LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 23.10.2020

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Herbst, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Heute mal die Trendbarometer-Kurzversion…

Warum? Weil ich mittlerweile kaum noch hinterher komme. Da reißt man sich sprichwörtlich gleich mehrere Beine aus, damit man ein perfektes Hygienekonzept für seine Kunden entwickelt. Das muss zudem ständig abgeändert werden, weil sich die Corona-Regeln häufiger umstellen, als Trump twittert, und dann kommt der Schlag von ganz anderer Seite: Drei meiner KundInnen sind in den letzten Tagen (unabhängig voneinander) nach der Rückkehr aus dem Urlaub positiv auf das C-Virus getestet worden und liegen im Krankenhaus (!).

Ein weiterer positiv nach einer Hochzeit „im engsten Familienkreis“ (über fünfzig Teilnehmer), ich breche zusammen. Zum Glück hatte ich in den letzten zwei Wochen mit allen keinerlei engeren Kontakt, sodass diese Sorge entfällt. Aber es zeigt doch, wie nah plötzlich die Situation tatsächlich ist, sie lauert quasi vor der Haustür.

In Anbetracht der mir nun wegbrechenden Aufträge, mache ich mir bezüglich eines neuerlichen Lockdowns auch keine all zu großen Hoffnungen mehr. Die Zahlen sprechen für sich, und selbst ein Lockdown „light“ wird höchstwahrscheinlich die Freizeitbranche brachial treffen. Dabei besitzt angeleiteter Sport natürlich auch Systemrelevanz, aber darüber hätte man nicht diskutieren müssen, wären die Warnungen im Sommer ernst genommen worden. Hat eigentlich irgendwer (inklusive der Politik) einen Plan für den Herbst/Winter gemacht? Ausser natürlich Urlaubsplänen? Nein? Keiner?

Doch hey, das „Recht“ auf Reisen, Party und kuschlige Anti-Corona-Demonstrationen ist ja heilig. Mal für eine relativ kurze Zeit zurücktreten, und dadurch große Verluste und Entbehrungen vermeiden? Nö…und diese Haltung ist eigentlich ein Schlag ins Gesicht aller, die jetzt wahrscheinlich wirklich leiden müssen.

Die Veranstaltungs- und Freizeitbranche, Künstler, Soloselbstständige wie ich, Gastronomie, aber auch die Reiseveranstalter und Transportunternehmen selbst, und viele mehr, stehen vor der größten Krise aller Zeiten. Alte und Kranke, die womöglich nicht mehr besucht werden können. Gewalt im engsten Raum gegen „Schwächere“ entzündet sich schon wieder. Die Liste ist schier unendlich.

In der Haut der Mitarbeiter der wirklich systemrelevanten Branchen möchte ich jetzt auch nicht stecken, die die Welle nun vor sich auftürmen sehen. Wie fühlt man sich zum Beispiel als MitarbeiterIn auf der Intensivstation, wenn man schon weiß, was in ein paar Wochen losgeht?

Und was ist dann DAS Thema: Wo es noch Toilettenpapier zu ergattern gibt. Ich fasse es nicht, dass schon wieder die Regale mit den Abwischprodukten leer gehamstert sind.

 

Natürlich will es niemand gewesen sein. Kein mir bekannter Mensch will in den letzten Tagen Klopapier und Küchenrollen gekauft haben. Ah ja, und die Bildzeitung kennt man auch nur vom Hörensagen.

Dabei konnte man das Schauspiel in den letzten Tagen bereits mikroskopisch genau beobachten: Zuerst war das teure und flauschige Papier alle. Dann vergriffen sich die fleissigen Hamster auch an den kratzigen Rollen in Mausgrau. Und nun ist auch das feuchte und umweltschädliche Nasswischzeugs ausverkauft.

Sollte mir entgangen sein, dass Corona eine schlimme Durchfallerkrankung ist, die mit Tag und Nacht andauernden, und unkontrollierbaren Toilettengängen einhergeht? Oder wenigstens Stressdurchfall, wegen der Panik vor…nein nicht Corona, sondern vor dem möglicherweise ausfallenden Skiurlaub im heißgeliebten Ischgl?

Oder stopfen sich die Leute demnächst im eiskalten Winter die Klamotten mit dem flauschigen Zeugs aus, um nicht am offenen Fenster zu erfrieren?

Vielleicht wird auch fürs Homeschooling schon mal Ägyptische Geschichte vorbereitet, so eine Mumie in lebensecht (Papa muss dran glauben) ist schon ziemlich imposant für die renitenten und vom elterlichen Lehrerpersonal unterforderten Racker.

Und wozu den geschlossenen Fitnessstudios nachtrauern, wenn man kiloweise Klopapier stemmen kann? Die haben ja gleich auch so praktische Griffe.

Da fällt mir noch ein, dass das Nudelregal auch wieder ziemlich geplündert aussah. Ganz klar: Spaghetti al dente an Klopapier-Schäumchen ist DAS perfekt Corona-Survival-Menü.

Aber nun mal ernst: Dieses Phänomen, das wir hier gerade nochmals bewundern dürfen, ist ein Ausdruck der Angst, die nun wieder zunimmt. Das Klopapier steht stellvertretend für ein Quäntchen Sicherheit und Normalität. Dieses Zeichen sollten wir ernst nehmen.

 

 

Neuer Klapprechner

Mein alter Apfelrechner hat nun endgültig Macken, und die Batterie hätte getauscht werden müssen. Aber ich habe mich dann doch für ein neues Modell entschieden, mehr als fünf Jahre arbeitete das Teil mustergültig, da kann man nicht meckern.

Leider ist das mit dem „Umzug“ so eine Sache. Der Migrationsassistent sucht und sucht, die beiden Rechner (alt und neu) wollen aber einfach nicht zueinander finden. Wie gut, dass es die Cloud gibt, in der ja viele Einstellungen und Daten gespeichert sind, die man ganz einfach auf den neuen Rechner gezaubert bekommt. Doch so manche Programme, Drucker und Specials müssen dann doch händisch zum Laufen gebracht werden.

Und natürlich habe ich mir dazu ausgerechnet den Donnerstag ausgesucht. Der Tag, an dem ich am Trendbarometer schreibe. Also ist das heute eine Premiere: Das ganze Zeugs hier ist auf dem Handy getippt worden. Fürchterlich! Wie können Menschen nur ohne PC oder Laptop auskommen? Kein Wunder, dass Instagram so erblüht, da werden ja kaum mehr als drei vollständige Sätze geschrieben. Häppchenkultur dank Handy-Overkill.

Und da dieses Getippe in Miniatur nervenaufreibend, und selbst Fotos einpflegen eine Fummelarbeit am Handy ist, mache ich auch für heute den Laden zu. Ein wenig Ablenkung suchen bei Netflix, und dazu einen Apfel mit einer Handvoll Nüsse, das wars dann für den Donnerstagabend.  Bis Sonntag, bleibt gesund!

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser Keinerlei Sponsoring)


34 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 23.10.2020

  1. Guten Morgen lieber KK, Den Verlauf der Infektionszahlen kann man tatsächlich am Pegel der Klopapierregale ablesen. Absurd.
    Meine Mutter kann es auch nicht fassen, dass Klopapier wieder gehamstert wird: … so unvernünftige Leute!“
    …… und legte sich vorsichtshalber einen Vorrat im Keller an.
    Da war sogar ich sprachlos.
    Ich wünsche uns allen einen gesunden Herbst.
    Liebe Grüße aus Berlin

  2. Lieber KK,

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit. Die ständigen Corona Neuverordnungen nerven!! Jeden Tag etwa 4 Änderungen, die bitte sofort umgesetzt zu werden sind!

    Die Einschläge kommen näher! Ich arbeite an vorderster Front in einer Arztpraxis auf dem Land. Wir haben Infektsprechstunden in denen ich wie ein Marsmännchen rumlaufe und die Patienten auf dem Parkplatz!! abstreiche.

    Es ist ein Elend und wir können nur durch AHA das Virus eindämmen. Ja, mit Verzicht! Aber besser als krank zu werden!!!

    Schönes WE und viel Gesundheit
    Karen

    1. Vielen Dank, liebe Karen. Das kann ich dir nur zurückwünschen, gerade bei dir an der vordersten Front.
      Das Marsmännchenkostüm kenne ich, und es ist eine Qual. Bleib gesund!
      KK

  3. Was ich nciht verstehen kann, ist dieses „geradebiegen“ der Massnahmen zugunsten eigener Wünsche.
    In meinem Bekanntenkreis meinte jemand, er müsse ein „Oktoberfest“ im Garten machen.
    “ ja, aber es war ja draussen“ (klar und beim Anstossen etc sitzt man nciht nahe beinander)
    „ja, aber es waren Leute die ich eh ständig sehe“ (Aber sehen sich die Gäste untereinander auch ständig? Am Ende waren 7 oder 8 Haushalte durchmischt)
    „Corona App? Ja, aber die braucht soviel Akku“ (und wenn? hüpft einem wegen dem bisschen mehr Strom was man braucht ein Schnitzel aus der Pfanne?)
    Über den Blödsinn, dass die Masken Sauerstoffmangel im Gehirn verursachen will ich mal gar nicht reden.

    Ab Montag gilt bei uns im Betrieb überall Maskenpflicht. Dann ist das halt so. Lieber das, als nochmal 3 Monate totales Homeoffice mit Homeschooling.
    Bleibt gesund!
    liebe Grüsse aus der Schweiz

    1. Ich wurde heute von einem Mitglied derGeschäftsleitung gefragt, ob ich tatsächlich an die Maske „glaube“. Ich war sprachlos. In unserem Betrieb tragen die Mitarbeiter durchgängig freiwillig Maske, die Geschäftsleitung leider, bis auf eine Person, grundsätzlich nicht.
      Lisbeth

    2. Deine Haltung finde ich vorbildhaft. Ich bin bestimmt auch kein Mitläufer, aber irgendwie spürt man doch, wann es Zeit ist sich selbst einmal zurückzunehmen, damit das Gemeinwohl profitiert.
      Liebe Grüße in die schöne Schweiz!
      KK

  4. Lieber KK,

    Ich bin auch immer wieder sprachlos über manche Entscheidungen „von oben“. Wenn man mal verfolgt, wo die großen Ansteckungsgefahren lauern, so kommt man schnell darauf, dass es häufig Feiern im privaten Kreis waren. Mal abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, in diesen Zeiten mit gutem Gefühl eine große Sause zu schmeißen, warum ist das erlaubt?
    Es ist doch abzusehen, dass gerade bei solchen Veranstaltungen nicht die nötigen Maßnahmen eingehalten werden und bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, auch schöne, freudige Momente erleben zu müssen in diesen Zeiten, große Feiern kann man doch nachholen.
    Ich lebe momentan auch in einer Situation, in der die steigenden Corona Infektionen sehr bedrohliche Konsequenzen haben könnten, wenn auch anders als bei dir. Ich kann eigentlich damit nur leben, indem ich mich bemühe, nicht allzu viel darüber nachzudenken. Ansonsten werde ich verrückt.
    Herzliche Grüße!

    1. „warum ist das erlaubt?“ Das ist richtig – und vor allem, warum macht man das jetzt?

      Ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber für mich ist das klassisches Kleinkindgehabe. Die warten auf einen Anführer*in. Und solche wollen dann in Entscheidungen einbezogen werden – und wählen natürlich, ganz klar!

      Im Prinzip war ja für jeden mündigen Bürger*in genug Zeit, sich zumindest etwas zu informieren und sich eigene Gedanken zu machen. Da man selbst handeln kann, braucht man auf den Staat nicht zu warten, man soll aber auf ihn hoffen dürfen, dass er die Uneinsichtigen beschränkt!

      Rüssel rein und bleibt gesund!

    2. Hallo Bianca, eine ganz normale Strategie, darüber nicht so viel nachzudenken, weil man sonst das Gefühl hat „verrückt zu werden“. Das kenne ich auch, und ja, es ist wohl auch besser, denn es hilft nicht bei der Problemlösung. Ich höre mir nur noch einmal am Tag die Nachrichten an, das muss derzeit reichen. Wenn es neue Anweisungen zum verhalten bei den steigenden Fallzahlen gibt, informiere ich mich natürlich zusätzlich. Aber da habe ich stets das Gefühl, dass ich etwas beitragen kann, und nicht hilflos zuschauen muss.
      Bleib gesund!
      KK

  5. Lieber KK, trotz des schlimmen und erschreckenden Inhalts, hat mich Dein Post auflachen lassen – die Formulierung ist gewohnt gekonnt-spitz. Wie bei den „großen“ Autoren: Das Lachen bleibt einem förmlich im Halse stecken.
    Top!
    Corona, die Zahlen, die Regelungen,… es ist ein Elend. Den anderen (und Dir natürlich) stimme ich vollumfänglich zu. Was mich aktuell in diesem Zusammenhang bewegt, sind zwei Dinge:
    1. Ich halte die Schulregelungen für starr und wenig zielführend (Baden-Württemberg). Leider ist das einzige, das „denen“ über die Sommermonate eingefallen ist: Temperatur runter und Masken hoch. Sehr unbefriedigend und wenig flexibel… (außerdem sind bei uns Krankheitsausfälle (Erkältungen) mit bis zu 40% gleichzeitig pro Klasse nicht ungewöhnlich – jetzt schon!)
    2. Die Berufung auf die „Partypeople“, die jetzt an allem schuld sind. Die haben sicher einen (nicht unerheblichen) Anteil daran, aber ich konnte nicht beobachten, dass jüngere Leute/Jugendliche so über die Maßen feiern, wie es einem überall verkauft wird. Mein persönliches Erleben ist vielmehr, dass diejenigen, die sich wieder mal wenig(er) an die Regeln halten eher den Senioren zuzuordnen sind. Vermutlich haben wir es hier mit einer Gemengelage zu tun; insofern finde ich es aber bedenklich, da von „ganz oben“ irgendwelche Schuldzuweisungen an/über ganz bestimmte Personengruppen auszusprechen.

    Beobachtend-besorgte Grüße und ein großes Dankeschön für „alle(s)“ hier, Steffi

    1. Danke, liebe Steffi. Ich bin ja so gestrickt, dass ich immer auch ein wenig Galgenhumor einfließen lassen muss, sonst ertrage ich es nicht mehr lange. Ich finde wie du, dass viele Regelungen so schrecklich unausgegoren wirken, aber wir stehen ja eigentlich immer noch vor einem Rätsel, gewissermaßen, denn das verhalten des Virus ist ja immer noch in der Erforschung. Wahrscheinlich werden wir noch viele Versuch-Irrtum Entscheidungen über uns ergehen lassen müssen. „Beobachtend-besorgt“ finde ich zu 100% perfekt beschrieben.
      Liebe Grüße
      KK

  6. In meinem Landkreis (BW) lag der Inzidenzwert gestern bei knapp 40, im Nachbarkreis (HE) bei über 90. Ich mache Nmir wirklich Sorgen wie das alles weitergeht. V.a. tun mir die ehemaligen Kollegen in HE leid, die Arbeit im Jobcenter wird sicher nicht weniger oder einfacher. Von den täglichen euinfektionen ganz zu schweigen. Ich finde es schwierig „Schuldige“ auszumachen und halte mich was das betrifft bewusst zurück. Ich kann zumindest nicht beobachten, dass Junge oder Alte besonders „schuld“ wären. Auffällig in dem Sinne ist lediglich, dass es hier vermehrt Infektionen in Flüchtlingsunterkünften, Schulen und Pflegeheimen gibt. Was aber auch nicht verwundern sollte bei den Menschenansammlungen. Ich habe mich gestern und heute online (mache ich wegen Handicaps ja immer so) mit Fischkonserven, Pumpernickel, Studentenfutter, 90%iger Schokolade eingedeckt. Ein paar Grundnahrungsmittel wie Maisgries, Linsen und Buchweizen, Tee und Mineralwasser (und Klopapier) habe ich noch hier. Damit sollte ich ca. 1 Monat klarkommen. Hätte ich das erst nächste Woche gemacht wette ich, müsste ich schon wieder Wochen auf die Lieferung warten. Und das ist nicht witzig wenn man auf Online-Shopping angewiesen ist… Desinfektionsmittel, Mundschutz und Handcreme habe ich auch genug (noch gehabt).
    Was mir persönlich noch Sorgen macht ist meine Gesundheit. Aufgrund der Belastungen der letzten Monate und Jahre ist mein Immunsystem schwach und ich schon länger gesundheitlich angegriffen. Ich hoffe sehr, das jetzt in den Griff zu bekommen, es nervt nur noch. Geht es noch jemandem so?
    Liebe Grüße in die Runde

    1. Hallo liebe Gast, deine Gesundheit bereitet dir Sorgen, und das ist völlig normal, denn das ist nun mal dein höchstes Gut. Vielleicht kannst du dich trotzdem zu einer kleinen Gelassenheitsübung bewegen lassen, sodass dein Körper, dein Immunsystem, deine Psyche eine kleine Auszeit bekommen? Schau doch mal zB. bei YouTube nach „Atemmeditation“, wahrscheinlich kennst du das ja längst.
      Lass dir nix erzählen, es muss nichts mit Spiritualität und Esoterik zu tun haben, sondern sich auf den Atemfluss zu konzentrieren ist eine ganz einfache „Mechanik“, um dem Körper Ruhe zu signalisieren. Man könnte fast sagen: Ruhe zu „erzwingen“, denn wenn du es gut und richtig anstellst, „müssen“ geradezu Blutdruck und deine Atem- und Herzfrequenz zu einem gesunden und förderlichen Status finden. Und das wirkt sich auf Dauer auf deinen gesamten Körper und Geist aus.
      Wie gesagt, es ist wahrscheinlich nichts Neues für dich, aber vielleicht war meine kleine Erinnerung gerade nutzvoll für dich.
      Liebe Grüße
      KK

      1. Guten Morgen lieber KK,
        das ist aber lieb von dir, Danke. Du hast aber recht, ich mache schon seit gut anderthalb Jahren autogenes Training und Achtsamkeitsmeditationen (ich benutze CDS bzw. MP3s von Minddrops dafür) . Ich habe auch nichts gegen Spiritualität in einem gewissen Rahmen, Esoterik ist allerdings nichts für mich. Leider war ich in letzter Zeit sogar innerlich so unruhig, dass ich mich darauf nicht mehr hab konzentrieren können. Zur Zeit ist alles eine einzige große Herausforderung, meine Akkus sind zusätzlich leer. Ich versuche die gerade wieder zu füllen und hoffe mein Immunsystem kommt bald wieder auf die Füße. Allerdings sollte ich dringend mit o.g. weitermachen, das hilft eigentlich immer sehr gut.
        Liebste Grüße

  7. Ich habe mit Leuten, die unbedingt in den Urlaub müssen und danach erkrankt sind überhaupt kein Mitleid. Was die den Mitmenschen antun ist unverantwortlich. Es geht dabei ja nicht nur um die eigene Oma, was schon schlimm genug ist, sondern um all die Restaurants, Hotels und all die anderen von dir o.g. Einrichtungen. Es geht um deren Existenzen.
    Viele Grüße

  8. Unser Bürgermeister macht sich die Mühe über eine eigene Facebookseite die jeweils aktuelle Lage und die eintretenden Maßnahmen und Regelungen für jeden verständlich zu beschreiben und aufzudröseln. Ich bin nach drei Wochen als Follower wirklich fassungslos was (und auch wie) da in den Kommentaren geschrieben wird. Vor allem aber lese ich ‚ICH/MICH/MIR‘! Blanker Egoismus ist dort vertreten, viele verstehen offensichtlich nicht dass wir es hier mit einer Situation zu tun haben, in der es um ein WIR geht.
    Meine Freundin erzählte mir vor kurzem dass ihr 20jähriger Sohn ihr gestanden hat, dass die Partyszene in Köln durchaus ihre heimlichen Treffpunkte hat; da werden günstig gelegene Bistros nach offiziellem Feierabend in den Hinterzimmern zur Disco umfunktioniert. Überflüssig zu sagen dass da weder AHA noch MNS vorkommen…. Viele Grüße, Claudi

    1. @Claudi: Da muss ich aber lachen, „gestanden“ ist wirklich sehr spaßig. Die Orte, von denen da die Rede ist, kennt in Köln wirklich jeder, da wird lang und breit in der Tagespresse drüber berichtet. Und ich schätze, in Berlin, Hamburg und anderen Großstädten ist es nicht besser.

      Die einen brauchen die Party, die anderen dringend Urlaub und wir – der brave Rest – müssen das leider aushalten.

    2. All diese Partylocations in Hinterzimmern und Co. sind mir auch bekannt. Es ist verrückt. Als würde man den Staat betuppen, weil er einen gängelt. Dabei schneidet man sich ins eigene Fleisch. Ich hoffe, dass die Auswirkungen da nicht so immens sind, wie befürchtet.
      Und das Engagement eures Bürgermeisters finde ich klasse. Hier gibts auch sowas in der Art, aber ich bin da unschlüssig. Ein wenig zu bemüht sieht es hier aus, dabei wollen alle doch nur klare und ungeschönte Worte.
      Liebe Grüße
      KK

    1. Och nö, komm, zu diesem Link muss ich mich jetzt aber nicht äussern, oder?
      Natürlich veröffentliche ich ihn, distanziere mich aber von der Seite und dem Inhalt des Artikels.

    2. Hallo Anja,
      Und was will mir dieser Artikel sagen? Dass Stalin und Corona irgendwie das gleiche sind?
      Für einen Artikel, der im Titel darauf hinweist, man soll der Angst entsagen, macht er ziemlich viel Verschwörungsgeschwurbel- und geraune. Wie das gegen Angst helfen soll, erschließt sich mir nicht.

      VG
      Julia

      @KK: hast recht, eigentlich muss man sich dazu nicht äußern!

    3. Nicht hier auch noch 🙄.
      Rechtskonservative, manipulative Blogs braucht kein Mensch!
      Schlimm genug, dass bestimmte Kreise Facebook mit diesem Müll fluten.
      Hier hätte ich nicht erwartet, so etwas zu finden.

  9. Guten Morgen,

    na ja, das letzte Mal waren es nicht nur die „dummen Hamsterer“, die das WC-Papier kauften. Und so die Regale leer machten. Es gab keines mehr, weil die Grenzen geschlossen waren und die Ware in den LKW lagerte, die eben vor der Grenze standen.

    Ich finde es immer müßig, über andere zu schimpfen. „Haben die nichts gelernt?“… etc. Doch. Wenn Frau Klöckner sagt, es ist genug für alle da, ist das nicht zwangsläufig richtig und da wird mehr gekauft. Denn wenn die Grenzen geschlossen werden, haben wir die gleiche Situation wie im März.

    Und ich stimme Steffi zu, hier wird wieder ein Generationenkonflikt gemacht. Alt gegen Jung. Die Alten müssen sterben, weil die Jungen Party machen. So ist es nicht. Ich sehe viele Ältere, die sich sagen, wir haben so wenig Zeit, wir wollen doch mal ausgehen, Kuchen essen,etc. alles im heimischen Garten, Nachbarschaftsfeste etc.

    1. Wie wäre es denn mit Ausgeglichenheit? Ich muss doch jetzt nicht die Alten gegen die Jungen, und deren Handeln, aufwiegen.
      Klopapiermangel gab und gibt es nicht, man musste nur mal seinen Arsch bewegen(sorry) und suchen. Klopapier wird auch in Deutschland hergestellt und gelagert, da erschliesst sich mir das Argument der kurzzeitig geschlossenen Grenzen nicht.
      Dass die Hamsterer „dumm“ seien, ist deine Interpretation, ich habe sie eher dem Phänomen der diffusen Angst vor dem Unbekannten (Corona) zugeordnet. Und ja, statistisch gesehen sterben mehr Alte (an Corona als „Katalysator“). Ist nun mal so, und zu den Alten zähle ich mich mittlerweile aus, zusammen mit Vorerkrankungen gesehen. Und in meinem Umkreis sehe ich mehr pure Angst als unvernünftige Kuchenschlachten. Und ja, Angst ist mE ein wichtiges Signal, um unser Handeln zu steuern.
      Viele Grüße
      KK

      1. Hallo,

        leider werden im TV die Jungen gegen die Alten aufgewogen. Man sieht nur feiernde Jugendliche.

        Dass die Hamsterer dumm sind, schrieb ich so nicht, daher ja die Anführungszeichen. Aber du kannst mir glauben, ich habe hier im weiteren Umkreis meinen „Arsch bewegt“, und nein, da gab es nicht mal eine müde Rolle. Zuerst wegen der Vielkäufe, aber dann wurde schlicht kein Nachschub geliefert. Das war sogar bei Reinigungsunternehmen spürbar. Dass du es anders erlebt hast, finde ich gut, aber ich kann nur von meinem Kreis sprechen.

        Und Angst habe ich auch. Und mir fehlt auch viel. Unbeschwertheit, Nähe, Lachen. Wird das wiederkommen? Im nächsten Jahr wohl noch nicht so ganz, da bin ich traurig.

  10. Seit Folge 1 höre ich den Podcast mit Herrn Prof. Drosten. Und auch wenn inzwischen viele über ihn meckern, mache ich damit weiter. Ich höre genau zu, schlage ab und zu etwas nach oder suche nach genau einem Thema auch noch Infos bei anderen Quellen. Er hat zu Sommerbeginn vor dem Herbst gewarnt. Nur wenige hat das gejuckt und jetzt wundern sich gefühlt alle.

    In manchen Schulen und Büros kann man noch immer nicht lüften. Dass sich die hygienischen Bedingungen auf Schulklos verbessert haben, wage ich auch zu bezweifeln. Wer Nachwuchs hat, kann den ja gerne mal nach Seife, Warmwasser und Handtüchern fragen und hier mittwochs mal berichten.

    In manchen Städten verringert man die Taktung des ÖPNV. Warum eigentlich? Vielleicht damit in den noch fahrenden Busse und Bahnen noch besser gekuschelt werden kann?

    Im September war ich in Berlin und mir fiel unangenehm auf, dass in vielen Cafés und Frühstücksläden die Maskenpflicht von den Gästen und auch Angestellten sehr lax gehandhabt wurde.

    Da man noch prima draussen sitzen und Abstand halten konnte, störte mich das nicht sonderlich. Nur wenn ich sitze und Leute quasi über mir stehen und reden, fühle ich mich so unwohl, dass ich etwas sage.

    Zum Gang aufs Örtchen klatsche man sich die OP Maske einfach mit einer Hand unter die Nase. Das ist nämlich cooler, als die Gummis über die Ohren zu streifen. Aber wo lässt man das Ding dann auf dem WC? Ich will lieber nicht darüber nachdenken 🙂

    Die Urlaubsdiskussion ist für mich gegessen. Überall steigen die Zahlen und ich bleibe wieder brav zu Hause. Ja, ich war ja auch im Sommer schön 3 Wochen im Urlaub. Jeden Tag von morgens bis abends draussen unter heißer italienischer Sonne. Das muss reichen – wie in anderen Jahren auch. Die kleinen Exkurse, die ich sonst häufig unternehme, sind jetzt eben auch wieder gestrichen. Da muss ich durch und laufe hier einmal mehr in den Wald.

    Ich habe nicht mehr soviel Angst wie im März, beobachte aber mein Umfeld kritischer und achte wieder mehr auf die Zahlen, weil die auch in Nordfriesland steigen.

    Ich gebe auch keinem Schuld – weder den Jungen, noch den Alten. Das kann ich einfach nicht beurteilen. Ich bin nur entsetzt über diese Feiern mit vielen Menschen. Egal ob Familie oder Oktoberfest oder Sportclub. Klar, wenn man seit Jahren plante, seine Hochzeit am 20.10.2020 zu machen, will man das bestimmt durchziehen. Aber ich würde einfach nicht hingehen.

    Liebe Grüße in die Runde und bleibt alle schön gesund!
    Bärbel

  11. Der Toilettenpapierindex (TPI) – im Übrigen kann das Coronavirus durchaus die Verdauung ungut beschleunigen, v.a. bei Kindern – insofern ist der Griff ins Toilettenpapierregal nachvollziehbar. Blöd auch, wenn man derzeit wirklich keines mehr bevorratet hat und jetzt welches kauft – die 🙄 Blicke! Trockenhefe gibt es aber reichlich!

    So gut Deutschland bislang durchgekommen ist, nach anfänglichem Stottern (keine Testung an Flughafen im Frühjahr zum Bespiel, das Maskenschwindeldebakel), so sehr war es doch absehbar, dass es nun wieder brenzlig wird, wenn man halbwegs ein Gefühl für Mathematik und verstanden hat, was exponentielles Wachstum bedeutet und dass der R-Wert immer schon einen kleinen Tick zu hoch war. Die Reisen haben das Virus schön gleichmäßig verteilt. Der Dank geht an die Tourismuslobby, die gerne Parlamentarische Abende ausrichtet.

    Das bedeutet letztlich natürlich Schließung nichtneuralgischer Begegnungsmöglichkeiten.

    Mein Argument war ja immer, dass man damit nicht nur seine schöne Infrastruktur mit Restaurants, Theatern und Fitnessstudios zerschießt, sondern auch die eigene Zukunft und die der eigenen Kinder, einmal ganz abgesehen von gesundheitlichen Aspekten. Hoffen wir mal, dass die meisten durchhalten.

    Bei der Gastronomie sehe ich aber schwarz.
    Später, wenn alles wieder normaler sein kann, wird es wieder welche geben. Aber. Überlegt mal, wer dafür das Geld hat, das noch unauffällig gewaschen werden möchte.

  12. Lieber KK,

    winter is coming…

    In vielerlei Hinsicht, wie ich finde.
    Ich verfolge die Zahlen, ohne Panik, aber mit Besorgnis.
    Man hat nicht hören wollen – nicht auf Drosten, nicht auf Lauterbach, nicht auf die Kanzlerin.
    Man hat sie verlacht, bedroht, beschimpft.
    Die Stimmen der Vernunft waren unpraktisch für Politiker und Landesfürsten, die sich inzwischen wieder im Wahlkampfmodus befinden – was nicht förderlich ist für uns alle in Zeiten einer Pandemie.
    Man wollte nicht auf sie hören.
    Die Egoisten und Querschwurbler sowieso nicht, die gemeinsam mit der AfD ihr spaltendes und zerstörerisches Gift in die Gesellschaft träufeln.
    Es macht müde, sich dagegen immer wieder zur Wehr zu setzen.

    Und ich kann Deine Sorgen gut nachvollziehen! Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Kraft – bleib gesund!

    Ich vertraue darauf, dass die Vernunft wieder zurückkommt in unsere Gesellschaft, dass wir wieder den Wert von Solidarität schätzen lernen – nicht erst dann, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht.
    Und ich vertraue auch, dass es soweit nicht kommen wird, denn wir haben eine hervorragende Garde von Wissenschaftlern, gut ausgestattete Kliniken und kompetente Ärzte.
    Und wir haben eine Bundeskanzlerin, die es verdient, dass man ihrer Expertise und ihrer Führung vertraut.
    Denn anders als die Parteigranden und Landesfürsten hat sie keine Ambitionen auf Wiederwahl, Parteivorsitz oder Karrieresucht.
    Wann wird man begreifen, dass diese Frau tatsächlich die Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung umtreibt und die wirtschaftliche Existenz von Deutschland?

    Winter is coming – and afterwards, a new spring will follow.

    Klingt etwas schwülstig, ich weiß – aber in solchen Zeiten reduziert sich alles aufs Grundsätzliche und die Zeit der Plattitüden ist vorbei.

    Ein schönes Wochenende Euch allen hier – bleibt gesund 🍀!

  13. Es ist wirklich schlimm, die Leute sind ja nicht mal fähig, die Maske richtig zu tragen. Ständig sieht man welche, die nur den Mund bedecken, unterm Kinn hängen oder runterrutschen. Da ist doch Hopfen und Malz verloren. Wenn alle tatsächlich mal auf Urlaub, Feiern und Shopping-Orgien verzichtet hätten, wären wir eventuell glimpflicher davon gekommen. Schützt euch so gut ihr könnt, versucht gesund zu bleiben.

    1. Es ist mir ein Rätsel! Stääändig sehe ich Leute mit rutschenden Masken, und herausschauenden Nasen. Echt, was ist daran so schwer? Und viele Masken sehen schon so angeranzt aus, werden die gewaschen oder desinfiziert? Himmel.
      Liebe Grüße
      KK

  14. Bezüglich Corona wechseln meine Emotionen zwischen Angst und Wut. Ich wünsche allen hier dass sie sowohl gesundheitlich wie auch finanziell gut durch diese Krise kommen.

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