BEAUTY: SONNENSCHÄDEN REPARIEREN * ERSTAUNLICHE MÖGLICHKEITEN DURCH PHOTOLYASE

Konsumkaiser

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Wir kommen dem Sommer mit großen Schritten immer näher. Viele freuen sich schon auf den Sommerurlaub oder waren bereits in der Sonne. Und in jedem Jahr wissen wir, dass die Sonne Schäden in der Haut verursachen kann. Es wird also gecremt was das Zeug hält, in der Hoffnung es hilft der Haut bei ihrer Verteidigung und schwierigen Reparaturarbeit danach.  Bislang ging ich davon aus, dass da nicht viel möglich ist, ausser auf einen hohen und umfangreichen Schutz zu achten. Doch nachdem ich einige Studien gelesen habe, bin ich erstaunt, wie weitreichend ein guter Schutz und eine gute After-Sun Pflege der Haut unterstützend zur Seite stehen können.

Die angenehmen Auswirkungen der Sonnenstrahlung wie z. B. positives Lebensgefühl, Verminderung von Depressionen und Vitamin D Synthese dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sonnenlicht nachgewiesen Schäden auf zellulärer Ebene in der Haut verursacht. Eigentlich werden diese Schäden (der DNA) vom körpereigenen „Reparaturteam“ immer wieder ausgebessert. Doch dieses Vermögen ist nicht unbegrenzt! Deshalb ist es auch so wichtig eine gewisse Anzahl an Sonnenbädern in seinem Leben nicht zu überschreiten! Schafft der Körper die Reparatur nicht mehr oder nur unvollständig, so können Defekte auftreten, wie z.B. Hautkrebs.

Blöd: Das lässt sich nun beim besten Willen nicht mit der tollsten After-Sun Pflege beeinflussen. Aber wenn man verantwortungsbewusst mit dem Sonnenbaden umgeht, kann man die Hautzellen stark unterstützen!

Schützen, der erste Schritt

Herkömmliche Sonnenschutz-Produkte zur Vorbeugung von Schäden durch Sonnenexposition wirken über UV-Filter. Bereits entstandene Veränderungen der Hautzellen-DNA durch UV-B Strahlung können diese nicht mehr beeinflussen (UV-A dringt nicht so tief, verursacht aber die sichtbare Hautalterung). Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen kann jedoch ein topisch appliziertes (auf die Haut aufgetragenes) DNS-Regenerationsenzym spezifisch bereits entstandene UV-B induzierte Veränderungen wieder beheben. Das bestätigen Dermatologen und Forscher mittlerweile weltweit.

Aus dermatologischer Sicht stellen Photolyase-haltige Produkte eine grandiose Weiterentwicklung zu bisher verwendeten Sonnenschutzprodukten dar. Das Algen-Enzym Photolyase verhindert, beziehungsweise vermindert die Entstehung eines UVB-Erythems (Rötung), die Bildung von Sonnenbrandzellen und die UV-B bedingte Verschlechterung des Immun-Systems in der Haut.

Da die Schwächung des Immunsystems der Haut durch UV-B Strahlung ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Hautkrebs ist, kann davon ausgegangen werden, dass dieser neue Sonnenschutzansatz einen verbesserten Schutz gegen die krebserzeugende Wirkung von UV-B Strahlung bietet.

Wenn es doch zu viel Sonne gab

 Ist es jedoch bereits zu DNA-Schäden in der Haut gekommen (Sonnenbrand), sind Schutzpräparate wirkungslos. Beim Einsatz des Enzyms Photolyase, das aus der Blaualge Anacystis nidulans gewonnen wird, scheint dies anders zu sein: Es konnte gezeigt werden, dass es möglich ist, UV-B induzierte DNA-Veränderungen durch eine äußerlich aufgetragene Lotion so weit zu regenerieren, dass die Entstehung einer Sonnenbrandreaktion oder eine Schwächung des Immunsystems verhindert beziehungsweise reduziert werden kann.

Ein wenig Fachgeplauder zur Wirkung

Nach dem Auftragen Photolyase-haltiger Liposome dringt das Enzym in die obersten Hautschichten ein und wird von den Keratinozyten aufgenommen. Dort bindet die Photolyase spezifisch an die CPD, hebt die durch UVB-Strahlung verursachte Dimerisierung wieder auf und regeneriert so die DNA. Dieser Vorgang findet unter Einwirkung von Licht mit einer Wellenlänge von 360 bis 500 nm statt und wird daher „Photoreaktivierung“ oder „Light Repair“ genannt.

Mittels Biopsie wurden mit Photolyase behandelte Hautareale entnommen, an denen mithilfe der Immunfluoreszenzmikroskopie nachgewiesen werden konnte, dass die CPD zu 40 bis 45 Prozent durch Photoreaktivierung aus der Epidermis entfernt werden konnten (Thyminbasen werde dabei von einem Zyklobutanring „versteift“, das kann hiermit zu großen Teilen behoben werden). Dieser Anteil reichte aus, die UVB-induzierte Unterdrückung des Immunsystems der Haut vollständig zu verhindern. Also ein „voller Erfolg“ auf ganzer Linie.

Die Studie

Vom Institut für Umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf wurde von Dezember 2002 bis Mai 2003 in einer groß angelegten Untersuchung mit über 200 gesunden Probanden, zwischen 18 und 70, die kosmetische Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Sonnenschutz- und eines After-Sun-Präparates mit dem Algen-Enzym Photolyase überprüft. Dabei wurden durch Wahl der Untersuchungsbedingungen wie Urlaub in UV-intensiven Regionen (Tropen und Subtropen) und sonnenentwöhnte, dadurch sehr empfindliche „Winterhaut“, anspruchsvolle äußere Rahmenbedingungen vorgegeben.

Die Ergebnisse dieser dermatologischen Untersuchung zeigen, dass die kombinierte Anwendung beider Sonnenschutzprodukte bei allen Hauttypen gleichermaßen eine sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit aufweist.

Praktischer Nutzen für uns

Es gibt mittlerweile einige Produktlinien auf dem Markt, die die Photolyase mit an Bord haben. Die o.g. Studie wurde allerdings mit Produkten von „Ladival“ (Apothekenexklusiv) durchgeführt. Und da kommen wir schon zum wunden Punkt. Einige Anbieter „stopfen“ einfach Algenextrakt in ihre Produkte. Es kommt aber scheinbar darauf an, die Photolyase mittels Liposomen (mikrokleine Trägerkügelchen) in die Haut zu schleusen. Soweit ich das herausfinden konnte, wirbt allein Ladival (Stada) mit diesem Liposomentransportsystem. Andere Hersteller bleiben da etwas schwammig in ihren Aussagen. Ich finde dies hochinteressant und wundere mich, warum darüber noch nicht viel ausführlicher berichtet wurde.

Das bedeutet für mich, dass ich die Ladival Sonnenprodukte in einem neuen Licht sehe. Einige Produkte sollte man meiden, denn sie enthalten deutlich zu viel Alkohol, aber viele Produkte sind alkoholfrei. Die inci können über CODECHECK abgefragt werden.

Auf der Internetseite von Ladival kann man auch problemlos Proben zu den Sonnenprodukten anfordern! PROBEN ANFORDERN!

(Der Artikel ist NICHT gesponsert!)

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(Quellen: Pharmazeutische Zeitung, 20/2004 – Prof. Dr. Jean Krutmann
Institut für umweltmedizinische Forschung Düsseldorf, Studie 2003/2004)

7 Kommentare

  1. Moin 🙂
    Das Enzym Photolyase ist aber nur in* Ladival Schutz und Bräune * enthalten…die anderen Produkte gehen scheinbar leer aus.
    LG Claudia

  2. die verstecken das in den inci unter „plancton extract“. da ist es auch in den after sun sachen drin und in den meisten schutzprodukten. nur alles mit dem wort „gel“ sollte man schon mal meiden, denn da ist alkohol ganz weit vorne drin!
    viele grüße! kk

  3. Lieber Kaiser, ich danke Dir für diesen informativen Artikel… gerade für meine Kinder, denen ich an Sonnentagen zwar permanent mit der Sonnencreme hinterherrenne und die deswegen noch keinen Sonnenbrand hatten, suche ich etwas, was man nach einem Tag am Strand/im Bad für die Pflege auftragen kann. Und da unser Strandurlaub nicht mehr allzulange auf sich warten lässt, werde ich bei Ladival gleich mal eine Probe anfordern…
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag – herzlicher Gruß Conny

    1. liebe conny, das lohnt sich. die sind da spendabel, man kann ruhig von allen produkten proben anfordern. sehr vorbildlich. schön wäre nur noch, wenn stada von sich aus die inci veröffentlichen würde. so muss man erst recherchieren. aber mit codecheck gehts ja.
      viele liebe grüße! kk

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