GESUNDHEIT: GRIPPESCHUTZIMPFUNG? EGOISTEN AUFGEPASST!

Über Impfungen wird diskutiert, da gibt es Meinungen wie Sand am Meer. Meist siegt aber doch die Einsicht, dass ganz besonders die Grippeschutzimpfung zur kalten Jahreszeit hin eine gute Idee ist. Ich persönlich komme damit bestens klar, musste im Familienkreis aber auch erleben, wie hart und schonungslos eine echte Grippe zuschlagen kann. Doch wer sich überlegt, dass er diesen „Quatsch“ eigentlich nicht braucht, weil man sich ja manchmal unkaputtbar fühlt, sollte mal den Egoismus über Bord werfen und sich Gedanken um den Aspekt der „Herdenimmunität“ machen…

 

 

Eine echte Grippe (oder Influenza – hat nichts mit Influencern zu tun, obwohl…) darf man nicht mit einem Schnupfen/Erkältung/Grippalen Infekt verwechseln. Bei einer echten Grippe fühlt man sich innerhalb weniger Stunden sterbenskrank, bekommt meist recht hohes Fieber und kommt kaum noch aus dem Bett! Todesfälle sind nicht selten, besonders wenn einige Risikofaktoren, wie zB. chronische Vorerkrankungen, hinzu kommen. Ein weiterer Risikofaktor ist aber auch das Alter, und machen wir uns nichts vor, die meisten von uns sollten sich da bereits angesprochen fühlen. So gemein es auch klingen mag.

Wenn man die Entscheidung trifft, auf die Grippeschutzimpfung verzichten zu wollen, muss man das akzeptieren, aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der die, mit Verlaub, egoistischen Gedanken überlagern sollte:

Auf den Aspekt der Herdenimmunität bei Impfentscheidungen haben Experten auf dem Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT 2018) in Köln hingewiesen. „Neben dem Individualschutz vor Infektionskrankheiten und deren möglichen Folgen spielen auch gesellschaftlich relevante Ziele wie die Unterbrechung von Infektionsketten oder die Ausrottung von Erregern eine Rolle“.

Die Grippeimpfung für Kinder wird bisher meist nur bei Risikopatienten mit schlechter Ausgangslage empfohlen, aber auch hier sollte man sich in Hinblick auf die Infektionskette Gedanken machen. In meiner Familie wurde ein älterer Mann von seiner geliebten Urenkelin angesteckt, wenige Tage später verstarb er.

Ich will hier niemanden bekehren, versteht mich nicht falsch. Jede Entscheidung wird ihre Gründe haben, die man akzeptieren muss, aber wer sich nicht sicher ist, sollte jetzt zum Hausarzt gehen. Ab diesem Jahr wird auch die scheinbar besser wirkende 4-fach Impfung als Kassenleistung verabreicht.

Das alles gilt übrigens auch für andere manchmal lebensrettende Impfungen: Falls ihr einen Impfpass besitzt, kontrolliert ihn! Wenn nicht, beim nächsten Arztbesuch danach fragen. Es ist alles immer besser als hinterher in einer Notsituation zu bedauern, nicht zur Impfung gegangen zu sein.

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pixabay   Info über Deutsches Ärzteblatt  Keinerlei Sponsoring)

 

36 Kommentare

  1. Impfen… da fallen mir sofort unzählige Diskussionen aus der Kinderarztpraxis ein, die wir früher mit Patienten bzw. deren Eltern geführt haben. Am schlimmsten war es, wenn kurz zuvor mal wieder ein paar „Impfungen sind böse“-Artikel/Berichte durch die Medienlandschaft geisterten. Natürlich kann man darauf hoffen, dass „es“ einen nicht erwischt, aber verlasen würde ich mich nicht drauf. Sohn hat sich mit 7 eine bei Kindern angebl. sehr selten vorkommende Form der Lungenentzündung eingefangen. Mal davon abgesehen, dass sie zu spät erkannt wurde, wurde sie auch nicht optimal behandelt und beschissen nachbehandelt. Es verheilte nicht rückstandslos. Positiv: Er kennt seine Röntgenbilder und wird aus eigenen Antrieb nie rauchen. Aber: Es gibt einen Impfstoff, der genau das alles hätte verhindern können und im Nachhinein wurde er dann auch geimpft. Langer Kommi, kurzer Sinn: Unsere Impfpässe werden regelmäßig hinsichtlich der empf. Impfungen kontrolliert und wir entspr. (nach)geimpft, das ist mir wichtig.

    1. Ach je, das ist echt ein beschissenes Erlebnis. Allein dieser hätte/wäre Gedanke hinterher ist unerträglich, ich hoffe dein Sohn kommt da auch mit klar.
      Danke fürs Teilen!
      Liebe Grüße, KK

      1. Ich denke schon. Immerhin hat der arme Kerl eine Mutter, die nicht davor zurückschreckt, ihm heute Baisier-Bestien (wat ne Kleckerarbeit, aber sehr süß!) und Nudeln mit „Monsteraugen“ zu servieren, der ist hart im Nehmen.^^

  2. Guten Morgen! Ich gehe dieses Jahr bei der vierfachen Impfung wieder hin! Habe nur Angst, danach dann eine Erkältung zu bekommen! Hatte die Impfung zwei Jahre ausfallen lassen 🙈

    1. Ich habe die 4-fach Impfung in diesem Jahr sogar besser vertragen. Überhaupt nichts gespürt. Sonst war ich immer etwas müde und platt ein paar Tage nach der Impfung. Diesmal keinerlei Einschränkungen. Geh nur rechtzeitig, die Impfung braucht ja auch noch Zeit bis sie voll wirkt. Liebe Grüße, KK

      1. Das hört sich gut an!!!! In meiner Firma ist der Termin erst Mitte November. Finde ich reichlich spät, werde mich mal woanders erkundigen! Allen einen schönen Halloween Tag u liebe Grüße zurück!

  3. Das muss ich mir endlich auch mal überlegen. Gibt es das in Japan überhaupt? Niemand in meinem Umfeld hat je davon erzählt. Eigentlich seltsam, die Japaner müssen ja auch krank weiterarbeiten, da wäre so was besonders wichtig, aber andererseits kann sich niemand freinehmen, um mal zum Arzt zu gehen und sich impfen zu lassen. Mal meinen Mann fragen, ob seine Firma das bei der Gesundheitskontrolle macht (Privatsphäre: stark eingeschränkt) oder nicht.

  4. Guten Morgen, es wird ausschließlich der Vierfachgrippeimpfstoff auf Krankenkassenkosten verimpft in diesem Jahr. War auch nötig.
    Die Impfung wird gut vertragen, ich hab überhaupt nix gemerkt, und in diesem Jahr ist die Nachfrage auch größer. Wir haben schon mehr Patienten geimpft als in Vorjahren.
    Danke für diesen Post, ich denke so etwas motiviert noch mehr Menschen sich und andere zu schützen.
    liebe Grüße Tina

  5. Impfen ist so wichtig, danke dass du darauf aufmerksam machst!
    Ich war letzte Woche beim Hausarzt und habe mich gegen Grippe impfen lassen. Und vor vier Wochen habe ich den Schutz gegen Polio, Tetanus und noch zwei weitere auffrischen lassen.

    Grüße von Claudia

  6. Dir ist aber schon bewusst, dass der diesjährige Impfstoff an den Erreger des letzten Winters angepasst ist? Sobald sich dieser verändert, ist die Impfung für die Katz. Apropos Katz: die habe ich immer impfen lassen gegen Katzenschnupfen und Tollwut. Ich selbst habe mich seit 20 Jahren nicht mehr impfen lassen und werde das auch in Zukunft nicht tun.

    1. Das stimmt aber so auch nicht. Die Grippewelle entsteht in Fernost, so dass man schnell weiß, welche Erreger aktuell sind. Und soweit ich das vor Jahren mal gelesen habe, dauert es so lange bis die Erreger zu uns kommen, dass man den Impfstoff für uns hervorragend anpassen kann in dieser Zeit. Genau deshalb wird ja im Oktober und November geimpft und nicht schon im Sommer, denn da könnte man noch keinen entsprechenden Impfstoff anbieten.

  7. Hallo,
    gegen Grippe habe ich mich noch nie impfen lassen. Habe auch mit vielen Menschen zu tun und bin auch kaum erkältet. Jetzt weiß ich nicht, ob ich soll…..grundsätzlich habe ich nichts gegen Impfungen und lasse sie auch machen……hmmm…
    Liebe Grüße
    Dooris

  8. Wie alles im Leben hat auch Impfung Chancen und Probleme. Die Chancen sind klar: Seuchenverhinderung, weniger Leid durch ansteckende Krankheiten.

    Die Probleme: da ohne späteren Titertest geimpft wird ist nicht sicher, ob wirklich Immunität aufgebaut wurde. Die Versagerquoten variieren, bei Gelbfieber sprechen 20% nicht auf die Impfung an (Quelle:RKI) Impfung ohne Titertest ist also letztlich eine Glaubensangelegenheit, erst nach dem Test weiß ich sicher, ob ich geschützt bin.

    Impfdurchbrüche und Nebenwirkungen sind ein anderes Thema, ich habe einen Durchbruch nach Masernimpfung im Bekanntenkreis. Das Kind ist den Rest seines Lebens auf Betreuung angewiesen.

    Aus Kostengründen werden mehrere oft Krankheiten gleichzeitig geimpft. Superstress für das Immunsystem, erhöht die Komplikatonswahrscheinlichkeit.

    Es wird zu viel und zu früh geimpft. Säuglinge beispielweise gegen Hep B, obwohl sie aufgrund ihrer kindlichen Lebensführung nicht zur Risikogruppe gehören und der Verdacht nie ausgeräumt werden konnte, daß durch dies Impfung MS ausgelöst werden kann. Frankreich hat deshalb schon Mitte der 90er Hep B aus der Standardimpfung für Babies genommen, Deutschland nicht.

    Nochmal: es ist gut, daß wir die Möglichkeit der Immunisierung haben. Allerdings würde ich mir wünschen, daß damit sorgsamer umgegangen wird. Das sind keine Zuckerbonbons sondern hochwirksamer Stoff.

    Und wie wir aus unserer Pflege wissen: kein Wirkstoff ohne potentielle Nebenwirkung. 😉

    Apropos Hund und Katz: beim Hund reicht normalerweise eine Impfung nach der 16. Lebenswoche zum Aufbau eines lebenlangen Schutzes. Da für jede Charge Impfstoff Tiere leiden müssen macht es Sinn, nicht die von der Pharmaindustrie gewünschte jährliche Impfung zu machen. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind mehrere TW-Impfstoffe auch in D für 3 Jahre zugelassen, manche Ärzte tragen trotzdem nur 1 Jahr ein. Vorher Fragen erspart Enttäuschung.

    Allen ein gesundes Halloween!

    1. Eine einfache Recherche ergibt, dass bereits 1999 nachgewiesen wurde, dass es keinen Zusammenhang zwischen einer Hepatits B Impfung und einer Multiplen Sklerose gibt. Das wird auch nicht anders, wenn derartige Behauptungen seit Jahrzehnten immer wieder im Netz auftauchen, ebenso angebliche und längst widerlegte Zusammenhänge von frühkindlichen Impfungen und Autismus. Nicht falsch verstehen, ich bin durchaus dafür, medizinische Behandlungen mit Chancen und Risiken differenziert zu betrachten, aber in diesem Fall wird ein Zusammenhang behauptet, der schon seit Jahren als nicht existent belegt ist
      Quelle:
      https://www.aerzteblatt.de/archiv/19120/Multiple-Sklerose-durch-Hepatitis-B-Impfung-Studie-entkraeftet-Verdacht

      Im Bezug auf Multiple Sklerose ist z.B. schon sehr lange belegt, dass eine echte Influenza, vor der die Grippeschutzimpfung bewahren soll, eindeutig das Schubrisiko erhöht und sämtliche internationale Leitlinien empfehlen deshalb für Betroffen die Impfung.

      Für jeden, der intensiver einsteigen möchte in die Thematik Impfungen:
      https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/34_18.pdf?__blob=publicationFile

      Bezüglich der Impfungen für die Tiere: da habe ich mich gerade mal eingelesen, danke für die Info! In der Tat hat eine Freundin von mir neulich erzählt, dass sie zur jährlichen Tollwutimpfung mit ihrem Hund muss. Habe ihr gleich mal die Info weitergeben. Da scheint der Tierarzt recht geschäftstüchtig zu sein..

      Viele Grüße!
      P.s. selbst grippegeimpft, ja natürlich. Bin durch die Arbeit am Patient potentieller Multiplikator und natürlich auch einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Letztes Jahr ohne Infekt durch den ganzen Winter gekommen, toi toi toi. Nicht mal einen harmlosen grippalen, geschweige denn die echte Grippe. Die wünscht man echt niemanden!

    2. Liebe Argana,
      woher nimmst Du denn die Aussage, dass Hep B in Frankreich nicht geimpft wird? Mein Sohn (4) wurde in Frankreich geboren und lebte da auch die ersten 2 Jahre. Er wurde sehr wohl gegen Hep B geimpft und auch im aktuellen französischen Impfkalender steht diese Impfung als „Pflicht“ drin.

      Viele Grüße, Nora

      1. Liebe Nora,

        Meine Infos bzgl. dieser Impfung sind über 10 Jahre, kann inzwischen wieder anders sein. Der Sohn meines Liebsten hatte als Mediziner die Hep B und entwickelte die heftigste MS, die mir je begegnet ist. Schubstärke und Geschwindigkeit verwunderten auch die Ärzte. Ich habe es immer Raubtier-MS genannt, weniger als 10 Jahre von den ersten Symptomen bis hin zur Sprach- und Bewegungsunfähigkeit.

        Als ich dann erfuhr, daß Frankreich diese Impfung für Babies wegen des MS-Verdachtes Mitte der 90er aussetzte………

        Wie auch immer, die Risikogruppen für Hep B lassen sich recht klar umreißen, Kinder gehören nicht dazu. Warum also Impfen? Wem nutzt es? (Außer der Pharmaindustrie)

        Viele Grüße
        Argana

  9. Mein Impfpass ist gut befüllt. Hepatitis, Tetanus, alles. Kommt aus der Zeit als ich dienstlich all das haben musste, da ich in den Regionen unterwegs war die von Malaria und Hepatitis usw. alles hatten.
    Meine Winterkur – und dann wieder im März – besteht aus Vitamin B12 Spritzen. Nur Spritzen. Teure Trinkampullen sind zwar hübsch pink, aber wirken nicht mal ansatzweise wie die Spritzen. Meine Ärztin hält nichts von 2/3 der Angebote in der Apotheke, die Spritzen bekommt sie aber seit Jahren selbst. Mal sehen. Die Bahn in der hunderte kranke täglich hineingequetscht werden – so eng, dass ich manchmal kaum atmen kann, die Bahn ist die echte Wirkungsprobe für jede Impfung.

  10. Super Beitrag!!!!!
    Ich bin geimpft und musste mich überall rechtfertigen warum ich das mache.
    Toll wie immer erklärt von dir👍

  11. Hmm, das mach ich dieses Jahr auch wieder. Chronisch krank, daher alles geimpft.
    Mein Hausarzt vertritt die Meinung, lieber nicht ganz am Anfang zu impfen. Dann kann man sehen, ob die Leute den Impfstoff vertragen, und der Schutz hält länger. Die Welle rollt ja meist erst Februar und März…
    Schönen Feiertag allen, die frei haben

    1. Solche Docs kenn ich auch🙄
      Problem: je später, je wahrscheinlicher ist man erkältet, dann ist auch nix mit impfen. Selbst wenn die Welle erst im Feb/Mrz rollt, hat man auch als Oktober geimpfter schon noch einen Schutz, mehr wie ungeimpft.
      Ich lasse mich seit Jahren Grippe impfen und auch sonst einen kompletten Impfstatus👍🤗

  12. Mein Impfpass ist top. Ich bin alles geimpft, was empfohlen wird und was ich nicht hatte. Masern, Mumps war krass. Also hab ivh meinen Sohn auch impfen lassen.
    Mein Dad ist auch Grippe geimpft. Wie alle älteren Leute im Umfeld. Allerdings kenne ich niemand, der jemals eine echte Grippe hatte. Allerdings habe ich mich in meinem Leben 2 Mal impfen lassen. Und war danach beide Male sterbenskrank. Sonst bekomme ich nie eine fiebrige Erklältung. Also kannst Du Dir vorstellen, dass ich mich da nicht impfen lasse. Vermutlich haben mich die 2,5h Öffentliche täglich über die Jahrzehnte abgehärtet.
    Trotzdem kann ich Deine Argumente nachvollziehen. LG Sunny

  13. Hallo von einer stillen (aber sehr begeisterten) Mitleserin 🙂

    Ich lass mich impfen, seit ich vor vier Jahren meine erste dicke (richtige) Grippe hatte. Ich hatte im Verlauf eine schwere Bronchitis, eine Rippenfellentzündung und eine beginnende Lungenentzündung. Ich hab damals kaum glauben können, dass man davon solche Schmerzen haben kann. Hab nächtelang halb aufrecht im Gartenstuhl geschlafen, weil ich nicht liegen konnte vor Schmerzen beim Husten und kaum Luft kriegte. Ich war sogar eine Nacht im Krankenhaus. Und ich bin weder sehr anfällig noch besonders schmerzempfindlich. Insgesamt war ich vier Wochen krankgeschrieben.

    Unsere Tochter hat einen schweren angeborenen Herzfehler und wird selbstverständlich geimpft. Allein um den Erreger nicht in die Familie zu tragen, hätte ich es von Anfang an machen sollen. Vor vier Jahren ist zum Glück nichts passiert 😉

    Ich bin übrigens letzte Woche geimpft worden und merk es jetzt doch ein bisschen (Erkältungssymptome). Letztes Jahr war nichts.

  14. Ich bin geimpft, es war ein Deal: der Doc gibt mir ein Rezept für Krankengymnastik, wenn ich mich impfen lasse. Also her mit dem Pieks, ich hatte nicht mal dieses „Muskelkatergefühl“ am nächsten Tag. Habe den Impfstoff super gut vertragen.

  15. Ich bin absoluter Impfbefürworter. Viele Krankheiten haben heute ihren Schrecken verloren, weil sie scheinbar (!) mit Antibiotika und Co. gut therapierbar sind. Aber eben nicht immer. Und niemand möchte sein Kind in einer eisernen Lunge sehen…
    Von daher sind sowohl ich selber als z. B. auch meine Tiere komplett durchgeimpft.

    Mit der Ausnahme Grippeschutzimpfung bei mir selber. Leider basieren viele Grippeimpfstoffe noch auf Hühnereiweißbasis hergestellt werden und ich dagegen allergisch bin. Und die Alternativen sind leider selten und sehr teuer und werden bei mir nicht gezahlt, da ich keiner Risikogruppe angehöre.

    Bisher konnte ich damit gut leben. Bis mich dieses Jahr die Grippe erwischt hatte und sogar meine Operation eines Tumors im Rücken deswegen verschoben werden musste. Doof sowas.

    1. Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen. Die Allergie ist natürlich extrem schlimm in diesem Fall. Und ja, alle Welt verlässt sich auf Antibiotika. Hoffentlich wirken die noch eine Weile! Hier und da ists ja schon vorbei mit der Glückseligkeit. 🤬
      Liebe Grüße!

  16. Hallo lieber KK, danke, dass du dieses Thema ansprichst. Mit nichts kann man mich so ärgern wie mit der Impfmüdigkeit oder -gegnerschaft mancher Menschen/Eltern, die ja nur deshalb „funktioniert“, weil sich immer noch viele andere impfen lassen. Gott sei dank! Die Dummheit der Menschen ist halt einfach unendlich!

    Ich lasse mich dieses Jahr auch wieder gegen Grippe impfen. Ein paar Jahre lang habe ich geschlampt … habe mir nie die Zeit genommen, Gott sei dank ist auch nichts passiert. Ich bin da von meiner Oma geprägt, die als Kind fast an der Spanischen Grippe gestorben wäre. Sie hörte die Eltern sagen: „Das Annerl wird wohl sterben …“ Grippeimpfung ist für mich deshalb ein Segen!

    1. Ja, auch so ein Beispiel. Sowas hat mich auch geprägt. Schön, dass du da auch wieder konsequent bist und dir die Zeit nimmst. Bei meiner Ärztin ist das ohne Termin in 3 Minuten geschafft.
      Liebe Grüße, KK

  17. Lieber Roland,

    Danke für den Link. Empirische Studien, besser als nichts aber mit den klassischen Problemen, die das Verfahren so mit sich bringt. Aber Humanimpfung ist auch nicht so mein Interessengebiet, nur ein Abfallprodukt meines Interesses für Tiergesundheit.

    Weshalb ich auf den MS-Verdacht so anspringe habe ich in meinem Post an Nora erklärt.

    Wegen der Katzen: je nach Impfstoff ist die Zulassungsdauer unterschiedlich. Auf pei.de gibt es Listen mit den entsprechenden Angaben. Vor Impfung mit dem TA abklären, welches Mittel gespritzt werden soll, dann ist es beim Termin auch sicher vorrätig.

    Hier noch 2 Links zur Tierimpfung:

    http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19443

    http://www.agtiere.de/haustier-impfungen/impfung-katzen/

    Im 2. Link unten noch ein Link zum Blog von Monika Peichl. Vielleicht manchmal etwas provokant, aber bekannt für saubere Recherche.

    Mein Hundeimpfschema habe ich mit Prof. Dr. Ronald Schultz im persönlichen Gespräch abgeklärt. Ich denke, Leichtsinn und Verantwortungslosigkeit sehen anders aus. 😎

    Nach deinem RKI-Link habe ich mal spasseshalber das für mein Alter vorgesehene Schema angesehen. Eigentlich habe ich fast alles, außer Pneumonie. Die hätte ich vor 3 Jahren brauchen können, als es mich mitten in der Wüste erwischte. 350 km bis zur nächsten brauchbaren Versorgung. Vielleicht sollte ich über die Impfung nachdenken. Letalquote ist deutlich höher als bei Grippe, die ich schon zweimal ohne ärztlichen Beistand schaffte. Vor Lungenentzündung habe ich deutlich mehr Respekt.

    Und vor der Grippe verstecke ich mich dieses Jahr in der Hauptseuchenzeit in der Wüste, wenn alles nach Plan läuft. Schnupfen und Erkältung habe ich seit Jahrzehnten kaum mehr. Konkret, seit ich Hundehalter bin. Vorher war ich deutlich anfälliger.

    Liebe Grüße
    Argana

    1. Hallo Argana,

      Ja, Deine Erkärung habe ich oben gelesen. So eine Krankheitsgeschichte ist natürlich furchtbar und mir ist klar, dass man dann natürlich nach Erklärungsmodellen sucht. Und machen wir uns nichts vor, die pharmazeutische Industrie rettet sicher viele Leben, aber eine weiße Weste haben die in vielem garantiert nicht. Ganz im Gegenteil. Man denke nur an die furchtbaren Auseinandersetzungen mit den Contergan-Geschädigten, als es um finanzielle Entschädigungen ging. An Medikamente, die bezüglich ihrer Studienlage überhaupt keinen Vorteil haben und die entsprechenden Daten werden halt zurückgehalten. Ich sage zu meinen Patienten immer, wir dürfen nicht alles glauben, was die uns erzählen, aber auch nicht paranoid werden im Hinblick, die gesamte Branche verarsc… uns nur. Und in dem Spannungsfeld bewegen wir uns. Ich arbeite selbst ja sehr viel mit MS-Patienten und wenn ich mir z.B. ansehe, wie da die Preisgestaltung der Medikamente ist, da fällt einem echt nichts mehr zu ein. Lemtrada z.B war ursprünglich zugelassen für die Behandlung von Leukämie, da hat eine Infusion noch unter tausend Euro gekostet… jetzt ist die Zulassung für MS da und siehe da, die gleiche Infusion kostet auf einmal über 11000 Euro.. hallo ???
      Das Problem mit den ganzen Studien ist, dass die schiere Menge einfach viel zu viel ist, um als Einzelperson den Überblick zu behalten, deshalb sind für uns Mediziner natürlich die Leitlinien so wichtig. Aber selbst da stellt sich immer die Frage nach Lobbyismus – so hat es z.B. Gabapentin in die Empfehlungen zur Behandlung von Nervenschmerzen geschafft und man kann sich nur wundern…
      Insofern ist eine kritische Bewertungen aller Informationen immer ganz wichtig und besonders bei einer persönlichen Betroffenheit durch eine schwere Erkrankung ist für mich total nachvollziehbar, dass man in allen möglichen Richtungen schaut. Die Frage nach der Ursache der MS stellen mir meine Patienten auch sehr oft und ich versuche immer, den aktuellen Stand der Wissenschaft zu vermitteln, dass wir heute davon ausgehen, dass es genetische Faktoren gibt und einen frühen, externen Faktor, den wir nicht kennen. Sind es virale Bestandteile ? Immunologische „Verwechslungen“ aufgrund von Darmbakterien (da forscht das Max Plank Institut in München gerade sehr intensiv daran). Welche Rolle spielt Vitamin D der Mutter, warum gibt es globale unterschiedliche Verteilungsmuster? Alles ungeklärt. Hinweise für eine Risikoerhöhung durch Impfungen sind meines Wissens ausgeschlossen, deshalb hatte ich auch den Link noch angehängt.

      Die Sache mit den Tierimpfungen finde ich super interessant, danke nochmals dafür! Ich habe inzwischen keinen Hund mehr, weil ich einem Tier mit meinem Arbeitszeitmodell nicht mehr gerecht werden könnte, aber ich – da sieht man mal – selbst wenn man in der Nachbarbranche arbeitet – bin nicht auf die Idee gekommen, als ich mit meiner Hübschen regelmäßig beim Tierarzt war, dass es da um die gleichen oder ähnlichen Fragestellungen geht/ging.

      Und ja, Lungenentzündung ist nicht lustig. Generell sind wir hier in der 1. Welt ja sehr verwöhnt, was Infektionskrankheiten und Behandelbarkeit angeht. Ich habe in den 90iger in Eritrea und Äthiopien gearbeitet und der Aufenthalt dort hat mich eins gelehrt: diese vermeindliche Sicherheit im Hinblick auf Seuchen und Gefährdungspotential ist nur eine vermeindliche. Ich habe auch sämtliche Impfungen. Leider gibts ja auch so ein paar fiese Geschichten, gegen die man nicht impfen kann, z.B. Dengue-Fieber. Letztes Jahr im Urlaub hat es bei mir im Hotel gleich fünf Leute erwischt, die waren schwer krank. Aber auch zuhause kann einem das Buchregal auf den Kopf fallen, sage ich immer. Be smart 🙂 und Risikoabwägung!
      Liebe Grüße
      Roland

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