LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 02.12.2016

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Jeweils Freitags mache ich mir kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern (und einem teuflischen Lächeln)…

Darüber habe ich mich gefreut

Baldeneysee in Essen

Baldeneysee in Essen

Eigentlich ist das hier heute ein „darüber habe ich nachgedacht“ Beitrag und ziemlich „grün“ geraten. Solange ich denken kann, habe ich zu Weihnachten diesen ganzen Geschenkekram geliebt. Wirklich geliebt. Schenken und beschenkt werden, herrlich! Dieses Glitzern in den Augen, die Freude im Gesicht, wenn man das richtige Geschenk ausgesucht hat. Die pure Überraschung, wenn man selbst etwas bekommt, was man sich schon lange heimlich immer gewünscht hat.

Doch in diesem Jahr ist alles irgendwie anders. Ich lasse mich nicht von den Zeichen der Zeit einschüchtern, Magendrücken und ein Gefühl der Ungewissheit bleiben aber doch zurück. Wie verändert sich unser Land? Wie verändern sich unsere Mitmenschen? Immer mehr Hass und Gewalt treffen auf unser bisher so (relativ) idyllisches Leben. Ehrlich gesagt: Ich habe diesmal keine Lust auf Geschenke, auf die Zeit der Besinnung, ich bin unruhig, will was tun!

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich mich wieder mehr politisch engagieren wollte, und nun ist es auch soweit. Ich kümmere mich ab sofort um ein Thema, welches mir ebenfalls sehr am Herzen liegt, was aber verständlicherweise in diesen Zeiten etwas in den Hintergrund rückt: Unsere Umwelt. Die Stadt Essen wird im Jahr 2017 zur „Grünen Hauptstadt Europas“, und wir wollen durch den Wandel unserer Stadt aufzeigen, dass der Strukturwandel, weg von den alten Zöpfen, durchaus möglich ist, man muss es nur wollen!

Die Entwicklung der Stadt Essen ist einmalig: Von der Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Großstadt in NRW. Essen kann als „grüne Hauptstadt“ ein Vorbild und Impulsgeber für andere Städte in Deutschland und Europa werden.
Und das alles zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, und ausdrücklich wollen wir auch Einwanderer und Flüchtlinge involvieren, die somit ihre „Anlaufstation“ besser kennenlernen können und eine Bindung zwischen den sich unbekannten Kulturen entstehen kann.

Zu Weihnachten gibt es dann noch ein weiteres Projekt, welches ich in jedem Jahr mit Freude betreibe: Ich spende Zeit, Arbeitskraft und Geld an ein Tierheim und eine Obdachlosenspeisung in der Umgebung. Zusammen mit einer tollen Truppe werden wir diesmal eine ganz besondere Weihnachtsfeier für die Ärmsten der Armen auf die Beine stellen können. Diesmal werden auch alle Freunde, Verwandte, Bekannte und auch Tiere mitfeiern dürfen und können, das war bislang organisatorisch (Platz) und geldtechnisch nicht möglich. Darüber freue ich mich ganz besonders.

Mein Umfeld versteht das. Es wird in diesem Jahr trotzdem Weihnachtsgeschenke geben UND mehr Engagement. Unsere Freiheit, unser Frieden, und unser Wohlstand, so klein er auch sein mag, braucht stabile Verhältnisse, also ein Zutun aller Menschen.

Warum ich darüber so offen rede? Seid mir bitte nicht böse, dass ich hier und heute eine sogenannte „gutmenschelnde“ Rede halte. Meiner Ansicht nach muss man aber dringend wieder über solche Dinge laut sprechen. Es sollte sich wieder „normal“ anfühlen, wenn man Aufgaben in der Gesellschaft übernimmt. Jeder ein kleines bisschen, aber wir brauchen, so denke ich, wieder ein Gemeinschaftsgefühl. Eine Zusammengehörigkeit, die nicht aus Herkunft, Einstellung, Orientierung, Hautfarbe oder was auch immer resultiert, sondern aus dem Gefühl, dass man nur GEMEINSAM stark ist. Im Kleinen (Stadtteil) wie im Großen (Europa).

 

Darüber habe ich mich geärgert

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Kennt ihr das auch? Es geht eine fiese Macke um, die ich nicht verstehen kann: Die „Stehenbleiberitis“.

Fährt man eine Rolltreppe hoch, so bleibt der Mensch vor einem grundsätzlich oben nach einem Schritt erst einmal stehen und orientiert sich. Man selbst läuft ihm oder ihr direkt in die Hacken oder verheddert sich mit Einkaufstaschen und Co. beim Vorbeischlängeln.

Zug. Tür geht auf. Leute steigen aus…und….bleiben stehen! Wie angewurzelt starren sie durch die Gegend, ein Stau hinter ihnen wird niemals wahrgenommen, warum auch? Nach mir die Sintflut.

Auto: Tatütata, Blaulicht, eine „Rettungsgasse“ wird mehr oder minder zäh gebildet. Krankenwagen fährt vorbei…und…nichts! Alle bleiben stehen und warten. Auf was eigentlich? Dass noch ein Wagen nachkommt, der frischen Kaffee und Schnittchen verteilt?

Woher kommt diese „Stehenbleiberitis“? Waren die Leute alle gerade vorher beim Gehirnbleaching? Ist die Umgebung so schön und atemberaubend? Man nehme sich ein Beispiel an den New Yorkern. Die laufen immer in einem rasanten Tempo, alles geht flüssig, keiner schaut nach oben, um die imposanten Wolkenkratzer zu bewundern…wenn nur nicht die Touristen wären…

Nuuur im Flugzeug! Da drängeln plötzlich alle, als müsste man im Flieger bleiben und nach Timbuktu fliegen, wenn man nicht schnell genug raus käme. Jeder hetzt und rennt geradezu zum Gepäckband, welches dann grundsätzlich erst nach gefühlten 5 Stunden seinen Motor an- und Koffer rauswirft. Komische Welt!

 

 

Fundstücke der Woche

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Alles nur geklaut! Sie sind enttarnt, Mr. Trump!

 

 

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Der chinesische Staatszirkus könnte sich bei so mancher Hauskatze noch ein paar Tricks abschauen. Wasser ist aber auch füüürchterlich!

 

 

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Es gibt sie noch, die selbstgebastelten Adventskalender! Und sogar mit Extra-Überraschung zu den Adventssonntagen. Fein!

 

 

 

Schade!

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Meine letzte „echte“ Flasche „PoloSport“ von Ralph Lauren ist leer. Endgültig aus und vorbei. Ich habe die „Neuauflage“ ausprobiert: Brrrr, ein gruseliger Mix aus verstörenden Nasentötern und nervenaufreibenden billig-synthetik Nuancen. Jammern hilft nicht, es ist aus, aus, auuus. Dabei hat meine letzte Flasche echt lange durchgehalten! Sie war von 1998, direkt aus NewYork, vom Headquarter. Hach, diese Flasche werde ich nicht wegwerfen!

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram    Keinerlei Sponsoring!)

 

15 Kommentare

  1. Weißt du, was mich an deinem Trendbarometer ärgert? Dass du nirgendwo einen Hinweis hinterlassen hast, wie man euch mit einer kleinen Spende unterstüzten kann. Würde ich mich echt drüber freuen. 😉

    LG Anna

    1. DAS ist ja mal superlieb von dir! Aber eigentlich will ich den Blog für solche Dinge nicht nutzen, auch wenn ich ja gerade laut darüber getönt habe.
      Aber wenn du etwas tun oder geben möchtest, dann spende doch eine Kleinigkeit oder einen Tag Zeit eurem Tierheim in deiner Stadt. Die haben es sehr schwer, können kaum noch ihre Kosten decken, und Spenden frieren auch immer mehr ein.
      Falls du mehr wissen möchtest, dann kann ich dir das alles auch per Mail schildern.
      Vielen Dank und liebe Grüße, KK

      1. Verstehe ich. Dann schaue ich mal, wo ich noch einen kleinen Beitrag leisten kann und mir schwant, dass ich da gar nicht so sehr in die Ferne schweifen muss. 😉

  2. Schön das Du Dich so engagierst, das ist das richtige Weihnachten…darum geht es. In meiner Familie gibt es seit Jahrzehnten keine Geschenke mehr, jeder von uns spendet Geld. Um mich selbst zu spenden, also mich höchstselbst zu engagieren war ich, und das gebe ich höchst ungern zu, bisher zu faul 😦

    Haha, die Stehenbleiberitis 🙂 da kann ich was beisteuern. Die Rumstehritis: Das Rumstehen auf den Laufbändern in Flughäfen. Und man muss sie unbedingt auch mit Nebeneineander Rumstehen und 10 Koffern verstopfen.

    1. Über die Grüne Hauptstadt 2017 oder die große Weihnachtsfeier? 😉 Oder beide Projekte? Wird es aber tatsächlich geben. Früher habe ich das ja immer etwas im Hintergrund gehalten, aber mittlerweile glaube ich an den „Nachahmungseffekt“. Was die Menschen öfter sehen und hören, wirkt gleich nicht mehr so „exotisch“.
      Liebe Grüße, KK

  3. Danke für Dein Engagement. Man tut sich ja gerne schwer über Gutes (eigenes Handeln) zu sprechen. Und das hier finde ich eine Superkombi Mensch und Tier zu helfen und Inspiration für Nachahmer zu sein 😉 Eine schöne Adventszeit!

  4. Moinmoin Herr Kaiser,

    …ich bin ja nicht unbedingt jemand, der mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend sprintet…aber…da Du es schon erwähnst…

    Umweltschutz.

    Ich weiß ja, Deiner Haut machen Silikone nichts aus, bisher, aber trotzdem möchte ich, mal wieder und das mach ich auch weiterhin, wenn nötig bis zum Erbrechen der Leser und Zuhörer, darauf aufmerksam, wie schädlich Zusatzstoffe in unserer „Pflege“ für unser Trinkwasser sind!!!

    Silikone und Nano-Mikroplastik und vieles mehr, belasten unser Wasser, und darauf können wir Einfluss nehmen.

    Man glaubt gar nicht, worin sich dieser überflüssige Mist befindet.

    Duschgele, Haarshampoos, Zahnpasta, Seife, Peelings, Gesichtscreme, Körpercreme, Kosmetik – Make-up, Puder, Lidschatten, Lippenpflege usw…eigentlich überall.
    (Von den ganzen Unverträglichkeiten, die sich daraus entwickeln können, will ich gar nicht erst anfangen, das weiß jeder, der davon betroffen ist.)

    …und das lässt sich leider nicht aus unserem Wasser entfernen.

    In weiten Teilen Deutschland wird und muss das Trinkwasser bereits chemisch aufbereitet werden, unter anderem auch weil die Felder überdüngt wurden und teilweise auch noch werden.

    Darauf, was der Bauer auf seinem Feld verteilt, haben wir keinen Einfluss, aber was täglich bei UNS in den Abfluss fließt, schon!

    Hier mal Zur Information:

    https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/bund-einkaufsratgeber-mikroplastik/

    http://www.t-online.de/ratgeber/lifestyle/beauty/id_67105642/silikon-im-shampoo-segen-oder-fluch-.html

    https://utopia.de/ratgeber/erdoel-mineraloel-in-kosmetik/

    Manchmal, wenn ich gegen Kosmetik mit zweifelhaften Inhaltsstoffen wettere, muss ich hören: Meiner Haut tut es aber gut.

    Ja, mag sein, noch tut es gut, der UMWELT ABER NICHT!!! Und somit MIR AUCH NICHT!

    Es ist schon genug Dreck im Wasser.
    Medikamente, die wir alle ins Wasser lassen müssen, Düngemittel, und nun auch noch die ganzen überflüssigen Reste unserer sogenannten Pflege???

    …ich finde WIR müssen mehr Verantwortung übernehmen, die Hersteller wollen die nämlich nicht!

    So, nun hab ich fertig, fürs Erste….aber keine Angst, ich überflute Deinen Blog jetzt nicht mit ständiger Ermahnung….ich sagte ja,

    …da Du es schon erwähnst….

    Ich wünsche trotz dem, oder gerade deshalb eine besinnliche Adventszeit…und natürlich viel Erfolg und Spaß mit Deinen Projekten!

    Liebe Grüße aus der Nachbarschaft

    Manou

    1. Silikone im Abwasser als Umweltkiller?Naja.Da sind wohl -die ebenfalls nicht abbaubaren und die Klärwerksmikroorganismen “ verstopfenden“ häusl.und industr. Lebensmittelöl (angefangen vom ins Klo gekippte Pommesöl über Bratfett bis hin zu dem ganzen ins Klo geworfenen Essensresten bis hin zu industr. Abfällen) etwas schlimmer und in der Menge extremer.Ganz zu schweigen von der extrem mikroorganismusschädigenden weggespülten Kippe im Klo über das elendige (Billig-)Feuchtklopapier!….Über solche Mengen-u. Auswirkungsverhältniss sollte man sich mal etwas eher Gedanken machen als die private Verschmutzung von vl. 0,05 mg ins Abwasser gelangender abgespülter Creme oder dem 10 ml (?) Duschbad tägl …mit darin wieder nur max ~1% Silikone!Oder die von den Ökos so geliebete „natürliche Kosmetik“…welche mit teils extrem Umweltschädigenden äther.Ölen beduftet und/oder konserviert ist.

  5. Ich finde es gut, dass du dich engagierst und das auch mit dem Einsatz deiner eigenen Kräfte. Darüber darf dann auch gerne geredet werden. Wir Deutschen sind ja generell so aufgestellt, dass wir gutes eher heimlich tun und uns nicht damit brüsten. Aber ich denke wie du, wenn man anfängt laut darüber zu reden, finden sich vielleicht auch Nachahmer. Macht es denn deiner Meinung nach Sinn diese Tierfutter-Tüten zu kaufen, die viele Supermärkte anbieten? Oder brauchen die Tierheime wirklich eher Geldspenden?

    Die Stehenbleiberitis ist wirklich eine ganz schlimmer Krankheit. Und sie findet sich immer an Stellen, wo es besonders unangebracht ist. Rolltreppen und Zugtüren hast du ja schon erwähnt. Schlimmer noch finde ich es aber an einem der Bahnhöfe, an denen ich werktäglich bin. Rechts und links vom Treppenaufgang gibt es kaum Platz, aber genau da halten sich komischerweise die meisten Leute auf, um auf die Anzeigetafeln zu sehen oder was auch immer. Wenn man da dann vorbei muss, läuft man beinahe Gefahr ins Gleis zu fallen, weil sie sich auch gerne mal rücksichtslos umdrehen oder dann plötzlich doch wieder weiterlaufen. Und natürlich gibt es die meisten Stehenbleiber immer dann, wenn man es besonders eilig hat.

    Eine kuriose Sache der Woche möchte ich noch berichten. Ich hatte vor ein paar Tagen bei parfumdreams bestellt (unter anderem Clinique Hydrablur – ich bin gespannt 😉 ) und gestern kam das Paket dann. Sie kündigen ja immer 2-3 Gratisproben an und als ich das Paket öffnete, lachte mir eine kleine Packung Cookies von Bahlsen entgegen. Wie genau die jetzt zum Thema Beauty passen weiß ich zwar noch nicht. Aber ich war doch irgendwie einigermaßen amüsiert. 😀

    Schönes Wochenende!

    1. Die Cookies hatte ich auch 😃 Ich habe eine Patenschaft im Tierheim und überweise per DA jeden Monat eine feste Summe. Das Geld wird natürlich für alle Tiere verwendet und nicht nur für die eine Katze. Nur so als Idee 😁👍🏻 Aber Futter in die Box ist auch wichtig. Irgendwann möchte ich auch noch Zeit spenden und am liebsten noch mehr Tierheime unterstützten oder besser noch, einen eigen Gnadenhof 😁Schönes Wochenende 🙋🏻

  6. Ich finde es schön das man sich engagiert dennoch finde ich es immer schade wenn grade nur zur Weihnachtszeit solche Sachen Vermehrt gestaltet und geplant werden.
    Im Jahr gibt es oft noch sehr viel Bedarf.
    In unserem Tierfachhandel steht ein ganz süßer Baum mit Weihnachtswünschen aus dem Tierheim von den Tieren die derzeit dort sind. Da werde ich mal gucken was man da machen kann.

    Bei uns wird grade für die Tafel besonders für Familien mit Kindern Gebäck und Süßigkeiten gesammelt gezielt für die die sich das nicht leisten können für Heiligabend. Klar es ist nicht gesund aber über einen Schokoladen Weihnachtsmann freuen die sich schon , was ich super traurig finde😐
    Bedenkt man das solche Dinge für meine Eltern nach dem Krieg was besonders Waren und es heute teilweise nicht anders aussieht👀

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