SKINCARE: IATITAI „BAMBOO BLACK“ DUSCHGEL * MIT ESSIGFLASCHE UNTER DER DUSCHE

Ein schickes schwarzes Duschgel, so dachte ich mir. Schwarzer Bambus, hui, exotisch. Ich habe mir das Black Bamboo Duschgel von der Thailändischen Spa-Marke IATITAI blind gekauft und erlebte dann eine ziemliche Überraschung, als ich damit unter der Dusche stand…

 

Man hat ja automatisch eine gewisse Erwartungshaltung, wenn man mit einem neuen Duschgel unter dem warmen Wasserstrahl steht, und die Flasche öffnet um mit dem Einseifen zu beginnen, ganz besonders auch bei einer Spa Marke. Wahrscheinlich warten die meisten von uns zuerst auf einen angenehmen Duft, der sich erfrischend oder auch beruhigend in der Duschkabine breit macht und unsere Nase verführerisch streichelt, nicht wahr?

Da ist man beim Bamboo Black Duschgel von IATITAI eindeutig an der falschen Stelle! Ganz im Gegenteil, die Erwartungshaltung wird enttäuscht. Nee, man erschreckt sich geradezu, wenn man die erste „Schnupperung“ aufnimmt. Es müffelt. Und zwar nach irgendwas zwischen Schaschlikspieß und Kräuteressig. Holla, ihr hättet mein dezent verkniffenes Gesicht sehen sollen. Gemein von mir, denn es liegt natürlich an meiner „europäischen Nase“, dass mir dieser arg exotische Duft so zusetzt. Aber wehr dich mal dagegen…

Ich machte das Duschwasser aus und überlegte, ob das Produkt bereits umgekippt sein könnte. Es roch definitiv „nicht gut“ und da soll man sich ja bekanntlich auf seine Nase verlassen.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste gab allerdings Entwarnung. War mir gar nicht vorher aufgefallen: Es ist kein Parfüm enthalten, dafür aber Bambusessig. Äh ja, das erklärt das natürlich…

„Bambusessig entsteht aus verköhlertem Bambus. Während der Reifung werden dabei über 500 Polyphenole produziert, also pflanzlich-chemische Verbindungen, die antioxidierend wirken, freie Radikale binden und dazu beitragen, den Körper zu entgiften.“

OK, bei solch einer wundersamen Wirkung, die sich der Mensch hier erhoffen kann (ähem, ich sage nur „Entgiftung“), ist der Muff Duft natürlich erklärbar. Der allheilende Lebertran machts vor, und ist ja auch mehr eine schlimme Prüfung als Genuss. Millionen Kinder (mit verzerrten Mundwinkeln) können nicht irren, oder…?

Jedenfalls macht das geschmeidige und recht wenig schäumende Gel sehr sehr sauber. Eigentlich fast zu sauber, um nicht zu sagen quietschsauber, was nicht gut ist, denn es signalisiert eine starke Auswaschung von Hautfetten.

Die enthaltenen Tenside sind demzufolge auch so und so: Ammonium Lauryl Sulfate gilt als recht aggressiv, Sodium Lauroamphoacetate dagegen als milde Waschsubstanz. Bambuskohlepulver (gibt die schwarze Farbe) wirkt hautklärend und saugt überschüssiges Hautfett und kleinere Verunreinigungen auf. Etwas Glycerin wirkt rückfettend. Was der Bambusessig so bei mir bewirkt kann ich nicht sagen, dazu fehlt mir die Erfahrung, denn nach einmaliger Anwendung steht die sehr hübsche Flasche nun nur noch zu Dekorationszwecken im Bad und wird nicht mehr eingesetzt. Ein „Schaschlikspieß mit Essigsoße“ unter der Dusche ist für meine Zitrusfrucht-verliebte Nase keine Alternative. Wer aber etwas total anderes sucht, sollte mal zur Probe schnuppern. Dann aber besser nicht täglich anwenden, denn die Reinigung ist etwas austrocknend.

240 ml kosten ca. € 13,90 (zB. über Flaconi)

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser     Das Produkt wurde selbst gekauft, keinerlei Sponsoring)

32 Kommentare

  1. BambusESSIG? Das tut mir sehr leid für dich, aber ich hatte gerade einen Lachflash. Danke dafür. 😉 Und jetzt kauf dir ein schönes Duschgel und immer schön aufs Kleingedruckte achten, gell?^^

      1. @KK: dann bist Du natürlich zu 100% exculpiert🥂👍🏼. Menschen ohne diese Funktionsstörung im Gehirn können leider nicht verstehen, wie es uns Betroffenen geht. Furchtbar!
        Vermelde übrigens erste Fortschritte: ich hab nichts von PC bei Flaconi bestellt. Brauche. Nix. Wirklich. Ist. So. Ja. Ich. Kaufe. Nix.

          1. @KK: das ist in der Tat komisch. Ob da was ansteckendes ist 😱? wie eine Grippe… resistent gegen Rabatte. So eine Art Impfung. Ich hoffe, das führt am Schluss nicht dazu, dass ich gar nichts mehr kaufe. Dafür macht mir das zu sehr Spass:-)

  2. Igitt, nein danke. Ich bin so glücklich mit deinen Duschgel-Empfehlungen von Ebenholz und Hermes. Cedrus benutzen meine Männer, das eau d’oranges verte ich. Es ist eine Freude damit zu duschen!

  3. Verweilt denn dieser Bambusessiggeruch lange auf der Haut? Ich muss nämlich gegen meine Kollegin im Büro anstinken, die meint, jede Stunde ihr Clinique Aromatics Elixir nachzusprühen mit der Begründung, dass mein Fahrenheit so stinke. Ich habe auch schon die Stinkbombe von Aramis Classic gekauft, doch leider gefällt ihr dieser Duft. Mist! 😜

      1. Schade, ohne die waschaktiven Bestandteile könnte man es wenigstens noch zum Kochen verwenden. So in die süß-sauere Richtung.😉

    1. :-)))) genial!
      Wir hatten eine asoziale Kollegin die Poison von Dior in Großraumbüro verteilt hat, also gelaufen und gesprüht. Weil es so langweilig in unserem 60-Mann Büro riecht. Sie war Psychologin. Danach bekamen mehrere Migränepatientinnen heftige Schube und waren krankgeschrieben. Als sich das mehrmals wiederholte und die Führungskraft nicht reagierte habe ich ihr den Duft entnommen und aus dem Fenster geworfen. Spätestens dann war es keinem langweilig.

      1. Liebe Ombia,
        Du bist echt eine Granate *ich werf mich weg!*😀
        Poison im Großraumbüro? Man definiere das Wort Narzissmus. Meine Güte, wie befreit von sozialer Kompetenz muss man sein oder wie abgestorben die Riechzellen in der Nase, um so was zu bringen. Aus dem Fenster ? Gab es dafür Ärger ?
        LG
        Roland

        1. Diese Person hat übrigens soft skills workshops im executive Bereich gegeben. Was soll man dazu sagen?
          Sie hat uns alle mit diesem Gestank besprüht – unsere Jacken. Mäntel und Taschen, alles. Ich komme aus einem Land in dem jeder VIEL Temperament hat und manchmal scheint das auch bei mir durch ;-).
          Da kann ich einfach nicht dafür :-))).
          Zum Glück schaute mein Fenster zum Garten, die andere Seite schaute auf die Fußgängerzone mitten in der Stadt. Etwas Ärger gab es, ich musste ein Mediationsgespräch über mich ergehen lassen. Zum einen war es mir die Sache Wert. Zum anderen standen alle Kollegen hinter mir. Die Mediatorin – eine externe Beraterin – konnte sich von Lachen über den Auftrag sichtlich schwer zusammenreissen.

          1. Ich hatte mal eine Kollegin, die sich immer direkt vor dem Mittagessen mit Poison eingenebelt hat. Hat trotzdem keiner fertig gebracht, sie allein sitzen zu lassen. Ich bewunder Dich, Ombia 😀

          2. Das ist genial! Ombia, kann man dich buchen? 😉
            Eine Freundin arbeitet in einem Großraumbüro mit Kundenverkehr und hat eine Kollegin, die regelmäßig Engelsspray um sich verteilt. Und manchmal auch direkt Arbeitskollegen damit besprüht, weil sie negative Energie verbreiten würden ….

  4. Wer keine exotischen Düfte leiden kann, sollte einfach seine Nase zuhalten oder was anderes kaufen. Bei Aldi gibts doch genug.
    Ich verstehe den Aufriss nicht????

    1. Hallo Perle, was ein freundlicher und eloquenter erster Kommentar von dir. Du kannst es wahrscheinlich nicht wissen, aber hier wird jeder Kommentar von mir per Hand in meiner Freizeit während der Arbeit freigeschaltet. Das ist wegen Spam und aus Datenschutzgründen eine gute Idee, denn ich lese erst jeden Kommentar, damit nicht irgendwelche Werbung oder gar verletzende Kommentare durchrutschen.
      Falls du hier weiterhin kommentieren möchtest, bitte ich dich auf deinen Ton zu achten. Es braucht keine zig Ausrufezeichen (Geschrei) um seine Meinung zu äussern, und das kann hier jedeR gerne tun. Ein paar Minuten Geduld bis zur Freischaltung braucht man allerdings, und ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.
      Viele Grüße!
      KK

    2. Nicht immer trifft der Nickname auf den Menschen dahinter scheinbar zu 😉 …

      Liebe Perle, die Meisten, die hier lesen und/oder kommentieren, sind froh, dass KK über seine Erfahrungen berichtet! Was nicht bedeutet, dass alle auch immer derselben Meinung sein müssen – das kann und sollte man üblicherweise aber freundlich und höflich mitteilen!

  5. Ich werde es nie begreifen, welcher psychologischer Mechanismus Menschen dazu bringt, in der vermeindlichen Anonymität des Internets ihre hoffentlich vorhanden guten Manieren einfach mal so über Bord zu werfen.. Ist denen einfach langweilig? Fühlen die sich ein danach besser? Sind die chronisch schlecht gelaunt oder wütend oder beides und müssen die Welt daran teilhaben lassen?

    @Perle: KK lässt hier praktisch jeden Kommentar durch und nur ein einziges mal gab es hier einen virtuellen Platzverweis für jemanden,der sich nicht an die Spielregeln gehalten hat.
    Ich sehe es so: wir sind hier Gast auf KK‘s Blog und so benehme ich mich auch. Wenn KK hier über angstfrei handgetöpferte von indischen Jungfrauen in der Toscana per Hand hergestellte um Mitternacht abgefüllte Chai-Latte-Pesto-Gesichtsmasken schreibt, weil er Lust darauf hat, dann finde ich das zum einen interessant, zum anderen würde ich nie im Leben darauf kommen, ihm vorzuschreiben, er soll das bitte sein lassen. Wenn mir nicht gefällt, was ich lese, dann gehe ich halt weiter oder, wenn ich mich dazu berufen fühle, äußere mich in angemessenem Rahmen.

    Wenn ich bei jemandem zum essen eingeladen bin, dann schreie ich auch nicht „was für ein Fraß!“. Ich sage natürlich, wenn es mir nicht schmeckt, aber wie immer macht der Ton die Musik.
    Viele Grüße
    Roland
    P.s. @KK: Schade, die Flasche sieht hübsch aus!

      1. 😀Ich sehe schon, wir verstehen uns🙏
        Bitte das angstfrei in der Toscana nackt-getöpfert nicht vergessen. Nicht dass Flaconi noch das falsche Produkt liefert. Bis was dürfen die geneigten Groupie-Fans denn dann mit dem Review rechnen? 🥳.
        Sorry, wenn ich etwas albern bin, mich hat gerade Ombias Geschichte oben mit dem Parfum inspiriert und gut gelaunt gemacht, ich finde so was einfach herrlich. Und nein, ich finde es prinzipiell nicht gut, wenn man den Besitz von anderen Menschen aus dem Fenster wirft, aber manchmal muss man die Intensität der Botschaft verstärken, damit sie verstanden wird…

        1. In meinem Kopfkino male ich mir gerade aus, dass jemand das Poison einfach wieder zurückgeworfen hätte – „return to sender“ :-)) …

          Liebe Ombia, Deine drastische Beendigung der olfaktorischen Zwangsbeglückung ist klasse :-)!!

        2. Gut so! :-))) Das Leben braucht ab und zu etwas Würze!

          Jetzt im Ernst. Ich habe neulich geträumt, dass der liebe KK hier schreibt – ich habe jetzt meine perfekte Pflege gefunden, ich mische mir die selbst. Die Wirkstoffe sind Bombe und bestehen aus Honig, Zitronensaft und zerquetschter Aktivkohle. Kurkuma gibt die tolle Farbe und meine Augenpads sind jetzt Salatgurken. Die Rezeptur ist geheim und hiermit beende ist sämtliche Produkttests für immer. Ich bin abgekommen!!!
          Ich war so traumatisiert und erschrocken, dass ich sofort und vor meinem Espresso – das will was heißen – überprüft habe wie es hier aussieht.

    1. „indischen Jungfrauen in der Toscana per Hand hergestellte um Mitternacht abgefüllte Chai-Latte-Pesto-Gesichtsmasken “

      :-))))))))))
      Soll ich das jetzt googeln?

      Übrigens, alles was KK testet und als schlimm empfindet erspart mir persönlich einen Fehlkauf. Jede Haut ist anders, aber wenn etwas eindeutig schlecht ist – lässt sich nicht verreiben, stinkt oder hat schädliche INCIs – dann bin ich besser beraten es nicht selbst zu testen.

      1. @Ombia: ganz abgesehen, dass ich neben interessanten Produkten, die ich so oft gar nicht kennengelernt hätte auch sonst noch Inspirationen für meinen Kopf und auch mein Herz bekomme. Alleine die Empfehlungen für Musik und Serien. Der Austauch mit allen hier. Und ich muss mir nicht alles auf die Haut schmieren, reicht es, wenn KK das heldenmutig tut.

        Ne, google lieber nicht. Das ist ein geflügelter Witz unter Psychotherapeuten…
        Angebot der VHS für PädagogInnen und alle anderen, die interessiert sind: Angstfrei Nacktöpfern in der Toscana mit abschließenden gemeinsamen Kochen und Urschrei mit anrufen von Mutter Gaja *Achtung, etwas boshaft!*.

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