LIFESTYLE: PLATZT DIE TONNE? SO EIN MÜLL!

Das Zusammenleben der Menschen gestaltet sich manchmal sehr schwierig, denn nicht jeder scheint genügend Alltagsintelligenz zu besitzen, die man braucht, um sein alltägliches Leben zu meistern. Derzeit machen sich viele Nachbarn Sorgen, dass sie einfach keinen Platz mehr in ihren Mülltonnen finden würden. Dienstags geleert, sind die Tonnen bereits am Mittwoch wieder voll und quellen über. Luxusprobleme. Nachdenken könnte helfen…

 

 

Manchmal frage ich mich, ob so mancher Zeitgenosse am Abend vor dem Zubettgehen noch schnell auf einem Spickzettel nachschauen muss, wie das nochmal mit dem Ein- und Ausatmen funktioniert? Und muss man die Augen beim Schlafen schließen?

Anders kann ich mir das derzeitige Geschrei um die Mülltonnen in unserer Gegend nicht erklären. Angeblich kommt niemand mehr mit den normal großen Tonnen aus, man möchte dann doch am liebsten zwei davon haben, oder gleich einen Container. Der kostet mehr? Gibt´s das nicht kostenlos? Steht mir das nicht zu?

Mir schlackern dann immer die Ohren, denn ich habe schon seit längerer Zeit genau hingeschaut: Wirklich niemand scheint hier auch nur ein wenig an Müllvermeidung zu denken! Von wegen, es landen die großen Packungen und Kartons total entfaltet und raumgreifend im Müll, sodass oben ständig Milch- und Cornflakespackungen herausquellen, von den Pizzakartons mal ganz zu schweigen, und manchmal sogar Glas und Elektroschrott.

Obacht: ich propagiere hier kein Müllstampfen! Das ist in vielen Gemeinden sogar verboten, und kann mit Bußgeldern belegt werden. Aber seine Tetrapacks zusammenlegen, Pappe und Kartons zum 15 Meter entfernten Papiercontainer bringen, und vielleicht auch die 25 Cent Flaschen zum Leergutautomaten mitnehmen und nicht sozusagen das Bargeld wegwerfen, was ist daran so schwer?

Mein Hals wird wirklich eng, wenn ich die Nachbarschaft krakeelen höre, wie furchtbar viel Platz der Müll einnimmt, und ich dann die stümperhaft gepackten Mülltonnen sehe, die ahnen lassen, wieviel Grips wohl auch schon im Müll entsorgt wurde.

Die Glas und Müllcontainer sind aber auch eine Sache für sich. Es gibt ja immer noch Zeitgenossen, denen erschliesst sich das Einwurfloch im Glascontainer, bzw. der Einwurfschlitz im Papiercontainer nicht! Sie stellen dreist die (natürlich nicht zusammengelegten) Kartons neben den Container und hoffen auf ein paar Doofe, die diese Arbeit wohl für sie verrichten. Gleiches gilt für Flaschen, die neben dem Container stehend für eine heimelige Atmosphäre im Wohngebiet sorgen. Asozial nenne ich solch ein Gebaren.

 

Aber vielleicht sind all diese Menschen auch einfach nur überfordert, und ich erwarte zu viel von meinen Mitmenschen?

  • Sicher, es wird schwierig, wenn man zB. blaues Glas entsorgen möchte, es aber nur Container für Weiß, Braun und Grün gibt! Aber hey, man kann sich informieren: Andere Farben wie Blau und Rot kommen zum Grünglas, da dieses einen höheren Anteil an Fehlfarben verträgt.

 

  • Datenträger wie CDs und DVDs gehören nicht in den Abfall. Der Grund: Sie bestehen aus einem hochwertigen teuren Kunststoff, der sich mit geringem Aufwand recyceln lässt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Datenträger an Rückgabestellen abgegeben werden. Für alte CDs und DVDs kann man sogar noch Geld bekommen. Sendet man diese an entsprechende Anbieter erhält man eine Vergütung für seine alten Datenträger. Im Handel, beispielsweise in Computerfachgeschäften, gibt es auch spezielle Sammelboxen. Zum Datenschutz kann man die Oberfläche zerkratzen oder die Datenträger zerbrechen.

 

  • Alte Stromkabel, Digicams, Tablet-PCs und Handys erzielen noch Erlöse, wenn man sie an entsprechende Recyclingunternehmen sendet. Das ermöglicht ein effizientes Recycling und bewahrt so Ressourcen, sowie die Umwelt vor Schadstoffen. Wem das zu aufwendig ist, der kann kaputte Toaster, Handys und Mixer seit Juli 2016 bei größeren Elektrohändlern kostenlos entsorgen. Auch bei Onlineshops wie Amazon ist das möglich.

 

  • Niemals Batterien in den Hausmüll werfen, nicht mal in kleinen Mengen, denn sie enthalten hochgiftige Schwermetalle und andere Schadstoffe. Diese werden auch nicht in Müllverbrennungsanlagen unschädlich gemacht. Daher müssen Batterien bei Sammelstellen oder im Laden abgegeben werden. Jedes Geschäft, das Batterien verkauft, muss verbrauchte Batterien wieder zurücknehmen.

 

  • Zellstoffe (zB. Papierhandtücher, Tempo-Taschentücher, Küchenkrepppapier oder Eierkartons) sind besser in der Biotonne aufgehoben, denn sie haben sehr kleine Fasern, die nicht recycelbar sind.

 

  • Auf keinen Fall sollten Medikamente über die Toilette entsorgt werden, denn Kläranlagen schaffen es meist nicht, die Wirkstoffe aus dem Abwasser herauszufiltern. Deshalb landen sie am Ende in der Umwelt und so auch im Grundwasser. Dort reichern sie sich an, da viele Medikamente gar nicht oder nur sehr langsam biologisch abbaubar sind. Am besten gibt man alte Medikamente in der Apotheke oder bei Schadstoffsammelstellen ab.

 

 

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(Fotos: Pixabay, Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)

27 Kommentare

  1. Als ich noch in Deutschland wohnte, hatten wir zu 6 Personen eine 80 Liter Tonne, die 1 Mal pro Monat geleert wurde. War für uns vollkommen ausreichend, da wir strikt getrennt haben.

    Wo ich jetzt lebe, stehen auf der Straße riesige Container, in die alles zusammen kommt, es wird hier nichts getrennt. Diese Container werden täglich geleert. Aber auch hier gibt es Leute, die ihren Müll VOR den Container stellen. Es sieht extrem asozial aus und scheint die meisten nicht zu stören.

  2. Guten Morgen,
    bei uns ist das ganz gut gelöst. Wir müssen nach Gewicht bezahlen. Und die Beträge sind bis auf den Restmüll nicht der Rede wert. Deswegen wird hier automatisch gut getrennt. Wegen der Medikamentenentsorgung muss ich allerdings sagen, dass das egal ist. In der Apotheke schmeißen die die Medikamente auch nur in den normalen Hausmüll. Ich arbeite in einem Labor. Was wir gezwungenermaßen an Müll produzieren ist nicht mehr normal. Das tut mir tagtäglich weh. Und obwohl ich wirklich Müll trenne und Müll vermeide erwische ich mich manchmal dabei zu denken, dass es im Kleinen sowieso nichts bringt, wenn ich auf Arbeit an einem Tag den Müll einer Großfamilie für einen Monat produziere. Aber irgendwo muss ja angefangen werden.
    Liebe Grüße Dani

    1. Mit der Medikamentenentsorgung hast Du recht. Ich arbeite in einer Apotheke, die Altmedikamente werden von uns in der roten Tonne gesammelt, dann kommt die Müllabfuhr , entleert die Mülleimer von der Straße und unsere rote Tonne auch in den gleichen Wagen. Ist also auch Hausmüll.

  3. Die Menschen werden immer egoistischer und egozentrischer, daraus resultiert mangelnde Bereitschaft, sich mit seiner Umwelt in irgendeiner Weise auseinanderzusetzen und das Hirn einzuschalten.

  4. Guten Morgen lieber KK,

    Mir platzt regelmäßig der Kragen, wenn ich zu den Müllbehältern unserer Wohneinheit gehe. Da steht ein 1100 l Container für Restmüll neben einer 120 l Tonne für gelben Punkt. Der 1100 l Container ist immer voll, Die 120l Tonne vielleicht halb voll. Bei 5 Wohneinheiten! Dabei sollte das Volumenverhältnis genau umgekehrt sein. Würden meine lieben Mitbewohner ihren plastikverpackungsmüll korrekt entsorgen, könnten wir locker auf den halb so großen Restmüllcontainer umstellen und pro Mietpartei 100€ im Jahr sparen.
    Interessiert unseren Vermieter aber nicht im Geringsten.

    Schöne Grüße
    Claudia

  5. Danke.
    Sie hören ja auch sonst auf Dich und Feinen Sachverstand. Ich fühle mich oft ganz erschöpft von Ignoranz und von Dummheit genährter Faulheit. LG Sunny

  6. Hallöchen KK, gute Gedanken, aber wie bei Allem denkt jeder nur an sich und aus den Augen aus dem Sinn.
    Vielleicht irre ich mich gerade, aber gehört Zellstoff nicht in die normale Hausmülltonne? Die Biotonne ist doch für Abfälle, die kompostiert werden können (Kartoffelschalen) Die Tonnenbezeichnung ist vllt auch regional unterschiedlich. 🙂
    Grüsli, dat Frieda

    1. Der Zellstoff ist ist relativ schnell kompostierbar, er zerfällt ganz gut: Papiertaschentücher, Küchenkrepppapier, Papierservietten und Eierkartons aus Pappe/Holzschliff in die Biotonne.
      (Quelle: EVA-Abfallentsorgung)
      Liebe Grüße, KK

      1. Der HInweis zu den Zellstoffen hat mich auch irritiert. Demzufolge müsste es doch heissen, sie seien recyclebar.

        „…sind besser in der Biotonne aufgehoben, denn sie haben sehr kleine Fasern, die nicht recycelbar sind.“

        1. Naja, ich kann aus diesen Fasern zB kein Recyclingtoilettenpapier mehr machen, aber zusammen mit den anderen kompostierbaren Abfällen Dünger. Grob betrachtet ist das alles Recycling. 😉

      2. Eierkarton, Küchenkrepp oder normale Zeitung (kein farbiges Hochglanzpapier!) sind sogar ein Segen für Kompost, der zu nass geworden oder auf dem zu viel feuchter Grünschnitt auf einmal gelandet ist, mit o.a. Bestandteilen vermengt stimmt die richtige Mischung wieder. Es verrottet schnell, selbstgemachte Anzucht-Töpfe aus Papier oder Karton, die gleich mitsamt der Pflanze gesetzt wurden, sind schon nach wenigen Wochen „verschwunden“.

        Dass das Müllproblem wie vieles andere, was nur ansatzweise mit Umwelt, Tier- oder Naturschutz zu tun hat, nach wie vor völlig untergeht neben anderen scheinbar vordergründigeren Themen, lässt mich an unserem Verstand zweifeln (wieso sind wir eigentlich so überrascht, dass auch Plastik mittlerweile beim Menschen nachgewiesen werden konnte – ja wieso denn um Himmels Willen nicht?) und an unserem Verantwortungs- und Mitgefühl (was hinterlassen wir unseren Kindern, wie viel und welchen Raum lassen wir auch anderen Lebewesen?) …

        Klar hinterfragt man aber die Sinnhaftigkeit eigener Bemühungen, wenn man z.B. sieht, dass sorgfältig getrennte Tonneninhalte mitunter in ein und demselben Wagen landen und gemeinsam verbrannt werden …

  7. Müll, Müll, Plastik noch und nöcher… Dazu passt eine aktuelle Nachrichtenmeldung:
    https://www.zeit.de/wissen/2018-10/plastikmuell-mikroplastik-stuhlproben-menschen.
    Geahnt haben wir’s ja, dass wir das Zeug letztendlich fressen. Aber so wissenschaftlich Schwarz auf Weiß… Mir is schlecht. Und ich schwanke regelmäßig zwischen Wut, Resignation und Aktionismus. Bisschen Augen verschließen, bisschen Halbherzigkeit hier, bisschen Schönrederei da — manno, wenn wir j e t z t nicht umweltradikal handeln, können wir echt alles lassen.

  8. Mülltrennung ist für mich Pflicht; ich trenne sehr gewissenhaft. Neben den unschön aussehenden überquellenden Mülltonnen oder den Abfällen neben den entsprechenden Sammelcontainern gibt es dann auch noch solche Vandalen, die ihren Müll einfach in die Landschaft entsorgen, das geht von Restmüll bis zu Elektrogeräten und Schadstoffen. Solche Energie aufzuwenden anstatt die Sachen bei einer Sammelstelle abzugeben, nur weil man ein paar Euro sparen will, das ist schon eine sehr unterirdische Einstellung zur Umwelt und gegenüber anderen Menschen.
    Aber Danke für das kleine Abfall-ABC. Bisher wusste ich nicht, dass Tempotaschentücher in die Biomülltonne entsorgt werden können, hab ich wieder etwas dazu gelernt.

    1. Bei uns (Nordfriesland) muss man nicht mal zur Sammelstelle fahren. Jeder Bürger darf zweimal im Jahr seinen Sperrmüll (egal wieviel) kostenfrei abholen lassen. Vor „Mül trennen“ kommt für mich aber „Müll machen“. Der nächste Unverpackt-Laden ist in Kiel, 150 km weiter. Dat geht natürlich nich :-/ Die gelbe Tonne ist immer am schnellsten voll. Und immer voll.
      Wir müssen im Kopf schon an ganz schön vielen Schrauben drehen und die heiligen Gewohnheiten antasten. Bevor wir unsere Biotonne hatten, hing an unserer grauen Tonne wiederholt eine nette Mitteilung der Abfuhr, sinngemäß: „Wenn wir noch mal Bioabfall in Ihrer grauen Tonne finden, wird diese nicht mehr entleert.“ 😉

      1. Letztens wollte ich bei Rewe wieder Fleisch und Käse in mitgebrachten Dosen verstauen lassen: Geht nicht! Hygienevorschriften. Die fremden Behältnisse könnten Keime einschleppen.
        Kann man verstehen, aber eben noch ein Grund zum kleinen Händler zu gehen (wenn es mit dem Geld passt).
        Müllvermeidung wird mir aber auch immer wichtiger. Keine Religion, aber man macht sich eben Gedanken dazu.

        1. Bei Rewe habe ich mir neulich aber auch ein Päckchen mit zwei kleinen „Mehrweg-Frischenetzen“ gekauft – die hingen direkt in der Obst- u. Gemüseabteilung. Versuche ja eh schon, Obst und Gemüse „nur so“ zu kaufen, aber ein halbes Dutzend Äpfel, Zucchini u. Co machen sich einfach blöd, wenn sie „so“ im Wagen rumfliegen, ergo greife ich zu oft zu diesen Plastiktüten und ärgere mich jedes Mal über mich selbst. Die Idee mit diesen Mehrweg-Netzen finde ich klasse und ich glaube, ich muss mir noch mal welche holen. 😉

          1. Die Mehrweg-Netze nutze ich für Obst und Gemüse nur noch! Habe ich über Amazon bestellt, gibt es in verschiedenen Größen! Anfangs wurde ich an der Kasse etwas komisch angeschaut und die Dame wollte das Obst zum wiegen rausnehmen, ich lasse die (sehr leichten) Tüten aber mitwiegen, auch wenn ich dafür vielleicht ein paar Cent mehr bezahle… ich denke das ist nur mein persönlicher kleiner Beitrag zum Umweltschutz, aber immerhin ein Anfang! Und außerdem einer, der einfach und günstig umzusetzen ist!

        2. Vor 20 Jahren ging das immer oder heute bei manchen Supermärkten auch dem mitgebrachten Behälter. Behälter auf die Theke, jeder Artikel wird dort hinein gelegt oder mir in die Hand gegeben, damit ich ihn selbst verstauen kann. (Das Papier muss man allerdings akzeptieren, man kann ja schlecht den Mettklops anfassen :-).) Der Kassenbon wird außen drauf geklebt oder unter dem Deckel verklemmt. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und es ist der Mensch, der hinter dem Tresen steht und nicht die Hygienevorschrift.
          FG Frieda

      2. Kenne ich kommt auch aus Friesland.
        Unverpackt Läden Fehlanzeige. Der nächste ist in Hamburg 😬

  9. Kann ich aus der Praxis bestätigen. Mein Küchenpapier etc. kommt auf den Kompost und verwandelt sich rückstandslos zu Humus.

    Für mich ist selbst das kleinste Restmüllpaket hier zu groß. 60l-Tonne, 14 Leerungen jährlich. So viel Müll schaffen 2 Menschen und ein Hund nicht. Ich genieße den Luxus einer eigenen gelben sowie Papiertonne. Komfortabler als in der Großstadt, daher auch kein „freilaufender Müll“. Der ist nervig, ich könnte mir aber auch vorstellen, daß manch neben dem Container geparkter Müll vielleicht Folge eines zu hohen Einwurfes ist. Ich denke da an Menschen, die durch Alter o.ä. dort nicht mehr schmerzfrei rankommen.

    Ansonsten versuche ich, Verpackungen mehrfach zu verwenden. Als Saatschale oder Untersetzer in Garten und Gewächshaus, als Tupperdose für alle Zwecke. Mein Wundversorgungsmaterial für die Reise wohnt in einem Behälter mit der passenden Aufschrift „Rote Grütze“ 😋 Auch die Kartons von den Bestellungen werden zu etwa 50% einer Zweitnutzung zugeführt.

    Wie ich unterwegs erlebte, bin ich nicht der einzige Esser von Langnese oder Mövenpick, der die Eisverpackung nachnutzt. Bemerkte ich schmunzelnd auch bei Franzosen und Schweizern.

    Und jetzt guck ich mal, wo ich diese ganzen CDs mit Software vor MacOS X in Taler wandeln kann 😉

  10. Ich kaufe „größeres“ Obst und Gemüse, wie Äpfel, Brokkoli usw, jetzt lose, habe imm einen dieser Reisenthel Körbe dabei, da kommt das rein. Bei Kirschtomaten und Champignons wirds schwierig. Bei Rewe liegen jetzt statt dieser Plastikbeutel auch Papiertüten aber die werden ja auch aufwendig hergestellt und man wirft sie nach Benutzung weg, das finde ich auch nicht so doll.
    Ein Netz ist klasse, das können sie von mir auch an der Kasse mitwiegen, wird ja nicht viel ausmachen.

  11. Huhu,

    Schön das Du auch so ein Thema ansprichst.
    Bei uns quillt in der Nachbarschaft auch alles aus den Tonnen. Besonders die schönen Imbiss Verpackungen.
    Was uns jedoch nun passiert ist, unsere schwarze Tonne ist verschwunden wahrscheinlich im Müllauto gelandet durch Verhackung. Jetzt haben wir drei Wochen keine Restmülltonne. Ich habe schon meine liebe Nachbarin ( über 80) gefragt ob ich meinen Müll dort entsorgen darf bei ihr, Kein Problem, dennoch merkt man dass man trotzdem noch zu viel Müll produziert.

    Das mit den Papiertüchern wusste ich bis vor kurzem noch nicht und diese entsorge ich auch im Bio Müll. Meine Freundin hatte sich jedoch diese kompostierbaren Abfallbeutel geholt und ihre Tonne wurde stehen gelassen. Diese sind nicht erlaub aber werden im Handel verkauft, Das ist auch eine Geschichte für sich.

  12. Gestern hat es sich so ergeben, dass ich bei REWE und EDEKA einkaufen war und beide haben die Netze in der Obst/Gemüseabteilung. Toll ist, dass die Tara der Netze an der Kasse abgezogen wird. Nicht toll ist, dass die Netze nur in dem Supermarkt abgezogen werden, in dem sie gekauft wurden und wie ich gehört habe, sollen andere Discounter auch nachziehen, was wiederum heißt, dass man für jeden Lebensmittelmarkt das passende Netz in der Tasche haben muss. Die Netze sind „schlauerweise“ auch aus Kunststoff und spitze Lebensmittel, die die dünnen Beutel kaputt machen, werden auch die Netze zerstören. Eigentlich ist es dann einfacher, sich die alten dünnen Beutel in die Tasche zu stecken, die kann man wenigstens in allen Läden verwenden.
    Und was mache ich mit Broccoli und Feldsalat, die schon in Plastik mit Scancode verpackt sind, vor oder nach der Kasse auspacken? 🙂 Ich denke, es ist egal, wo ich den Müll entsorge, ob zu Hause oder im Geschäft, Sinn würde es nur machen, wenn ich das Plastik im Regal liegen lassen könnte.
    Es ist wie bei Allem, immer muss der „Kleine“ dran glauben. Nehme ich einen Stoffbeutel fürs Obst, muss ich drauf zahlen, weil er viel Gewicht hat.
    Trotzdem findet man den größten Anteil des Plastikmülls bei den unnützen Süßigkeiten, weshalb wird nicht dort angefangen????
    Im Grunde braucht man teilweise das Plastik bei Obst und Gemüse für die Hygiene oder auch für die Haltbarkeit. Wenn z.B. um den Feldsalat kein Plastik wäre, würde noch mehr weg geworfen.
    🙂
    Es grüßt dat Frieda

  13. ich fange mal unten an, beim klo. da sollte nichts anderes rein, als das, was bei uns rauskommt und das entsprechende papierchen. keine haare, essensreste, wattepads- oder stäbchen und auf keinen fall etwas aus kunststoff. seit mir nach einer verstopfung in berlin mal ein klempner sehr anschaulich die weitere sachlage hinter meinem rohr genauer erklärte, halte ich mich strikt daran.

    für den müll gibt es vor dem haus 4 bunte tonnen und die glasbehälter sind 300 m weiter. für den rasenschnitt wäre in der nähe eine biogasanlage, aber weil ich dort schlimm hingeflogen bin, gibt es bei uns jetzt weniger rasen und einen roboter.

    ich bin zudem ein begnadeter mülltrenner. yoghurtpackungen mit umkarton werden auseinandergepuhlt, genau wie die luftpolsterumschläge. der lebestreifen wird von den pappkartons angezogen und die polstet-chips zur wiederverwendung aufgehoben.

    einen hinweis noch zu korken – wer jemals in einem korkeichenwald stand, wird keine korken mehr in den müll werfen. es braucht ewig, bis die rinde überhaupt zu korkenstärke wächst und die baumbestände schrumpfen drastisch. ich sammel meine korken und gebe sie ab. für die berliner ist es im rathaus charlottenburg möglich und für alle bei der kette j*ques weindepot. dort werden zum recycling gegeben und finden das nächste leben als presskorken. echte ganze korken findet man ja eh immer seltener, die kosten den winzer ca. 1,00€.

    wer dann im discounter wein für 1,99 € kauft und sich über etikett, flasche, verschluss, transport und lagerung mal seine gedanken macht, sieht den inhalt vielleicht auch mich anderen augen, aber das ist ein anderes thema und wenn ich danach frage, heisst es immer: „aber der schmeckt mir“.

    schönes wochenende und bis bald 😉
    bärbel

  14. mir ist noch etwas zum thema küchenpapier eingefallen. gibt es auch aus bambus, von der rolle. ok – bambusanbau ist jetzt auch nicht der weisheit letzter schluss, aber die blättchen sind waschbar. das ist jetzt nichts für jeden einsatszweck, ich habe einfach beide varianten in der küche einsatz. für einmaliges einfaches schnelles „wisch und weg“ sind die bambustücher prima. und weil die nicht günstig sind (ein zehner pro rolle) verwende ich sie auch achtsamer. die werden beim waschen etwas kleiner und sind nicht mehr so glatt. ich bewahre sie für den schnellen zugriff in einer box für kosmetiktücher auf.

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