LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 20.11.2020

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Herbst, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Ich verliere langsam die Geduld…

Liebe Querdenker-Demonstranten und Anhänger dieser Bewegung, ich verliere die Geduld mit Euch! „Querdenker“, damit meine ich ausdrücklich die grölenden und geifernden Menschen, die sich in einer „Corona-Diktatur“ wähnen, nicht eventuell Firmen, Gruppen oder sonstige harmlose Zeitgenossen, die leider ihren (viel länger bestehenden) Namen nun mit dieser wildgewordenen Gruppe von wutschnaubenden Wachhunden teilen müssen.

Diese unsägliche und unendliche Extrawurst der angeblichen Hüter und Mahner der Demokratie nagt an meinem Geduldsfaden, und auch wenn ich irgendwo noch einen Hauch von Verständnis für das Bedürfnis nach ungehemmter Meinungsäußerung in Superspreader-affiner Manier habe, so könnte ich mich mittlerweile täglich übergeben, wenn ich Bilder dieser Menschen sehe, die es billigend in Kauf nehmen, Seite an Seite mit (Rechts-)Radikalen (zB. AfD, NPD, usw.) zu marschieren, und sich zusehends selbst radikalisieren. Hallo Wutbürger, da seid Ihr ja wieder, heute nur mal ein anderes Thema auf dem Plakat, was?

Nein, nein und nein, dafür habe ich kein Verständnis, und da platzt mir dann auch die Hutschnur.

Eure Ausübung der hemmungslosen Schreifreiheit kostet Millionen Euro, gefährdet Menschenleben (Unbeteiligte, Polizistinnen und Polizisten), provoziert Infektionen bis zum Abwinken (ebenfalls mit möglicher Todesfolge), und sie lässt all diejenigen, die gerade ihr Opfer der Solidarität bringen (gerade kein Job, kurz vor der Pleite, ständiger Kontakt mit Infizierten, Überstunden ohne Ende, usw.) mit einem Arschtritt im Regen stehen. Ekelhaft.

Nein, ich muss es nicht verstehen, wenn Gerichte solche Corona-Partys ausdrücklich erlauben, und dabei weltfremd die Einhaltung der Corona-Etikette voraussetzen. Als hätte man es (mittlerweile) noch mit „normalen“ Menschen zu tun.

Und nein, selbst wenn man Euch durch das erneuerte Infektionsschutzgesetz verbieten würde, eure wutverzerrten Gesichter in der Öffentlichkeit zu zeigen, ohne Maske (buchstäblich – in mehrfacher Hinsicht), ohne Hemmungen – selbst dann gäbe es keine wirklichen Eingriffe ins Grundrecht.

Um das zu erreichen, was die „Querdenker“ befürchten, bräuchte es eine das Grundgesetz ändernde Mehrheit im Bundestag und einen Eingriff in die Verfassung Deutschlands statt eines neuen Infektionsschutzgesetzes. Abgesehen davon, dass dies also derzeitig nicht zur Debatte steht, ist diese Mehrheit ohne die Opposition erst gar nicht möglich.

Liebe „Querdenker“, wer sich mit dem Teufel einlässt, hat mein Verständnis keinesfalls verdient. Noch eine Bemerkung: Wir stecken inmitten einer globalen Katastrophe. Es gibt kaum noch Zeit für ellenlange Diskussionen, denn wir reden über Existenzen und Menschenleben. Das erfordert schnelles und umsichtiges Handeln. Dessen seid ihr ganz offensichtlich nicht fähig.

 

 

Ja, die Gegenbewegung unterstütze ich…

…und die haben durchaus schwarzen Humor (was bleibt einem da auch übrig?). Eine Kampagne umfasst zum Beispiel zwei Plakatmotive sowie eine Anzeige eines Bestattungsunternehmens im Berliner Tagesspiegel:

 

 

 

 

Serienjunkie

Ich habe gerade ein wenig mehr Zeit. Und neben einer fatalistischen Grundstimmung, einer laufenden Fortbildung und einem sozialen Engagement, helfe ich aktiv mit, die Infektionszahlen zu senken. Ganz im Sinne der Corona-Verordnungen durch Inaktivität (Gammeln ist das neue Heldentum) 🙂

Also möglichst wenig aus dem Haus, soziale Kontakte einschränken, wir kennen das ja bereits. Obwohl ich momentan immer mehr glaube, dass sich in Wirklichkeit nicht all zu viele Menschen daran halten. Ich sehe einen harten Lockdown, wie in Österreich, bereits kommen. Mal sehen.

Ich persönlich hätte den schon viel früher durchgesetzt, das hätte die Opferbereitschaft der Menschen vielleicht wieder geweckt. Durch das jetzige Stückwerk der „Salamitaktik“ bröckelt die Solidarität nur all zu offensichtlich innerhalb unserer „Gefahrengemeinschaft“.

Na, so ein Glück, dass man Netflix hat. Und noch so ein paar andere Quellen. Ablenkung durch Wort und Bild sind derzeit mehr als beliebt. Und da ich vor geraumer Zeit einmal die Serien „Killing Eve“ und „Star Trek Discovery“ empfohlen hatte, bietet es sich an, nun über die neuesten Staffeln zu berichten.

 

Auf Netflix treibt sich also gerade wieder wöchentlich die Besatzung des Föderationsraumschiffs Discovery in der Raumgeschichte des Star Trek Universums herum, und das wortwörtlich, denn nach einem fetten Zeitsprung sind die nun in der Zukunft. Ach was? Tja, also in der Zukunft der Zukunft – von unserem Standpunkt aus gesehen. Hä?

Egal, muss man nicht wissen, nur so viel: Was ist denn da bitte beim Drehbuchschreiben passiert? Kaum Spannung, alles in Feel-Good-Schablonen produzierte Folgen, bei denen man nach fünf Minuten bereits weiß, dass alles mehr als gut und flauschig ausgehen wird. Nach den ersten drei Folgen der Staffel 3 fällt mir das ziemlich unangenehm auf.

Nicht, dass ich etwas gegen ein gutes Ende und positive Gefühle hätte, aber dermaßen viel Zuckerguss gab es ja nicht einmal bei Pretty Woman. Nee, das passt nicht zum Genre und zu Star Trek, es fühlt sich komisch an, und ich hoffe nun noch auf die kommenden Folgen. Vielleicht besinnt man sich ja noch?

 

 

Wer über Apple TV verfügt, kann sich durch ein kostenloses (14 Tage) Probeabo beim Sender „Starzplay“ die neuen 8 Folgen der dritten Staffel von Killing Eve anschauen.

Die Preisgekrönte Serie ist diesmal etwas weniger blutrünstig, dealt aber immer noch mit dem Kampf der Geheimdienste und ihrer „ausführenden Organe“. Naja, es geht halt immer noch um Killer*innen, da mache ich mal ganz explizit das Gendersternchen hin, denn was wäre die Serie ohne die eiseskalte Villanelle?

Ich hatte das Gefühl, dass die Staffel diesmal nicht so recht wusste wohin sie wollte. Doch die Folge in der russischen Pampa war echt Gold wert! Herrlich und sehenswert, wenn die internationale Profikillerin Villanelle den Wettbewerb im örtlichen Kuhhaufen-Weitwurf gewinnt.

Immer noch dunkel, teilweise aber humoriger, und das Ende bleibt…das verrate ich nicht. Eine weitere Staffel ist offen. Ein Wiedersehen lohnt sich jedenfalls.

 

 

 

Kein Schnee in Sicht?

Im letzten Jahr gab es hier ja ungefähr zwölf Schneeflocken, und das reicht mal wieder nicht zum Bau eines stattlichen Schneemanns…huch, Genderalarm…einer stattlichen Schneefigur.

Aber es gibt ja zum Glück kreative Scherzartikelhändler, die für alle Fälle Abhilfe parat haben. Also warum nicht mal zuhause im muckelig warmen Ambiente ein Schneeschnuckelchen aus Mausespeck, Schokolinsen und ner Mohrrübe aus Marzipan basteln? Naja, basteln ist zu viel, zusammenstecken trifft es eher, aber dann haben eben auch Grobmotoriker und Grobmotorikerinnen ihren großen Auftritt. 😉

 

 

Und wer seinen vorlauten Kinder mal ein wenig Realismus und Wertschätzung für Lebensmittel beibringen möchte, kann sie doch mit leckerem Einhorn-Filet erschrecken? Böse, böse.

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Screenshots, Netflix, Apple TV.   Keinerlei Sponsoring)

 

 

 


22 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 20.11.2020

  1. Guten Morgen,

    Ich kann dich so gut verstehen in deiner Wut auf die Querdenker. Langsam sind sie wirklich sehr quer im Kopf. Da fehlen einem die Worte.
    Ich wäre dafür, dass sie beim Eintritt einer solchen „es-gibt-kein-Corona-wir-brauchrn-keine-Masken“ Demo eine Erklärung unterschreiben, im Falle der Infektion und der Notwendigkeit der medizinischen Intensivbehandlung darauf verzichten. Also, können Sie sich im Vorfeld überlegen, ob Sie dann weiter sich dem Risiko aussetzen und die Konsequenzen selbst tragen. Und die Mediziner und die Allgemeinheit von der Pflicht, sie zu betreuen und zu retten, befreien. Wenn man schon sich so frei und autonom sieht.
    Wird natürlich nicht kommen, aber das ist meine Art, meinen Ärger auszudrücken bzw Dampf abzulassen.
    In meinem Umfeld halten sich alle an die Kontaktbegrenzungen. Und ich finde, dass die aktuelle Schließung eigentlich zeigt, dass Gastronomie, Sport und Kultur nicht die Hauptorte der Ansteckung sind. Vll wäre ein umgekehrter Weg eine Idee : man darf sich nicht privat treffen, darf aber ins Restaurant und zum Sport. Ist ab bett nicht so einfach alles. Ich möchte diese Entscheidungen nicht treffen müssen.

    Ansonsten muss ich gestehen, schaue ich mir wenig an. Ich versuche mein Umfeld halbwegs im guten Licht zu halten, freue mich darüber, was geht, dass wir gesund sind, dass wir arbeiten dürfen, dass meine Kollegin bald aus der Elternzeit kommt und wir nun mehr Austausch haben. Ich brauche diese Inseln der Freude, egal, wie klein sie sind. Eine sehr große Freude ist z. B. dass ich aufgrund der Beschwerden rund um die Achillessehne einen tollen Trainer im Netz gefunden habe, der mit zeigt, dass Sport und Gymnastik eine Art der Selbstliebe und Pflege ist und keine Qual sein muss. Es macht unglaublich Spaß, und ich bin unglaublich dankbar dafür, zumal sich die Beschwerden auch massiv verbessern. Und dafür verzichte ich gerne mal auf Netflix 🙂

    Die Schneemänner sehen toll aus, wäre ein lustiges Mitbringsel oder ein Wichtelgeschenk. Aber das Einhornfilet ist für meinen Geschmack wirklich drüber.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt auf euch auf.

    1. Liebe Nadiya, KK und alle Mitlesenden,
      seit ca. einem Jahr verfolge ich diesen Blog. Er gehört mittlerweile zum festen Bestandteil meines Tages dazu und ich habe schon viel Wertvolles aus den Blogs und Kommentaren mitnehmen können. Lieben Dank an KK und alle Kommentatorinnen! Nadiya, magst Du vielleicht einen Link zu dem Internettraining schicken? Auch ich habe Probleme mit der Achillessehne… Herzlichen Dank vorab und beste Grüße an alle, bleibt gesund.
      Pine

  2. Hallo lieber KK, ich bin irgendwie froh, dass du das Thema aufgreifst, denn es treibt mich grade extrem um. Es ist wie ein Unfall, ich muss hinsehen. Ich habe am 18.11. den Nachmittag am TV verbracht, um mir die LiveBilder aus Berlin anzusehen. Ich habe weinen müssen. Mütter, Kinder auf dem Arm, Bekloppte, die Politiker bedrängen, Wasserwerfer, die allein optisch gruselig aussehen. Parolen, die an Blödheit kaum zu übertreffen sind. Mir war immer klar, dass es sehr viele, sehr dumme Menschen gibt. Aber wenn man sie dann auf einen Haufen sieht, ist es geradezu schockierend. Nicht falsch verstehen, ich rede nicht von denen, die manches hinterfragen und ja, bei einigen Entscheidungen bin ich auch skeptisch. Das gehört in einen demokratischen Diskurs. Aber diese Radikalisierung kotzt mich nur noch an. Und das findet nicht nur auf der Straße statt, im Netz ist es eigentlich noch schlimmer. Da lese ich Kommentare unter Videos auf YT, bei denen es um Vitamin D geht oder Skincare, das könnt ihr euch nicht vorstellen, erst gestern bei MaiLab. Ich bin so entsetzt. Und ich schäme mich. Ja, ich schäme mich fremd, weil ich in einem Land lebe, um das uns sehr viele beneiden, nur einige der eigenen Dumpfbacken begreifen es nicht. Bleibt alle gesund. Liebe Grüße Evelyn

    1. Aber wenn man sie dann auf einem Haufen sieht, ist es geradezu schockierend.

      Schön gesagt!

      Früher™ hieß es noch: Nicht alle im Netz sind irre – aber alle Irren sind im Netz.
      Nun sind sie auch noch auf der Straße.

  3. Guten Morgen, zu Corona sage ich nichts, außer, dass ich die Demonstranten nicht verstehen kann.

    Von Star Trek Discovery habe ich die 3. Staffel noch nicht angefangen. Ich schaue zur Zeit wieder Star Trek Voyager. Damals hat mir die Serie gut gefallen, jetzt gefällt sie mir immer noch. Mir ist aufgefallen, dass Käpt’n Janeway ständig extrem freundlich und besorgt ist. Da erscheint es etwas unrealistisch, dass sie ihre Crew und alles andere gut im Griff hat. Ich wollte damit nur anmerken, dass es das bei Star Trek schon gab. 🙂 Schönes Wochenende.

  4. Hallole
    ich habe gerade eine Miniserie (7 Folgen) zuende geschaut, die so schön in diesen November passte: Das Damengambit.
    Sehr ruhig und anständig, sehr verortet in den 60ern, ich fand es kurzweilig und schön anzuschauen.
    Es geht um ein Mädchen und ihre Leidenschaft fürs Schachspielen, aber man muss selber kein Schach spielen, um die Serie zu schauen und zu mögen.
    War ein Tipp von meinem Sohn, alleine wäre ich da nicht drüber gestolpert.
    Schönes Wochenende

    1. Hallo Sigrun, da kann ich Dir nur beipflichten. Eine schöne Serie, die fein aber auch gesellschaftskritisch ist. Ich fand die Entwicklung der Charaktere sehr anrührend. Wirklich sehenswert.

      Was unsere Coronagegner anbelangt kann ich nur sagen, klar ich bin auch gegen Corona. Wer nicht !? Aber was manch einer sich im Nahmen der Demokratie hier erlauben darf, ist kaum mehr zu ertragen. Und mich macht das sehr wütend, das so viele auf all das, was ich versuche zu beherzigen, wie Kontaktbeschränkungen usw., einfach einen Sch… geben.
      Außerdem habe ich große Hochachtung vor dem, was unsere Politiker derzeit leisten und will um nichts in der Welt mit ihnen tauschen. Was nicht heißen soll, dass ich alles gutheiße, was in Berlin entschieden wird. Aber ich finde man sieht es einer Frau Merkel, einem Herrn Spahn usw. durchaus an, dass die Situation sie wirklich fordert. Urlaub würde also nicht nur uns allen sondern auch denen wirklich gut tun.
      Was ich nicht gut finde, ist, dass so wenig solidarisch in dieser Situation gehandelt wird. Einige wenige Branchen müssen gerade ausbaden, dass auf Gedeih und Verderb Schulen und Kiga s offen bleiben können. Das finde ich schon ungerecht, auch wenn der Staat hier Unterstützung angekündigt hat.
      Vermutlich ist dies aber auch bald bei uns keine Thema mehr. Wir sind da, wie auch im März schon, etwas hintendran. Anderorts sind die Schulen ja bereits dicht.
      Wünschen würde ich mir, dass sich mehr Leute verpflichtet fühlen und sich an die Regeln halten. Da dies jedoch sehr unrealistisch ist, wird wohl hier nur ein härteres Vorgehen helfen können.

  5. Wasserwerfer sind viel zu human, ich würde gleich Tränengas nehmen, Personalien festhalten. Diese würden an die Krankenkassen weitergeleitet werden, die dann umgehend den Personen kündigen und es gibt lebenslang keine Möglichkeit mehr einer gesetzlichen Krankenkasse beizutreten. Das bezahle ich ( wir ) am Ende mit massiven Beitragserhöhungen mit. Nachrichten kann ich nicht mehr ertragen. Man denkt das Ende der Fahnenstange wäre irgendwann mal erreicht, aber es geht täglich noch eine Schippe mehr. Bin froh keine Kinder auf diesen sch…… Planeten gesetzt zu haben und freue mich täglich über meine neuen Katzenmädchen. Der Rest ist mir langsam sch….egal. Selbst Fussball macht keinen Spaß mehr.
    Soweit es geht allen ein schönes Wochenende

    1. Hallo Christiane BVB, eine kleine „ Korrektur“ meinerseits, wenn es erlaubt ist. Nicht der Planet ist sch…, sondern dessen Bewohner. Bleib gesund.

    2. Liebe ChristianeBVB, ich finde es schade, dass die alles sch…egal ist. Ich versteh , dass es einem an die Substanz geht, aber wir „ Vernünftigen“ müssen weiter dran bleiben, sonst gewinnen die Idioten!
      Liebe Grüße
      Sabine aus Hamburg

  6. Die Frau, die gestern im Fernsehen bei einer Demo in Berlin interviewt wurde und sich darüber aufregte, dass ihre Grundrechte wegen eines Schnupfen-Virus ausser Kraft gesetzt würden, hat mich um den Schlaf gebracht heute Nacht. In meiner Gemeinde sind zwei Menschen an Corona verstorben und mehrere schwer erkrankt.
    Ich frag mich imnmer, ob diese Querdenker denn nicht die Bilder von Bergamo gesehen haben……es ist übel, dass sich viele Menschen ihre Realität selbst zusammenstricken, jenseits aller Fakten.

    1. Ja, es gibt offensichtlich recht seltsame Leute…

      So viele sind das gar nicht. Aber sind viele Aktionen derart, man muss schon sagen: klug geplant, dass Medienschaffende aus Prinzip nicht umhin kommen, die Aktionen zu zeigen, z.B die Demo in Habichvergessen, in der die Demonstrierenden im totalen Schutzanzug die notwendigen Handlungen der Behörden persiflieren – um sie unmöglich zu machen.
      Aus diesem Grund ist man bereit zu glauben, dass viel mehr Bürgerinnen und Bürger gegen die behördlichen Handlungen seien, als es tatsächlich sind.
      Mit diesem Reflex wird gearbeitet.

      So weicht man das Vertrauen in die Behörden auf, dass diese sich zumindest um ein vernünftiges Handeln bemühen (geschenkt, dass nicht alles optimal verläuft bis hin zu ziemlich katastrophal: erinnert sich noch jemand an die vielen verloren gegangenen Positivbescheide in Bayern?) – um die Gesellschaft für eigene Zwecke zu destabilisieren. Kein ganz ungefährliches Spiel.

      Und die weniger hellen Kerzen auf der Torte lassen sich natürlich nur zu gerne instrumentalisieren, für ca. 30 sec „Ruhm“. Ach ja.

  7. Da ich jetzt auch mehr Zeit habe, schaue ich mir alle Staffeln von Frasier und Golden Girls an. Danach noch Cheers und Seinfeld. Und Lost muss ich auch wieder mal sehen. Das dauert. Bis dahin ist hoffentlich die Pandemie vorbei.

    1. Standhaft dem kulturellen Sündenfall trotzend 😉, habe ich noch keinen Smart-Fernseher.

      Aber ich habe ein sehr umfangreiches und schön gebundenes Lexikon geerbt, in Kleinschrift auf Dünnblatt, ungefähr 30 Bände – das perfekte Toilettenpapier für Millionäre.
      Bis ich da auch nur die allerinteressantesten Artikel gelesen habe, ist die nach Sars-Cov-2 kommende Pandemie auch schon vorbei (irgendetwas Ebolaähnliches vielleicht, mit Hauskatzen als Überträger). Rotwein gibt es auf alle Fälle genug, um die Lektüre durchzustehen! 😂

  8. Zu viel Zuckerguss in der SF Serie? Dem kann abgeholfen werden. Die Kur heisst ‚The Expanse‘. Nebenwirkungen: Schlafmangel, zerkaute Fingernägel und ein leicht lädiertes Nervenkostüm. Dafür gibt’s extreme Spannung, eine gehörige Portion Realismus (hard SF eben – Schwerkraft und ihre Konsequenzen werden berücksichtig), nuancierte Charaktere und vieles mehr.

  9. Lieber KK,
    du bringst es mal wieder voll auf den Punkt! Ich schaue ja schon gar keine Nachrichten mehr, um mich nicht noch mehr aufzuregen. Die Ignoranz der Menschen macht mich sehr traurig.
    LG Sansa

  10. Lieber KK,
    Du sprichst mir aus dem Herzen!

    Ich habe mir einen Mund-Nasen-Schutz mit der Aufschrift: „Corona schafft Arbeitsplätze – Ihr Bestattungsinstitut“ bestellt. Uns Wienern wird ja eine gewisse Affinität für’s Morbide nachgesagt :-).

    Liebe Grüße
    Eva

  11. Lieber KK,
    mir machen diese vielen verwirrten Menschen auch große Sorgen. Man kann es nicht begreifen… Ich habe vor einigen Jahren meine beste Freundin an die Verschwörungstheoretiker verloren.
    Angefangen hat es mit Esoterik, dann hat sie nur noch von der neuen Weltordnung phantasiert, später kam noch Antisemitismus und Angst vor Satanisten hinzu. Eine bunte Mischung absurder Theorien. Ständig ist sie auf die Montagsdemos gelaufen und ich konnte nicht mehr mit ihr diskutieren.
    So verblendet kommen mir manche von den Coronaleugnern jetzt auch vor. Die haben wahnsinnige Angst, das fällt mir oft auf und glauben jedes Wort der geradezu irrwitzigsten Throrien! Gehirnwäsche…
    Meine Freundin ist übrigens bei einer Freikirche gelandet und unglaublich religiös geworden. Ich habe den Kontakt abgebrochen, ihr missionarischer Eifer wurde mir zuviel und ich kam auch nicht mehr durch zu ihr.

    Netflixserien habe ich auch ein paar durch, man kann so schön abschalten.
    Damengambit war toll! The Expanse hat mir auch gut gefallen. Spannend!
    Bei Prime hat mir „Years and years“ total gut gefallen. Ist aber ein wenig deprimierend. Trotzdem meine Lieblingsmuniserie. Innerhalb von einem Wochenende habe ich die durchgeguckt.

    Schönes Wochenende!

  12. Lieber KK,

    so lange habe ich nicht mehr kommentiert, wohl aber mit Interesse gelesen. Ich habe den Eindruck, dass die Notwendigkeit der Maßnahmen jetzt, in der 2. Welle, nicht mehr so eingesehen werden wie im Frühjahr. Da war die Pandemie noch neu und erschreckend, aber anscheinend gewöhnen sich manche Leute an alles. Jene Frau in Berlin, die erklärte, sie wüsste selbst was für sie und ihre Familie (Kinder?!) gut ist, hätte ich am liebsten durch den Bildschirm gezogen. Für sich selbst mag sie entscheiden, aber bitte nicht für die Menschen, die sie unweigerlich trifft. Und auch ich erwarte von den Demonstranten die Unterschrift, dass sie keine ärztliche Behandlung über ein Schnupfenspray hinaus möchten. Das Plakat des Bestatters gefällt mir, ein bisschen schwarzer Humor schadet nie.
    Ich gehöre zu denen, die nicht mehr freie Zeit haben, bin aber froh darüber, „normal“ weiterarbeiten zu können. Deshalb fehlt mir nicht mal der hier nicht vorhandene Smart-TV incl. Streamingdiensten. Inzwischen lese ich dafür wieder mehr.
    Dir wünsche ich dass du gut durch die wirtschaftliche Krise kommst und gesund bleibst – so wie wir alle es uns wünschen.
    Viele liebe Grüße!

    1. Liebe April, wie schön wieder von Dir zu hören! Ich denke mir schon, dass viele noch mitlesen, und das Kommentieren soll auch passen und hat immer irgendwie auch seine Zeit. Wie nett, wenn man dann doch mal wieder etwas voneinander erfährt. Herzliche Grüße und bleib auch Du gesund!
      KK

  13. Liebe Pine,
    bei mir ist es auch so, ich lese den Blog hier als eine Tageszeitung und freue mich immer darauf.
    Da der KK kein Kommentar zu deiner Frage bzgl. des Trainers abgegeben hat, hoffe ich, dass es ok ist.
    https://instagram.com/trxspb_t22?igshid=1gl2g9t7kghea hier ist der Link zum Instagram Profil, sie sind aus St. Petersburg, sprechen aber wohl Englisch. Ich mache das auf Russisch. Es lohnt sich evtl, eine WhatsApp Nachricht zu schreiben und zu fragen, ob und was ginge.

    Liebe Grüße und gute Besserung.

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