LIFESTYLE: HO-HO-HOLY SHIT * ES IST WIEDER ZEIT FÜR DEN WEIHNACHTSMARKT

Ich entschuldige mich schon mal vorher, denn es könnte verstörend werden. Ich mag nämlich keine Weihnachtsmärkte, und mit dieser Meinung scheine ich hier ziemlich alleine dazustehen. Das Problem: Manchmal kann man sich nicht wehren, und dann nimmt das Grauen seinen Lauf…

 

 

Sagte ich gerade, dass ich keine Weihnachtsmärkte mag? Hach, das war gelogen. Ich hasse sie! Diese zugigen, eisekalten Schrottplätze der Adventszeit. Oktoberfest mit roter Mütze, und Glühwein statt Bier. Wenn eine Sache klar ist: Den Weihnachtsmarkt und das Oktoberfest muss man sich schön saufen!

Letztens werde ich von einer Freundin doch tatsächlich zu einem Besuch auf dem örtlichen Markt des heiligen Grauens genötigt. „Nee, da gehe ich nicht freiwillig hin!“ ist meine Absage, und die Augen meiner lieben Freundin werden plötzlich glitzernd feucht, und meine Gegenwehr bröckelt bereits.

„Ich war doch im letzten Jahr im Krankenhaus, da konnte ich nicht. Nun muss ich in diesem Jahr alles nachholen. Du weisst doch, wie sehr ich die besinnliche Zeit liebe.“

Ja, meine Freundin Petra übertreibt gerne. Besinnliche Zeit…auf dem Weihnachtsmarkt? Klar. Und wer dann noch Krankenhausaufenthalte in die Waagschale wirft, arbeitet mit unlauteren Mitteln. Ok, ich werde es schon überleben. Ich gebe mich geschlagen und setze mich in Gang, der Weihnachtsmarkt liegt gleich um die Ecke. „Aber ich setze keine rote Santa Claus Mütze auf!“ ist meine einzige Bedingung, die von einer 45-jährigen Frau (samt rotem Schal und rot-weißer Bommelmütze auf dem Haupt) mit einem giftigen Blick quittiert wird.

 

Ja, hier kommt der Weihnachtsmarkt, man riecht es schon aus der Ferne: In einer dieser schrammeligen Holzbuden kochen sie gerade in Glühwein eingelegte Bratwurst, auf schokoliertem Apfel, mit Sauerkrautsaft. Überhaupt gibt es auf Weihnachtsmärkten viel zu viel Essen. Vor allem Dinge, die eigentlich nur der Verdauungstrakt eines Buckelwals vertragen kann. Und regelmäßige Weihnachtsmarktbesucher saufen dazu problemlos Horden von Vollblut-Matrosen unter den Tisch.

Ich schaue mich um. Hmm, wie kommen die Leute nur auf die Idee, auf dem Weihnachtsmarkt (und bei DEM Gedrängel) käme eine besinnliche Stimmung auf? Nur weil aus sehr schlechten Lautsprechern blechern Stille Nacht dröhnt? Oder neben mir gerade jemand eben dieses Lied mit seiner angesoffen-gröligen Stimme vernichtet, weil er sich berufen fühlt mitzusingen? Oder weil die bunten Plastiklämpchen überall und unübersehbar so schön leuchten und blinken, dass man sich wie in der 1-Euro Billig-Hölle fühlt? Oder weil man für zehn Minuten die Blagen endlich mal los ist, da eben diese in der Kassenschlange zu einem uralten Klapper-Karussell verschwunden sind, das wohl noch niemals einen TÜV Prüfer aus der Nähe gesehen hat?

 

„Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was wären die? fragt mich Petra, die schon ganz selig und besinnlich unter ihrer etwas tief sitzenden Nikolausmütze hervorlugt und dabei tapfer ihre Handtasche gegen mögliche Taschendiebe verteidigt. „Das ist einfach“, antworte ich. „Keine Kriege mehr, keine Hungersnöte, und natürlich müssen die Weihnachtsmärkte abgeschafft werden!“

Damit wäre doch schon viel geschafft… Bei dem Gedanken lächle ich selbstzufrieden in mich hinein, während mir Petra in den Bauch boxt, und in der anderen Hand bereits die dritte Tasse Glüh-Hicks balanciert. Na gut, man muss ja nicht gleich alles abschaffen, was man nicht mag. Aber ehrlich…Weihnachtsmärkte? Die braucht doch in Wirklichkeit niemand.

 

Doch was treibt die Menschen auf diese Geisterbahn der Holzhammer-Besinnlichkeit? Wahrscheinlich ist es die nostalgische Sentimentalität. Man sucht die weihnachtliche heile Welt der Kindheit. Früher war die Weihnachtszeit doch irgendwie schöner, es wurden echte (!) handgeschnitzte Holzfiguren verkauft, Nussknacker, Holzschlitten, Schafsfelle, Äpfel, Nüsse, gebrannte Maronen. Die Händler hatten echte Wollmützen auf dem Kopf und die Verkaufsbuden waren mit Bienenwachskerzen erleuchtet. Man hat miteinander gesungen, nicht angeschickert gegrölt. Unverdorbener war es. Der Kommerz tötet die Besinnlichkeit, doch die durch Glühwein und Bratwurst vernebelten Gehirne der Weihnachtsmarkt-Zombies wollen das nicht merken.

Während ich all das denke, schaue ich nach unten. Natürlich! Ich stehe mitten in einer Pfütze. Weihnachtsmärkte werden ja niemals auf ordentlichem Untergrund eröffnet, nur auf dreckigen und schlammigen Böden, die mit baggerseegroßen Pfützen übersät sind. Nur so, niemals anders! Meine Füße werden bereits klamm.

Petra hat dafür keine Augen, sie will gerade ihr Portemonnaie zücken, um sich ein echtes, handbemaltes und von Künstlerhand geschnitztes Räuchermännchen zu kaufen. Hmm, echt aus China. Für nur 20 Euro. Davon gehen 10% an den Guten Zweck. Mannomann, dieser Gute Zweck muss mittlerweile echt reich sein, so oft hört man über Zuwendungen für den. Ich habe nur keine Ahnung, ob es ihn auch wirklich gibt…

Als Petra die überteuerte chinesische Räucherbratze eingepackt hat, muss sie rülpsen. Es ist ihr peinlich. „Und ich dachte, du singst gerade Jingle Bells in mein Ohr.“, muss ich noch scherzen. Aber ein Blick auf Petra zeigt mir, dass sie gerade ziemlich grün aussieht. Die Kombination aus Glühwein und angekokelter Bratwurst in Sauerkrautsaft war ihr offensichtlich nicht gut bekommen. Na gut, Petra ist nun mal kein Buckelwal.

„Ich will nach Hause!“ stöhnt sie, und ich traue meinen halb abgefrorenen Ohren nicht. Die erlösenden Worte, schneller als geahnt. Lobpreiset den Herrn – und Coca Cola! Die hatte ich nämlich wohlweislich getrunken, und auf siedend heiße Glühplörre mit Gammelfleisch in Naturdarm verzichtet.

 

Petra hatte dann drei Tage lang einen Krankenschein, und sie passte die Woche darauf in eine Kleidergröße weniger. Der Besuch des Weihnachtsmarktes war für sie also ein „voller Erfolg“. Das Räuchermännchen fiel Tags darauf vom Tisch und zersprang in tausend Einzelteile, die arg nach Plastikinnenleben aussahen, und ich selbst bekam einen gemeinen Schnupfen, der sich gewaschen hatte. Nasse Füße und zu nah stehende Gesangstalente mit feuchter Aussprache, ihr versteht? Trotzdem Vorteil für mich, denn wer fragt schon ein hustendes Viren-Mutterschiff, ob es mit auf den Weihnachtsmarkt kommen möchte? Puh…

 

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(Fotos: Pixabay   Keinerlei Sponsoring)


37 Gedanken zu “LIFESTYLE: HO-HO-HOLY SHIT * ES IST WIEDER ZEIT FÜR DEN WEIHNACHTSMARKT

  1. Ich bin noch nicht richtig wach,…..aber schon am Grinseln und Schmunzeln…
    Danke, kk, fuer diesen wunderschoenen Start in den Tag! 😀😂

    lg
    angela (die auch keinen Weihnachtsmarkt mag) 😉😎

  2. Guten Morgen KK,
    Bin voll bei Dir. Wer braucht Weihnachtsmärkte? Vermeide sie schon tunlichst seit Jahren. Sie haben mit den schönen Erlebnissen aus der Kindheit nichts mehr gemein. Wegen mir gerne abschaffen. Schönen Tag an Alle.

  3. Guten Morgen! Ich mag auch keine Weihnachtsmärkte! So gar nicht!!!!! Wohne in der Innenstadt und muss nun nach der Arbeit immer einen Umweg nehmen, um mich nicht durch die vollen engen, mit Buden und was weiß ich nicht allem, zugestellten Wege zu bewegen! Bin immer froh, wenn die wieder abbauen! Allen einen angenehmen Donnerstag!!!!

  4. Guten Morgen,ich muss lachen,es geht mir ähnlich!Es gibt ja viel Billigschrott auf den Märkten,ich frage mich immer,wer kauft das und wie sieht es bei Denen zuhause aus…..Und Stille Nacht,heilige Nacht stelle ich mir anders vor!Lieber einmal auf einen kleinen Dorfmarkt einen(!)Glühwein trinken und fertig.Schöne(ruhige)Adventszeit!

  5. Wieder mal ein mörder guter Text am Morgen lieber KK; auch wenn ich deine Meinung nicht ganz teile 🙂 ich mag Weihnachtsmärkte, wenn sie doch aber nicht immer sooooo wahnsinnig voll wären.
    Bei uns gibt es in Esslingen einen Mittelalterweihnachtsmarkt, da werden Busse noch und nöcher her gekarrt, aber ich war einmal dort und nie wieder….durchgeschoben werden hat leider nichts besinnliches ^^
    Aber in Stuttgart haben wir immer ein finnisches Dorf, dort liebe ich es und vor allen Dingen den lecker Lachs ❤

  6. Und trotzdem werden es von Jahr zu Jahr mehr Märkte. Obwohl viele vermutlich ähnlich empfinden, dass die heutigen Veranstaltungen nichts mehr mit den schönen Erinnerungen aus der Kindheit gemein haben (vielleicht mit ein Grund, das Gehirn mit (zu) viel Punsch und Glühwein zu betäuben?) ….

    Mir graut auch schon vor dem bevorstehenden Krampuslauf hier im Ort, der mit Mega-Lasershow, Feuerwerkskörpern, Rammstein-Musik, samt alljährlich ein paar Verletzten, verbunden ist.

    Ich bin zu alt für diese ohrenbetäubende „Besinnlichkeit“;-)( .

  7. Bei uns mutieren die Weihnachtsmärkte, besonders am Donnerstag und Freitag, zu riesigen Großraumdiscos. Nach zwei Glühwein baggert es sich besonders gut😉… Danach geht es dann wieder ins traute Heim zu Mutti/Vati und den Kindern, um dann am Heiligabend einen auf glückliche Familie zu machen. Nee, im Ernst Leute?

  8. Super geschrieben. 😂 Ich hab neulich schon bei Re*we fast einen Koller bekommen, weil da in einer Tour „besinnliche Musik“ dudelt, die du mit normal funktionierendem Gehör ja auch nicht ignorieren kannst. Boah, das hat mich nach 15-Min. Dauerbeschallung so aggressiv gemacht, dass ich draußen erstmal Slipknot hören musste, um wieder runterzukommen. Nee, nee, nee…. diese Besinnlichkeit auf Knopfdruck und dieses Gesäusele dazu… ist nicht meins, da wird mir übel. Und Weihnachtsmärkte hier in der Stadt? Nein danke. Aber einen Glühwein nehme ich gerne. Einen. Der Mann hat es übrigends mal geschafft, sich mit einem Kinderpunsch den Magen zu verderben – seither steht er Weihnachtsmärkten, zum Glück, sehr ablehnend gegenüber. 😇

  9. Ach, ich weiß nicht, manchmal ist es wunderschön und manchmal ganz schrecklich
    Kommt ganz auf mich an
    In Nürnberg sind die Bratwürste lecker und wer am Markt Glühwein trinkt ist selbst schuld, unweit davon gibt guten Winzerglühwin

  10. Wunderbar humorvoller Artikel. 😀 Vielen Dank dafür.
    Ich kann Weihnachstmärkte auch überhaupt nicht leiden, aber dabei stört mich die Raucherei immer und überall noch viel mehr als der Geruch der Essensbuden.
    Euch allen eine schöne Adventszeit!

  11. Ich bin auch Team Weihnachtsmarkt, nein danke. Immer wenn jemand auf das Thema kommt und ich den Besuch eines WM als Zumutung bezeichne, mit billigem nachgezuckertem Glühweinfusel, Weihnachtsdeko aus Fernost, zusammengeklöppelt von 2-jährigen Kindern, Endlos-Weihnachtslied-Gedudel, wird mit Unverständnis reagiert – oder man führt Weihnachtsmärkte an, die „wirklich schön“ sind. Aber alle sind gleich – schrecklich. Erzählungen nach soll der Weihnachtsmarkt in Nürnberg ja sehr toll und einzigartig sein, dazu kann ich nichts sagen, als ich da war, wurde ich von Menschenmassen durch den Markt geschoben, sehen konnte man nichts, von mir also absolut keine Empfehlung.

  12. Weihnachtsmärkte…….. Ich esse ja gerne mal an afrikanischen Straßenständen, in Afrika, aber die Verköstigung auf einem Weihnachtsmarkt, dazu fehlt mir der Mut, so wie das aussieht und riecht 🎄🎅

    Wegen des Finnenkrams will ich schon ewig mal auf einen Weihnachtsmarkt, aber noch nicht mal das Kennenlernen von Glögg konnte mich bisher motiveren. Schmeckt Glögg so interessant wie ich mir das vorstelle?

    Armer KK. Dennoch bin ich Petra direkt dankbar, ohne deren Eingreifen wir diesen herrlichen Weihnachtsmarktreport nicht hätten lesen können. 👼

    Einen Vorteil haben Weihnachtsmärkte: der Glühwein wird in 10l-Eurokanistern geliefert. Die konnte man vor 30 Jahren für 10 DM beim Ausrüster kaufen – oder sich vom Glühweinmann nach Gebrauch schenken lassen. Die Glühweinkanister begleiten mich seit Jahrzehnten, ich hatte mal 50 Stück. Wer also stapelbare Wasserkanister braucht…….

    Nürnburger Bratwurst ist nur so lecker weil sie so klein ist 😎

  13. Guten Morgen,
    Habe herzlich gelacht über
    Deinen Bericht. Mag auch keine Weihnachtsmärkte, aber mit dir würde ich dort bestimmt Spaß haben..
    Lg
    sylvia

  14. Vielen Dank für diesen Beitrag lieber KK 🙂 Ziemlich deprimiert über meinen jetzt schon 3-wöchigen Husten und die Aussicht unserem diesjährigen Weihnachtskonzert nur als Besucher beizuwohnen, kommt meine Kollegin mit Birnensahnetorte und Du mit dieser sehr erheiternden Geschichte. Das rettet wenigstens den Tag.
    Zum Thema Weihnachtsmarkt haben wir im Ort einen Kleinen, der von den Vereinen organisiert wird und nur am Wochenende geöffnet ist. Man trifft dort immer alle, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht. Nach einem Eierlikörpunsch und einem Nutella-Crepes geht’s dann auch schon wieder heim. Für 1 x im Jahr ist das immer ganz nett und auch völlig ausreichend.
    Einen schönen Tag!

  15. Guten Morgen,

    das tat jetzt gut, deinen humorvollen Artikel zu lesen. Ich komme mir jedes Jahr zur Weihnachtszeit wie ein Alien vor, weil ich diese Märkte hasse und seit 20 Jahren boygottiere. Nun weiss ich, dass ich nicht alleine bin😉
    Viele Grüße, und die, die es lieben, viel Spaß auf den Weihnachtsmärkten,
    Gabi

  16. Durch grölende Betrunkene und mit blinkenden Plüschmützen oder Rentiergeheweihen verkleidete Besucher finde ich Weihnachtsmärkte mittlerweile auch so besinnlich wie den Kölner Karneval. Den Geist der Weihnacht findet man dort leider nicht mehr!

  17. Unglaublich wie mache Leute meinen die Weihnachtsmärkte schlecht zu machen. Na und?? Ich gehe gerne hin und „saufe“ wie Du schreibt gerne Glühwein ohne schlechtes Gewissen. Aber der Kaiser darf urteilen ist klar. Ich fühle mich garnicht angesprochen, und wahrscheinlich denkt das die schweigende Mehrheit in unserem Lande auch!!!

    1. Keine Panik, ich lasse die Weihnachtsmärkte nicht wirklich verbieten. 😉
      Aber eine Glosse überspitzt aktuelle Dinge, und der Weihnachtsmarkt bietet viel „Stoff“. Da lohnt die Aufregung nicht. 🌟🌟🌟

  18. Also die Weihnachtsmärkte von früher mag/mochte ich. Die meisten sind aber mittlerweile zu Ballermann-Apres-Ski-Märkte mutiert. Das ist auch nicht mein Ding.
    Bei uns im Ort gibt es aber immer ein Wochenende Anfang Dezember einen kleinen Markt. Er nennt sich Budenzauber. Mehrere Vereine aus dem Ort tun sich zusammen und stellen ihn jedes Jahr auf die Beine. Es gibt auch zu Essen (aber nicht die olle Bratwurst, sondern Flammlachs, Kürbissuppe etc.) und auch Glühwein. Aber das besondere ist, dass man dort ausschließlich Handwerkskunst zu kaufen bekommt. Professionelle Gewerbetreibende mit Massenware sind dort unerwünscht.
    Eine kleine Seifensiederin, einen Holzschnitzer, einem Puppenmacher, selbstgemachte Plätzchen etc. Insgesamt vielleicht etwa 10 kleine Buden stehen da in einem Kreis um den historischen Wasserturm, vor dem ein großes Lagerfeuer brennt und ein paar Musiker aus einem Verein Weihnachtslieder auf Trompete &Co. spielen.
    DAS ist ein Weihnachtsmarkt wie ich ihn liebe! Das einzig negative ist das er mittlerweile sehr beliebt und somit auch sehr voll ist. Der kleine Platz war dieses mal extrem voll…..
    Schön natürlich für die ganzen Hobbykünstler. Die haben wohl dieses Jahr richtig gut verkauft.

  19. Ich lache mich tot, so treffend beschrieben! Ich bin letztes Jahr mal von einem völlig überfüllten, ätzenden Kölner Weihnachtsmarkt nach dem ersten Kinderpunsch geflüchtet, während meine Bekannten schon feucht fröhlich den dritten Glühwein kippten…. seitdem redet die eine Bekannte nicht mehr mit mir, aber das war es mir wert!

    Ich finde die abstrakte, romantische Idee von Weihnachtsmarkt eigentlich total schön, wenn nur der Rummel und die vielen Menschen nicht wären!

  20. 3 Wünsche? 1. Gesundheit für meine/n Liebsten und mich, 2. keine Mücken, 3. keine Wespen.

    🎄 Weihnachtsmärkte 🎅 sind eindeutig die After-Work-(lies: Würg)-Parties! Aber die schokolierten Fruchtspieße können je nach Anbieter sehr lecker sein! Mhhhh! 😍

  21. Hallo ,
    Auf die herkömmlichen Märkte gehe ich auch kaum noch. Ich mag da nicht aus den Bechern trinken ( Herpes lässt grüßen ) und essen außer Pommes kann ich eh nichts. Maronen vermisse ich arg.

    Bei uns in der Gegend gibt es am Wochenende einen mittelalter Markt an einer Kirche in einem Dorf. Der soll anders sein. Und nach Weihnachten zwischen den Feiertagen startet hier der Glühwein Zauber am Meer 🤣 mit einer frischen Briese um die Nase 🙂
    Für alle die gerne lesen kann ich das Winter Tagebuch empfehlen.

    Lg

  22. Du bist nicht allein, ich meide Weihnachtsmärkte auch und von Glühwein wird mir schlecht.
    Überhaupt, die ganzen selbsternannten Weinkenner, die das Jahr über keine Flasche unter 15 Euro anrühren und dann auf dem Weihnachtsmarkt an der Glühweinbude eine Tasse billigsten Fusel nach der anderen in sich hineingießen.
    Einen Vorteil haben diese Märkte aber doch. Die Restaurants in der Stadt sind nicht so voll weil alle schon fettiges, Frittiertes gegessen haben 🙂
    Allen eine schöne Zeit
    Nicola

  23. Man kann sich weder das Oktoberfest noch den Weihnachtsmarkt schön trinken , darum einfach wegbleiben ! Deine Beschreibung trifft es absolut auf den Punkt, es ist die Vorweihnachtshölle und es werden immer mehr…..

  24. Hallo lieber Konsumkaiser,

    Deine Abneigung kann ich nachvollziehen. Ich gehe wenn überhaupt viel lieber vormittags oder mittags auf den Weihnachtsmarkt hier in Frankfurt. Da ist es noch nicht so voll und die Leute sind (noch) nicht angesäuselt. Abends macht es bei uns auch keinen Spaß mehr: es ist proppevoll, die Leute saufen und – Entschuldigung für diese Bezeichnung – „fressen“ nur noch; das hat mit Weihnachten und Besinnlichkeit für mich gar nichts mehr zu tun. Und ja, ich habe auch immer Angst in der Enge beklaut zu werden und kann mich deshalb abends nicht mehr wirklich entspannen und am Weihnachtsmarkt erfreuen.
    Trotzdem laufe ich noch jedes Jahr wenigstens einmal tagsüber über den Markt, weil die Holzschnitzerei Bachmann immer ihren Stand aus Tirol bei uns aufstellt und ich mir bei diesem jedes Jahr etwas Kleines (weil sehr teuer) zum Aufhängen für den Weihnachtsbaum hole. Und wenigstens einmal im Jahr gönne ich mir auf dem Markt auch eine große Packung der leckeren gerösteten Maronen 😋.
    Ansonsten läßt mich der Rest relativ kalt – ist halt alles nicht mehr so wie früher…

    Viele liebe Grüße,
    Eva

  25. Vorgestern kam mein Kollege in mein Büro und fragte, ob wir am letzten Arbeitstag nicht anschließend mit allen Kollegen auf einen Weihnachtsmarkt gehen wollen. Ich habe so entsetzt abgelehnt, dass er doch etwas traurig war. Anscheinend dachte er, dass er in mir als einzige Frau im Büro einen Fürsprecher hat. Tja, weit gefehlt. Ich mag Weihnachten und liebe Weihnachtsgedudel, aber auf diese Märkte kriegen mich keine 100 Pferde. Das hat in keinster Weise was mit Besinnlichkeit zu tun, von den zu-viel-Glühwein-Trinkern und Bratwurst-wieder-hervor-Bringern mal ganz abgesehen.

  26. Ich musste gerade über einen dieser Märkte durch und für die Strecke die sonst 5 Minuten braucht habe ich 35 Minuten gebraucht. Ja, ich mag Glühwein und ich liebe über alles die Früchtspieße die mit Schokolade übergossen sind. Und das war‘s schon. Menschenmengen nerven mich unfassbar ganz egal ob Weihnachtsmarkt, Konzert, Sommerfest, Straßenfest, Weinfest oder oder oder. Ich meide Menschenmassen wo es nur geht. Momentan geht es nicht, vor mir stand Selfie-Stickwald und gefühlt alle Japaner der Welt standen mir im Weg. 🤪

  27. Ich bin nicht alleine 😉
    Es sind sogar verblüffend viele die meine (od.besser unsere) Abneigung teilen. Ich gehe auch überhaupt nicht gerne auf Weihnachtsmärkte. Leider liebt meine beste Freundin den Ludwigsburger und daher muss ich mind. einmal mit. Auch meine Schwester mit Mann liebt den Stuttgarter. Sie lebt allerdings in England und kann dieses Jahr nicht her kommen …so traurig 😅
    Und zu einer anderen Gelegenheit muss ich auf den Esslinger Markt, glücklicherweise wird das mit vorher Essen gehen verbunden u. wenn ich Glück habe dauert das so lange das es grade noch reicht ne schnelle Runde drüber zu drehen.
    Aber wenn ich schon muss, müssen ein paar Maronen (vom Toni Maroni) u. auch ein Glühwein sein. Allerdings nur einen echten Winzer Glühwein. Denn der schmeckt tatsächlich großartig.

    Allen die den Weihnachtsmarkt lieben, wünsche ich viel Spass. Allen anderen das Sie sich erfolgreicher als ich davor drücken können

    Liebe Grüße Julia

    1. Weihnachtsstimmung wird von Niemandem außer Dir selber gemacht. Machs Dir schön, so wie‘s Dir gefällt, mit Allem was Du magst. 👋🏻

  28. Ich liebe Weihnachtsmärkte, wenn sie klein und fein sind. Wie hier in Franken im Wald stattfinden mit echten Feuertonnen und noch selbst gebrautem Glühwein. Wo Chöre singen und der Jagdverein ‚Stille Nacht‘ bläst. Solche, die keine Busparkplätze haben. 😉

  29. Hihihi, unserer hier heißt „Das blaue Grauen“ und wir verkrümeln uns spätestens nach einer Tüte Mutzenmandeln und Kinderpunsch. Besser ist das 🙂

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