LIFESTYLE: PEACE & TRANQUILITY

Es gibt Tage, da möchte man einfach mal nicht strahlen und gute Laune verbreiten. Da möchte man einfach mal still und ernst sein. Kennt Ihr das auch?

Besonders wenn man eine Familie hat, fällt so etwas natürlich mehr als schwer. Der Partner fragt sofort was los sei. Die Freunde und Bekannten beginnen zu orakeln, welche Laus denn nun über die Leber gelaufen sein könnte. Frauen geraten sogleich unter „PMS“ Verdacht, Männern wird meist schnell ein übler Kater oder gar schlechter Sex nachgesagt.

Warum gibt es eigentlich nicht das staatlich verbriefte Anrecht auf einen Tag (meinetwegen auch zwei) ohne den Zwang zur guten Laune? Warum muss man sich immer erst erklären, wenn einem mal nicht nach himmelhoch jauchzender Freude ist?

Da ist man immer noch weit von einer Depression und dunklen Gedanken entfernt, und schon machen sich die ersten Leute Sorgen. Weil man fünf Minuten mal still gesessen hat, in Gedanken versonnen und nicht mit den Kumpels „High-Five“ abgeklatscht hat? Mach ich eh nicht, macht Ihr mal! Weil man auch mal nen traurigen Song hören will und dabei den „guten alten Zeiten“ nachhängt? Geschenkt, das ist doch nur Nostalgie. Und die ist wichtig, um sein IST, sein JETZT in Relation zu seinem bisherigen Leben zu setzen. Ein ganz natürlicher Vorgang, keine Panik!

Also, ihr lieben sorgenumwitterten Kumpels, Freunde, Freundinnen, Ehefrauen und Ehemänner: Keine Angst, wenn wir mal kurzzeitig auf der dunklen Seite wandeln. Es hat nichts mit EUCH zu tun, nichts mit der Beziehung, nichts mit irgendwelchen Umständen. Nur manchmal möchten Menschen wie wir einfach mal nicht grinsen, strahlen, funkeln…erst recht nicht künstlich.

Lasst uns das Recht auf „auch mal schlechte Laune haben zu dürfen“ ausrufen…!

 

(Foto: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

10 Kommentare

  1. Stimmt! Das ist eine Sache, über die habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber es stimmt, wir versuchen ständig eine Rolle zu spielen. Ich möchte auch nicht immer gute Laune haben müssen. Im Job ok, da nervt man die Kollegen, aber privat? Die die dich lieben haben auch Verständnis, hoffentlich. 🙂

  2. Jeden Tag gleich gut drauf sein ist einfach nicht natürlich. Bei manchem mag es den Anschein haben, aber auf Dauer geht es nicht gut, irgendwann explodiert das Innere, davon bin ich fest überzeugt. Nein-sagen können ist keine Kunst, aber ein Schlüssel zur Ausgeglichenheit!

  3. Da sprichst du ein wirklich wichtiges Thema an!
    Eine liebe Kollgein von mir hat viele gesundheitliche Probleme und bekommt genau das, was du schilderst, häufig zu spüren. Sie würde zu häufig jammern. Das geht so weit, dass ihr Freundinnen regelrecht davonlaufen. Auf der anderen Seite, nehmen viele ihre Gebrechen nicht ernst, wenn sie die Kraft hat, sie zu überlächeln.
    Ich für meinen Teil bin dann einfach etwas muffelig und schweigsam, sage vielleicht noch, dass ich einen Brummeltag habe und hoffe auf Besserung. Die tritt meist ein, wenn ich mich tatsächlich zurückziehen kann.

    Ach und was meine Kollegin einmal meinte: In unserer Kultur wird immer eine Verbesserung des Gemütszustandes angestrebt. Andere wollen alle Facetten intensiv erleben, wozu dann natürlich auch die Extreme Schmerz und Trauer gehören, aber vielleicht auch mal nur eine banale Brummelphase?

    Einen schönen Sonntag noch!
    Viele Grüße
    Kathrin

    1. den letzten gedanke habe ich mir auch nochmal in meine agenda geschrieben. wirklich jede facette bewusst erleben, daran sollte man sich öfter erinnern! danke! 🙂

  4. Ich wollte Dir mal schreiben, wie genial ich immer Deine Begleitbilder finde- die Produktfotos ( genau so, wie ich mir etwas anschauen würde, geradeaus und ohne überflüssige Deko, nicht “ verspielt „, sondern klar und deutlich) ebenso wie Bilder von Dir persönlich, die immer genau die Stimmung und Dein Anliegen wiederspiegeln. Freue mich immer darüber!
    Viele Grüße, Martina

  5. Meiner Meinung nach hat jeder das Recht auf auch mal einen schlechten / ruhigen / brummeligen Tag. Das trägt zum inneren Gleichgewicht bei und solange es nicht zu lange anhält, von selbst vorüber geht und danach wieder ein heiterer Gemütszustand folgt, ist alles o.k. Wichtig finde ich allerdings auch, dass man seiner Umgebung damit nicht auf die Nerven geht – genauso wie man selbst dann keine unpassenden Aufmunterungsaktionen leiden mag. Am besten ist die direkte Ansage, dass man mal in Ruhe gelassen werden möchte / gerade einen schlechten Tag hat oder so. Dann wissen alle bescheid und man ist vor Kommunikationsmissverständnissen halbwegs sicher.
    Hier ist das Wetter seit dem Wochenende übrigens genau so, um leicht depressiv zu werden. Dabei ist doch gar kein April 🙂 LG!

  6. Mir sind Menschen mit andauernder überschwänglicher gute Laune irgendwie suspekt. Ich mag ja die, die ihre Laune vor sich her tragen, so lange sie damit niemanden verletzen. Schön ist es auch Brummelköppen wieder ein verkniffenes Lächeln auf die Lippen zu zaubern, weil man sie und sich selber nicht all zu ernst nimmt.

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