LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER 26.06.2020

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Sommer, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Der Urlaub ist da?

Ich hatte es ja schon letztens angedeutet, aber nun, da die Sommerferien bevorstehen, scheint es kein Halten mehr zu geben. Wie die Wahnsinnigen schmeißen sich die bleichen Haxen in den unheiligen Sandalen mit Shorts-Mix, als gäbe es an allen erreichbaren Stränden dieser Welt Freibier.

Ich gönne allen den Urlaub, aber wie fühlt man sich eigentlich dabei, wenn man nicht gerade sein Gehirn einfach ausschaltet und all diesen „Corona-Kram“ mal eben ausblendet?

Der Tanz mit dem Tiger gleicht eher dem Tanz auf dem Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Eine zweite Infektionswelle ist möglich, weltweit gibt es schon harte Anzeichen, und auch bei uns mehren sich die Cluster-Ereignisse. Aber egal, es fühlt sich gerade alles so schön sicher an, oder?

Dabei stehen wir möglicherweise vor einer der größten Krisen überhaupt. Wer glaubt, Karstadt-Galeria-Kaufhof wäre ein tragischer Einzelfall, wird sich noch wundern. Und ob dann noch ein Fünkchen Solidarität übrig bleibt, wenn sich jede und jeder der Nächste ist – ich zweifle doch arg. Es gibt schließlich Hartz 4, der Staat hilft euch schon, liebe Leute, und nun stört unsere Erholung nicht.

So muss man sich nun aber im Urlaub zum feisten Haxenbräunen erst einmal misstrauisch mustern lassen. „Du kommst aus NRW? Ohoh…“ Übrigens ist Gütersloh überall. Fleischverarbeitung gibt es zahlreich und flächendeckend, und wer glaubt, nur bei Tönnies wären die Arbeitsbedingungen Corona-friendly und ansonsten unter aller Sau (sorry), glaubt auch an ein schlagkräftiges Malariamittel, das den Urlaubsmiesmacher Corona in seine Schranken weist. Da braucht man gar keinen Aluhut, ein orangefarbener Wischmob auf dem Kopf reicht völlig.

Ach was schreib ich mir die Finger wund, es wird schon. Und nun alle im Chor: „Let´s make Corona great again!“

 

 

Der Untergang der Warenhäuser

Hat diese Nachricht verwundert? Wenn man mal ehrlich ist: Nein. Galeria, Karstadt, Kaufhof schließt etliche Kaufhäuser. Die Mitarbeiter waren in Tränen aufgelöst. Viele Städte verlieren nun ihre letzten Kaufhäuser. Hier in Essen schließt somit der größte Mieter (Karstadt) im riesigen Einkaufszentrum „Limbecker Platz“, und dazu auch noch Galeria-Kaufhof, am anderen Ender der Innenstadt. Traditionshäuser. Tot.

Karstadt (damals Althoff) kam aus dem Ruhrgebiet, war ein Kind des Ruhrpotts. Essen beherbergte die Hauptverwaltung des Warenhauskonzerns. Ja, und auch Dortmund verliert sein Vorzeigekaufhaus, da wo alles begann. Unglaublich, aber es ist so.

Die Bestürzung finde ich allerdings in großen Teilen heuchlerisch. Wer Warenhaus will, muss auch hingehen! Corana hat sicherlich als Brandbeschleuniger fungiert, aber das ist in vielen Branchen so, wir spüren es nur noch nicht so stark. Wir sind so sehr mit uns selbst beschäftigt. Ich finde es schrecklich, aber auch so vorhersehbar.

Die Zukunft unserer Innenstädte sehe ich nicht rosig, aber vielleicht ist es auch nur normal. Die Welt verändert sich nun mal. Trotzdem ist das ein unrühmlicher und erniedrigender Abgang, denn wenn man sich überlegt, wie viel die Onlinekonzerne (wie zB. Amazon) hier leisten….so gut wie nichts, sie vermeiden lieber Steuern und kümmern sich nur störrisch um arbeitsrechtliche Gesetzesvorgaben.

Adieu, liebe Kaufhäuser! Bald wird es Generationen geben, die sowas nicht mehr kennen. Der Lauf der Dinge…

 

 

 

Die Stiftung Warentest und Kindersonnenschutzprodukte

Ach ja, sie meinen es alle nur gut, tun dabei jedoch immer so, als hätten sie die allgemeingültige Wahrheit gepachtet. Aber ein Test sagt mir nun mal noch lange nicht genau, ob mein Kind ein Sonnenschutzprodukt vertragen (oder gar mögen) wird.

Da gibt es also nun wieder den alljährlichen Sonnenschutztest 2020, extra Kinderprodukte wurden getestet. Und dann kommen sie wieder, die Feinheiten, die mich immer etwas erschrecken, weil sie zeigen, wie arg löchrig und schludrig diese Testdesigns gerne mal sind.

Stiftung Warentest (und viele andere Bewertungs-Experten) kümmern sich schon seit Jahren einfach nicht um den enthaltenen unguten, mögl. austrocknenden und mögl. reizenden Alkohol in den Sonnenschutzprodukten für Kinder. Da versuchen wir die möglichen Stressoren peinlich genau zu vermeiden, und ausgerechnet der Kinderhaut wollen wir sowas zumuten? Beim zugesetzten Parfüm sind sie doch mittlerweile (endlich!) auch strenger geworden.

Ja, Alkohol sorgt für eine schnelle und einfache Verteilung des Produktes, was wichtig für den kompletten und haltbaren Schutz ist (und Kinder mögen es nicht klebrig und pappig), aber Alkohol triggert u.a. auch wahnsinnig schnell eine Rosazea, kann für ausgetrocknete Haut und schnelleres Nachfetten sorgen, muss doch nicht sein.

Schaue ich exemplarisch bei Sun Dance von der dm Eigenmarke Balea nach, finde ich bei einigen Kindersonnencremes (selbst mit dem Sigel „MED Ultra Sensitiv“) unguten Alkohol weit vorne in der Inhaltsstoffliste. Einzig: Bei Kindern scheint auf vergällten Alkohol („denat.“) verzichtet zu werden, den bekommen wir Erwachsenen dann aber wieder aufgetischt.

Zum Glück gibt es sie dann doch, die Produkte ohne Alk und Duft, auch (recht zahlreich) bei den günstigen Marken. Sich informieren und suchen muss man trotzdem selbst, die selbsternannten Bewertungsfüchse machen da nur einen unzureichenden Job in meinen Augen.

Schade, aber wer schon sowas schreibt: „Chemische Filter dringen in die Haut ein, absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in harmlose Wärme um. Mineralische Filter bestehen aus Pigmenten, die wie unzäh­lige kleinste Spiegel auf der Haut UV-Strahlen reflektieren und so fernhalten.“ (Quelle: test 24.06.2020)

Etwas gestrig, diese Aussage. Das Thema hatte ich 2016 bearbeitet:  Zu meinem Bericht

Mal davon abgesehen: Oberste Devise sollte nicht sein, den Leuten eine Scheinsicherheit für ihre Kinder nahezulegen, sondern aufzuklären, das Babys und Kleinkinder gar nichts in der Sonne zu suchen haben. Und Kinder sollten hauptsächlich UV Schutzanzüge tragen, wenn es irgendwie geht. Damit meine ich jetzt hauptsächlich den Aufenthalt in sonnenintensiven Urlaubsgebieten. Ältere Kinder sollen natürlich auch Kontakt mit der Sonne haben, wir können sie ja nicht völlig vermeiden und verteufeln. Trotzdem finde ich: Die Einstellung muss sich etwas ändern, und Sonnenschutz ist nun mal kein „Allheilmittel“.

 

 

Ugly Sneakers…immer noch?

Der Ugly Sneakers-Trend ist schon ein paar Jährchen alt. Nennt mich dumm, aber ich dachte echt, der wäre nun schon längst durchgekaut. Da kriege ich doch letztens Fotos von den neuesten und angesagtesten Nike-Sneakers der Sommersaison 2020. Und da sind sie dann immer noch. Ähem, die hier finde ich echt ugly…extrem ugly, machen dem „Trend“ alle Ehre.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass einer der Sneakers den Namen „This is Trash“ trägt. Zumindest besteht er aus üppigen 45% Recyclingmaterial – ging das nicht schon mal besser? Na, jedenfalls viel Spaß beim Tragen! 🙂

 

 

Garten mit Hase

So niedlich, der Kleine. Seit ein paar Wochen scheint in unserem Garten ein kleiner Hase zu wohnen. Der Garten ist ja zu großen Teilen wild und natürlich, da gibt es offenbar viele gute Verstecke, leckeres Futter und hasige Baumöglichkeiten.

Jedenfalls fühlt sich der Geselle augenscheinlich wohl, denn pünktlich am frühen Morgen kommt er zum Mümmeln heraus, läuft dann ein wenig herum, schaut sich im Garten um, verschwindet dann, um genau zur Mittagszeit wieder zu erscheinen. Das Spiel wiederholt sich, abends kommt er noch einmal um nach dem Rechten zu schauen, trinkt etwas, schaut gemütlich in den Sonnenuntergang, und dann gehts wohl zum Schäfchenzählen.

Auf den Hasen ist verlass, morgen ist er wieder da.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Screenshot Nike Online, H. Bengen   Keinerlei Sponsoring)

 


21 Gedanken zu “LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER 26.06.2020

  1. Corona in der Fleischfabrik. Ja das war ein Schock. Der zweite kam sofort. Aber nicht über die Urlauber sondern dass 2019 ein Rekordjahr für die Fleischindustrie war. Das hat mich geschockt. Ich dachte tatsächlich wir alle würden Fleisch bewusster konsumieren. Haha weit gefehlt.
    Ich persönlich habe schon länger keine Lust auf Fleisch und dies hat mich jetzt echt dazu gebracht ganz zu verzichten.
    Schönes Wochenende Herr K, liebe Grüße Tina

    1. Ich glaube fast, je mehr Leute auf Fleisch verzichten oder sogar gänzlich vegetarisch werden, deshalb mehr sagen sich andere, „jetzt erst recht!“ und hauen so richtig rein…

      1. Julia tatsächlich habe ich mich gefragt an was das liegt. Hätte ich niemals vermutet, weil doch alle Welt nach Nachhaltigkei schreit. Ich wäre ja für schlachten on demand. Man wüsste Fleisch mehr mehr zu schätzen und das Leben das dahintersteckt.
        Lliebe Grüße Tina

  2. Moin ☀️ 🌈
    Ich war Dienstagabend noch in einer Reinigung in Bielefeld angrenzend zu Gütersloh ca. 1,5 km Entfernung um eine Hose abzuholen. Das Geschäft hat Bodentiefe Fenster und man kann direkt davor parken. Also konnte man von innen meine Gütersloher Autonummer erkennen.
    Da hat man mich doch direkt angemacht, weil ich aus Gütersloh komme.

    Unglaublich

    wie dünn die humanitäre Decke hier in Deutschland ist😔

  3. Die Sneaker auf dem ersten Foto kann man doch gut zu Karneval als durchgeknalltes Huftier tragen.
    Zu Corona kann ich nichts mehr sagen. Hier in Israel steigen die Fälle täglich, höher als zu Beginn der ersten Welle. Die Leute verhalten sich aber größtenteils, als wäre nie was gewesen, obwohl bei uns schon sehr lange Maskenpflicht und Abstandhalten Pflicht ist. Wenn ich was sage, wenn mir jemand auf die Pelle rückt, hält man mich für überängstlich und für einen Sonderling.
    Nun ja, der Sonderling hat es geschafft, noch nicht krank zu werden.

  4. Sogar in Japan rennen inzwischen viele Leute ohne Maske rum. Meist entweder Männer mittleren Alters und mehr oder jüngere mit Tattoos (die sind hier eher ein Zeichen für Gangster als für freie Entfaltung, leider), oder Frauen, die sich durch Masken offenbar in ihrem Modebewusstsein gestört fühlen. Mehrere Möchtegern-Models (Ausländerinnen wie ich) dicht gedrängt ohne Maske, aber mit Tapioka, habe ich vorgestern gesichtet. Und Abstand halten? Selbst wenn das ginge, tut es kaum jemand. Hauptsache schön dicht vorbeigequetscht, damit man bloß nicht den Anschein erzeugt, dem Gegenüber respektvoll auszuweichen.

    1. In der Schweiz gibt es ja keine Maskenpflicht, also tragen dort nur wenige eine. Sie sind ja unverwundbar, denken viele offensichtlich, und wer eine trägt, ist ein grenzdebiler Hysteriker mit Aluhut. Dies treibt den einen oder anderen Epidemiologen auch in den Wahnsinn; ich will mir die zerbissenen Teppiche in den Büros mal lieber gar nicht vorstellen 😁. Dabei ist eine Maske wirklich eine Kleinigkeit mit großem Effekt.

      Man hat schon allgemein den Eindruck, dass es gar nicht so viele vernünftige Leute zu geben scheint, vielleicht, weil diese vor allem zuhause bleiben (Freunde von uns haben zwei neue Freunde: Netflix und Rotwein 😉).
      Wahrnehmen tut man all diejenigen, die schon wieder munter im Restaurant sitzen, zu mehreren einkaufen gehen, über Vorsichtige Witze machen usw. Nicht einmal von der älteren Generation, die es vor allem treffen dürfte, kann man augenscheinlich lernen, wenn mal einmal so pauschal urteilen darf nach dem, was man so sieht; eher ziemlich ignorant und auch arrogant, meiner bescheidenen Ansicht nach.
      Dass man die Bevölkerung für die Umsicht und Mitarbeit lobt, scheint ja eher von Hoffnung auf Besserung getragen zu sein, und weniger von der tatsächlichen Umsetzung.

      Wie heißt es so (un)schön? „Corona“ legt die Mängel in der Gesellschaft offen. Ach ja.

  5. Hallo,

    ich bin so entnervt von Corona!
    Nicht, weil ich das alles auf die leichte Schulter nähme oder mir mehr „altes Leben“ zurückwünsche, sondern weil ich in meiner Umgebung deutlich sehe, wie Maßnahmen nicht umgesetzt werden, die Brisanz der Situation völlig verkannt (oder ignoriert) wird und ich als „Sonderling“ dastehe, nur weil ich versuche so gut es geht alle diese Gefahren von mir und meinen liebsten fern zu halten – ohne dabei zu vergessen, dass es auch noch so viel Schönes, Wertvolles, Lebenswertes gibt. Man muss halt vielleicht ein bisschen anders hinschauen und alte Muster verlassen…
    Ich brauche da gar nicht weit zu gucken: Meine Familie lebt über mehrere Bundesländer verstreut und mir ist da fast regelmäßig der Kragen geplatzt, wie sich manche Leute in den letzten Monaten „benommen“ haben, nur weil ihr Bundesland nicht so stark betroffen war. Ich bin es so leid, mich aufzuregen und ich habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich mir zuweilen denke: „Ihr habt es nicht anders gewollt!“ Oder „Ihr habt es nicht anders verdient!“. Jeder ist sich (nach wie vor) selbst der nächste und die komplette Argumentation wird mal rechts- und mal linksrum gedreht, Hauptsache es passt irgendwie. Egal ob das im Privtabereich, in der Wirtschaft, Politik, Kirche, sonstwo ist.
    Dummerweise gibt’s in diesem Kontext u.U. hinterher eine „Kollektivstrafe“ für alle, wenn einzelne sich vorher nicht an die Regeln halten.
    Tönnies. Naja, „solche Zustände“ sind doch nicht wirklich überraschend. Ich finde sogar, das passt ganz gut ins Bild, das der Deutsche von sich selbst gezeichnet hat – in den vergangenen Jahrzehnten und auch jetzt in den letzten Monaten. Noch immer zählt Geld, Macht, Status(Symbole) und Eigennutz; Umwelt/Natur, Klima, Tiere oder andere Menschen – frei nach Wendler: „egal“.
    Ich frage mich dann ja schon, ob die „Coronakrise“ nicht ein „guter“ Ansatzpunkt zum Nachdenken, zum Umstrukturieren, zur Verhaltensänderung hätte sein können. Die Antwort, auf die ich immer komme, ist: Es war wohl einfach nicht schlimm genug… In diesem Sinne, harre ich der Dinge die da noch so kommen werden…hoffentlich nicht noch mehr von den Ugly-Trash-Sneakers…

    Schönes Wochenende, Steffi

    1. Liebe Steffi,
      doch, es ist schlimm genug, nur die Doofen und Selbstsüchtigen werden einfach nicht alle. Ein klein wenig Solidarität, ein bisschen Rücksicht, es kostet doch nichts, einen MNS zu tragen und Abstand zu halten, aber das ist offensichtlich zu viel verlangt.
      Ich schließe mich Dir in vollem Umfang an, aber ich bin nicht nur genervt von Corona, sondern noch viel mehr von meinen verblödeten und starrsinnigen Mitmenschen.
      LG, Wally

    2. Liebe Steffi, da bin ich ganz bei Dir! Viele müssen wirklich die Scherben ihrer Existenz aufkehren. Zeitgleich scheint das Leben anderer nach deren eigenen Empfinden ein Trümnerhaufen zu sein, weil sie mal nicht ihren gewohnten Urlaub oder Party machen können. Meine vage Hoffnung, die Krise könnte Werte und Sichtweisen verschieben war doch naiv. Und auch wenn diese Hoffnung nur gering war, fühle ich auch eine Mischung aus Wut und Enttäuschung. Und ich fürchte, die Einstellung wird eher noch radikaler. Ganz viele lassen es wie immer krachen und wer dabei draufgeht, hat eben Pech gehabt.
      Ich wünsche Dir und allen hier trotzdem ein schönes Wochenende!

      1. Liebe Regina, ich kann Dir nur beipflichten, Mischung aus Wut und Enttäuschung trifft es ganz gut.
        Was scheinbar von den Vielen, die lieber Party und Urlaub machen und es sonst auch schon wieder krachen lassen möchten, nicht bedacht wird, ist nach den steigenden Infektionszahlen ein weiterer möglicher Shutdown/Lockdown, der heftigere wirtschaftliche Auswirkungen haben wird – Wirtschaft sage ich, weil man oftmals den Eindruck hat, es gehe vor allem darum, und weniger um die Gesundheit der Mitmenschen.
        Aber sie müssen ja unbedingt recht behalten (Party + Urlaub okay, Abstand + Maske Quatsch, #justtheflu)
        – alles Erwachsene!

  6. Ich begreife nicht, wieso man bei Amazon kauft – mir ist das Geschäft nicht sympathisch, eben weil es so viele andere Geschäfte, sei es offline, sei es online unterpflügt. Aber auch ich war Kundin: Ein einziges Mal habe ich dort etwas erworben, und zwar ein ganz bestimmtes Buch, das merkwürdigerweise leider nur so vertrieben wurde.

    Dass „Corona“ für viele jetzt vorbei zu sein scheint, könnte einen auch zur Verzweiflung treiben.

    Das ist ein bisschen so, wie wenn man einem Idioten bei der Arbeit zuschaut und die ganze Zeit fazialpalmierend denkt, oh nein, und jetzt macht er sicher gleich das und das, und es geht schief – und er macht’s, und es geht schief.
    Ein bisschen so wie ein römischer General bei Asterix: Sie sind alle so dumm, und ich bin ihr Chef. Arrgh!

  7. Lieber KK, ich bin ganz bei dir mit all diesen Tests a la Stiftung Warentest. Das sind durchaus Leitfäden, aber dieser absolute Anspruch auf „So ist das und nicht anders“ geht mir auf den Keks.
    Das machen ja auch einige andere. Stellen sich hinter die Behauptung, das sei wissenschaftlich erwiesen, zitieren tausende Studien, und interpretieren dann eben doch so viel selbst darin herum, dass es ganz einfach nicht mehr wissenschaftlich objektiv ist. Wenn wir eins gerade gelernt haben, dann, dass es keine festgeschriebene Wahrheit gibt, sondern sich auch Erkenntnisse weiterentwickeln.
    Stiftung Warentest nimmt sich leider mittlerweile selbst zu wichtig, dabei sind deren Studiendesigns oft genug ziemlich unausgegoren oder zweifelhaft beschrieben.
    Es gibt auch eine neue selbsternannte Paula in Deutschland, die sich als Wissenschaftlerin verkauft, aber in ihren Bewertungen auch eben nur anmaßend und subjektiv urteilt. Leider fällt das stets auf fruchtbaren Boden, weil die Leute einfache schwarz-weiß Lösungen wünschen und keine aktive Auseinandersetzung.
    Alkohol finde ich persönlich gar nicht so schlimm in Sonnenschutz, wenn er nicht gerade über 10% geht. Der macht das Produkt nun mal gefällig, und das nutze ich schon seit Jahrzehnten, alles ohne Probleme. Aber das ist eben nur eine Seite der Medaille, wie man ja bei dir sieht, wo der Allohol zum Beispiel Rosszea triggern kann, oder die Haut austrocknet. Ich finde gut, dass du oft betonst, dass diese Nebenwirkungen möglich sein können, aber du nicht solche Produkte gleich mit Punktabzug bestrafst. 😉😉
    Spaßbefreit ist die Kosmetikszene mittlerweile, und auch die Stiftung Warentest kommt mir wie eine Beamtenbehörde vor. Nicht meine Welt, ich denke lieber selber nach und informiere mich unabhängig.
    Schönes Wochenende an alle!
    Petra

  8. Lieber Konsumkaiser,
    ich bin mir ziemlich sicher, dass es so von Dir nicht intendiert ist, aber: als dicker Mensch fühle ich mich von Deinem verwendeten Bild obn ziemlich getriggert. Es suggeriert, dass dicke Menschen ohne Bewusstsein für die Coronakrise sind. Bitte fördere solch ein Gedankengut nicht! Mich macht es traurig und betroffen – und als dicker Mensch fühle ich mich angegriffen. Wir haben gerade eine große und wichtige Debatte darüber, dass Ablehnung und Stigmatisierung insbesondere von Menschen, die nicht der eigenen Ethnie angehören, aufhören muss. Für mich gilt dieses Credo aber grundsätzlich für alle Menschen, also auch für dicke. Ich bitte Dich einfach um Sensibilität dieser Thematik gegenüber. Ich kann Deine Wut über die Ignoranz von Menschen in dieser Situation gut verstehen und telie sie. Aber bitte mach nicht eine Gruppe zur Zielscheibe! Wir müssen wirklich damit aufhören, uns gegenseitig zu bewerten und v.a. abzuwerten. Danke!

    1. Hi Steffi, ich bin auch dick. Und zu deinem Kommentar fällt mir nur ein: Sorgen haben die Menschen!
      Übrigens sehe ich in der Karikatur (!!) nur feiste Leute und keine Dicken, das ist doch deine Interpretation.
      Hoffentlich lässt sich der KK nicht durch sowas beeinflussen und löscht das Bild.
      Kopfschüttel
      Frau Orthaus

      1. Lieber KK,
        mich als alten Tierfreund hat dein Hasenbericht am besten gefallen 🙂 ich stelle mir das so toll vor, den Kleinen jeden morgen beobachten zu können…da bin ich ein bisschen neidisch 🙂

        Mich wundern bzgl. Corona auch die schnellen Lockerungen, ab heute darf man im fitnessstudio bei uns sogar wieder duschen und saunieren…alles bissl komisch?!

        @Steffi B.: Da bin ich ganz der Meinung von Frau O., das ist eine Karikatur und bezieht sich nicht im entferntesten auf dicke Menschen und ich bin mir sicher, dass das sicherlich nicht auch KKs Absicht war…..warum sollten denn dicke Menschen ohne Bewusstsein für die Corona Krise sein? DAs hat doch gar keinen Zusammenhang. Bitte verstehe mich nicht falsch, aber um es direkt zu sagen, befürchte ich, dass du dich nicht wohl in deiner Haut fühlst und deswegen solche Bilder schnell falsch interpretierst, das solltest du nicht zulassen!

  9. Hallo.
    Ich stimme dir voll zu was Kindersonnenschutz angeht. Von Stiftung Warentest bin ich immer enttäuscht wie sie Kosmetik bewerten 😦

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