LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 07.10.2016

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Jeweils Freitags mache ich mir kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern (und einem teuflischen Lächeln)…

 

Darüber habe ich mich gefreut

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DECIEM hat mir geschrieben! Who? Die kanadische Kosmetikfirma, die gerade den weltweiten Beautymarkt aufmischt. Einerseits durch spannende Produkte, andererseits durch teilweise unglaublich günstige Preise.

Es gab von mir per Mail ein großes Lob für die sensationelle Produktrange der einzelnen Marken und die Frage, wann denn „The Ordinary“ auch in Deutschland erhältlich sein wird (abgesehen von einer versandkostenpflichtigen Bestellung bei victoriahealth.com).

Leider ist da in nächster Zukunft noch nichts geplant, aber sobald es News dazu gibt, werde ich es schnellstmöglich erfahren. Wie nett. Die schwimmen sicher gerade total, ach was sag ich, die ertrinken gerade sicher in Anfragen. Und trotzdem kam eine längere und super freundliche Mail in mein Postfach geflattert. Sehr sympathisch!

Aber so sind sie, die „neuen“ Player auf dem Kosmetikmarkt: Serviceorientiert, wie es nur irgendwie geht. So kann man heutzutage noch punkten. Man siehe auch all die deutschen, kleinen Firmen, wie zB. HighDroxy oder AgeAttraction. Schnellste Lieferung (meist innerhalb eines Tages), und auf Anfragen wird immer schnell und superkompetent geantwortet. Da können sich die (satten) großen Firmen oftmals noch ein Scheibchen abschneiden.

Fazit: Sobald ich Nachricht erhalte, wann man „The Ordinary“ auch kostenfrei über DECIEM oder einen deutschen Versender bekommen kann, gebe ich es sofort weiter!

 

 

Darüber habe ich mich geärgert

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Eigentlich mache ich Pizza nur aus frischen Zutaten, also auch den Belag aus zB. frischem Gemüse, wie Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Spinat…

Letztens wollte ich aber einmal den sauren Geschmack von eingelegtem Paprika ausprobieren und kaufte Paprika im Glas. Ort des Kaufs war der Discounter Netto. Für 99 Cent gab es ein Glas mit rotem Tomatenpaprika.

Als es dann darum ging den Paprika auf die Pizza zu legen, konnte ich diesen aber kaum aus dem Glas bekommen, so weich und zermatsch war dieser bereits. Kann man sowas denn verkaufen? Das war Babybrei. Oder Gemüse für Senioren, die kurzfristig ihr Gebiss verlegt haben.

Da ich hoffte, dass es sich nur um eine Fehlabfüllung handelte, kaufte ich noch ein weiteres Glas in einem anderen Netto Laden. Das gleiche Spiel: Eklig matschige Paste, fast ohne Konsistenz und als Paprika kaum mehr zu erkennen.

Was sagt mir das mal wieder? Lieber frisch, aus dem Glas ist oftmals ein Graus! Dann schon noch eher aus der Tiefkühlung, nur bei sauer eingelegtem Paprika wird das schwierig. Ich geh dann mal Essig kaufen…

 

Auch ärgerlich…

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Ein Familienmitglied ist gerade auf Jobsuche. Mit 45 möchte er sich nochmals beruflich neu orientieren. Der Sportbereich liegt ihm auch sehr, und so kam es zur Idee eine Ausbildung zum Fitnessfachwirt anzustreben. Fit und aktiv ist er allemal, ich habe ihn dabei voll unterstützt.

Nun finde aber mal einen Betrieb, der das Fernstudium über die Praxiseinheiten unterstützt? Schwierig, um das mal vorsichtig auszudrücken. Peinlicher Höhepunkt war ein Düsseldorfer Personal Trainingsstudio, recht neu auf dem Markt, nahe den Shadow-Arkaden, die großangelegt nach geeigneten Ausbildungswilligen Ausschau halten. Spontan bewarb er sich und erhielt bereits am nächsten Tag eine Antwort: Dort wurde blumig mitgeteilt, dass er für den Sportbereich definitiv zu alt sei!

In etwa so: „Wir suchen nach jungen Rohdiamanten, die noch unbeeinflusst sind und unsere Firmenphilosophie ungefiltert in sich aufnehmen können.“

Für mich klingt das nach: „Wir suchen junge, unerfahrene Menschen, denen wir jeden Mist erzählen können, Hauptsache die verkaufen unsere Dienstleistungen. Der Rest ist uns egal, eine 60-jährige Kundin wird sich sicherlich prima bei einem 19-jährigen Anfänger aufgehoben fühlen!“

Ich finde das symptomatisch für den ganzen Bereich des Fitnesssports und Personal Trainings momentan. Es wird viel Geld ausgegeben dafür, und somit tummeln sich auch mehr und mehr die schwarzen Schafe.

Die Klientel für Fitnesstraining und Personal Training wird immer älter. Und es ist offensichtlich, dass das Trainingspersonal da im gewissen Umfang mitaltern sollte! Gerade im Sport ist eine Trainingsbeziehung sehr sehr nah. Um bei meinem Beispiel von gerade zu bleiben: Der 19-jährige Sportstudent wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht den Erfahrungshorizont einer 60-jährigen Kundin teilen. Doch Empathie ist in diesem Job unabdingbar.

Ich kann als Fitnesstrainer und Personal Trainer nicht nur verbissene 20-jährige Kampfmaschinen mit Hollywood-Ambitionen, einen leidenschaftlichen Boxer oder die Yoga-Tante anbieten. Die Vielfalt zählt. Verschiedene Altersgruppen müssen abgedeckt sein, aber eben auch nur vielseitige Sportler sollten Personal Trainer werden, damit sie sich ganz nach den Wünschen der Kunden richten können, und nicht nur IHR Lieblingsprogramm durchboxen.

Falls ihr jemals einen PT buchen möchtet: Lernt sie/ihn kennen! Nicht allein die Qualifikation ist ausschlaggebend, sondern die Chemie zwischen Kunde und Trainer. Man braucht Gemeinsamkeiten und Verständnis, nicht bloß einen Drill-Instructor!

Aus meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung in diesem Metier, kann ich der Düsseldorfer PT Firma nur alles Gute wünschen, aber mit dieser Einstellung kommt man sicher nicht weit.

 

 

Fundstücke der Woche

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Nach der Geburt getrennt, und doch wieder gefunden. Niedliche Gesellen!

 

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Also DA würde ich mich auch noch bewerben…und ich bringe auch lecker Bambus mit!

 

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Mooment! Da war der ausführende Architekt doch entweder arg abgelenkt, oder hatte ein übles Zucken im Arm? (Foto: Boredpanda)

 

 

 

 

 

(Fotos: Konsumkaiser, Instagram, Boredpanda   Keinerlei Sponsoring)

 

9 Kommentare

  1. Hallo lieber Konsumkaiser,
    Deinen Beitrag zu altersmäßig etwas angepassten Fitnesstrainern kann ich so nur unterschreiben! Ich hatte zuletzt in meinem Studio (das sich Family Fitness nennt und somit auch auf die etwas ältere und weniger ambitionierte Klientel abzielt) eine Begegnung mit einem der jungen Trainer, der gerade sein Sportstudium abgeschlossen hatte, die mich eigentlich eher demotiviert hat. Man muss dazu sagen, ich bin 44, nicht wirklich fit und gehöre zu den Menschen, die lieber gemütlich auf dem Sofa sitzen als Sport zu machen, trotzdem motiviere ich mich, zwei mal die Woche zum Training zu gehen.
    Während ich da also so zum aufwärmen vor dem Zirkel auf einem der Fahrräder vor mich hin strampele, kommt der junge, dynamische Mensch zu mir und erklärt mir, wenn ich da nur so rum strampele, könnte ich es auch gleich lassen, begleitet mich dann später zum Zirkel und klärt mich darüber auf, dass ich an der Beinpresse mindestens mein Körperwicht (und ich bin keine filigrane Elfe) drücken können müsse, ich könne ja schließlich auch stehen!
    Das Resultat war ein unmenschlicher Muskelkater und ein paar geplatze Adern von der Anstrengung (ja, ich übertreibe ein wenig), aber schlimmer noch, ich hatte keine Lust mehr, noch mal hin zu gehen, weil mein normales Training ja offensichtlich sowieso für den A…… ist und ich mich irgendwie dafür schäme, da scheinbar als unfitte Nullnummer rum zu trainieren!
    Von daher, hoch motiviert und gut ausgebildet, aber wie Du schreibst, ohne Empathie, ist also nicht unbedingt zielführend für die Kunden/Klientenbindung!
    Danke Dir für Deine immer so treffenden und interessanten Posts!
    Grüße
    Alexandra

  2. Interessante Kombi heute. Alter im Beruf ist so ein Thema, das ist wirklich ärgerlich. Einerseits sollen wir demnächst bis zum 70. Lebensjahr arbeiten. Andererseits ist man mit 40 schon zu alt für so gut wie jeden Job. Lächerlich!
    Paprika sieht schlimm aus!
    Und Dezime ist auch für mich eine spannende neue Firma. Bin gespannt, was da noch kommt.
    Schönes Wochenende allerseits!

  3. Zum Thema Job…als 52-jährige Frau bleibt nur die Selbständigkeit bei neuen Aufgaben über. Feste Anstellung ist sozusagen tabu, man könnte ja nicht mehr als fit und zeitgemäß gelten, wenn man soooo alte Leute einstellt, was für ein Witz! Gleichberechtigung von Alter und Geschlecht ist außerhalb großer Städte zwar theoretisch gewünscht, gelebt wird sie aber selten. Eine zielführende Lösung wäre, es den Ignoranten zu zeigen, ich arbeite daran 😉

  4. Ja, ja und noch einmal ja. Ich verstehe die Welt auch manchmal nicht. Warum ist man ab einem bestimmten Alter Out. Immer wieder lese ich bei Bloggern das gleiche, im Alter sind wir noch aktuell. Aber scheinbar sieht die Werbewelt das anders. Ich habe vor kurzem mit einer Redakteurin gesprochen, die sagte wir machen Umfragen. Bei wem? Ich kann mir nicht vorstellen das jemand im Alter von 40 bis 60 sagt, ich möchte keine gleichalterige sehen. Irgenwie fühle ich mich ständig verarscht. Schönes Wochenende und einen lieben Gruß
    Petra

  5. Hättest Du denn eine Empfehlung für einen PT in Hamburg? ich bräuchte mal ein paar neue Kicks fürs Training, und ich bin nicht so sehr der Typ für die Kurse in den Studios….

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