich im www die alten versionen, nicht auszudenken, wenn diese quellen mal versiegen.

    das andere drängende thema lasse ich an dieser stelle aus, packe lieber sachen zusammen um konkret zu helfen.

  8. @all: geschickt von mir solch ein thema anzuzetteln,wenn ich gerade nicht im lande bin. ab montag bin ich aber wieder hier. deshalb nur so viel: ich respektiere jede meinung, auch verschiedene formen der meinungsäusserung, aber kein verhalten, keine flüchtlingsriesenwelle, keine „wünsche nach zigaretten, etc rechtfertigen brennende flüchtlingsunterkünfte. KEINE!
    darum ging es mir hier. ob, was, wie, wann…alles dinge die man bereden kann. aber nicht den neuen „bürger-terrorismus“ – dagegen muss man sich wehren!
    kk

  9. Tja, das Flüchtlingsproblem.
    Mich wundert, wie bestimmte Ethnien- jetzt Syrer, vor ein paarMonaten die Jesiden, früher Kurden und Iraker, oder aus Ex-Jugoslawien- plötzlich als besonders unterstützungswerte Immigranten dargestellt und bevorzugt werden. Der Rest vergessen. Politisch gewollt.

    Damals vor 20 Jahren schaute D nur auf Bosnier und Kroaten, während sich die Hutu und Tutsi in weit höherer Anzahl gegenseitig unauffällig meuchelten.

    Täglich sterben eine unglaubliche Anzahl an Menschen einfach an Hunger, für die gibt es scheinbar nur vor Weihnachten eine Lobby. Deren Alltag besteht aus reinem Überleben, nicht aus freier polit. Meinungsausübung, wirtschaftlichem Vorteilen, Reisefreiheit etc. Die wissen wahrscheinlich gar nicht, daß es „reichere bessere Länder“ gibt, kennen kein TV, kein Handy, keine Toilette.

    Und dann gibt es manch Flüchtling, die sich hier in D über die „nicht menschenwürdige Unterkunft“ beschweren, die in der Heimat wohl bessere Dinge gewöhnt sind.
    Was sollen dazu ein Rentner mit geringer Altersrente, ein Sozialhilfeempfänger, ein lediger Single Arbeitnehmer (der ca. 40 % Steuern und Abgaben vom Brutto zahlt) sagen ? Wohin kann der wirtschaftlich auswandern ?

    Willkommen , Ihr gut ausgebildeten Fachkräfte ?

    Verschließt man die Augen vor den bereits bestehenden Problemen mit den islamischen Zuwanderern 1. und 2. Generation ? An allererster Stelle die Sprachproblematik.
    Die Konflikte zwischen christlichen und islamischen Flüchtlingen in den Unterkünften.
    Wieso soll sich daran etwas in Zukunft ändern ?

    Ich nehme es den meisten, die die Flüchtlinge allzu großzügig ins Land holen möchten, nicht ab, daß sie tatsächlich so tolerant sind, wie sie tun. Wieviele von denen setzen sich im Bus zb. eben nicht neben einen Farbigen oder eine voll verschleierte Frau oder einen offensichtich Obdachlosen, wenn sie überhaupt den ÖPNV nutzen .

    1. Würde mich mal interessieren, woher ihr immer diese „Flüchtlinge sind so undankbar, fordern dies und das…“ Aussagen hernehmt!? Von anderen „Bin dafür ihnen zu helfen, ABER…“- Sagern? Der Zynismus und die Empathielosigkeit mancher Menschen gibt mir echt zu denken. Sind wir inzwischen so verroht und übersättigt von Medienberichten, das uns die Vorstellung, dass andere Menschen (JA Menschen, nicht einfach Syrer, Kurden, Iraner..) in reiner Todesangst tausende von Kilometer auf sich nehmen, nur noch ein Achselzucken und „Na und, ich hab auch nicht viel“ entlockt?
      Die vielen Probleme Deutschlands sind Politik-gemacht, dies gilt auch für die vielerorts fehlgeschlagene Integrationspolitik. Da muss man dann als politikmüder Mensch doch tatsächlich selbst seinen Allerwertesten hochkriegen, um etwas zu ändern…. aber nein bleibt lieber sitzen und schimpft auf die, die sich mit dem nackten Leben um die halbe Welt schleppen…..

    2. Liebe Helen,

      niemand will die Flüchtlinge hier großzügig ins Land holen. Aber sie werden einfach kommen – weil die Zustände in ihren Ländern es notwendig machen. Niemand verlässt gerne sein Heimat, riskiert auf dem Weg hierher Leib und Leben, lebt gerne in Notunterkünften. Und: Es gab in vielen Epochen schon Völkerwanderungen – immer aus der Not heraus -, seien wir ehrlich: Wir stehen vor einer weiteren, ob wir das nun wollen oder nicht.

      Wenn du Zeit hast, lies das hier:

      http://www.hintergrund.de/201508223637/feuilleton/zeitfragen1/vorboten-einer-neuzeitlichen-voelkerwanderung.html

      Zum Ausdruck „Gutmensch“: Ich bin gerne einer. Ich bin gerne anständig, mitfühlend, tolerant, ich teile und helfe gerne.

  10. Guten Abend, eigentlich möchte ich auch schreiben, wie toll ich die Bilder von Dir, lieber Konsumkaiser, finde. Das Video ist sehr schön, habe es mir mehrmals angeschaut. Ich interessiere mich schon immer sehr für Musik, Film und Kosmetik….und natürlich für Politik.
    Ich hatte heute Morgen die Seite besucht, weil ich sie besonder gut und unterhaltsam finde – mein Kompliment! Aber als ich dann auch das Thema Flüchtlinge las, konnte ich nicht anders und habe meinen Beitrag geschrieben. Eigentlich wollte ich mich aus diesen Diskussionen heraushalten. Ich finde es aber sehr gut, dass hier jeder seine Meinung, wenn sie angemessen geschrieben ist, kundtun darf. Ich habe viele Jahre im öffentlichen Dienst in einer Großstadt gearbeitet, u.a. auch in einem Wohnungsamt und einem Sozialamt. Ich hatte die Möglichkeit bedürftigen Menschen zu helfen, das habe ich immer gern gemacht, aber leider gab es natürlich Grenzen, man muss sich ja an die Gesetze halten. Deshalb weiß ich genau, wovon ich rede (schreibe), aber eine Lösung weiß ich leider auch nicht. @Helen: ich gebe Dir vollkommen Recht, viele von den ‚Gutmenschen‘, die sich so tolerant geben, sind es in Wirklichkeit oft nicht.
    Wir müssen versuchen mit diesen Problemen so gut wie möglich fertig zu werden um unser Leben trotz allem auch zu genießen….in diesem Sinne allen eine gute Nacht!

  11. @Tina Danke für deine Worte, die ich teile!

    Was ich sagen möchte:

    1. Es sind weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. 800.000 Flüchtlinge aufzunehmen halte ich vor diesem Hintergrund nicht für übertrieben. Vor allem weil

    2. unsere Sozialsysteme Mitte dieses Jahrhunderts zusammenbrechen dürften, wenn wir nicht für nachwachsende Arbeitnehmer sorgen. Eigentlich können wir über die Flüchtlinge froh sein, denn sie sichern unsere Renten – wenn wir sie gut integrieren.

    3. Es gibt überall solche und solche Menschen. Natürlich mag es auch Flüchtlinge geben, die sich über irgendwas beschweren – ob nun zu Recht oder zu Unrecht. Nichts rechtfertigt aber Brandanschläge etc. NICHTS!!!!!

    4. Den Satz „Ich bin nicht rechts, aber wir können nicht alle aufnehmen/das sind doch alles Wirtschaftsflüchtling und Schmarotzer/wir sollten uns erstmal um unsere Alten/Kinder/Armen kümmern to be continued“ hasse ich. Er ist ein menschliches Armutszeugnis.

    5. Niemand geht es hier schlechter, bloß weil wir Flüchtlingen helfen. Umgekehrt würde es auch niemandem besser gehen, wenn wir Flüchtlingen nicht helfen würden.

    6. Flüchtlinge schaffen Arbeitsplätze. Das Bundesamt für Migration hat 1.000 neue Arbeitsplätze ausgeschrieben. Und auch sonst schaffen sie Nachfrage – und sind damit gut für unsere Wirtschaft. Dass Unternehmen und Handwerksbetriebe um möglichen Nachwuchs, ist noch ein weiterer Effekt.

    Danke für deinen Post, lieber KK!

    1. Korrektur zum letzte Satz:

      Dass sich Unternehmen und Handwerksbetriebe auf möglichen Nachwuchs freuen, ist ein noch ein weitere positiver Effekt.

      Und noch was:

      Niemand sagt, dass Flüchtlingshilfe/-integration einfach ist. Das wäre Augenwischerei. Deshalb sollten wir unsere Energie nicht in (gedankliche) Stacheldrahtzäune und Brandanschläge stecken, sondern in sinnvolle Hilfe.

  12. Etwas zur Erklärung meiner Ansichten:
    Als Studentin war ich über Jahre im „Bereich“ Ausländer, Migranten, Flüchtlinge ehrenamtlich im Einsatz.
    Beruflich bin ich nun auch im sozialrechtlichen Bereich gelandet mit überwiegend ausländischer Klientel.

    1. Liebe Helen,

      ich behaupte nicht, dass Integration einfach ist. DAS ist das wirkliche Problem, DAS müssen wir lösen. Noch besser wäre es natürlich die Probleme in den Herkunftsländern zu lösen … damit erst gar kein Leidensdruck, keine Not entsteht. Aber da sehe ich wenig Licht am Horizont. Nach wie vor gehört Deutschland ja zu den großen Rüstungsexporteuren …

      Stacheldraht ist auf jeden Fall keine Option. Das wird auch nicht funktionieren.

  13. Nun möchte ich auch noch was über Düfte und Erinnerungen schreiben: Den Beitrag über den ‚wiedergefundenen‘ Duft von KK fand ich sehr interessant, weil ich auch mit Düften Emotionen verbinde,vielen Dank! Auch ich habe alte Düfte wiedergefunden. In den 90’igern hat mich mein Mann mit einem wunderschönen Kurzurlaub nach Nizza überrascht. Das war damals für mich ein Traumreiseziel und er hat einfach eine Buspauschalreise dorthin gebucht. Es gab Ausflüge nach Monaco, Saint Tropez, Cannes und den Besuch in eine der Parfümfabriken in Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms. Das war für uns ein besonderes Erlebnis, wir erinnern uns noch genau wie eine blonde, charmante Mitarbeiterin mit hinreißendem französischen Akzent unserer Reisegruppe die Räume zeigte und uns über Historie und Herstellung von Parfüm berichtete. Ich habe gestern ein Kästchen aus meinem ‚Fundus‘ hervorgeholt mit 6 Düften, 90 % Vol, ca. je 20 ml, die man sich damals für wenig Geld (ca. 30 DM), dort aussuchen durfte. Die Düfte sind für diesen Preis natürlich nicht in Originalfläschchen sondern in einfachen Glasflakons, aber mit schönen goldfarbenen Drehverschlüssen, die wie kleine Kronen aussehen. Ich habe mir damals ausgesucht: Chanel Nr.5, Giorgio Beverly Hills, Opium, Fidji, Anais Anais und Joy. Sie waren nun seit Jahren in diesem Kästchen mit goldenem Wappen der Firma Galimard (Parfumeur en 1747). Ich habe heute alle durchprobiert und hatte genauso Glück wie Du KK, sie sind alle nicht gekippt, es ist mir allerdings ein Rätsel. Ich hatte sie ja damals mehr oder weniger auch aufgetragen, von Fidji ist nur noch ein Viertel drin, Opium ist noch fast voll, Nr. 5 ist noch halbvoll…. Dann habe ich sooooo viele andere Parfüms gekauft oder geschenkt bekommen, dass mein ‚Schatz‘ aus Grasse in Vergessenheit geraten ist. Ich werde jetzt ab und an einfach mal wieder die alten Parfüms auflegen. Obwohl, Marylin M. möge mir verzeihen, Chanel Nr. 5 nicht mehr zu meinen Favoriten gehört, auch Opium nicht, da gibt es jetzt das neue Black Opium, das gefällt mir besser und auch nicht das damals angebliche Lieblingsparfüm der Stewardessen Giorgio Beverly Hills.
    Mich hat es durch meinen Parfümfund dieses Wochenende jedenfalls in die 90’iger verschlagen…….
    Ich wünsche Allen noch einen schönen Sonntagabend und Morgen einen guten Start in die neue Woche!

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