LIFESTYLE: GLÜHWEIN, GANS UND GUTE LAUNE * EIN PAAR KLEINE TIPPS GEGEN DIE WEIHNACHTSPFUNDE

Zuerst einmal: Nur von ein paar Tagen Weihnachtsessen wird niemand wirklich dick und braucht eine neue Garderobe und ein Abo bei den Weight-Watchers. Aber natürlich hinterlassen die Tage mit gutem Essen und Trinken ihre Spuren. Wie man einfach wieder in die Spur kommt, zeige ich anhand einiger Tipps für den Alltag…

 

KK Weihnachtszeit im September

 

Nach Weihnachten fühlt man sich irgendwie unbehaglich, aufgequollen und eingerostet. Das liegt am „zu guten Essen“ und an der ungewohnt wenigen Bewegung. Nettes Beisammensein bedeutet nämlich meist: Sitzen, Quatschen, Essen und Trinken. Und das relativ unkontrolliert, denn man is(s)t ja abgelenkt. In Gesellschaft rutschen Speisen und geistreiche Getränke einfach schneller.

Aber das ist kein Problem, wenn man die Situation identifiziert und dagegen angeht. Ein klein wenig Willensstärke, und man ist wieder in der Spur. Denn das ist das Problem: Schleifen sich die (unguten) Gewohnheiten zu sehr ein, dann wird es kritisch auf der Waage.

 

Meiner Ansicht nach der wichtigste Punkt: Kein schlechtes Gewissen haben! Genuss gehört zum Leben und macht es lebenswert. Punkt.

Vergib dir deine Ess-Sünden und handle jetzt. Du kannst das Schlemmen nicht ungeschehen machen, aber du kannst auch ab sofort wieder „vernünftiger“ Essen und Trinken. Nicht erst zum 2. Januar, wie all die Schafe, die der „Guten-Vorsatz-Herde“ folgen. Jetzt ist der Zeitpunkt anzufangen. Beim nächsten Einkauf lässt du den Alkohol beiseite und denkst an frisches Gemüse und Obst.

 

Lauern in deiner Küche noch die Reste der Weihnachtsnaschereien?

Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt sie loszuwerden (nicht aufessen – verschenken!). Gelüste werden normalerweise durch unsere Umgebung hervorgerufen: Du willst, was direkt vor dir ist. Fülle deine Küche mit frischem Obst, Gemüse und gesunden Snacks (zB. Nüsse) und du wirst bei der nächsten Heißhungerattacke nicht in die Fress-Falle tapsen.

Nicht zu wenig essen!

Hä? Dinner-Cancelling gehört doch zu den modernen Diätmethoden? Och nö, Mahlzeiten ausfallen zu lassen ist keine gute Methode, um sich auch weiterhin fit und leistungsfähig zu fühlen. Wir wollen ja jetzt keine Crash-Diät starten, sondern „nur“ unsere Eßgewohnheiten wieder einnorden.

Du wärst nur stets hungrig und würdest öfter zu Snacks greifen. Anstatt Mahlzeiten zu überspringen, versuch es mit kleineren Portionen von Gerichten, die dich lange satt halten. (Ballaststoffe rauf, Sättigungsbeilagen – Reis, Kartoffeln, Nudeln – runter).

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Clean Eating

Was? In letzter Zeit war Zucker eins deiner Grundnahrungsmittel? Das schlimmste an Zucker ist, dass er „süchtig“ macht. Iss ab jetzt hauptsächlich unverarbeitete Nahrungsmittel mit weniger Zucker und bleib standhaft. Deine Gelüste auf Süßes nehmen mit der Zeit automatisch ab. Garantiert.

Iss proteinreich

Nein, du brauchst keine Eiweißshakes, wenn du nicht ein sehr ambitionierter Sportler bist. Aber eine eiweißbetonte Kost hilft dir dich zum Beispiel länger satt zu fühlen. Kleine Nebenbeigelüste kommen so weitaus weniger vor!  Schreibe Hühnchen, Fisch, Milchprodukte oder proteinreiches Gemüse ganz oben auf deinen Einkaufszettel und ernähr dich wieder gesund und zielorientiert. Aber nur so, wie es deine Möglichkeiten zulassen. Erzwingen bringt nichts. Auch ein kleiner Anfang ist ein Anfang.

Vermeide Alkohol

Gefühlte dreihundert Weihnachtsfeste und Christkindlmarktbesuche in diesem Jahr? Da kommt womöglich auch eine Menge Alkohol zusammen. Vermeide ihn ab sofort wo es nur geht. Niemand hat etwas gegen ein gutes Glas Wein einzuwenden, aber Glühwein? Das ist leerer Zuckerschrott! Und wenn man mal genau nachdenkt: Nach ein paar Gläsern Alkohol verspürt man doch häufig einen wahnsinnigen Heißhunger, nicht wahr?

Auch zuckerhaltige Softdrinks sind Kalorienbomben. Der ach so gesunde Orangensaft enthält oftmals mehr Zucker als ein Glas Cola. Vielleicht kannst du dich an Tee gewöhnen, oder doch an mild gesprudeltes Wasser? Geht nicht? Dann greife besser zur Cola-light und auch die gängigen Limonaden gibt es mit Süßstoffen gesüsst (aber in Maßen genießen, denn Süßstoffe sind auch nicht immer völlig unproblematisch). Zucker sparen ist wichtig, denn wir essen meist eh noch genug davon.

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Weg mit Fertiggerichten

Zwischen den Jahren erleben wir oftmals eine gewisse „Entschleunigung“. Das liegt daran, dass viele Menschen frei haben, und es im Alltag nicht ganz so trubelig zugeht. Eine gute Gelegenheit auch an die eigenen Essgewohnheiten zu denken. Mal wieder einfache und gesunde Gerichte kochen. Eintöpfe zum Beispiel. Ohne, oder mit magerem Fleisch. Möhrengemüse kann toll sein, oder geschnetzelte oder gefüllte Paprika.

Die fertigen Gerichte aus der Tiefkühltruhe oder Dose sollten nur im Notfall zum Einsatz kommen. Sie haben keinen guten Nährwert, sind aber meist verseucht mit Zucker und Geschmacksverstärkern, die uns nur noch mehr Hunger machen.

Und die kleinen Snacks zwischendurch sind in Zukunft keine Chips mehr, sondern zB. vorher vorbereitete Paprikastreifen mit Yoghurt-Dip (fettarmen Yoghurt mit Salz, Pfeffer, Paprika, Cayennepfeffer oder italienischen Kräutern würzen).

Treppenwitz

Dazu dann bitte noch die üblichen Verdächtigen: Nimm weniger das Auto. Kleine Strecken kann man auch mal zu Fuß gehen. Nimm nicht den Fahrstuhl, geh die Treppe! Es „lauern“ überall Möglichkeiten, um aktiv zu werden, und sei es beim Zähneputzen Kniebeugen zu machen.

Trotzdem: Bitte nicht die gute Laune verderben lassen. Alles, was wir unter Zwang tun, können wir nicht wirklich verinnerlichen. Eine Veränderung der Eßgewohnheiten sollte immer im Rahmen der eigenen Möglichkeiten bleiben!

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(Fotos: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring. Nur allgemeine Tipps, keine Anleitung, keine Heilung, keine Diagnose!)

15 Kommentare

  1. Gute vernünftige Tipps sind das. Ich kann gar nicht sagen wieviele Süßigkeiten wir in der Arztpraxis geschenkt bekommen haben. ßdie Leute meinen es zwar gut, aber in diesen Mengen…. ? Da beginnt das neue Jahr mit einem Zuckerentzug 😉
    Liebe Grüße Tina

  2. Guten Morgen lieber KK,

    du hast ja soooooooo Recht!
    Da mir mein Spiegelbild im Moment so garnicht gefällt, muss und werde ich daran arbeiten bis ich ihm wieder ein lächeln schenken kann.
    In Zahlen sind das 8 kg (diese haben sich in den letzten 3 Jahren angesammelt).
    Man glaubt ja nicht wo der Körper überall Fett ablegen kann 😉
    Ich WILL DAS NICHT.

    Viele Grüße
    Silvia

  3. Sättigungsbeilage runterfahren? Weniger Nudeln? Ohne Pasta geh ich tot. Low Carb wäre echt nichts für mich.

    Aber sonst kommt dein Post gerade richtig, obwohl ich diese Feiertagsausrutscher entspannt sehe. Man nimmt schließlich nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. 😎

    LG Anna

    1. Genau! 😉
      Allerdings habe ich ja auch nicht geschrieben, du sollst auf Pasta und Co. verzichten, nur reduzieren. Das Verhältnis von zB. Gemüse und Nudeln ändern. Wenn du gesehen hättest, welche Berge Pasta ich verdrückt habe. Mit gebratener Paprika. Gibts heute auch bei mir, aber eben 2 Paprika mehr und dafür nur ne Handvoll Nudeln. Mit Pepperoni, schön scharf. 🙂 *freu*
      Viele liebe Grüße, KK

      1. Oh ja ohne Pasta kann ich auch nicht und von Low carb reagiert mein Körper mit Übelkeit und unterzuckerung 🙈 Ohne Witz
        Deswegen versuche ich es auch so wie du es gab weniger Reis dafür mehr Gemüse 👍🏻

  4. Ich sehe die Situation ebenfalls entspannt – wir haben während der Feiertage auch in Maßen gegessen und getrunken – also bewusst nicht der absoluten Völlerei gefrönt, und trotzdem nichts vermisst und kasteit haben wir uns auch nicht. Wenn das Essverhalten das ganze Jahr über gut ist, man frisch und „normal“ kocht warum soll ich dann an Weihnachten so rein hauen – klar hier und da Plätzchen auch mal Glühwein aber ehrlich gesagt hat der bei den Temperaturen ohnehin nicht geschmeckt. Wo ich Dir absolut recht gebe: DIE BEWEGUNG ! Vom 24.-27.12. habe ich mich wirklich nur von Stuhl zu Stuhl und Raum zu Raum bewegt – vom üblichen Weihnachtsspaziergang abgesehen. Und ich stelle fest, dass dies am SCHWIERIGSTEN zu ändern ist (von wegen Einschleichen unguter Gewohnheiten…) heute ist der 29.igste und ich habe es immer noch nicht ins Fitnesstudion geschafft (morgen ist auch noch ein Tag …) aber ich habe kein wirklich schlechtes Gewissen, selbst schuld wenn ich dann zwei Wochen länger brauche wieder in Form zu sein 😎 So nun wünsche ich allen ein guten Rutsch und das erfolgreiche Umsetzen jedwelcher Vorsätze und genießt die letzten Tage bis am 10.01. wieder der Ernst des Lebens für die Meisten beginnt.

  5. Ach ja, die liebe Ernährung. Bei mir eigentlich immer ein Thema, nur diesmal an Weihnachten so gar nicht. Da ich komplett durchgearbeitet habe, hatte ich weder zu wenig Bewegung, noch Zeit zuviel zu essen. An sich ist meine Ernährung auch gar nicht so schlecht, nur mit den Proteinen habe ich meine Probleme. Ich will weder mehr Fleisch essen, noch meinen Konsum an Milchprodukten erhöhen. Aber es ist ja auch wichtig genug davon zu essen, damit man bei kalorienreduzierter Ernährung nicht zuviel Muskelmasse einbüßt. Also muss doch ab und zu mal ein Shake rein, nur die kann ich zur Zeit auch nicht mehr sehen. Ist also irgendwie schwierig.

      1. Ja, Hülsenfrüchte sind wohl DIE Alternative. Sollte mir wohl mal ansehen, was man damit alles anstellen kann außer Suppen. Danke für die Anregung. 🙂

          1. Jep, Linsenburger. Erstaunlich lecker. Oder Gemüsepfanne mit roten Linsen, Kartoffeln u. Sauerkraut. Klingt abartig, schmeckt aber richtig gut. 😉

  6. Ich bin mega entspannt, habe nämlich zu Weihnachten von meinem Allerliebsten ein Fahrrad bekommen und da heute das Wetter so herrlich sonnig war, wurde es heute ausprobiert und jetzt bin ich nicht mehr nur in den edlen Spender verliebt sondern auch in meine neue Rennmaschine 🚴

  7. Ich kleiner Streber war heute im Fitness-Studio und zu Mittag gab es einen Gemüse-Eintopf. Ich war überrascht, dass ich im Studio quasi alleine war. Ich dachte da wäre heute die Hölle los. LG Jutta

  8. Bei mir ist das Hauptproblem nach Weihnachten die fehlende Bewegung( mit dem Essen haben wir es dieses Jahr nicht so sehr übertrieben, wie früher); allerdings bin ich sonst im Alltag von 6 Uhr bis 14. 30 nahezu ohne Pause auf den Beinen und flitze herum, inklusive Arbeiten im Stehen. Jetzt während der langen Schulferien sitze ich viel mehr herum und schwups nehme ich zu. Im Sommer irgendwie nicht so sehr wie im Winter.
    Wird für meine Fitness Zeit, dass der 9. Januar kommt…😀

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