LIFESTYLE: FEIERTAGE STEHEN AN * HANGOVER SMART BEKÄMPFEN

Die nahenden Feiertage werfen schon ihre Schatten voraus. Traditionell wird jetzt auch gerne feucht-fröhlich gefeiert. Ein Kater, oder neudeutsch Hangover, am nächsten Morgen kann die unangenehme Folge sein. Alles halb so schlimm, wenn man klug reagiert. Ein paar Tipps, die man im Fall der Fälle nicht vergessen sollte…

 

 

Vergiss die Mythen!

Schon mal wichtig zu wissen: Lass das „Konterbier“ weg! Einen Kater mit Alkohol bekämpfen ist keine gute Idee, und höchsten für schwer Alkoholabhängige in manchen Situationen eventuell vertretbar. Ich gehe aber mal davon aus, dass hier alle eher zur Gruppe der Genusstrinker gehören, und einfach nur das berühmte Glas zu viel hatten.

Hauptverursacher der Katerbeschwerden sind Alkohol-Abbauprodukte, aber auch Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust. Nach einer feucht-fröhlichen Feier schnell wieder nüchtern und klar im Kopf zu werden, ist ein ebenso häufiger wie leider (bisher) unerfüllbarer Wunsch. Der Abbau des Alkohols erfolgt zum weitaus größten Teil in der Leber, vor allem durch das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH). Nur ein geringer Teil wird über die Lunge abgeatmet, über die Nieren direkt ausgeschieden oder durch andere Enzyme abgebaut.

Der Abbau erfolgt nach einer Kinetik nullter Ordnung: Es dauert also so lange, wie es dauert, daran ändern auch Kaffee, ein Konterbier oder eine kalte Dusche nichts. Das Enzym arbeitet auch nicht schneller, wenn Alkohol rasch und/oder reichlich zugeführt wird. Es baut durchschnittlich 0,1 Promille (bei Frauen) bis 0,2 Promille (bei Männern) pro Stunde ab.

Ausnahmen gibt es auch: Menschen die naturgemäß besonders schnell betrunken werden findet man zB. gehäuft in Asien. Den Umkehrschluss kann man leider nicht zulassen. Menschen mit „hyperaktiver“ ADH, die Alkohol viel schneller abbauen, gibt es nicht. Fühlt man sich aber „irgendwie alkoholtolerant und wird schnell wieder nüchtern“, handelt es sich nicht um eine „stattliche Leber“ sondern um Gewöhnung! Man trinkt oft und regelmäßig, der Körper „gewöhnt“ sich daran. Nicht erstrebenswert!

Es ist auch ein weit verbreiteter Irrglaube, dass sich ein Kater vermeiden lässt, indem man strikt bei einer Alkoholsorte bleibt. Es ist schlicht die konsumierte Menge, die den Ausschlag gibt. Trotzdem habe ich persönlich das Gefühl, dass es niemals ratsam ist, zwischendurch mal einen zuckersüßen Likör zu trinken, wenn man ansonsten bei Wein, Bier oder Wodka bleibt. Aber das hat andere Gründe. 😉

 

Kater vorbeugen

Rechtzeitig aufhören, Hochprozentiges zu trinken und auf Alkohol­freies umsteigen, dann ist man am nächsten Morgen schneller wieder fit. Wer früh genug zu Mineralwasser oder Apfelschorle wechselt, gleicht außerdem sein Flüssigkeits- und Mineralstoffdefizit aus. Dieses entsteht, da Alkohol die Nierentätigkeit ordentlich anregt.

Auch zwischendurch ein Mineralwasser/Schorle kann einem Kater vorbeugen. Als nicht geeignet erweist sich damit das Konterbier am nächsten Morgen, denn es führt nur zu weiteren Alkohol­abbauprodukten und letztlich zu einer Verlängerung der Katersymptome.

Ein Kater entwickelt seine Größe unter anderem danach, wie viel Alkohol jemand verträgt und wie viel er tatsächlich getrunken hat. Aber auch Begleitstoffe und -umstände (zB. Fuselöle) können ordentliches Schädelbrummen verursachen.

Das Mischen verschiedener alkoholischer Getränke kann den Kater-Effekt verstärken. Zu einem schnelleren Anfluten des Alkohols (aber nicht zu einem beschleunigten Abbau) kann es zudem kommen, wenn man auf nüchternen Magen trinkt, denn der direkte Kontakt mit den Schleimhäuten in Magen und Darm bewirkt eine schnellere Resorption. Eine gute Grundlage (fettiges, reichhaltiges Essen) kann dem vorbeugen, aber auch wiederum für andere Beschwerden sorgen.

 

Folgen lindern

Den Nachdurst zu stillen, fällt zuweilen jenen schwer, die Übelkeit und/oder Erbrechen plagt. Hier kann es helfen, kohlensäurefreie und nicht zu kalte Getränke zu wählen und diese langsam und schluckweise zu trinken. Wer am Abend praktisch ausschließlich Alkohol getrunken hat und davon reichlich, sollte spätestens jetzt seinen Flüssigkeits- und Mineralhaushalt wieder in Ordnung bringen: mit ausreichend Mineralwasser, Saftschorle und gegebenenfalls einem Mineralstoff-Präparat. Daher (und einem niedrigen Blutzucker) kommt übrigens auch oftmals der späte Heißhunger auf würzige und/oder saure Speisen.

Bitte keinesfalls präventiv Kopfschmerzmittel einsetzen! Gegen die Kopfschmerzen hinterher kann man aber Schmerzmittel verantwortungsvoll verwenden. Ibuprofen ist wohl die bessere Wahl (solange keine Kontraindikation vorliegt), denn es besitzt nicht die potenziell lebertoxische Wirkung von Paracetamol und ist nicht so arg magenreizend wie Acetylsalicylsäure (ASS). Wer nach Alkoholgenuss (und Schmerzmittel) mit einem gereizten Magen reagiert, kann diese Beschwerden kurzzeitig mit einem Antacidum lindern oder zu einem Protonenpumpenhemmer greifen. Um sich insgesamt besser zu fühlen, helfen dazu natürlich Schlaf, eine wohltuende Dusche und frischen Luft.

Nach einem Tag sollte der Spuk vorbei sein. Gibt es länger andauernde Probleme, sollte man nicht zögern, auch einmal ganz offen einen Arzt des Vertrauens dazu zu befragen!

 

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(Fotos: Pixabay    Keinerlei Sponsoring   –   Dieser Beitrag soll laienhaft und in allgemeiner Art und Weise die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von leichten Katererscheinungen, also nach Alkoholgenuss, schildern. Hiermit soll weder diagnostiziert noch geheilt werden, im Zweifelsfall immer einen Arzt des Vertrauens befragen!)


35 Gedanken zu “LIFESTYLE: FEIERTAGE STEHEN AN * HANGOVER SMART BEKÄMPFEN

  1. Guten Morgen,

    ich weiß ja nicht, wann Du Deine Perlen auf den Blog stellst – scheinst aber zur Kategorie „Frühaufsteher“ zu gehören 😉

    Da ich sehr wenig Alkohol trinke, vertrage ich auch nichts – weshalb ich mir angewöhnt habe während des Genusses von Wein parallel viel Wasser zu konsumieren.
    Hilft auch meist gegen evtl. unwillig brummende Katzen am Morgen. Wenn dann doch ein morgendliches Unwohlsein in der Birne vorhanden ist, dann lag es meist an der Qualität des Weines.
    In meiner „Sturm und Drang Zeit“ war Alka Selzer immer der Hit gegen Katererscheinungen.

    1. Ich muss in der Tat meist früh raus, aber die Blogbeiträge sind per Timer eingestellt worden. Um kurz nach 5 liege ich dann noch ein paar Minuten im tiefsten Schlummer. 🙂
      Und Alka Seltzer hat mein Vater auch immer empfohlen, das ist aber „Aspirin“ also ASS drin, und da hat der Magen gut zu leiden.
      Wasser mittendrin und hinterher ist aber tatsächlich das Allheilmittel. Wenn ich mich strikt daran halte, bin ich immer ganz erstaunt, wie gut das funktioniert.
      Liebe Grüße, KK

  2. An alle Genusstrinker!
    Ein Glas Wein, ein Glas Wasser, ein Glas Wein, ein Glas Wasser……
    Ein Glas Sekt um Mitternacht, ein Glas Wasser.
    Nichts Hochprozentiges.
    So hält sich mein Kater in Grenzen. Er ist natürlich abhängig von der Zahl der Wiederholungen in Zeile eins.
    Auf katerarme Feiertage!
    Gruß Nora

  3. Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich sofort das Lesen auf! 😀 😀
    (Henry Youngman)

    Ich trinke schon seit Jahren keinen Alkohol – ein Glas Wein würde mich wohl von den Socken hauen.

    LG
    Eva

  4. Hallo lieber KK,

    Schöner Artikel und anschaulich beschrieben. Genau so ist es!
    Das Gefühl eines Katers ist trotzdem irgendwie mausig. Ich trinke fast nie, aber ab und an natürlich beim Feiern schon auch mal mehr. Merke das unmittelbar und am nächsten Tag fühle ich mich dann wie zerbombt. Mit 18 steckt man das noch locker weg.

    Vielleicht noch zur Ergänzung: Besonders Obacht im Flieger. Durch den niedrigen Luftdruck in der Kabine wirkt der Alkohol viel stärker. Ähm. Habe ich mal gelesen. Und keinesfalls auf einem Flug von Doha nach Bangkok, als ich morgens um halb vier mitten aus dem Schlaf heraus eine arabische Dame medizinisch versorgen durfte und dann nicht mehr eingeschlafen bin, selbst erfahren. Da blieb mir nichts anderes übrig, als an die Bar zu laufen und mir zwei Cocktails reinzuziehen. Herrje. Die haben gewirkt wie intravenös und ich hatte schon Sorge, dass die mich aufgrund meines glasigen Blicks gar nicht nach Thailand einreisen lassen😀.

    1. Oh, das klingt heftig. Im Flieger habe und werde ich niemals trinken. Da bin ich eh schon mit Valium vollgepumpt. Seit ein paar Jahren hänge ich plötzlich so arg an meinem Leben, dass ich Langstreckenflüge nicht mehr so gut verpacke…Bibber! Und dann noch Alk, Himmel, dann garantiere ich für nix mehr. Und man weiß ja, was die Leute so alles im Flugzeug treiben, wenn das Oberstübchen irgendwie ausgeschaltet wurde… 🙂

      1. Valium und Alkohol wäre auch eine nicht zu empfehlende Kombination 🙂 Vermutlich müsste man Dich aus dem Flieger tragen.. Flugangst?
        Da bin ich Gott sei Dank total verschont von, ich fliege für mein Leben gerne und schlafe besonders bei Turbulenzen besonders gut.
        A propos Oberstübchen ausgeschaltet, hatten wir letztes Jahr auf dem Flug von Helsinki nah Doha, da waren wir nur zu viert in der Kabine (der Flugbegleiter lachte, als ich ihn fragte, warum so wenig Leute mit uns mitfliegen und meinte, jetzt ist Sommer hier, wer will denn da von Helsinki weg ?). Jedenfalls war es durch die geringe Auslastung ja sehr übersichtlich und so habe ich mitbekommen, dass ein heftig verliebtes Paar, dass schon auf dem Flughafen kaum von sich lassen konnte, durch den Vorhang von hinten nach vorne geschlichen kam und mal ausprobieren wollten, wie groß die Nasszellen so sind *ähm*. Das ganze in einer arabischen Fluglinie, das kam bei den Stewardessen aber gar nicht gut an. War nichts mit Mitgliedschaft im High Mile Club..
        Meine Cousine ist seit zwanzig Jahren Flugbegleiterin bei der Lufthansa und wenn die aus dem Nähkästchen plaudert, dann wackeln einem die Ohren. Alkohol spielt da eine nicht geringe Rolle, das stimmt. Auf dem letzten Flug saß hinter mir eine Österreicherin, die meinte zu ihrem Mann, bezahlt ist bezahlt, wir nehmen alles mit, was es gibt 🙂

          1. Lieber Kaiser, verrätst Du mir bitte was Du gegen die Flugangst einnimmst? Ich traue mich gar nicht in einen Flieger da mir das Gefühl dort eingesperrt zu sein arg zusetzt😖
            Liebe Grüße, Claudia

            1. Oh, ich habe noch einen kleinen Vorrat an Diazepam, aber das ist längst nicht mehr Goldstandard. Zumindest stellt es mich ruhig und ich verschlafe den Flug beinahe. Allerdings sollte man sowas nie einnehmen, wenn man allein verreist!
              Bei Flugangst sind aber viele Hausärzte zugänglich und verschreiben schon mal etwas stärkeres als Bachblüten oder Baldrian. 😉
              Liebe Grüße, KK

            2. Liebe Claudia,

              ich hab Dir hier mal was zum nachlesen verlinkt:
              https://www.lifeline.de/krankheiten/flugangst-phobie-fliegen-id31274.html

              Es kommt eben immer darauf an, wie dringend und wie oft man fliegt. Für jemanden, der vielleicht einmal alle zwei Jahre in den Flieger sitzt, für den lohnt sich nicht immer gleich eine kognitive Verhaltenstherapie, da bin ich eher prakmatisch und denke mir, einmal ein angstlösendes Medikament in 24 Monaten wird sicher nicht dramatisch sein. Dreimal die Woche ist das aber sicherlich eine ganz andere Hausnummer und darf so auch nicht gehandhabt werden. Angstlösende Medikamente aus der Gruppe von Valium (sog. Benzodiazepine) sind hochpotente und gut wirksame Medikamente, aber auch nicht ohne Risiko im Hinblick auf „oh, die Wirkung ist phantastisch, da will ich mehr von“.
              Für kurzfristigen Einsatz und nur wirklich ganz ganz selten sind die meiner Meinung aber gut geeignet – aber ich denke, da bekommst Du, wenn Du fünf Ärzte fragst, fünf verschiedene Antworten. Wenn Du jemandem aus meinem Bekanntenkreis wärst, dann würde ich Dir eher zu einem kürzer wirksamen Benzodiazepin raten als zu Diazepam, das hat eine sehr lange Halbwertzeit. Deutlich kürzer und damit kalkulierbarer wäre z.B. Lorazepam (Tavor). Ich sehe schon die entsetzten Kommentare, dass ich hier den Einsatz von suchterzeugenden Medikamenten propagiere und möchte deshalb gleich in aller Deutlichkeit sagen: nein, tu ich nicht, aber die Lebenspraxis zeigt mir, dass man manchmal halt einfach zielorientiert handeln muss. Ein Bekannter von mir, der entsetzliche Flugangst hat, aber dringend für einen einzigen Termin nach Prag fliegen musste, der kam mit so einem Medikament sehr gut zurecht. Natürlich mit der dringenden Empfehlung, auf keinen Fall Alkohol dazu zu konsumieren.
              Eine solche medikamentöse Unterstützung ist immer nur die letzte Möglichkeit und es gibt vieles, was man sonst im Vorfeld machen kann, deshalb gillt eben wie beim Alkohol: jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich.
              @KK ich hoffe, das ist inhaltlich für Dich so ok, sonst bitte diesen Kommentar einfach rausnehmen!

              1. Vielen Dank euch beiden und keine Bange…ich würde vorher mit meiner Hausärztin sprechen. Es ging mir auch nur darum, die Angst vor einem evtl. Urlaubsflug zu bekämpfen.
                Einen schönen Abend 🙋
                ,

  5. Ich vertrage es auch immer schlechter und inzwischen wirkt ein kleines Glas Weinschorle, als hätte ich 2 große Gläser Malbec getrunken. Mindestens. Die Sache kippt, wenn es von leicht beschwingt zu etwas schwer wechselt und die Dosis wird immer niedriger. Nach 0,1l Wein hab ich inzwischen spürbar einen im Geweih, bin aber noch nicht träger.

    In der Bar trinke ich nur noch Martini (der mit Wodka, nicht mit Gin) und das eine Glas immer öfter auch nicht immer aus. Oliven passen perfekt dazu, weil das einer der wenigen Cocktails ist, der komplett unsüß ist.
    Dazu bestelle ich mir eine große Flasche Wasser. Ich hab gemerkt, dass man beim Reden immer gern ein Glas in der Hand hat – ob Alkohol oder Wasser. Das ist auch so ein psychologisches Ding, nicht nur die Verdünnung der Alkoholmenge.

    Meine Tipps wären außerdem: vor dem Trinken (am besten noch zu Hause) so viel trinken, dass fast kein Schluck mehr rein geht. Oft ist unbemerkter Durst der Grund, warum gleich anfangs so viel trinkt. Das kann man mit Wasser hinterher nicht mehr ausgleichen. Probiert das mal.

    Danach schwöre ich auf einen Löffel Basica. Das hat bei mir vor allem sichtbar am nächsten Morgen Erfolg, der Tipp kam von Christine Kaufmann und hat mich oft gerettet. Ich sehe inzwischen sofort morgens im Spiegel, dass ich was getrunken habe. Basica halbiert die Schwellungen sichtbar.

    Dann gibt es noch interessante Ratschläge des Biohackers Dave Asprey, der zum einen zu Alkohol möglichst mit wenig Fuselstoffen rät, z.B. Wodka eher als Cocktail. Er hat das richtige Bilder mit Beispielen. Ich finde auch richtig witzig, dass er mit Minimengen Aktivkohle in die Bar geht, die einiges binden, zumindest scheint er eine Verbesserung der Nachwirkungen zu bemerken.

    Alles sehr interessant in der Theorie, für mich leider zu spät. Ich bedauere es etwas, natürlich sehr gut für die Gesundheit, aber: für einen Abend im viertel Jahr würde ich gern wieder mindestens das doppelte vertragen, ich mochte das sehr, diese synchronisierte Stimmung mit anderen. Es geht nicht ums „Lustigsein“, sondern um sich auch noch gut zu verstehen oder zu öffnen, wenn man alkoholisiert ist und das hinterher gut gefunden zu haben, weil man sich näher ist als das ein einfaches Gespräch gekonnt hätte. Ich mochte auch fast durchweg alle anderen hinterher lieber als davor. Mitunter bekam ich gerade Tiefe gezeigt statt dem simplen Lustigsein, das mich sehr berührt hat und jemand war mir menschlich näher, weil er sich verletzlich zeigte – innerhalb ganz kurzer Zeit.
    Vermutlich hab ich auch Glück, nie schlechte Erfahrungen gemacht zu haben, mir fehlen jetzt eher die Guten, wenn ich jetzt so darüber nachdenke. Selbst echte Hangovers waren es hinterher immer wert, sonst hab ich einfach eher aufgehört. Es war nicht der Geschmack, es war die Stimmung, in die ich wollte.
    Zum Älterwerden gehört wohl auch, davon Abschied zu nehmen, allerdings nicht ohne Bedauern. Mein Körper ist allerdings vermutlich damit sehr einverstanden. Wird nicht die letzte solche Sache sein.

    1. Hallo Irida,

      ich kann mit Deinem schönen Kommentar so gut mitgehen (warum wollte ich jetzt mittrinken schreiben ?). Ich trinke auch niemals nur aufgrund des Geschmacks, wobei es schon auch sehr leckere Sachen gibt, sondern natürlich auch weil es eine gesellschaftlich akzeptierte Droge ist, die auch die von Dir so anschaulich beschriebenen Wirkungen hat. Die Dosis macht das Gift, ganz eindeutig und so mancher säuft sich ja leider um Haus und Hof. Ich mag mich lieber mit klarem Kopf und mit Kontrolle aber da gibt es schon auch eine wildere Seite, die zumindest in den jungen Jahren auch ganz klar zum Vorschein kam. Im Rückblick und mit meinem medizinischen Wissen von heute erkenne ich natürlich, dass das mit Anfang zwanzig und dem damaligen Beginn der Technoszene nicht ohne Risiko war. Bin da Gott sei dank völlig schadlos rausgekommen, aber ein paar der damaligen Weggefährten sind abgerutscht.

      Vermutlich gibt es in der menschlichen Natur eben auch einen Teil, der sich nach Berauschung sehnt, Versuche, so was zu verbieten wie z.B. die Prohibition waren ja schon immer zum Scheitern verurteilt. Der große Harald Junke (leider ja mit einer furchtbaren Alkoholsucht geschlagen) sagte mal :meine Definition von Glück ? Keine Termine und leicht einen sitzen..
      Politisch nicht korrekt und manch einer sieht das definitiv anders, aber irgendwie könnte ich da mitgehen. Zumindest ab und an 🙂

      LG
      Roland

      1. Vielen Dank, Roland. 🙂
        Ich will jetzt nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass es mir nicht schmeckt. Allerdings ist das tatsächlich nicht die außergewöhnliche Komponente. Ich hab mir nur in den letzten 2 Jahren viele Gedanken um das Thema gemacht und finde die gesundheitliche Erklärung viel zu kurz gegriffen. Einige der menschlich tiefsten Momente mit anderen hatte ich in diesem Zustand. Ohne hätte ich flacher gelebt, das kann ich ohne jeden Zweifel sagen. Das soll jetzt nicht die negativen Wirkungen, vor allem für Süchtige, ausradieren, aber viele offene Erklärungen greifen viel zu kurz.

  6. Hallo KK!
    Gehört hier nicht zum Thema, aber hast Du schon mitbekommen, dass diese Susi gerade auf Irits Blog ihre Tiraden ablässt? Sie wirft Dir vor, über die Bloggerinnen Schminktante und Irit zu lästern und prollige Kommentare durchzuwinken. Ähnliches habe ich auch schon von ihr bei der Schminktante gelesen. Eine perfide Strategie, die Ihr ja wohl hoffentlich durchschaut??
    Und ja, ich bin froh, dass sie hier nicht mehr kommentieren darf. Leider sät sie ihren Unfrieden nun auf meinen anderen Lieblingsblogs.

    1. Ich habe es gerade mal überflogen. Da mache ich mir aber keine Gedanken, denn Irit ist die souveränste Bloggerin, die ich kenne.
      Allerdings habe ich gerade gelernt, dass „Susi“ schon deutlich älter ist als wir, ihre Aussage. Da bin ich in diesem Zusammenhang bestürzt über ihre Äusserungen. Hoffentlich lässt sie davon ab, immer wieder auch andere LeserInnen zu kritisieren. Wir Blogger können mit solchen Dingen umgehen, aber die Leserschaft hat eine friedliche Kommentarspalte verdient.
      Mal davon abgesehen, dass ich hier so gut wie niemals Kommentare lösche, rufe ich auch immer wieder zur Ordnung, wenn hier gelästert wird. Auch mich selbst! 😉
      Also hoffe ich, dass jetzt auch dieses Thema hier nicht wieder für Furore sorgt.
      Liebe Grüße, KK

      1. Ich finde, sowohl Du als auch Irit gehen sehr souverän mit der Situation um und vielleicht hilft das ja. Das geschriebene Wort führt eben doch sehr oft dazu, dass man Zwistigkeiten nicht wirklich ausräumen kann und jeder muss ja für sich entscheiden, wieviel Energie steckt er wo rein. Um bei Frau Paprikas Stock zu bleiben: ich hüpfe inzwischen nicht mehr über jedes drüber, das mir vorgehalten wird. Lebt sich viel entspannter 🙂

        1. Ich finde ja, man muss es erst mal gedanklich hinterfragen, weshalb jemand dies oder das geschrieben hat, bevor man das Geschriebene verdonnert. Ein Satz, der anders formuliert ist, als man es selber tun würde, kann schnell zu einem Missverständnis werden. Ich habe auch schon einige Male gemerkt, dass mein Kommentar ganz anders verstanden wurde, als ich es gemeint habe, dabei war ich der Meinung eindeutig geschrieben zu haben. Aber darüber rege ich mich nicht auf.
          Ich frage mich nur, weshalb eine Person im reifen Alter, die in ihrem Leben praktisch mit schwierigen Situationen zu tun hatte, die vielleicht oft die guten Seiten des schlechten Menschen darstellen musste, um ihm zu helfen, weshalb diese Person hinter jeder Äußerung einen Angriff vermutet.
          Vielleicht, weil diese Person selbst mit jedem Wort einen Pfeil los schießt?
          So nach dem Motto, ist doch egal, womit du dein Gesicht wäscht, kannst auch Dreck nehmen …
          oder das von XY ist alles Schrott, damit gebe ich mich nicht ab und wenig später … ach sach ma Zuggaschnegge, was ist das Beste von XY, ich will mir das auch kaufen.
          Manchmal kommt es mir vor, als ob beim Schreiben der Texte Alkohol im Spiel war …
          Sorry!

          1. Liebe Frieda, ich verstehe dich total. Manchmal liegt man in der Interpretation eines Textes einfach daneben. Ich hatte dich ja auch schon einmal missverstanden. Aber dann bleibt man doch trotzdem im Gespräch und wird nicht bös.
            Deine Bemerkung zum Alkohol kennzeichnen wir hier aber direkt mal als persönliche Vermutung, denn die Dame hat hier bereits mit rechtlichen Schritten gedroht, und das braucht nun wirklich nicht sein.
            Wie bei Irit: Solls gewesen sein und gut.
            Liebe Grüße, KK

            1. …denn die Dame hat hier bereits mit rechtlichen Schritten gedroht…
              Nicht dein Ernst, oder? Das wiederum macht mich echt fassungslos!
              Anyway…meine Partystategie ist, mich mit H2O großzügist zu versorgen. Wein, Cocktails und Schampus nur in Schnapsglasgröße als Genussmitttel genießen. Zwar muss ich mich rechtfertigen, warum ich mich nicht zuschütte, aber damit kann ich leben und stell mich taub. Falls dann doch mal ausnahmsweise zuviel in mir gelandet ist, hilft eine Druckbetankung mit H2O vor dem schlafen gehen. Irgendwie hänge ich den frühen Jahren so gar nicht nach, mir geht es jetzt in jeder Hinsicht besser.

                1. Nein, never. Weil ich sooo sparsam und inzwischen nicht mehr alk-kompartibel bin ist auch was Nettes drin.
                  Martini macht mir nach zwei Schlückchen ganz extreme Kopfschmerzen, das habe ich schon in den 80ern gelernt 🙂

                  1. Charlotte, ich bin auch nicht mehr alk-kompatibel. Also schaue ich jetzt, dass ich mich nur noch in Gesellschaft derer aufhalte, die ich auch nüchtern total gerne leiden mag. Detox your life. 😉

                2. Da müsste ich zu Hause bleiben, weggehen „ohne“ wird nur bei Schwangeren akzeptiert. Da muss ich durch wenn ich nicht als Greisin mit neun Katzen leben will. Alles hat seinen Preis 😏

                  1. Traumhafte Aussichten, die es nüchtern zu ertragen gilt. Vielleicht lege ich mir doch ne Katze zu. Sicherheitshalber. Sonst bleibt mir irgendwann nur noch mein „Balkoneichhörnchen“ und das ist – ohne ihm zu nahe treten zu wollen – kein adäquater Gesprächspartner.^^

                3. Sei nicht so kleinlich. Ich wäre froh, wenn ich so viel Herz und Hirn außerhalb unserer Wohnung antreffen würde 😫
                  Deshalb bin ich ja so gerne hier 😍

        2. In den meisten Fällen ist das der Segen des Älterwerdens – klappt nur nicht bei allen Personen 😉

    2. Ich habe das jetzt erst durch die Kommentare mitbekommen und denke mir dann immer: das Geschriebene sagt nicht nur etwas inhaltliches aus, sondern auch über die Person, die schreibt.

      Und es kann sich ja jeder ein eigenes Bild machen*

      Ansonsten:
      Leben und leben lassen – keiner muss im Alltag mit der Person Kontakt haben.

      Friedliche Grüße
      Frau Paprika

      *meines sieht einen kleinen Terrier, der sich in einen Stock verbissen hat in der irrigen Annahme, dass er den Stock unbedingt töten muss.

  7. Ich hatte bestimmt 10 Jahre lang wenn nicht sogar länger keinen Kater. Boah, mein Leben ist so langweilig geworden.:-( Und ne, das ist nicht der Tatsache geschuldet, dass ich regelmäßig trinke und deshalb abgehärtet bin. Ich habe ja einen Knall auch ohne Alkohol. Auch wenn viele schon gedacht haben, so ausgelassen wie sie jetzt ist, hat sie sicher heute ordentlich getrunken :-)):

    1. @Ombiaombia: Herrlich! Ich kenne das.. die Frage, ob ich was getrunken habe und ich sage, ne ich bin immer so 🙂

  8. Ohlala, die meisten hier sind ja wirklich vernünftig, gesund und vorsichtig beim Genuß von Alloholl… Klar, ich selbst vertrage auch nicht mehr so viel wie in meinen 20ern, das macht das Alter und man ist halt aus dem Training. Aber ich gestehe, dass ich schon sehr gerne einen guten Wein und noch lieber Champagner trinke. Hmmmm dieses Champagnergefühl, dieses Kribbeln…. Ansonsten hilft bei mir auch INGWER, wenn es mal ein Glas zu viel war, plus Magnesium plus viel Wasser.

    1. Vernünftig und gesund ist ja eine Sache! Wild und gefährlich eine andere. Zwischendurch muss auch mal etwas Unvernünftiges gemacht werden, finde ich zumindest. Nur Askese, och nö…
      Liebe Grüße nach Belgien, KK

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