LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 28.12.2018

Das Trendbarometer startet in den Winter. Es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, manchmal auch nachdenklich… 

 

 

Meine kleine Weihnachtsgeschichte…

Vielen Dank für eure zahlreichen Nachrichten zu Weihnachten! Das hat mich sehr gerührt und froh gemacht. Eben auch, weil die freundliche Atmosphäre einige dazu bewegt hat, auch mal einen Kommentar zu schreiben, obwohl sie sonst lieber stille Leser und Leserinnen sein möchten.

Es ist immer toll auch einmal etwas von den Menschen zu erfahren, die hier mitlesen. Dahinter stehen so viele Persönlichkeiten, auch so viele Schicksale: Ich würde alle gerne einmal herzlich in den Arm nehmen…virtuell natürlich, keine Panik. 😉

Mich haben neben den Kommentaren auch viele Mails über den Blog erreicht. Das war eine unglaubliche Menge, und ich kann nicht wirklich allen antworten. Deshalb bedanke ich mich hier auch nochmals für alle Weihnachtsgrüße. Ein paar Menschen haben mir ihre ganz persönlichen Weihnachtsgeschichten anvertraut, und das ging mir teilweise sehr nah. Ja, die Weihnachtszeit ist trotz so manch hektischer Tage eine ganz ganz aussergewöhnliche Zeit. Das muss nicht unbedingt mit Religiosität zu tun haben, trotzdem spüren viele von uns eine innere Einkehr. Ich nehme dieses Gefühl dankbar an und nutze es auf dem langen Weg auch mich selbst immer besser kennenzulernen.

Der Heilige Abend war wundervoll, und dennoch endete er irgendwie anders als geplant.

Es gab in einem großen Gemeindezentrum eine sehr schön organisierte Weihnachtsfeier für Senioren, die alleinstehend sind und niemanden mehr haben der sie besucht oder sich kümmert, und die ihre letzte bescheidene Unterkunft nicht unbedingt in einer luxuriösen Residenz gefunden haben.

Ich hätte niemals gedacht, wie viel Bedarf hier besteht. Die Räumlichkeiten platzten aus allen Nähten. Wir hatten im Vorfeld die Transporte organisiert, denn viele der Senioren waren sehr gebrechlich und auf Rollatoren und Rollstühle angewiesen. Aber alles klappte wie am Schnürchen. Prima, dass ich in einem so tollen Team mitarbeiten konnte!

Meine bescheidene Mithilfe fand zuerst in der Küche statt, in der wir ein Festtagsessen zauberten, das die Augen der anwesenden Leute strahlen ließ. Manche Senioren sind schlechte Esser, können nur noch kleine Portionen vertragen und man muss sehr vorsichtig mit allen Zutaten sein. An diesem Abend war davon nicht viel zu sehen, es wurde regelrecht geschlemmt. Woher ich das weiß? Nun, kaum war das Essen serviert, wurde es ziemlich still. Alle kümmerten sich ausgiebig um ihr Weihnachtsmenü. Es wurde bestaunt, probiert, und dann gab es nur noch entzücktes „Oh“, „Ah“ und (mit Verlaub) dezentes Schmatzen zu hören. Das Team und ich haben uns vor Freude angegrinst wie die Honigkuchenpferde!

Nach dem Essen mussten sich alle erst einmal erholen, und ein paar rüstige Seniorinnen hatten eine kleine Chordarbietung eingeübt. Ich war so überrascht, es war unglaublich! Die Stimmen der Damen strahlten vor Wärme und Freude. Und als zum Schluss (natürlich) „Stille Nacht, Heilige Nacht“ angestimmt wurde, hatten wir alle eine kleine Träne im Augenwinkel…manche auch drei bis vier große…weil der GANZE Saal mitsang.

Natürlich gab es auch eine kleine Bescherung, wir konnten einen Sponsor gewinnen, der ein Bildband mir sehr alten Fotos aus Essen beisteuerte. Man kann sich denken, dass das DER Gesprächsstoff des Abends wurde. Laut wurde gerufen, wenn Ecken der Stadt wiedererkannt wurden, oder sogar das alte Wohnviertel von einigen anwesenden auftauchte, sie es erkannten und sofort auf eine wunderschöne Gedankenreise gehen konnten.

Ich bin derweil wie ein Derwisch durch die Tischreihen gesaust und musste mit einer kleinen Sammlung Lesebrillen hantieren, denn nicht alle hatten eine dabei. Wie gut, dass es auch dafür einen Sponsor gab. Man muss nur an alles denken! Die Bildbände wurden dabei zum Katalysator für sehr nah gehende Gespräche mit den Seniorinnen und Senioren, deren Geschichten ich nur zu gerne anhörte, denn wo bekommt man sonst so viel geballte Lebenserfahrung geschenkt?

Eine alte Dame fiel mir an diesem Abend ganz besonders auf, denn sie wirkte sehr zerbrechlich und musste mit einem Atemhilfsgerät im Rollstuhl sitzen. Sie wirkte still und bescheiden, und sie saß so klein und zusammengesunken in ihrem Rollstuhl, dass man fast durch sie hindurch schauen konnte. Ein paar Mal ging ich zu ihr und unterhielt mich mit ihr. Ihr Mann war vor 10 Jahren gestorben und ihre einzige Tochter im vergangenen Sommer. Ihr gesamtes Leben habe sich nun geschlossen, sagte sie zu mir, denn alle Menschen, die sie kannte und liebte waren vor ihr gegangen. Sie trug ihre Traurigkeit nicht zur Schau, sondern plötzlich strafften sich ihre Schultern. Ich hatte das Gefühl, dass sich all ihre verbliebene Kraft sammelte, als sie nach einer Lesehilfe verlangte, denn sie wollte auch einen Blick in den Bildband werfen.

An diesem Abend zeigte und erklärte sie mir viele Dinge in dem Alt-Essener Bildband, denn sie war Zeit ihres Lebens Architektin mit Leib und Seele gewesen, und konnte auch heute noch erklären, wann, wie und warum diese und jene Gebäude gebaut oder abgerissen wurden. Zu fast allen Bildern kannte sie kleine Anekdoten und ich wunderte mich, wie sie zusehends aufblühte. Irgendwann sammelten sich ein paar weitere Senioren und Helfer um uns und lauschten gebannt den Erzählungen. Jeder konnte etwas beitragen oder stellte Fragen, die die ehemalige Architektin geduldig beantwortete.

Als das dicke „Bilderbuch“ durchstöbert war, merkte man ihr allerdings die Anstrengung an und unser Grüppchen löste sich auf. Ich versprach später noch einmal mit einem Tee vorbeizukommen, leider wurde ich dann aber durch viele aufbrechende Gäste abgelenkt. Der Abend war wundervoll, zufrieden schauten Senioren und Helfer drein, als wir uns alle nach und nach verabschiedeten. Die Dame mit dem Atemgerät habe ich leider nicht mehr finden können, sie musste wohl bereits vom Fahrdienst abgeholt worden sein, so erzählte mir die Leiterin.

Nach einer langen Nacht des Aufräumens, kam ich dann zufrieden und glücklich zuhause an, warf mich hundemüde ins Bett und freute mich auf den kommenden 1. Weihnachtsfeiertag mit meiner Familie.

Am Morgen wurde ich durch den Klingelton des Handys geweckt. Die Teamleiterin der Weihnachtsveranstaltung war dran und ich freute mich schon auf viel positives Feedback. Sie fragte mich sofort und ganz direkt, ob ich mich noch an die Dame mit dem Atemgerät erinnern könne, die mit ihren bunten Schilderungen und Fachwissen eine ganze Menge Leute so elegant unterhalten hatte? Sie war in der Nacht verstorben.

Ihr Name war Anni. Sie war Architektin und wurde 89 Jahre alt.

 

 

Ich wünsche euch ein schönes und vielleicht noch etwas besinnliches Wochenende! 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pixabay)

34 Kommentare

  1. Wie schoen und traurig mit Anni,……..aber ich denke (bzw. weiß), dass sie gluecklich starb…..
    Alleine das sollte euch Helfer gluecklich machen….

    lg
    angela

  2. Oh nein, jetzt muss ich heulen 😢 Aber wie schön, dass sie noch einen so tollen Abend hatte und auch du, dank ihr. Schönes Erlebnis ❤️

  3. Guten Morgen,
    die Gesichichte hat mich sehr angerührt.
    Ich denke mit diesem letzten Abend in Annis Leben war es nun wirklich rund. Ein schöner Abgang von der Bühne der Welt, sie hat etwas dagelassen und einen letzten Applaus mitgenommen.

    Dir wünsche ich noch ein wundervolles Wochenende!

  4. Guten Morgen lieber KK,
    jetzt liege ich noch im Bett und lese deine wundervolle Geschichte und mir kullern die Tränchen übers Gesicht. Vielen Dank für deine wunderschöne Geschichte. Mir fehlen im Moment die Worte für mehr.
    Wünsche dir einen guten Start ins Wochenende und danke dass es so Menschen gibt wie dich!

  5. Schöne, aber auch sehr traurige Geschichte, die zum Nachdenken und Innehalten anregt.

    89 Jahre ist ein stolzes Alter.
    Leider gehört der Tod zum Leben dazu.
    Aber vielleicht geht es der Dame jetzt wo sie ist – umgeben von ihren geliebten Menschen – besser als zuletzt hier auf Erden.

    Schönes Wochenende !

  6. Guten Morgen, nun ist für mich soeben der Zeitpunkt gekommen, die ersten Worte an dich zu richten, mit Tränen in den Augen: vielen Dank für Deine rührende Geschichte…und die Erinnerung an das Wesentliche im Leben 😉

  7. Lieber KK,
    die wunderschönsten und auch traurigsten Geschichten schreibt das Leben; Du hast der betagten pflegebedürftigen Dame einen wunderschönen letzten Abend geschenkt, das schönste aller Weihnachtsgeschenke. Vielen Dank fürs Teilhaben lassen an Deiner Geschichte, es geschehen noch Wunder auf dieser Welt,
    alles Liebe und alles nur erdenklich Gute für das Neue Jahr
    liebe Grüße aus Salzburg Gabriele

  8. Guten Morgen lieber KK! Mir sind beim lesen einige Tränen gelaufen! Deine Geschichte hat mich sehr gerührt. Ich finde es ganz wunderbar, dass du und noch einige andere am Heiligen Abend so viele Menschen glücklich gemacht habt! Ich war bei meiner Tochter und meinen Enkeln und habe die Zeit dort genossen! Mit Kindern ist es ja immer sehr schön zu boobachten, wie sie dem Weihnachtsmann begegnen, der tatsächlich da war😊! Ein schönes Wochenende wünsche ich dir .

  9. Guten Morgen KK, mir ist jetzt gerade ein leiser Schauer über den Rücken gelaufen. Was für eine Geschichte, dass sie in der gleichen Nacht noch verstorben ist. Aber auch, wenn sie alle Menschen verloren hatte, die sie liebte, war sie zum Schluss nicht alleine. Das finde ich schön. Eine wundervolle Arbeit, die ihr da an Weihnachten leistet, für die, die alleine sind und niemanden haben. Das ist an Weihnachten besonders schlimm. Ich finde das toll, wie ihr Euch da kümmert und ein wenig wieder Farbe ins Leben dieser Menschen bringt.

    Lg

    Kate

  10. Eine wirklich schöne Geschichte. Großen Respekt und Dank dafür, dass Ihr so ein tolles Fest ausgerichtet habt!
    Meine Mama arbeitet ehrenamtlich in der Altenbetreuung und es ist wohl gar nicht ungewöhnlich, dass alte Leute sterben, kurz nachdem sie noch einmal etwas sehr Schönes erlebt haben. Dieser Dame war es wahrscheinlich Zeit ihres Lebens sehr wichtig ihr Wissen an die jüngeren Generationen weiterzugeben und nachdem Ihr ihr das noch einmal ermöglicht habt, konnte sie in Frieden sterben. Darauf könnt Ihr gar nicht stolz genug sein!

  11. lieber KK,
    nun habe ich Tränen in meinen Augen. Eine wunderbare , so lebensnahe Geschichte. Ich danke Dir, für diesen warmherzigen Beitrag.
    Alles Liebe für das neue kommende Jahr..
    LG
    Sibylle

  12. Lieber Kaiser,

    danke, dass Du uns an diesen berührenden Erlebnissen teilhaben lässt. Obwohl ich nach Deiner Erzählung über das Ende nicht wirklich überrascht war, sitze ich jetzt mit feuchten Augen und einem Kloß im Hals da … wie traurig, aber auch wie schön, die Geschichte über Anni lesen zu dürfen.

    Danke an Dich für diesen Blog, der mit Herzblut, Augenzwinkern oder Ernst von Dir gestaltet wird und uns immer wieder die Augen öffnet für „den Blick über den Tellerrand hinaus“!

    Ursula

  13. lieber kk, ich bin seit vielen jahren eine stille leserin. es kommt mir vor wie eine ewigkeit das ich deinen block lese. durch dich bin ich ein grosser high droxy fan geworden und ich liebe einfach deine wirklich erfrischende und oftmals so lustige weise zu schreiben. zudem komme ich aus essen, wahrscheinlich fühle ich mich deswegen auch verbunden. die geschichte mit anni ist irgendwie traurig, aber auch schön, da sie so einen schönen weihnachtsabend hatte. das hat mich berührt. meine familie lebt in essen, schwieriger bis null kontakt. dafür sind die freunde um so wichtiger. komisch je älter (59) man wird desto mehr zieht es einen in die heimat. ich wünsche dir jedenfalls einen guten start ins neue jahr und bleib so kritisch, lustig und so tiefenentspannt mit deinem block. gerne rutsche ich wieder vor lachen vom sofa runter. lg petra

  14. Lieber Konsumkaiser, was für ein schöner Tod nach einem wundervollen Abend voller schöner Rückblicke und verbundener Menschen in hohem Alter. So würde ich auch gern sterben.

    Ich hab bei meiner Mutter, die auch vor wenigen Monaten starb gesehen, wie traurig und unverwurzelt ist, wenn fast alle Freunde und Bekannte gestorben sind, wie diese Menschen fehlen und der Wunsch stärker wird, ihnen zu folgen. Das eigene Kind sterben zu sehen, stelle ich mir das Furchtbarste vor, das es gibt, obwohl wahrscheinlich der Verlust des Ehepartners die größeren Auswirkungen aufs tägliche Leben hatte.

    Es liest sich etwas so, wie: etwas Besseres kommt jetzt nicht mehr, jetzt kann ich in Frieden gehen. Vielleicht hatte sie auch immer Angst und du hast ihr mit diesen Weg leicht gemacht. Was kann man Weihnachten mehr für einen anderen Menschen tun? Du hat bei der Veranstaltung mitgeholfen und den Leuten ein schönes Fest ermöglicht, das nicht mal viele so haben, die noch Familie haben – vielen Dank dafür. 🙂

  15. Lieber KK,

    vielen Dank für diesen Bericht !
    Nun habe ich Tränen in den Augen, obwohl ich denke, dass die Alte Dame nach einem solch schönen Abend sicherlich glücklich eingeschlafen ist.
    Ich kann mich nur allen anderen Lesern hier anschließen und finde es wunderbar wie sehr Du Dich für die Menschen einsetzt, die niemanden mehr haben. Es sollte mehr davon geben, denn dann wäre die Welt um einiges besser. Danke schön !

  16. Lieber Herr KK,
    Danke für dein Sein und Danke für diese Geschichte ! Du berührst ein immer wieder, ob mit lustigen , nachdenklichen , informativen oder auch mal traurigen Geschichten ! Dafür zum Jahresende ein aufrichtiges Danke von einer treuen Leserin. Alles Gute für 2019 und auf viele neue Geschichten! Liebe Grüße aus Thüringen 🍀✨🍀

  17. Lieber KK,

    ich höre die Worte meiner Mutter, die schon 13 Jahre nicht mehr bei uns ist:
    Du bist nicht tot, solange noch jemand an Dich denkt.
    Und an Anni wird nach diesem Abend sicherlich immer mal wieder jemand denken.
    Vielen Dank für Deine Erzählung.

  18. Ob so ein „besonderer Moment“ vielleicht beim „Loslassen“ hilft? In diesem Fall Anni? Meine…ähm… eine mir sehr gut bekannte ältere Dame war des Lebens eher überdrüssig. Der Mann war gestorben, sie mittlerweile fast blind nach zwei Schkaganfällen und im Pflegeheim wurde sie nie wirklich heimisch. Das einzige Highlight waren die wöchentlichen Besuche der Kinder und die Telefonate mit ihnen…anfangs mehrmals täglich. Eines Tages wollte sie das Grab ihres Mannes besuchen. Anschließend ging es weiter zu Besuch zu den Kinder. Tags darauf rief sie noch an, um dem Sohn ein Geburtsstagsständchen zu singen… und nachts, du ahnst es, verstarb sie dann…

  19. Ein feiner, zarter Abschied aus dieser Welt… Ich finde Deine Geschichte gar nicht traurig, sondern hoffnungsvoll. Die Art, wie ich sterben werde, bereitet mir auch manchmal furchtsame Momente. Es gibt so unendlich viele leere, beängstigende und qualvolle letzte Stunden.
    An einigen Stellen in Deinen Texten habe ich dieses Jahr die Bemerkung gelesen: „…(aber keine Angst), das hat nichts mit Religion/Spiritualität zu tun…“, als würdest Du fürchten, irgendwie mit dem Göttlichen in Verbindung gebracht zu werden (?). Religion kann mit Gott zu tun haben. Und Gott hat nichts mit Religion zu tun. So denke und fühle ich es. Ich glaube an Gott und bin sehr dankbar für meine spirituelle Entwicklung, die mir viele Antworten auf die existenziellen Fragen meines Lebens geschenkt hat. Und ich schätze meinen Verstand und gebrauche ihn gern und mit Freude als Werkzeug. So, wie Du Deinen Heiligen Abend geschildert hast, erkenne ich die Gegenwart der Liebe, des Friedens und der Gnade des Göttlichen im Raum, an allen Tischen, zwischen den Menschen. Wenn Du das nicht spüren könntest, wäre Dein Bericht wohl anders ausgefallen… Glaube ich… 🙂

  20. Danke, dass du uns an deinem Erlebnis teilhaben lässt. Denke auch, dass du die alte Dame sehr glücklich durch dein echtes Interesse und deine Zeit gemacht hast. Evtl konnte sie durch das Erlebnis das Leben nun loslassen. Richtig rührend und deine Art des Schreibens rüttelt mich immer wieder wach.

  21. Lieber KK,
    vielleicht ist dies dein schönstes Weihnachtsgeschenk: Anni, die Architektin, ist nach einem Abend, an dem sie Dank deiner Unterstützung andere Senioren unterhalten konnte mit ihrem fundierten Wissen über die gemeinsame Heimatstadt, für immer eingeschlafen.
    Ich werde mir ein Beispiel nehmen an dir, auch hier gibt es einiges zu tun für Mitmenschen und Vierbeiner. Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2019!
    Alles Liebe, Karin.

  22. Lieber KK,

    die Geschichte hat mich sehr berührt.
    Es ist wundervoll, dass die Senioren einen so wunderschönen Abend verbringen konnten. Das gibt mir Hoffnung.

    LG
    Eva

  23. Lieber KK,

    es gibt keine Zufälle – das ist meine feste Überzeugung.
    Dieser Abend, so schön und liebevoll von Euch Helfern für die alten Menschen organisiert, ist für eine von ihnen zur Fügung geworden.
    Der Bildband (was für eine wundervolle Idee!) war für sie das letzte Puzzlesteinchen im Mosaik ihres Lebens.
    Anni konnte so für Dich und viele andere aus dem reichen Fundus ihrer Erfahrungen und Kompetenzen schöpfen, war die Lotsin durch die Vergangenheit Eurer Heimatstadt (in der ich übrigens meine Grundschulzeit, damals nannte man es noch Volksschule, verbrachte), an deren baulicher Gestaltung sie durch ihre Arbeit als Architektin maßgeblichen Anteil hatte.
    So wurden am Ende ihres langen Lebens ihre ganz besonderen Fähigkeiten noch einmal deutlich ersichtlich, nicht nur für Euch alle, sondern gerade auch für sie.
    Es muss eine ganz besondere Frau gewesen sein, die sich in diesen Zeiten als erfolgreiche Architektin in einer männerdominierten Welt behaupten konnte.
    Welch ein Geschenk, dass dies an ihrem letzten Abend noch einmal so aufscheinen durfte!

    Mit diesem positiven Schlussakkord konnte sie loslassen – und ist sicher, davon bin ich fest überzeugt, friedlich hinübergegangen zu ihren Lieben.

    Eine Geschichte, die wieder einmal beweist, demjenigen, der genau hinschaut, wie fein sich Dinge fügen, wie sehr Mitmenschen zu Engeln werden können und dass es viel mehr gibt, als wir mit Augen und Ohren wahrnehmen können.

    Ich wünsche Dir und allen anderen hier ein wunderschönes letztes Wochenende im Jahr 2018!

    Liebe Grüße,
    Claudia Regina

    1. Liebe Claudia Regina, das hast Du so schön geschrieben.
      Ich finde die Idee mit dem Bilderband grandios und bin unbekannterweise so froh, dass diese einsame, alte Dame noch einen wunderschönen Abend hatte. Lieber KK, eine ganz besondere Geschichte.

      1. Danke, liebe ombiaombia!

        Mich hat diese Geschichte auch besonders berührt und sie erreicht mich in einer Zeit, in der ich die Rauhnächte als Raum der inneren Einkehr nutze, mit Meditationen und Reflektionen…

  24. Lieber KK,
    das war eine traurig-schöne Erzählung, bei dir ich gerade auch ein paar große Tränen im Augenwinkel hatte.
    Danke, dass du uns an deiner Herzlichkeit teilhaben lässt. Obwohl mich Annis Geschichte auch etwas traurig macht, ist es doch sehr schön und aufmunternd zu wissen, dass es Menschen wie dich gibt.
    Ich hoffe, die restlichen Feiertage waren auch schön und erholsam.
    Liebe Grüße
    Nadine

  25. Deine Geschichte hat mich so bewegt, dass ich gerade etwas weinen musste. Aber es ist eben auch eine schöne Geschichte. Danke!

  26. Hallo ihr Lieben,
    ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. Ja, beim Lesen der Geschichte musste ich an meine Großmutter aus Essen denken. Sie hat ihr ganzes Leben dort verbracht (bis auf wenige Kinderjahre). In der Diele hingen 2 große Bilder mit je einer Fotocollage vom „alten“ Essen, also vor dem Krieg. Ich muss sagen, das alte Essen hätte mir sehr gefallen.Meine Omal konnte auch viel über das alte Essen erzählen. Ich mag ja den Berliner Platz in Essen so gar nicht. Es ist dort alles sehr unüberichtlich. Auch die Innenstadt hat sich ja sehr verändert….
    Ich finde die Geschichte um Anni auch sehr schön und friedlich. Mir gefällt der Gedanke, dass sie noch mal einen wunderschönen Nachmittag hatte und vielleicht in der Erinnerung daran, dann friedlich eingeschlafen ist und nicht mehr aufgewacht ist. So sollte es für jeden sein dürfen.

    Ich bin heute sentimental, heute vor 10 Jahren ist mein Großvater väterlicherseits verstorben. Opa und ich haben am gleichen Tag Geburtstag und in gut 4 Wochen werde ich noch mal daran erinnert, dass er nicht mehr da ist. Er wurde immerhin 97 Jahre alt.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenede. Und falls wir uns nicht mehr lesen, dann hoffe ich doch, ihr habt alle eine schöne Silvesterfeier und kommt gut ins neue Jahr.

    Liebe Grüße
    RuhrCat

  27. Lieber KK,
    das ist ein sehr schönes aber auch trauriges Erlebnis. Die Anni wird dir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben 😌.
    Liebe Grüße
    Sansa

  28. Hallo KK,
    Welch ein Geschenk – für Anni ganz sicher, für euch Helfer aber bestimmt auch. Die Geschichte hat etwas versöhnliches, mir wurde ganz warm ums Herz
    Liebe Grüße
    Karen

  29. Lieber KK,

    ich reihe mich ein in all‘ diejenigen, die sich durch Deine Schilderung sehr berührt gefühlt haben. Mir geht es wie Thorlane – ich finde diesen Abschied sehr tröstlich und hoffnungsvoll. Alles im Leben hat seine Zeit und ich mag den Gedanken sehr, dass Du und alle, die den Abend gestaltet haben, ein Lächeln und Frohsinn in die Herzen aller Anwesenden gezaubert habt. Und ganz sicher auch in das von Anni!
    Liebe Grüße
    Roland

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