LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 11.06.2021

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Sommer, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Nichts folgt einem festen Schema, Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich…

 

Liebe Leute…

…da habe ich mich aber gestern über die vielen zustimmenden Nachrichten von euch gefreut! Dankeschön an dieser Stelle für all die Kommentare und Mails, die Ihr mir geschickt habt. Irgendwie war meine Freude wohl aus dem gestrigen Blogpost herauszulesen. 😉 Dass Ihr euch so zahlreich mit mir gefreut habt, hat mich wirklich gerührt.

Ich glaube, dass bei sehr vielen Selbstständigen in den letzten Tagen viel Glück und Freude verteilt wurde. Doch gänzlich ungetrübt ist die Situation immer noch nicht. Immer noch gibt es viele Branchen, die die Lockerungen (noch) nicht umsetzen können. Nachtclubs und Discotheken zum Beispiel, und natürlich was da alles mit dranhängt.

Auch im kulturellen Bereich wird es noch dauern, bis sich herausstellt was geht und was man noch bleiben lassen muss. Und an dieser Stelle möchte ich den Kulturbegriff weit gefächert verstanden wissen. Kultur ist schließlich nicht nur das Opern-Abo. Kultur sind auch Szenekneipen und Clubs. DJs sind Kultur, und dann auch all die Leute hinter den Kulissen, die wahrscheinlich noch ängstlicher als ich auf die neuen „Freiheiten“ schielen.

Wenn sich unser Staat einbildet, dass nun alles wieder von 0 auf 100 geht, so zeigt er wieder einmal eine erstaunliche Weltfremdheit. Viele Branchen werden hoffentlich noch unterstützende Leistungen bekommen, denn die Kundschaft kehrt vielleicht bei Reiseangeboten rasant zurück, aber woanders muss man erst wieder Kundenströme zu sich lenken, Vertrauen der Menschen gewinnen, und, und, und.

Ich gebe zu, dass diese völlig ungewohnte Form des Neuanfangs auch etwas „Aufregendes“ an sich hat. Selten zuvor habe ich dieses innere Kribbeln gespürt, das mich angetrieben hat, das mich aufgeregt auf das schauen lässt, was da wohl kommen mag. Gleichzeitig wissend, dass es viele nicht geschafft haben.

In vielerlei Hinsicht kann ich auf das obligatorische „jetzt aber weiter so“ verzichten, und ich hoffe, dass es nicht nur mir so geht. Ungute Anzeichen: Das Wort „Rasse“ bleibt im Grundgesetz, Kinderrechte sind es dafür nicht wert im Grundgesetz verankert zu werden. Weiter so? Nein, auf keinen Fall. Frisch, mutig, besser – das würde mir für den Herbst gefallen.

 

 

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Schlaraffenland

Da geht man so ahnungslos an einem Teich vorbei, lauscht dabei den Fröschen, die üppig Quaken und wohl ordentlich Frühlingsgefühle haben, und dann schaut man etwas genauer hin.

Da sitzt doch genau in der Mitte des hüpfenden und quakenden Gewässers ein Reiher. Na, wenn das mal kein Schlaraffenland für den grauen Gesellen ist?

 

 

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Worth the Hype?

Man entkommt ja seit geraumer Zeit kaum noch der Aktivkohle Gesichtsmaske von Colibri. Da kann man deutschlandweit die reinsten Wunderdinge lesen, von verbesserter Hautqualität, weniger Akne, kleineren Poren, bis hin zu handfesten Anti-Aging-Versprechen wie zB. Faltenmilderung.

Da werde ich dann doch immer ein wenig neugierig, denn Kohlemasken sind bei Anti-Aging nun nicht gerade mein erster Gedanke, und trockene Haut mag solche Masken für gewöhnlich auch nicht all zu gerne.

Ich habe mir trotzdem eine Tube der Maske gekauft, es gab gerade einen dicken Rabatt, den ich dann auch nutzen wollte.

Nach den ersten Anwendungen gingen mir gleich zwei Gedanken durch den Kopf: 1. Die Konsistenz ist schön und die Maske trocknet selbst trockene und leicht lipidarme Haut (wie meine) nicht zu stark aus. 2. Das wars aber auch schon.

 

Tatsächlich lässt sich die Maske einfach und schnell auftragen, sie trocknet dann im Laufe der Zeit auch nicht zu unangenehm fest auf der Haut an. Das ist komfortabel und angenehm. Genau wie die fehlende Parfümierung, da stört nichts.

Zum Abwaschen gehe ich unter die Dusche, das spart das Säubern des Waschtischs, denn die schwarz-braune Brühe spitzt beim Abwaschen grundsätzlich bis in die letzten Ecken.

Danach wirkt die Haut schön sauber, die Poren ein klein wenig kleiner (was spätestens beim Zubettgehen bei mir wieder verschwunden war), und das wars. Schnell noch Serum und Nachtcreme auf die Haut geben. Hier merkt man dann doch schon eher, dass der Haut durch die Maske einige Dinge entzogen wurden, sie saugt die Feuchtigkeit des Serums und die Lipide der Creme geradezu gierig auf.

Mit meinem Hauttyp wollte ich die Maske nicht öfter als einmal wöchentlich verwenden, und nach nun drei Wochen kann ich sagen, dass ich persönlich zu dieser Maske nichts berichten kann, was jede andere Kohlemaske, die ich bisher ausprobiert habe, nicht auch gekonnt (oder eben nicht gekonnt) hatte.

Zugegeben ein schönes und komfortabel anzuwendendes Produkt. Dazu durchdacht und nicht zu üppig formuliert, sodass auch empfindlichere Haut damit umgehen kann, aber einen Hype würde ich darum nicht machen. Träfest Du mich auf der Straße, dann würde ich sagen: „Ne stinknormale Kohlemaske – zum Glück reizarm formuliert, mehr nicht“.

Wer mit problematischer Haut zu tun hat, die vielleicht eher ölig ist, die mit Unreinheiten und verstopften Poren kämpft, wird diese Maske womöglich mehr zu schätzen wissen, so wie es die meisten, die die Maske derzeit anpreisen auch offensichtlich viel mit unreiner Haut zu kämpfen haben. Da bin ich wohl einfach die falsche Zielgruppe, und Anti-Aging-Versprechen (nicht von der Firma selbst) sind doch eher Wunschdenken.

Meine Meinung: Not worth the Hype

150 ml kosten ca. € 21,95 (über colibriskincare)

 

 

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Was machen eigentlich meine Fortschritte beim Fremdsprachen-Micro-Learning?

Jeden Tag eine kleine Lektion mit meiner Sprachlern-App. Nur wenige Minuten, aber man bleibt am Ball. Aufgefrischt, neu hinzugelernt, es läppert sich. Und weil die Einheiten so kurz sind, gibt es eigentlich auch keine Ausreden. Das schafft man eigentlich immer, und wenn es abends im Bett ist.

Und wenn dann so unbemerkt die Monate ins Land gehen, kommt plötzlich eine kleine Meldung, dass man jetzt doch schon zu den Fortgeschrittenen gehört. Anfängerstatus adiós! 😉

 

 

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12 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 11.06.2021

  1. Guten Morgen,
    ich freue mich auch, dass in gewissen Rahmen kulturelle Erlebnisse wieder möglich sind. Bei uns hat man einfach die Theaterbühne vor das Theater gestellt und es findet nun ein Sommerprogramm statt. Wir haben uns natürlich gleich Karten fürs Ballett geholt. Das Thüringer Staatsballett ist hier ansässig und megagut. Am Sonntag waren wir dann und aufgrund eines Regenschauers sogar im Theater. So schön. Merkwürdig sind natürlich die vielen leeren Plätze wegen des Abstands aber trotzdem ein kleiner Lichtblick.
    Kleine Konzerte (Couchkonzerte) versucht man hier auch auf die Beine zustellen und wir werden heute abend mal schauen.
    Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass mir das so fehlt aber so kulturelle, musische Ablenkung ist schon was schönes, gerade, wenn man einen stressigen Alltag hat.
    Habt ein schönes Wochenende. Denise

  2. Lieber KK, der Reiher sitzt ja keck in seinem Schlaraffenland. Das hat mich sehr zum Grinsen gebracht.
    Und ich stimme dir vehement zu, weiter so ist keine Option. Da muss sich was ändern, leider ist die Gesellschaft hier so unglaublich träge und satt. Die meisten haben Corona doch kaum bemerkt. Außer dass der Urlaub in Gefahr war und ist. Geld kommt immer aufs Konto, der Rest ist egal.
    Sorry, ich bin bewusst spitzzüngig, aber so stelle ich mir die Leute vor, die die Millionen Maskenaffairen und Spahns seltsamen Andichten wohl schon vergessen haben und wieder dem Althergebrachten ihre Gunst schenken. Jüngere Menschen müssen auch endlich ihren Arsch hochkriegen und ihre Belange von der Politik abbilden lassen.
    Ein schönes Wochenende!
    Ute

      1. Hallo Ine, Ute hat das zwar sehr verallgemeinernd ausgedrückt, gleichzeitig entschuldigt sie sich ja für ihre überspitzte Formulierung.
        Prinzipiell glaube ich, dass wir alle die Corona-Zeit sehr unterschiedlich wahrnehmen. Eigentlich denken wir an „Wir“ wenn wir die Zeit durchdenken, aber eigentlich hat doch jede und jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht, und zieht sein eigenen Schlüsse daraus.

        Und ja, ich kenne einige Leute, die sich von Corona zB. „belästigt“ gefühlt haben, andere wiederum haben schreckliche Angst bekommen, wegen der Existenz, oder wegen verstorbener Personen in der Umgebung/Familie. Die Erfahrungen sind noch immer höchst unterschiedlich.

        Ich persönlich bin sehr argwöhnisch geworden, wenn es um die Arbeit der politischen Strukturen in unserem Land, geht. Da ist mir viel unter den Teppich gekehrt worden, und nun naht der Sommer und der Teppich gerät offenbar in Vergessenheit. „Ich kann ja nichts daran ändern, warum sollte ich mich also ärgern?“ höre ich derzeit sehr oft. Und da stimme ich so ein wenig vielleicht auch Ute bei, wenn sie meint, dass (und ich interpretiere sie jetzt mal frei von der Leber weg) es nicht so einfach ist drüber hinwegzugehen, wenn man zB. selbst liebe Menschen verloren hat, oder (so wie ich) um seine pure Existenz zittern musste, und zwar viel zu lang.

        Wenn wir das jetzt beilegen, wie sieht es dann bei einer Pandemie mit einem vielleicht tödlicheren Virus aus, die Möglichkeit ist ja nicht von der Hand zu weisen?

        Falls ich Ute falsch verstanden haben sollte, dann möge sie mich bitte korrigieren.
        Liebe Grüße an Ine und Ute
        KK

        1. Unsere Regierung hat sich wirklich nicht grad mit Ruhm bekleckert und man sollte auch nicht alles hinnehmen…
          Wenn ich da was missverstanden habe, tut es mir leid. Liebe Grüße, Ine

      2. aber nicht finanziell 👎 Das Gehalt eines AN wurde zu 100% weitergezahlt! Manche Pizzeria hat sogar am Ende mehr in der Tasche. Hier ging es ja vor allem um die Branchen, die benachteiligt waren/sind. Der Betreiber der Pizzaria hat zu meiner Freundin in München gesagt, Corona war ein Segen für mich. Apotheker und Ärzte werden dasselbe feststellen. Klar, dass man bei solchen krassen Fällen sauer wird, zumindest, wenn man gerechtigkeitsgetrieben ist und das bin ich nunmal. Es sind keine unseriösen Quellen die 100.000€ des Apothekers hat der Rechnungshof ausgerechnet.

        Ich weiß nicht, warum man immer so tun muss, als hätte man gelitten und wäre 2 Jahre lang im Jogginganzug zu Hause eingesperrt gewesen! Und ich weiß auch nicht, warum man immer alles schön relativieren muss. Wenn hier ein Apotheker liest, soll der doch Stellung nehmen. Es ist auch gar nicht so, dass ich dem Inhaber das Geld nicht gönne, ich finde nur es reicht langsam. Und gleichzeitig will Spahn die minderwertigen Masken den Obdachlosen geben. Welches Menschenbild leitet den angeblich christlichen Spahn.?

  3. Lieber Konsumkaiser, vorab: ich lese den Blog hier immer sehr gerne. Doch nun möchte ich etwas zu den Kinderrechten im Grundgesetz sagen: und ich schreibe das als Alleinerziehende: Es geht dem Staat nicht um mehr Rechte für die Kinder, sondern darum, etwas auch über die Köpfe der Eltern hinweg zu entscheiden! Kinder sind Menschen und müssen daher nicht explizit im Grundgesetz erwähnt werden. Denn dann würde man sie ja als was anderes betrachten. Ginge es hier der Regierung irgendwie um Kindeswohl, müsste es z.B. gar keine Suppenküchen, auf die immer mehr Kinder in Deutschland angewiesen sind, geben. Diese Küchen und Tafeln werden durch Spenden finanziert. Dies könnte also sofort ohne extra Rechte durch die Regierung übernommen werden. Nein, es geht wie gesagt um etwas völlig anderes: erinnern Sie sich, was Olaf Scholz gesagt hat vor sehr kurzer Zeit?! „Wir möchten die Hoheit über die Kinderbetten“. Ein widerwärtiger Satz, verdeutlicht aber das Interesse dieser Regierung. So könnte man z.B. Eltern, die sich gegen eine Covid-19-Impfung für ihr Kind entscheiden, ihr Kind wegnehmen. Alles im Namen der Kinderrechte. Und es ließen sich beinahe beliebig viele weitere Beispiele fortführen. Nein, ich bin froh, dass es der Zusatz nicht ins Grundgesetz geschafft hat. Die Regierung könnte auch so schon so viel mehr für Kinder tun und es ist zynisch, es von einem extra Eintrag im Grundgesetz abhängig zu machen.

    1. Naja, ehrlich gesagt haben wir viele Dinge im Grundgesetz stehen, die dadurch „Missbrauch“ erfahren können. Im Grundgesetz steht was uns hoch und heilig ist, Kinder nicht. Ich finde es typisch für ein Land wie Deutschland.
      Natürlich ist es nicht so einfach, aber das hat auch keiner gesagt, das muss schon wasserdicht angelegt werden.
      Kinder sind Menschen, und dennoch werden ihre Rechte ständig (!) missachtet. Also verlangt es wohl doch nach einem Gesetz dazu, anders verstehen es die Deutschen ja wohl nicht.
      Bestes Beispiel: Vor Gericht sind Kinder grundsätzlich „Verhandlungsmasse“.
      Corona hat gezeigt, dass Kinder in dieser Zeit eine untergeordnete Rolle spielen, und das kann so nicht weitergehen.
      Viele Grüße
      KK

  4. Mich würde interessieren, mit welcher SprachlernApp trainiert wird?

    Das mit den Kinderrechten, die besser nicht im Grundgesetz stehen finde einen sehr wichtigen Hinweis! Gut so.

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