LIFESTYLE: EIN ANTI-POSTING * ES MUSS NICHT IMMER HOCHGLANZ SEIN! * 11 BEWEISFOTOS

Am Wochenende bin ich über einen interessanten Blogpost einer Blogger-Kollegin gestolpert, in dem sie ein wenig darüber sinniert, dass Blogs, Facebook, Instagram und Co beinahe ausschließlich hochglanzpolierte Welten zeigen. Alles erscheint immerzu perfekt gestylt, makellos und nur so sprühend vor guter Laune! Ich habe mich ein wenig „ertappt“ gefühlt und wollte einfach mal den Spieß umdrehen: Es gibt heute 11 Beweisfotos von mir und meinem Umfeld, die zeigen, dass bei KKs auch nur mit Wasser gekocht wird, inklusive Blick unters Bett…

Blogger sin auch mal unaufgeräumt, verpennt und griesgrämig. Und zum Klo müssen wir auch!! Es kostet zwar Überwindung die superpolished Pics nicht zu zeigen, sondern den „Ausschuss“, aber man sollte ruhig mal mit einem Gegentrend zu diesen ÜBER-stylten Lifestylewelten antreten, die uns über die sozialen Netzwerke vorgegaukelt werden.

Habt Ihr das auch schon bemerkt? Bei Facebook und Co gibt es (gefühlt) so gut wie nur schöne, erfolgreiche, faltenlose und einigermaßen reiche Menschen. Jede/r 2. ist mindesten Schauspieler oder hat eine Schauspielausbildung in NY/LA genossen. Ansonsten wirft man bei Ausbildung einfach das Mäntelchen des Schweigens drüber und lässt diesen Tagesordnungspunkt keck im geheimnisvollen Dunkel der Ungewissheit, praktisch!

„Mein Haus, mein Auto, mein(e) Lebenspartner(in)“ – zig mal übersteigert. Irgendwie einschüchternd, da bekommt man gleich ein bisschen den Drang das Bad zu putzen und vielleicht doch nen Termin beim plastischen Chirurgen zu machen. Und wenn man sich den Partner da auf dem Sofa so anschaut: Hmm, der/die hätte auch mal ein Makeover nötig…oder gleich ganz austauschen?

Irgendwie nerven mich diese Gedanken, denn man kann sich dieser subtilen Manipulation in Wirklichkeit gar nicht erwehren! Es sind also mittlerweile nicht nur die Hochglanzmagazine in Print und Fernsehen, sondern nun auch die/der vermeintliche Blogger/in von nebenan, welche ein Mosaiksteinchen zu unserem Weltbild dazusteuern. Na klar, ich will schöne, ästhetische Bilder sehen. Die erfreuen mich, aber ich will auch das Gegenteil. Zeig mir deinen „Bad-Hair-Day“, dann zeige ich dir meinen furchtbar unaufgeräumten Kleiderschrank – oder auch: Die Faszination des „Stinknormalen“!  So what?  #isnochklorolleda?  🙂

 

Trostlos! Habe vergessen Obst einzukaufen. Nur ein paar Bananen gammeln einsam vor sich hin.

Trostlos! Habe vergessen Obst einzukaufen. Nur ein paar Bananen gammeln einsam vor sich hin.

Alte Brötchen und alte Flaschen. Wie wärs mal mit wegwerfen?

Alte Brötchen und alte Flaschen. Wie wärs mal mit wegwerfen?

Eigentlich würde man schreiben, dass man noch "keine Zeit hatte" die Weihnachtsdeko abzunehmen. Ehrlich: Ich bin zu faul gewesen bisher! Februar ist fast vorbei!

Eigentlich würde man schreiben, dass man noch „keine Zeit hatte“ die Weihnachtsdeko abzunehmen. Ehrlich: Ich bin zu faul gewesen bisher! Februar ist fast vorbei!

Ähnlich verhält es sich mit Aufräumarbeit in Schränken. Tür zu, keiner sieht den Haufen!  Bis jetzt...

Ähnlich verhält es sich mit Aufräumarbeit in Schränken. Tür zu, keiner sieht den Haufen! Bis jetzt…

Was irgendwie so nirgendwo hinpasst, kommt unters Bett…

Wäscheständer in der Wohnung? Na klar...

Wäscheständer in der Wohnung? Na klar…

Ein Computer-Arbeitsplatz muss immer chaotisch aussehen, das gehört sich doch so, oder?

Ein Computer-Arbeitsplatz muss immer chaotisch aussehen, das gehört sich doch so, oder?

KK schlecht gelaunt am frühen Morgen. Noch kein Kaffee da??

KK schlecht gelaunt am frühen Morgen. Noch kein Kaffee da??

Mein "Badezimmerlieblinge" Regal in unaufgeräumt.

Mein „Badezimmerlieblinge“ Regal in unaufgeräumt.

Ungeputzter Spiegel und Chaos im Regal.

Ungeputzter Spiegel und Chaos im Regal.

Trostlos am Morgen. Immer noch kein Kaffee in Sicht…

 

Nach so vielen „stinknormalen“ Ansichten, schnell noch eine augenschmeichelnde Aussicht aus meinem Wohnzimmerfenster. Manchmal gibts hier bei uns in NRW auch schönstes Winterwetter! Übrigens, liebe Blogger-Kolleginnen und Kollegen: Postet doch auch mal eure ureigenste „Fett-Ecke“!  😉

Januar 2015

Januar 2015

 

(Der Bericht ist nicht gesponsert. Alle Fotos: Konsumkaiser)

 

24 Kommentare

  1. ich habe den beitrag von susi auch gelesen und gleich ein foto von meinem wäscheberg gemacht, allerdings habe ich es (noch) nicht gepostet. denn ich muss zugeben, dass ich auch bei anderen lieber schöne IG fotos angucke – warum auch nicht. aufgeklappte klodeckel, volle mülleimer und ungemachte betten muss ich nicht auch noch im www sehen. obwohl – deine bildchen zeigen ja, dass solche einblicke durchaus interessant sind! lg, bärbel ☼

    1. ach, so zwischendurch mag ich auch mal die klorolle sehen. 🙂 man kann sich aus ungestylten bildern immer so schön einen ganz kleinen eindruck von der person machen. andererseits stumpfen die supertollen bilder auch irgendwann mal ab und man ist ganz irritiert, wenn der hochglanz-heiligenschein fehlt. ich hätte gerne beides…

        1. huhu susi,
          ich muss dich enttäuschen – cappu und quietschbunte zuckertörtchen gibt es bei mir nicht und das milchglas nehme ich nicht mit ins bad. meinen wäscheberg werfe ich jetzt mal gleich bei insta auf den boden – aber da hast du mich ja entfolgt 😉
          liebe grüße
          bärbel ☼

  2. Lieber Herr Konsumkaier 🙂 Ich bin entsetzt! Über dein Chaos natürlich, erstens. Und zweitens darüber, dass du meine Kolumne als „Artikel“ bezeichnest! Das ist Ko-lum-ne! :DDD (denk dir hier den Tonfall von Hermine aus Harry Potter in der Zugszene im ersten Film! ;-)))))

  3. You made my Day!
    Endlich mal jemand, der es auf den Punkt bringt…. 2 ganz tolle Posts habt ihr da geschrieben! Diese „Ecken“ hat doch jeder von uns und nur die wenigsten geben es zu. HERRLICH 🙂

  4. Sehr schön. Daumen nach oben! Über die Aussage „dafür hatte ich noch keine Zeit“ muss ich auch immer schmunzeln, denn meist ist es so wie du schreibst. Man hatte einfach keine Lust dazu. Das andere klingt natürlich wichtiger. Aber was solls, denk ich mir eben meinen Teil 🙂

  5. Ok ich geb es zu , ich bin nicht durchgestylt und mein Leben auch nicht .Aber ich bin wirklich ordentlich . Räume meistens alles so gut weg , das es keiner mehr wieder findet *gg

    Mein Kleiderschrank ist leider zu klein für Unordnung ….. pfff … wer weis wie der sonst aussehen würde .
    Aus alten Brötchen kann man übrigens super Paniermehl machen 😉

    Ansonsten schaue ich mir auch gerne schöne Bilder an . Will ich Chaos sehen … neeee.
    Warum auch . Ich hab 2 Pubertierende daheim . Da bekomme ich eine große Portion ungestyltes zu sehen :))

    LG und eine schöne Woche wünsche ich Dir
    Heidi

  6. Mal wieder ein sehr gelungener Beitrag lieber KK. Ich gebe zu ich gucke gerne Hochglanz. Aus den genannten Gründen. Das Chaos habe ich zu Hause bereits genug. Allerdings stelle ich fest das es für mich immer auch ein Stück real sein muss. Wenn ich den Eindruck gewinne der Lifestyle der möchte gerne schönen und Reichen ist zu weit weg von der Realität, dann langweilt mich diese gewollte, perfekte Welt. Noch kann ich ganz klar sagen, das ich kaum einem Blogger seine Perfektion wirklich abkaufe und wenn es zu übertrieben ist, dann bleibe ich als Leser einfach weg. Schöner wohnen ja aber bitte ein bisschen Realismus. In diesem sinne danke ich dir für die Einblicke. Wärest du mir nicht ohne hin bereits sympathisch hätte dieser Post sein übriges dazu getan. Genau darum fühle ich mich bei dir so wohl. Hinter dem KK steckt ein echter Mensch, der genau die selben „ohne Kaffee“ Startschwierigkeiten hat wie ich 😉

  7. Hallo KK, danke, dass du das mal zeigst! Ich lese ein paar Blogs wirklich sehr gerne, auch und gerade wegen der stylischen Fotos. Andererseits frage ich mich schon oft, ob es das sein kann. Sieht meistens aus wie aus dem Katalog inkl. Kochbuch-Essenfotos (was findet man eigentlich daran, anderen Leuten ständig zu zeigen, was man so isst?). Da fühlt man sich als Normalo oft deplaziert und zweifelt an sich selber.

  8. 🙂 Danke für den Einblick in Deine „unvollkommene Welt“. Du hast recht: Manchmal nerven diese (angeblich) perfekten Leben, die im Web (normalerweise) so präsentiert werden. Lg, Annemarie

  9. Ich freue mich über dein Blogpost.
    Ich spiele schon seit einem geraumer Zeit damit einen Blog zu eröffnen, aber ich bin abgeschreckt. Ich besitze keine Spiegelreflex Kamera oder ähnliches da ich mir das momentan eher nicht leisten kann. Und wer möchte Beiträge sehen die vom Iphone geknipst werden?
    Ich frag mich sowieso immer wie ,, ordentlich“ und ,,organisiert“ viele Blogger sein müssen wenn jeden Tag ein Bild aus dem Ankleide und Schlafzimmer gepostet wird.

    Ich danke Dir ( unter mein Bett darf man auch nicht gucken)… Pass auf deine Brille auf und leg sie immer andersrum hin 🙂

  10. Ich komme hier zum ersten Mal vorbei und was sehe ich hier???? Chaos und Unordnung 🙂
    Wasn hier los….. vorher-nachher-show? ….;-) ich stöbere dann mal weiter… bin jetzt neugierig

    Schönen Abend noch!

  11. Pffffff Hochglanz. Wer auf meinem Instagram Account sich umsieht, bekommt zum Beispiel meinen bad hair day zu sehen wie heute, oder meine Fresse mit einer Maske, hihi.

    Ich glaube, es ist sehr charakterabhängig, was die Leute posten. Meine Freunde sind keine Angeber, sie lachen auch gern über sich selbst.

  12. Total toll auch noch mal die normale Welt zu sehen. Ich kann das ganze geschönte nicht mehr ertragen. Aber wehe man würde bei der einen oder anderen unangemeldet vorbeischauen… hach wie gern würde ich mal..
    Da das ein Traum bleibt schaue ich bei dir und freue mich darüber das es dir wie mir geht.
    Bis auf die Bananen, die verputze ich immer. Nach einem langen Run verzehre ich mich nach denen. Hihihi.
    Danke für den Montagslacher.

  13. Danke für den erheiternden Einblick in den ganz normalen kaiserlichen Alltag 🙂
    An sich erfreue ich mich durchaus an gut gestylten, professionell in Szene gesetzten und abgelichteten Fotos – wenn der Verfasser nicht so tut, als sei das die Normalität. Denn die sieht bei allen anders aus (behaupte ich jetzt mal). Ich sehe immer das Gesamtpaket – bei einem Blogger/in, der sich viel Mühe beim Arrangieren seiner Bilder gibt, findet sich diese Sorgfalt i.d. Regel auch im Text und dem ganzen Aufbau des Blogs wieder.
    Andersherum kann ein gewisses Maß an Unperfektion sehr erfrischend wirken, wenn es lässig und nicht schlunzig herüber kommt. Gibt es da Widersprüche, werde ich schon stutzig und es stört mich. Der Umgang damit hat für mich also etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun und wenn ich die nicht finde, geht es mir wie meinen Vorrednern, dann schaue ich diese Seiten/ Blogs nicht mehr an. Zu chaotisch mag ich es auch nicht, wenn ich das sehen will, brauche ich nicht ins Netz und bei anderen gucken 🙂
    Abgesehen davon ödet mich an, wenn manche Blogger ständig ihr Gaststättenessen unterbreiten, das sieht für mich nach purer Angabe aus, nach dem Motto: schaut, in welchen tollen Restaurants ich essen war. Wen – außer Gastro- und Pathologen – interessiert der Mageninhalt anderer Leute eigentlich 😛

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