LIFESTYLE: LARGER THAN LIFE – DIE IKONISCHEN DÜFTE DES GRAUENS VON DAMALS

Es ist wie mit den ersten Supermodels: Nur die Originale sind die echten Ikonen. In den zwei Jahrzehnten der totalen und hemmungslosen Erneuerung waren sie nur logisch: Die großen Düfte, die den olfaktorischen „Soundtrack“ zum 80s und 90s Hype lieferten. Eine Erinnerung.

 

 

Die Achtziger- und Neunzigerjahre sind mega angesagt. Immer noch. Immer wieder. Warum? Weil sie, entgegen dem Zeitgeist der 70er und 60er Jahre, auch heute noch kompatibel sind. Es wurde der Grundstein gelegt für Spaß, Party, massenkompatibler elektronischer Musik, Mode als Ausdrucksmöglichkeit, Liebe zu Macht und Reichtum, Größenwahn, Big und Bigger, ach was weiß ich, die Liste ist unendlich.

Man könnte fast schon glauben, der Teufel persönlich hätte die Finger im Spiel gehabt, wenn man sich anschaut, wie unterhaltsam und beflügelnd dieser Tanz auf dem bereits brodelnden Vulkan war. Heute ist der Boden bereits Lava, aber das ist eine andere Geschichte.

Neben Mode verkörperten auch die neuen Düfte damals den Lifestyle dieser Zeit nahezu perfekt. Das duftende Pendant zu Big-Hair und Schulterpolstern waren die ausdrücklich aufdringlichen Düfte mit dem eingebauten Ausrufezeichen. In Neon.

 

Die Düfte waren steroidgepeitschte Kraftpakete, an die man sich heute noch erinnert, nicht immer voller Bewunderung, manchmal mit Schrecken und Gänsehaut. Düfte konnten Waffen sein. Eine Frau mit „Poison“ an den Ohrläppchen konnte problemlos eine Bank überfallen.

Das mag auch der Grund sein, warum die Jahrzehnte der Maßlosigkeit so einen schlechten Ruf genießen. Laut, vorlaut. Ja so war das, und alle, die da nicht mitkamen, landeten in der gefühlten Bedeutungslosigkeit.. Einen Duft wie Poison oder Opium konnte und wollte nun mal nicht jeder tragen. Manche wirkten so hoffnungslos überfordert mit diesen Duftbomben. Diese Duftaura, die ihnen vorauseilte, eine Sensation versprach, und dann erschien Ulla Katszmircak aus Essen-Vogelheim.

In dieser Zeit trieb ich mich öfter mal in verrauchten New-Wave Schuppen herum, und auch dort war der penetrante blumig-orientalische Duft, der mit Tabakrauch eine äusserst unheilige Symbiose einging, die krasse Ergänzung zum Schwarz der Avantgarde.

Zu feiern, in einem Raum mit Menschen an denen so gut wie alles schrie: „Hier bin ICH!“, DAS war der Zeitgeist.

 

Damendüfte waren damals schamlos, laut, unhöflich und aufdringlich. Sie scherten sich nicht darum, ob ein Mann sie mögen könnte. Sie machten aus Frauen keine sanften Verführerinnen, sondern eher eine Mata Hari mit Dolch. Man konnte die Düfte niemals überdosieren, denn sie waren es bereits. Ein halber Sprühstoss und man war willkommen im Land des Verderbens. Rebellion im harmlos erscheinenden Flakon, und doch sprachen alle darüber.

Ich erinnere mich noch daran, wie dereinst meine Mutter, Tante und Großmutter beisammen saßen, und sie über „Poison“ und „Opium“ mit gedämpfter Stimme sinnierten, als wollten sie ein geheimes Komplott schmieden. Sie wirkten teilweise leicht angewidert, aber auch ehrfürchtig und erregt. Diese Düfte berührten die Leute. Egal wie, diese Big-Fragrances veränderten das Leben vieler Menschen.

 

Männerdüfte waren zu dieser Zeit fast schon harmlos. Und dennoch, auch sie veränderten sich. Weg vom üblichen After-Shave-Einerlei der Studienräte und Familienpapas, hin zum körperbetonten Lustobjekt, das war die Route, und ihr folgten immer mehr Männer. Sportlichkeit und Virilität waren hoch im Kurs, eben weil es auch Erfolg und Macht (Moneyyy!) symbolisierte, und das zählte im Jahrzehnt von J.R. Ewing.

Es gab aber eben auch die „Knaller“, die sich den Frauendüften anschlossen, und die mit Effekten imponierten. Fahrenheit“ mit einer gehörigen Portion Pfeffer. Joop“ in PINK! Ein süßer Herrenduft, ein Skandal. Herrlich, die Unsicherheit, die all das auslösen konnte. Wer damit virtuos spielte, war allerdings der „Mann der Stunde“, der notwendige Gegenentwurf zum Pullover strickenden „Softie“, der einfach nicht funktionieren wollte. Warum wohl? 😉

 

Man kann unmöglich an die Vergangenheit denken, ohne „Poison“ von Dior ein imaginäres Denkmal zu errichten. Es gab Restaurants, in denen der Duft verboten war. Ehrlich! So wie heute die Nutzung von Handys. Für viele war Poison der Duft des Todes, ich kann es verstehen.

Alles an Poison wirkte vergiftet. Die Packung in Säuregrün, der Flakon apfelrund und doch völlig ungenießbar, und der Duft lag in diesem Behältnis hinterhältig auf der Lauer.

Es waren bösartige Dämpfe, die dem verhext-lilafarbenen Flakon entstiegen. Sie riefen: „Aus dem Weg!“ und mit entsprechend gestrafften Schultern ging die optimale Trägerin dieser Todeswolke durch die Straßen dieser Welt.

„Magie Noire“ von Lancome versuchte auch die Bösartigkeit und das Verbotene von Poison einzufangen, war aber doch deutlich weniger offensiv und angriffslustig. Poison ist und bleibt eine Provokation. Und so schafft man Ikonen, wenn man das überhaupt planen kann.

 

Ein weiterer Aspekt warum diese Düfte so erfolgreich waren (und sind), war das ersehnte Gefühl von Unabhängigkeit. Gerade auch Jugendliche liebten die Reißzahndüfte, denn sie brachten einen Erwachsenen-Appeal mit sich, ganz ohne die proletarische Anmutung der sonst üblichen Zigaretten als Erwachsenen-Attribut.

 

 

„LouLou“ richtete sich an jüngere Frauen und Mädchen, und dennoch war es der Duft einer Frau, die weiß wer sie ist und was sie will. Vielleicht machte gerade diese Diskrepanz den Reiz des Duftes aus, der so unverhohlen mit Lolita-Anleihen und der berüchtigten Femme Fatale spielte.

Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich daran denke, dass ausgerechnet meine Großmutter (!) damals diesem Duft verfallen war. Sie trug die erstickende Duftwolke mit Grandezza, auch wenn sie wohl gar nicht wusste, welches Teufelszeug sie da versprühte.

Eigentlich ein Wunder, dass der Duft von Cacharel bei DEM billigen Plastikflakon eine solche Weltkarriere hinlegen konnte. Puh. Diese narkotisierende Süße war mir immer ein Dorn im Auge…äh, Pardon, in der Nase, und ich konnte diese vorgegaukelte Unschuld des Duftes nie ausstehen. Für mich eine Ohrfeige aus dem plastikblauen Sprühkanister.

 

Einige dieser Vintage-Düfte werden wohl immer bleiben. Auch wenn sie Flanker bekommen, die sich dem heutigen Zeitgeist stärker zuneigen, so bleiben die Originale immer die echten Ikonen einer Epoche, die uns eine Zeitenwende brachte, die wir eigentlich viel mehr feiern müssten.

Gerade aber auch das Beispiel der zeitlosen Chaneldüfte zeigt, dass Gutes bleiben kann, ohne vulgär und übertrieben zu wirken, im Hier und Jetzt ist jedoch für beide Seiten Platz.

Freiheit und Verderben. Tanzen an der Decke und am Abgrund. Beide Extreme so nah beieinander, das hatten wir damals, und das haben wir heute.

Und wenn wir alle einmal nicht mehr sind, wird noch irgendwo eine giftlila Flasche Poison stehen und darauf warten, eine unschuldige Nase mit ihren teuflischen Dämpfen zu betäuben.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Hersteller.   Keinerlei Sponsoring)

 

 


27 Gedanken zu “LIFESTYLE: LARGER THAN LIFE – DIE IKONISCHEN DÜFTE DES GRAUENS VON DAMALS

  1. Ach ja, da kommen Erinnerungen auf. Lou Lou und Anais Anais von Cacharel sind der Inbegriff meiner Jugend. Hier und da noch ein Spritzer Poison in Apfelgrün………. . Danke lieber KK für diesen schönen Duftausflug in die Vergangenheit. Liebe Grüße Carola

  2. Poison habe ich geliebt, es war lange Zeit mein Signaturduft. Dann kam eine Zeitlang Obsession. Loulou habe ich erst mit Ende 20 getragen, da war ich recht spät dran (bin Jahrgang 1968).
    Leider sind diese Düfte heute alle nur noch ein Schatten ihrer selbst. Totreformuliert. Und ganz ehrlich, die aktuell modernen dünnen Wässerchen sind eine Katastrophe! Ich scheine in den 90ern festzuhängen… 😀
    LG Andrea

  3. Heute wird der Morgenkaffee begleitet von olfaktorischen Erinnerungen. Da ich auch in den 80ern schon etwas geruchsempfindlich war, sind es bei mir aber Chanel No. 5 und Coco, aber Loulou musste es auch unbedingt sein – c‘est moi 😉 – die Macht der Werbung. Ich glaube ich wollte erwachsen und stark wahrgenommen werden (als Teenie), und zumindest bei Chanel auch ‚classy‘. Bei Poison drohte ich ohnmächtig zusammenzubrechen, bei einem Duft des Neureichtums von MCM (keine Ahnung welcher) wollte ich mich am liebsten selbst aus der Disko werfen. Ab 1993 war ich bei Gaultier angekommen und lange dabei geblieben. Jetzt nutze ich meist leichte Unisex Düfte, und achte darauf, dass ich selbst den Duft nur schwach wahrnehme – mich also nur ein wahrnehmbarer Hauch begleitet.

  4. Herrlich… Ich finde es auch interessant, wie sich der Geruchssinn verändert. Viele Jahre fand ich, dass Chanel No 5 nach Insektenvernichtungsmittel riecht 🤭 Mittlerweile mag ich ihn gerne und er befindet sich in meiner Sammlung 🙂

  5. Sagenhaft! Ich habe jeden einzelnen Duft jetzt in der Nase. Man hat doch tatsächlich ein abrufbares Duftgedächtnis!
    Mein Parfum dieser Zeit war „Youth Dew“ von Estée Lauder.
    Cacharel war mir immer ein Graus. Poison ebenso. Aber etwas später auch der Zuckerwatteduft von Gaultier „Angel“
    Bin ich froh, dass diese Zeit vorbei ist 🙊😂!
    Danke für so viele Erinnerungen 🌸

  6. Ich habe mich beim Frühstück selten so amüsiert. Auch meine Nase hat sich, Umfeld dankt es mir, weiterentwickelt.
    Vielen Dank

  7. Lieber KK,
    herrlich, vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel.
    Ich musste die ganze Zeit lächeln, da ich das sehr gut nachempfinden kann.
    Jeden der aufgezählten Düfte hatte ich sofort wieder in der Nase.
    Meine Mutter war leider Poison verfallen.
    Sogar unser Kater roch nach Poison.
    Erst letztens fragte sie mich, ob sie sich nicht wieder einen Duft in dieser Kategorie zulegen sollte.
    Dies habe ich entschieden verneint.
    Ich selber war Kategorie Lou Lou und später Samsara von Guerlain.
    Würde ich heute nie mehr benutzen.
    Aber damals passte es.
    Eine schönen Sonntag.

  8. Nicht zu vergessen EGOISTE, der Duft, der die Trennung von meinem Ex-Gatten beschleunigte. Ich selbst war dem pinken JOOP! verfallen und bin mir nicht sicher, ob es ein Kompliment war, wenn mein Hausarzt schon ohne mich zu sehen, sagte „Ah, Frau Bratbecker ist da“.
    Eine frühere Kollegin von mir war Fan von OPIUM und trug ihn täglich, überall wo sie sich aufgehalten hatte, blieb die immense Parfumwolke hängen.

    Schönen Sonntag

  9. Eine schöne Zeitreise! Danke dafür. Ich erinnere mich noch an alle Düfte und würde sie gerne noch mal durchschnuppern- wird demnächst erledigt. Meine etwa gleichaltrigen Kolleginnen und ich haben uns bevorzugt mit Cinnabar, Youth Dew , Alliage und Azuree eingesprüht, da gab es noch kein Opium, glaube ich. Später dann White Linen. Nach längerer Zeit bekamen zwei Kolleginnen und ich rote, sehr schmerzhafte und nässende Flecken am Hals. Wir haben dann keine Lauder Düfte mehr benutzt und die Flecken gingen allmählich weg. Dann folgte Oscar de la Renta, First und Coco. Als Opium rauskam drehten wir durch. Es war absichtlich begrenzt, das Regal brauchten wir erst gar nicht aufzufüllen, es gab Wartelisten. Logisch das es davon keine Proben gab. Ich ergatterte ein winziges leeren Fläschchen, organisierte einen mini Trichter und habe vom Tester-Spray reingesprüht, bis das Fläschchen voll war. Wenn ich Abends aus ging, hatte ich unverhofft sehr viele „Freundinnen“, die sich nur mal einen Tropfen
    aus dem Fläschchen ergattern wollten. Wenn ich clever gewesen wäre hätte ich es verkaufen sollen und hätte den Reichtum nicht mehr verhindern können. Man war ich doof. MCM fanden wir alle sehr billig und wird heute auch verramscht. Dann kam unser A…. von Chef und verbot uns die Benutzung der Tester, wäre zu teuer. Die Rache folgte auf dem Fuße, wenn uns Kunden fragten wie denn die neuen Produkte wären, sagten wir wahrheitsgemäß das wir das nicht wüssten, wir dürften es nicht probieren. Kam gut. Dann hat er uns Kranheit vom Urlaub abgezogen. Das wurde gerichtlich korrigiert. Sehr schöne Erinnerungen, eine ausgeflippte Zeit. Heute mache ich was vernünftiges.
    Schönen Sonntag!

      1. Oh ja, „Super“ und „White Linen“ habe ich geliebt! Meine Kollegin trug damals Trésor.
        Da durfte man in unserem Büro kein offenes Feuer machen, es wäre explodiert ….

        Chloé Narcisse war auch so ein Wumser. Und Eternity war toll mit der wunderschönen Christy Turlington.

        Wir fühlten uns sehr erwachsen. Frauen von Welt eben, die eine Duftwolke hinter sich herzogen ….

  10. Lieber KK, vielleicht könntest Du Dir vorstellen, bei Parfumo mal einen Kommentar zu schreiben? Das wäre eine große Bereicherung!
    Ich hab auch eine wilde Vergangenheit mit Loulou (überdosiert!), das treibt mir heute noch die Schamesröte ins Gesicht. 🙂

  11. Toller Artikel, der mich ein wenig sentimental werden lässt. Mein Lieblingsduft damals war „Un Jardin sur Bagatelle“ von Guerlain, der mir bei meinem Chef den Beinamen „Vanillekipferl“ einbrachte………..

  12. Es sind so wunderbare Zeitreisen, die man beim Riechen oder auch nur Erinnern der Düfte seines Lebens unternehmen kann. Wie Fotoalben ansehen, nur noch intensiver und emotionaler. Ich habe immer nur sehr geringe Mengen von Parfums benutzt, um andere nicht „umzuhauen“, und deshalb die Flaschen meines Lebens noch fast alle teilgefüllt aufbewahrt, auch die Düfte von wichtigen Begleitern aus der jeweiligen Zeit. Manche habe ich nur zu Erinnerungszwecken nachgekauft und eine Art „Tagebuch in Gerüchen“ erstellt. Hat richtig Spass gemacht.

    Da stecke ich gern die Nase rein, vor allem wenn die Zeiten mal nicht so rund laufen, und erinnere mich schlagartig an so viele schöne Jahre und Erlebnisse, dass praktisch immer sofort die Stimmung steigt.

  13. Irgendwie bin ich froh, dass ich da noch zu jung war. Ich bin total duftempfindlich und das klingt alles wie der absolute Horror. Das einzig krasse, was ja auch heute zum Teil noch sehr viele tragen sind die Hauer von Thierry Mugler. Wenn eine damit eingedieselte Dame vor mir an der Kasse steht, wechsle ich schon mal freiwillig in eine andere Schlange, weil mir davon regelrecht schlecht wird.

    Das einzige, was ich mag, wobei ich nicht weiß, aus welcher Zeit das eigentlich kommt, ist Aromatics Elixir von Clinique. Den hat meine Oma geliebt. Wenn sie damit in mein Auto gestiegen ist, hat es mir zwar auch erstmal die Luft genommen. Aber das roch zumindest sehr krautig und natürlich.

    1. Düfte sind immer auch eine Frage der Menge. Wenn man zuviel aufträgt, kann das schlimm werden, das ist richtig. Schlimm sind ja auch die billigen Herrendüfte, die sich die jüngsten ‚Männer‘ mit erstem Flaum so zulegen. Jedes Tröpfchen schreit nach Männlichkeit 😁 und Moped.

      Angel spaltet die Menschheit auch heute noch in zwei Hälften – merkwürdigerweise mögen den mehr Frauen als Männer.

      Alien von Mugler ist eine echte Bombe, das muss man tragen können. Da gab es mal Womanity, das einigermaßen erträglich war – gibt es das noch? Mir hat man beide einmal geschenkt. Alien habe ich umgehend im Fitnessstudio „vergessen“. Der Duft war noch im Raum, die Flasche aber war ziemlich schnell verschwunden 😉.

  14. Welch eine Zeitreise! 😍

    Meine Mutter war die Poisonträgerin par exellence! Und natürlich schwer beleidigt 😁, wenn irgendjemand nur mal leise Bedenken olfaktorischer Art in die Runde warf. Aber was soll ich sagen, damals, zusammen mit den Mörderschulterpolstern, dem Escadalook, den Denver- und Dallasfrisuren und den riesigen Ohrclips war das okay – Diven eben. 😎

    Trésor von Lancôme werfe ich noch in die Runde – meine Spezialität damals für einige Jahre, und plötzlich mochte ich ihn schlagartig nicht mehr, da viiiel zuuu süüüß. Dann später der Gaultierduft, noch später einen halben Tropfen Angel – und lange Pause. Ältere Dufte von damals wie Samsara halten sich außerordentlich gut, passen aber nur zu manchen Gelegenheiten gut. Chanel No. 5 gibt es auch noch und es hat immer noch den Duft nach blaufuchstragender Dame vor der Oper am Arm von James Bond i.R. für mich.

    Heute bin ich ja eher der Amouagetyp (Gold, Honour, Love Tuberose), hie und da an Regentagen Penhaligon’s (Malabah, Alizarin) und zwischendurch und zum Layern: Goutal (Rose absolue, Vanille Exquise, Violette) und Hermès mit seinen sehr schönen frischen Düften für den Tag in sehr ansehnlichen farbigen Flakons.
    Oud wood von Tom Ford ist dagegen für das fröhliche und lange Ausgehen wie geschaffen.

    Und der junge hübsche Kerl da oben auf den Photos, das bist du, lieber KK?

    1. Ich mag vor allem den lässigen Typen in schwarz 🙂.

      Die Zeiten waren damals ziemlich ausgelassen-exzessiv, trotz oder wegen Natodoppelschluss, Aids und saurem Regen.

      Hach!

  15. Meine Mutter hatte Opium. Ich bekam davon immer Kopfschmerzen. Generell mag ich diese ganzen aufdringlichen Düfte nicht. Ich war wohl die einzige die Poison schrecklich fand.
    Aber Fahrenheit war mein absoluter Lieblingsduft. Ich hätte sie in der Axe Werbung jeden Mann der es trug hinterher rennen können.
    Es hatte den gleichen Effekt wie das Molecule 1 bei mir. Wenn ein Kollege das drauf hat, möchte ich das Büro nicht mehr verlassen. 😄

  16. Wieder so ein schöner und fluffiger Artikel von dir. Danke für die gute Laune, die du mir und meinem Mann gerade beschert hast!
    Hab einen guten Wochenstart!
    Regi

  17. 🙂 Lieber KK,
    von Poison bekam ich Migräne mit allem Drum und Dran. Seit damals gehe ich den Parfum-Versprüherinnen, die seinerzeit in den großen Kaufhäusern gleich beim Eingang auf einen warteten, aus dem Weg und mache einen großen Bogen um sie!
    LouLou war aber – wenn ich das richtig erinnere – in einer Glas-Flasche. Das mochte ich ein oder zwei Sommer lang, ebenso wie Anais Anais. Aber auch Opium und Obsession habe ich damals benutzt. Für mich waren das allerdings Winterdüfte. Wie hätte man sie sonst anders ertragen können?
    Das Höllenwasser schlechthin war der Duft von Niki de Saint Phalle – davon musste ich mich schon nach wenigen Minuten übergeben. Grausig!
    Ach, ja, das waren Zeiten… 😀
    Liebe Grüße
    Claudia 🙂

  18. Lieber KK, danke für die Reise in meine Duft-Vergangenheit! Daran habe ich lange nicht mehr gedacht und mich köstlich amüsiert. Eine ältere Kollegin hat mir mal morgens um 8 gesagt, dass ich ich (ich trug Poison) eine Zumutung für ihre Nase sei…. Sie war der Typ Kernseife und Wasser und ich schwer beleidigt 😉
    Mein absoluter Favorit war KL von Lagerfeld. Allen einen guten Start in die neue Woche!

  19. Ach wie herrlich KK – ich fühl mich gleich wieder wie 18-24 bei diesen Erinnerungen. Von Poison bekam ich Schnappatmung, ich hatte zuerst Jovan Musk, kennt das noch jemand außerdem auch Anais Anais und LouLou.
    Danach ein Duft den ich extrem liebte aber nicht soo einfach zu bekommen war nach einiger Zeit DNA von Bijan. Überhaupt mochte ich Bijandüfte sehr. Die hatten nicht so viele. Lagerfeld kann ich mich noch erinnern …hach, dass waren tolle Zeiten… Danke fürs erinnern lieber KK.

    LG Sunny

  20. Erinnert sich hier noch an my melody? Erschienen 1979. Damit fing bei mir alles an.
    Über Loulou, Montana (grusel), Champagne (später Yvresse)….
    Jetzt hab ich meinen Stil gefunden. Eine Linie, der ich meist treu bleibe.
    LG Tina aka Simia

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